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Beiträge von Sound-Klinik

  • Anlage auf welchen Frequenzgang einmessen?

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2003 um 21:01
    Zitat von "wora"


    du berücksichtigst den raum also gar nicht... hmmm.

    wir nutzen ja auch eigene systeme die wir im laufe der zeit immer feiner abgestimmt haben und es zeigt sich, das man eigentlich nur im grundtonbereich mal was filtern muss, wenn der raum ein bisschen dröhnt oder zu viel schall von der bühne kommt.

    aber ganz ohne EQ würde ich nie aus dem haus gehen, ganz ehrlich.

    Richtig (... ich passe nur den Pegel der Bassteile im Raum so an die Tops an, daß es weder basslastig noch zu dünn "klingt" ...) !

    Bei mir müssen Tops auch ohne EQ eine möglichst neutrale Wiedergabe innerhalb eines gewissen Abstrahlwinkels ermöglichen, sonst sind es (jedenfalls für mich ...) Fehlkonstruktionen.

    Aber Du siehst die Sache ja ähnlich, wenn Du schreibst, daß Du (falls überhaupt) nur im Grundtonbereich filterst.
    Dies ist auch soweit in Ordnung, weil man bei tiefen Frequenzen den Direktschall eh' nicht so ohne weiteres vom Diffus-Schall trennen kann (wg. Wellenlänge ...) und sich der Klangeindruck einer Stimme oder eines Instruments dadurch praktisch auch nicht ändert.

    Im Mitten- und Präsenzbereich sollte der Direktschall dann aber (ohne "Schweinereien" im Zeitbereich ...) möglichst neutral sein.
    Eine "Entzerrung" auf den Raum (womöglich noch auf stehende Wellen :( ) macht den Klang in diesem Bereich niemals besser.

    Viele Grüsse sendet

  • Basshörner allgemein

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2003 um 20:44

    ... nicht mischen !

    Die eingesetzten Lautsprechersysteme sollten gleich sein (d.h. gleiche Lage der akustischen Zentren, gleiche Gruppenlaufzeiten über Frequenz etc. - sonst funktioniert es nicht richtig).

    Viele Grüsse sendet

  • Bandpass als PA ???

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2003 um 12:42
    Zitat von "lextrax"

    ... allerdings spielen die hörgewohnheiten eines nicht-tontechnikers (=typischer festlbesucher) auch eine riesenrolle.
    ich erinnere mich da gern auf die session, auf der einige veranstalter aus meinem kundenkreis den urps vorgeführt bekamen.
    o-zitate gefällig: "komisch, dünn, langweilig,..." und das bei einem urps, der für den hörraum mehr als überdimenisioniert war.

    obwohl tontechnikern der klang sehr zusagt hat (nona!), fanden ihn veranstalter langweilig.

    also nicht vergessen, das zeitverhalten ist nicht alles!

    lg alex

    Hallo Alex,

    wenn Du meinen letzten Beitrag (die ersten beiden Absätze) gelesen hast, dann steht das ja im Einklang mit Deinen Erfahrungen.

    Viele Grüsse sendet

  • Bandpass als PA ???

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2003 um 12:42
    Zitat von "lextrax"

    ... allerdings spielen die hörgewohnheiten eines nicht-tontechnikers (=typischer festlbesucher) auch eine riesenrolle.
    ich erinnere mich da gern auf die session, auf der einige veranstalter aus meinem kundenkreis den urps vorgeführt bekamen.
    o-zitate gefällig: "komisch, dünn, langweilig,..." und das bei einem urps, der für den hörraum mehr als überdimenisioniert war.

    obwohl tontechnikern der klang sehr zusagt hat (nona!), fanden ihn veranstalter langweilig.

    also nicht vergessen, das zeitverhalten ist nicht alles!

    lg alex

    Hallo Alex,

    wenn Du meinen letzten Beitrag (die ersten beiden Absätze) gelesen hast, dann steht das ja im Einklang mit Deinen Erfahrungen.

    Viele Grüsse sendet

  • Basshörner allgemein

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2003 um 11:08
    Zitat von "AmpChamp"

    @Soundklinik:
    verstehe ich dich richtig, dass du es für besser hältst, die volle Mundfläche zu erreichen und lieber den Hornweg kürzer zu gestalten, weil dadurch trotzdem keine Reflexionen mehr stattfinden, als den Weg lang zu machen und die Mundöffnung kleiner (diesen Weg geht ja PeterG eher)? Man hat dadurch zwar nicht die richtige Hornladung, weil zu schnelle Öffnung, aber trotzdem keine Reflexionen, da ausreichend grosse Mundöffnung!? Kann man das so sagen?

    Optimal ist es schon, die "richtige" Mundfläche zu haben - nur: in der Praxis läßt sich sowas nur bei sehr großen Kisten (oder sehr vielen kleinen ...) erreichen.
    Ein "Horn" mit viel zu kleiner Fläche und langem Trichter wirkt eher wie ein Rohr (mit Rohresonanzen - je länger, desto mehr Frequenzen ...). Da eine gewisse Hornwirkung (wg. Querschnittszuwachs) ja trotzdem "da" ist, werden die Resonanzen auch - je nach Trichtergeometrie - mehr oder weniger gut bedämpft - aber sie sind trotzdem immer da und verschlechtern auch insgesamt das Zeitverhalten !

    Zitat von "AmpChamp"

    Das würde dann ja auch die Anwendung von HD15-Rudeln erklären: Volle Mundöffnung aber zu kurzer Weg; dadurch Leistungseinbußen ...

    Wenn man grundsätzlich mit vielen Kisten arbeitet um auf ausreichende Abstrahlflächen zu kommen, funktioniert das schon (die Trichterlänge ist dann völlig egal, solange die Zuwachsrate des Querschnittes (... Trichterkonstante bestimmt die untere Grenzfrequenz !) vom Hals zum Mund "richtig" eingehalten wird (... wobei hyperbolische Trichter schneller als exponentielle anwachsen "dürfen" ...). Bei einer größeren Halsfläche wird dadurch auch die Trichterlänge (bei gleicher Mundfläche) kleiner.

    Die Hornlänge (und das Auftreten von Resonanzen !) wird nur dann zum Problem, wenn die Mundöffnung - im Verhältnis zur Wellenlänge - viel zu klein ist.
    In diesem Fall treten an der Mundöffnung Reflektionen auf (sprunghafte Impedanzänderung, schallweich mit Reflektionsfaktor ca. = -1), die Probleme machen.

    Viele Grüsse sendet

  • Was ist Crestfactor?

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2003 um 08:40
    Zitat von "PA-Peter"

    Warum helft Ihr dem Typen???

    ... was mich betrifft: ich habe ein weiches Herz.
    Außerdem werden die Beiträge ja auch von anderen Besuchern gelesen, die sich vielleicht nicht "trauen" zu fragen ...

    Viele Grüsse sendet

  • Was ist Crestfactor?

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 22:57
    Zitat von "Hannes"

    Der RMS-Wert ist der quadratische Mittelwert. Berechnet wird er:
    RMS=Wurzel((Spannung1^2*t1+Spannung2*t2...+Spannung*tn)/ttot)


    ... bei Spannung2 hast Du das "hoch 2" vergessen, bei Deiner letzten Spannung fehlt das "n" und das "hoch 2" ... und RMS ist die WURZEL aus dem quadratischem Mittelwert ...

    Zitat von "Hannes"


    Die Definition: Der RMS-Wert eines Signals entspricht derjenigen Gleichspannung oder demjenigen Gleichstrom, der in einem Widerstand die selbe Wärmeleistung hervorruft wie das Signal hervorrufen würde.

    (...)

    Theoretisch müsste mann in sehr kurzen Zeitintervallen Strom und Spannung messen, die Leistung ausrechnen und den Arithmetischen Mittelwert(Durchschnitt) bilden um die Tatsächliche leistung zu ermitteln.

    "Deine" Definition ist richtig und korrekt.

    Zu Deinem letztem Absatz: Du könntest mit einem Echteffektiv-Spannungsmesser UND Echteffektiv-Strommesser die Leistung korrekt durch Multiplikation beider Größen ermitteln (... das Anregungssignal könnte z.B. Rosa-Rauschen sein ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Basshörner allgemein

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 22:22

    ... zu "virtuelle Verlängerung":

    Ich hab den Artikel mal gelesen ... allgemein ist das aber so nicht richtig (das mit 1/2 Wellenlänge etc.).

    Wie lang ein Horn ist, hängt von der Anfangsöffnung (Hals), von der untersten zu übertragenden Grenzfrequenz (über die Trichterkonstante k ...) und der erforderlichen Mundöffnung ab, wo der Wellenwiderstand auf den von Luft "transformiert" ist (d.h. es erfolgt dann keine Reflektion von Schallenergie an der Mundöffnung mehr, weil der Übergang dann "stetig" ist ...).

    Wenn also die Halsöffnung z.B. durch mehrere Treiber größer wird, kann das Horn bei gleicher Performance durchaus kürzer werden.

    Der Knackpunkt liegt bei "realen" Hörnern eher darin, daß bei zu geringer Mundfläche das Horn keinen stetigen Übergang zum Raum ermöglicht und dann durch den (nahezu) schallweichen Übergang (r = -1) an der Mundöffnung Reflektionen zurück in den Trichter erfolgen (... ergibt welligen Frequenzgang durch eine "Rohr-Resonanz" - z.B. bei der Frequenz, wo die Trichterlänge etwa 1/4-Wellenlänge ist ...).

    Bei der halben Wellenlänge klappt das bei zu kleiner Mundöffnung nicht, da an der Mundöffnung kein schallharter Übergang (... r = +1, die Voraussetzung dafür wäre ein Druckmaximum !) stattfindet - die Sache "passiert" daher bei 3/4-Wellenlänge.

    Bei wachsender Mundöffnung "nähert" sich das Horn "immer mehr" idealen Bedingungen und es liegt kein "reiner" schallweicher Übergang mehr vor (die Phase verschiebt sich ...) und die "scheinbare", akustisch wirksame Länge des Trichters (bezüglich einer Rohrresonanz) verlängert sich.
    Der Reflektionsfaktor verringert sich dann und nähert sich mit wachsender Mundöffnung immer mehr dem Wert r = 0 (d.h. nahezu keine Reflektion und stetiger Übergang mit Wellenwiderstand der Luft ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Bandpass als PA ???

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 22:03

    test
    Es hängt natürlich auch davon ab, was man klanglich von einem Bass-System erwartet. Die Geschmäcker gehen da wohl auch ziemlich weit auseinander.

    Es gibt sicher Konservenmucke, wo viele User mit einem Bandpass glücklich bis zu den Ohren strahlen - dennoch: es gibt Situationen, wo die Nachteile solcher Basskisten wirklich sehr störend sind.

    Z.B. bei Live-Mucke mit "richtigem" Schlagzeug wird die Bass-Drum nie einen richtigen "Kick" hinlegen wie z.B. bei einem Horn - selbst BR klingt da noch "bässer". Auch bei den Toms klingt es wummerig ... und ganz schlimm wird es bei Kontrabass (50er-Jahre-Bands ...).

    Bandpässe sind Resonatorkisten, die ausschließlich über Vents abstrahlen und damit konstruktionsbedingt ein schlechteres Zeitverhalten haben (... durch das ja auch der z.T. höhere Wirkungsgrad bei einer oder zwei Frequenzen "bezahlt" werden muß ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Bandpass als PA ???

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 22:03

    test
    Es hängt natürlich auch davon ab, was man klanglich von einem Bass-System erwartet. Die Geschmäcker gehen da wohl auch ziemlich weit auseinander.

    Es gibt sicher Konservenmucke, wo viele User mit einem Bandpass glücklich bis zu den Ohren strahlen - dennoch: es gibt Situationen, wo die Nachteile solcher Basskisten wirklich sehr störend sind.

    Z.B. bei Live-Mucke mit "richtigem" Schlagzeug wird die Bass-Drum nie einen richtigen "Kick" hinlegen wie z.B. bei einem Horn - selbst BR klingt da noch "bässer". Auch bei den Toms klingt es wummerig ... und ganz schlimm wird es bei Kontrabass (50er-Jahre-Bands ...).

    Bandpässe sind Resonatorkisten, die ausschließlich über Vents abstrahlen und damit konstruktionsbedingt ein schlechteres Zeitverhalten haben (... durch das ja auch der z.T. höhere Wirkungsgrad bei einer oder zwei Frequenzen "bezahlt" werden muß ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Bandpass als PA ???

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 19:48

    ... ich hab die Lösung für einen "klingenden" Bandpass:

    Damit ein Bandpass (egal welcher Bauart) nicht mehr "nachwabbert" (oder für die Fachleute: ein beschiss... Zeitverhalten bzw. ein ebensolches Zerfallspektrum hat ...), ist er solange mit Polyesterwatte vollzustopfen (mit Besenstiel tüchtig nachstopfen !!!) , bis die Bandpasswirkung gewissermaßen "aussetzt".

    ... gut ... es stellen sich dann auch ein paar Nachteile ein wie (... ein ca. um 10 dB :P ) geringerer Wirkungsgrad ...

    Viele Grüsse sendet

  • Bandpass als PA ???

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 19:48

    ... ich hab die Lösung für einen "klingenden" Bandpass:

    Damit ein Bandpass (egal welcher Bauart) nicht mehr "nachwabbert" (oder für die Fachleute: ein beschiss... Zeitverhalten bzw. ein ebensolches Zerfallspektrum hat ...), ist er solange mit Polyesterwatte vollzustopfen (mit Besenstiel tüchtig nachstopfen !!!) , bis die Bandpasswirkung gewissermaßen "aussetzt".

    ... gut ... es stellen sich dann auch ein paar Nachteile ein wie (... ein ca. um 10 dB :P ) geringerer Wirkungsgrad ...

    Viele Grüsse sendet

  • Basshörner allgemein

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 19:36

    ... also:
    wenn die untere Grenzfrequenz tiefer ist, dann wächst das Horn im Querschnitt langsamer, bei höherer Grenzfrequenz wächst es dagegen schneller (... die Trichterkonstante bestimmt - nicht nur - bei Expohörnern wesentlich die untere Grenzfrequenz ...).

    Wenn also eine höhere (untere) Grenzfrequenz eingegeben wird, dann erreicht das Horn bereits bei einer kürzeren Hornlänge eine bestimmte Mundfläche - bei einer tieferen Grenzfrequenz wäre die Trichterlänge bei gleicher Mundfläche dann größer.

    Wenn die Kiste also wg. Transportprobleme geteilt werden soll:
    Großen Trichter (mit mehreren Chassis) mit gewünschter Grenzfrequenz berechnen und DANN teilen.

    Viele Grüsse sendet

  • Basshörner allgemein

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2003 um 09:18
    Zitat von "Hannes"

    Wie kann ich die Bündelung von Mitteltonhörnern etwa voraussagen?

    ... das läßt sich allgemein nicht immer auf eine einfache "Formel" bringen - aber bei vielen Hörnern wächst der Querschnitt in einem Teil-Bereich des Horns recht gleichmässig, um irgendwann dann (kurz vor der Mundöffnung ...) schneller zu wachsen. Und dieser Bereich, wo der Querschnitt zeimlich gleichmässig wächst, bestimmt dann bei vielen Hörnern recht genau (aber nicht immer !) den Abstrahlwinkel.

    Hohe Frequenzen "sehen" dabei nicht mehr das ganze Horn (Schallwelle "löst" sich eher ab ...) - tiefere Frequenzen "durchlaufen" das Horn etwa bis zum "Ende" (und strahlen dann etwas breiter ...) und bei "ganz tiefen" Frequenzen wird der Treiber durch das Horn nicht mehr belastet (also es wird immer "welliger" und leiser ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Basshörner allgemein

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2003 um 09:41
    Zitat von "cyberlight"

    Da würde aber doch komprimiert und dann das Ganze über einen kleineren Querschnitt nach aussen hin abgegeben. Höhere Geschwindigkeit (quasi mehr Hub?) aber geringere Mebranfläche , dafür aber mehr Belastung der Sicke und auch bessere Ankopplung an die Luft, oder?
    Da wird dann Membranfläche durch grösseren hub ersetzt und evtl. noch der Wirkungsgrad gesteigert?
    Das erinnert mich irgendwie an Bandpass.

    Beim Bandpass wird der LS an einen Resonator angekoppelt und im Bereich der Resonanzfrequenz stärker bedämpft.

    Eine Druckkammer macht dagegen eine Schnelletransformation und besitzt - je nach Volumen dieser "Vorkammer" - ein Tiefpassverhalten.

    Eine Druckkammer ohne Horn würde die Ankopplung an den Raum eher verschlechtern, da die Abstrahlfläche kleiner als bei beim direktabstrahlendem Chassis wäre.
    Eine so betriebene "Druckkammer" würde - ohne Belastung durch einen Trichter - wie eine viel zu hoch abgestimmte Resonatorkiste wirken.

    Viele Grüsse sendet

  • Anlage auf welchen Frequenzgang einmessen?

    • Sound-Klinik
    • 19. Oktober 2003 um 19:27
    Zitat von "DavidH"

    also macht es deiner Meinung nach keinen Sinn, die Anlage in jedem neuen Raum an einem repräsentativen Hörplatz (FOH, oder wenn der nicht in der Raummitte sein sollte, eben diese) mit TerzEQ und Analyzer einzumessen, oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?

    ... das Problem mit Rauschen und Analyzer ist: wo ist den der "richtige" Messplatz ?
    Welcher "Ort" ist denn überhaupt "repräsentativ" - jedesmal, wenn Du einen anderen Ort wählst, wirst Du eine andere Messkurve bekommen.

    Eine auf den Direktschall vernünftig entzerrte Soundanlage (z.B. per Controller mit parametric-Filtern ...) wird immer besser klingen als eine im Raum "eingerauschte" Anlage (... wobei durch den subjektiven Höreindruck natürlich "Meinungen" auch mal auseinandergehen werden ...).

    Ich selbst spiele nur mit LS-Systemen, die auch ohne Controller oder EQ den Direktschall möglichst linear wiedergeben. Wenn ich mit meiner Oldieband oder einer Partyband in einem Saal, Zelt, Stadtfest etc. über solche Systeme spiele, werde ich oft von Musikern und Verleihern darauf angesprochen, ob ich "echt" ohne EQ arbeite ...

    Ich hab vor 10 ... 25 Jahren übrigens auch über Lautsprechersysteme gespielt, die ohne EQ nicht optimal "geklungen" haben und kenne daher die Problematik aus eigener praktischer Erfahrung recht gut.


    Viele Grüsse sendet

  • Suche bau plan für ein Hybridhorn

    • Sound-Klinik
    • 16. Oktober 2003 um 14:35
    Zitat von "LARS"

    Wie wäre es mit einem 18sound Plan:

    http://www.eighteensound.it/bph118.htm

    Das Teil würde mich irgendwie mal interessieren

    ... ich hab mir mal die Bau-Zeichnung und die "Messungen" (110 dB bei 65 Hz ?????) angeschaut.
    Die Mesungen sind wohl eher nicht in 1 m Abstand gemacht worden oder aber bei wenigstens 4 Watt und (vielleicht ?) einem Meter ...

    Das Messmikro war vermutlich mehr in "der Nähe" der Vents plaziert (sonst wäre der obere "Huckel" im Ampitudenverlauf - glaub ich wenigstens - höher als der tiefe ...).

    Die "Nummer" mit direkt in den Raum abstrahlenden Vents und Horn ist ja eigentlich schon "alt" (z.B. vented W-Bin) - der LS wird mechanisch wohl ganz schön in "die Mangel" genommen (also rechtzeitig Reconing-Kits bestellen).
    Eine prinzipiell ähnliche Konstruktion (direktabstrahlende Vents und Hörnchen ...) bietet Martin-Audio als Basskiste - wenn ich mich richtig erinnere - für sein Line-Array an (ist nur VIEL breiter und vermutlich auch schwerer ...). Ich weiß nicht, ob die Kiste von Martin-Audio akustisch besser ist, aber Martin hat ja wenigstens einen gute "Ruf".

    Trotzdem: Wenn man klanglich keine allzuhohen Ansprüche stellt (also "Uff uff uff uff"-Bässe erwartet ...), wird man vielleicht sogar mit der 18Sound-Kiste glücklich - wahrscheinlich "rummst" es auch "mehr" als bei BR.

    Viele Grüsse sendet

  • Suche bau plan für ein Hybridhorn

    • Sound-Klinik
    • 16. Oktober 2003 um 14:35
    Zitat von "LARS"

    Wie wäre es mit einem 18sound Plan:

    http://www.eighteensound.it/bph118.htm

    Das Teil würde mich irgendwie mal interessieren

    ... ich hab mir mal die Bau-Zeichnung und die "Messungen" (110 dB bei 65 Hz ?????) angeschaut.
    Die Mesungen sind wohl eher nicht in 1 m Abstand gemacht worden oder aber bei wenigstens 4 Watt und (vielleicht ?) einem Meter ...

    Das Messmikro war vermutlich mehr in "der Nähe" der Vents plaziert (sonst wäre der obere "Huckel" im Ampitudenverlauf - glaub ich wenigstens - höher als der tiefe ...).

    Die "Nummer" mit direkt in den Raum abstrahlenden Vents und Horn ist ja eigentlich schon "alt" (z.B. vented W-Bin) - der LS wird mechanisch wohl ganz schön in "die Mangel" genommen (also rechtzeitig Reconing-Kits bestellen).
    Eine prinzipiell ähnliche Konstruktion (direktabstrahlende Vents und Hörnchen ...) bietet Martin-Audio als Basskiste - wenn ich mich richtig erinnere - für sein Line-Array an (ist nur VIEL breiter und vermutlich auch schwerer ...). Ich weiß nicht, ob die Kiste von Martin-Audio akustisch besser ist, aber Martin hat ja wenigstens einen gute "Ruf".

    Trotzdem: Wenn man klanglich keine allzuhohen Ansprüche stellt (also "Uff uff uff uff"-Bässe erwartet ...), wird man vielleicht sogar mit der 18Sound-Kiste glücklich - wahrscheinlich "rummst" es auch "mehr" als bei BR.

    Viele Grüsse sendet

  • Anlage auf welchen Frequenzgang einmessen?

    • Sound-Klinik
    • 16. Oktober 2003 um 13:17
    Zitat von "TomyN"

    ... Daher hört das Ohr durchaus etwas vom Raum mit. Daher macht eine Einmessung vor Ort schon Sinn. Natürlich sollte die Anlage vorher so gut wie möglich in sich abgestimmt sein, aber das Time Align zwischen einzelnen Boxen ändert sich auch je nach Aufbau.
    Tomy

    Hallo Tomy,

    daß das Ohr auch die Reflektionen (... nicht nur im Bassbereich) "hört", ist mir schon klar :lol: .
    Während bei höheren Frequenzen das Ohr den Direktschall von den Reflektionen (... kürzere Wellenlänge, Laufzeitdifferenz etc.) noch gut voneinander trennen kann, funktioniert dies bei tiefen Frequenzen (wie auch bei einem FFT-Analyzer) nicht mehr.

    Ich habe auch generell nichts dagegen, in einem Raum zu messen (sieht ja auch irgendwie "amtlich aus") - nur ich meine: Wer eine lausige Anlage mit rosa Rauschen in einem Raum per EQ "glattbügelt", betreibt praktischen Blödsinn - und dieser Blödsinn ist (leider ...) recht verbreitet, weil es mittlerweile auch billige Geräte für "sowas" gibt.

    Sofern man die Grenzen eines Messverfahrens kennt, wird man auch wissen, was von solchen Messungen zu halten ist - ich bevorzuge in einem Raum MLS-Messungen (guter Störabstand, zeitliches Ausfensterung möglich, in der Impulsantwort ist "alles drin" ...).

    Wenn der Raum nicht zu klein ist, könnte man auch "wobbeln" - Sweeps (stehende Wellen) sind nicht hier weniger geeignet (höchstens Nahfeld ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Anlage auf welchen Frequenzgang einmessen?

    • Sound-Klinik
    • 16. Oktober 2003 um 11:23

    ... mit "nicht mehr vernünftig messen" meine ich in diesem Fall, daß man bei tiefen Frequenzen irgendwann keinen "reinen" Direktschall mehr messen kann.

    Bei tiefen Frequenzen braucht man (für eine FFT) Impulsantworten mit größerer "Länge" (zeitlich), die man messtechnisch aber nicht mehr ohne störende Refelexionen realisieren kann - egal ob mit MLSSA oder einem anderen Mess-System.

    Ein LS-System sollte idealerweise - möglichst über den gesamten Übertragungsbereich - ein lineares Verhalten zeigen, damit der (für den Klangeindruck entscheidende !) Direktschall möglichst unverfälscht wiedergegeben wird.

    Nur ein linear übertragendes LS-System (... ob passiv oder mit Digitalcontroller entzerrt ...) ermöglicht in jeder Location eine optimale Lösung und ist einem "in sich" nicht optimal abgestimmten System immer überlegen.

    Eine "Gesamtentzerrung vor Ort" durch "Einrauschen" wird daher nie optimal klingen (... allein wenn ich sowas sehe bekomme ich immer einen Lachkrampf - vor allem wenn die "Soundleute dann eine CD auflegen und sich wundern, wie "scheiße" das klingt ... manche merken aber auch nichts ...).

    Viele Grüsse sendet

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  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

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