Stell dir einfach eine Kirmes an einem Fluss vor mit einer Stadt daneben.
Du machst eine Drohnenshow und ein Feuerwerk, so dass an dem Abend auf der Kirmes selbst und nahezu allen Straßen drum herum, außerdem auf zwei angrenzenden mehrspurigen Brücken (über den Rhein, Größe kannst du Dir evtl. vorstellen) und dem kompletten Ufer gegenüber sich das ca. 500.000(!) externe Besucher ansehen wollen.
Das Verkehrschaos beginnt etwa ab 16.00 Uhr. Ab ca 19 Uhr sind alle Straßen zu den Brücken (Kilometer vorher) rund um die Kirmes herum voll gesperrt. Man kommt weder hin noch weg. Nicht nur mit einem Schild, sondern mit Absperrungen und Polizei jeweils daneben für Unbelehrbare.
Alle Wohngebiete drum herum sind mit Pollern und Wachdienst gesperrt. Mit drum herum meine ich nicht in Sichtweite, sondern bis etwa 40 Minuten fussläufiger Entfernung.
Eine wie auch immer geartete Panik wäre da Mist.
Den Unfall dürften 99,5 Prozent der Besucher (zunächst) nicht mit bekommen haben. Es gibt abgesperrte(und bewachte) Rettungswege. Also war das „laufen lassen“ eigentlich die beste Option für einen normalen Ablauf. Da wird schon jemand geschaut haben, dass da nicht nochwas passiert.
Die sind da schon top organisiert. Stellt euch zu dem Thema bitte keine Kirmes vor, sondern eher das Münchener Oktoberfest. Dann habt ihr es.
Auf dem Oktoberfest waren 6,7 mio Besucher, in Düsseldorf sind es nur 4 mio, aber die haben ne Woche weniger (10 Tage, nicht 16) und die meisten kommen eben an dem besagten Freitag.