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Beiträge von Sound-Klinik

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 19. Februar 2004 um 11:39
    Zitat von "Thomas"

    ... aber irgendwie kann das doch nicht so ganz sinn der sache sein. eigentlich will ich ne box haben die ein eingangssignal möglichst genauso ausgibt und nicht irgendwelche klangverfärbungen mit einbaut.
    habs nun bei der mini senke gelassen, aber richtig ruhe lässt mir das nicht. Messfehler sind das auch nicht, da ich mein system mitlerweile mal mit einem anderen qualitativ hochwertigerem gegengemessen habe und auf die gleichen kurven komme.

    ... wie ich schon sagte: Das Zeitverhalten von Lautsprechern ist schon - besonders bei Hörnern - ein Problem.

    Wenn Du eine HiFi-Kiste mit einem guten Polypropylen-Bass und einer hochwertigen Gewebekalotte aufbaust - und die Chassis auch zueinander gut PASSEN - dann wird ist es recht einfach. Wenn der F-Verlauf bei einer solchen Box ziemlich linear ist, wird auch das Zeitverhalten - meistens wenigstens - i.O. sein.

    Ziel sollte sein, daß Stimmen und Instrumente (auch mit richtig viel Obertönen ...) neutral und möglichst authentisch wiedergegeben werden. Wenn es trotz linearem F-Verlauf nicht richtig klappt, dann schau Dir mal die Gruppenlaufzeit - oder besser noch: das Zerfallspektrum - an !
    Hier wirst Du meistens die Ursache dafür finden, was Dich beim Hören gestört hat.

    Dieses ganze Simulieren und Messen des Amplitudenverlaufs ist sicher praktisch (mache ich ja auch ...), um der "Wahrheit" schnell näherzukommen - aber: das eigentliche Entwickeln eines LS-Systems ist (wenigsten bei mir) dann noch lange nicht beendet.
    Denn: Was hat man von einer Box, die einen tollen Frequenzschrieb hat - und (aus welchen Gründen auch immer ...) dann trotzdem nicht "klingt" ?

    Viele Grüsse sendet

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2004 um 22:39
    Zitat von "logi"

    ... daß wir eine relativ neutral klingende Box beim Probehören im Laden als zu mittig ansehen, also ran an die durchgestylte "Senkenbox". Das AHA Erlebnis kommt dann bei realer Musik, wo viele Boxen im (für mich wichtigsten) Mittenbereich ihre wahren Schwächen zeigen ...

    Das Problem ist leider nicht neu.
    Im (Low-End ... :lol: ) "HiFi"-Bereich sind "Badewannenkisten" im Abverkauf deutlich erfolgreicher als neutral abgestimmte Systeme.

    Selbst im PA-Sektor werden solche "geschönten" Systeme seit mindestens 15 Jahren angeboten und sehr oft auch gekauft, weil die meisten User vor einen Neukauf die LS (leider) nur mit CD-Material "testen".
    Die Ernüchterung folgt dann auf einer "richtigen" Veranstaltung, wenn das System unter Praxisbedingungen (Umgebungslärm, Reichweite ...) sich dann durchsetzen muß.

    Schon eine Präsenzsenke von 3 dB führt - um eine vergleichbare Sprachverständlichkeit oder Durchsetzungsfähigkeit (z.B. bei Gesang) zu erzielen, zu einem etwa doppelt so hohen Leistungsbedarf (... weil der Bass-/Low-Mid-Bereich im Verhältnis zum Präsenzbereich überzeichnet und die Endstufe früher an ihre Leistungsgrenze bringt ...).

    Bei der "Vorführung" im Laden haben ungeübte DJs und Mucker bei "geschönten" Kisten subjektiv einen "runderen", "gefälligeren" Höreindruck, der oft dann zum Kauf solcher - für die Praxis aber eher weniger geeigneten - Kisten führt.
    Und nicht wenige (auch sehr bekannte, halbwegs "amtliche" Firmen) nutzen diesen "Vorführ"-Effekt gnadenlos aus, um höhere Verkaufszahlen zu erreichen - ohne dabei Rücksicht auf die Käufer und den vorprogrammierten Problemen zu nehmen.

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2004 um 19:59
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    ... ich: "Interessiert mich nicht, wenn ich mit den Boxen Jobs mache, klingen sie sehr sauber und geben im Vergleich zu anderen Produkten sehr schön die Mitten wieder"
    TBF: "tthorsten kann keine Messschriebe interpretieren"

    ...

    b) die Messbedingungen und die Messumgebung bei verschiedenen Boxen nicht die selben sind.

    Richtiges "Messen" ist ja schon so eine "Sache für sich".
    Ich hab von meinen Systemen - nicht nur in Sindelfingen (IMP ...) - Messungen gesehen, die ich manchmal schwer nachvollziehen kann.
    Es gibt nördlich von Bremen eine Firma, die LS-Boxen entwickelt und an Bands und Verleiher verkauft (Namen sag ich hier nicht - wäre unfair ...), bei dem ich mit meinem 18"-Hybrid "zum vergleichen" war ...

    Nun - deren BR-Box und mein Hybrid hatten bei Messungen, die dort gemacht wurden, an den gleichen Stellen merkwürdige Einbrüche und Überhöhungen (die mir irgendwie völlig neu waren ... :) ) und auch einen total "ähnlichen" Frequenzverlauf - nur: beim anschließenden Hör-Test draußen zeigten sich dann (merkwürdigerweise ?) gravierende Unterschiede, die sich mit den Messungen irgendwie nicht so richtig in Einklang bringen ließen.

    Einige Wochen später hatte ich dann durch einen Zufall die Gelegenheit, die o.g. BR-Kiste bei mir zu messen (... ein "Jemand" hatte von dieser Firma solche Kisten gekauft und wollte die zusammen mit seinem Top und einer weiteren Basskiste bei mir messen lassen ...).
    Bei mir sah der Amplitudenverlauf dann ein wenig anders aus als bei der Messung nördlich von Bremen.

    Generell mache ich oft die Erfahrung, daß einige Kisten mit "glattem" Amplitudenverlauf (gemessen mit einigen verbreiteten, preiswerteren Systemen) bei mir manchmal doch "etwas" anders aussehen. Und es liegt auch nicht immer an den Mess-Systemen ...

    Andererseits hab ich genauso auch schon Kisten hier gehabt, bei denen auch ich relativ "glatte" Amplitudenverläufe messen konnte - wobei die Kiste dann aber manchmal trotzdem komisch klang.
    Die Ursachen liegen sehr oft im Zeitverhalten ... manchmal auch mal im Abstrahlverhalten bei einigen (komischen) Hörnern.

    Ich denke, daß viele (auch Profis) gar nicht mehr richtig hinhören, wie eine Kiste klingt.
    Als man - nicht nur im Amateurbereich - noch nicht so komfortabel und "toll" messen konnte wie heute, wurde insgesamt viel mehr "gehört". Heute wird oft blind auf das vertraut, was eine - hoffentlich richtig gemachte und aussagekräftige - Messung und eine "Simu" mit einem dieser mittlerweile recht preisgünstigen Programme so "auswerfen".

    Wenn ich eine Box designe, mache ich jedenfalls manchmal nach einer Hörsitzung doch noch einige Modifikationen an der Abstimmung, wenn z.B. Gesangsstimmen und akustische Instrumente irgendwie nicht authentisch genug "rüberkommen". Soviel Zeit muß einfach sein - und es lohnt sich !

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2004 um 19:27
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    ... Nun...man könnte freilich auch über die Bass-Gitarre (da war es wieder, dieses hässliche B-Wort... :D ) reden, und inwieweit da der Amp bzw. die Box als Teil des Instrumentes gesehen wird. Ich hab das Gefühl, als das es da im Prinzip genau so viel Einfluss auf den Sound gibt wie bei den 6-Saitigen Kollegen, aber es nicht gar sooo wahrgenommen wird.
    ...

    ... auf der Bühne nehme ich für Bass (d.h. wenn ICH selbst spiele) einen alten Music-Man HD-130 (mit Röhrenendstufe ...) und eine - vor ca. 20 Jahren selbst zusammengeschraubte - Box mit 2 x 10" (zwei "alte" EVI-10er). Die Box ist ultratrocken (... einige würden sagen "ohne Tiefgang" ...) und wird mit einem Mikro (Kugel :lol: ...).

    Wenn bei Aushilfs-Bassjobs die anfänglichen Vorurteile der Leute am Mischer ("das kann gar nicht klingen ...") über mein Equipment verklungen sind - und nachdem die dann festgestellen "mußten", daß am Amp auch kein DI-Out ist ( :D:D:D ) - waren bisher ALLE (!) hinterher zufrieden.

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2004 um 15:30

    [anmerkung]
    ... ich finde es "erfrischend", daß nicht nur über tiefe Bässe geredet wird (Gitarre ist doch schon zur Abwechslung mal was anderes als immer nur über "Tiefgang" und "30 Hz" zu reden :D ...).

    Vorschlag: Vielleicht sprechen wir mal über die Qualitätskriterien beim Gesang (z.B. bei den "Tops": Übernahmebereich der Weiche - Laufzeiten - Interferenzeinbrüche - Zeitverhalten - Verfärbungen der Stimme - Durchsetzungsfähigkeit - und: wie beurteilt man die Qualität (Klang !) eines Tops ... und warum/woran-es-liegt/wieso ... - oder haben alle nur Mega-Topteile :wink: ?

    Wer schon "länger im Geschäft ist", hat sicher schon gemerkt, daß ein glatter Frequenzverlauf (... ob mit oder - heute seltener: ohne Digitalcontroller) auf 0°-Achse nicht das allein "seligmachende" ist (... das soll NICHT heißen: macht die Kurve jetzt möglichst krumm ... SONDERN: auch zwei Systeme mit "glattem" Amplitudenverlauf ("richtig" gemessen :lol: ) können trotzdem SEHR unterschiedlich klingen ...
    [/anmerkung]

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2004 um 10:27
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    :wink: Och und viele Klampfer stehen doch auf die gute Accutronics-Hallspirale - weil so authentisch ist...

    ... vielleicht für Vorzeitsolos aus den 60ern von den Spotnicks und Shadows - aber "Bratsound" ... und dann Accutronics ? - Bäh !

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2004 um 08:01

    ... ich lege Wert auf einen exzellenten Gitarrensound beim Publikum - daher: vernünftiger Gitarrensound (keine dieser Modelling-Amps mit 200 verschiedenen Sounds - nur Vollröhre - und nicht laut !!!) - vernünftig mit geeignetem Mikro (kein "abgelegtes" Gesangsmikro ...) abgenommen und dann FXs über die PA.

    Wenn ich Effekte im Gitarrenamp einschleife (z.B. wenn ich die Röhrenendstufe im Amp - 40 Watt sind es bei mir - etwas schärfer anfahre) klingt es bei "bestimmten" Sounds einfach nicht. Wenn ich aber einen "Bratsound" direkt auf den Mischer schicke und bearbeite (mit FXs), dann klingt es vorn RICHTIG gut (z.B. mehr räumliche Breite mit Delays, vernünftiger Raumhall - nicht mit diesem Drahthall im Amp ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 17. Februar 2004 um 18:45

    ... ich hab einige Jahre in Hannover gewohnt, als lohnabhängiger LS-Entwickler gearbeitet und dann auch (nicht nur ...) in einer Top40-Band als "Basser" gespielt (übrigens alles 100 % live !).

    Der Gitarrist (... war echt ein "Tier" an der Gitarre !) hatte ein Case mit einem Marshall-Preamp, einen Multieffekt-Teil und einem 19"-Stimmgerät - er spielte mit einer 6- und einer 7-saitige Gitarre und: spielte OHNE Gitarrenamp (also mit LS etc.).

    Beim Soundcheck sagte er dann nur: "Gib mir mal ein bißchen auf'm Monitor ...".
    Und dann spielte er "live" nicht nur das Solo von "Beat It" ...

    Fazit für mich: Diese häufig anzutreffenden (Krach-) Gitarristen mit Aussagen (= dummen Ausreden ...) wie "wenn ich leise spiele hab ich kein richtiges 'Feeling' "sollten im Übungskeller bleiben und dort versauern ...

    Viele Grüsse sendet

  • FÖÖN 2x12" Bassshorn

    • Sound-Klinik
    • 17. Februar 2004 um 15:55

    ... zu "Tiefgang" (Bemerkung von Tthorsten):

    Obwohl ich Bass-Extensions eigentlich für die Praxis als nicht so sinnvoll ansehe, habe ich mich überreden lassen und für einen Beschaller eine etwas tiefer gehende Bass-Hybrid-Kiste (1 x 18", Front ca. 120 x 53 cm) berechnet. Es existiert davon derzeit nur ein (immerhin bereits lackierter :wink: ) Prototyp.

    Die Daten (auf 1 W/1m):

    30 Hz 97 dB
    40 Hz 99 dB
    60 Hz 106 dB
    70 Hz 107 dB
    90 Hz 105 dB
    100 Hz 100 dB

    ... empfohlene Trennung: 80 ... 100 Hz

    Im Vergleich zu einer "höher" abgestimmten Hybrid-Kiste (d.h. Pegelmaximum mehr im Bereich 70 ... 170 Hz) klingt das Konstrukt subjektiv sogar "bass-schwach".

    Wir haben mehre CDs herausgesucht und nur wenige gefunden (darunter den Schluß von "1812" mit Kanonendonner ...), wo man überhaupt einen hörbaren Vorteil erkennen konnte. Bei den meisten CD-Produktionen war der Gewinn vernachlässigbar gering (Fazit: DJs, vergisst es ...).
    Klang: sehr trocken - nicht zu vergleichen mit Bandpässen ...

    Mit einem Signalgenerator konnte man dann hören und spüren, daß der Trümmer auch im Bereich um 30 Hz noch "richtig" Pegel abgeben kann.

    Ich frage mich aber dennoch: Wer braucht sowas ?

    Viele Grüsse sendet

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 17. Februar 2004 um 15:25

    ... zu Gitarrensound auf der Bühne:

    ich selbst spiele ja auch (seit über 30 Jahren 8) ...) Gitarre - über einen Marshall DSL-401 (Vollröhre, kein besch... "Modelling-Amp" ...).
    Mit 40 Watt Leistung kann ich auch die Endstufe bei den "härteren" Stücken schon etwas stärker "anfahren", ohne daß mir und den Kollegen auf der Bühne die Ohren abfliegen.

    Mikrofon für Gitarren-Amp: "altes" Kugelmikrofon PL-9 von EV
    EQ-Einstellung am Mixer: - flat - (wirklich !)
    FXs: Digitaldelay im Insert vom Mixer und Hall "normal" über Aux-Sends und Stereo-Returns - also dto. wie Gesang etc.

    Sound: klingt vorn klanglich genau wie auf der Bühne - nur eben etwas "halliger" und "breiter" ...

    Und wenn ich mal Gitarrenaushilfejobs mache, freut sich jedesmal der Mensch am Pult :lol: .

    ... Wenn ich mal Bassjobs mache, ärgere ich mich aber auch manchmal über einige besch... Gitarristen mit irgendwelchen Provilneurosen ...

    Viele Grüsse sendet

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 17. Februar 2004 um 08:03
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    ...
    Ich würde diese Thesen noch um nen weiteren Punkt erweitern wollen:

    4. Eine wirklich gute Box klingt im Ersten Moment regelrecht "langweilig" - es sind keine Überhöhungen oder auffallende Verfärbungen (oder Effekthascherei) bemerkbar. Ein Ansatz, den auch viele englische Hersteller bei Studiomonitoren verfolgen....

    ... da hast Du wohl (leider seeeeehr ...) recht.
    Im ersten Moment "fahren" die Leute" immer auf Kisten ab, die im Bass (und sei es auch nur bei einer einzigen Frequenz) total überzeichnen.

    Ich kenne diese Diskussionen beim Soundcheck "... nun mach doch mal ein wenig mehr Bass ... das klingt doch dünn ...". Wenn ich das dann wirklich machen würde, hätte während der Veranstaltung etwas Probleme mit "Soundbrei" - daher weigere ich mich auch konsequent.

    Während der Veranstaltung wundern sich die Bassfetischisten dann, daß es doch eigentlich schön "klar" und druckvoll rüberkommt.

    Jens
    ... mich "irritierte" der AKUSTISCHE Bandpass 8. Ordnung :wink: ein wenig ...

    Viele Grüsse sendet

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 16. Februar 2004 um 16:03
    Zitat von "Jens Droessler"

    Naja, für einen Tief- oder Hochpass 8. Ordnung mit elektronischen Tief- oder Hochpässen 4. Ordnung müsste der akustische BP ja schon 8. Ordnung sein. Ich kenne zumindest keinen mit höherer als 8. Ordnung...
    ...
    ...

    ... akustisch 4. Ordnung (Bandpassbox "allein") + 4. Ordnung (durch Frequenzweiche)
    ergibt _______ ?

    Viele Grüsse sendet

  • warum (u.a. Leq) mit A-bewertung?

    • Sound-Klinik
    • 16. Februar 2004 um 15:57

    ... folgenden Beitrag hab ich in einer Abhandlung über Lärm gefunden und stelle den mal unkommentiert ins Forum:

    "Für höhere Lautstärken gibt es noch die B- und C-Filter und für Fluglärmmessungen noch das D-Filter. Wenn bei der Messung das A-Filter eingeschaltet ist, wird das Ergebnis mit dB(A) gekennzeichnet.
    Anmerkung: Die Messung in dB(A) ist eigentlich nur für niedrige Lautstärken sinnvoll. Da in der Lärmgesetzgebung möglichst niedrige Grenzwerte „verkauft“ werden sollen und da dB(A) in der Regel den niedrigsten Wert liefert (bei Geräuschen, dessen Frequenzmaximum nicht in der Umgebung von 4kHz liegt), wird meist in dB(A) gemessen (politisches Vorgehen)."

    Viele Grüsse sendet

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 16. Februar 2004 um 10:34

    ... noch eine Anmerkung zu Bandpässen und zu steilen Filtern:

    Warum gibt es überhaupt Bandpassboxen ?

    1. Im Prinzip wird ein Lautsprecher in eine geschlossene Kiste eingebaut - auf der anderen Seite wird ein Volumen mit einem Vent angeschlossen und die Schallabstrahlung erfolgt nur über den Vent ... und es wird (im Idealfall) nur der Bereich um die Abstimmfrequenz wiedergegeben.

    2. Auch bei einer Bassreflexbox erfolgt im Bereich der Abstimmfrequenz die Schallabstrahlung fast nur über den Vent - nur oberhalb strahlt der LS wie ein "direktabstrahlender" ab.

    Welche Vorteile haben überhaupt Bandpassboxen ?

    Vorteil 1: Der Aufwand eines passiven Tiefpassfilters (z.B. bei 150 Hz) ist weniger aufwendig, weil der BP selbst aufgrund seines akustischen Filterverhaltens (eben "Bandpass") zu höheren Frequenzen hin im Schallpegel abfällt (... darum werden bei Wohnzimmer-Subwoofer-Satelliten-Kombination ja auch - oft - Bandpässe engesetzt ...) - wozu aber dann noch elektrische Filter 4. Ordnung (hilft Gegen Klirr nämlich auch nicht ...) ?

    Vorteil 2: Wenn eine Bandpassbox recht schmalbandig "läuft" kann man damit recht hohe Pegel (wenigstens bei einer Frequenz :D ) erzielen ... und manche DJs finden diesen "Sound" ja auch richtig toll...

    Vorteil 3. Bandpassboxen sind nicht offen wie BR (d.h. kein akustischer Kurzschluß bei Subsonics) - allerdings ist die Bedämpfung des Chassis (trotz Federwirkung der geschlossenen Kammer) bei tiefen Frequenzen irgendwann auch am Ende ...

    Über die (nicht unerheblichen) Nachteile ist ja schon geschrieben worden.

    Also: Wieso soll man bei Bandpässen überhaupt steilflankige Filter (z.B. 4. Ordnung) einsetzen ?
    "Insgesamt" wäre man dann doch bei manchen Konstrukten ggf. schon bei 8. - "oder-noch-mehr" Ordnung ...

  • warum (u.a. Leq) mit A-bewertung?

    • Sound-Klinik
    • 15. Februar 2004 um 19:38
    Zitat von "jeff"

    ...
    sound klinik was haben sich den einige so ausgedacht?

    ... wenn man das liest (Du meinst sicher diese Maschinenlärm-Sache), dann könnte man den Eindruck bekommen, das die Vorschriften nichts mit Akustik, sondern mit dem Strafrecht zu tun haben.

    Teilweise recht kompliziert - einige Details zum Ablauf einer bestimmten Messung sind dann wieder in einer anderen DIN definiert (... bei einigen Messungen müssen Geräte nicht einmal geeicht sein !), die man sich dann auch erst besorgen muß - alles recht fürchterlich unübersichtlich.

    Man merkt förmlich, daß irgendwelche Beamte - womöglich die gleichen, die beim Steuerrecht "Hand angelegt haben" - sich sowas ausgedacht haben.

    Aber ich werde mich nicht entmutigen lassen ... und weiter lesen ...

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 15. Februar 2004 um 07:06
    Zitat von "Jens Droessler"

    ... störend hoch werden, z.B. wenn man bei 60Hz unbedingt mit 48dB/Okt. trennen möchte, ist mal selbstverständlich. Man sollte sich fragen, ob bei gut aufeinander abgestimmten Kisten für Tiefmitten/Bass und Tiefbass überhaupt 24dB/Okt. nötig sind. Klar, bei den heutigen Standard-Infras (Doppel-18er BP 6. Ordnung ist am "gebräuchlisten") muss das sein, damit ...

    ... und darum arbeite ich mit meinen Systemen NIE mit 4. Ordnung - sondern HÖCHSTENS (!) mit 3. Ordnung bei der Trennung der Tops zu den Bässen ...

  • Laufzeitverhalten von Weichen, BR, BP, Horn usw...

    • Sound-Klinik
    • 15. Februar 2004 um 06:58

    Jens

    ... dann dürfte man bei einer Veranstaltung mit den digitalen Filtern am Controller keine Veränderungen im Bassweg vornehmen (z.B. Ausfiltern von Raumresonanzen gleich am Controller), ohne Laufzeitkorrekturen zwischen den Wegen vorzunehmen ...

  • Laufzeitverhalten von Weichen, BR, BP, Horn usw...

    • Sound-Klinik
    • 14. Februar 2004 um 20:37

    ... worauf ich - konkret - hinauswollte, ist:

    Muß ich bei der Variante "mit EQ (nur) im Basszweig" - gegenüber der Variante "EQ gleich nach dem Quellensignal" eigentlich eine Laufzeitkorrektur zwischen den beiden "Wegen" vornehmen (weil sich die Gruppenlaufzeit im Bereich der Übernahmefrequenz bei Variante 1. nur im Basszweig ändert) ?

    :lol:

  • Laufzeitverhalten von Weichen, BR, BP, Horn usw...

    • Sound-Klinik
    • 14. Februar 2004 um 14:43

    ... ein Gedankenexperiment ...

    Man stelle sich folgende LS-Kombination vor:

    - 15"-BR-Bass, Ventabstimmung etwa 40 Hz
    - 12"/1"-Top - CB, Resonanzfrequenz (12") etwa 70 Hz

    - getrennt wird mit einer gewöhnlichen aktiven Weiche bei 200 Hz (24 dB/Okt.).

    Annahme: Delay ist nicht erforderlich, weil die akustischen Zentren ausreichen dicht beieinander sind.

    1. Jetzt schleife ich NUR IM BASSWEG (also zwischen TP-Weichenausgang und Bassendstufe) einen (analogen ! ...) Equalizer ein und "booste" bei 30 Hz mit + 3 dB bei einer Filterbreite von 1/3-Okt.

    2. Ich schleife den analogen Equalizer (gleiche Einstellung !) ZWISCHEN DER QUELLE (also z.B. Mischpult) UND WEICHE ein.

    Was ist unterschiedlich zwischen Variante 1. und Variante 2. (... ich will auf die Delay-"Sache" hinaus ...) ?

    Viele Grüsse sendet

  • Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

    • Sound-Klinik
    • 14. Februar 2004 um 13:07

    Hallo Alex,

    JEDES System hat mechanische Grenzen - mir sind aber schnelle Systeme lieber, als diese "Einfrequenz"-Bässe.

    Ich habe mal (... hatte ich auch schon mal erwähnt ...) vor etwa zweieinhalb Jahren mit einer Band in Oldenburg über eine BOSE-Anlage gespielt (mit Bandpässen und vier dieser 802-Plastikdosen). Die Anlage gehörte dieser Band.

    Der Basser spielt einen Warwick-Bass und einen Combo gleicher Marke.
    Der Bass klang "vorn" total schwammig und undifferenziert. Der Basser wurde von seinen Kollegen angepampt, wann er sich denn mal einen "vernünftigen" Verstärker kauft ... und das er wohl "zu blöd" zum Einstellen seiner Anlage wäre.

    Mit der gleichen Band spielte ich vor etwas mehr als 2 Jahren auf einer Veranstaltung im Obergeschoß der Weser-Ems-Halle in Oldenburg - und ich schlug vor, meine Anlage (mal testweise ...) mitzubringen.

    Ich brachte zwei 12"/1" und zwei 15"-Vollhörner (also ohne Vent ...) mit.
    Und siehe da: Der Bass war jetzt "trocken", die Bassdrum mulschte nicht mehr und hatte richtig "Punch".

    Die BOSE-Anlage wurde darauf verkauft (obwohl erst etwa 2 Jahre alt ...) und die Band kaufte von mir zwei 12"/1" und zwei Bass-Hörner.
    Mittlerweile spiele ich in dieser Band regelmässig (Gitarre) und bringe bei Zeltmucken dann noch zwei weitere Basshörner (d.h. die beiden "Testhörner") mit.
    Die Anlage läuft ohne Controller oder EQ. Vom Mischer geht es direkt über eine 2-Wege-Stereoweiche in die Amps. Bei Krawallmucken wird in der Summe manchmal noch ein Triple-C eingeschleift ...

    Ach ja ... die Systeme hatte ich auch in Sindelfingen dabei. Daß Thorsten mit dem Tiefgang nicht zufrieden war, überrascht ja wohl nicht.
    Anderseits war ich aber auch nicht der einzige, dem der Klang der MUFU-Bässe "nicht so" zusagte.

    Nochmal zu Resonatorkisten:
    Der Witz bei einer BR oder Bandpass ist ja, daß die Membran eines LS_Chassis eine schwingende Luftmasse in einem Vent bei einer bestimmten Abstimmfrequenz anregt - dem Lautsprecher wird dadurch Energie entzogen und er macht bei der Abstimmfrequenz weniger Hub (Senke in der elektrischen Inpedanz ...). Die Schallabstrahlung erfolgt im Bereich der Abstimmfrequenz dann fast ausschließlich über den Vent !

    Dieser Mechanismus ermöglicht also, durch die Verringerung der Auslenkung höhere Schallpegel zu realisieren - aber nur im Bereich der Abstimmfrequenz. Eine hohe Güte dieses Resonators ermöglicht also mehr Pegel - aber bei gleichzeitig verringerter Bandbreite.

    Nicht nur die Masseträgheit des LS-Chassis spielt bei Resonatorkisten eine "Geige", sondern auch die Luftmasse im Vent, die über das Luftvolumen in der Kiste mit der LS-Membran gekoppelt ist.

    Eine Resonatorlösung ermöglicht also nicht einfach mehr Schallpegel - man zahlt dafür IMMER auch einen "Preis".

    Viele Grüsse sendet

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  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026
  • Sachkunde für Veranstaltungsrigging nach SQQ2 | Level 1 | Köln

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Sonntag, 25. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Samstag, 17. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 27. Oktober 2026 – Donnerstag, 29. Oktober 2026

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    5. Oktober 2026 um 19:16
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    funkbrother
    5. Oktober 2026 um 16:21
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