Das Thema kommt zwar alle Naselang wieder, aber hier eine kleine Zusammenfassung:
PEndstufe ~=2x PRMS (Lautsprecher)
Die Bezeichnung PSinus ist irreführend und sagt im Grunde gar nichts aus.
Dann gibt es noch die Bezeichnung "Programm power", dies kann als "nötige" Endstufenleistung betrachtet werden.
Eine Verdopplung der el. Leistung (+3dB) bringt keinen wirklich bedeutenden Lautstärkeunterschied,
der tritt erst bei 10dB ein, was etwa der 10fachen el. Leistung entsprechen würde.
Lautstärkeunterschiede sind ab 2dB wahrnehmbar, manche hören durch Übung auch noch besser.
Eine Leistungsverdopplung der Endstufe an einem Lautsprecher muss nicht zwangsweise +3dB ergeben, denn wenn sich das System stark erwärmt, treten weitere Effekte auf (power compression), die die abgegebene akustische Leistung nicht weiter steigen lässt, zudem ist die Leistungsfähigkeit eines Lautsprechers nicht nur durch die zugeführte Leistung begrenzt, sondern auch durch seinen maximalen Hub.
Ob auf einer Endstufe nun 300W oder 400W draufsteht, ist völlig egal, die Unterschiede sind marginal.
Ein besserer "Wirkungsgrad" eines Lautsprechers bringt erheblich mehr als deutlich mehr Verstärkerleistung.
Auch hier gilt entsprechend im Umkehrschluss: 3dB mehr "Wirkungsgrad" entspricht etwa halber nötiger Verstärkerleistung.
Da die Hersteller aber inzwischen mitbekommen haben, dass man drauf achtet, wird dort gerne mal "etwas" übertrieben, dies allerdings fast nur im "Billigsektor".
Eine Endstufe hat an 8 Ohm etwa halbe Leistung als der an 4 Ohm.
Professionelle Endstufen vertragen alle 4 Ohm oder auch deutlich weniger.
Bei billigen Endstufen ist vor <4Ohm pro Kanal abzuraten, auch wenn der Hersteller was anderes angibt.
Wenn Brückenschaltung nicht vorgesehen ist, sollte man dieses der Endstufe auch nicht zumuten, da sie dadurch beschädigt werden kann.
2x 8Ohm Parallel ergibt 4Ohm.
2x 4Ohm in Reihe ergibt 8Ohm.
8 Ohm Brücke ergibt 4 Ohm pro Kanal.
Ein Lautsprecher kann viel schneller durch zu wenig Leistung zerstört werden, als durch zu viel.
Ein Verstärker nimmt deutlich weniger Leistung aus dem Netz auf, als an Ausgangsleistung angegeben ist.
Der Einschaltstrom eines grossen Verstärkers kann problemlos eine Sicherung auslösen, wenn kein Einschaltstrombegrenzer vorhanden ist.
Dies ist nicht schädlich, aber auf Dauer lästig und nicht gut für das Material.
Zuverlässige Abhilfe schafft ein käuflich problemlos zu erwerbender Einschaltstrombegrenzer, den es als Einzelgerät gibt.
Der Hochtonbereich ist in allen Belangen allgemein deutlich empfindlicher als der Bass.
siehe auch:
clipping, crest, 10kW an Schuko, "Peak/Programm/RMS", headroom...
Würde mich freuen, wenn das irgendwo zwecks einfachem Zugriff festgepinnt wird.