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  2. bernd häusler

Beiträge von bernd häusler

  • Probleme mit Dante

    • bernd häusler
    • 11. August 2012 um 11:30
    Zitat von "marcoboy"

    Du sollst den Controller Port Anschluss mit der IDR Switch verbinden. Nicht den Primären Port!

    Das ist Unsinn, denn so könnte ich nicht aufnehmen! Was ich jedoch kann, erprobterweise, weil der 100 Mbit/s-Switch in der iDR eben völlig ausreicht und auch kein Problem mit dem Dante-Protokoll hat.

    Die Probleme kommen erst mit einem Router - den es jedoch absolut nicht braucht.

    Es braucht lediglich einen Accesspoint für den mobilen Wlan-Editor - und gegebenenfalls VNC - Laptop.

    Meine Fragen hast Du nicht beantwortet, stattdessen weitere Verwirrung gestiftet ;)

  • Probleme mit Dante

    • bernd häusler
    • 11. August 2012 um 05:14

    Moin,

    Zitat von "TWOsider"

    to 100Mbit/s.

    erstmal ein Riesendankeschön für Deine hilfreichen Ausführungen. 100Mbit/s müssen kein Problem für Dante darstellen, bei mir laufen 32Kanäle rein/raus über den iDR-internen Switch, der Dante auch auf 100Mbit runterbremst. Netzwerklast wird irgendwas um 40Mbit/s vom Rechner angezeigt, das ist dann Editor und Dante zusammen.

    Gestöpselt ist die Dante-Karte in den iDR-internen Switch und der interne Switch mit dem Editor/Recording- Rechner am FOH, Surface gibts bei mir keine. Jeweils feste IPs für die iDR und den Editor/Recording-Rechner, Dante macht sichs selbst irgendwie mit Bonjour.

    Der Threadstarter hat zusätzlich zu meinem Setup noch die Surface. Also kommt zusätzlich zu meinem Setup die Surface in den ACE-Port der iDR. Feste (Standard-) IP für die Surface, fertig. Der Rechner, der bei mir am FOH steht, steht bei ihm an der iDR, macht keinen Unterschied spart aber das zweite lange CAT.

    Jetzt fehlt nur noch ein WLan Accesspoint für den mobilen Editor-Laptop, der gleichzeitig über VNC den Aufnahmerechner steuern soll. Der könnte sowohl an den übrig gebliebenen Anschluß am iDR-internen Switch, als auch an der Surface (ACE-Tunnel) angeschlossen werden?

    Logisch wäre, wenn dieser auch eine feste IP im iLive-Adressbereich bekäme?
    Was muß man dann am Accesspoint alles einstellen?
    Der Accesspoint ersetzt ja nur ein CAT-Kabel, gibts da was zu routen?

    Viele Grüße, Bernd

  • Bühne von Windböe zerstört

    • bernd häusler
    • 8. August 2012 um 23:56

    http://www.youtube.com/watch?v=cZuJPb0lqg4&feature=endscreen&NR=1

    Sowas ist zwar auch keine Bühne, aber ich finds gut, daß das mörderische Ding rechtzeitig weggeblasen wurde, nur durch Glück ohne jemanden umzubringen. Wenn weder Kompetenz noch Geld für eine echte Bühne, UND ein echtes Dach vorhanden ist erwarte ich als absolutes Minimum die Vernunft keine Gefahr für Leib und Leben zu schaffen. Genau das wurde dort gemacht! Ich habe überhaupt kein Problem mit betoniertauglich verbautem Schalmaterial und gebe den dringenden Rat, bei schlechtem Wetter mit abgeschaltetem Strom und Baumarktplanen über dem Material auszuharren.

    Genau das machen "Profis" mit ihren bescheuerten Planenabwurfdächern schließlich auch ;)

  • Probleme mit Dante

    • bernd häusler
    • 31. Juli 2012 um 03:58

    Moin,

    hmm, Aussetzer bei direkter Verbindung von Dantekarte und DVS-Recording-Laptop? Das ist ziemlich sicher ein Windoof-Dienst, der den Laptop immer wieder blockiert. Tipps zum Windoof-Aufräumen gibts bei der SAC-Fraktion.
    Oder Du musst dem ASIO-Treiber noch klarmachen, woher die Clock kommt. Clock-Fressfolge sollte iDR auf "internal", Dantekarte auf ClockRole = PreferredMaster und Slave To External Word Clock = Yes. Dann muß nur noch der CoreAudio, ähm ASIO die Clock von der DVS schlucken und dann das Recordingprogramm von ASIO. ...oder so ähnlich, habe nicht wirklich Ahnung, aber bei mir gabs überall ClockQuellen und Samplingraten zum Einstellen.

    ääähm, ich brauche kein ACE, weil... ...in den Editor kein Bier laufen kann, Der keinen Platz wegnimmt und nix wiegt.

    Bevor ich auf die Dante-Karte verzichten müsste, würde ich eher die Surface verticken, wenn ich Eine hätte.

    Ich habe jetzt, seit heute, auch Talkback und PAFL-Kopfhörer am FOH-Editor-Dante-Recording-PC, Beides über M-AUDIO MOBILEPRE USB. Nächster Schritt ist den Onboard-Sound doch noch dafür ans Laufen zu bekommen - weil weniger Geraffel.
    Dazu, auch seit heute, Playback - unabhängig vom Recording direkt aus dem Rechner mit VLC- oder Quicktime-Player. Da lege ich gerne das Cat-Kabel, iLove Dante.

    Abgesehen davon, daß Du das sicher auch nach Deinem Plan zum Laufen bekommst...
    (Du bist nicht der Einzige, der viele Stunden, 15 jetzt bei mir, für die einfachsten IT-Dinge braucht ;) . Dante selbst ist supereinfach, aber Ardour, JackPilot, CoreAudio, USB-Sound, und Player zu verknüddeln :roll: )
    ...würden mich 2 Cat-Kabel nicht erschrecken, wenn man eine Surface hat/hätte.

    Mein erster ernstzunehmender Schritt in die Netzwerktechnik wird dann das zusätzliche Editor-Wlan-Netbook, mal sehen ob der OnBoard-Switch der iDR auch noch den Wlan-Router schafft -

    UND WIEVIELE STUNDEN DAS WIEDER DAUERT

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Probleme mit Dante

    • bernd häusler
    • 30. Juli 2012 um 11:58

    Moin,

    es gibt zwar gute Gründe das Recording mit einem extra-Rechner zu machen, und Du hast sicher auch solche Gründe.

    Wenn Du auf dem Recording-Rechner auch den Editor installierst, und die Dantekarte in den iDR-eigenen Switch steckst, dann hast Du Recording und Editor über Netzwerk am FOH. Läuft zwar dann "nur" mit 100Mbit (der iDR-Switch kann kein Gbit), reicht aber bei mir erprobt für mindestens 32 Kanäle, hin und zurück, und auch der Editor läuft. Audinate empfiehlt zwar Gbit, Dante läuft aber in einfachen Konfigurationen auch mit 100Mbit. Die iDR hat einen eingebauten 4-fach-Switch, davon sind 3 Anschlüsse außen. Könnte sogar sein, daß Du dort sowohl die Dantekarte, als auch den Recording-Rechner UND den FOH-Editor-RemoteDesktop-Rechner (evtl. auch über Wlan-Router) anschließen kannst.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Dach von Festivalbühne, durch Windboen zerstört.

    • bernd häusler
    • 20. Juli 2012 um 14:53
    Zitat von "illuminati235"

    Das Diagonal-Seil

    Einzahl, ich sehe auch nur Eines, das genügt nicht.

    Zitat von "skyworker"

    - wer sollte sie [die Seitenverkleidungen] denn wann und wie rausnehmen?

    eben, ich hoffe, daß der Bühnenbereich geräumt wurde, und man aus sicherer Entfernung abgewartet hat, bis der Wind sicheres Arbeiten wieder zuließ.

  • Basedrum ohne Loch im Resonanzfell

    • bernd häusler
    • 16. Juli 2012 um 20:42

    Moin,

    Zitat von "wora"

    meine erfahrung ist, das der bassdrumsound sehr von der spielweise abhängig ist. ...die spielweise ist ein sehr entscheidender faktor.

    Das ist auch meine Erfahrung.

    Ich hatte vor vielen Jahren Armin Rühl auf der Bühne. Er kam mit einen sehr kleinen Drumset - auch die Bassdrum war unglaublich winzig. Er hatte wohl meine rätselnden Blicke bemerkt und sagte mir dann,"denke nicht über die Größe nach, die klingt wie eine Große und ich spiele die auch so." Das war der wesentliche Tipp, ich tat wie gewohnt, ignorierte die Größe, und höre da - es war eine sehr gute große Bassdrum - wenn auch nur im Klang-Bild.

    Eine andere Situation, ein Festival mit dafür gemietetem Drumset. Ich hatte einen Klark-Analyser am Monitorplatz, und habe natürlich diese Möglichkeit zur Forschung genutzt. Allein die Spielweise entschied darüber, ob der Grundton um 50 oder um 63 Hz lag - bis auf den Schlagzeuger alles identisch.

    Seit ich mit den CB18(S) arbeite hörte ich das auch deutlich. Die absolute Mehrzahl anderer PA-Bässe verschleift die Unterschiede. Und sehr oft passt die Bassdrum(-spielweise) nicht zum Helmholtz. Darüber diskutiert Ihr hier ;)

    Grüße,

    Bernd

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • bernd häusler
    • 13. Juli 2012 um 10:40

    Moin,

    Zitat von "klauston"

    Eventuell sollte man mal darüber nachdenken, dem Publikum schon mal zu Beginn einer Open Air Veranstaltung mitzuteilen, was sie im Falle des Notfalls tun sollten, und was sie unbedingt vermeiden sollten,

    Ich mach öfters VAs für OMV, BP und ähnliche Firmen, da ist es üblich, das selbst bei Managermeetings indoor der Hauptredner bei der Begrüßung die Anwesenden über Fluchtwege und Evakuierungsmaßnahmen unterrichtet, bevor die VA beginnt.
    Klingt mal dämlich, ist aber bei denen normal


    das finde ich garnicht dämlich, wenn man Maßnahmen gut geplant hat, dann kann und sollte man auch darüber erzählen.

    Du schreibst völlig richtig, daß jede Konstruktion ihre Grenze hat. Je höher diese Grenze ist, desto unwahrscheinlicher ist ein Unglück. Bei Windlasten gibt es in D Windzonen im Baurecht, je nach dem in welcher Zone ein fester Bau errichtet wird gelten entsprechende Bemessungslasten. Ganz sicher ist das Statistik, und der Wind der über die Bemessung bläst bleibt möglich, dann akzeptiert die Rechtssprechung aber auch die Einordnung als höhere Gewalt (ohne Schuldige). Und darum gehts mir: keine Erleichterungen für fliegende Bauten. Denn dann kann man im Nachhinein sagen: Wir hatten einfach Pech mit dem Wetter. Und auch ich würde dann reinen Gewissens sagen: Die junge Frau hatte Pech, so bitter das auch ist.

    Aber beim derzeitigen Stand gibts meiner Auffassung nach erhebliche Mängel, schon in den Regelungen zur Bemessungslast, die natürliches menschliches Verhalten über das für mich akzeptable Maß gefährlich machen. Auch die Ausführungsmängel beim Aufbau und Betrieb der fliegenden Bauten (z.B. unzulässige Teilbeplanungen bei Bierzelten) zähle ich zu den nicht akzeptablen Gefahren.

    Wenn es nicht möglich ist Zelte zu errichten, deren Schadenswahrscheinlichkeit mit festen Bauten vergleichbar ist, dann darf man meiner Auffassung nach keine Zelte errichten. Der offensichtliche Sinn - der Regenschutz - geht verloren, da jeder Regen im Sommer von heftigen Windböen begleitet sein kann, und somit bei jeder Regenwolke vorbeugend geräumt werden müsste.

    Dann brauchts auch kein Zelt!

    Wenn es keine akzeptablen Zelte gibt erhält eben jeder Besucher einen billigen Regenponcho, mit einem Zettel dran auf dem steht: Bei Gewitter ducken...

    Zusammen mit einer wiederholten vorbeugenden Durchsage:
    "Unsere Wetterfrösche werden Euch in jeder Pause den Wetterbericht vorlesen, aber ein plötzliches Unwetter bemerkt ihr bitte selbst. Wenn Wind, starker Regen oder ein Gewitter aufkommt geht bitte schnell weg von den Bäumen und allem was wir hier aufgebaut haben, geht auf freie Flächen. Wenn wirklich ein Unwetter losbricht haben wir hier viel zu tun, damit es hoffentlich danach weitergehen kann. Packt den Poncho nicht aus, denn der lässt sich nie wieder so klein einpacken. Das was ich hier übergezogen habe ist tatsächlich in jedem Tütchen."

    Sieht dämlich aus?

    Klingt dämlich?

    Dann helfen nur stabile Zelte - mit Blitzschutz - denn davor schützt kein Poncho.

    Grüße,

    Bernd

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • bernd häusler
    • 13. Juli 2012 um 05:30

    Moin,

    Zitat von "Jeremy"

    Rein interessehalber: Achtet eigentlich irgendjemand bei Aufbauten im Großzelt ganz bewusst auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand vom Groundsupport zur Dachkonstruktion? Da ist ja, um genügend Höhe/Breite zu bekommen, die Versuchung da, das Ganze quasi auf Anschlag ins Zelt zu bauen. Wenn dann aber das Zelt beginnt, den Winddruck beim Gewitter auszupendeln, dann kommen da plötzlich Kräfte ins Gebälk, die in dieser Form bei einem vermeintlichen Indoor-Job sicher nicht vorgesehen sind ...


    Der wichtigste Beitrag zum Zeltthema bisher, festpinnen.

    Zitat von "wora"

    ...als beschaller "nur" seine anlage... ...wie soll man denn das handhaben?...

    Da gibts meiner Erfahrung nach garnichts zu handhaben. Aber schon im Vorfeld, bei der Auftragsannahme, kann man immer noch das meiste erreichen, da beginnt die Kommunikation ...oder auch nicht.

    Zitat von "klauston"

    man hat Schutz in einem Zelt gesucht.
    Ganz Großer Fehler

    Bitte verstehe mich nicht falsch, Deine Message ist sicher allgemein richtig.

    Im Speziellen bleibe ich aber dabei: Alles was auf einem Open Air Gelände rumsteht muß den ortsüblichen Lastannahmen für feste Bauten entsprechen, insbesondere Bauten, die einen Schutz vor Regen darstellen. In diesem Fall war es offensichtlich kein Zelt, der tödliche Metallhaufen sieht mir nach FOH- oder Licht-Tower aus. Gerade dieser tragische Fall zeigt mir überdeutlich, daß Erleichterungen bei den Bauvorschriften für Bühnen/Dächer, und "technische Nebenbauten", - mit dem Argument der möglichen Außerbetriebnahme - tödlicher Wahnsinn sind.

    Zitat von "bernd am 10.07. hier im Thema"

    Schwierig wird es bei Bühnen/Dächern, denn da gibts Erleichterungen der Lastannahmen, wenn die Bühne bei Schlechtwetter außer Betrieb genommen werden kann.
    Diesem Wahnsinn sollte schnellstens ein amtlicher Riegel vorgeschoben werden. Denn während der Außerbetriebnahme befindet sich zumindest das Bühnenpersonal bereits in großer Gefahr. In vielen Fällen ist die rechtzeitige Außerbetriebnahme schlicht technisch unmöglich.

    Irgendwann wende ich mich verzweifelt ab, doch davor werde ich weiter mahnen: ALLES was auf einem Open Air Gelände rumsteht muß sicher sein. Gerade in diesem Fall sehe ich keine andere Möglichkeit, auch nicht die leiseste Argumentation mit Eigenverschulden. Die junge Frau, und sogar ihr Arbeitgeber, durfte davon ausgehen, daß der zugeplante Tower Schutz bietet, denn genau zu diesem Betriebs-Zweck stand er da.

    Grüße,

    Bernd

  • 12" Chassis im Doppelbandpassgehäuse 80-250 Hz,

    • bernd häusler
    • 12. Juli 2012 um 19:23

    Moin,

    jepp, F18PWH. Allerdings ist da im Vergleich zur Kuh die Portfläche relativ zum Vorsatzkasten klein. Bei der Kuh haben wir ne Käseecke mit seitlicher Einstrahlung, und am inneren spitzen Ende relativ große Bassreflex-Löcher in Brettstärke, da wo der Druckknoten des einseitig geschlossenen Resonanzrohres wäre. Wegen diesen Löchern gibt es keinen sauber ausgebildeten Druckknoten, und somit weder vollständige Überhöhungen, noch vollständige Auslöschungen. An dieser Box ist nichts, aber auch garnichts ideal, und doch spielt sie benutzbar. Aber eben mal nachbasteln dürfte unmöglich sein, und ist auch unnötig. Es gibt genügend Alternativen mit geradliniger konstruierten Lautsprechern vergleichbare Beschallungs-Ergebnisse zu erreichen.

    Grüße,

    Bernd

  • 12" Chassis im Doppelbandpassgehäuse 80-250 Hz,

    • bernd häusler
    • 11. Juli 2012 um 17:54

    Moin,

    nein, ich meine nicht die Griffe. Was sollten die auch ändern?

    Zitat von "Jens Droessler"

    Wenn ich zum Beispiel einen Kasten von einem halben Meter Länge und 35x35cm Breite x Höhe (vorne und hinten natürlich offen) vor einen 12er stecke, bekomme ich für Bandpässe typisches Verhalten, also Schalldruckgewinn in einem bestimmten Frequenzbereich nebst dazugehörigem Ein-/Ausschwingverhalten, aber was soll die Mitten davon abhalten da einfach mal "durchzuschießen"? Ja, sie werden schwächer, auch relativ durch den angehobenen Pegel darunter, aber durch kommen sie immer noch.

    Abgesehen davon, daß eine solche Konstruktion das Verhalten eines einseitig - mit dem Chassis nebst Rückkammer - abgeschlossenen Rohres zeigt, welches sehr schmalbandige, eigentlich nicht als Frequenzbereich/Band zu bezeichnende Überhöhungen und Auslöschungen zur Folge hat - was passiert, wenn du in die Ecken neben dem Chassis zusätzlich 4 Löcher bohrst? Mit den Überhöhungen? Mit den Auslöschungen?

    Grüße,

    Bernd

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • bernd häusler
    • 10. Juli 2012 um 16:40

    Moin,

    @ jörg lenz: das ist aber eine sehr freie Interpretation des § 13 StGB.

    @ Zelte: was ein Zelt bauartbedingt aushält, und wie es dafür aufgebaut werden muß, steht im Baubuch. Soweit ich weiß müssen Zelte, wie feststehende Bauten auch, den ortsüblichen Bemessungslasten für Wind und Wetter standhalten. Erleichterungen gibts allenfalls bei Schneelasten. Hat man also ein Zelt gewählt, welches den für feste Bauten ortsüblichen Lastannahmen entspricht, UND hat den Aufbau nach Baubuch überprüft, dann braucht man garnicht nachdenken. Es ist dann so sicher wie die Nagelbinder-Großbaracke des örtlichen Supermarktes. Die Vorschriften respektieren also bei Zelten das natürliche menschliche Verhalten.

    Beim Pukkelpop hat mindestens ein riesiges Giebeldach-Bierzelt standgehalten, so MUß das sein.

    @ Blitzschutz: realistisch finde ich z.B. Giebeldach-Bierzelte an jedem Fuß mit einem Staberder zu versehen, insbesondere wenn das Zelt nicht an jedem Fuß mit dem Boden vernagelt werden muß. Diese Maßnahme reduziert die Schrittspannung, und das Risiko einer Blitzablösung auf umstehende Gäste.


    Schwierig wird es bei Bühnen/Dächern, denn da gibts Erleichterungen der Lastannahmen, wenn die Bühne bei Schlechtwetter außer Betrieb genommen werden kann.
    Diesem Wahnsinn sollte schnellstens ein amtlicher Riegel vorgeschoben werden. Denn während der Außerbetriebnahme befindet sich zumindest das Bühnenpersonal bereits in großer Gefahr. In vielen Fällen ist die rechtzeitige Außerbetriebnahme schlicht technisch unmöglich.

    Grüße,

    Bernd

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • bernd häusler
    • 9. Juli 2012 um 13:32

    Moin,

    Hami, danke für Deine ausführliche Schilderung. Deine Erlebnisse sind bezeichnend für den Stand der Umsetzung der VstättVO. Man schreibt einen Esel vor, lässt ihn ohne Sinn und Verstand vor alle rumstehenden Karren spannen, und hofft, daß er irgendwo was zu fressen findet. Wenn dann was schiefgeht soll er noch selbst "hüh" schreien, um dann alle Karren aus dem Dreck zu ziehen.

    Wie schön, daß Betreiber keinerlei Befähigung nachweisen müssen. Die natürliche Befähigung, Zwangslagen technischer Dienstleister schamlos auszunutzen, haben sie allerdings. So wird der finanziell abhängige Meister VT eines technischen Gewerks stillschweigend zum VVT des Betreibers der Versammlungsstätte. Jeder Richter würde sich totlachen, aber die Fälle wo Richter sowas vorgetragen bekommen sind nunmal kein Witz mehr. "Wo waren Sie als die Bühne einstürzte?", "Ich habe auftragsgemäß das Mischpult festgehalten"... ...Einen Meisterbetrieb beauftragen genügt nicht ;)

    Der Betreiber ist und bleibt verantwortlich!

    Dabei steht klar in der VstättVO wer für die Position des vorgeschriebenen, in direkter Zusammenarbeit mit dem Betreiber die Veranstaltung leitenden VVT zuständig ist, und damit ist auch dessen Unabhängigkeit von den Gewerken festgeschrieben. Der Irrtum entsteht durch eine ungeschickte Formulierung: "müssen mit der Versammlungsstätte und deren Einrichtungen vertraut sein" - dafür genügt jedoch eindeutig der Befähigungsnachweis Meister VT, der muß (und darf ;) ) eben gerade nicht alles selbst gebaut haben, um z.B. Baubücher lesen zu können, oder die Funktion einer Notfalldurchsage-Anlage überprüfen zu können. Letzteres für den Fall, daß sich der Betreiber z.B. für einen Abbruch im Rahmen seines Sicherheitskonzepts entscheiden muß...

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Netzwerkkabel CAT... als Digitalmulticore

    • bernd häusler
    • 6. Juli 2012 um 08:41

    Moin,

    für Erdverlegung sollte man für Erdverlegung spezifiziertes Kabel verwenden. Patchware, oder gar Cat-Installationsware wird unter dem Erddruck komprimiert. Durch den recht losen inneren Aufbau verändern die Leiter Ihre Lage. Erdkabel hat dagegen einen härteren, rohrähnlichen Mantel. In Eisenbahnschotter kann man aber auch das sicher nicht verlegen. Ob die geliebte PUR-Trommelware erd(druck)fest ist wissen die jeweiligen Hersteller. Cat7 zur Erdverlegung kostet um 150€/100m+2 Anschlußdosen + jemand der in der Verarbeitung geübt! ist. Sinnvoll ist wohl ein Load-Test mit Gigabit-Endgeräten und entsprechenden Programmen, wenn Gigabit voll ausgelastet läuft, sollte das übliche 100Mbit Audiozeugs zuverlässig laufen.

    4Art: guter Tipp, ist auch meine Erfahrung, Leitungsverbindungen scheitern zu 90% an den Steckern. Allerdings geht Cat5 Patchqualität seriös betrieben nur bis 50m, gute Cat5e/Cat6 mit Mühe bis 100m, mit Cat7 sind bis 150m möglich, jeweils im 100Mbit-Betrieb.

    Edit @ klauston: Die Geschichte mit den maximalen Lauflängen ist sehr heikel, und lässt sich nur in Zusammenhang mit der Betriebsweise, und nie wirklich genau beantworten. Gigabit über Cat6 und auch 7 hat schon theoretisch Mühe mit 100Metern. Das hat was mit den Reflexionen an den Endstellen zu tun. Bei 100Mbit begrenzt eher die Dämpfung. Daß meine iDR auch über gekoppelte 2 mal 50m + 1 mal 30 Meter = 130m Chinapatch läuft heißt genau nicht, daß man das so betreiben kann.

    Grüße,

    Bernd

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • bernd häusler
    • 3. Juli 2012 um 05:20

    Moin,

    Zitat von "wora"

    noch ne frage:
    wer darf denn eine veranstaltung in so einer situation abbrechen? (auch wenn´s nur vorübergehend ist)

    ist wohl eher die Frage wer das muß, ich würde sagen der Verantwortliche für Veranstaltungstechnik gibt die Weisung abzubrechen. Denn er hat Kenntniss über die mögliche Windbelastung und den Blitzschutz. Mehr als die Weisung kann Dieser jedoch keinesfalls leisten. Der Abbruch wird dann im Rahmen eines umfassenden Sicherheitskonzepts durchgeführt, für dessen Erstellung und Durchführung der Betreiber verantwortlich ist.
    Da jedoch Verantwortliche für Veranstaltungstechnik keine Wetterkenntnisse nachweisen müssen, muß es wohl Teil des Konzepts sein, tragfähige Wetterdaten und Wetterwarnungen zu bekommen. Das ist heutzutage problemlos und zuverlässig möglich.

    Schaut man nach Indianapolis, war es genau die Unzuständigkeit, im Zusammenhang mit einem schlicht nicht vorhandenen Sicherheitskonzept, welche die Räumung verhindert haben. Tragisch war vor allem, daß dort tragfähige Wetterdaten akquiriert wurden, die Gefahr bei den Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik erkannt wurde, aber die zwingend nötigen Abläufe nicht geplant waren, ja, aktiv von der Chefin verhindert wurden.

    Zitat von "Tobbes"

    Wie sieht es mit der Erdung bei Anhängerbühnen aus? werden die geerdet oder verhalten die sich, da sie auf räder stehen, wie ein auto bei blitzeinschlag?

    Jegliche leitfähige Struktur in der Veranstaltungstechnik muß zwingend geerdet sein - im Freien in der Regel mit einem meßtechnisch überprüften! Staberder, an den sowohl die Bühne, als auch der PE des Stromverteilers angeschlossen wird. Dafür ist ein Elektriker nötig.

    Wie oben schon geschrieben halte ich den Betreiber des Open-Airs für verantwortlich, ein Sicherheitskonzept zu erstellen.

    Grüße,

    Bernd

  • 12" Chassis im Doppelbandpassgehäuse 80-250 Hz,

    • bernd häusler
    • 3. Juli 2012 um 04:05

    Moin,

    http://forum.speakerplans.com/db-audio-q1-bu…topic43000.html

    auch nur eine BR mit Schallumlenkung. Aber mit einem klugen Trick um die Längs-Resonanz der Umlenkung zu mildern ;)

    Grüße,

    Bernd

  • 12" Chassis im Doppelbandpassgehäuse 80-250 Hz,

    • bernd häusler
    • 2. Juli 2012 um 20:59

    Moin,

    Bandpass 6ter Ordnung von 80-250Hz? Das ist völlig ausgeschlossen, niemals realisierbar, niemals nutzbar, und auch theoretisch nicht lauter als CB. Für 80Hz kann eine Hubminderung mittels BR Sinn machen, aber gut klingen wird auch das niemals. Und über 120Hz ist eine Hubminderung schlicht überflüssig. Ich würde schlicht einen 15" mit starkem Antrieb in die 40 Liter CB pflanzen und mit Leistungsanpassung betreiben.

    Outline Multipla ist im LF eine BR (ca. 50Hz) mit Schallumlenkung. Sieht man am Impedanzschrieb.

    Grüße,

    Bernd

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • bernd häusler
    • 2. Juli 2012 um 20:31

    Moin,

    Zitat von "Rolf Gille"

    Im Zusammenhang mit Bühnen und Zelten, wird das hauptsächliche Problem die Erdung sein. Es wird wohl nirgendwo ein 2-3 Meter Staberder in den Boden gerammt.

    eben, und selbst das wäre nicht absolut sicher. Dazu muß man sich vergegenwärtigen, was ein Faradayscher Käfig ist. Der ist eben nicht eine übergestülpte Haube, wie z.B. ein Party-Pavillon oder ein Tower-Bühnendach, sondern ringsum leitend. Ein Auto ist deswegen absolut sicher, denn auch der Boden ist ringsum mit den Wänden verbunden. Layhergerüste erfüllen diese Bedingung auch sehr gut, solange man nicht auf dem natürlichen Boden, sondern auf Gerüstbrettern im Obergeschoß steht. Bei Gebäuden ist nur ein Ringerder geeignet den Erdboden mit in den Faradayschen Käfig zu integrieren. Dieser verläuft im oder außerhalb des Fundaments ringsum, und daran werden die Blitzableiter angeschlossen. Einfache Blitzschutzanlagen mit Staberden verhindern lediglich den Dachstuhlbrand, deswegen ist es ratsam bei Gewitter von elektrisch leitfähigen Gegenständen (Telefon, Wasserhahn...) Abstand zu halten. Da die Spannungen auch bei einfachen Blitzschutzanlagen im Gebäudeinneren überschaubar bleiben genügt es, sich mit einem Buch auf einen Sessel oder ins Bett zu verkriechen.

    Mit einer Open Air-Bühne oder einem Lichtmast kann man sich leicht den Hauptast eines Blitzes einfangen, und das ist wohl auch passiert. Selbst wenn ein Staberder angebracht war, ist die Energie dann so hoch, daß sich der Staberder mitsamt dem Boden in eine Dampfblase verwandelt, und sich ein Teil der Energie andere Wege sucht, also sich vom Tower löst und in daneben stehende Menschen und Bauten überschlägt. Selbst bei eigentlich ganz gut geerdeten Bäumen passiert das, wenn man druntersteht. Wobei das durchaus auch Bodenspannung gewesen sein kann, die durch Zeltbauteile geleitet, anlehnende oder wie berichtet das Zelt festhaltende Menschen besonders getroffen hat. Da muß man schon sehr viel Glück haben, wenn man nur von Schrittspannung getroffen wird. Reine Schrittspannung ist weniger gefährlich fürs Herz.

    Also halte ich mal fest: Die Bühne hat dem erheblichen Wind und den Wassermassen standgehalten.

    Gegen Blitz ist praktisch nichts zu machen. Außer um das Gelände extrem hohe Fangtürme aufzustellen, deren Spitzen mit Seilen zu verbinden und in der Erde mit einer gewaltigen Ringerde zu verbinden. Da sind die Bemühungen um windsichere Bauten sicher vorrangig sinnvoll.

  • RCF P300 - Sicken reißen immer wieder

    • bernd häusler
    • 21. Juni 2012 um 21:20

    Moin,

    Ich würde einfach mal bei der Lautsprecher Manufaktur (GmbH) 0621 - 29 11 70 anrufen. Laut Preisliste kostet der Tausch der Sicke incl. Material bei 18" (JBL 2245) 109€. Da kann die Sicke nicht teuer sein. Vielleicht gibts da auch eine passende Gummisicke zu kaufen. Anrufen kostet nix ;-).

    Warum werden eigentlich so selten Gummisicken verbaut?

    Viele Grüße,

    Bernd

  • RCF P300 - Sicken reißen immer wieder

    • bernd häusler
    • 20. Juni 2012 um 23:24

    Moin,

    ich hatte ja schon vorgeschlagen die Sicke mit "Sicaflex klebt und dichtet" (sicaflex 221) einzupinseln. Billbos Spezial-Pattex hat nach meinen Recherchen ähnliche Eigenschaften. Interessant ist, daß der Auftrag auch auf feuchte Flächen möglich und sogar sinnvoll ist. Irgendwie muß man ja schon den Staub entfernen, der sich insbesondere bei rocklines vorderseitigem Problem an der Schadstelle befinden dürfte.

    Wenn man wie billbo oder rockline die Schwachstelle des Chassis kennt, halte ich die von Ersterem vorgeschlagene gezielte vorbeugende Behandlung der Schwachstelle für eine sehr gute Idee. Zusätzlich könnte man auch erwägen diesen Kleber zum Ankleben der Sicke beim Reconen zu verwenden, dann ist der Übergang von der Klebenaht zur Sicke nicht so hart.

    TSP, nun, egal? Ja, in diesem Fall egal, und ohnehin obsolet. Heute schaut man in die Klippelkurven, das sind die relevanten Daten im Lautsprecherbau. Die labbrigen Einspannungen haben (hatten ;) ) Wir dem TSP-Wahn zu verdanken, der vom Chassis-Hersteller einen niedrigen QTS fordert, das geht nur mit einer unsinnig niedrigen Reso. Da kann ich lange predigen, daß reales BL (R_e beachten) und und für DC-Stabilität eine progressive und recht steife Einspannung die wirklich entscheidenden Kriterien sind. Früher wusste man das, inzwischen kommt man darauf zurück. Es gibt sogar Simulationsprogramme, die zu einer korrekten Eingabe animieren. Die Werte ließt man heute aus den Klippeldiagrammen ab, dort findet man nicht nur das reale BL.

    Kurz? Wenn man eine ohnehin bis zum Riß ausgeleierte Sicke wieder steifer macht ist das kein Nachteil.

    Bitte, auch wenn hier die Sicke noch vor dem DC-Displacement zum Chassisausfall geführt hat, nennt das Problem bitte bei dem Namen den Wolfgang Klippel eingeführt hat, und der in der Fachwelt akzeptiert ist: DC-Displacement !

    Und nochwas, rockline betreibt seine Lautsprecher offenbar sehr fachgerecht - und mit Rock-Livemixes. Würde er regelmäßig nach dem Jahr 2000 gefertigte Dancefloor-Konserven unter dieser freigegebenen Leistung spielen (lassen ;) ), dann sähen seine Chassis anders aus. Wenn hier im Thema wieder einmal Urgesteine oder Ahnungslose jeder Epoche das DC-Displacement gering schätzen, für die heutige Beschallungsbranche ist es ein BWL-Problem. Wer das noch nicht erkannt hat, dessen Lautsprecher stehen zuviel in der Garage, oder dürfen keine zeitgenössische Musik spielen.

    Viele Grüße,

    Bernd


    Zitat von "billbo"

    Bei gesunder Dimensionierung und halbwegs zurechnungsfähigem Bedienpersonal reichen im Prinzip ein paar Germaniumdioden an geeigneter Stelle als Katastrophenschutz völlig aus. Die hört man dann wenigstens auch. :D

    *grins* muß man halt auf die jeweils gespielte Epoche und Zurechnung umpegeln. Es gibt keine "richtige" Controllereinstellung.

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