Im Hallenbad Wolfsburg "Kultur am Schachtweg" findet bereits morgen, 10.06.2009 ein Demo Tag von TW-Audio statt. Vielleicht will ja der ein- oder andere auch ja mal "im trockenen reinhören"... Gruß in die Runde...
(Demos: um 10:00, 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr...)
Beiträge von landolf bornemann
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Hallo Ihr Lieben,
„Achtung“, Vertrieb

Es ist schon ein interessantes Produkt: der B-Deap-R
Hersteller ist SPL (Sound Physics Labs) http://www.servodrive.com in der post–Tom-Danley-Ära!Auf der (zugegebenermaßen nicht aussagekräftigen) Webseite stehen z.Z. nur Infos über den, nach dem gleichen Prinzip gebauten, B-deap32 („32“ meint hier „Untere Grenzfrequenz“).
Es ist ein so genanntes „Tapped Horn“.
Die B-Deap-R sehen ähnlich aus. Sind jetzt ganz Quadratisch, und 2“ tiefer: ges. 42“x42“x20“ (106,7 x106,7 x50,8 cm)
Sie gehen etwas Tiefer, bis 30 Hz, und klingen recht ausgewogen bis ca. 190 HzZum Innenleben:
„Angetrieben“ werden die B-Deap-R mit zwei 12“ Speakern (mir unbekannter Herkunft, entweder OEM oder „gebranded“ - da mehrt sich SPL nicht aus) Habe aber gehört, dass das Chassis aus dem „Hi-End-Car-Hifi-Bereich“-Made-in-USA sein könnte. Ein Speaker wurde uns mit 800 W an 4 Ohm angegeben. Du kannst selbst entscheiden ob Du 8 Ohm oder 2 Ohm fahren willst, Kommt auf die Ausführung der Blende an.
-Nebenbei: theoretisch wäre auch Einzelbetrieb (4 Ohm) möglich, ich könnte mit aber vorstellen, dass, wenn es einmal keine „gleichen Zustände“ an den Speakern „hat“, - man sich ganz schnell etwas schießen kann. (- mir ist das zu heikel!) –
Wir haben sie mit 2 Ohm (also Parallel) mit Neutrik Speakon auf 2+/2- verkabelt bestellt. Die Amp-Leistung ist also mindestens 1600W an 2 Ohm.
Wir nutzen dafür unsere Chevin A 3000 (die mit 1600 W an 2 Ohm angegeben sind).
Controller ist ein XTA 448 (also anerkanntermaßen ein guter…)So, jetzt wird es Subjektiv…
Meine Erfahrungen...
Ich gehe einmal chronologisch vor:
Erster Job: Sylvester 2007 beim NDR 2 Partydrom in der Stadthalle Braunschweig.
8 Bässe, immer 2 Öffnungen nebeneinander vor der Bühne:
Ergebnis
Deutliches Spüren des Basses in der Hallenmitte = also auf der Tanzfläche. Seiten deutlich leiser, ich sage mal so ab je 2-3 m breiter als die Bässe standen, also ca. 12-14 m „gefühlte 10 dB“
(ich hoffe das war verständlich) Noch ein Vergleich: Charakteristik: „Hyperniere“Wir haben auch Zahnlücke getestet: ca. 1m Abstand. Mit etwas Delay der Außenpaare, um die Hallenbreite besser erfassen zu können. So konnte man entweder die „ganze Halle“ bespielen oder aber je nach Delay, die Seiten „ausblenden“
Ergebnis:
Super! Allerdings gab es bei 100 Hz eine fiese Resonanz in der Halle:
Also tiefer getrennt: bei 80 Hz und dadurch deutlich weniger Stress.Mein Fazit: So kann es gehen!
Lautstärke:
Hätte den Bass gerne noch lauter gehabt. Es war auch mehr drin, nur das ganze Geschepper und „Resonieren“ der Hallendecke hat dann echt irgendwie genervt.
Nur mal kurz Kotzgrenze der Lautsprecher getestet: wenn der Low-cut raus war, hörte sich das nach Anschlagen an, (Ha! Da war es vor den Kisten nicht mehr auszuhalten) also schnell wieder 30 Hz mit 24 dB LR in den XTA gegeben und den Limiter auf vielleicht zu deutliche 8 dB Reserve gesetzt. (Immer noch „Spass“ gehabt, aber erträglich!)
Amping war übrigens Crest Pro 9200 …Noch bemerkenswert: der DJ stand auf der Bühne hinter den Bässen:
Der hat teilweise kräftig Bass ’rein geschoben, so dass wir ihm sagen mussten, geh mal nach vorne und hör dir Deinen Sound an!
Er dachte: Da kommt ja echt wenig heraus, (also Bässe rein drehen -manchmal bis Anschlag, (allerdings bei seinem DJM 600…;-))
Das Problem: Reine Psychoakustik: Du stehst ca. 1m hinter acht großen Basskisten – Hier muss es doch richtig „laut“ sein. ABER: Hinter den Bässen war es richtig!!! Leise. Kein Druck,
Nichts, was ich vorher jemals bei ähnlichen Bassanzahlen und vergleichbarem Amping so mitbekommen habe.Nächstes Thema:
„Freifeldmessung“:
Zwei Bässe vor der Halle auf eine Runde Wand strahlend aufgebaut und mit Rosa Rauschen + Sinus-sweeps in Smaart gemessen:
Das war in einem Wohngebiet und deshalb wurde nur „mit zahmen“ Pegeln gearbeitet.
Mess-Anordnung:
Das Messmikrofon war in allen Fällen direkt über dem Boden platziert.
Alle Messungen erfolgten auf Achse bei zwei Kisten:Anschließend wollte ich noch messtechnisch die Directivity zweier B-deap-R betrachten:
Vereinfacht bei 0, 45, 90, 135, 180 Grad, also hinten
Das Ergebnis: ab ca. 60 Hz, 10dB leiser, bei über 100Hz mehr als 20 dB leiser hinter der Box, wie gesagt, direkt über dem Boden gemessen.
Da ich keine Vergleiche mit anderen Boxen gemacht habe (identischer Versuchsaufbau), spare ich es, hier eine Wertung vorzunehmen.Die Bässe habe ich für 2 Veranstaltungen in einer Disko in Braunschweig gehabt, in der „Meier Music Hall“, dort sind im Bassbereich zwei TSW 718 (Turbosound). Ich habe mir erlaubt, 4 Stück mitzunehmen.
Alle vier vor die Bühne, Laut gemacht, und das Ergebnis: Druck ja, mal hier, mal da, mal weg… aber nicht im ganzen „Laden“ - also: nicht zufrieden stellend, (es gab ein Verpolungsproblem, das habe ich dann mangels Zeit mit „Phase Drehen“ im Controller gelöst).
Dann die Bässe vor die Positionen der anderen gelegt. Also 2 und 2 ca. 8m auseinanderSehr viel besser. Dann Bass zu den Topteilen delayed. Richtig gut! Nebenbei, 50 Hz, ganz schmal ge“notcht“ und die Bässe bis 170 Hz hoch gehen lassen, (das machen die TSW 718 auch…)
Ich sage mal so, 2 B-Deap-R waren definitiv in der Liga zweier TSW 718 mit 1x Camco DL3000 Amping, Vier, mit 2 Chevin A 3000 gefahrenen, waren für den Laden „etwas“ zu viel! (Es gab da einige Beschwerden, ob der DJ mal etwas weniger Bass fahren könne…)Nur zum Spass habe ich am darauf folgenden Sonntag Nachnittag mir mal folgendes angetan:
4er Cluster
Höhe nun: über 2 Meter… MÄCHTIG!!! –allein das Aussehen…
Laut gemacht…
Es war vor den vier Boxen nicht auszuhalten! BBÖÖHHSSEE!
Das einmal mit einem Pegelmesser angeschaut. Bei 4 m Meter hat das Messgerät einen Peak-Hold bei 146 dB gehabt. Und da war noch Luft…Die Versuche musste ich dann aber abbrechen: der Bass wandert! Ohne Spanngurt wären sie einfach gepurzelt, … nach 2 min Laut machen!
Das war so schon ein Problem… wenn 2 Kisten auf dem glatten Boden stehen „wandern die weg…“ macht aber nur marginal etwas beim Sound…
Ein Fazit: Gummimatte unter die Kisten!
Und… Stapelecken nachrüsten… Und… Spanngurte… und sich Nie! - vor einem –Lauten- Vierer-Cluster aufhalten!!!
Test in Dornbirn Österreich, bei dB-Lux:
Abends in der Halle „Shoot-Out“ mit KV2 (Doppel 18“)
B-Deap-R waren tiefer, lauter, und haben beim Aufdrehen nur das gemacht was sie sollen, nämlich Bass:
Wieder festgestellt, Es kommt auf die Anordnung an! 2 waren nicht beeindruckend. 4 waren OK, -ganz nett - aber noch nicht umwerfend.
Fazit: Nicht in jeder Halle, haben es die B-Deap’s leicht, oder: lass Erfahrung und ein bisserl Elektronik die Raummoden in den Griff kriegen:
Nur mal zum Testen den Vierer-Cluster gemacht und als Ergebnis: BBÖÖHHSSEE bekommen…
… Nicht nett und bald auch nicht mehr erlaubt, ich sach nur 95 dB… Nächster Tag:
Outdoor Test:
4 Stück Nebeneinander
Mit diverser Musik, Techno, Hardrock, House, Jazz, bis ans deutliche Limit der Amps gefahren, Hörtest:
Eindruck, Geil Laut, Tief, beeindruckend: nach 60 Metern ist der Bass noch spürbar.Da war es allerdings hinter den Boxen auch noch laut! Also Druck gab es!
(Vor der Box war es aber BBÖÖHHSSEE)Habe heute noch 2 Bässe in einem ca. 700 Personen fassenden Saal, dem „Weserberglandzentrum“ in Hameln gehabt:
Bühne 60 cm hoch, 10 m breit.
Bässe links und Rechts neben die Bühne gestellt, je einen. Es gab zwar hier und da leichte Auslöschungen. Alles in allem einen sehr ausgewogenen tiefen Bass, (Sechs Turbosound TQ 440 als Topteile, (sonst musste ich mindestens dafür 4 Doppel-18“ (TSW 218) oder 8 Doppel-15“ Coda Audio, Aktiv) mitnehmen …So, genug der subjektiven Eindrücke.
Landolf Bornemann
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