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  2. bernd häusler

Beiträge von bernd häusler

  • Kling & Freitag Gravis 12 und Scena 15 und so weiter...

    • bernd häusler
    • 30. August 2011 um 09:59

    klick

  • passiv getrennt, aktiv entzerrt - falsch gemacht

    • bernd häusler
    • 30. August 2011 um 09:55

    Moin,

    klickt Hier und macht Euch Gedanken, warum der HT (HochTöner) um 500Hz klirrt.

    Zitat von "blitzfritz"


    Insgesamt stellt sich da dann natürlich auch die Frage, ob der Ausstieg von Martin Kling etwas mit der klanglichen Produktqualität zu tun hat - alle Produkte die nach seinem Ausstieg auf den Markt gekommen sind, können meiner Meinung nach nicht den hohen Standard halten...

    wobei sich mir die Frage aufdrängt, ob an der Gravis12 überhaupt ein Lautsprecherentwickler beteiligt war.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 29. August 2011 um 22:55

    Moin,

    danke Mattias für die Tabellen :D

    @ ralle14:

    Zitat von "ralle14"

    Weshalb der CB18S mehr SPLmax schaffen sollte, will sich mir nicht ganz erschließen. SPL(f)=Sd*Xmax? Daran ändert sich ja nunmal garnichts.

    hmm, Ralle, das wirst Du wohl selbst simulieren müssen, damit ist es dann relativ einfach zu begreifen. Beide Varianten, also CB18 und auch CB18S überschreiten bei 110V unterhalb von 50 Hz den maximalen Hub des Chassis, und sind dort gleich laut. Der CB18S hat jedoch die doppelte Impedanz, man kann also 2 Stück an eine Endstufe hängen, die sonst nur einen CB18 betreiben kann. Mit meiner Messung auf der ersten Seite habe ich gezeigt, daß die Spezialschaltung den vermeintlich festen Zusammenhang zwischen Hub und Klirr aufhebt, der SD12 klirrt bei gleichem Hub deutlich weniger, als das unbeschaltete Chassis im selben Gehäuse.

    Zitat von "mattias bost"


    Biste sicher, daß dein favorisierter Amp bei zwei CB18S mit 2,5KW nicht dicke Backen macht?

    Wenn man beim Amp für zwei CB18S anfängt an 4ohm (in Brücke) zu denken, dann muß man bei zwei CB18 auch über 2ohm (in Brücke) sprechen ;-). Und die Blindleistung?

    Zitat von "mattias bost"


    Bezüglich einer Quantifizierung der "thermischen Entlastung", würde dir ein auf Qe 0,5 entmagnetiesierter 18NLW9600 als "Negativbeispiel" (mehr thermische Belastung) entgegenkommen? Das sieht vom relativen F-Gang her recht ähnlich einer realen CB18S aus.

    Ja, so sollte sich bei ansonsten gleichen Eigenschaften zeigen, daß eine CB in Spezialschaltung die kühlere Schwingspule im Vergleich zu einer konventionellen CB hat.

    Viele Grüße, Bernd

  • Kling & Freitag Gravis 12 und Scena 15 und so weiter...

    • bernd häusler
    • 29. August 2011 um 10:28

    :lol: ...der arme HT ;)

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 28. August 2011 um 17:30

    Moin,

    @ SRAM: Ich werde mich nicht respektlos Dir gegenüber zeigen. Mein Respekt gebietet, Dir weder die Dimensionierung des resistiven Bauteils eines Lautsprechers in Spezialschaltung detailiert vorzurechnen, noch Dich auf das Niveau eines Praktikers runterziehen. Falls Dir die Parameter zur Berechnung fehlen, dann frage bitte nach.


    Zitat von "mattias bost"

    Ach ja, Achtung: Wenn von Leistung gesprochen wird, ist IMMER die WIRKLEISTUNG gemeint.

    Das ist sicher ein Mangel bei der Untersuchung der Resonanzstellen in Bezug auf Klirr und/oder Resonanzgüte, und der daraus resultierenden Linearität der abgegebenen Schall-Leistung. Sicher gebe ich gerne Arbeit ab, doch die Messungen muß ich schon selbst machen, da bin ich mit meinem Anteil gerade sehr säumig. Den Wunsch nach, über Widerlegungsansätze hinausgehenden, Simulationen werde ich mir daher bis zur Veröffentlichung der Messung verkneifen ;)

    Viele Grüße,

    Bernd

  • schon wieder Bühne eingestürzt: Pukkelpop Belgien

    • bernd häusler
    • 27. August 2011 um 11:51

    Moin,

    Danke für die konstruktiven Beiträge

    "weil wir unsere Hausaufgaben gemacht haben", eben darum geht es, Hausaufgaben machen. Was der Techniker zu machen hat - und was nicht, das wird im jeweiligen Sicherheitskonzept stehen müssen, ebenso die Auslegung der verwendeten Konstruktionen.

    Und ich bleibe bei meiner persönlichen Ansicht, ein Zelt muß wie ein fester Bau ausgelegt sein, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, daß es Probleme mit örtlichen Winden gibt. Dabei bin ich mir durchaus im Klaren, daß dies ein Umgang mit Statistik ist, wie das komplette Baurecht.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 26. August 2011 um 17:13

    Moin,

    @ Mattias Bost: zum Einbau des Widerstands gibts ein reales Foto: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=83196&p=695841#p695841

    Wie der Selbstbauer das realisiert ist seine Sache :wink:

    Deine Berechnung ist richtig, keine thermischer Vorteil bei gleichem Chassis und Box, das habe ich nie für diesen Ansatz behauptet. Deine Betrachtungen zur Leistung zeigen, daß die Endstufen nie überlastet werden, sofern man die jeweilige minimale Impedanz des Lautsprechers bei der Auswahl der Endstufe beachtet hat. Ja, zieht mehr Leistung, aber das interessiert weder mich, noch den Anwender, noch die Endstufe, OK? ;)

    Was ich vermisse, ist Deine klare Aussage zur jeweils einzukaufenden Endstufen-Nennleistung. Das ist, wie Du schon richtig erwähnt hast, durchaus verknüpft mit dem Thema Headroom. Und der Headroom ist verknüpft mit der Frage bei welchen Frequenzen man den bekommen kann, und wo man den gerne hätte, oder ob man was damit anfangen kann.

    Was ich auch vermisse, ist der Vergleich einer CB, gebaut mit passendem Chassis-Q, gegenüber einer CB in Spezialschaltung (niedriger Q+Widerstand). Das ist der Weg zur kälteren(!) Schwingspule. Bei gleicher(!) Endstufen-Nennleistung UND gleicher(!) entnommener Endstufen-Leistung

    Letztendlich läuft das natürlich auf anwendungsbezogene Überlegungen heraus, doch ohne diese Überlegungen kann man den Nutzen von technischen Maßnahmen nicht beurteilen. Dazu meine Statements:

    Endstufe:
    Hier interessiert mich was ich bezahlen und schleppen muß, um die Lautsprecher sinnvoll nutzen zu können, und nicht was intern für Leistungen anliegen.

    Headroom:
    Für meine Arbeit brauche ich ein Beschallungssystem, das sowohl linear ist als auch im kompletten Frequenzband durchgängig den gleichen maximalen Schalldruck erreicht. Hier muß ich mich in der Beschallungspraxis an der Frequenz mit dem geringsten erreichbaren Maximalschalldruck orientieren. Hierbei ist der Klirr entscheidend, jedoch dürfen thermische und mechanische Grenzen niemals überschritten werden. Beim CB18 UND beim CB18S ist die mechanische Grenze in gleichem Maße die Auslenkung bei 50Hz, daß der CB18S dabei weniger klirrt und vermutlich sogar gegenüber der Simulation weiter auslenkt als der CB18 muß ich noch zeigen.

    Thermische Schwingspulenbelastung:
    http://www.youtube.com/watch?v=XCd6MHlo_iA
    http://www.youtube.com/watch?v=5FVF9vRLyVc
    http://www.youtube.com/watch?v=tPwni7yvSQc
    3 gute Gründe NICHT eine gewöhnliche CB mit passendem Chassis-Q zu bauen (oder Lochboxen), sondern auf CB mit viel BL in Spezialschaltung zu setzen.


    Für mich ist die Wahl klar, die Spezialschaltung (niedriger Q + R) ist der einzige Weg überlegen leistungsfähige PA-Lautsprecher zu bauen.

    Viele Grüße, Bernd

  • schon wieder Bühne eingestürzt: Pukkelpop Belgien

    • bernd häusler
    • 26. August 2011 um 15:02

    Moin,

    @ andi.bt: Dein Beitrag enthält nicht einen einzigen Vorschlag zur Verbesserung der Sicherheit bei Veranstaltungen :roll: . Ein Veranstalter kann sich nicht auf die ersten 3 Lehrsätze aus der Katastrophenschutz-Ausbildung zurückziehen: "duck, cover ..and wait". Ebenso kann sich ein Baustatiker nicht auf den Satz zurückziehen: "das Wetter gewinnt immer".

    Ich mache mich MIT SICHERHEIT nicht strafbar, wenn ich Menschen in ein Gebäude schicke, das nach den gültigen Bauvorschriften für feste Bauten errichtet wurde, und diese Bauvorschriften gelten in Deutschland für jedes Gebäude, das Menschen behausen kann. AUSDRÜCKLICH auch für fliegende Bauten wie Zelte, ohne wenn und aber.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 25. August 2011 um 23:58

    Moin SRAM,

    Deine UR-Betrachtung in Deinem allerersten Posting hier im Forum, und Deine UR-Simulationen später waren durchaus richtig. Nur der Schluß daraus war falsch. Du konntest allerdings nicht wissen, daß Finn Hoffmanns URPS vor allem deswegen haushoch überlegen war, weil UR auch ohne superprogressive Spider absolut DC-Displacement sicher ist. Das wusste damals eben niemand, was DC-Displacement ist, und welche Folgen das nicht nur für BR hat. Dann kam ich mit meinen Collaps-Problemen. UXL 10SB Andreas (aus Graz?) oder Hägar? hat ganz versteckt den entscheidenden Hinweis auf die völlige DC-stabilität des Örpz gegeben.
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=61&t=30844&p=311443#p311443
    Damit kam ich weiter. Seitdem gibts DC-Displacement hier im PA-Forum.
    Dem Vorschlag in Deinem ersten PA-Forum-Posting, daß eine CB-Resonanz besser mitten im Übertragungsband läge weil das ökonomischer ist, kann ich nun dank erheblicher Fortschritte in der Chassisentwicklung folgen. Wegen meinen Postings zum DC-Displacement, und in kausaler Folge auch zum URPS, wurde ich oft verspottet. Heute ist das Thema DC-Displacement auf der Homepage zweier weltweit bedeutender Chassishersteller auf der ersten Seite. Und beide können wirklich DC-sichere Chassis bauen.

    Und wenn Du nicht bald erkennst, daß Finn Hoffmann UND Du einen Riesenanteil am CB18S haben, dann bin ich echt verärgert.

    Dennoch, Danke für die vielen Tipps in den letzten Jahren!

    Viele Grüße, Bernd

  • AD-Systems 10th Anniversary Party am 01.09.2011

    • bernd häusler
    • 25. August 2011 um 23:12

    .

  • AD-Systems 10th Anniversary Party am 01.09.2011

    • bernd häusler
    • 25. August 2011 um 22:34

    .

  • schon wieder Bühne eingestürzt: Pukkelpop Belgien

    • bernd häusler
    • 25. August 2011 um 22:06

    Moin,

    Zitat von "billbo"

    Es tut sich also durchaus etwas.

    ja, es hat sich durchaus was getan, durchweg in die sichere Richtung. Auch das Pukkelpop bestätigt das, trotz allen Unglücks. Der Anteil stehengebliebener Bauten ist tatsächlich beachtlich. Allerdings darf das Schauen und Dazulernen nie aufhören. Das Kostenargument finde ich widerlich, und falsch obendrein. Die klügere Konstruktion hält mehr aus, und kostet weniger, gerade deswegen sollte man meiner Ansicht nach die stehengebliebenen Bauten des Pukkelpop ganz intensiv untersuchen - auch im Hinblick auf die Kosten: Waren die teurer?

    Was eigentlich jeder weiß hat sich allerdings noch nicht ganz durchgesetzt: Wo auch nur die geringste Möglichkeit zur Bildung eines Wassersacks besteht wird er sich bilden, immer und wiederholbar. So geschehen mit der Traversen/Segelkonstruktion, beim Pukkelpop "Podium" genannt, manchmal wegen der Nähe zum "Boiler Room" auch so. An sich eine sehr intelligente Konstruktion, leichte geformte Segel, schön verspannt, tatsächlich überall Dachneigung, sicher völlig ausreichend bei Nieselregen. Allerdings nicht genug Neigung für den dortigen Wolkenbruch. Das war zuviel, die Dachneigung ging durch die Last der Wasserschicht verloren, ein Wassersack bildete sich, eine einzige Traverse brach, der Rest stand prima. Die Verspannungen haben gehalten, es war nicht primär der Sturm. Diese Konstruktion braucht also nur etwas mehr Neigung, und die Menschen können sich auch bei üblem Gewitter sicher drunter stellen. Kostet die Neigung was? hmmm, vielleicht 2 Meter höhere Tower, wenn man die minimale Höhe darunter nicht verlieren will? Der Gewinn wäre groß: Sicherer Unterstellplatz, ein Bereich in den man das Publikum evakuieren kann?

    Ich weiß echt nicht wie Ihr Euch das vorstellt, mit der Evakuierung eines ganzen Festivals...

    Da kann man gleich durchsagen: "Jetzt wirds scheiße, Ihr wärt besser nicht hier her gekommen"

    Räumen kann man ganz sicher den Gefahrenbereich um eine Bühne, sogar sehr kurzfristig, und am kurzfristigsten mit der Durchsage: "Wir brechen ab, die Bühne könnte einstürzen, geht sofort weg von der Bühne, da hinten ist ein Segeldach, das hält Euch trocken und ist stabil."

    Das hilft natürlich der Backline von Deep Purple garnichts ;)

    Viele Grüße,

    Bernd

  • AD-Systems 10th Anniversary Party am 01.09.2011

    • bernd häusler
    • 25. August 2011 um 20:46

    .

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 25. August 2011 um 20:12

    Moin,

    @ Mattias Bost: Das mit der sauberen Sprache ist völlig richtig, das ist schwierig. Schnell mischen sich unsauberer Ausdruck, Mißverständnisse und Vorurteile zu massenhaft wiederholtem Unsinn. Anders "ticken", nun, ich dimensioniere Endstufen (als gekauftes Gerät betrachtet :wink: ) eben sinnvoll... Ich entwickle Beschallungsanlagen als Gesamtkonzept, und dafür muß man einen "Tick" haben :D .
    Aber genauso wie die Wahl der sinnvollen Endstufe ist auch der Lautsprecherbau lediglich Ingenieurskunst, jedenfalls soweit man das in Schrift und Grafik mitteilen kann.

    Zitat von "mattias bost"

    Vereinfacht würde dein Ansatz so gehen, daß du mittels Vorwiderstand eine Frequenzgangkorrektur samt "Leistungsbegrenzung" für ein Gesamtsystem AMP/Box machst. Um nen Amp nicht zu überforden, läßt du ihn in einigen Frequenzbereichen mehr Widerstand sehen als ein reines Chassis, dort wo du vorrangig Spannung mit wenig Strom brauchst (Grundreso) spielt der Vorwiderstand fast keine Rolle. Als Systemgedanke durchaus sinnvoll.

    , denn bei gleichem Lautsprecher (gemeint ist hier eine CB mit niedriger Einbaugüte) reduzieren sich die Endstufenkosten durch Vorschalten eines Widerstandes.

    Zitat von "mattias bost"

    Entzerrt man in ner aktiven Lösung den Frequenzgang UND limitiert VOR dieser Entzerrung, so wird der nachgeschalteten Endstufe insgesamt weniger Leistung entnommen werden (weil nix im Vorwiderstand verbrät). Die Limitierung VOR der Entzerrung führt dazu, daß die Maximalpegel genau deiner CB18S entsprechen können. Die Entzerrerwerte kann man schön meiner Tabelle, vierte Spalte, Diff CB18 zu CB18S entnehmen, der Limiter müßte so eingestellt werden, daß HINTER dem Amp auf der Grundreso 103V (110V - 0,6dB) rauskommen. Dann wären beide, aktive entzerrte und limitiere CB18 mit der einfachen CB18S Lösung im Pegel gleich. Der Amp, ich wiederhole mich, muß dafür aber INSGESAMT weniger LEISTUNG aufbringen.

    Der Amp ist aber dennoch teurer. Denn der Amp muß die niedrige Impedanz treiben können, aber trotzdem die hohe Spannung liefern. Also muß man leider einen Amp mit doppelter Leistungsangabe kaufen.
    Sicher ist die Leistung an der Endstufen-Ausgangsklemme etwas geringer. Bei einer Class AB Endstufe (feste Railspannung) die 110V liefern kann entscheidet der Aussteuerungsgrad UND die Lastimpedanz über die Verlustleistung an den Transistoren. Niedrigere Aussteuerung bei gleichzeitig niedrigerer Lastimpedanz verringern hier die Verlustleistung nicht. Zudem, wo kein Problem ist muß man auch Keines lösen. Wenn man in beiden Fällen die gleiche Dimensionierungsregel anwendet, haben die Endstufen in beiden Fällen kein Problem.

    Zitat von "mattias bost"

    Nu kommt der PA-Pegel-Mensch bei mir durch. Der möchte gern möglichst wenig Kiste schleppen und wird den 18NLW9600 nutzen wollen. Er wird nicht auf die Absolutpegelreserven oberhalb 70Hz (bis zu 6dB! bei 220Hz) verzichten wollen. Also wird dieser "nur" entzerren und holt dann mehr raus. Je nach Limitierung und Entzerrung dann mit dem Restrisiko von Powercompression, aber nicht vergessen, er holt mehr Spitzenpegel.

    Beim CB18S kam mir durchaus der selbe Gedanke. Ich werde auch niemandem vorschreiben wie er hier zu ticken hat. Wenn jemand mehr Geld für die Endstufe ausgeben möchte um einen CB18 unten entzerrt betreiben zu können UND die um 220 Hz möglichen 6dB Headroom nutzen möchte soll er das tun.

    Beim 12" TMT habe ich die Klirr-Reduktion gezeigt... ...hier wäre das offensichtlich unklug, zumal der Headroom hier auch mit dem Widerstand noch über 4 dB ist.

    Ich habe sehr viele Konzerte auf sehr vielen Anlagen gemischt. Was mich sehr stört ist, daß wirklich alle "herkömlichen" Anlagen nur auf "Vorzugsfrequenzen" wirklich sauberen Pegel abgeben. Bei BR ist das eine einzige Frequenz, bei Martinbins/ELIs im Mindeststack gibts volle Kanne erst ab 70 Hz. Nur so als Beispiele ;-). Jeden Tag aufs neue passt man das Sounddesign seiner Band an die örtliche PA an, jedesmal ein Abenteuer, und manche Spezialmehrfachresonatoren klingen einfach nur nach sich selbst. Ich empfinde es als ein wahres Vergnügen Lautsprecher zu benutzen, die prinzipbedingt keine "Vorzugsfrequenzen" haben. Auf kleine Bereiche beschränkten Headroom braucht kein Mensch. Soweit zum Lautsprecher als Werkzeug für Livemischer.

    Konserve brauch erst recht nirgendwo besonderen Headroom, alles 0dBFS - flat.

    Ich habe den CB18 lange genau nach dem Vorschlag vom PA-Mensch Mattias Bost betrieben und wie hier im Forum duzendfach zu lesen sehr viel Spaß dabei gehabt. Stur gefiltert habe ich nicht, im Kanal vielleicht, und bei Konserve manchmal, je nach VA-Sounddesign. Aber eigentlich ist selbst der "nackte" F-Gang des CB18 subjektiv schon sehr linear (keine Resonatorstörungen). Ich persönlich denke nicht, daß ich den Headroom der zwei CB18 am großen Amp jemals vermisse, wenn ich mit den zwei CB18S am kleinen Amp rausgehe. Wenn ich was vermisse, dann ist das nur mit 4 CB18S (bzw. mit den neuen CB218S) am großen Amp zu lösen :wink: :wink:

    Zitat von "mattias bost"

    Auch den Geldknauser kann ich mir vorstellen. Schaut der sich die wirklich nur notwendigen Leistungen für das Chassis an und will nur den Maximalpegel einer CB18S erreichen, stellt er fest, daß er bei gleicher wie oben genannter Vorgehensweise (entzerren + begrenzen) eine KLEINERE Endstufe braucht, da diese ja nicht im niederimpedanten Bereich des Treibers voll ausgefahren werden wird. Er kann gar billige vom "t" mit schlappen Netzteil nehmen. Bei den tiefen Frequenzen wird merklich weniger Strom gebraucht, bei den höheren hilft dann das sich verteilende Stromziehen aus beiden Elkoseiten.

    Eben, zwei CB18S laufen an der meistverkauften Endstufenkategorie 2*750W@4ohm /2*760W@2ohm :D Die für zwei CB18 sinnvolle Endstufe will man dann schon wegen des Gewichts in der Leichtbau-Kategorie haben, das kostet..., in klassischer Bauweise wiegen 3kW über 30kg.

    Zitat von "mattias bost"

    Es ist aber nicht haltbar, daß die thermische Belastung der Treiber in ner CB18S bei GLEICHEN Maximalpegeln geringer als in ner CB18 sind (eine deiner Kernaussagen). Das gilt nur, wenn in beiden Fällen die Amps gleiches Signal sehen und man das mehr an Schalleistung der CB18 NICHT berücksichtigt.

    Genau das ist der Inhalt des unglaublichen Mißverständnisses hier im Thema. Ich habe dargelegt, daß, und wann bei einem Lautsprecher in Spezialschaltung eine thermische Entlastung eintritt, und was die Spezialschaltung ist. Daß man hier im Forum Gegenwind bekommt ist sehr wertvoll, wenn mit dem Wind auch technische Überlegungen herrangeweht kommen. Sonst ist es tumbe Ketzerei. (Satz gelöscht, da beleidigend)

    Also, ich habe nie behauptet, daß ein Vorwiderstand die Spule kalt macht, (wers nicht glaubt muß ALLES nochmal lesen):
    Gewöhnlich konstruiert man geschlossene Lautsprecher auf einen Einbau-Q von etwa 0,7-1. Hat man einen solchen Lautsprecher, dann ist da ein Chassis mit sagen wir mal QTS 0,6 eingebaut. Jetzt ermitteln wir die thermische Belastung der Schwingspule, und stellen fest: das wird ordentlich heiß.

    "Spezialschaltung" bedeutet nun das Chassis rauszureißen, und ein Chassis mit weit kleinerem QTS einzubauen, welches allerdings die gleiche Freiluftreso, Mms, etc. hat. Also z.B. einen QTS von 0,3. Jetzt passt zwar die Einbau-Güte nicht mehr, doch in Spezialschaltung kommt ein Widerstand davor, dann stimmts wieder. Diese Schwingspule bleibt bei gleichen sonstigen Eigenschaften des Lautsprechers weit kälter!

    Die kleinere Endstufe klappt so allerdings nicht :D

    Zitat von "mattias bost"

    Einer weiteren Kernaussage bleibst du die Nennung eines Beispieles schuldig, nämlich der, daß eine Verstärkung des Antriebes (+ Vorwiderstand) eine thermische Entlastung darstellt.


    ===>>> http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=83196&p=692321#p692321!


    Das nächste mal lasse ich ganz einfach alle praktischen Beispiele, reale Chassis und reale Kisten weg, und erkläre das trocken, dann gibts weniger Verwirrung. Ich habe eben keine einzige gewöhnliche CB, nie gehabt...

    Den SD12 habe ich gleich in Spezialschaltung entwickelt, und beim CB18 stand zunächst die weltweit einzigartige Langhub-Konstruktion des 18NLW9600 im Vordergrund. Daß der CB18 einen Einbau-Q von etwa 0,5 hat war mir über Jahre egal. Wenn ich ehrlich bin habe ich den CB18 vor allem deswegen zum CB18S "umgebaut" um hier im Forum den vermeintlich riesigen Endstufenbedarf der Spezialschaltung zu widerlegen. Daß ich jetzt ganz real umgebaut habe liegt daran, daß ich das überprüfen wollte. Und bitteschön, ich werde nie eine "gewöhnliche" PA-CB bauen, das wäre Blödsinn.

    Zitat von "mattias bost"

    ...bitte (alle) nicht als "Gegenhalten"...

    Bitte auch meinen Beitrag nicht :wink:

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Notausgänge alte Turnhalle

    • bernd häusler
    • 24. August 2011 um 22:17

    Moin,

    zu aller Erst würde ich Kontakt zur örtlichen Feuerwehr aufnehmen, die haben immer gute Tipps, und beschäftigen sich sehr viel lieber mit lebendigen freundlichen Menschen, als mit Unglücksopfern. Bestellt und bezahlt eine oder zwei Brandwache(n) ;) . Ein gewissenhaftes Sicherheitskonzept ist weit wertvoller als ein paar Zentimeter ...aber: Eine Tür von nur 86cm neigt bei Panik extrem zum Verstopfen. Eine größere Tür kostet ja nicht die Welt.

    Und noch ein Tipp: Benutzt den Notausgang als alleinigen Auslass und Zugang zur Raucherecke, dann kennen die Besucher den "Not"-Ausgang schon wenn was schiefgeht. Lasst Euch auch für die dritte Tür irgendwas einfallen, Schnaps/Glühweinausschank mit ein paar Stehtischen draußen? Das hilft bei einer tatsächlichen Räumung weit mehr als das hellste Schild, und verhindert auch, daß irgendwas in den Weg gestellt wird.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 24. August 2011 um 20:21

    Moin,

    die Resonanzen schiebe ich mal auf.

    ich habe jetzt schon 108 mal geschrieben, daß sich an Beispiel des Umbaus CB18 zum CB18S die Halbierung der nötigen Endstufen Nennleistung deutlich zeigen lässt, und das auch zum wiederholten Mal gezeigt. Aber ich machs gerne nochmal, das ist einfach zu schön ;)

    Also, wir haben den CB18, davon nehmen wir 2 Stück, für den realistischen Bezug.
    Dann haben wir zwei CB18S, die sind identisch, bis auf den Widerstand.

    Wir wollen mit beiden Päärchen gleich laut bei gleichem Frequenzgang beschallen.

    Wir haben eine RAM R1500, die schalten wir auf Brückenbetrieb, und schließen die beiden parallel geschalteten CB18S an - und messen den Frequenzgang - bei 110V, der Spannung die uns die gebrückte RAM maximal zur Verfügung stellt. Die RAM liefert uns nun 110V klaglos in die 8ohm der parallelgeschalteten CB18S. Wir erhalten den schwarzen Frequenzgang:

    Im Forum lesen wir, daß Filtern besser sein soll ;) . OK, jetzt nehmen wir die beiden CB18 ran, schon aus der Simu wissen wir: Die sind garnicht linear, wir müssen filtern (graue Kurve). Naja, bei 50Hz sind die CB18 genauso laut an 110V, das ist doch ein guter Startpunkt. In der Simu sehen wir, daß wir nur absenken müssen, die 110V werden also immer reichen. Wir können rechnen: Ein CB18 hat 8ohm, also haben 2 Stück parallel 4ohm.

    Mist, RAM Audio gibt die R1500 nicht für den gebrückten Betrieb an 4ohm frei, also muß jeder CB18 einen eigenen Kanal bekommen, das geht. Haben wir dann die 110V, damit es bei 50Hz genauso laut wird, wie mit den CB18S ???? NEIN !

    Also schauen wir im Lager, schön, die Camco Tecton 28.2 ist gerade da, die macht gebrückt auch 110V und ist speziell auf den niederohmigen Betrieb an 4ohm in Brücke ausgelegt. War ja auch viel teurer als die RAM. Nach etwas Filterei sind wir am Ziel, die Kurve ist gleich der schwarzen von den CB18S, das Groupdelay auch, und ebenso der Hub. Die 110V brauchen wir tatsächlich. Ist es lauter? NEIN ! Ist irgendwas besser? NEIN ! Einfach nur eine größere und teurere Endstufe...

    Was soll da jetzt der Vorteil sein, die spinnen im Forum, ich benutze doch nicht die teure Camco für nur zwei Bässe? Schon garnicht wenn da nicht mehr rauskommt, als aus den 2 CB18S an der RAM? Labertaschen, aber es ist ja nicht ihr Geld, und bekommen tun sie auch keins ;) Doch Moment, der Widerstand :shock: , das wird niemand begreifen... egal :D

    Also der Griff in die Bastelkiste, 2 Kühlkörper, 2 100W Widerstände, und schwupps haben wir 4 CB18S je 16ohm, alle 4 parallel macht dann 4ohm, das kann die Camco mit 110V, da lohnt es sich doch eine teure Endstufe mit 3kW Nennleistung. Welche Nennleistung hat nochmal die RAM R1500? 1500Watt, wie der Name schon sagt.

    Code
    Mögliche Kombinationen:
    
    
    
    
    RAM R1500:         1 CB18  je  8ohm 1P       8ohm²    110V  gebrückt      + 0dB
                       1 CB18S je 16ohm 1P      16ohm¹    110V  gebrückt      + 0dB
                       2 CB18  je  8ohm 1P+1P  8+8ohm¹     63V⁴ Einzelkanäle  + 1dB³
                       2 CB18S je 16ohm 2P       8ohm²    110V  gebrückt      + 6dB³
    
    
    
    
    Camco Tecton 28.2: 1 CB18  je  8ohm 1P       8ohm¹    110V  gebrückt      + 0dB
                       1 CB18S je 16ohm 1P      16ohm¹    110V  gebrückt      + 0dB
                       2 CB18  je  8ohm 2P       4ohm²    110V  gebrückt      + 6dB³   
                       4 CB18S je 16ohm 4P       4ohm²    110V  gebrückt      +12dB³
                      16 CB18S je 16ohm 8P+8P  2+2ohm²     63V⁴ Einzelkanäle  +20dB³
    
    
    
    
                                        ¹ Nennleistung der Endstufe nicht genutzt
                                        ² Endstufe voll ausgeschöpft
                                        ³ Bei Kopplung im Stack
                                        ⁴ Lautsprecher nicht ausgeschöpft
    Alles anzeigen

    Simulierts nach ;)


    Viele Grüße,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 24. August 2011 um 14:39

    Moin,

    Also, was haben wir denn bis jetzt sicher nachgewiesen:

    - weniger Klirr =>Messung erste Seite

    Wolfgang Klippel dazu in "Loudspeaker Nonlinearities – Causes, Parameters, Symptoms":

    Lektüre zu "Current Drive": http://www.essex.ac.uk/csee/research/…ent%20drive.pdf

    Es ist ja nicht so, daß die Wirkung der Spezialschaltung meiner Fantasie entspringt, aber sicher bin ich erst seit meiner Messung ;) Die Spezialschaltung stellt ja nur einen teilweisen "Current Drive" dar.


    -
     halbierung der nötigen Nennleistung der Endstufe, bei unverändertem Maximalpegel und Chassis =>Umbau CB18 auf CB18S

    -
     weniger thermische Kompression bei Verstärkung des Chassisantriebes und Wiederherstellung der gewünschten Güte mittels Vorwiderstand => http://www.lautsprechershop.de/hifi/aka_tief_tkomp.htm (Dank Mattias Bost wissen wir jetzt hochpräzise, daß die thermische Belastung ohne Verstärkung des Antriebs gleich bleibt.)

    Bis hierhin gibts keine Zweifel.


    Offen bleibt:

    - besseres Verhalten bei unvermeidlichen Resonanzen (reale Membrane) =>Sabbelbacke, Mattias Bost? AkAbak-Fähige?

    Zitat von "mattias bost"


    Man stelle sich ein Chassis mit ideal fester Membran und einer Güte gegen Null (unendlich starker Antrieb) vor. Dies wird in eine (unendliche) Schallwand eingebaut. Die Rückseite des Chassis wird einer "Schallbelastung" unterzogen.

    Szenario 1 mit unbeschalteten Polklemmen:
    Die Membran wird mitschwingen und gemäß ihrer mechanischen Verluste und Massenträgheit einen z.T. erheblichen Anteil Schalls von der Rückseite nach vorn durchlassen.

    Szenario 2 mit kurzgeschlossenen Polklemmen:
    Der extrem starke Antrieb ist in der Lage, nahezu die gesamte durch den rückwärtig einwirkenden Schall auf die Membran eingebrachte Leistung in elektrische Leistung umzusetzen und diese wird im Kurzschluß "verbraten". Das Chassis wirkt wie eine extrem niederohmige Wirbelstrombremse (gibt halt nur einen Wirbel.)


    ja,
    nun gibt es aber die "ideal feste Membrane nicht", Membranen haben eine nichtlineares Verschiebevolumen relativ zur Schwingspule, ...und Resonanzen, das klirrt auch beim Bremsen.
    Der reale Antrieb ist auch nicht linear, auch das klirrt auch beim Bremsen (auch der Membranresonanzen).


    Viele Grüße,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 24. August 2011 um 04:24

    Moin, das wird hart, Kaffee bereitstellen ...anschnallen, los ;)

    Zitat von "FF"

    Du hast es immer noch nicht verstanden, Bernd, denn die Simukurve in deinem letzten Beitrag ist so nicht korrekt, wie weiter oben bereits dargelegt wurde. Deine Schaltung ist ein Spannungsteiler, und bei gegebener Spannung kann es mit Schaltung nirgends lauter sein als ohne. Wenn du es schaffst, bei unveränderter Endstufe das gleiche Chassis mit Widerstand irgendwo lauter werden zu lassen als ohne, kannst du dich für Oslo anmelden. :wink:

    Doch, habe ich verstanden, halte jedoch den Ansatz für falsch und eben NICHT praxisbezogen. Ein Anwender kauft die Endstufe nach Bedarf, oder wählt die passende aus seinem Bestand. Es ist nicht klug eine Endstufe allein nach der Railspannung auszusuchen, ohne die Stromlieferfähigkeit, sprich Impedanztauglichkeit zu berücksichtigen. Letztendlich machen sich Preise für Endstufen an der entnehmbaren Leistung fest

    Dass du an der Endstufenleistung manipulierst, um die 3dB vermeintlichen Pegelgewinn untenrum darzustellen, ändert nichts daran. Wenn dein beschaltetes Chassis an einer Stelle 3 dB mehr Pegel bringt, verbrät es auch die doppelte Leistung und hat eine höhere Spulentemperatur. Mit, oder ohne Vorwiderstand.

    Ich manipuliere eben nicht an der Endstufenleistung, ich optimiere lediglich die Endstufenwahl. Ich habe das am Beispiel des CB18S bereits beschrieben. Will ich zwei unbeschaltete CB18 aktiv linearisiert betreiben, brauche ich eine Endstufe, die 110V an 4ohm liefern kann. Also muß ich eine Endstufe wählen, die je Kanal 1,5kW an 2ohm liefern kann, in Brücke dann 3kw an 4ohm. Habe ich dagegen zwei beschaltete CB18S, dann sind die von selbst linear. Natürlich brauche ich weiterhin eine Endstufe, die 110V liefern kann, denn nur so komme ich auf den gleichen Schalldruck am unteren Ende. Für das weitere Frequenzband nach oben brauche ich tatsächlich nie mehr als diese 110V ...und ich habe die doppelte Impedanz, statt 4ohm sind es 8ohm. Also kann ich eine Endstufe benutzen, die 110V an 8ohm liefert. Das sind 1,5 kW.

    Was kostet eine Endstufe mit 1,5kW? Was kostet eine Endstufe mit 3kW?

    Zum Thema Endstufe: wie ich oben gezeigt hatte, brauchst du im Frequenz-Bereich nahezu konstanter Impedanz eine Endstufe, die an 16 Ohm doppelt so viel Leistung bringt wie bei unbeschaltetem Chassis an 8 Ohm für den gleichen Pegel. Ich kenne keine Endstufe, die billiger wird, wenn sie an höherer Impedanz mehr Power liefern muss. Ja, du bist etwas "netter" zur Endstufe aufgrund der höheren Impedanz außerhalb der Einbaureso. Aber du forderst ihr auch die doppelte Leistung ab - nicht "nett", und nicht billig. :wink:

    Das könnte jetzt in eine Endstufendiskussion ausarten. Selbstverständlich ist eine Endstufe mit 2ohm tauglichen Kanälen und 1,5kW je Kanal deutlich teurer, als eine Endstufe mit nur 4ohm-tauglichen Kanälen und nur 750W je Kanal ;) . Ja, das Endstufen-Netzteil muß teilweise mehr Leistung an die CB18S liefern, aber die Verlustleistung an den Transistoren bleibt gleich ;) Ab Steckdose ist es nicht die doppelte Leistung

    Aus diesem Grund gibt es in diesem Forum schon 108 Themen mit der Frage: ist die Endstufe xy 2ohm tauglich, ich möchte da 2 ARLS in Brücke dranhängen... ...nein, xy ist nicht 2ohm tauglich, Du kannst da keine 2 ARLS in Brücke dranhängen... ...menno, dann muß ich ja eine voll teure Endstufe kaufen, und kann die mit 2 ARLS garnicht ausnutzen... ...tja, hättste zwei CB18S gebaut wärs jetzt bei der Endstufe billiger und mehr Druck wärs auch

    Bei der Einbaureso ist es völlig wurscht, denn da sieht die Endstufe mit oder ohne Schaltung (nahezu) die gleiche Last - was machen 5 Ohm Vorwiderstand in einem Spannungsteiler aus, wenn der Peak bei 50 oder 100 Ohm liegt - richtig, nahezu nichts? Da ist die Serienstreuung doch höher als der Vorwiderstand. Schaltung oder nicht ist der Endstufe bei der Einbaureso also belegbar egal!

    Richtig, Hauptsache 110V.

    Du wirst in der Summe keine Kombination aus einer von dir frei wählbaren Anzahl "Spezialschaltungs"-Subs und Endstufen finden, die im Vergleich mit der gleichen Anzahl unbeschalteter Subs an Endstufen gleicher Bauart den selben Pegel bringt, ohne dafür etwa das doppelte an Leistung zu ziehen...

    Schon wieder "ziehen", denke doch bitte mal nach, man kann nicht mehr ziehen als kommen kann. 2 Oktaven, 40-80-160. In der unteren Oktave ists egal, in der oberen Oktave "ziehen" die CB18S mehr Leistung, platt gerechnet die doppelte. Wieviel Mehrleistung wäre das bei rosa Rauschen über beide Oktaven? Schon platt gerechnet ist das keinesfalls das Doppelte ...und wen interessierts, die Spannung steht ja zur Verfügung, Anyway, beim CB18S sind die Endstufenkosten deutlich geringer, es ist in jedem Fall nur die Hälfte der Endstufen- NennLeistung zu installieren.

    Zum Clipping: meines Wissens ist das von der Eingangsspannung und der eingestellten Verstärkung abhängig, und steht damit in erster Linie mit den abverlangten Spannungen in Zusammenhang, nicht mit der Leistung. Das eine Endstufe unabhängig von der Last bei X Watt anfängt zu clippen, wäre mir neu. Mit Sicherheit ist aber das Clipping-Risiko höher, wenn du bei doppelter Impedanz auch noch die doppelte Leistung und doppelte Spannung abverlangen musst.

    Richtig, eine Endstufe clippt bei erreichen der Railspannung. Aber nur wenn man im einen Fall 3kW@4ohm, und im anderen Fall 1,5kW@8ohm hinstellt hat man die gleiche Railspannung zur verfügung. Stellt man jedoch in beiden Fällen die gleiche Endstufen-NennLeistung hin, dann hat man nicht die gleiche Spannung zur Verfügung ;) Dann wird es im einen Fall clippen.

    Natürlich bricht das Netzteil mit einer Leistungsanforderung leicht ein, solange man die Endstufe jedoch im Bereich ihrer Nennimpedanz betreibt, hat man die mit der Leistungsangabe verknüpfte Spannung zur Verfügung.

    Da wie oben bereits beschrieben, der Pegel bei der Einbaureso für beide Subs gleich ist (die 0,Hühnermist dB, die dir an der Reso durch deinen Widerstand verloren gehen, schenke ich dir :wink: ), der unbeschaltete Sub darüber aber 6dB lauter ist, weisst du auch, was passiert, wenn man dies aktiv wegfiltert: die Endstufe muss nur noch die halbe Spannung und 1/4 der Leistung liefern. Clipping ist Fehlanzeige, der Amp wird deutlich entlastet.

    Falsch, die Endstufe muß die große Belastung der halbierten Impedanz ertragen. Tatsächlich erhöht sich die thermische Belastung der Transistoren.

    Das ist bei deiner Schaltung nicht der Fall, hier werden die 6dB im Widerstand verheizt.

    Falsch, ganz falsch, schlimmer Denkfehler! Es wird nichts "verheizt" und schon garkeine 6 dB

    Was du gezeigt hast, ist, dass auch Chassis mit sehr starkem Antrieb mit geeigneten Maßnahmen in CB gut funktionieren.

    ...mit geeigneten Maßnahmen besser funktionieren als alle bisher bekannten Ansätze ;)

    Was du nicht mMn belegen kannst, ist, dass dies nur sinnvoll mit der von dir gewählten Ausführung mit Vorwiderstand geht. Im Gegenteil, es wurde mehrfach schlüssig gezeigt,

    nein, das wurde nicht schlüssig gezeigt

    dass es die Vorteile, die du bei deiner Schaltung siehst, teilweise auf falschen Annahmen beruhen

    Die Vorteile beruhen auf anwendungs-relevanten und richtigen Annahmen, nicht nur bei den Endstufenkosten

    (siehe vermeintliche 3dB Pegelgewinn, den es nicht gibt)

    Bei gleicher installierter Endstufen-Nennleistung gibt es einen Pegelgewinn von 3 dB in der unteren Oktave

    und es keinen Unterschied macht, wie dem Chassis die gewünschte Filterung auferlegt wird, mit Widerstand oder aktiv - im Endeffekt liegen an der Schwingspule doch die gleichen Spannungen an.

    Das ist weder anwendungsrelevant noch vollständig richtig

    Hast du eigentlich jemals die Temperaturen am Chassis gemessen, also Vergleich Normalsub mit Spezialsub? Bringe beide Subs mit Sinussignalen an verschiedenen Frequenzen jeweils auf den gleichen Pegel und lasse sie ein Weilchen laufen -

    Ich habe schon häufig Schwingspulentemperaturen an Chassis gemessen, in diesem Fall jedoch wäre das Zeitverschwendung.  

    die Spulen-/Magnettemperaturen werden beide exakt gleich sein.

    In dieser isolierten Betrachtung stimmt das, mit diesem Ansatz (Widerstand vor ein bestehendes Chassis) erzielt man vordergründig vor allem erhebliche Einsparungen bei den Endstufenkosten ...und weniger Klirr, und besseres Verhalten an unvermeidlichen Resonanzen.

    Will man einen Lautsprecher mit den gleichen kostengünstigen Eigenschaften bezogen auf die Endstufenwahl bauen, gibt es auch die Möglichkeit das Bl des Chassis bei gleicher Impedanz zu verringern. Also ein Chassis mit passendem schlechteren Antrieb zu wählen. Das hätte jedoch den tatsächlichen Nachteil einer massiv erhöhten Schwingspulentemperatur. Die Schwingspule des B*S 18N8XX in der ersten Version wurde sehr heiß (gemessen grenzwertig), das Chassis hatte nicht das versprochene BL sondern "nur" das passende ;) Leider war die Einspannung völliger Mist, DC-peng-Platte-kaputt, sonst würde ich tatsächlich einen Vergleich messen können.

    Grüße nach Mannem aus Karlsruhe,
    FF

    Alles anzeigen

    Endlich mal einer der weiß wie man "Mannem" schreibt, wie schön.

    Viele nette Grüße nach Karlsruhe,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 23. August 2011 um 17:22

    Moin, ich erlaube mir dazwischenzuschreiben

    Zitat von "FF"

    @ Bernd Häusler: gelesen habe ich alles, vom ersten Posting an :wink:

    schön

    Mit den letzten Simus von Sabbelbacke und Mathias Bost ist doch aber offensichtlich geworden, was u.a. SRAM schon weiter vorne geschrieben hat: Unabhängig von welcher Schaltung, Filterung, aktiv oder passiv, an den Schwingspulen von 2 identischen Chassis liegt immer exakt die gleiche Spannung für jede Frequenz an, wenn für alle Frequenzen der gleiche Pegel erbracht werden soll. Und damit ist auch die Leistung am nackten Chassis immer gleich. Natürlich kannst du relativ betrachtet 50% Verlustleistung auf den Widerstand schicken, aber bei unveränderter Endstufenleistung sinkt auch deine Absolutleistung am Chassis - siehe die SPL-Kurven von Sabbelbacke.

    Im unteren Bereich sinkt die Schalleistung nicht, und darüber wäre es zu laut, man würde filtern. Daß ich behauptet hätte, die Schwingspule bliebe bei gleichem Chassis kälter, möchtet Ihr vielleicht glauben. Behauptet habe ich, daß beide Alternativen schlechter sind, eine davon hat eine weit heißere Schwingspule zur Folge.

    Aus den Graphen wird das doch ersichtlich: in den Frequenzbereichen nahezu konstanter Chassisimpedanz wird ein Vorwiderstand in Höhe der Chassisimpedanz die Gesamtleistungsabgabe des Verstärkers erstmal halbieren, konstante Spannung (und unsere Amps sind ja Konstantspannungsquellen) mit doppelter Impedanz ergibt halbe Gesamtleistung und geviertelte Chassileistung:

    Leider hast Du hier einen Fehler im Ansatz, Endstufen kosten nach Leistung in Watt, nicht nach Spannung

    U = 100V
    R_chassis = 8 Ohm
    R_vor = 8 Ohm
    P_unbeschaltet = (100V * 100V) / 8 Ohm = 1250 W
    P_beschaltet-gesamt = (100V * 100V) / (8 Ohm + 8 Ohm) = 625 W
    ergibt
    P_beschaltet-chassis = P_beschaltet-widerstand = 1/2 * P_beschaltet-gesamt = 312,5W

    Jetzt hast du in allen Bereichen außerhalb der Reso zwar 50% Leistung in den Widerstand geleitet, aber dein Chassis ist 6dB leiser geworden.
    Das holst du auf, wenn du die Endstufenspannung verdoppelst:

    ich muß nichts aufholen, denn jedes Chassis mit zu geringer Güte ist in dem von Dir betrachteten Bereich um mehr als 6dB zu laut. 6dB zeigt schon die Simu, ohne Abstrahlmodell. Du brauchst allerdings eine Endstufe, die 8ohm treiben kann, ich nicht

    U2 = 200V
    P2_beschaltet-gesamt = (200 V * 200 V) / 16 Ohm = 2500W für die gesamte Schaltung
    und wieder
    P2_beschaltet-chassis = P2_beschaltet-widerstand = 1/2 * P2_beschaltet-gesamt = 1250 W am Chassis

    An der Reso sieht das ganze anders aus, daher geht dort auch der Pegelunterschied zwischen beschaltet und unbeschaltet gegen null,

    richtig, da geht der Pegelunterschied gegen Null, ich brauche also keine Endstufe die mehr Spannung liefert. Du brauchst allerdings immer noch eine Endstufe, die 8ohm treiben kann, ich nicht. So sieht das bei gleicher Endstufenleistung aus:

    Nehmen wir mal an beide Endstufen sind gerade kurz vorm clippen, was passiert wenn Du die unten fehlenden 3 dB mit einem Filter anhebst?


    je höher die Impedanzspitze und je geringer der Wert des Vorwiderstandes ist.

    ???

    hornresp bestätigt genau das, ob ich das eingebe, oder Sabbelbacke oder du. Oder du spielst mit Boxsim von der Visatonseite, da kannst du den Kurververgleich der am nackten Chassis anliegenden Spannung aufgrund des VOrwiderstands im Vergleich zum unbeschalteten System sehen:
    - Maxpegel gleich, egal ob mit oder ohne Widerstand
    - die Spannung am Chassis ist über die Frequenz immer gleich bei gleichem SPL mit oder ohne Widerstand
    - damit ist auch die Leistung am nackten Chassis über die Frequenz immer gleich bei gleichem SPL mit oder ohne Widerstand
    - damit ist auch die Spulentemperatur am nackten Chassis über die Frequenz immer gleich bei gleichem SPL mit oder ohne Widerstand

    ja :roll: wenn man nicht begreift ...wie oft soll ich noch sagen, daß dieses Chassis zwar auf einen linearen Frequenzgang filterbar ist, Du aber dann eine Endstufe brauchst, die 8 ohm treiben kann, bei gleicher Spannung. Das ist teuer!

    Was sind denn die weiteren Alternativen? Außer filtern, was die Endstufe verteuert? (...und den Klirr erhöht)

    Richtig, ein nach Lehrbuch passendes Chassis für diese CB, und jetzt blättere zurück, da habe ich das schon simuliert, genau so wie Sabbelbacke und Du das auch simulieren könnte ;) Dann wird die Schwingspule heißer

    Was noch nicht geklärt ist, sind:
    - deine Klirrmessungen eingangs

    Was ist an der Klirrmessung fraglich?

    - und der von dir beschriebene besser Klang, was aber natürlich erstmal nur eine subjektive Einschätzung sein kann.

    Zumindest die Klirrmessung ist nicht subjektiv

    Wenn Sabbelbacke tatsächlich Simus erstellen kann, bei denen eines der beiden Systeme exakt auf den SPL des anderen entzerrt wird, wird bei beiden Chassis genau die gleiche Spannung anliegen, die gleiche Leistung und Spuelentemperatur erreicht werden und die Gehäuseresos exakt identisch sein. Dein letzter Post an Sabbelbacke zeigt es doch geradezu bildlich, du suchst bereits mit der Lupe Unterschiede, die es so nicht gibt.

    Es gibt, was man in der Tabelle von Mattias Bost sieht, und auch in Sabbelbackes Simus jetzt schon sehen kann, erhebliche Unterschiede, allerdings in diesem Simu-Ansatz nicht so deutlich, daß Ihr das begreifen könnt. Ich kenne den Unterschied an Resonanzen schon längst aus SPL-Messungen, aber die sind nicht mein Eigentum

    Bitte korrigiert mich, aber ich lese auch die Beiträge von Sabbelbacke und Mathias Bost mit ihren Simus dahingehend, dass sie keine Vorteile in deiner Schaltung erkennen können.

    Daß der Groschen noch nicht ganz gefallen ist habe ich bemerkt ;)

    Übrigens, das Groupdelay wird in hornresp schlechter, wenn man Rg erhöht, nicht besser :wink:

    Du meinst jetzt das Groupdelay an der Einbauresonanz? Ob Du nun aktiv filterst, oder ich mittels Antriebsmanipulation, das Groupdelay sollte identisch sein. Geringfügige Abweichungen lassen sich allerdings aus der Tabelle von Mattias Bost erwarten.

    Und an der Gehäusereso hast Du schlicht nicht nachgeschaut? Diese nicht aktiv filterbare Störung zeigt ein verringertes Groupdelay in Hornresp.

    Das ist auch eigentlich logisch, denn durch den Widerstand wird der Knick zur Horizontalen in der SPL-Kurve stärker, damit änderst sich die Phase stärker und das Groupdelay steigt in diesem Bereich, Stichwort minimalphasiges System.

    OK, das Groupdelay im unteren Berreich ist klar

    Gruß FF

    Alles anzeigen


    Viele Grüße,

    Bernd

  • Endlich, Bernd erklärt die Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 23. August 2011 um 11:43

    Moin,

    @ sabbelbacke:
    Der Rote ist hier 3 dB zu laut, wenn Der nicht in allen Graphen zu laut wäre würdest Du es sehen ;)
    hier ist der Rote zu leise ...in allen Graphen. Ich würde es so gerne sehen, bitte filtere doch mal aktiv (vor der Endstufe) ...nein, nicht die Gehäusereso, das geht nicht, aber der grundsätzliche F-Gang könnte gleich sein. Dann sehen Wir worüber Wir sprechen, bitte!

    Kann AkAbak auch Groupdelay und CSD?

    grau ist der CB18, Schwarz der CB18S, an dieser Gehäusereso.

    Membranresos sind bei Mitteltonanwendungen normal, nur kann AkAback das nicht, deswegen ist es schon sinnvoll eine Reso zu nehmen, die AkAbak kann ;)

    Viele Grüße,

    Bernd

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