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  2. mattias bost

Beiträge von mattias bost

  • Hörner Konstruieren?

    • mattias bost
    • 15. Februar 2011 um 17:29

    Hi,

    martin: Da ist das California aber geschickter gefaltet und hat mehr Endfläche (bei etwas geringeren Abmessungen). Dein Konstrukt könnte aufgrund des weniger verschachtelten Hornverlaufes vielleicht etwas höher rauf spielen, wenn das gewünscht ist... Dafür wäre die 1x15 Eli noch ne weitere Alternative, mit 8Stück sollen die auch untern recht ordentlich gehen (K-Faktor der Eli erscheint mir aber auf 50Hz ausgelegt)

    Mit 8 Stück California gehts garantiert schon sehr gut, 40Hz dürften damit auch drin sein (niedrigerer k-Faktor als Eli und mit guten 4,5qm Mundfläche auch genügend).

    Gruß
    Mattias

  • Hochtonschutz

    • mattias bost
    • 15. Februar 2011 um 17:04

    Hi,

    Zitat

    Hm, überseh ich irgendetwas oder schlägt die Schutzschaltung mit einer 10V Diode schon bei 12,5W zu? Ist das nicht etwas arg wenig, oder ein Erfahrungswert der der kleinen Schwingspule geschuldet ist?

    P = U^2 / R = 100V / 8 Ohm = 12,5W.

    Nochmal zwecks Übersichtlichkeit: Die Teile werden dann folgendermaßen verschaltet?

    Bild

    Schönen Gruß,
    Matthias

    Ja! Begrenzen tut das schon ab guten 6W, denn da werden bereits die Spitzen des Sinus abrasiert (weil Effektivspannung = Spitzenspannung / 1,41). Die von dir errechnete Begrenzung würde bei extremer Übersteuerung ca. die o.g. 12,5W ergeben (Rechteck am Treiber). Der gedachte Schutz würde sehr frühzeitig (sprich bei recht geringen Aussteuerungen) Klirr erzeugen.

    Ferner ist das Schaltbild Murx (Symbolfehler mal außen vor). Befindet sich Schutzdiode gleich hinter der Weiche, bläst der AMP volles Rohr auf die Schutzschaltung und überfährt diese schlicht. Einzig die untere Grenzfrequenz wird durch die niedrigere Impedanz aus "aktiver" Schutzschaltung plus Treiber angehoben. Wenn schon, dann muß die Schutzschaltung aus Dioden und 6,8 Widerstand hinter den PTC/22Ohm parallel zum Treiber (wie fks es geschrieben hat).

    Übrigens, die Schutzdioden machen die 1500W nur extrem kurzzeitig, im Mittel (je nach Gehäuse) geht nur ca. 1W!!! Wird die Schutzdiode dabei überlastet (was leicht vorkommen kann), geht sie auf Schluß (was gewollter Konstruktionssinn ist). Merkt man dann am dauerhaft leiseren Treiber, worausgesetzt die Schaltung ist korrekt aufgebaut (und nicht wie im Schaltbild). Da fällst (fast) gar nicht auf, nur fgu steigt.

    Grüße
    Mattias

  • INFRA-Bässe ?

    • mattias bost
    • 21. Dezember 2010 um 17:05

    Hi,

    also ich weiß nun nichts mit dem Begriff "Infra-ähnliches Klangverhalten" anzufangen, was ist denn damit gemeint? Ich würd nen Infra besser "Low-Fill" nennen wollen, damit auch hier der Anspruch nach "vernünftigem" Signalverhalten gegeben bleibt, sprich kein übermäßiges Ein-/Nachschwingen. Man darf da bestimmt von ner Systemgüte 0,7 nach oben abweichen, weil die Räume bei so niedrigen Frequenzen erhebliches Eigenleben hin zaubern, da muß ne Box nicht perfekt sein.

    Der angesprochene "Knick", kommt nunmal drauf an, wie die Kiste abgestimmt ist. Auch hier kann Butterworth oder gar Besselcharakteristik vorliegen, im Sinne von nur mehr "Power" werden aber gern Resonanzüberhöhungen (Tschebycheff...) genommen. Das hat aber nix mit grundsätzlichen physikalischen Mängeln eines "Low-Fills" zu tun, sondern nur damit, mit wenig Einsatz mehr Pegel zu machen oder zu suggerieren. Und da hast du dann wieder recht, fgu mittels (param.) Eq auszuknautschen und nen Low-cut für maximalen Pegel dran und Box höherer Ordnung, das könnte schon problematisch klingen.

    Obwohl ich mich damit schwer tue, solche Laufzeiten markant(!) herauszuhören. Mein heimischer Infra (doppelt ventiliert) hat fgu 19Hz und fgo 170Hz (also satte Laufzeiten), korrigiere ich diese mittels Aktivweiche bei geschickter Wahl der Übergangsfrequenz zum Lowmid (plus Laufzeit), ne Offenbahrung ist das nicht. Mache ich es noch schlimmer durch zusätzlichen Lowcut (48dB/oct, 25Hz), wirds ebenfalls nicht katastrophal. Je nachdem wirkts unten etwas(!) voller oder dünner, der Gesamtsound ist etwas mehr an den Boxen oder davon losgelöst, kann das so nicht richtig beschreiben. Allein das Wissen um die richtige Einstellung läß es jedoch "besser" klingen, so mein Eindruck (und das schadet ja nun nicht).

    Grüße
    Mattias

    p.s.: Irgendwo wurde in diesem Thread glaube ich über die "künstlerische" Bedeutung der Wiedergabe von Frequenzen unterhalb 40Hz gesprochen. Wenn man mal einen der wenigen Titel hat, die da wirklich was drin haben UND da unten leidlich Pegel wiedergeben kann, einfach mal auf die Reaktion der Leute achten. Hatte grad letzte Woche nen "Tieffrequenzneuling" bei mir daheim, das Grinsen in dessen Gesicht (Yello "Touch"), da sieht man klar den künstlerischen Wert.

  • INFRA-Bässe ?

    • mattias bost
    • 20. Dezember 2010 um 09:14

    Hallo,

    also da gehen hier so einige ominöse Anschauungen um, Nachschwingen, Einschwingen, Unterschied Boxengüte zu Filtergüte...

    Davon ausgehend, daß wir in allen Fällen sogenannte lineare, zeitinvariante Systeme vorliegen haben (in der Regelungstechnik wird da von Lauf/Totzeitfreien Systemen gesprochen) gilt ganz banal: Frequenzgang, Phasengang (und alles daraus resultierende) ist streng miteinander vekoppelt=> es gibt KEIN frequenzganggleiches System einmal mit viel Nach-/Einschwingen (z.B. Box) und das andere Mal ohne nennenswerte Ein-/Nachschwingen (Filter/EQ). Sind die Frequenzgänge gleich, verhält sich auch der Rest gleich. Etwas anders wirds dann nur, wenn die Box (und AMP) "überfahren" werden, weil da die Linearität nicht mehr gegeben ist. Aber eigentlich sollte genau das nicht gemacht werden (z.B. Clipping, weil da die Dämpfung vom AMP extrem flöten geht, CB/BR... dann massiv anders "abgestimmt", nämlich "ohne" elektrische Dämpfung betrieben). Meist ist aber das der gehörte Unterschied, weil so praktiziert.

    Ich weiß, es ist erstmal schwer zu verstehen/akzeptieren, daß, egal wie ein Frequenzgang zustande kommt, es gleiches Verhalten ergibt. Mithin kann man ne Boxenüberhöhung durch Runterziehen per EQ beheben, ne Raummode weniger/nicht, weil da Laufzeit (siehe Ausschlußkriterium oben) mit drin ist.

    Grüße
    Mattias

  • Oszilloskop für den VA-Techniker

    • mattias bost
    • 27. September 2010 um 15:07

    Hi,

    als "einfaches" Skope haben wir bei uns Teile von Rigol (z.B. DS1052) am Start, einfache gut durchdachte Bedienung, teilweise recht brauchbare Gimmicks (Filter) und rel. schnelle Darstellung bzw. Reaktion, recht langer Speicher (1Mbyte). Vorteil: Komplettes Skope für wenig Geld, Nachteil: nicht ganz "high end", aber nen Tek ist im Vergleich soviel auch nicht besser.

    Hier nen direkter Link:
    http://www.voelkner.de/products/78363…052e-50MHz.html

    Grüße
    Mattias

  • Messtechnik / ARTA PA-Forum Workshop?

    • mattias bost
    • 27. September 2010 um 14:57

    Jo, auch Interesse, Gruß Mattias

  • L18S800 sterben hitzetot ?

    • mattias bost
    • 9. Juli 2010 um 16:37

    Hi,

    naja, "hart" fäßt sich auch noch ein ausgelatschtes Chassi an, das an die Hälfte der Federkraft verloren hat, da muß man schon mal messen. Auf alle Fälle sinkt dir die Reso und gleichzeitig geht Vas hoch, was bei BP zur Folge hat, daß sich die Resonanzspitzen "entfernen" (obere zu höheren Frequenzen, unter zu niedrigeren), das ganze dadurch niederimpedanter wird, was eine höhere Leistungsaufnahme zur Folge hat.

    Ob das für ne Überlastung ausreicht, hmm, nur irgendwann ist nu mal Schluß und wenn es superbrezelwarm war (einer der beiden Chassis arbeitet doch auf die geschlossene Kammer(?), dem nützen die BP-Öffnungen gar nix), kommt der Tod halt daher. Ist erstmal der innere Treiber hops, mags der vordere auch nicht so gern, oberndrein hat der AMP dann etwas mehr Luft für den Verbliebenen. Wenn dein Equipment halbwegs gleich gealtert ist, dann herrscht nunmal ne gewisse Solidarität bei Überlast.

    Meinen o.g. Bekannten ist ähnliches passiert (doppel 18er Hörner mit geschlossener Rückkammer), nach einem TechnoGig ebenfalls gleich mehrere auf einmal krepiert. Und auf weiteren VAs dann immer wieder mal einer.

    Zitat

    wäre das mit schuld hätte wir schäden erkannt die auf zuviel hub zurückzuführen sind


    Ne, die meinte ich nicht, müssen auch nicht unbedingt auftreten. Die o.g. Parameteränderungen führen bei BP (wegen der Rückkammer) nicht so leicht zu Überhub, aber der sich veränderte Impedanzgang bringt etwas mehr schlichte Leistung in den Treiber und genau die war es ja. Auch knapp zuviel ist zuviel.

    Was nicht heißen soll, daß die anderen genannten Punke damit vom Tisch sind. Nur 6Jahre alte (reichlich) betriebene Chassis sind halt nicht mehr neu, wenn mans noch so gern hätte.

    Grüße
    Mattias

  • L18S800 sterben hitzetot ?

    • mattias bost
    • 8. Juli 2010 um 17:37

    Hi,

    bisher ist deine Vermutung, daß die Chassisalterung mit Ursache ist, recht kurz gekommen. Deine Subs sind ja BR-Kisten (oder?) und in den Jahren altert natürlich die Aufhängung (grad bie offenen Systemen), TS-Parameter ändern sich, Kleber/Isolation altert auch. Ich mach es mal extrem, keiner käme auf die Idee, daß ein 100Jahre gequältes Chassis noch seine volle Leistung überlebt, woher auch.

    Ähnliche Tode hat ein Bekannter an seinen Systemen gehabt, 2 Jahre alles tiptop (Weiche mit Peak- und RMS-Limiting), dann begannen die Chassis in den Hornsystemen (mit geschlossener Rückkammer) mit einem Male geradezu reihenweise zu sterben. Außer mechanischer Alterung und den damit verbundenen Parameteränderungen bleibt da nix an Ursache. Musikmaterial, naja, klar macht Hochkomprimiertes Probs, aber das gibts auch schon länger.

    Grüße
    Mattias

  • Mischung Hornsub und Bassreflex

    • mattias bost
    • 15. Juni 2010 um 11:25

    Hi,

    kannst du rausbekommen, auf welche untere Frequenz die Horn-Subs konstruiert sind? Ich hätte das Gefühl, daß zwei von denen (eine Seite) noch nicht die notwendige Fläche bringen, um ganz unten eine Anpassung zu bekommen. Wenn dem so ist, fährst du besser mit zwei weiteren, daß bringt dann mehr als ergänzend BR dazu zu stellen. Ferner die Frage, was meinst DU denn mit "im Frequenzkeller", merklich <40Hz? Viele BR-18"-Kisten kommen da nämlich ebenfalls nicht hin.

    Was darf der Frequenzkeller kosten? Wieviel willst du schleppen, an Transportraum spendieren? Habe vor kurzen bei uns in der FH den aktiven Doppel21"er (TTS56-A) von RCF gehört (als Centerbass), das Teil braucht weniger Platz als 4 18er-Kisten und schiebt absolut heftig bis ca. 30Hz runter. Ist für den Rest deiner PA sicher oversized, aber würde nicht mehr Platz brauchen und wegen ordentlich Reserve garantiert ewig halten.

    Grüße
    Mattias

  • Hochtonschutz

    • mattias bost
    • 10. Juni 2010 um 16:36

    Hi,

    da zu den ptcs nix an Diagrammen Spannung/Widerstand zu finden ist, geh ich davon aus, daß dies ähnlich unproblematisch wie bei LDRs ist (da fand ich vor langer Zeit auch nicht derartiges). Und mit LDRs habe ich mir mal einen sehr Compressor/Limiter gebaut, der extremen Störabstand hatte und klirrmäßig unauffällig war.

    Den zuvor genannten Thread zum Schutz des Fane kenn ich (hatte da selbst was reingeschrieben), nur habe ich nach den dort auftretenden Verständnismängeln keinen Bock mehr gehabt, da weiter Stellung zu nehmen (Schuztdiode (bipolar) mit 6,8V Breakdownvoltage als AC rechnen, so nen Unfug, die "kappt" schließlich die Sinusspitzen bzw. treibt da den Strom hoch, bei 8Ohm Last wird ab 3W(!) Sinusinput "gesäbelt"). Ferner wird die Suppressordiode bei Überlasten nicht lange leben, die ein HT als Musikleistungen aber verdaut und auch gewollt wiedergeben soll, es sei denn, wie in dem gegebenen Beispiel, der ptc greift viiieeel zu früh.

    Der genannte 8Ohm HT kann als als Musik garantiert 100W (Nenn ist ja 50W), oder? Das ergibt als Ausgangsspannung des AMPs 28Veff (40Vspitze) für Musik (als Sinuskurve). ptc kalt.

    Die Schutzdiode wird leitend für Spannungen oberhalb 6,8V, d.h. für den Bereich von 10° bis 170° des o.g. Sinus ist der Parallelschutzzweig leitend (zweite Halbwelle dito). Der 4,7Ohm Widerstand sieht (angenähert) in dieser Zeit den Rest der Sinuskurve minus der 6,8V.

    Ich rechne nun als NÄHERUNG(!!!) Sinuskurve überm 4,7Ohm Widerstand mit 40Vspitze - 6,8V ca. 33V Spitze => ca 23Veff. Da aber nur von ca. 10° bis 170° des Sinus Strom fleißt, sind nochmal 10% abzuziehen => 20Veff. Diese verursachen an den 4,7Ohm ganze ca. 4A Strom.

    Die Verlustleistung in der Schutzdiode beträgt in diesem Betriebsfall 6,8V x 4A = gute 25W! Da schau mal einer ins Datenblatt, wie lang die das übersteht (ca ne halbe Sekunde, mit Glück).

    Wird der ptc nun wegen zu wenig Dauerbelastbarkeit (Beispiel liefert 2W Dauer) hoch gesetzt, zerreißt es die Schutzdiode (als Suppressor wird die aber auf Schluß gehen, so sind die konstruiert). Ferner wirds die Diode bei anstehendem Dauermusiksignal auch zerledern, denn die 22Ohm, die parallel zu dem ptc sind, lassen immer noch zuviel Strom durch. In dem Schutzkreis würde in o.g. Fall über die Diode ca 1A fleißen => ca 7W Verlustleistung in der Schutzdiode, das Gehäuse taugt aber nur für 1-2 Watt Verlustleistung.

    Dieser Schutz ist weder narrensicher noch angemessen. Er greift einerseits zu früh (Dauer und kurze Spitzen), andererseits schütz er nicht dauerhaft reversibel, bei Dauerüberlast geht die Schutzdiode auf Schluß, was aber immerhin den HT schützt (so gesehen nicht ganz verkehrt, ne Diode ist allemal billiger als ne Spule).

    Leider fehlt bei den Strassacker-ptcs ne Angabe zur Spannungsfestigkeit, brauchbare Datenblätter konnt ich nicht finden. Nun sind bei PA die AMPs ja meist etwas potenter als das Wohnzimmerzeugs, ohne Angabe zur Spannungssfestigkeit ist es nen Lotteriespiel (ptcs mit hoher Spannungsfestigkeit sind schon seltener). Geht der ptc auf Spannungsdurchbruch wird dieser, vermutlich (lasse mich da gern korrigieren), auf Schluß gehen und dahin ist der Schutz. Das wäre dann fatal.

    Grüße
    Mattias

  • Hochtonschutz

    • mattias bost
    • 9. Juni 2010 um 11:00

    Hallo,

    in den (mir bekannten) Datenblättern zu ptc habe ich bisher keine Angaben zu Nichtlinearitäten der Widerstände im Durchlaßbereich (sprich kalter Zustand) gesehen. Dürfte aber auch nicht kritisch sein, denn im kalten Zustand ist der Widerstand und die eventuelle Restnichtlinearität des ptc im Vergleich zur Last gering, was infolge des Spannungsteilerverhaltens nochmals auf die dann an der Last (Speaker) anliegende Spannung eine erhebliche Reduzierung der Nichtlinearität bewirkt.

    Annahme: ptc hätte kalt 0,8 Ohm mit 5% Nichlinearität, Last 8Ohm, schlichte Reihenschaltung => ca. 0,5% Linearitätsfehler der Spannung an der Last

    Wichtig bei der ptc-Auswahl, die Spannungsfestigkeit des ptc muß mindestens der maximalen Ausgangsspannung des AMPS (lastlos!) entsprechen.

    Ferner ist in besseren Datenblättern zu finden, wie schnell bei wieviel Strom der ptc hochohmig wird. Auch steht dort, auf welchen Widerstandswert der ptc nach bestimmter Zeit nach Ansprechen zurückfällt, das geht alles andere als schnell und niederohmig. Linearitätsfehler im ansprechendem Bereich (Größenordnung mir unbekannt), hmm, die schlagen dann natürlich durch, aber da ists ohne Schutz eh zu spät. Was beim Einbau vielleicht sinnvoll wäre, den ptc auf den Magneten des Treibers zu befestigen, ist der Treiber schon lang getreten, spricht der ptc etwas schneller an als wenn er frei hängt. Andererseits wird er dort bei mäßigem Betrieb scheller abkühlen als in reiner Luftumgebung, wodurch ein zügigeres "Resetten" erfolgen müßte.

    Grüße
    Mattias

  • Hochtonschutz

    • mattias bost
    • 9. Juni 2010 um 09:04

    lorien:

    Zitat

    ABER: Als elektronische Bauteile sind Kaltleiter meistens aus halbleitenden, polykristallinen Keramiken gefertigt (Wiki)


    Und wo siehts du da ein Problem?

  • Hochtonschutz

    • mattias bost
    • 4. Juni 2010 um 11:14

    Hallo,

    also bei passiven Systemen (oder gar aktiven, wenn man Endstufenmacken mit erschlagen will) hilft dies Teil ganz gut:

    http://www.monacor.de/typo3/index.php?id=84&L=0&artid=2209&spr=DE&typ=full

    Ist quasi das was Peter reingestellt hat, nur erstens fix und fertig kaufbar, für einen Kanal (und wenn man per EK rankommt) vertretbar vom Preis. Vorteil, der gleichzeitig Nachteil ist, spricht recht schnell an, sodaß kein großer Crestfaktor drin ist. Der Treiber wird damit eher "übergeschützt". Man hört sofort, daß zuviel des guten läuft.

    Da der threadstarter aber eh aktiv gehen will, dann ne vernünftige Weiche mit rms-Limiter (und ggf Peak-Limiter) nehmen. Den Peak-Limiter könnte auch der Amp übernehmen, der sollte dann so dimensoniert sein, daß er die max. die "Musikleistung" des HT bringt und die vorgeschaltete Weiche die rms-Limitierung macht.

    Ansonsten kann bei Aktivbetrieb ein Schutz eventuell noch mit PTCs vor den HTs gemacht werden, da dies ja die Weichenfunktion nicht beeinflußt. Ob die mit ihren Zeitkonstanten (zur Erwärmung und damit zum Widerstandsanstieg) zu einem sicheren Schutz führen, da fehlt mir die Erfahrung. Ich würde befürchten, daß ne Spule schneller durch ist und der PTC so dimensioniert werden muß, daß er im Grunde wieder nur einen zu niedrigen Dauerpegel zuläßt, um im Fall der Überlastung schnell genug dicht zu machen. Mit nem gewissen Versuchsaufbauaufwand müßte das anpaßbar sein, ohne ne Spule zu himmeln. Bedarf allerdings einger selbstgebauter Messtechnik (die auch "Notabschaltung" machen kann).

    Grüße
    Mattias

  • Alterungsprozess bei Hochton-Diaphragmen?

    • mattias bost
    • 4. Juni 2010 um 10:45

    Hallo,

    wobei sich mir erstmal die Frage stellt, was ist mit "einwandfrei spielen" gemeint?

    Mit Sicherheit wird die "Aufhängung" weicher, wie bei normalen Chassis, ob das klangliche Auswirkungen hat, hmm, der Treiber wird ja oberhalb der Reso betrieben und ist dort durchs Horn belastet, dürfte eigentlich keine Welten ausmachen. Die von Fabian aufgeführten ersten beiden Fehler sind für mich bereits Defekte, rissige Klebeverbindungen und beschädigte Membranen werden, wenn der Treiber rangenommen wird, dies nicht allzulange überleben und zum Aus führen. Meist nimmt man nen Treiber ja auseinander, weils irgendwie nicht mehr so klingt wie man es für richtig hält, da finden sich dann schon erste Defekte. Ferner verspröden die Aufhängungen (aus Kunststoff) irgendwann unwausweichlich durch Entweichen der Weichmacher, auch das dürfte recht flott zum Defekt bei belasteten Treibern führen. Bei Treibern mit Membranen aus Kunststoff gleiches Problem. Je mehr getreten, desto schneller altern die Kunststoffe.

    An meinen 25 Jahre alten S3 Treibern konnte ich nur folgendes feststellen, einen bei Terzmessungen sehr gleichmäßigen Verlust von 1dB über den gesamten Übertragungsbereich, Klirr wich geringfügig (im Rahmen der Messgenauigkeiten) ab, IM habe ich nicht gemessen. Diese Treiber sind aber auch nicht "verhauen" worden, eigentlich nur gealtert!!! Den Wirkungsgradverlust würde ich fast eher auf Verlust an Magnetfeldstärke schieben, denn auf weichere Aufhängung.

    Was für Treiber haste denn? Bei manchen ist ja Aufhängung und Kalotte aus einem Metallstück, wenn deine schon derart lange leben...

    Grüße
    Mattias

  • Zeck Honrtops - Vintage

    • mattias bost
    • 12. Mai 2010 um 12:43

    Mit nem Posthorn drauf :shock: , is ja voll krass. Tja, leider wird den meisten für ein Audio-/PA-/Musik-Technikmuseum der Platz fehlen, zumal es erst richtig gut käme, wenn solche Schätzchen auch betreibbar ausgestellt würden. Der ein oder andere täte seine Kisten vielleicht gar als Dauerleihgabe geben, weils für auf den Schrott zu schmerzvoll ist, gleichzeitig aber freier Lagerraum entstünde.

    Gruß
    Mattias

  • Erfahrungen zum Groundstack von Linearray-Elementen

    • mattias bost
    • 3. Mai 2010 um 11:53

    Hi,

    noch nen Senf dazu, ne ideale (gerade) Line macht schlicht Beugung am Einfachspalt, wobei dann die Wellenlänge zur Spaltlänge von Relevanz ist. Ein sehr langer Spalt (zur Wellenlänge, eingangsseitig mit kohärenter Welle erregt) erzeugt kurz vor dem Spalt (Austrittsseite) einen Amplitudenverlauf, der an seinen Rändern Welligkeiten aufweißt, die vom Gibbschen Phänomen her bekannt sind (der Spalt "digitalisiert" die eintretende Welle). Über zunehmende Distanz wandern diese "Wellen" zur Mitte hin, bis bei hinreichend großer Distanz nur noch in der Mitte ein Maximum vorliegt. Dabei treten natürlich Nebenmaxima auf.

    In der Literatur findet man leider solche "Pegelschnitte" kaum, sind mir erstmals in einen dicken Physikwälzer untergekommen (was an AD/DA erinnerte).

    Wer sich sowas vor Augen führen möchte, der kann einen AD/DA-Wandlungsprozess (Digipult etc) mal mit Rechteck (rel. niedrige Frequenz) anfahren, man wird die Überschwinger (Pre-Postringing) sehen. Je höher die Frequenz, umso weiter wandern die Überschwinger zur "Rechteckmitte" hin, bis irgendwann nur noch dort das Maximum liegt. So ähnlich siehts bei ner Line aus, nur die Nebenmaxima können bei dieser Demontration natürlich nicht dargestellt werden.

    Physikalisch ist dabei jedes Molekühl (im mathematischen Modell unendlich klein angenommen) eine Punktquelle. Somit sind wir wieder bei destruktiven und konstruktiven Interferenzen, obwohl scheinbar im erstem Moment da nix interferiert (alle Teilchen im Spalt treten im Gleichtakt hindurch). Wichtig ist, dieses Interferieren nicht mit dem durch Lautsprecher aufgrund Ihrer unumgänglichen Abstände (selbst wave-guides haben von Array-Element zu Array-Element ein Lücke) zusätzlich verursachten Interferenzen zu verwechseln. Die Lösung letzterer ist ein wesentlicher Punkt in der Qualitäte des LA.

    Grüße
    Mattias

  • "knackiger" 18"er im 8er Rudel in BR mit viel Volumen 20Hz

    • mattias bost
    • 16. April 2010 um 12:21

    Hallo Stefan,

    Zitat

    d2) im Raum gegebener Groesse werden alle stoerenden Moden mit Absorbern bedaempft -> die Resonanzen verschwinden, aber der erzielbare Schalldruck ist sehr gering, da Wellen zwischen den Moden sich immer noch nicht ausbreiten koennen

    Das ist mir nun nicht ganz klar. Wenn dem Raum die Moden (durch welche Maßnahme auch immer) genommen werden, warum verhält sich der nicht ähnlich einer (idealen) modenfreien Druckkammer? Warum der Strahler keine Raumresonanz sieht, spielt doch eigentlich keine Rolle. Ich würde gar sagen, daß sich natürlich eine Welle ausbreitet (schließlich läuft die Schnelle (und Druck) vom Strahler weg), nur wird keine Resonanz ausgeprägt. Ich könnte mir aber vorstellen, daß es abzuwiegen wäre, wie stark zu bedämpfen ist, damit der "Gewinn" durch den Druckkammereffekt nicht an diesen Stellen überbedämpft wird und stattdessen "Löcher" entstehen. In Analogie zur elektromagnetischen Welle würde ich eine Modenbedämpfung dahingehend sehen, daß man durch geeignete Maßnahmen dem Raum einen akustischen (Leitungs-)Abschluß verpaßt, um in die Nähe von Z0 zu kommen.

    Wenn man aber so einen kleinen Raum Tiefsbass tauglich machen will UND gewisse Materialschlachten führen kann, dann ists angeraten, mit ner aktiven Methode eine "offene Wand" zu erzeugen. Also hinten die gleiche Anzahl Bässe reinwerfen, diese um die akustische Laufzeit verzögert INVERTIERT ansteuern und etwas mit dem Pegel experimentieren. Grad bei sehr niedrigen Frequenzen spielen die anderen Wände nur eine geringe Rolle und des Ergebnis soll umwerfend sein, denn => Ne Nummer equisiter hat das mal jemand gemacht (kann hier im Forum gewesen sein) mittels vieler großer Chassis eine in den Tiefen quasi geschlossen strahlende Frontwand erstellt und genau dasgleiche hinten dran geworfen, Signale wie beschrieben. Somit hatte er im Grunde eine Planarwelle, die hinten "verschluckt" wurde => Freifeld.

    Grüße
    Mattias

  • "knackiger" 18"er im 8er Rudel in BR mit viel Volumen 20Hz

    • mattias bost
    • 14. April 2010 um 13:06

    Hallo Stefan,

    ging irgendwie aneinander vorbei, habe dein "Postulat" zu weit gegriffen gesehen (daß ohne Mode kein "Druck" erzielbar wäre). Ne, verwechseln tu ich Druck und Schnelle nicht, ich wollte "nur" drauf raus, daß Druck auch ohne Welle geht (eben für sehr niedrige Frequenzen). Wolltest du, vereinfacht, darauf hinaus mittels sehr hoher Modaldichte einen quasi gleichmäßigen Frequenzgang zu erzielen?

    Problem ist doch aber, daß in den Tiefen die Wände annähernd schallhart sind, was die hohen Pegelunterschiede (bei gleicher Schnelle) hörbar/spürbar macht (geringe Modaldichte), zu mittleren und hohen Frequenzen hin (hohe Modaldichte) dies aber (glücklicherweise) nicht mehr der Fall ist, sonst würds grausig hallen und es lägen dort ebenfalls heftige Pegelunterschiede vor, die ein Hören noch extremer stören würden (als die Pegelmacken im Bass). In letzterem würde ich einen Widerspruch dazu sehen, mittels hoher Modendichte einen "guten" Klang zu erreichen.

    Grüße
    Mattias

  • "knackiger" 18"er im 8er Rudel in BR mit viel Volumen 20Hz

    • mattias bost
    • 13. April 2010 um 14:58

    Hi,

    interessante Diskussion hier, zumal die Eindrücke von größerem Tiefgang in größeren Räumen mir bekannt sind. Jedoch sind in kleinen Räumen sehrwohl Schalldrücke erzeugbar (auch ohne "echte" Wellenausbreitung), der geringere Tiefgang liegt meiner Erfahrung nach einfach darin, daß man sich dichter an der Schallquelle befindet und damit in Mitten und Höhen im Verhältnis zum großen Raum mehr Pegel abbekommt, in dem der Basspegel über die Entfernung (wegen des Raumes) nicht so stark abfällt wie eben die Mitten und Höhen.

    Daß es einer besonders hohen Dichte von Moden bedarf (so habe ich das "Eingangsstatement" von Stefan verstanden), um Schalldruck (und geringen Raumeinfluß) zu erreichen, würde ich stark anzweifeln. Freifeld hat keine Moden, der Kopfhörer fast auch nicht und ist z.T. überzogen bassstark. Nen superfetter Bass ist für den Raum gleichsam ein großer Kopfhörer im Bereich wo der Raum noch keine wirksame Mode ausbildet.

    Da hier, zu recht, Analogien zur Elektrotechnik (Wellenausbreitung, Strahlungswiderstand...) gezogen werden, mal nen anderer Ansatz. Solang in einem Leiter die eingespeiste Wellenlänge über Leitungslänge (einiges überm doppelten) liegt, habe ich in dem Leiter überall Signalpegel. Ab Leitungslänge < halbe Wellenlänge gibts erste erhebliche Auslöschungen. In der Schallausbreitung wird dies zusätzlich kompliziert, da nicht ohne Weiteres von konstanter Phasenlage Druck zu Schnelle ausgegangen werden kann, nur im Frei(fern)feld ist das gegeben.

    Zitat

    Wenn sich eine Welle nicht ausbreiten kann -> u > 0 (Membran bewegt sich), p = 0 (kein Schalldruck) -> z = 0 (Strahlungswiderstand ist null, weder Wandlung von mechanischer in akustische Energie noch Energiespeicherung; Vakuum verhaelt sich so und jeder theoretisch verlustfreie Raum neben den Eigenmoden)

    Dies Postulat ist schlicht falsch. Warum sollte keine Wellenausbreitung bedeuten, daß sich kein Schalldruck aufbaut? Ist in elektrischen Leitern so nicht der Fall, in der Akustik passiert das auch nicht (s.o. Kopfhörer). Oder krasses Beispiel. Wir nehmen ein Klo, dessen gesamte Decke wir pneumatisch recht schnell +- 0,5 Meter bewegen können. Klo raus, Abfluß zubetonieren, dito die Tür. Bin mal gespannt, ob wir dort ganz entspannt nicht ausbreitbaren 30 Hz lauschen könnten? Ach ja, je nach Personengröße sollte man dabei natürlich sitzen, damits keinen auf den Deckel gibt, obwohl das wahrscheinlich schon egal wäre.

    Grüße
    Mattias

  • Limitierung eines Audiosignals im Infrabassbereich

    • mattias bost
    • 8. April 2010 um 17:54

    Jop, so die (fast) ideale Lösung zur Hubbegrenzzung, ne Nachbildung des Hubfrequenzganges im Sidechain und nur das als Bezugsgröße des Peak-Limiters. Dann noch nen RMS-Limiter im Ausgang für die Dauerbelastung und das ganze wird rel. schußsicher. Nur das "Billig-DCX" streicht da die Fahnen. In ähnlicher Art machen das doch aufwendige Systemcontroller, die mit Boxentypen(-modellen) gefüttert werden, oder?

    Kleine Nachteil hats selbst dies Verfahren, Serienstreuung, Alterung, Aufstellort, Stacken (veränderter Strahlungswiderstand, eher unkritisch) sowie DC-Displacement, Umgebungstemperatur etc. werden nicht erfaßt.

    Grüße
    Mattias

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