Zitat von "DJ Detto"Ich wollte nur darauf hinaus, das wir (also nicht ich sondern der F&E ING) damals auch erst gerechnet haben und dann das Ergebnis durch experimentieren optimiert.
... es gibt einfach Systeme, die man gut bzw. recht einfach simulieren kann - und wo es mit den Vorhersagen auch ganz gut klappt. In den Bereichen Maschinenbau und Stahlbau gibt es sicher zahlreiche Anwendungen, wo z.B. Statiker mit ihren Standardformeln (... und x-facher Sicherheit ...
) praxistaugliche Ergebnisse fabrizieren.
Aber dann gibt es komplexere Systeme, wo man alle Parameter nicht (d.h.: mit vertretbarem Aufwand ...) in einem Modell unterbringen kann und daher Vereinfachungen/Näherungen üblich sind ... der "Rest" erfolgt dann durch "Try-and Error" (... und Lautsprecherentwicklung gehört zu dieser zweiten Kategorie ...).
Zitat von "DJ Detto"... wenn ich mir für teures Geld bei der Sound Klinik eine Box kaufe, dann erwarte ich auch jede Menge Gehirnschmalz da drinnen, denn sonst könnte ich mir auch ne Pappe von der Stange kaufen.
Es gibt einfach zu viele Dinge, die man berücksichtigen sollte. Die Qualität einer LS-Kiste läßt sich "leider" nicht auf eine passsable Chassisauswahl und eine auf 0° optimierte Weiche (per Weichenrechner ...) reduzieren.
Ebenso wichtig sind (elektrische) Leistungsverteilung auf die Chassis und andere Bauteile (in der Weiche) ... mechanische Grenzen aufgrund der Gehäuseabstimmung bzw. Schallführung ... dann das Abstrahlverhalten (Winkel ...) der verwendeten Chassis (ärgerliches Beispiel: an der Übernahmefrequenz ändert sich plötzlich gravierend der Abstrahlwinkel ...) ... usw.
D.h.: Wenn man aus "Spaß", Hobby oder um etwas zu lernen an die Sache herangeht, ist es vertretbar ... ABER wenn man eine (funktionierende !!!) Kiste für "richtige" Beschallungsjobs braucht, kann es "problematisch" werden ... :wink: