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  2. bernd häusler

Beiträge von bernd häusler

  • BMS 18N860

    • bernd häusler
    • 28. September 2009 um 22:21

    Moin,

    100mm... solange die Schwingspule nur 25mm hoch gewickelt ist, die Polplatte nicht zu dick für den Polkern ist, also etwa 12mm nicht überschreitet (sobald in der Schwingspule Strom fließt wird partiell entsättigt) dann ist ein BL von 25N/A bei 5,7ohm möglich, und wird auch in Relation von vielen Chassisherstellern erreicht, solange der Spalt nicht zur Minderung der Ausfallrate zu breit ist.

    Um das zu erkennen muß man jedoch messen, denn solche Chassis werden unisono eher mit der Angabe 28N/A bei 5ohm feilgeboten. Was irgendwelche Chassis- Entwicklungssoftware ausspuckt interessiert zumindest mich nicht.

    Dieses ursprüngliche Datenblatt:
    http://www.lautsprechershop.de/pdf/bms/bms-18n850.pdf

    wurde ersetzt durch:
    http://www.bmspro.info/fileadmin/bms-…50v2_t_data.pdf

    Der reale 850 hat jedoch nach meinem Messungen (statisch ;) ) 24,5N/A bei 5,6ohm, was ein extrem guter Wert ist, in Anbetracht der langen Schwingspule.

    Dynamisch wurde unabhängig gemessen:
    http://img188.imageshack.us/img188/3248/850u.jpg
    Das Datenblatt ist im öffentlichen WWW einzusehen, Link per PN


    Das Datenblatt des 860 ist solange eine Luftnummer, wie es nicht durch ein reales Produkt bestätigt wird. Und das wird nicht gelingen, BMS nicht, und auch niemandem sonst, nicht mit 50mm Wickelhöhe.... ...wer zerschneidet schon Chassis, also muß doch eine dynamische Messung ran, zur Evaluation der Wickelhöhe, denn für eine wahrscheinlich 38mm hohe Spule wäre es nur "etwas" übertrieben. Meßt nach ;) dynamisch oder statisch, ...wie lang die Schwingspule ist hört man in CB...


    Nicht umsonst hat der bessere Chassisentwickler andere Wege gewählt, um einen Langhuber wirklich zum laufen zu bringen, und es so nicht nötig gehabt groß zu übertreiben, im Prospekt. Zudem hat das Chassis eine funktionierende UND sinnvoll ausgelegte DC-Stabilisierung, das ist derzeit noch sehr selten.

    Viele Grüße, Bernd

  • Recone Kit: Ciare 12.00 SW (DC)

    • bernd häusler
    • 27. September 2009 um 23:04

    Moin Bernhard,

    ich lese nicht gerne von kaputten Lautsprechern, auch wenn die Laune überlebt hat :(

    Natürlich begünstigt eine Undichtheit in geschlossenen Kammern das DC-Displacement. Da Du ohnehin schon eine "Markierung" (Einbrennspuren) der dynamischen Mittellage siehst wirst Du nach Ausbau der Schwingspule Genaueres sehen. Besonders gemein könnte sich eine lose Dustcap auswirken, die Einweg- Ventilwirkung wird auch zu einem DC-Effekt führen. Überprüfe das bitte bei beiden Chassis, damit der Ciare 12.00 SW (DC) nicht unnötig in den Verdacht gerät eine DC-Schleuder zu sein. Ich gehe davon aus, daß der Ciare eine moderne Konstruktion mit DC-stabilisierender Spider ist. Grundsätzlich ausgeschlossen ist DC-Displacement auch in völlig dichten geschlossenen Volumen nicht - wenn Töne kritischer Frequenzen zu lange andauern, und so die unvermeidliche Micro- Undichtheit jedes realen Gehäuses überwinden. Ein DC-optimiertes Chassis ist also auch in CB zwingend nötig. Ich habe jedenfalls vor Jahren einer DC-Schleuder bei der SelbstZerstörung zugeschaut, durch ein verglastes Fenster in einer ziemlich dichten HornRückkammer. Die "Schleuder" wollte schon bevor die Luftmenge sich ändern konnte an die Polplatte bzw. aus dem Spalt. Ich gehe davon aus, daß der Ciare das nicht macht, sonst wären längst alle völlig desintegriert.

    Die hohe Abwärme spricht in jedem Fall, DC hin oder her, für eine zu hohe elektrische Durchschnittsleistung. Mindestens 95% der zugeführten Leistung werden in jedem Fall in Wärme verwandelt, da ist wohl tatsächlich ein wesentlicher Unterschied in der Leistung aufgetreten.

    Ob ein Selbst-Reconing sich lohnt hängt stark davon ab wie der Ciare gefertigt wird, damit meine ich die Einstellung der Nullage, also ob die Nullage erst bei der Montage festgelegt wird, oder bereits im vorgefertigten Reconekit präzise eingestellt ist. Damit sind die Klebeverbindungen von Spulenträger und Spider zur Schwingspule gemeint, die man nur mit besonderen Klebern herstellen sollte und dafür eher gehobene Erfahrung braucht. Solltest Du also kein lohnendes Angebot für ein fachgerechtes Reconing bekommen könnte das ein Indiz sein, daß es niemand kann. Der Ferrit wirds überlebt haben, aber bitte die Spaltbreite ringsum prüfen um sicherzustellen, daß nicht durch unter Hochtemperatur kriechende Klebeverbindungen die Magnetanordnung verschoben ist. Ich halte allerdings für wenig wahrscheinlich daß die Magnet und Korbtemperatur kritische Bereiche erreicht hat, auch wenn ich davon ausgehe, daß außer dem Kleber der den Spulendraht auf dem Spulenträger hält kein 300°C-Kleber eingesetzt wurde. Unfassbar ohnehin was die Chassis thermisch ausgehalten haben. Du hast also schon eine Antwort aus der Praxis, etwas weniger, und sie hättens überlebt.

    In diesem Fall tippe ich tatsächlich eher auf eine Zerstörung durch maßlose Überlastung, ein DC-Displacement-Schaden zeigt sich eher durch unerwartete mechanischen Zerstörungen. Wenn Du die Schwingspule fotografieren und das Bild hier einstellen könntest?

    Wartungsdeckel aus Aluminium bringen etwas, allerdings nur wenn diese im Stack noch frische Luft UND einen "dunklen" Strahlungshintergrund sehen, es genügen also nicht 5cm Abstand für die Luftzirkulation, da sich die Deckel gegenseitig "anstrahlen". Strahlung wird zu häufig beim Wärmetransport übersehen. Zusätzlich würde ich innerhalb der Rückkammer dennoch mit einem kleinen DC-Lüfter für Turbulenz sorgen, um so den Wärmetausch zwischen Chassis- Metallteilen und Aluminiumdeckel zu begünstigen. Dieser lässt sich über Vorwiderstand und Diodenbrücke mit kleinem Pufferelko aus dem Lautsprechersignal problemlos betreiben.

    Die Endstufe sorgfältig zu vermessen halte ich auch für empfehlenswert, wenn nicht ein Versehen bei der Verkabelung der PA geschehen ist findet sich hier sicher eine erhebliche Tatbeteiligung.

    Gruß, Bernd

  • BMS 18N860

    • bernd häusler
    • 27. September 2009 um 21:24
    Zitat von "Alexander Weck"

    (der im übrigen nicht der Meinung ist, daß Mister DC-displaced das jemals begreifen wird.)

    Mit äußerstem Bedauern stelle ich fest, daß nun auch Du Dich selbst unter die Manfreds und Andis hier im Forum einreihst. Stelle Deine Kompetenz nicht zu weit unter den Scheffel ;)

    Grüße, Bernd Häusler

  • BMS 18N860

    • bernd häusler
    • 27. September 2009 um 20:57

    Moin,

    SRAM: ich will ja nicht undankbar sein, und bin es auch nicht, vielen Dank für Deine vielen Beiträge, die meine Kompetenz wesentlich erweitert haben! Nicht zuletzt zur Messung des BL mit Gewicht und Strom. Aber bitte, überdenke Deine Anmerkung zu dem Unterschied zwischen Messung mit Gleichstrom und der dynamischen Messung unter Erfassung von Spannung, Strom und Phasenlage. Richtig ausgeführt gibt es schlicht keinen Unterschied im ermittelten BL. Das verbreitete Problem der dynamischen Messung bleibt jedoch die Summe der Meßfehler in der Meßpraxis, und den immer wieder von Verkaufsingenieuren hochgehaltenen Erfolgsmeldungen bei der Überwindung der Physik, die in schöner Regelmäßigkeit in schlicht schöngerechneten Prospektdaten münden. Fragt man nach hört man "That`s not the way we measure it". Ich hatte solche "That`s not the way we measure it"- Chassis da. Mir ist es völlig Wumpe "how they measure it". Es gibt noch andere Möglichkeiten das BL zu ermitteln, zum Beispiel über den real zur Spannung ermittelten Hub, der sehr schön mit dem Ziel des Ganzen korreliert: dem Schalldruck. Hier dreht sich wieder mal alles um Basslautsprecher, in diesem Frequenzbereich hat die Induktivität der Schwingspule und des nahen Materials, sprich Polkern, Polplatte, Kurzschlußring(e) keinen praxisrelevanten Einfluß weil sie nie zu groß ist. Es lohnt sich nach dem Hub zu schauen, aber wer nichtmal unübersehbares DC-Displacement je gesehen hat zeigt damit welche Bedeutung er überhaupt dem Hub zumisst.
    Simulationen mit falscher, weil nicht für den Einsatzbereich gültiger Induktivität sind genauso falsch, wie Simulationen unter Verwendung von Prospekt- Datenblättern.

    18N860 - Dieses im Datenblatt dargestellte Chassis lässt sich nicht herstellen, genausowenig, wie sich die Daten im 850 genannten Projektdatenblatt in der produzierten Realität wiederfanden, und schließlich nach unten korrigiert wurden, um sie an die üblicherweise akzeptierte 30% Abweichung der Angaben von BL und R_e ! anzupassen.

    Es könnte natürlich sein, daß der nun in der Projektphase 860 genannte 850 wenigstens überhaupt funktioniert. Ich hatte ein als 850 gelabeltes Chassis im Labor, das ganz im Gegensatz zur ursprünglich gelieferten Ausführung, mit progressiver Spider aufgebaut war. Das Verhalten erinnerte stark an den 18NW100 von B&C, 13mm Hub waren mechanisch auch mit 1kW Freeair nicht erreichbar. Die dennoch lange Schwingspule "verriet" sich durch das im Vergleich zum 18NW100 geringere Antriebsprodukt. Ich hatte mich in der Not schon vorher für den 18NW100 entschieden, der zuverlässig genausoviel Hub kann wie später das offensichtlich extra per Postkutsche gelieferte BMS-Muster.

    Natürlich würde ich mich freuen, wenn endlich das Muster des den Projektdaten entsprechenden 860 bei mir eintrudeln würde, aber kaufen?
    Dazu bedient mich ein anderer Hersteller mit sehr guten Chassis im vergleichbaren Preissegment, über einen wesentlich besser an Hersteller und Kunden angeschlossenen Vertrieb, nicht nur vergleichsweise, gut. Auch das Datenblatt dieses Chassis ist branchenunüblich nahe am Produkt, man kann es ohne große Abweichungen von der Realität zu riskieren direkt zur Simulation nutzen.

    Zudem gibt es noch ein weiteres Chassis eines weiteren Herstellers, das durchaus in jeder Hinsicht interessant ist. Doch hier empfehle ich Messungen, entweder mit einem gepflegten Meßsystem, oder schlicht mit Strom und Gewicht. Die so ermittelten Daten werden sich gleichermaßen für eine zutreffende Simulation eignen ;)

    Gruß


    PS Wer nicht mit mir kommuniziert kanns öffentlich nachlesen...

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • bernd häusler
    • 27. September 2009 um 16:20

    Moin,

    iLove :)

    Ich habe den ersten Job mit der iDR-32 und dem iLive-Editor - ohne Surface - abgeliefert. Ich konnte mich drei Tage trocken mit dem System befassen, also Netzwerk- und Stromausfälle proben, den verwendeten PC, ein mittlerer Asus EEE NetTop mit externem 19" TFT und externer Maus kennenlernen - und natürlich den Editor erforschen. Die taufrisch erschienene aktuellste Firmware- Version war *klickklick* schnell eingespielt. Der Job war eine Bandgeschichte mit immerhin 23 Kanälen, und InEar/konventionell gemischtem Monitoring. Ich war nicht sonderlich schnell, doch dafür kann iLive nichts, ich hatte schlicht noch nie einen Mischplatz mit einer Wand voll Sideracks und einem derart riesigen Mischpult. Ich versuche immer noch mir das in Analogtechnik vorzustellen. Ohne Recall. Gerade der Szenenrecall hat mir viel Zeit gespart, langsamer als analog war ich keinesfalls. Der Editor und die Organisation der Funktionen ist *hier Superlativ einsetzen* gelungen. Ich denke nun auch, daß ich gerne an einer Surface arbeiten würde, doch die ganz Große hätte für mich einen Nachteil, schlicht die physikalische Größe, und Layer mochte ich noch nie. Also habe ich im Editor die iLive 176 gewählt und so wirklich alles im ersten Layer angeordnet bekommen. Der "Mix"-Button ist ein immens mächtiges Instrument, die damit verbundene Übersichtlichkeit *hier Superlativ einsetzen* gelungen. Neben aller Freude muß ich allerdings anmerken, daß die Feedbacksuche im Vergleich zur bedienverzögerungsfreien Analogtechnik doch etwas unter der digitalen Trägheit leidet. Diese Trägheit ist tatsächlich bei keiner anderen Aufgabe störend, das System ist bemerkenswert rasend schnell, doch im Umgang mit Feedbacks... , das werde ich neu lernen müssen, erzählt doch mal wie Ihr das macht.


    Tipps:

    Natürlich bleiben bei Netz-, oder Netzwerkausfall die Einstellungen in den Geräten, also Mixrack und Surface gespeichert. Was aber wenn keine Surface eingebunden ist? Dann fehlt der Speichererhalt der Stripanordnung für die im Editor gewählte Surface. Ich habe mir natürlich auch im Editor eine Surface gewählt, die iLive 176 passt lässig komplett auf den 19" TFT, und die Strips angeordnet. Hatte man nun die Netzwerkleitung unterbrochen, so zeigt der Editor bei der Neuverbindung die Default Stripanordnung. Nach einem leisen Fluch, war ja eine Trockenübung vor der VA, habe ich die Szenenspeicherung erforscht und ein überaus einfaches und schnelles Workaround gefunden: Man editiert den Speicherumpfang einer Szene auf nur die Strips und speichert dort mit Update die Konfiguration der Strips. So hat man mit 3 Mausclicks jederzeit die Möglichkeit "seine" Surfacekonfiguration zu recallen.

    Man könnte vielleicht überlegen bei physikalisch nicht vorhandener Surface eine automatische Speicherung der Surface-Konfiguration auf dem PC zu implementieren, doch das Workaround ist einfach genug.


    Dann habe ich simuliert was wäre, wenn der externe TFT während der VA verlorenginge. Der Monitor des EEE ist recht klein, und hat eine deutlich geringere Auflösung. Der Editor? (oder Windoof?) merkt sich natürlich die auf dem großen TFT gewählte Fensteranordnung, mit der Folge, daß man zu weit unten oder rechts angeordnete Fenster nicht mehr erreichen kann. Es scheint keinerlei Möglichkeit zu geben, diese "verlorenen" Fenster wieder in den Bedienbereich auf dem MiniBildschirm zu bringen, jedenfalls habe ich sie nicht gefunden. Workaround war die Fensterkanten immer im gemerkten Anzeigebereich des NetTops zu belassen.
    (auf die Frage, warum ich nicht einfach einen Laptop mit großem Minitor einsetze, nun, glänzende Displays sind hier die Regel, die Wahl an LapTops mit entspiegeltem Display gering. Zudem reichen mir 19" eigentlich überhaupt nicht, nur hatte ich in der kürze der Vorbereitungszeit nichts Größeres zur Verfügung.)

    Hier könnte man im Menü "Window" die Wahlmöglichkeit "default Position" implementieren, die alle Fenster in die linke obere Ecke schiebt. Oder in Windoof eine andere Stelle suchen, um die gerade vorhandene Auflösung abzufragen.


    Da der Zugriff auf die Fader im mausbedienten Editor im Feedbackfalle zu langsam ist, habe ich schlicht eine DCA-Gruppe mit allen lautsprecherbelegten Ausgängen gebildet, und diese auf der rechten Faderbank ganz rechts angeordnet. So hatte ich einen "NotAus-Button", der durch die Layerfreie Nutzung der iLive 176 Surface immer erreichbar war, und auch die Möglichkeit dezent alle LautsprecherPegel zu reduzieren.


    Vorschläge:

    Nochmal Feedback. Eine gute Hilfe wäre ein kleines Anzeigefeld im Potifenster der parametrischen EQs, welches die jeweils lauteste Frequenz numerisch anzeigt. Ein Scanner ist ja ohnehin schon implementiert und zeigt auf der physikalischen Surface das lauteste Terzband. Ich wünsche mir eine numerische Anzeige der genauen Frequenz, im zur Feedbackarbeit besser als jeder grafische EQ geeigneten parametrischen EQ. Grafische EQs sind ohnehin ein Relikt aus analoger Zeit, und dort auch von mir vor allem wegen der Bedienbarkeit geschätzt. Mit der umfassenden Cursor-Grafik auf dem Bildschirm lassen sich Parametrische jedoch perfekt bedienen, filtertechnisch kompromissbehaftete Terzkämme sind meiner bescheidenen Meinung nach im digitalen Zeitalter obsolet.


    Nochmal parametrische Filter: Das grafische Fenster des parametrischenn EQs ist unfassbar mächtig und rasend schnell, viel schneller als Potis zu bedienen. Der Lowcut sollte , finde ich, als alternative Bedienmöglichkeit, auch in diesem Fenster erscheinen. Dann wären alle zur Arbeit erforderlichen Filter von einer Stelle zu bedienen.


    Ich hoffe Ihr entnehmt diesem Posting, daß ich eigentlich keine Kritikpunkte habe, ich bin mit der Investition überaus zufrieden.

    iLove :)

    Viele Grüße, Bernd


    PS, Meine Signatur muß ich wohl ändern ;)

  • 10" Chassi hats zerlegt

    • bernd häusler
    • 25. September 2009 um 17:04
    Zitat von "mattias bost"

    Nen "freilufttotsicheres" Chassis würde ich mit zutrauen in ner BR locker unter der Reso zu zertrümmern (dort ohne DC-Disp).


    Eine gewöhnliche Bassreflexöffnung hat einen extrem unsymmetrischen Fließwiederstand, was auch zu DC-Displacement, diesmal nicht chasisbedingt, führt. Das klappt also problemlos ;)

    Vielen Dank für die enthusiastische, ausführliche Würdigung meiner Arbeit, doch es ist nicht wirklich meine. Wolfgang Klippel hat das DC-Displacement als solches benannt, die Prüfgerätschaften dafür gebaut, und auch das durch Bassreflexöffnungen verursachte DC-Displacement nicht übersehen. So liefert er die Erklärung für etwas, was ich schon in den 80ern das erste mal sah.

    ...den Bass, den die Ahnungslosen hier nichtmal suchen habe ich schon in Betrieb. Ihr könnt gerne weiter "verschlissene" Chassis tauschen, Euer Marktnachteil ist mir im freundlichsten Sinne egal :D

    Die Gehässigsten unter Euch werden "den" schon morgen auch haben :wink:

    Gruß

  • 10" Chassi hats zerlegt

    • bernd häusler
    • 24. September 2009 um 19:04

    Moin,

    Zitat von "Userkiller"

    ..wiegesacht der hersteller sollte schon wissen was er da aufbaut ?!

    Hersteller haben tatsächlich genausowenig Ahnung vom DC-Displacement und den technischen Folgen aktuell produzierter Musiktitel, wie die Selbstbauer hier ;) Zudem sammelt eine PA im Clubbetrieb schnell die zigfache Betriebsstundenzahl einer Rental-PA. Im Club zeigt sich erst was das Zeug taugt.
    Die derzeitigen Fortschritte im Lautsprecherbau werden leider ausschließlich durch verbesserte Chassis erreicht, den Fortschritt muß also jeder Lautsprecherhersteller und Bastelwastel einkaufen. Wen wundert es, daß die Versuchung groß ist billige Kopien veralteter Chassis einzusetzen? Kein Setup der Welt kann verhindern was hier mit den PingPongs passiert ist, jedenfalls nicht wenn der Hersteller wettbewerbsfähige Schalldrücke erreichen will.


    Gruß

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 24. September 2009 um 01:43

    Moin,

    weder NAWI noch gerade Konen verbiegen sich im unteren Frequenzbereich relevant, jedenfalls lässt sich der Verlust nicht in % ausdrücken so gering ist er. Der Standard- 18NLW9600 hat eine sehr steife gerade Konusmembrane, wie es sich für Basslautsprecher gehört. Die alternative Webfasermembrane ist "dauerwasserfest" und ist damit in dauerhaft nassen, kondensierend feuchten Installationen sicherer. Ein gelegentliches paar Regentropfen wird die Beschichtung der Standardmembrane sicher abweisen. Mechanisch kann Uns Herr Dirk Hahn vielleicht erhellen?

    Gruß

  • 10" Chassi hats zerlegt

    • bernd häusler
    • 24. September 2009 um 01:00

    Moin,

    Zitat von "willaudio"

    Ich hätte aber auch jetzt eher mit einem Gitteranschlag getippt !!
    Die Pappen von " XXX " sind äusserst hart und stabil, da müssen ja wahnsinns Kräfte
    entstehen um die Pappe so hinzubiegen, ist doch durch die eigene BL Kraft nicht möglich oder
    täusch ich mich jetzt ?


    Nein, ist es nicht, denn bis die Membrankante überhaupt so brutal umgefaltet werden kann ist keine einzige Windung mehr im Magnetfeld, also BL=0N/A.
    Daran kann auch der übelste DJ nichts ändern.


    Zitat von "Thomas"

    Ich vermute, dass es hier eher darum ging, dass die Chassis zuviel Hub in beide Richtungen machen mussten...
    z.B. sinusartige Töne bei 20-30 Hz


    Mit Subsonics lassen sich weder der altmodisch aufgebaute Definimax, noch der moderne 18NW100 zerstören. Beim Definimax reicht der X-Dammage locker aus, daß keine Windung mehr im Spalt ist. Beim 18NW100 verhindert die progressive Sicke EDITH sagt: natürlich nicht die Sicke, die Progression ist in der Spider, zu schnell getippt... jede Zerstörung. Beide laufen Freeair ohne Zerstörungsgefahr bei 20 Hz Sinus und 1kW RMS. Die Spreu trennt sich erst vom Weizen, wenn man das über der Reso mit 50 Hz versucht. Hier küsst der Definimax die Polplatte - wegen DC-Displacement und folglich extrem außermittigem Schwingungsmittelpunkt, der moderne 18NW100 zeigt lediglich einen minimal verschobenen Schwingungsmittelpunkt und schwingt zwischen den mechanischen Grenzen der extrem progressiven Spider.

    Im Unterschied zum Definimax waren das im hier fotografierten Beispiel Chassis, welche das DC-Displacement nach außen gerichtet hatten. Der Definimax knallt gegen die Polplatte, obwohl schon keine Windung mehr im Spalt ist, die 10"er der Marke Pingpong falteten die Membrane an der Sicke, obwohl auch hier keine Windung mehr im Spalt war. Nur ein 10" Chassis, das mit der abgetrennten Spule scheint durch Fertigungstoleranzen nach innen geschwungen zu sein.

    Versucht mal mit 20 Hz Freeair ein Chassis zu zerstören, ihr werdet es nicht schaffen. Über der Freiluftresonanz klappt das bei allen altmodischen Chassis sofort.

    Da noch zwei lauffähige Chassis vorhanden sind empfehle ich folgenden Versuch auf Video aufzuzeichnen: Freeair mit 50Hz, das sieht dann wahrscheinlich genau entgegengesetzt aus wie hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=fwf-NPH4KpY

    Gruß

  • Equalizer: Überlegung über sinn und unsinn Absenken tiefer F

    • bernd häusler
    • 24. September 2009 um 00:09
    Zitat von "christopher hafer"

    Dann war dieser EQ eindeutig DEFEKT.

    Wenn, dann die ganze Serie... . Es ist Dir schon klar, daß viele Terz-EQs dieses Verhalten zeigen? Es gibt verschiedene Schaltungsmöglichkeiten zur gleichen Filterkurve. Es war die Budgetserie eines amtlichen Herstellers.

    Gruß

  • Equalizer: Überlegung über sinn und unsinn Absenken tiefer F

    • bernd häusler
    • 23. September 2009 um 04:23

    Moin,

    ich habe nicht alles gelesen, aber aktuell eine Beobachtung gemacht, die auch gegen "unnötige" Absenkungen spricht. Bei einem vorgefundenen Terz-EQ reduzierte sich das Rauschen erheblichst, als ich die Bassregler vom unteren Anschlag auf Null stellte. Das mag sich je nach Schaltung des EQ unterschiedlich verhalten, aber in diesem Fall war das massive Rauschen das Ausschlußkriterium einer abgesenkten Einstellung.

    Gruß

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • bernd häusler
    • 23. September 2009 um 04:14

    Moin,

    vielen Dank Euch Allen für Eure Gedanken und Hinweise :)

    Zitat von "Tonknecht"

    Hallo Bernd

    Bei mir läuft die Editor Software 1.51 unter Wine 1.1.29 mit sun java 1.6.0 unter Ubuntu 8.10. Allerdings verläuft die Installation nicht ganz automatisch. Bei Interesse werde ich meinen Gehirnschmalz etwas stimulieren und schauen, ob ich alle notwendigen Schritte nochmals zusammenkriege.

    Gruss Tonknecht

    Vielen Dank! Ich habe auch eine Workaround- Beschreibung für den Yamaha Studiomanager gefunden. Nun werde ich mit einem befreundeten Linux-Experten die Pros und Contras einer Installation unter Linux durchgehen. Mein Ziel ist beide Editoren zusammen mit einen Minimal-Linux auf einem USB-Stick unterzubringen, und so von Rechner und jeweilig installiertem Betriebssystem unabhängig, die Editoren mitsammt Betriebssystem direkt von USB zu booten. So wäre ich gänzlich unabhängig vom "Software-Pflegezustand" des jeweiligen PC.

    Auf Dein Angebot kommen wir dann gerne zurück.

    Gruß

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 23. September 2009 um 03:55

    Moin,

    Zitat von "link"

    mal ne andere frage an bernd wie meinst du verhält sich das chassis wenn man in cb so 10 stk oder mehr hinwirft ? schwabbelt dan was oder is das immer noch straff? ( rein von deinem gefühl her hast ja nicht so vieel) da ich ja immer noch ne vernünftige baslösung suche ( urps derzeit wegen geeigneter chassis nicht möglich , horn zu schlecht zu transportieren)


    Was sollte da schwabbeln, und warum? Eine Zunahme des Strahlungswiderstandes wirkt sich eher positiv auf das Impulsverhalten aus. Ungünstige Veränderungen im Stack wurden zwar bei BR beobachtet, sind aber bei CB nicht zu erwarten. Zu erwarten ist natürlich eine Abweichung im Frequenzgang, aber ohne negative Folge für das Impulsverhalten, denn diese Abweichung ist bei CB im Stack lediglich das Resultat eines geänderten Abstrahlwinkels und der durchweg gleichmäßig verbesserten Anpassung an das Schallfeld. Ich habe nicht die geringsten Bedenken 10 CB18 zusammenzustapeln. Da beim CB18 mit 18NLW9600 im Gegensatz zu gewöhnlichen BR auch im Bereich ab 60 Hz ein riesiges Verschiebevolumen zur Verfügung steht vermute ich eine gewaltige musikalische Bassentfaltung im Stack.
    Da ich in absehbarer Zeit keinen besseren Basslautsprecher erwarte, bleibt auch mir lediglich die Optimierung durch kluge Aufstellung, allen Lösungen voran die konsequente Durchsetzung des Centerstacks.

    Gruß

  • 10" Chassi hats zerlegt

    • bernd häusler
    • 23. September 2009 um 03:23
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... und alle anderen Gehäuseprinzipien funktionieren aufgrund ihrer maßlos zerstörerischen "DC-Kräfte" eigentlich nicht "richtig"...

    ...weswegen einige Chassishersteller mithilfe des Klippeltesters Chassis entwickelt haben, welche speziell im Hinblick auf die DC-Problematik erfolgreich optimiert sind. Abhängig von der Zielsetzung des jeweiligen Lautsprecherherstellers werden diese Chassis eingesetzt, oder wie hier beispielhaft zu sehen auch nicht...

  • 10" Chassi hats zerlegt

    • bernd häusler
    • 22. September 2009 um 19:34

    Moin,

    *gähn* DC-Kräfte treten an allen Chassis in allen Konstruktionen auf. Bekannte Maßnahmen dagegen sind der Einbau in ein geschlossenes Gehäuse mit konsequentem Betrieb unterhalb der Einbauresonanz, oder chassisseitig die Verwendung einer stabilen, stark progressiven Spider zur Eindämmung der DC-Kräfte und einer relativ weichen Sicke zum Schutz der Membrankante.

    Beide Maßnahmen wurden hier nicht angewandt. Der Ausfall war konstruktionsbedingt zwangsläufig, oder auch gewöhnliche Verschleißfolge, je nach Intellekt.

    Gruß

  • Voice Coil DC displacement followed collapse

    • bernd häusler
    • 22. September 2009 um 12:14

    und wieder...

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=77128&p=638036#p638036

  • 10" Chassi hats zerlegt

    • bernd häusler
    • 22. September 2009 um 04:57

    Moin,

    Zitat von "Userkiller"

    BR kisten


    schöne Anschauungsmuster für die Folgen das DC-Displacement.

    Gruß

  • Hochtöner für Doppel 10er Topteil

    • bernd häusler
    • 22. September 2009 um 00:35

    Moin,

    Zitat von "thomas siegel"

    Also wäre ein Fullrangeeinsatz auf kleineren Feiern nicht möglich?
    Ich hätte die Gehäuse auf ca. 60 HZ getuned.


    Die Bassreflexöffnung verschlechtert die Eigenschaften bei der Benutzung als Topteil erheblich - und wirklich Fullrange mit gutem Klang würde das auch nicht sein. Ich rate daher seit Jahren konsequent dazu, sich für einen Einsatzzweck zu entscheiden. Also entweder konsequent 3 Wege, also mit Bass; oder Fullrange 2 Wege. Fullrange sind sehr nette, durch aktive DSP-Trennung auch hochwertige Konzepte möglich, aber dafür würde ich niemals 2 10"er verbauen. Als Topteilkonzept ist das jedoch sinnvoll.

    Gruß

  • Hochtöner für Doppel 10er Topteil

    • bernd häusler
    • 19. September 2009 um 14:42

    Moin,

    ja, auch im Top aktiv trennen kann ich wärmstens empfehlen. Dann fallen meiner Ansicht nach auch einige hier geäußerte Bedenken weg. Mit der 44mm Serie von BMS wird es genauso eng wie mit allen 1"ern. Ich schreibe 44mm Serie, denn der wählbare Treiberranschluß entscheidet nicht über die Leistungsfähigkeit, sondern erhöht vor allem die Wahlmöglichkeit bei den Hörnern. Ich sehe aber nicht den geringsten Grund vom 4550, oder dem 4552 am XT1086 abzuraten, auch nicht bei 2 10"ern. Allerdings wird es keinesfalls sinnvoll sein unterhalb 2 kHz (absolutes Minimum mit Leistungseinbußen 1,5kHz) zu trennen, passiv schon garnicht. Je flacher die Trennung desto tiefer muß das Horn laden, sonst macht der Treiber noch mehr als flachpassiv getrennt ohnehin schon unhörbaren Hub, der deutlich hörbaren IM-Klirr zur Folge hat. (den IM-Klirr misst keiner... aber unüberhörbar ist er). Ich sehe auch kein Problem eine 2*10" bei 2kHz zu trennen. Sicher kann man in Polar-Messungen feststellen, daß man wegen der Abstrahlung tiefer trennen sollte, doch dann mußt Du zwingend auf größere Treiber mit 76mm Spule ausweichen, die durchweg den Nachteil einer "etwas gröberen" Hochtonauflösung mitbringen.

    An dieser Stelle möchte ich eine meiner Ansicht nach wichtige Anmerkung loswerden: Es ist ein gewichtiger Unterschied, ob man einen Lautsprecher auf aktive DSP-Trennung projektiert, oder auf eine passive Weiche. Eine passiv nicht, nicht brauchbar, oder nur mit hohem Aufwand realisierbare Trennung ist mit DSP ein paar Mausklicks entfernt. Konusmembranen lassen sich höher trennen, Hochtontreiber tiefer, als das passiv möglich ist. Man muß sich lediglich vom Flachtrennwahn verabschieden. Lediglich an den Abstrahlwinkeln ist mit DSP nichts zu ändern.

    Also, Kochbuch: die 10MB600 in ein geschlossenes (!) Gehäuse, den BMS 1" mit XT1086 darüber, Schutzkondensator für HT. DSP-Trennung auf 2kHz LR 48dB/oct, Limiter mit sehr niedrigen Threshold einstellen und Funktion sicherstellen, messen, einstellen, Limiterschwelle nicht mehr als unbedingt nötig hochsetzen. DSP niemals während einer Veranstaltung verstellen.

    Das wird schon recht nett spielen, und eine gute Basis für Verbesserungen sein, die zum Beispiel mit immer weiter verbesserbaren DSP-Einstellungen oder gezielter Dämpfung möglich sind.

    Gruß

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • bernd häusler
    • 18. September 2009 um 02:08

    Moin,

    simonstpauli  wora
    bitte, es ist OT. Ich habe selbst kein I-Phone, bekomme diese aber regelmäßig vorgeführt. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß eine "nicht vorhandene" Bedienoberfläche dennoch weit besser funktioniert als ein gewöhnliches Gurkenhandy oder ein GurkenPDA. Zu allen geschilderten Problemen mit nicht vorhandenen Fadernschlitzen fällt mit eine Programmierlösung auf dem Touchscreen ein - solange er groß genug ist, Bisher sind sie definitiv zu klein, um eine mit Fingern (!) zuverlässig und angenehm bedienbare Touchoberfläche eines kompletten FOH abzubilden, die einer Surface überlegen sein könnte. 30" (!) habe ich nicht umsonst angesetzt. Faderschlitze SIND Mist ;) Fader ansich sind aber OK...

    Und keine Sorge, wenn ein iLive T - Platz gewünscht wird, werde ich keine IDR mit PC hinstellen, und dreist grinsend erwarten freundlich behandelt zu werden. Dieses Thema ist hier aber auch OT...

    Tipps und Tricks...

    Was muß ich unternehmen, damit die Einbindung meines PC überall freundlich unterstützt wird? Welche Infos und Hilfen benötige ich vom Babysitter (wtf is IP) ich bin Netzwerk-TotalDAU

    Wieviel Strom zieht die IDR, wie lange braucht es nach Stromausfall, bis die IDR wieder voll da und bedienbar ist, vorrausgesetzt der PC (Laptop) lief weiter? (Setup ohne Surface)

    ich weiß das steht schon irgendwo geschrieben, aber mir bluten die Augen, und ich will noch ein paar Minuten mit dem Editor spielen.

    Viele Grüße, Bernd

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