Erstmal ein freundliches Hallo, hier ins Forum. Hab seit Tagen hier gelesen, bin noch lange nicht fertig. Und bin nun auch "ordentliches Mitglied" mit Klarnamen (was ich sehr befürworte)
Zum letzten Beitrag möchte ich gern mal meinen Senf dazugeben....
Ich habe 1995 auch als HKS angefangen. Ich habe diesen Beruf nicht gelernt, sondern es geschafft, mein Hobby zum Beruf zu machen. Ich hab zwar nicht mit Conrad Kisten angefangen, aber es hat ne ganze Weile Gedauert, bis ich mir meinen ersten Krempel, wenn auch gebraucht, aber immerhin, gekauft habe.
Es war nicht alles gut, was ich da hatte, und da kommt der Knackpunkt. Ich kann meinem Vorredner nicht 100% zustimmen.
Hier im Bord wird viel geredet, das immer nur der Preis entscheidend ist. Das mag bei großen Veranstaltungen sicherlich hinhauen, wenn man sagt, es geht (meisst) auf Kosten der Sicherheit. Zum Teil sicher auch auf Kosten der Qualität. Aber im Segment der Hobbymugger ( MUGGE = Musikalisches Gelegenheitsgeschäft) gibt es halt die tollen kandidaten, die tatsächlich (selbst gesehen) mit 2 Plattenspielerlautsprechern aus Zeiten des Sozialismus, 2 Kassettenrecordern anrückte, um ne Hochzeit zu "untermalen". Gegen diesen Menschen bin ich aus dem Rennen geflogen. Was der Punkt ist, er fuhr von Berlin nach Waren / Müritz, für !!!! 50 € !!!!.
Das rechnet sich nichtmal für einen noch so armen Sozialhilfe oder was-weiss-ich-Empfänger. Das ganze natürlich am Fiskus vorbei. Ich bekam dann auch prompt 3 Tage später den Anruf, nach dem Motto, hätten wir mal...
Solange solche Typen mit solchen Mitteln auch nur den kleinsten Auftrag bekommen, den sie zwangläufig nicht Qualitätsgerecht erfüllen können, und dafür auch nur einen Pfennig (cent) bekommen, werden Sie Ihr altes Zeugs behalten, so wie mein Vorredner es schon bemerkt hat. Nur, wenn sie mitbekommen, das es unterm Strich nix bringt, alles um jeden Preis machen zu wollen, werden sie ins Überlegen kommen. Dann kann (muss nicht) der Punkt erreicht werden, wo diese HKS für sich selber einen Punkt erreichen, wo die Schwelle ins "heute" überschritten wird, und der die Hamsterkäfige der Bestimmung übergibt.
Da muss man Sie ranführen. Da hilft alles meckern über Anlage usw. nicht. Just in dem Moment, wenn sein erstes "teures Mikro" im Eimer ist, weil einer der Gäste im Kabel hängen blieb, und die Flugbahn zufällig im offenen Teil eines Bierglases endet, wird er beginnen nachzudenken.
Betriebswirtschaft gepaart mit einigen Sicherheitsaspekten könnten uns das Leben schon etwas leichter machen.
Das Problem an sich ist auch nicht, das er da für 50€; ne miese Show abgeliefert hat, vielmehr ist das Problem, das die leute nur den Preis im Kopf behalten. Wenn du die (durchaus) nette Braut besagter VA heute fragst, was Ihr denn nicht gefallen hat, Sie wird es Dir nicht sagen können.
Sie wird sich zur blechernen Hochzeit ( 5 Jahre Leben aus Konservendosen) nur an den Preis errinnern.
Und schon kommt unsereins, das irgendwann den Schritt aus der Nebenberuflichkeit des HKS heraus gewagt hat, in die Bedrängnis.
Haste ne miese Auftragslage, zumeist Januar und Februar, freust du dich richtig über die Anfrage, und teilst freundlich mit, Klar ich komm mit ner kleinen Anlage, ein bissel Licht und richtig guter Unterhaltung. Macht 400 €. Da kommt zwangsläufig von der anderen Seite der Satz: " Also, der das letzte Mal gemacht hat, war aber viiieeeel billiger.
Und Zack, Du bist unter Druck, machtes billiger, versauste den Markt, hast aber was zu beissen. Machstes nicht, findet sich ein HKS.
Weil, unsereins kann direkt nichts tun, ausser hoffen, das andere merken, das Geiz nicht immer Geil ist....... Leider