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Beiträge von Sound-Klinik

  • Was ist eigentlich die "Eierlegendewollmilchsau"?-

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2003 um 09:13
    Zitat von "Thorgy"

    Hallo,
    der Anwendungsfall ist eigentlich ganz einfach:

    Die Speaker werden hauptsächlich In kleinen Räumlichkeiten genutzt. Sagen wir 50 Personen max. Da möchte ich aber schon auch nen fetten Pegel zusammen bekommen. Sprich Techno muss da drin sein.


    Der andere Fall ist, wenn ich für eine Firma links und rechts neben dem Redner pult ein Stack aufstelle, dann möchte ich mit der Sprache schon etwas an Reichweite gewinnen. Nur soweit wie die Tops. Wenn ich in dieser Sitouation Musik spiele, dann soll die schon auch kommen. Muss aber dann kein Techno sein. Aber ein Schlager oder sowas, Pop, muss dann schon klanglich gut rüber kommen.

    So weit mir da noch bekannt ist, funktionieren Hörner, egl welcher Größe, in kleinen Räumen j anicht unbedungt gut. Oder täusche ich mich da?
    Ich denke also, dass es auf eine BR, BP hinausläuft.

    Ich könnte mich daran gewöhnen, dass man z.B. 4x15" pro Seite nimmt, die aber mit nicht so hoher Leistung dafür. Die Frage ist auch, ob mir für 600 W Top, 1000 im Bass reichen?

    Wäre schön wenn man damit auskommt, denn ich habe zufällig 2 1000W Endstufen, die 2x500 W an 4 Ohm haben. Sprich man könnte da evtl. was mit 4x250 machen oder so.

    Was haltet ihr davon?

    Alles anzeigen

    Daß Hörner in kleinen Räumen nicht funktionieren, kann man so nicht sagen.

    Wenn Du einen kleinen Hybridwoofer (Bassreflexhorn o.ä.) in einem kleinen Raum einsetzt, wird der sich in seinem Abstrahlverhalten ähnlich verhalten wie eine Bassreflexkiste vergleichbarer Größe - er ist nur bei gleicher Leistung (richtig kontruiert !!!) vermutlich lauter.
    Es gibt Selbstbauhörner, die bringen kaum mehr als eine Bassreflexkiste - und manchmal auch nur bei einer Frequenz.

    Ich vermute, daß Du zwei direktabstrahlende Doppel-12"er mit MH-Horn einsetzt. Hierzu empfehle ich Dir pro Seite jeweils ein 18er-Hybridhorn, da die Doppel-12" ja auch keine extremen Reichweiten bringen. Für den gleichen Schalldruck im Bass würdest Du wenigstens drei bis vier 15"er Bassreflex p r o S e i t e !!! - bei weitaus mehr Leistungsbedarf - benötigen.

    Noch ein Tip: bei Sprachübertragungen würde ich die Subwoofer sehr viel leiser einstellen als bei Musikübertragung.


    Viele Grüsse sendet

  • Was ist eigentlich die "Eierlegendewollmilchsau"?-

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2003 um 09:13
    Zitat von "Thorgy"

    Hallo,
    der Anwendungsfall ist eigentlich ganz einfach:

    Die Speaker werden hauptsächlich In kleinen Räumlichkeiten genutzt. Sagen wir 50 Personen max. Da möchte ich aber schon auch nen fetten Pegel zusammen bekommen. Sprich Techno muss da drin sein.


    Der andere Fall ist, wenn ich für eine Firma links und rechts neben dem Redner pult ein Stack aufstelle, dann möchte ich mit der Sprache schon etwas an Reichweite gewinnen. Nur soweit wie die Tops. Wenn ich in dieser Sitouation Musik spiele, dann soll die schon auch kommen. Muss aber dann kein Techno sein. Aber ein Schlager oder sowas, Pop, muss dann schon klanglich gut rüber kommen.

    So weit mir da noch bekannt ist, funktionieren Hörner, egl welcher Größe, in kleinen Räumen j anicht unbedungt gut. Oder täusche ich mich da?
    Ich denke also, dass es auf eine BR, BP hinausläuft.

    Ich könnte mich daran gewöhnen, dass man z.B. 4x15" pro Seite nimmt, die aber mit nicht so hoher Leistung dafür. Die Frage ist auch, ob mir für 600 W Top, 1000 im Bass reichen?

    Wäre schön wenn man damit auskommt, denn ich habe zufällig 2 1000W Endstufen, die 2x500 W an 4 Ohm haben. Sprich man könnte da evtl. was mit 4x250 machen oder so.

    Was haltet ihr davon?

    Alles anzeigen

    Daß Hörner in kleinen Räumen nicht funktionieren, kann man so nicht sagen.

    Wenn Du einen kleinen Hybridwoofer (Bassreflexhorn o.ä.) in einem kleinen Raum einsetzt, wird der sich in seinem Abstrahlverhalten ähnlich verhalten wie eine Bassreflexkiste vergleichbarer Größe - er ist nur bei gleicher Leistung (richtig kontruiert !!!) vermutlich lauter.
    Es gibt Selbstbauhörner, die bringen kaum mehr als eine Bassreflexkiste - und manchmal auch nur bei einer Frequenz.

    Ich vermute, daß Du zwei direktabstrahlende Doppel-12"er mit MH-Horn einsetzt. Hierzu empfehle ich Dir pro Seite jeweils ein 18er-Hybridhorn, da die Doppel-12" ja auch keine extremen Reichweiten bringen. Für den gleichen Schalldruck im Bass würdest Du wenigstens drei bis vier 15"er Bassreflex p r o S e i t e !!! - bei weitaus mehr Leistungsbedarf - benötigen.

    Noch ein Tip: bei Sprachübertragungen würde ich die Subwoofer sehr viel leiser einstellen als bei Musikübertragung.


    Viele Grüsse sendet

  • Was ist eigentlich die "Eierlegendewollmilchsau"?-

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2003 um 08:25
    Zitat von "JF"

    Grüsze!

    Tunnelfrequenz verstellen:
    Tunnel am Boden des Subs bauen. Wenn der Tunnel unten ist -> tiefer, wenn oben -> höher.
    Wenns noch tiefer gehen soll -> Reflexrohrfläche verkleinern!

    mfg
    JF

    Hmmm ... so kannst Du das aber nur machen, wenn Du im Wohnzimmer bei Deiner Homecinema-Anlage experimentierst.

    Bei einer PA-Kiste - wenn Du sie nicht mechanisch abschießen willst - sollte man schon den Einsatzbereich kennen bzw. eingrenzen und dann ein System konstruieren, welches sowohl vom gewünschten Übertragungsbereich als auch im Schallpegel her die gestellten Anforderungen erfüllt.
    Mit "probieren" kommt man i.d.R. nicht weit.

    Frage an den Autor des ersten Beitrages: Wie groß sind die Veranstaltungen den maximal - und welche (Publikums-) Lautstärke ist zu erwarten (besoffene Leute im Zelt oder Theateraufführung ...) ?

    Wenn die Veranstaltungen von 50 bis max. 500 Leute gehen (und keine Hammer-Technoparties abgehen sollen ...), bist Du mit einem gut konstruiertem 18"er-Hornbass pro Seite (vielleicht auch zwei ... ?) sicher schon gut bedient - alles hängt natürlich auch noch von der Größe der Räumlichkeiten ab (für einen Marktplatz reicht es so natürlich nicht).

    Grenzt das Problem doch mal etwas konkreter ein !


    Viele Grüsse sendet

  • Was ist eigentlich die "Eierlegendewollmilchsau"?-

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2003 um 08:25
    Zitat von "JF"

    Grüsze!

    Tunnelfrequenz verstellen:
    Tunnel am Boden des Subs bauen. Wenn der Tunnel unten ist -> tiefer, wenn oben -> höher.
    Wenns noch tiefer gehen soll -> Reflexrohrfläche verkleinern!

    mfg
    JF

    Hmmm ... so kannst Du das aber nur machen, wenn Du im Wohnzimmer bei Deiner Homecinema-Anlage experimentierst.

    Bei einer PA-Kiste - wenn Du sie nicht mechanisch abschießen willst - sollte man schon den Einsatzbereich kennen bzw. eingrenzen und dann ein System konstruieren, welches sowohl vom gewünschten Übertragungsbereich als auch im Schallpegel her die gestellten Anforderungen erfüllt.
    Mit "probieren" kommt man i.d.R. nicht weit.

    Frage an den Autor des ersten Beitrages: Wie groß sind die Veranstaltungen den maximal - und welche (Publikums-) Lautstärke ist zu erwarten (besoffene Leute im Zelt oder Theateraufführung ...) ?

    Wenn die Veranstaltungen von 50 bis max. 500 Leute gehen (und keine Hammer-Technoparties abgehen sollen ...), bist Du mit einem gut konstruiertem 18"er-Hornbass pro Seite (vielleicht auch zwei ... ?) sicher schon gut bedient - alles hängt natürlich auch noch von der Größe der Räumlichkeiten ab (für einen Marktplatz reicht es so natürlich nicht).

    Grenzt das Problem doch mal etwas konkreter ein !


    Viele Grüsse sendet

  • Weichenbau algemein

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2003 um 08:08

    Einige Buchvorschläge für den theoretischen Background:

    http://www.sound-klinik.de/literat.htm

    Besonders empfehlen möchte ich Dir das "Loudspeaker System Design Handbook" von Robert L. Caudle, vom dem es auch eine deutsche Übersetzung gibt. Es ist auch für Nichtakademiker gut verständlich geschrieben und erklärt das Filterdesign gut anhand vieler Beispiele.

    Etwas umfassender ist das Buch "Frequenzweichen für Lautsprecher" von Jörg Panzer. Es wird hier auch besonders auf die theoretischen Hintergründe der verschiedenen Filter eingegangen und deren Einfluß auf die Richtquarakteristik (im Übernahmebereich). Am Ende des Buches läßt sich der Autor noch über aktive Weichen aus.

    Viele Grüsse sendet

  • Weichenbau algemein

    • Sound-Klinik
    • 18. Februar 2003 um 08:08

    Einige Buchvorschläge für den theoretischen Background:

    http://www.sound-klinik.de/literat.htm

    Besonders empfehlen möchte ich Dir das "Loudspeaker System Design Handbook" von Robert L. Caudle, vom dem es auch eine deutsche Übersetzung gibt. Es ist auch für Nichtakademiker gut verständlich geschrieben und erklärt das Filterdesign gut anhand vieler Beispiele.

    Etwas umfassender ist das Buch "Frequenzweichen für Lautsprecher" von Jörg Panzer. Es wird hier auch besonders auf die theoretischen Hintergründe der verschiedenen Filter eingegangen und deren Einfluß auf die Richtquarakteristik (im Übernahmebereich). Am Ende des Buches läßt sich der Autor noch über aktive Weichen aus.

    Viele Grüsse sendet

  • Transport von Equipment bei niedrigen Temperaturen

    • Sound-Klinik
    • 17. Februar 2003 um 11:19
    Zitat von "alex"

    btw. schadet es eigentlich den boxen wenn sie, wie schon oben gesagt, in einer garage o.ä. stehen?
    gerade bei diesen temperaturen (-5°) und der feuchtigkeit kann das doch eigentlich nur schaden oder ?

    Solange alles trocken bleibt, ist es nicht so ein großes Problem.

    Aber: Je wärmer Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Wenn ein Gerät, welches bei Minusgraden richtig ausgekühlt ist, in einem warmen Raum gebracht wird, dann kondensiert die Luftfeuchtigkeit an diesem Gerät (daher bei Elektronik: Casedeckel möglichst lange zulassen !).
    Jeder kennt sicher den Effekt bei einer kalten Flasche, die man aus aus einem Kühlfach geholt hat.

    Wenn ich Elektronik (oder Boxen) in einem beheiztem Wagen fahre und Feuchtigkeit im Wagen ist (nasse Schuhe, Klamotten, Fußmatten) dann "trocknet" die Feuchtigkeit und wird von der Luft aufgenommen. Wenn ich lange genug fahre, bläst das Gebläse die Feuchtigkeit nach und nach aus dem Wagen - wenn ich nicht lange genug fahre, bleibt die Feuchtigkeit im Wagen und kann Probleme.

    Schlimm ist es auch, Geräte in einem (feuchten, weil bei Regen beladenen ...) ) Anhänger zu lassen, wenn extreme Temperaturschwankungen passieren. Wenn die Sonne draufknallt, verdampft das Wasser - bleibt aber im geschlossenen Anhänger drin und kondensiert an den kältesten Stellen. Bei solchen Lagerungsbedingungen findet man dann auch Lautsprecher mit Schimmel auf den Membranen und total verrosteten Magneten (bzw. die Rückplatten).

    Wenn Boxen und Elektronik in einem kalten Raum stehen und alles gut belüftet ist, ist es auch keine Problem. Die Probleme gehen dann los, wenn ich die (ausgekühlten !!!) Geräte in einem warmen Raum bringe und die Luftfeuchtigkeit an (und bei Elektronik in !) den Geräten kondensiert.

    Viele Grüsse sendet

  • Impendanzmessung

    • Sound-Klinik
    • 11. Februar 2003 um 06:39
    Zitat von ".Jens"

    Mal nur so Interessehalber: Welche Filter meinst du? Eine FFT ist zunächst mal ein Algorithmus und damit ebenfalls determiniert. Das soll keine Besserwisserei sein; die Systeme, von denen hier die Rede ist, kenne ich im Detail nicht. Sollten da noch analoge Vorfilter o.ä. mit im Spiel sein, lerne ich gern dazu und gebe dir Recht, aber bei einer rein numerischen Berechnung gibt es doch keine Abgleichprobleme (vorausgesetzt, die A/D-Wandler produzieren keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Signalen)...!?

    :roll:
    Jens

    Es geht hier um die Grenzen der Hardware. Zum Messen wird ja außer der Sofware auch sowas wie ein Equipment gebraucht.

    Das - was gemessen wird - muß digitalisiert werden. Und hier kommen Antialiasing-Filter zum Einsatz. Die Qualität dieser Filter kann bei 2-Kanal-FFT-Analyzer sehr wohl ein Problem werden.
    Bei einem einkanaligem FFT-Analyzer (mit MLS-Signal als Mess-Signal) spielen Abweichungen (mit einer vorher durchgeführten Eichmessung) eine untergeordnete Rolle.

    Nochmal zum Rauschen: Bei einem reinem Zufallsrauschen treten (weil die Messung ja über eine endliche Zeit durchgeführt wird) je nach Länge der Messung (zufällige) Fehler auf. Mit einer Maximalfolge dagegen sieht das Ganze anders aus.
    Um die gleiche Genauigkeit zu erzielen, muß bei reinem Zufallsrauschen (bei vergleichbarer Fensterlänge im Zeitbereich) schon mehrfach gemessen und gemittelt werden. Durch die Determiniertheit und Periodizität eines MLS-Signals ist der Fensterungsfehler nämlich "Null".

    Viele Grüsse sendet

  • Impendanzmessung

    • Sound-Klinik
    • 10. Februar 2003 um 09:29
    Zitat von "TomyN"

    Hi,

    also, wenn wir davon ausgehen, dass das Spektrum einer Maximalfolge (vulgo MLS) dem eines weissen Rauschens entspricht, dann gibt es für mich keinen Grund, warum eine dual channel FFT Messung mit diesem Signal besser sein sollte, als eine Messung mit einem 'Zufallsrauschen'.
    Ein dem Rechner vorher bekanntes Signal ermöglicht den Verzicht auf einen Messkanal.
    Das andere Thema ist das Messverfahren. Da ist ein 'Impulsbasiertes' Messverfahren besser als eine normale Division zweier FFTs.
    Und mit einem MLS Signal kann man die Korrelation zur Berechnung des Impulses sehr schnell durchführen (Stichwort: Fast Hadamard Transformation).

    Grüße

    Tomy

    Hallo Tomy,

    Du hast mich mißverstanden:
    Ich meinte, daß ein Single-FFT-Analyzer mit einer Maximalfolge besser ist als ein Dual-FFT-Analizer mit Zufallsrauschen. In Deinem letzten Beitrag hattest Du ja auch einen weiteren Vorteil genannt (nämlich die Verarbeitungsgeschwindigkeit ) - offensichtlich besteht da zwischen uns ja auch 100%-Einigkeit.
    Ich hatte in meinem Beitrag keinen Vergleich zwischen einer Single-FFT und Dual-Ch.-FFT mit einem MLS-Signal gemacht (das wäre sicher Blödsinn, weil ein MLS-Signal bei einer Dual-Ch.-FFT nicht unbedingt einen Vorteil bringt).

    Durch die Determiniertheit des MLS-Signals reicht EINE Messung (also einkanalig) aus. Mein Kritikpunkt ging hier in Richtung 2-Kanal-FFT, weil Du die beiden Kanäle (speziell die Filter) nie 100% gleich abgeglichen bekommst. Wahrscheinlich spielt dies bei einem gutem (und teurem) 2-Ch.-System in der Praxis eine untergeordnete Rolle - aber ich wollte mal darauf hinweisen.

    Viele Grüsse sendet

  • Wie viel Toleranz im Frequenzgang?

    • Sound-Klinik
    • 10. Februar 2003 um 07:09
    Zitat von "JF"

    Also da muß ich dagegenreden.
    Einen sehr schmalbandigen, aber recht tiefen Einbruch kann man kaum hören (z.B. Feedbackkillerfilter, ...), eine 2-3dB Senke über eine Oktave sollte man tonal sehr "deutlich" wahr nehmen!

    mfg
    JF

    Schmalbandige Absenkungen machen sich im Klang schon bemerkbar - extrem schmalbandige Absenkungen (durch Feedbacksuppressoren) - wenn sie nicht zu extreme Einstellungen vornehmen - werden u.U. von den meisten Zuhörern nicht sofort wahrgenommen, bewirken aber auch Veränderungen im Höreindruck.

    Vorschlag: Laß mal Musik laufen und stelle mit einem parametrischen EQ eine sehr schmalbandige Absenkung ein. Dann vergleiche mal das Klangbild mit und ohne (also Bypass ...) EQ - Du wirst schon einen Unterschied feststellen (bei einigen Musikstücken hört man es deutlicher - bei reinen "Bassattacken" weniger ...).
    In Extremsituationen, wo Feeback droht, ist es dann wohl das kleinere Übel (damit die Hörner nicht abgeschossen werden), wenn die Notbremse gezogen wird. Außerdem sollten diese schmalbandigen Absenkungen nicht permannent bestehen bleiben sondern nur bei Feedback die betroffene (n) Frequenz (en) ausregeln und danach wieder "freigeben".

    Der bessere Weg bleibt aber, durch eine vernünftige Aufstellung der Mikrofone und Lautsprecher (sofern möglich) es gar nicht erst soweit kommen zu lassen.

    Nochmal zu "breiten" Einbrüchen: Diese Verfärbungen werden im A/B-Vergleich gegen eine ausgewogenen Box natürlich auch sofort bemerkt (ich denke, daß Du das gemeint hast ...). Aber: Viele empfinden eine Box mit einer Senke als "angenehmer" ... - außerdem kann sich das Gehör großzügige Pegelschwankungen nicht merken (man hört sich auf einen verbogenen Frequenzgang ein). Beispiel: Eine Box mit einem leicht überzogenen Bass wird u.U. als druckvoll empfunden.

    Eine sauber konstruierte Abhörbox (z.B. für für Tonstudios) wird von mehr als 90 % der Bevölkerung als "zu direkt", "aufdringlich" usw. empfunden - eine Box mit Badewannenfrequenzgang dagegen als "angenehm" und "rund" empfunden.
    Solche Boxen sind - besonders im unteren Preisbereich - leider recht verbreitet. Eine "Badewannen"-Abstimmung macht bei "richtigen" Veranstaltungen ab einem gewissem Lärmpegel (durch Gäste etc.) Probleme, was die Durchssetzungsfähigkeit angeht.


    Viele Grüsse sendet

  • Impendanzmessung

    • Sound-Klinik
    • 9. Februar 2003 um 13:18
    Zitat von "TomyN"

    Hallo,

    ob das Rauschen dertministisch ist oder nicht, hat mit der Präzision der Messung nichts zu tun.
    Diese hängt an der Messmethode.

    Tomy

    Mit Zufallsrauschen mußt Du mehrere Mittelungen (d.h. mehrere Messungen) machen, um die gleiche Genauigkeit wie mit einem quasistatistischen Rauschen (z.B. eine Maximalfolge) zu erreichen.

    Auch mit einem 2-kanaligem FFT-Analyzer (d.h. das Rauschsignal direkt durch einen Kanal - das Mess-Signal durch den anderen Kanal - und dann Übertragungsfunktion bilden ...) erreichst Du nicht die gleiche Genauigkeit, weil Du die beiden Zweige nie 100 % genau gleich abgeglichen bekommst. Bei einer einkanaligen FFT mit Maximalfolgen arbeitest Du mit dem gleichen Filter und einem exakt gleichem Signal (weil es determiniert ist !!!) und bekommst somit eine bessere Linearität in Deine Messapparatur.

    Viele Grüsse sendet

  • Wie viel Toleranz im Frequenzgang?

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2003 um 18:27

    Im Bassfrequenzgang (bei praktikablen Hörabständen) sind Schwankungen von 6 dB in einem Raum noch gut (Wichtig: die Schwankungen kommen nicht - unbedingt - vom Lautsprecher, sondern vom RAUM !!!). Das Gehör ist bei Frequenzen bis einigen hundert Hz (zum Glück !) nicht sehr empfindlich bezüglich Pegelschwankungen.

    Anders sieht es im Mitten- und Präsenzbereich aus. Da hier die menschliche Sprache ihren wesentlichen Anteil hat, hat sich unser Gehör hier sehr gut entwickelt und ist da viel pingeliger.
    Eine Pegelschwankung, die recht breit (z.B. eine Senke von 4 dB zwischen 2 und 5 kHz) verlaufen, wird weniger als Verfärbung empfunden - schmalbandige Pegelschwankungen dagegen werden eher "bemerkt".

    Unser Gehör "bewertet" Schwankungen im Frequenzverlauf also - je nach Frequenz und "Breite" - recht unterschiedlich.

    Worüber viel zu wenig geredet wird, ist das Zeitverhalten.
    Beispiel: Zwei Boxen mit messtechnisch recht ähnlichem Frequenzverlauf können sehr unterschiedlich "klingen", weil bei einer Box einige Frequenzen "nachklingen" (oft bei schlecht konstruierten Hörnern anzutreffen ...). Sowas sieht man dann nicht unbedingt im Frequenzverlauf - aber im Zerfallspektrum (Frequenzverlauf über der Zeit) - oder auch bei Messungen der Phase - oder der Gruppenlaufzeit.

    Viele Grüsse sendet

  • Impendanzmessung

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2003 um 18:09

    Wenn Du bei einer Impedanzmessung nur ein Maximum siehst, ist es eine geschlossene Box (beim Maximum ist die Resonanzfrequenz der Kiste).
    Über die Höhe des Maximums - im Vergleich zu Re (Gleichstromwiderstand) bzw. "Breite" der Impedanzspitze - kann die Güte bestimmt werden.

    Bei zwei Impedanzmaxima ist es eine Box mit einem Vent - (z.B. Bassreflex) - die Lage des Minimums gibt die Resonanzfrequenz des Resonators an.

    Bei beiden Systemen steigt i.d.R. die Impedanz zu hohen Frequenzen hin an, weil die Induktivität der Schwingspule hier zuschlägt.

    Wenn Du mehrere (einigermaßen regelmässige) Maxima siehst (die zu hohen Frequenz hin kleiner werden), dann ist es wahrscheinlich ein Horn.

    Messen kann man die Impedanz mit einem gleitenden Sinus (alte Methode - z.B. mit diesen grünen Neutrik-Kisten ...) oder mit Rauschen (am besten mit Maximalfolgen, weil diese determiniert sind und daher schon mit einer Messung ohne Mittelung recht genaue Messungen liefern).

    Impedanzmessungen sind auch wichtig, um sehr niedrige Impedanzminima (z.B. bei schlechter Auslegung einer Frequenzweiche ...) festzustellen und zu beseitigen - dies könnte sonst für einige Endstufen tödlich sein.

    Viele Grüsse sendet

  • Akustikfrage: Warum 90°x40° Hochtonhörner?

    • Sound-Klinik
    • 6. Februar 2003 um 10:50

    Siehste (ich meine das mit den 12"ern ...) !

    Da kann man mal sehen, was früher für schwachsinnige Boxen (auch als Floormonis) gebaut wurden mit einem 12" (oder gar 15") - und einem kleinen Quitschehorn, welches ab 5 kHz (oder noch höher) anfängt.

    Eigentlich sollte man sich nicht wundern, wenn die Sängerin bei solchen Konstruktionen dann immer meckert "... ich kann mich nicht hören - mach mich lauter !". Die arme Sau am Mischpult hatte immer die bewußte A...-Karte gezogen.

    Wie ich schon sagt, sieht die Sache bei diesen 15"-3er-Boxen (mit Konusmitteltöner - urghh ...) noch extremer aus. Trotzdem arbeiten immer noch viele mit diesem Zeug.

    Viel Grüsse sendet

  • HT-schutz

    • Sound-Klinik
    • 4. Februar 2003 um 14:04
    Zitat von "AmpChamp"

    Es gibt auch die Möglichkeit, die Z-Diode durch einen Transistor und zwei Widerstände aufzubauen, dann kann man den Ansprechpunkt selbst einstellen. Nimmt man jetzt noch einen Kondensator dazu, ist sogar das Ansprechverhalten wählbar: kurze Spitzen werden unbegrenzt durchgelassen, länger andauernde werden begrenzt und zusätzlich: je länger bzw. öfter eine Überlastung begrenzt wird, desto früher setzt die Schutzschaltung ein (durch die Eigenerwärmung des Transistors).
    Ich versuche mal, einen Schaltplan hier zu posten ( ADMIN: kann ich ihn dir mailen und du stellst ihn dann rein?).
    CU,
    AmpChamp

    Vergiss nicht, daß Du das Ganze auch für beide Halbwellen machst !
    Z-Dioden braucht man nämlich auch 2 !

    Viele Grüsse sendet

  • HT-schutz

    • Sound-Klinik
    • 4. Februar 2003 um 14:04
    Zitat von "AmpChamp"

    Es gibt auch die Möglichkeit, die Z-Diode durch einen Transistor und zwei Widerstände aufzubauen, dann kann man den Ansprechpunkt selbst einstellen. Nimmt man jetzt noch einen Kondensator dazu, ist sogar das Ansprechverhalten wählbar: kurze Spitzen werden unbegrenzt durchgelassen, länger andauernde werden begrenzt und zusätzlich: je länger bzw. öfter eine Überlastung begrenzt wird, desto früher setzt die Schutzschaltung ein (durch die Eigenerwärmung des Transistors).
    Ich versuche mal, einen Schaltplan hier zu posten ( ADMIN: kann ich ihn dir mailen und du stellst ihn dann rein?).
    CU,
    AmpChamp

    Vergiss nicht, daß Du das Ganze auch für beide Halbwellen machst !
    Z-Dioden braucht man nämlich auch 2 !

    Viele Grüsse sendet

  • Akustikfrage: Warum 90°x40° Hochtonhörner?

    • Sound-Klinik
    • 4. Februar 2003 um 13:57
    Zitat von "JF"

    Grüsze!

    Ein 12" Direktstrahler ist prinzipiell ein breitstrahlendes System?

    Na egal, der Tip mit Test in einer Kirche ist nicht schlecht. Wo bekomm ich jetzt nur eine Kirche her? ;)
    Ich werd' mir mal einen "Hallraum" suchen, vielleicht kann ich wirklich ein paar Tests machen.....

    Tops bauen hat sich jetzt sowieso ein wenig verschoben -> etwas Zeit vorhanden.

    mfg
    JF

    Wie breit ein 12" abstrahlt, hängt von der Frequenz ab. Mit zunehmender Frequenz wird der Abstrahlwinkel enger - Du bekommst somit auch mit einem Konuslautsprecher eine gewisse Richtwirkung (natürlich nicht so kontrolliert wie mit einem Horn !). Im Präsenzbereich strahlt so ein Chassis schon enger ab.

    Noch mal zum Horn: auch ein 40°-Horn hat - wenn Du 20° aus der 0°-Achse rausgehst - nicht mehr den gleichen Schallpegel wie auf Achse (manche definieren den Winkel bei 3 dB Schallpegelabfall, manche auch bei 6 dB.) !
    Es gibt kein Horn, welches innerhalb von - sagen wir 40° - einen konstanten Pegel fährt - um dann urplötzlich in den Keller zu gehen. Es hat immer irgendwie eine Nierenform.

    Diese ganze Rechnerei mit Reflektion an der Decke und mit einem Geodreieck klingt zwar recht theoretisch, berücksichtigt aber einmal nicht die Absorptionseigenschaften der Wand-/Deckenmaterialien und zum anderen nicht die Pegelabnahme eines Lautsprechers außerhalb der Hauptabstrahlachse.

    Ich hatte vor einigen Jahren mal mehrere 10", 12" und 15"-Systeme (bei 0°, 10°, 20° usw.) gemessen. Man konnte klar erkennen, daß mit zunehmenden Durchmesser das Beamen immer früher eintritt. Auch fällt der Schallpegel außerhalb der 0°-Achse nicht immer gleichmässig ab - die Membranen verhalten sich da durchaus unterschiedlich.

    Für ein konkretes LS-System sollte man schon nicht nur auf Achse messen. Das Verhalten eines Konus-LS fließt irgendwie schon in die Auswahl eines dazu passenden Horns ein (bzw. auch umgekehrt).

    Viele Grüsse sendet

  • HT-schutz

    • Sound-Klinik
    • 4. Februar 2003 um 11:00
    Zitat von "audio-zenit"

    Bedeutet aber doch auch Funkstille während der Impulsspitzen, oder ?

    Sicher eine Frage der Auslegung. Obwohl: Ganz hart ist die Diodenkennlinie da ja auch nicht (nur ziemlich hart ...).

    Soffitten brennen manchmal weg, obwohl der HT noch nicht gefährdet ist - oder (mit Kompressor ...): Soffitte leuchtet ständig und Horn wird immer heißer und plötzlich wird es dann ganz leise ...

    Z-Dioden sind sicher eine brutale Lösung (aber todsicher ...) im Bereich Verleih : bei richtiger Auslegung sind die schnell genug, um auch bei Feedback die Bremse zu ziehen (PTCs sind da wohl zu langsam).

    Die Ideale passive Lösung für jeden erdenklichen Fall gibt es wohl (leider ...) auch nicht.

    Viele Grüsse sendet

  • HT-schutz

    • Sound-Klinik
    • 4. Februar 2003 um 11:00
    Zitat von "audio-zenit"

    Bedeutet aber doch auch Funkstille während der Impulsspitzen, oder ?

    Sicher eine Frage der Auslegung. Obwohl: Ganz hart ist die Diodenkennlinie da ja auch nicht (nur ziemlich hart ...).

    Soffitten brennen manchmal weg, obwohl der HT noch nicht gefährdet ist - oder (mit Kompressor ...): Soffitte leuchtet ständig und Horn wird immer heißer und plötzlich wird es dann ganz leise ...

    Z-Dioden sind sicher eine brutale Lösung (aber todsicher ...) im Bereich Verleih : bei richtiger Auslegung sind die schnell genug, um auch bei Feedback die Bremse zu ziehen (PTCs sind da wohl zu langsam).

    Die Ideale passive Lösung für jeden erdenklichen Fall gibt es wohl (leider ...) auch nicht.

    Viele Grüsse sendet

  • Hilfe!!! Subbass benötigt!

    • Sound-Klinik
    • 4. Februar 2003 um 10:50
    Zitat von "DeadEye"

    Da find ich nix in der richtung. oder schau ich nich richtig?

    Du wirst da wohl anrufen müssen (er verkauft sonst keine Boxen ...).
    Die Telefonnummer findest Du auf der Homepage (unter Kontakt) !

    ... hier nochmal der Link: http://www.bettersound.de/ZB


    Viele Grüsse sendet

Anstehende Termine

  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Sachkunde für Veranstaltungsrigging nach SQQ2 | Level 1 | Köln

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