Hi!
Freestyler ist quasi eine Entwicklung ganz nah an Martin Lightjockey. Kritiker sagen eine Kopie. Damit kann man quasi alles machen was mit Martin auch geht. Ich habe DMXControl, PC Dimmer und Freestyler getestet.
Eins vorweg (auch wenn mich vllt. jem. schlagen möchte):
ALLES IST SCHEISE, weil nix kompatibel mit MAC OS X ist. Kaum sitzt man an der Windows-Kiste geht diese Konfigurationsscheise los. Vom Midikeyboard über Konfigurationsdateien von Programm - Zusatztools die man sich laden muss - Touchscreensteuerung Windows - die aktive Fensterproblematik (nur eins möglich) - ewiges hoch- und runterfahren (MacAir 15 Sekunden) - 30 neue Windowsupdates - Flash sowieso- Virenscanner braucht neue Definition - Wlan verbindet sich ewig nicht ... Wann wird endlich eine gute Software PLUG and PLAY für Mac erstellt?
Naja, Off Topic - also Vorteil DMX-Control:
- du kannst alle DMX-Kanäle auf den Effektprozessor legen. So lassen sich zb Matrixen mittels Sinuskurven oder dergleichen steuern. Also überall lässt sich was mit den Formen automatisieren. -> SEHR SEHR viel Möglich mit etwas Kreativität. Ähnlich zur GrandMa on PC.
- das erstellen von einer Touchscreenoberfläche mit der Kammondobox - absolut logisch und einfach -> Plug and Play
- DMXin - absolut genial und fehlt mir bei anderen Programmen sehr -> extrem Plug and Play
- Erstellen von Szenen mit fließendem oder schlagartigen Übergang - ideal für Theater durch manuelles "abfeuern"
- deutsches Programm mit großen deutschem Forum (was aber viel Zeit kostet wenn man da mal was will)
Nachteil:
- ständig hängt sich das Programm beim Programmieren und Rumspielen auf - Fehler sind bekannt und wurden auch öfters im Forum gepostet, nur kein Mensch hat darauf geantwortet oder den Fehler behoben
-> DAHER schon mal NOGO für Veranstaltungen! Such/Probier ich jetzt selbst ne Woche an einem Fehler rum, kann ich mir für die Arbeitszeit auch ne GrandMa on PC mit Wing kaufen mit Support...
- das Erstellen der Definitionen ist einfach umständlich und aufwändig (für mich nicht intuitiv)
- Grundsätzlich ist die Bedienung sehr verschachtelt - viele Funktionen können über 3 Unterschiedliche Wege erreicht werden - dadurch wirkt es unübersichtlich und komplex
- grafische Bühnenansicht ist zu klein (Symbole der Geräte) und fummelig - zudem braucht man bald einen 30Zoll Monitor um alles anzeigen zu können bei großen Anlagen
PC-Dimmer:
- ähnlich zu DMXC, aber mit Fadern. Genau das suche ich nicht. Ich möchte auf einen roten Button klicken um ne rote Farbe bei einem MH zu haben. Fader haben auch Semipro-Pulte.
- man braucht ebenfalls nen riesen Bildschirm um alle anzeigen zu können -> Netbook hoffnungslos!
- insgesamt schöner in Bedienung und Aufmachung als DMXC (wirkt einfacher in der Bedienung)
- ist weniger verschachtelt, aber NOGO war der mir viel zu komplizierte Fixture-Editor! Es ist doch viel einfacher in eine vorgegebene Maske die Adressen einzutragen (vgl. Freestyler) als ein komplettes Fixture frei zu erstellen, samt Adressenstruktur und Funktionsparameter.
Freestyler in Version X2:
- Oberfläche einfach intuitiv - man klick das Gerät an und bekommt in Fenstern alle möglichen Funktionen des Gerätes angezeigt
- Erstellung der Fixtures relativ einfach - optimal ist es nicht, aber man bekommt es hin. Maske ist vorgegeben. Wenn man bei PAN und TILT eine Adresse eingibt, erscheint automatisch im Programm der "Joystik" - so muss das sein
- relativ stabil - bis jetzt keine Abstürze oder Fehler, oder wenn, dann selbstverschuldet - obwohl nur Windowsgurke mit W7
- auch mit Netbook nutzbar
- Touchscreenoberfläche im Grunde frei erstellbar - auch wenn ich da noch nicht durchgeblickt habe (-> Nachteil)
- Grafische Oberfläche ist gut, man kann die Geräte so anordnen, wie sie an der Truss hängen (-> Super) mit großen Symbolen
- Farben über Farbpalette
- RGB mit W und A möglich, allerdings wird nur RGB gemischt, also Orange ist dann nicht Amber sondern Rot+Grün (-> Scheise)
- LEDtrix und SUNtrix - optimal für RGB Matrixen und auch Sunstripe mit unzähligen Effekten. Nachteil: Es sind externe Module und die lassen sich nicht über zb die Cue und Submasters in Freestyler bedienen (-> Scheise)
Nachteile:
- das größte Problem ist die externe Steuerung - leider kann Freestyler kein DMX in - also nicht so wie das bei DMXC ist - sehr schade, nur Midi
- Touchscreenoberflächen sind nicht intuitiv - das würde besser gehen
- Suntrix und Ledtrix nicht extern steuerbar (nur mit Maus oder Touch)
- Windowsproblem: nur ein aktives Fenster gleichzeitig möglich (-> gerade bei Touch + Maus ein Problem)
- Fade Snap - man muss beim Programmieren ganz genau aufpassen (unübersichtlich) - und vorallem bei den ganzen Einstellungen die nun mit gespeichert werden sollen, und welche eben nicht. Das ist nicht immer ganz durchsichtig und manche Fehler erkennt man dann erst im laufenden Betrieb
- FX beim erstellen neuer CUEs wirkt irgendwie nicht ausgereift und als "Beiwerk" statt als mächtiges Werkzeug - hier steckt noch Potential nach oben - begeistert mich nicht und hab ich noch nicht zum Laufen bekommen
- Overlays als "Knöpfe", leider nicht als Fader - das fehlt mir wirklich sehr, dass man einen Blinder zb nicht auf einen externen Fader legen kann (-> großer Nachteil, gerade für Live!)
So...das waren mal meine Eindrücke zu den Programmen. Leider spielt immer das PC-Problem mit. Man muss bei Windows einfach Sachen einstellen/editieren, die beim Mac viel intuitiver, einfacher und logischer sind...Also wieder wie früher Google angeschmissen und den halben Tag in Foren gesucht, wie man best. Sachen einfach einstellt/macht. Das ist wirklich verschenkte Lebenszeit - dafür also lieber mal ein paar Euros ausgeben - aber selbst da gibts nix bis garnix außer GrandMa oder Chamsys was wirklich Standard bietet.