Zitat von "Waldschrad99"Alles anzeigenRe: Immer längere Auflegezeiten: Wie handeln?
Ganz einfach: Kooperation & Arbeitsteilung.
Aber nicht 2 DJs, mit Wechsel um 24 Uhr (auf die Gefahr, daß einer von beiden dann als Stimmungskiller empfunden wird), sondern Aufteilung der Gewerke:
DJ/Moderator/Bewegungs-Animateur # und # Technik-Dienstleister/Kistenschlepper/Bullifahrer.Allerdings gibs hier im Forum Tausende junge DJs und sonstige HKS, die lieber 20 Stunden alles alleine machen:
Bulli fahren, Kisten schleppen, Kabel ziehen,... am Pult rödeln bis zum Umfallen oder gnädigen Schluss-Wink des Veranstalters, danach wieder Kabel einrollen, Kisten schleppen und Bulli fahren.
Und der "Hansi", den man immer zum Kistenschleppen dabei hatte, macht einem nach wenigen Jahren dann den DJ-Job steitig und den Markt kaputt.![]()
Solche Spielchen hatte ich früher selbst (fast ausschließlich eigene Veranstaltungen mit zusätzlichem Arbeits-Anfall wie Location putzen...) ne Zeitlang absolviert, aber weitgehend alleine.
Da wünschte man sich oft noch ne Anhängerkupplung hinten am TandemAchser für nen Wohnwagen und vor sich ne 6-Liter-Maschine die den ganzen Zug mit satten 2 KiloNewtonMeter auch bergauf ziehen kann :grin:Ich selbst seh mich als reinen Technik-Dienstleister, der auch für Koffer-Jobber (in dem Fall DJs) gute Tonanlagen und entsprechendes Licht anliefert und aufbaut.
Auf Chart-Musik und angesagtes Zeuch hab ich null Bock und stelle lieber richtig gute Tonanlagen bereit.
Gern darf der DJ sein eigenes Pult und Player mitbringen/anstöpseln, der Rest ist mein Job.
Aber hier im Party-PA würde ein DryHire+Service-Brett wohl fast leer bleiben.
In der Gastronomie (von kleines Restaurants bis hin zu großen Konferenz-Zentren) funktioniert Aufgaben-Teilung seit über Hundert Jahren sehr gut, nur auf den unteren Stufen des Unterhaltungssektors nicht.
Da hast du vollkommen Recht...ich hab das auch mal praktiziert, weil man eben deutlich besser Musik macht, wenn man nicht 3 Stunden vorher noch Kisten schleppt und Bulli fährt.
Leider ist das nach hinten losgegangen aus 3 Gründen:
1. Die Lieferkollegen haben Preise aufgerufen, das es sich nach 2 Jahren gerechnet hat, alles selbst anzuschaffen und wieder reinzuwirtschaften.
2. Ein Teil der Kollegenschaft hat sich dann hinterrücks an die Auftraggeber gewendet, ist 50€ runtergegangen und hat den Job komplett selber gemacht...super wie schnell man aus seinem eigenen Job fliegt.
3. Trotz Vorgesprächen und Vereinbarungen ist es nie so geworden, als hätte ich es selber gemacht...wie soll ich dann mein Qualitätslogo draufhauen, wenn ich selbst nicht zufrieden bin. Von Unzuverlässigkeit, "vergessen" und Defekten fang ich jetzt nicht an...
Soviel zu den Erfahrungen dazu.