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  2. bernd häusler

Beiträge von bernd häusler

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 16. September 2009 um 22:59
    Zitat von "matthias falke"

    Hallo.


    Darf man dazu näheres erfahren?
    Gruß Matthias


    Axxent Nox SD12 ;)

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • bernd häusler
    • 16. September 2009 um 21:15

    Moin,

    vielen Dank für Eure Gedanken, die helfen mir wirklich bei der "Findung"

    was mich sehr zuversichtlich stimmt ist, daß der Editor auf dem Atom-Prozessor läuft. Denn das eröffnet viele Möglichkeiten, nicht zuletzt den Umgang mit Stromausfällen, denn diese Atom bestückten Rechner brauchen fast keinen Strom. Mein EEE PC 1005HA läuft gestoppte 9 Stunden ohne Netz, mit USB Soundkarte dran immer noch 6. Da dieser (Meß-)Rechner ohnehin mit auf Jobs soll, kann der auch den W-Lan mobil-Betrieb, und den Spare-Rechner abdecken. Einen zweiten EEE anzuschaffen, und den mit externem Monitor aufzupeppen wäre schonmal eine mögliche Lösung die nicht teuer ist. Auch nicht teuer ist der EEE Top PC, mit Touchscreen, erhältlich mit eingebauter mini USV, aber eben nicht Netzunabhängig, den werde ich mal anfingern. Bei Lenovo schaue ich auch nach. Vielleicht gewöhne ich mich einfach daran, daß ein Computer ein Wegwerf-Verschleißartikel ist. Aber eigentlich bin ich immer noch heiß auf den http://fit-pc2.com/wiki/index.php…_Specifications 1920 x 1080 sind schon ein Wort, ich habe nur keine Ahnung ob der Editor das unterstützt. In jedem Fall halte ich den für die wertigste Lösung, sogar eine abgesetzte W-Lan-Antenne ich möglich. Allerdings kein analog VGA, DVI-D Monitore sind nicht so verbreitet, man kann also nicht schnell mal...

    Eine Frage noch zu Stromausfällen. Kann man das System so konfigurieren, daß sich der Editor nach dem Reboot die laufende Show automatisch aus der IDR holt und ohne weiteres zutun anläuft? Wie lange dauert es nach dem Booten eines PC, bis die Steuerung läuft? Ist es möglich ein Netbook über W-Lan, und einen PC über Netzwerkkabel gleichzeitig an der IDR zu betreiben und wahlweise zu bedienen, wie das ja mit der Surface, und einem PC gleichzeitig möglich ist? Die IDR rebootet ja schnell, 15 Sekunden habe ich gelesen, ist da eine USV überhaupt nötig? Wenn dann wohl eher als Schutzfunktion gegen Bauerndrehstrom, dann brauchts aber eine Online USV, oder? Wieviel Strom zieht die IDR denn?

    Zur Casefrage habe ich jetzt alle Gedanken zusammen, vielen Dank, jetzt muß ich entscheiden...

    Zitat von "wora"


    kleiner einwand meinerseits:
    schonmal drüber nachgedacht, wie sich eine umgekippte cola im laptop verhalten könnte?
    also ob dein argument jetzt noch stichhaltig ist, wage ich zu bezweifeln ;)

    wirklich absolut stichhaltig nicht, aber ein Computer passt problemlos in einen Papierkorb, und ein Computer ist leichter (schneller, billiger ;) ) zu ersetzen als eine Surface. Wenn ich erstmal mit Beidem, Computer und Surface gearbeitet habe werde ich besser einschätzen können, ob die Surface mein Geld wert gewesen wäre, doch dann ist 2010, und der nächste Anbieter kommt mit Besserem. Meine Prognose ist ein 30" Touchscreen als alleinige Surface der Zukunft, wasserfest, in Sekunden sauber... die kann ich dann kaufen und integrieren, die IDR wird noch lange nützlich bleiben. Fader und Knöpfe werden wir in der Zukunft noch teurer kaufen müssen als heute, und wirklich "heimelig" finde ich Motorfader und Drehencoder nicht. Mit meiner Prognose vor Jahren, daß zuerst das Audio Multicore stirbt hatte ich schonmal recht, als nächstes stirbt die Mechanik, ist ja ohnehim nur noch eine primitive Emulation.

    Das geriet jetzt OT, sorry, ich werde dann berichten wie es läuft.

    Danke und viele Grüße, Bernd

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • bernd häusler
    • 16. September 2009 um 11:13

    Moin Albin,

    gut geschnoddert, vielen Dank!

    Zitat von "voetter1"

    Frage - warum möchtest Du ein Kabel ziehen?


    da bin ich vielleicht von gestern, aber irgendwie erscheint mir das "greifbarer" und beherrschbar. Der Hintergrund ist, daß ich in Hotel oder Kongressumgebung einen massiv belasteten Äther vermute, und ich bin nicht sicher ob ich das beherrsche damit umzugehen.

    Zitat von "voetter1"

    Aber was ich nicht verstehe - möchtest Du einen richtigen PC für das kaufen? Oder doch einen Laptop?
    Das kann ich da nicht so rauslesen - weil PC wäre ja schon sehr unflexibel was den Transport und Aufbau angeht.
    Ich persönlich mische in kleinen Location (Pubs, Bars usw.) immer per Tablet PC und nur dem Mixrack - funktioniert sehr gut für mich.


    Wie Du sicher schon ahnst konntest Du nichts rauslesen, weil ich noch nicht sicher bin. Sowas fände ich attraktiv, weil kein Staub "reingelüftet" wird:
    http://fit-pc2.com/wiki/index.php?title=Main_Page
    braucht 7 Watt, läuft an der kleinsten USV stundenlang.
    Laptops sind "glossy", ein guter TFT nicht. Meiner Ansicht nach...
    Tablet PC war bislang teuer, aber das scheint sich gerade massiv zu ändern.

    Zitat von "voetter1"

    Ich komme auch aus der Yamaha-Ecke und die Umstellung auf den ILive Editor ist mir Anfangs schon recht schwer gefallen, mittlerweile finde ich ihn aber (genauso wie wora es vorhergesagt hat) um einiges einfacher zu bedienen als den Yamaha Editor.
    Hat irgendwie mehr das Feeling der Oberfläche als bei Yamaha.


    Dann ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich die iLive Surfaces auch bald beherrsche hoffentlich hoch. Ich denke es ist sinnvoll mit der Übung beim Editor anzufangen, an dem kommt man ohnehin nicht vorbei, wenn man vorbereitet sein will.

    Zitat von "voetter1"

    Ausserdem muss man sich immer mal mit einem PC Ausfall gedanklich befassen - dann geht natürlich nix mehr...
    Ansonsten würde ich Dir zum bedienen einen Tablet PC empfehlen - mit dem Stift läuft das echt sehr gut.


    Ich brauche also genaugenommen zwei PCs. Daß Du mir bezüglich Tablet PC und Stift Mut machst kommt mir gelegen, denn mit einer Maus läuft man nicht umher, und Mousepadbedienung ist mir fremd. Ich laufe aber gerne rum. Hast Du eine Empfehlung?
    Falls es nicht möglich ist gleichzeitig einen visuell guten "nonglossy" Bildschirm zu bekommen hänge ich den guten TFT eben an den anderen PC, der z.B. ein Netbook sein könnte.


    Zitat von "voetter1"

    Ich hab mir ein Shockmount Case von Gäng bauen lassen - sieht ganz vertrauenserweckend aus - aber jedes Shockmount Case sollte schon reichen, denk ich mal - werfen wirst das Teil ja nicht, oder?


    Mein Pult hat bis gestern 15 Jahre überstanden, aber es hätte schon in der ersten Woche hinüber sein können. Es fiel mir bei geschlossenem Case um, ein Stativteil bohrte sich bis 1mm an die Potiknöpfe heran. Es ist die ganzen 15 Jahre danach nie wieder gefallen. Das solle das Case für die IDR auch einmal schaffen. Es ist ja kein Problem so eine Elektronik-Kiste Rüttelfest herzustellen, aber ich weiß z.B. nicht, ob Allen&Heath auch das herstellerübergreifende Schneidklemm-Flachbandkabel Problem gelöst haben. Ich glaube ich schraubs auf und denke erst dann über ein Case nach. Die Gummis kosten Platz... Was ich in jedem Fall haben möchte ist ein Trittschutz/Spritzschutz fürs Anschlußfeld und einen Kabelfang. Und gefilterte Luft...


    Viele Grüße, Bernd

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • bernd häusler
    • 16. September 2009 um 08:27

    Moin,

    Ihr seid gigantisch, ein paar Stunden für einen Gabentisch voller prächtiger Antworten, vielen Dank!

    @ Albin (voetter1): Du setzt noch fett Einen drauf, wie ich gerade sehe, muß ich erst noch lesen.

    Zitat von "Campfire"

    ohne Surface ist denke ich ein NoGo wenn Fremdtechs kommen (und ich würde es nicht machen wollen....)


    Diese Einschätzung teile ich. Mir gehts vor allem darum, daß ich als Fremdtech nie mehr "no digital" fordern muß, also digital einzusteigen. Das leidige Multicore und knarzende Kinken-Inserts sind nun Vergangenheit, wie lange bitte gibts noch Faderschlitze? Zumindest zwingen tut mich keiner nochmal fossile Analogtechnik zu kaufen. Digital mit Faderschlitzen :roll:


    Zitat von "Oliver Derks"

    die Quickshut Racks von ML


    sehr sehr schick, vorrausgesetzt man sägt einen Ausschnitt unten in die Tür, ginge die dann bei gesteckten Kabeln auch zu? Ich mag die Idee des gestreckten Beins eines Bühnenartisten in meinem Mischpult genausowenig, wie Idee einer Schorle, die Richtung Faderschlitze läuft. Nebenbei ein weiteres Argument für die PC-only Bedienung...


    Zitat von "stefankoch"

    @ Bernd

    USB Stick Probs traten bei mir nur bei Einlesen des Surface auf, am Rechner und Läppe ging es immer.
    Updates gehen per Läppe via Ethernet


    prima, dann bin ich fein raus.


    Zitat von "stefankoch"

    Ich schätze die Surfacevariante bezgl. der Systemstabilität höher ein, als die Variante IDR48 / Rechner.
    Erstgenanntere Kombi läuft bei mir im Stresstest bisher fehlerlos, wobei der Editor 1.51 doch einige male seinen Dienst quittiert hat ( beim Vista Rechner, beim XP Läppe noch kein Absturz)


    Das wird noch ein Spaß, immerhin plane ich schonmal einen XP Insel-PC ein, der nur die zwei Editoren trägt.


    Zitat von "4Art"

    Das eröffnet ganz neue, interessante Lowcost-Möglichkeiten, nämlich die hier:

    http://www.asus.de/products.aspx?l1=24&l2=169&l3=0&l4=0&model=2290&modelmenu=1

    Einen EEE-PC 1001 habe ich schon als ARTA (Meßsystem) Insel, das passt gut, den Billigtablett werde ich probieren, mal sehen... Irgendwie werde ich mir schon eine Redundanz schaffen, mit einem einzigen PC gehe ich jedenfalls nicht raus. Soweit ich gelesen habe läuft die IDR32/48 Bei PC/Netzwerkproblemen unbeirrt weiter, oder gabs da schon Probleme?


    Zitat von "stefankoch"

    Unpraktisch beim Betrieb ohne Surface finde ich den Umstand, daß ich natürlich weder nen Player,nen Talkback noch irgendwas sonst an der FOH Position anschließen kann, ausser ich benutze ein Analogcore und das ist dann ja auch wieder blöd.


    Schon aus Redundanzgründen plane ich immer zwei Netzwerkkabel zu legen. So ein Netzwerkkabel hat 4 Paare, mit grundsätzlich Audio-ähnlicher Spezifikation. Eines macht Audio: Kopfhörer, Talkback, 2 CD Returns; das Andere Netzwerk. Daß mir dabei 3 Mic/Line Eingangskanäle an der IDR flöten gehen ist mir bewusst. Wenn das für Netzwerk genutzte Kabel zermatscht wird tausche ich, dann gehts mit, ohne, oder mit eingeschränktem Audio weiter. Oder mit Audio und WLan... Ich denke solange die Netzwerkverbindung kein ACE machen muß ist das nicht kritisch.


    Zitat von "stefankoch"

    Pre/Post und die Abgriffpunkte für die Auxe sind in der Vers. 1.51 mit rechter Maustaste und klick auf den Aux anwählbar, was ich vermisse ist die möglichkeit die Layer zu linken, ich gaube das geht nur im Surface, oder ich habe es übersehen.

    Das ist immerhin eine gute Nachricht und keine Hiobsbotschaft.


    Zitat von "wora"

    eine übrig gebliebene frage:

    die iDR48 hat keinen eigenen staubfilter. ich hab mir deshalb sofort staubfilter gekauft, die man einfach vor die lüfter schrauben kann. sowas gibts im computer-zubehörhandel für echt schmales geld...
    die iDR48 hat zwei lüfter, welche die luft ins gehäuse saugen. der luftaustritt findet dabei nicht nur über die seitlich und hinten angebrachten luftschlitze statt, sondern auch über die XLR anschlussbuchsen. somit ist auch in staubiger umgebung gewährleistet, das die kontakte und das innere möglichst von staub und schmutz freigehalten werden (luft-überdruck)
    man muss halt nur dafür sorgen, das die lüfter nicht schon den staub ins gehäuse blasen.
    ich hoffe natürlich, das darüber jeder user nachgedacht hat!

    Mit Deiner Hoffnung bin ich skeptisch, aber ungefilterte Luft, finde ich, geht garnicht. Dann sind die Lüfter also stark genug um genügend Luft durch die Filtermatte zu ziehen, das ist gut. Wieviel Netzleistung verbrät die IDR, ich lese immer 160 Watt max? Das ist wohl eher die Maximalleistung des verwendeten Netzteils?


    Nochmal herzlichen Dank für die prima Antworten, Grüße,

    Bernd

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • bernd häusler
    • 15. September 2009 um 14:50

    Moin,

    mein Analoges ist durch, Zeit für den Katapultstart ins digitale Zeitalter. In der engeren Überlegung ist die Anschaffung einer IDR32/48, und eines PC für die Steuerung via Editor. Also IDR32/48, Netzwerkkabel, PC mit ordentlichen Spezifikationen, Tastatur, Maus, und einen richtig guten großen hellen TFT. Obwohl ich die beiden Themen durchgelesen habe, mir bluten die Augen, habe ich wohl Einiges übersehen, und so ein paar Fragen. Zudem bin ich digitaler Newbie, meine Erfahrung beschränkt sich auf gelegentliche Quälereien mit Drehencodern und mißlungenen Emulationen analoger Oberflächen, und zu allem Überfluß bin ich Computer-Dau. Dennoch ziehe ich die Bedienung via Editor vor, jedenfalls komme ich mit dem Yamaha Editor weit besser klar, als mit dem Gameboy auf den Pulten. Ja, ich weiß, daß die ILive Surface wohl zu den bisher Besten zählt, aber wenn ich schon die Vorbereitung zuhause am PC mache kann ich auch gleich damit weiterarbeiten, bin ja dann schon geübt. Beide Bedienvarianten zu üben möchte ich mir genauso sparen, wie eine Surface rumzuschleppen.

    Allgemeine Anmerkungen zu diesem Ansatz sind willkommen. Ich meine die Nachteile der Mausbedienung genauso zu kennen, wie die Nachteile von Drehencodern und LCDs. Digital ist eben nicht analog.

    Die Fragen:

    1 Wenn ich die IDR ausschließlich via PC bediene, betrifft mich dann das Gewürge mit den USB-Sticks? Natürlich möchte ich Shows via USB abspeichern und zwischen verschiedenen PCs transportieren, gibts auch da Probleme? Kann ich die Updates via der ohnehin vorhandenen Netzwerkstrecke in die IDR einspielen?

    2 Der Lüfter der IDR ist vernehmbar, doch meine Sorge mit Lüftern ist eine Andere: Staub, Dreck, Beläge auf den Platinen, wenn ich nach wenigen Betriebsstunden in eine Endstufe oder einen PC schaue wird mit übel.
    Hat die IDR einen Staubfilter?
    Optimal wäre, wenn die IDR via Lüfter an einer definierten Öffnung Luft von außen ansaugen würde, dort kann ich problemlos gefilterte Luft hinführen. Durch den dann bestehenden Überdruck im Gehäuse hätte Dreck keine Chance. Übel wäre, wenn der Lüfter die Luft von innen nach außen blasen würde, dann wäre die IDR nur schwer vor Staub im Innern zu schützen, denn jedes Löchlein mit gefilterter Luft zu versorgen ist spätestens beim Anschlußfeld unmöglich. Wie ist das also?

    3 Sind jetzt endlich alle Bedienfunktionen im Editor enthalten? Gelesen habe ich, daß die Aux Abgriffpunkte via Editor nicht wählbar sind/waren, und auch keine globale Pre/Post Umschaltung möglich war/ist.
    Also, was geht garnicht, welche Komforteinschränkungen bleiben?
    Ich meine nicht den Komfortunterschied zwischen Drehencoder/Touchscreen gegenüber Maus ;)

    4 Der Editor basiert auf Java, ist es möglich den Editor unter Linux zu betreiben? (Computer-DAU-Frage)

    5 Das Innere der IDR stelle ich mir vor wie das Innere eines PC. Besondere Sicherheiten gegen Stöße würde ich erwarten, aber nicht vermuten. Hat jemand eine Empfehlung für ein kompaktes, leichtes, stoßgefedertes Case? Ich will keine Doppel18"er auf der IDR parken, aber die IDR auch nicht wie ein rohes Ei umhertragen ;)


    Ich freue mich über jede noch so kurze oder schnoddrige Antwort, Danke!

    Grüße, Bernd

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 14. September 2009 um 02:49

    Moin,

    Zitat von "Dennis13"

    ...Also das gute Stück klingt schön präzise im geschlossenen Gehäuse, aber logischerweiße ist es auch "nur" ein 18" wo man pegeltechnisch nicht sagen kann, wow, der geht aber im Vergleich zu anderen 18" Bässen viel lauter...

    Ich bin ja schon froh, daß der CB18 mit dem 18NLW9600 und gewöhnlichem Amping den Pegel macht, den man von einem 18" Basswürfel mit 60cm Kantenlänge erwartet. Ohne Helmholtz.

    Ich glaube ich war nur 2006 mit den BMS-bestückten CB18 bei Euch, da war ich noch glücklich, ich dachte ich bin am Ziel... ...2007 und 2008 überspringe ich, Euere Feste waren weit bässer als meine Bässe... ...und dann kam 2009 der 18NLW9600 auf den Markt UND Euer Fest war echt toll. Manchmal kommt man nur mit Geduld weiter. Am am Thema Lautsprecher ist jetzt ein Häkchen, hätte niemals gedacht, daß ich 7 mal länger an den Bässen arbeiten muß, als an den Fliegetops.

    Gruß

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 4. September 2009 um 18:10

    Moin,

    da ich per PN gefragt wurde...

    Ein geschlossener Bass ist eine geschlossene Box, wofür allgemein das Kürzel "CB" eingesetzt wird. Also eine Kiste mit einer einzigen Öffnung darin, in die das Chassis eingebaut wird. Ganz im Gegensatz zu allen anderen Konstruktionsmöglichkeiten funktioniert eine CB immer, und ist ohne besondere Kenntnisse in einfachsten Setups betriebssicher. Der 18NLW9600 ist kein "spezielles" CB- Chassis, denn seine außergewöhnliche Hubfähigkeit ist in allen Konstruktionen nützlich. Darüber hinaus ist der 18NLW9600 eines der selteneren hochmodernen Chassis, die auf sicheren Betrieb in Helmholtzgehäusen (Bassreflex/BR, BP6...) hin konstruiert sind.

    Man hat also große Freiheiten bei der Konstruktion, ganz im Gegensatz zu vielen immer noch käuflichen Chassis. Denn die absolute Mehrzahl der angebotenen Chassis ist in Anbetracht der heutigen Musik-Produktionstechniken überhaupt nicht mehr betriebssicher in Helmholtzgehäusen nutzbar, auch dann nicht, wenn man alles richtig macht, was schon bei BR gehobene Kenntnisse und aufwändigere Technik erfordert. CB ist in jeder Hinsicht einfach und gut.

    Bleibt also die Frage übrig: "Und wie baue ich nun eine CB?"

    Die erste Frage bei PA-Lautsprechern ist der Transport. Dazu misst man die Breite der Wohnzimmertür, oder den Laderaum des Transportfahrzeugs, fragt seine Frau, oder das Personal. Vorteil von CB ist hier, daß das Verhältniss der Außenmaße l*b*h nur von den Maßen der Seite abhängt, in die das Loch für den Chassiseinbau gesägt wird. Irgendwo muß das Chassis hinpassen. Hinten ist ein Chassiskorb und der Magnet, der sollte besser innerhalb der Kiste sein, und nicht mit Versteifungen kollidieren. Jetzt muß man eigentlich nur noch vermeiden versehentlich einen URPS zu bauen, auch wenn ein URPS prima funktioniert. Die Erklärung "warum denn?" ist zu schwierig, und CB funktioniert gut genug.

    Das Volumen eines Quaders ergibt sich aus den Soll-Maßen nach: V=l*b*h also berechnet man es einfach. Das richtige Volumen liegt irgendwo zwischen dem "URPS-Volumen" und dem "Protestvolumen" von Frau oder Personal. Sehr gut klingen wirds immer. Will man die CB allerdings einfach so ohne weiteres technisches Gedöhns, also nur mittels Endstufe direkt am CD-Player betreiben, dann sollte man sich weitergehende Gedanken machen. Dazu liefern Thiele&Small zwei Formeln. Mit der Einen berechnet sich, wenn man die tatsächlichen T&S- Daten des Chassis einsetzt, aus dem Volumen die Resonanzfrequenz. Aus der Zweiten berechnet sich die Einbaugüte. Aus dem Zusammenhang von Einbaugüte und Resonanzfrequenz ergibt sich der Frequenzgang.

    Das größte Problem mit dem Frequenzgang ist, daß der Mensch mit seinen Sinnesorganen kein Meßgerät ist, und zudem schlicht nicht in der Lage technische Daten mit Erlebnissen in sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Das hält den Menschen aber nicht davon ab unbegriffene Technologien einzusetzen, er ist vernunftbegabt und greift auf Erfahrungswerte zurück. Ein Lautsprecher ist keine Atombombe, ethische Probleme mit Experimenten nicht offensichtlich.

    Es ist also erlaubt Erfahrungen zu sammeln, oder auf Erfahrungen Anderer zurückzugreifen. Also schaut man in die Literatur oder probiert es aus.

    Meine Tipps für die optimalen Werte eines geschlossenen Basslautsprechers sind:

    Einbaugüte 0,707

    Resonanzfrequenz 50Hz

    Hat man den Taschenrechner richtig bedient erkennt man, daß meine Optimalwerte mit dem 18NLW9600 nicht möglich sind. Je nach Volumen ist die Resonanz "zu hoch", oder die Einbaugüte "zu gering". Mit der Wahl von 50Hz umgehe ich jede Diskussion zum "Under-Resonance-Principle-Bass". Zudem klingen 50Hz Einbauresonanz mit allen Musiken der Welt gut. Das Problem mit der Güte begrenzt sich sehr weitgehend auf die Verwechslungsgefahr des Wortes mit dem Wort "Qualität". Also habe ich der Wunsch-Resonanzfrequenz oberste Priorität eingeräumt. V=b*l*h=(60cm)³=216Liter. Außenvolumen, innen Luft, Holz, ...Magnet... . Die Endstufe für PA-Betrieb sollte ohne Clipping 110 Volt RMS bringen können, und der Bediener diese Grenze einhalten. Wenn die Signalkette nicht genügend Lowcutfilter (meistens zu viele) enthält, UND die Quelle Frequenzen unter 20 Hz liefern kann empfehle ich einen Lowcutfilter >>nach dem Limiter!<<. Ein Lowcutfilter vor einem Limiter ist immer gänzlich nutzlos! Solange man nicht Schallplatten spielt oder experimentelle Signale erzeugt ist beim CB18 ein Lowcutfilter verzichtbar.

    Man kann den 18NLW9600 natürlich auch in eine Bassreflexbox bauen. Das hat den Vorteil, daß man experimentell einfach die Reflexöffnung verschließen kann. Denn mit sehr großer Wahrscheinlichkeit hat die gebaute Kiste wie zufällig das "richtige" 50Hz- Volumen für CB, Frau, Personal...


    Gruß

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 30. August 2009 um 22:20

    Moin,

    Zitat von &quot;bowdy&quot;

    und was ist hörnli bms??

    "Hörnli" ist mein früherer Nick, "BMS" ein erfolgreicher Hersteller von Hochtontreibern. Nach (zu) langem "Leerstand" sind jetzt Eighteensound 18NLW9600 in meinen geschlossenen Bässen.


    Ich wills nicht verstehen und sage jetzt was böses: Der Faital-Plan ist vor allem für Leute interessant, die mit vielen Chassis auf kleinstem Raum viel Endstufenleistung verbraten wollen. Ich habe schon Mühe die Sinnhaftigkeit von ventilierten Bassboxen zu erkennen und lasse mir auch gerne nachsagen, daß ich mit der Verwendung von geschlossenen Gehäusen einem gewissen Luxus fröne. Dieser lieblos konstruierte Winzling bedarf jedoch grenzenloser Verschwendungssucht gepaart mit... ...ok, ich mache nen Punkt.

    Eighteensound stellt einen Vorschlag für den 18NLW9600 zur Verfügung, eine kompetente PRO- Konstruktion, die leider nicht in Mamis Kleinwagen passt. Muß Eighteensound wirklich auch einen BR- Bauplan, oder gar eine CB veröffentlichen?

    Mit Zuschnittliste :D


    Gruß

  • 2xlmt-212 4xSK-bastelhorn + welcher infra?

    • bernd häusler
    • 18. August 2009 um 23:40

    Moin,

    Zitat von &quot;stephan merkl&quot;

    Zur unteren grenzfrequenz. Ich merk bei DnB schon einen unterschied ob ich bei 50 40 oder 30hz den lowcut hab. Zumindest mit meiner anlage im zimmer. (Has104 von jobsti, die tief getunte hifi version)

    ...das könnte auch täuschen, natürlich hört man wieviel bei 50 Hz weggeschnitten wird ;) . Ich schätze mal in der 50Hz Einstellung etwa 3dB...

    ich würde schon erst ausprobieren das absolute Maximum aus Deinen Bastelhörnern, und Deinen Tops im realen Raum rauszuholen. Derweil kannst Du einen Versuch starten: Baue eine Bassreflexbox mit 30Hz Tuning, klebe eine Feder ans Loch, das ist ein prima Analyser... ...dann schaust Du ob Du einen Titel findest, wo die Feder wackelt.
    ...ich bezweifle ja garnicht, daß es da Titel gibt ;)

    Gruß

  • 2xlmt-212 4xSK-bastelhorn + welcher infra?

    • bernd häusler
    • 16. August 2009 um 23:50

    Moin Stefan,

    Zitat von &quot;stephan merkl&quot;

    hi

    danke für den tipp. das mit der aufstellung werd ich sowieso mal probieren.

    das problem is nur oft, dass ich nicht überall optimal aufstellen kann. auf dem foto mit dem viererstack steht das ganze auf einer bühne. ca. 2,5m dahinter war ein großes altes glasfenster.

    @ bernd: wie stellt du die bastelhörner meistens auf? und wieviele? ich glaube ja nicht dass die bastelhörner bis 30hz flat runterkommen. das wär aber mein ziel. dh eine erweiterung für 30 - ca 65hz.

    wenn ich keine auslöschungen von der rückwand haben möchte muss ich die bässe entweder dranstellen oder einen abstand wählen der dem vielfachen einer frequenz entspricht die die bastelhörner eh nicht übertragen. stimmt das?

    Mal sehen, ob ich eine sinnvolle Vorhersagerechnung hinbekomme. Ich nehme einfach mal an, hinter den Bastelhörnerrn waren es 170cm zur Wand. Dazu kommt die Tiefe der Box +60cm, sind wir bei 230cm. Eine Auslöschung gibt es bei einem Laufzeitunterschied von einer halben Wellenlänge. Der Laufzeitunterschied ist von der Box zur Wand und zurück, also 2 mal der Abstand von 230cm ist 460cm. Nochmal mit 2 Multipliziert sind wir bei der Schallwellenlänge, welche ausgelöscht wird, also 920cm, das entspricht
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-wellen.htm
    37 Hz... und das recht breitbandig, das heißt, Du hättest Verluste im kompletten Tiefbassbereich.

    Sicher löschen sich nur Sinustöne wirkungsvoll aus, von Impulsen bleibt immer etwas mehr übrig, aber gerade bei DnB und Black...

    Die Bastelhörner sind wirklich in Ordnung, aber keine Inframonster. Wie Jens schon schrieb, bei 30 Hz ist bei kaum einem Musikstück "noch wirklich was los". Also schaue erstmal, daß Du wenigstens nicht noch zusätzlich was weglöschst.

    Gruß


    PS (auch @ Willaudio ;-)) ich arbeite mit 18NLW9600 in CB, die sind all in one, Infra, Nutz und Kickbass, Hi-End und Spaßbass, Micro-PA und Hallenstack, leicht handlich laut.

  • 2xlmt-212 4xSK-bastelhorn + welcher infra?

    • bernd häusler
    • 15. August 2009 um 20:56

    Moin,

    mir ist das ja vor ein paar Wochen bei einer Vorführung selbst unterlaufen, zwar mit deutlich kleinerem "Stack", aber auch vier Bastelhörner richten den Schall ganz unten nur wenig...

    Es ist der Abstand zur Wand hinter dem DJ-Platz, der eine mächtige Auslöschung produziert. Mir fallen jetzt viele Varianten ein wie Du die Bastelhörner an die Wand hinter Dir aufstellen kannst, Dir sicher auch. Den Nachteil, daß Dir die optische Anmutung des schönen Hornstacks verlorengeht sehe ich wohl, akustisch halte ich das aber für unumgänglich, zumal Du mit dem DCX die Laufzeit zu den Tops korrigieren kannst, also keinen Laufzeitnachteil hast. Als Tipp: spiele verschiedene Aufstellungen durch, und beurteile sie indem Du in moderater Lautstärke tiefe Sinustöne laufen lässt und auf der Tanzfläche umhergehst (vielleicht baust Du Dir am Rechner langsame Sweeps von 30 Hz bis 200 Hz und loopst, so ist das einfacher). Die Aufstellung der Bassboxen entscheidet mit großer Übermacht über das Basserlebniss... Über Infras würde ich erst nach diesen Versuchen nachdenken, denn die Suche nach einer brauchbaren Aufstellung einer Kombination aus Hörnern und Infras ist noch deutlich schwieriger. Mit dem DCX alleine bekommst Du sowas niemals zum laufen, dazu sind die Zeitverhalten schlicht nicht gleich genug. Ich habs schon praktiziert, das kann gut klingen, aber nach Lehrbuch läuft sowas nie.

    Gruß

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 4. August 2009 um 06:06

    Moin,

    ich wollte es mir ja verkneifen...

    Man kann sogar wesentlich Kleineres simulieren, auch mit 30 Hz. Den Port baut man eben aus Gartenschlauch, der lässt sich aufrollen. :D

    Im Ernst: Es ist doch deutlich zu sehen welche Folgen das kleine Volumen hat, schon in der Faital Simu. Geringe Sensivity und ein tiefes Tal zwischen zwei Höckern. Ich möchte auch garnicht wissen bis zu welchem Pegel der Schalldruckzuwachs folgt, und ab welchem Pegel der Port stöhnt und furzt. OK, für Chassis ohne relevantes x-max reicht der Port vielleicht.

    Auch das Argument man könne das Luftkühlgeräusch des 18NLW9600 nicht der Außenwelt zumuten finde ich erheiternd. Bitte probierts wenigstens aus, bevor Ihr sowas schreibt. Egal was Ihr in den Faital Winzling schraubt, bevor da irgendeine Antriebskühlung zu hören ist, pfeifft der Port. Aber seit versichert, betreibt man den 18NLW9600 bei einem Hub, den andere Chassis gerade eben noch erreichen, dann ist da nichts, aber auch garnichts zu hören. Der 18NLW9600 bewegt bei x-max satte 400cm³ kühlende Luft (nur Polkern gerechnet). Bei einem 18NW100 oder ähnlich sind es schlappe 140cm³. Beide Kühlungen sind leise genug. Die Port-Anordnung beim 18S Vorschlag sorgt für einen brauchbaren Kamineffekt und zusätzlichen Wind um den Magneten braucht der 18NLW9600 ganz sicher nicht.

    Gruß

  • Fane neuer COLOSSUS 18-1500

    • bernd häusler
    • 31. Juli 2009 um 00:22

    Querschnitt Polkern d=100mm:
    A=(d²*PI)/4=((100mm)²*3,14)/4=7850mm²

    Mantelfläche/Spaltquerschnitt
    M=PI*d*h

    Theoretisch sättigbare Spalthöhe bei d=100mm² Kerndurchmesser ??
    h=M/(PI*d)=7850mm²/(3,14*100mm)=25mm

    Jetzt mußt Du nur noch den Feldlinien erklären wo sie langmüssen, daß sie keine Abkürzung nehmen dürfen... Neben der Kernbohrung also noch hinterdrehen ... etc.

    also hinterdrehen, 5mm sind besser als nichts, schon wegen BL-Symmetrie...:
    A=(d²*PI)/4=((90mm)²*3,14)/4=6358mm²

    kleine Kernbohrung:
    A=(d²*PI)/4=((30mm)²*3,14)/4=706,5mm²

    bleiben als aktive Kernfläche 5651mm²

    Weitere Näherung an die theoretisch sättigbare Spalthöhe bei d=100mm² Schwingspule
    h=M/(PI*d)=5651mm²/(3,14*100mm)=18mm

    Damit der Polkern allerdings bis zum Spalt gesättigt sein könnte, dürfte auf dem Weg dorthin nichts "verstreut gehen". Der Weg ist lang, und der Spalt immer zu weit...

    SRAM: Polplatte "übersättigen" meint, daß die Feldlinien neben dem Spalt den Kern im Spaltbereich nachsättigen? Wie denn?


    ich sags mal unwissenschaftlich, wenn ein Hersteller mit einer 100mm Spule die Daten (BL,Re,X-max) des 18NLW9600 mit 135mm Spule schaffen würde, dann wüsste ich das. Real sinds bei 100mm und 12mm Spalthöhe: 24NA, 5ohm, 9,5mm, alle Boliden lassen sich darauf umrechnen, mit Polplatte über 12mm wirds nicht besser, und auch mit 10mm klappt das. Auch der Fane kommt mit 15mm nicht darüber, 33 N/A bei 5,3 ohm glaube ich erst, wenn ich den gezuckert und "geohmt" habe ;)

    Prospektdatenblätter...

    Gruß

  • Fane neuer COLOSSUS 18-1500

    • bernd häusler
    • 30. Juli 2009 um 15:45

    Moin,

    das lässt sich über Prozentrechnung und Rechteckformel leicht erschließen ;)
    ...auch das nötige Spaltmaß...
    Aber mit 100mm Polkern... das reicht nicht für 20mm Platte ... auch für 15mm nicht wirklich :D

    Gruß

  • 18-Sound 18NLW9600

    • bernd häusler
    • 29. Juli 2009 um 04:06

    Moin.

    mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen, bei der Berechnung des Datensatzes. Damit er konsistent wäre müsste eine Membranfläche von 1234mm^2 eingesetzt werden. Bei denen gerade der Leim trocknet möchte ich mich entschuldigen, auch wenn der Fehler geringen Einfluß hat. Hier der neue Datensatz:

    http://img129.imageshack.us/img129/7389/18nlw96002.jpg

    Gruß

  • In Ear - Gehörschädigend?

    • bernd häusler
    • 25. Juli 2009 um 09:54

    Moin,

    Zitat von &quot;der diak&quot;

    liebe Grüsse aus Berlin,
    der Diak

    Für Deine entzündete ;) Situation kann ich nichts, oder? Furchterregende musikalische Arrangements kenne ich weit besser als Du je vermuten würdest. InEar ist gerade in diesem Fall die Lösung. Du hast sicher selbst schon versucht neben einem Presslufthammer sauber zu intonieren, wenn nicht, dann übe genau das. So wirst Du recht schnell rausfinden was in den Tourkoffer reingehört. In meinem Fall waren es lediglich einen XLR-Split (Y-Adapter) je SängerIn. Hätte es damals schon bezahlbares IEM gegeben, ich hätte es gerne zusammen mit meinem unfassbar schraddeligen Hallgerät in meinen Koffer gelegt. Allerdings erst nach ausgiebigen Übungsstunden mit dem Sänger - im Proberaum - natürlich mit der ganzen Band.

    Den Trick mit dem Split hat mir ein Tontechniker aus Frankreich "beigebracht", der das zweifelhafte Vergnügen hatte als Bandmischer meine damalige Anlage zu bedienen. Er war besser als ich, ich habe noch sehr lange gebraucht, bis ich auf dieser "Anlage" annähernd vergleichbaren Sound mischen konnte. Einen Monitor EQ habe ich auch irgendwann gekauft ;-).

    Ich habe die Schei** in der ich steckte selbst aufgeleckt, jetzt kann ich höher springen, Schei** klebt... . Du weißt genau so gut wie ich, daß ein Flugzeug noch sehr lange nicht in einen Tourkoffer passt.

    Zitat von &quot;oops&quot;

    Bernd
    ich bin supi entspannt...

    ich finds nur immer mal wieder recht amüsant, wie die eigene meinung gleich als diktat und allgemeingültig dahingestellt wird.

    Humor hilft auch bei der Arbeit, Danke, daß Du mich aushälst. Daß die Zitate aus Deinen Postings als Einleitung nicht klug waren fällt mir besonders wegen diese Satzes auf:

    Zitat von &quot;oops&quot;

    ich will jedenfall keinen hall dsp im beltpack, welcher mir meinen sound vermatscht.

    Du kannst ihn ja abschalten. Aber was meinst Du, machen IEMs mit der Möglichkeit den eigenen Gesang ohne jede Bearbeitung einzuspeisen Sinn? Macht die Empfehlung einer solchen Technik für SängerInnen Sinn?

    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;

    Durch den fehlenden Cocktailparty-Effekt ist die akustische Zuordnung einzelner Stimmen im Mix nicht so einfach und erfordert schon mal mehr AUX-Wege für ein individuelles Monitoring (was bei vielen Coverbands aufgrund begrenzter technischer Möglichkeiten und fehlendem Know-How - und nicht nur beim Monitoring - schnell an Grenzen stößt).

    Ich kenne von meiner Arbeit duzende Bands, die mit einer Kombiladung Technik ganz offenbar nicht nur das Publikum bespaßen, sondern auch auf der Bühne zurechtkommen, ganz ohne FOH. Aber ich kenne auch den Normalfall, da ist das Brett von zwei Gitarren und ein gründlich bedientes Schlagzeug selbst mit totalen Hörschützern am Platz des singenden Menschen schlicht unüberhörbar. Ohne Stöpsel ist dort der eigene Schrei nicht wahrnehmbar. Selbst mit brutalsten Wedges erreicht man nichts. Dort ist der Beitrag zum Hörschaden des singenden Menschen durch die Monitorlautsprecher, relativ betrachtet, vernachlässigbar.

    Solche Menschen sind anfällig für die einfachen, aber meiner Ansicht nach sehr gefährlichen Vorschläge der MI-Industrie. Ein singender Mensch auf der Bühne, der mit traditionellem Monitoring keine Intonationsprobleme hat, wird auch durch IEM keinen Schaden erleiden, aber wieso sollte er IEM überhaupt benutzen? Weil Monitore klobig sind, und nicht in die Handtasche passen?

    Grüße nach Berlin, Bernd

  • In Ear - Gehörschädigend?

    • bernd häusler
    • 24. Juli 2009 um 05:09
    Zitat von &quot;oops&quot;

    ich schraub das so, wie meine kundschaft es wünscht,- hall & räume stehen komischerweise nicht oben auf der wunschliste


    Genausowenig stehen geschlossene Ohrstöpsel auf der Wunschliste der "Walkmann-Kids", sind jedoch die einzig mögliche Herangehensweise zur Verhinderung von schweren Hörschäden.

    Ich sehe da, genauso wie bei der IEM-Technik eine "Beratungshaftung", eine Verpflichtung für Sachkundige, richtig zu beraten. In Unserem Fall ist das die Anfertigung eines sachkundigen Mixes, im Fall der Hersteller ist es die sachkundige Werbung. In allen Fällen geht es um Körperverletzung an Laien.
    Was "Wunschliste" ist darf also niemals das Maß des Handelns für Sachkundige sein.

    Hersteller dürfen Laien nicht damit umwerben, daß ein Gesangsmikro unbearbeitet auf dem Mixmode gelegt werden kann.

    Wir dürfen niemals den eigenen Gesang ohne gründlichste Raumerzeugung auf das jeweilige IEM mischen. Sachkunde erfordert das.

    Dabei genügen keinesfalls die üblichen Räume bei Musikproduktionen, und auch kein globales Hallgerät für mehrere Sänger. Der erforderliche Hallanteil ist sehr hoch, zu hoch für die Mitmusiker. Man braucht also zwingend für jeden Gesang eine DSP-Engine. Spart man aber mangels DSP-Ausstattung mit dem Hall, dann sind die "gewünschen" Pegel des trockenen Anteils gefährlich hoch, allerdings ohne daß der Sänger es selbst bemerken kann*.

    Es gilt zu erkennen, daß das Monitoring des jeweils eigenen Gesangs auf IEM eine markante Sonderstellung einnimmt, die bei keiner anderen Technik als IEM-Monitoring relevant ist. Die weiteren Signale folgen den bekannteren Regeln. Man sollte also stutzig werden, wenn der jeweils eigene Gesang beim reinhören alles dominiert. Das ist bei einem passenden Raum nie nötig, weil der eigene trockene Gesang durch Körperschall schon relativ laut beim Hörsinn ankommt.

    Ich finde es zynisch die Verantwortung für Hörschäden an den "Knopf" des Künstler weiterzureichen, wenn vom Techniker Sachkunde und verantwortliches Handeln gefordert werden muß.

    Es mangelt jedoch zu oft an verantwortlichem Handeln, und in der Folge an Sachkunde. Ahnungslosigkeit ist keine gültige Ausrede, Laienwunsch genausowenig!

    Gruß


    *Ich hatte den Fall des trocken auf das IEM gegebenen Gesangs in einem anderen Forum, das endete mir Gehörschaden und Schmerzen beim Arzt. In einem weiteren Fall war es von der Sache her genauso, der Verlauf aber glimpflicher. Solange Sachkundige nicht eingreifen, und sich billig auf dB und Eigenverantwortung zurückziehen wird die Tontechnik genau den Ruf behalten, den sie nunmal in der Gesellschaft zu Recht hat: "Werk des Teufels"

  • In Ear - Gehörschädigend?

    • bernd häusler
    • 24. Juli 2009 um 00:41

    Moin,

    Zitat von &quot;oops&quot;

    die von dir angesprochene raumkomponente ist in meinen augen eher schmückendes beiwerk.

    Du hast nichts verstanden.

    Zitat von &quot;bernd häusler&quot;

    Allerdings muß man insbesondere für den Gesang sinnvolle Räume nachbilden. Geht mal in einen reflexionsarmen Raum und singt, ist das gut? Wäre es besser, wenn es lauter wäre? Der Mensch hört keine dB, das hat er in der Frühgeschichte nicht gebraucht! Aber jeder Mensch hat eine sehr feine Wahrnehmung für Klänge und Räume, er übt den Gesang in Räumen, er lernt in Räumen den Gesang zu intonieren, er lernt in Räumen Zisch- und Popplaute für Zuhörer verständlich darzubieten. Immer ist ein Raum im Spiel, wie soll dann das trockene, direkte Signal dem Sänger nützen?

    jetzt schau die verlinkten Videos nochmal an. Gefährliche Werbung... ...der Mixmode führt bei Sängern zwingend zum Hörschaden. Die Hersteller müssen zwingend darauf hinweisen, daß der eigene Gesang im Mixmode keinesfalls funktionieren kann, mit Beltpacks ohne eingebaute Raumsimulation durch DSP-Hall.

    Die Hersteller tun allerdings genau das Gegenteil.

    Auch Du schwafelst nur.

    Gruß

  • In Ear - Gehörschädigend?

    • bernd häusler
    • 23. Juli 2009 um 13:46

    Moin,

    http://www.youtube.com/watch?v=E3BnEY4o_kI&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=Xm8sHyTLu9Y

    natürlich ist das hier nicht der richtige Ort, hier sind nur Profis, davon konnte ich mich beim Lesen der Themas überzeugen...

    Gruß

  • In Ear - Gehörschädigend?

    • bernd häusler
    • 23. Juli 2009 um 08:02

    Moin,

    ich kann nicht anders:

    Die Sonne schien schon bevor es Menschen gab, Hiroshima war 1945, wir verbrennen bis heute unsere fossile Erbschaft, und ruinieren den Planeten. Dumpf ist Trumpf. Die Sonne scheint noch immer...

    Leute, lernt mit Fortschritt umzugehen, IEM ist die einzig realistische Möglichkeit ohne Hörschädigung live zu spielen. Allerdings muß man insbesondere für den Gesang sinnvolle Räume nachbilden. Geht mal in einen reflexionsarmen Raum und singt, ist das gut? Wäre es besser, wenn es lauter wäre? Der Mensch hört keine dB, das hat er in der Frühgeschichte nicht gebraucht! Aber jeder Mensch hat eine sehr feine Wahrnehmung für Klänge und Räume, er übt den Gesang in Räumen, er lernt in Räumen den Gesang zu intonieren, er lernt in Räumen Zisch- und Popplaute für Zuhörer verständlich darzubieten. Immer ist ein Raum im Spiel, wie soll dann das trockene, direkte Signal dem Künstler nützen?

    Die Kids in der Straßenbahn, die sich ohne es zu bemerken seit der Erfindung des Walkman das Gehör zerblasen, sind auch nur Opfer von "Dumpf ist Trumpf". Wenn man in einem Vehikel mit einem Störschallpegel von mindestens 80dB, Musik mit mindestens 40 dB Störabstand hören möchte, wie laut müssen offene Ohreinhänger dann spielen? Na? Wie leise könnte man mit einem luftdicht im Gehörgang sitzenden System Musik mit 40dB Störabstand hören? Wer ist jetzt Schuld an ertaubten Erwachsenen?

    Wer ist Laie? Die Kids sind ganz sicher tontechnische Laien, etwas mehr Kompetenz siedle ich bei den Herstellern an. Wer ist in der Verantwortung? Wer hätte offene Ohrhänger verhindern können? (der einzige Grund in der Straba 120dB ans Ohr fahren zu MÜSSEN!)

    Wer ist eher tontechnischer Laie im Konzertsaal? Musiker oder Tontechniker? Wer begeht die Körperverletzung? Derjenige der dem Künstler den Raum entzieht und ohne Not vorenthält? Derjenige, der blöderweise mit dem vollen unverzerrten "raumentleerten" Brett im Ohr immer noch nicht singen kann? Lieber Himmel, steckt Euch doch mal ein Mikro ins Pult und hört Euch selbst zu.

    25mW, 100mW, mein Ghettoblaster hat 1000Watt PMPO - wie Gehörschädlich ist das? Ist UKW oder Mittelwelle schädlicher?

    ;)

    Gruß


    PS: Liebe Hersteller, baut ein einfaches Hallgerät in die IEM Beltpacks, ein Badezimmer kostet sehr wenig DSP-Leistung, und löst das einzige Problem bei IEM. Ihr wollt doch an die MI-Kunden, an die Sänger die sich einen direkten Link vom Funkmikro bauen, oder? ;)

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