... es gibt eigentlich zwei gängige Typen von Kalibratoren:
1. Pistophone (funktionieren praktisch mechanisch ... da ist ein Kolben drin, der mit Frequenzen von etwa 250 Hz bewegt wird). Diese Dinger sind schon recht altertümlich ... bleiben auch jahrelang sehr genau und stammen aus Zeiten, wo Kalibratoren überhaupt noch erheblich genauer als Mikrofone waren (... heute gibt es hochwertige extern polarisierte Kondensatormikros, die ihren Pegel statistisch in etwa 1000 Jahren nur um weniger als 1 dB verändern ...).
2. Kalibratoren mit hochwertigem Wandler (d.h. praktisch ein kleiner Lautsprecher), die meistens eine Frequenz von 1 kHz liefern.
Vorteil: bei Schalllpegelmessern mit Bewertungsfiltern ist der Pegel bei 1 kHz sowohl A-bewertet als auch unbewertet gleich groß !)
Bei beiden Kalibratortypen werden die Mikrofone hineingesteckt (d.h. es herscht dann vor der Membran ein definierter Wechseldruck/Schalldruck) - gängige Kalibratoren arbeiten mit Kapseldurchmessern von 1", 1/2" und 1/4" ... man kann aber bei den "angesagten" Anbietern auch andere Größen (gegen einen saftigen Aufpreis) bekommen.
Klasse-2-Kalibratoren haben einfach einen Wandler und berücksichtigen z.B. keine Luftdruckänderungen. Diese Geräte werden auch von einigen Elektronikversendern (z.B. Conrad) angeboten.
Klasse-1-Kalibratoren sind da schon erheblich genauer (und auch deutlich teurer ...) und funktionieren in Meereshöhe genauso wie auf einem hohen Berg.
Mein Kalibrator arbeitet in einem Temperaturbereich von -10° ... +50°C, bei 10 ... 90 % rel. Luftfeuchte und einem Druckbereich von 65 ... 108 kPa mit einer Genauigkeit von +/- 0,2 dB (d.h. besser als Klasse 1).
Und wenn ich in einem Temperaturbereich von +10° ... +40°C "bleibe" (was bei mir auch üblich ist ...), dann habe ich einen Kalibrator der Klasse 0 (d.h. besser als +/- 0,15 dB Toleranz ... i.d.R. also genau genug für LS-Entwicklung :wink: ).
Wer mehr über solche Geräte erfahren möchte: http://www.gras.dk