Hej beisammen,
vielen Dank für euere Antworten -- und sorry, dass ich mit meiner Antwort auf mich habe warten lassen; ich bin euch ein Update schuldig. Ich möchte dazusagen, dass ich nicht wirklich versiert bin in PA-Dingen, weswegen dieser Post nicht als Expertenmeinung anzusehen ist -- ich hoffe trotzdem, dass er anderen, die vor der gleichen Entscheidung stehen, ein wenig helfen kann.
Wir hatten uns für die Selecons entschieden, und über Weihnachten hatte ich die Möglichkeit, einem (rein subjektiven) Vergleich mit unseren alten Ultralites zu versuchen. In der Lichtleistung, die ich als größtes Manko der o. g. Ultralites (ULQ10FRN) wahrgenommen hatte, besteht sich ein kleiner Unterschied (zugunsten der Selecons), den ich persönlich allerdings kaum von der unterschiedlichen elektrischen Leistung trennen kann [1kW vs. 1,2kW] (wobei die Verbesserung aber auch damit zusammenhängen könnte, dass wir mit den neuen Scheinwerfern auch die Stromversorgung auf Vordermann gebracht und einen neuen Dimmer eingesetzt haben :wink: ).
Der wesentliche Unterschied, der aber dafür um so massiver ins Auge fällt, ist in der Konstruktion und Verarbeitung -- beim Selecon merkt man einfach, dass sich jemand Gedanken gemacht hat. Ich bin bei weitem kein Experte, aber folgende Dinge sind mir aufgefallen:
- Der Spielraum im Abstrahlwinkel ist bei den Selecon-Modellen wesentlich größer als bei den Ultralites (der Unterschied ist so groß, dass ich einen Ultralite bei Gelegenheit mal aufmachen werde und schauen, ob ich nicht irgendwas falsch gemacht hab beim Lampeneinbau: Auf die beworbenen 14-50° [Selecon: 7-50°] kommt unser Modell nie! Der Selecon dagegen funktioniert im ganzen Bereich problemlos und hat als Gimmic auch eine Einstellskala)
- Bedienung: Der Schlittenmechanismus funktioniert weich und ohne Ruckeln (gaanz anders als bei den Ultralites), bequem großer Griff an der Rückseite (der gleichzeitig als Kabeltrommel dienen kann).
- Lampenwechsel gelingt bei den Selecons superbequem (da die untere ganze Hälfte des Scheinwerfers ausklappbar ist [was gleichzeitig das Netz trennt]) und ohne Werkzeug (da Schnappverschluss, bei Ultralite: winzige Schraube).
- Während die Ultralites immer einige Zeit auf voller Leistung draußen "ausstinken" mussten, funktionierten die Selecons out-of-the-box
- Das Modell von Selecon bringt ein eingebautes Safety mit, was recht hilfreich ist, und IMHO funktionieren auch die Torblenden besser (überhaupt ist der ganze Mechanismus vorne zum Arretieren der Farbfolien wesentlich vertrauenserweckender)
- Meines Erachtens ist der Lichtkegel der Selecons ein winziges Bisschen gleichmäßiger, aber ganz sicher bin ich mir nicht. (hatte mir eigentlich vorgenommen, die beiden Modelle mal gegen eine weiße Wand zu richten und ein Photo hier zu posten, was ich leider verpeilt hab -- beim nächsten Mal!)
Langsam kapiere ich, warum drüben im PA-Forum so oft auf "amtlichem" Material bestanden wird -- wenn ich professionell den ganzen Tag mit den Ultralites hantieren müsste (was ich als Laie zum Glück nicht muss), würde ich glaub ziemlich die Krise kriegen. Nein, ich bin nicht Selecon-Vertreter geworden :wink: (aber es fehlte nicht viel).
Natürlich ist das alles ein sehr subjektiver Eindruck, und auch nur ein Vergleich zwischen zwei Modellen. Ob der Preisunterschied damit gerechtfertigt ist, ist natürlich eine völlig andere Frage -- die Ultralites machen auch Licht, und in vielen Fällen werden die genannten Punkte unerheblich sein weil der Preis der Selecons halt doch recht hoch ist (schließlich kosten die Selecons das doppelte) und sich das nicht bezahlt macht. (In unserem Fall lohnt es sich auch nur, weil wir die Selecons von Zeit zu Zeit an andere Gemeinden verleihen werden -- mal schauen, wie sie sich da bewähren [wobei ich ganz wesentlich optimistischer bin als bei den Ultralites])
Ich persönlich werde (die Fresnels von) Ultralite versuchen zu meiden -- Was andere Modelle angeht, habe ich natürlich keinen Vergleich. Die Grivens würde ich aber auch gern mal ausprobieren (falls jemand mit denen Erfahrung hat, würde ich mich über einen Post riesig freuen), die wären ein möglicher Kompromiss, ebenso die Arris:
Zitat von "ewok"Ein Arri hat die Fläche ausgeleuchtet, für die ich sonst 2 (stärker fokussierte!) Lampen nebeneinander gebraucht habe und war gefühlt noch heller dabei!
Wow :shock: Ich glaub ich muss mal unseren Händler überzeugen, mir ein Paar Arris auszuleihen
Cinelight finde ich persönlich ein Bisschen schwierig. Deine Photos sehen auch sehr cool aus, danke dafür! Überhaupt gefällt mir die Idee, noch einen freistehenden Scheinwerfer mit einem eigenen Stativ zu haben -- mal schaun, was das Budget dieses Jahr hergibt ...
Ok, soweit -- vielen Dank für euere Infos und alles Gute fürs neue Jahr!
-JR