Zitat von "guma"Tatsächlich hatte ich noch nie das Problem Monitore damit "tot" zu EQen. Das ist allerdings auch eine Kunst, die nicht jedem gegeben ist.
... ich schließe daraus, daß Du weißt, worauf ich hinauswollte ...
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Neues Benutzerkonto erstellen Zitat von "guma"Tatsächlich hatte ich noch nie das Problem Monitore damit "tot" zu EQen. Das ist allerdings auch eine Kunst, die nicht jedem gegeben ist.
... ich schließe daraus, daß Du weißt, worauf ich hinauswollte ...
... ich hatte vor ca. 15 Jahren "vorn" einen (analogen) TC-Stereo-4-fach-Vollparametrik-EQ ... für die Monitorwege jeweils 2-fach-Vollparametrik (auch TC).
Wir spielten oft in unterschiedlichsten Locations (Saalbetriebe, Zelte, richtig schlimme Mehrzweckhallen, Stadtfeste ...) und hatten in mehreren Jahren mehrere - z.T. recht unterschiedliche - LS-Systeme.
Die "Nummer" mit dem Headroom bei den Monis habe ich jahrelang selbst praktiziert (schmalbandig volle Absenkung ... eine Hand am Frequenzregler ... die andere am Summenfader ... und langsam aufziehen, bis es pfeift - und dann ganz schnell die Frequenz suchen, ohne die Hörner abzuschließen ... Absenkung verringern ... "passende" Güte einstellen ... etc.).
Ich habe nun die Erfahrung gemacht, daß man mit sorgfältig abgestimmten Monis "von Hause aus" erheblich mehr Headroom bei gleichzeitig guter Kontrolle hat.
Ein EQ-ing führt zwar (technisch gesehen ...) - bei bestimmten Mikro-/Aufstellungskonstellationen zu mehr Headroom ... aber oft auch zu einer Verschlechterung der Kontrolle für die Musiker - gerade bei Gesang (wodurch der Moni dann wieder lauter gemacht werden muß ...).
Bei chaotischen - lauten - Bands gebe ich schon recht, was Moni-EQ-ing angeht. Bei disziplinierten Bands bevorzuge ich eine ausgewogene Übertragung, weil bei mehrstimmigen Gesang und akustischen Instrumenten die Kontrolle (bei einer natürlichen Wiedergabe von Stimmen) einfach besser ist ... und es macht wegen des besseren Bühnensounds auch einfach viel mehr Spaß.
Ähnlich sieht es beim Frontsound aus.
Bei Tanzveranstaltungen kommt es primär auf einen guten Sound vor der Bühne an ... "weiter weg" soll es dann "leiser" sein (Theke, Bar ...).
Der Einfluß der Raumakustik auf den Sound vor der Bühne ist - sofern die LS-Systeme eine genügende Richtwirkung für die Location haben - gar nicht mal so gravierend.
Eine Entzerrung per EQ wird oft aufgrund des Klangeindrucks in einer größeren Hörentfernung (FOH-Platz) gemacht. Wird der Direktschallfrequenzverlauf verbogen, wirkt sich dies im Nahfeld (vor der Bühne) dann ggf. sogar als klangverschlechternd aus, weil hier raumbezogene Klangeinflüsse kaum Auwirkungen zeigen.
Wichtig ist eine optimale Plazierung der LS-Systeme, um eine möglichst große Direktschallhörzone zu bekommen. Sitzt der Soundmann außerhalb dieser Zone, wird er den Klang durch EQ-ing nicht verbessern ... sondern eher (im Nahbereich !) verschlechtern.
Man könnte über diese Thematik Bücher füllen ... und mein Ausführungen werden im Rahmen dieses Forums daher nie vollständig sein bzw. lückenlos alle möglichen Situationen ansprechen.
Viele Grüsse
Zitat von "guma"Nein ich arbeite meist eher nicht für die ganz laute Fraktion. :wink:
... dann hast Du einen guten Geschmack ... ![]()
Zitat von "guma"Daß die Methode nur für tiefe Frequenzen geeignet ist, halte ich für ein Gerücht. Durch Reflektionen können auch im Bereich von sagen wir mal oberhalb von 300 Hz bis 4000 Hz Überhöhungen entstehen, die nicht nur durch Laufzeitfehler entstandene, nicht EQ-bare
Interferenzen darstellen, sondern durchaus auch reine "Pegelpeaks" die mit einem EQ legitim und effektiv bekämpft werden können.
... in was für schlimme Läden (oder mit was für Bands ...) arbeitest Du denn ?
Zitat von "guma"... wirst Du wohl in der Sache nicht umhin können, mir recht zu geben.
... ich selbst brauche (auch wenn es schwer zu glauben ist ...) - wenigstens mit meinen Muckerkollegen - wirklich keine Summen- oder Monitor-EQs ... aber ich weiß natürlich auch, daß es auch diese "anderen" ("Ich-hör-mich-nicht"-) Musiker gibt, um die ich - sollte ich zufällig am Mischer sitzen - nach Möglichkeit einen großen Bogen machen würde.
Und: Oft wird von vielen Bands und DJs wirklich immer mit der gleichen EQ-Einstellung gearbeitet - egal, ob es in einem Zelt oder in irgendwelchen Katakomben ist. Aber fast alle reden von zu "EQ-ende" Raumeinflüsse (weil: die eigene Anlage ist ja immer toll) ...
... dann bin ich ja froh, daß ich einmal seit etwa 30 Jahren selbst Mucker bin (und diverse Zelte, "Kasper"-Bühnen und Stadtfeste "bemuckt" habe ...) UND - geparrt mit ein wenig Grundlagen-Know-How dann (nicht im "Labor" ... :wink: ) Boxen "stricke" ... (ist doch eine tolle Kombination ... nich' ?) ... ![]()
Zitat von "guma"... in der besten Anordnung mit perfekter Systementzerrung kann trotzdem noch ein gehöriges Maß an "Raumentzerrung" brauchen. Hierfür kann das sogenannte "Einpeifen" wenn ordentlich durchgeführt, durchaus sinnvolle Ergebnisse erzeugen.
... allerdings wohl mehr im "unteren" F-Bereich.
Es ist aber gefährlich, sowas Anfängern zu raten. ![]()
Es ist so ähnlich, wie die nette Geschichte vom Lehrgang für Aufnahme-/Studiotechnik.
Der Ausbilder: "Stellt die Pegel immer so ein, daß 0 dB an den VU-Metern nicht überschritten werden - aber achtet darauf, daß die Pegel - wegen Rauchen - auch nicht zu gering werden.
Ein Studi kommt nach einer Stunde völlig naßgeschwitzt zum Ausbilder.
Der Ausbilder fragt: "Bist Du krank ?"
Der Studi: "Versuchen Sie doch mal, den Pegel bei Musik immer auf 0 dB zu halten ..."
... es geht wohl mehr darum, daß der Sound (der ja Geschmacksache ist) am Mischpult und mit FXs erzielt wird ... und nicht in der Folge ein Ergebnis mangelhaft abgestimmten "Holzes" ist ...
... wenn Deine Systeme "schon sehr linear" sind ... wieso willst Du dann mit einem EQ "herumkurbeln" ?
Wenn der Direktschallfrequenzgan soweit i.O. ist: Tolle Anlage !
... hat sich schon einmal jemand - ernsthaft - gefragt, warum man eigentlich wirklich einen "Infra" braucht ???
Ich hab ja sowas - auf ausdrücklichen Kundenwunsch (trotz "abraten") - auch schon mal gemacht ... aber: außer daß den DJs mit "richtigen" Plattenspielern dann die Nadeln wegfliegen, kann ich da nur wenig praktischen Sinn sehen ...
Der Wunsch - gerade jugendlicher User - nach "abgrundtiefen" Bässen hat ja ... wie einige Verhaltensforscher herausgefunden haben wollen ... sehr verständliche Gründe:
Ein werdender Mensch (... gestatten: Embryo !) im Mutterleib hört Schall nur gedämpft (Ummpf - ummpf ...) und hat dabei ein Gefühl der Geborgenheit.
Und tief in ihrer Seele erinnern sich einige (überwiegend - aber nicht nur junge ...) DJs und Mucker dann an diesen selbst erlebten Zustand und streben darum diesen (dumpfen) "Klang" an, um sich endlich einmal wieder richtig wohlzufühlen.
Fazit: sie können eigentlich nichts dafür ...
... hat sich schon einmal jemand - ernsthaft - gefragt, warum man eigentlich wirklich einen "Infra" braucht ???
Ich hab ja sowas - auf ausdrücklichen Kundenwunsch (trotz "abraten") - auch schon mal gemacht ... aber: außer daß den DJs mit "richtigen" Plattenspielern dann die Nadeln wegfliegen, kann ich da nur wenig praktischen Sinn sehen ...
Der Wunsch - gerade jugendlicher User - nach "abgrundtiefen" Bässen hat ja ... wie einige Verhaltensforscher herausgefunden haben wollen ... sehr verständliche Gründe:
Ein werdender Mensch (... gestatten: Embryo !) im Mutterleib hört Schall nur gedämpft (Ummpf - ummpf ...) und hat dabei ein Gefühl der Geborgenheit.
Und tief in ihrer Seele erinnern sich einige (überwiegend - aber nicht nur junge ...) DJs und Mucker dann an diesen selbst erlebten Zustand und streben darum diesen (dumpfen) "Klang" an, um sich endlich einmal wieder richtig wohlzufühlen.
Fazit: sie können eigentlich nichts dafür ...
... nur ein PA-System, welches 1. dem Quellenmaterial keinen eigenen Sound aufdrückt, 2. für die zu beschallende Location (bezüglich Abstrahleigenschaften etc.) geeignet ist ... und 3. ein Soundmensch, der noch kein Hörgerät benötigt (und genau weiß, was er tun sollte ...) führen "im Zusammenspiel" zu einem optimalen Ergebnis.
Zu Fall gebracht werden kann eine solche Konstellation dann nur noch durch völlig inkompetente Musiker ... hier empfehle ich auf einer Veranstaltung einen massiven - hemmungslosen - Einsatz von Tomaten und Eiern (... dann hat sich wenigstens dieses Problem erledigt ...).
Sicher - ein sehr guter Soundmensch wird in der Lage sein, auch aus mittelmässigem Material (... Musiker eingeschlossen !) noch ein halbwegs akzeptables Ergebnis herauszuholen - aber optimal wird es nie sein.
Viele Grüsse
Zitat von "Campfire"Und ohne EQ wird es bei größeren Lautstärken schon schwierig, zum Teil mache ich bei meinen Monitoren schon "Wedge auf Mikro" optimieren (was natürlich z.T. auch in der passivweiche erledigt werden könnte), aber bei etwas schwierigeren Räumen kommt immer auch etwas Raum wegfiltern dazu.
... wenn ein Mucker nur max. wenige Meter (manchmal 1,20 m - je nach Ohrenhöhe) vom Monitor entfernt steht, dann befindet er sich im Direktschallfeld ... d.h. der Raum macht da wirklich wenig "am Klang" aus. Und ein Monitor, der im genutzten Abstrahlbereich hier nicht vernünftig überträgt, gehört in den Kompost (... oder in eine zunehmend beliebtere Form der "Entsorgung" unnützer Dinge: ebay ...).
Das Problem ist doch häufig, daß aufgrund profilneurotischer Gitarristen oder Schlagzeuger etc. einfach (zu) hohe Pegel die Feedbackneigung erhöhen (... darum auch das bei einigen "Techs" so beliebte Einpfeifen ... es wird solange herumgeregelt und verbogen, bis auch der letzte Sänger auf der Bühne nichts mehr versteht ... :wink: ).
"Schwierige" Räume (... was dann mehr das Monitoring angeht ...) sind höchstens diese "Kasperbudenbühnen" (mit niedrigen Decken) aus vergangenen Jahrhunderten, wo dann die dörfliche Laientheatergruppe regelmässig ihre gefürchteten Auftritte zelebriert ...
Zitat von "Mobman"Meinst du €300,- sind okay für ein gebrauchtes Paar Pro-150er? Kann dir leider nicht sagen von wann die sind - leider.
... bei dem Preis ist es spottbillig, wenn die Kisten funktionsfähig und noch originalbestückt sind.
... wenn Du ein rosa Rauschen auf die Anlage gibst ... dann ein Meßmikrofon (wo ? :? ) aufstellst ... und dann am EQ solange schiebst, bis der F-Verlauf flat ist ... dann wird die Anlage nicht gut klingen - womöglich sogar schlimmer als vorher.
Ich kenne auch die Einwände bekennender "Einrauscher" (... denn wenn man schon so ein - "preisgünstiges" - Gerät hat, kann es einfach "nur toll" sein ... sonst hätte man es ja nicht gekauft ...), daß sowas bei ihnen aber dann total "super" klingt ... genauso wie es Musikliebhaber gibt, die nicht merken, wenn ein Hochtöner ihrer "HiFi-Anlage" kaputt ist. ![]()
Dieses "Einrauschen" funktioniert nur halbwegs richtig, wenn Du mit dem Messmikro recht nah an die Kisten gehst (... also: möglichst den Direktschall messen !!!), wobei es dann nicht so einfach bei einem LS-System mit mehreren Wegen ist (wg. Interferenzen ...).
Andererseits sollte der Direktschall in einem bestimmten Abstrahlbereich (eigentlich) schon "von Haus aus" einigermaßen ausgewogen sein (... indem entweder die LS-Systeme "akustisch gesehen" auch zuende entwickelt worden sind ... oder mit einem "Systemcontroller" ein wenig nachgeholfen wurde ...).
Und: Systemcontroller werden - professionell - nicht mit rosa (Zufalls-) Rauschen eingemessen, sondern mit Verfahren, bei denen sich auch die Phase (also irgendwas mit "Zeit" :wink: ) messen läßt.
ABER: Ich will niemanden aufhalten, sein Geld in "preiswerte" Geräte (aus billiger Chinafertigung) zu investieren, um auch den wohl unvermeidbaren Obulus an "Lehrgeld" einzuzahlen ...
... ein wichtiges Kriterium ist auch die benötigte Lautstärke.
Da ich und meine Mitmusiker noch nicht taub sind und auf eine gute Kontrolle bei Gesang und Naturinstrumente Wert legen ... UND ungern große Kisten bewegen: 12"/1".
Übrigens: Auch unser Keyboarder hört sich über einen 12"/1" !
Ich habe für kleine Oldiejobs mir dann noch "aus Bequemlichkeit" einen 10"/1" (auch mit zwei Aufstellwinkeln wie die 12"er ...) "zugelegt", den ich auch mal an einen "langen Arm" tragen kann. ![]()
Und wer Monitoring für "fast gehörlose Rocker" braucht, dem werden auch zukünftig zwei 15"-Monitore für den "Sänger" NICHT reichen ...
... und übrigens: wir benötigen in unserer Band (ebenso wie für die PA ...) auch KEINE Equalizer für die Monitorwege ... und auch "Einpfeifen" ist bei uns kein Thema (@ Mucker: Wie wäre es mal mit Bühnen- bzw. Lautstärkedisziplin ?).
Bands, in denen ständig über "... ich kann mich nicht hören ... mach mich mal lauter ..." diskutiert wird, kann ehe nicht geholfen werden - egal, was an Monitoring aufgefahren wird.
Denn: Zuviel Monitoring (Pegel !) auf der Bühne (Stichwort: Übersprechen !!!) wirkt sich auf negativ auf den Gesamtsound (also "vorn") aus.
Völlig krank finde ich Drummer, die in 1 m Entfernung von ihrem - soweit noch vorhandenen - Gehör einen fetten Drumfill mit klippender Endstufe brauchen, um überhaupt noch irgendwas "zu merken" ... ![]()
... ein direktabstrahlender 15"er, der nennenswerte Basspegel (um 100 Hz und darunter) abstrahlen kann, wird im Mitteltonbereich - auch kombiniert mit einem 1,4"er - klanglich nicht optimal arbeiten.
Man muß im Bereich max. Pegel <--> Klangqualität Kompromisse eingehen ... und gerade bei Monitoranwendungen mit hohen Pegeln (für fast gehörlose Mucker oder DJs) verschlechtert sich die Klangqualität dann mit steigendem Pegel spürbar.
Ein idealer Bass müßte eine möglichst steife Membran haben (z.B. Kohlefaser etc.). Da eine Membnran aber letztendlich nie "unendlich steif" gemacht werden kann, wandern die Problemfrequenzen bei solchen Konstruktionen dann nur "nach oben" und führen hier zu Verfärbungen.
LS mit einer höheren inneren Dämpfung (Membran) geben mittlere Frequenzen "richtiger" wieder ... versagen aber bei der Basswiedergabe aufgrund der begrenzten Membranstabilität. Ein typischer Vertreter ist ein HiFi-Chassis aus Polypropylen: sehr gute Mitteltonwiedergabe ... aber etwas "weicher", unkontrollierter Bass ...
... ein direktabstrahlender 15"er, der nennenswerte Basspegel (um 100 Hz und darunter) abstrahlen kann, wird im Mitteltonbereich - auch kombiniert mit einem 1,4"er - klanglich nicht optimal arbeiten.
Man muß im Bereich max. Pegel <--> Klangqualität Kompromisse eingehen ... und gerade bei Monitoranwendungen mit hohen Pegeln (für fast gehörlose Mucker oder DJs) verschlechtert sich die Klangqualität dann mit steigendem Pegel spürbar.
Ein idealer Bass müßte eine möglichst steife Membran haben (z.B. Kohlefaser etc.). Da eine Membnran aber letztendlich nie "unendlich steif" gemacht werden kann, wandern die Problemfrequenzen bei solchen Konstruktionen dann nur "nach oben" und führen hier zu Verfärbungen.
LS mit einer höheren inneren Dämpfung (Membran) geben mittlere Frequenzen "richtiger" wieder ... versagen aber bei der Basswiedergabe aufgrund der begrenzten Membranstabilität. Ein typischer Vertreter ist ein HiFi-Chassis aus Polypropylen: sehr gute Mitteltonwiedergabe ... aber etwas "weicher", unkontrollierter Bass ...
... könnte man ja mal machen ... die Prozedur ist sogar recht einfach.
Vielleicht mache ich das ja bei Gelegenheit noch mal ...
... bei einigen Kisten auf dem Markt habe ich jedenfalls Zweifel, ob die ohne Schutzgitter wirklich so "performen" wie in den Datenblättern versprochen wird ... ich fand die Meßergebnisse bei meiner kleinen "Reihenuntersuchung" jedenfalls sehr aufschlußreich ...