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Beiträge von mattias bost

  • Aktives Top

    • mattias bost
    • 3. Juli 2024 um 15:18

    Nennenswerte Klangveränderung durch die ersten Betriebsstunden? Da stellt sich schon die Frage, wie das technisch zustande kommt.

    Tieftöner "weich klopfen" => Verringerung der Chassisresonanz. Das führt doch eigentlich zu einer Verschlechterung des Wirkungsgrades, sofern der damit verbundene Anstieg des Äquivalenzvolumens und vermutlich auch der Güte das nicht aufhebt.

    Wobei, selbst meine billig 21"er hatten nach zwei Stunden Freiluftdauerlauf auf Resonanz mit maximalen linearen Hub ihre TSP nur gering verändert. Wollt mich nicht auf "Neuwerte" verlassen, faktisch war es aber für die Gehäuseauslegung ohne Relevanz.

    Wie altern Druckkammertreiber anfangs merklich, was geschieht da in im Dia-Material?

    Grüße

    Mattias

  • Behringer NX6000 limitieren/messen /einpegeln

    • mattias bost
    • 27. Juni 2024 um 10:48

    Moin,

    letzterer Vorschlag erschließt sich mir nicht. Eine mit voll aufgedrehtem Eingang genutzte Endstufe ist mit nahezu allen Quellen komplett ins Clipping zu treiben. Was soll da begrenzen?

    Ist die Weiche ne LD System X223? Wäre für weitere Vorschläge sinnvoll zu wissen. Im Grunde war bei den begrenzten Mitteln die eingangs angedachte Methode nicht ganz falsch, nur sollte das Messignal im im Bereich der Topteile liegen, z.B. 500Hz, da spielen die meisten Multimeter noch ausreichend genau.

    Sind Weiche und Endstufen vor Fremdzugriff im Betrieb gesichert? Sobald da jemand an den Potis für Gain (Weiche wie Endstufe) drehen kann, wirds kriminell.

    Genauere Tipp nach Beantwortung obiger Fragen, Grüße

    Mattias

  • Bauarten von Hörnern im PA Bereich

    • mattias bost
    • 7. Juni 2024 um 18:42

    FHAudio schrieb:

    Zitat

    und ein TL gehört zu der Familie der Hörner.

    uhps,

    TL, also Orgelpfeifen (reinrassige "Mehrfachresonatoren") gehören der Familie der breitbandigen Schallimpedanzwandler an? Wer hat das denn neuerdings so zugeordnet?


    Zitat

    Bevor dieses Thema wieder ausartet und der Ton agressiver wird weil manche Leute immer alles besser wissen... klink ich mich aus.

    Die Behauptung TL-Konstrukte gehörten zu Hörnern bedeutet ferner nicht, dass die wirkungsgradstark wären. Hier im "Anfängerbereich" sprachlich geschickt durch Assoziation "Hörner" gleich "hoher Wirkungsgrad" in die Irre zu führen und dann gleich abzutauchen ...

  • Sub Array beim letzten Event abgeraucht &alle Treiber kaputt. | Wo könnte der fehler sein und macht dieser Aufbau sinn?

    • mattias bost
    • 4. Juni 2024 um 16:31

    Attacktime mit 110ms wäre mir viel zu lang, bin da aber extrem konservativ. Ein Übersteuern der Endstufe ins Clippen hinein mit ggfs augenblicklichen fatalen Folgen, aber garantiert unnötiger schneller Alterung der Chassis, mache ich nicht, weils keinen akustischen Mehrwert hat.

    Attack wird bei mir immer so kurz wie möglich gehalten. Es bringt nichts, wenn die Endstufe z.B. erst mehrfach ein übersteuerndes Signal sieht (und die Dämpfung wg Clippens verliert), bevor der Limiter das mitbekommt und einbremst,

    Eine Halbwelle 40Hz dauert ca 12ms. Da bräuchte der Limiter also ca 5 Schwingungen überm Limit, bevor der greift. Das Chassis wird sich über jeden Tritt freuen ...

    Mit Attack 1ms (DSP204) "knallt" zwar das Signal hat an die Grenze, aber beim clippenden Amp wäre das genauso. Das allerdings mit Abstimmungsverlust des Boxenkonstruktion, denn die geht von nicht clippenden Amp aus. Die Auslenkung der Membran ist dann ganz anders als gewollt.

    Release wird eigentlich so lang gehalten, dass auf der niedrigsten wiederzugebenden Frequenz ein nur geringes Regeln der zurückgenommenen Verstärkung auf der Signalkurve stattfindet. Mit dicken Daumen so das 3-5 fache der Periodenzeit der niedrigsten (sinnvoll) wiederzugebenden Frequenz.

    Wenn du nen "DummJuser" sehr deutlich machen willst, dass er übertreibt, dann eine sehr lange Release vorgeben. Je mehr aufgedreht wird, umso leiser wird es dann.

    Dein letzter User hat ja die Kochen signalisierenden Subs (wg leiser geworden) in die Bratröhre geschickt.

  • Sub Array beim letzten Event abgeraucht &alle Treiber kaputt. | Wo könnte der fehler sein und macht dieser Aufbau sinn?

    • mattias bost
    • 3. Juni 2024 um 09:04
    Zitat

    Die Spule könnte aber schon Rechteck (oder steile Anstiege / Abfälle "sehen" .

    Und genau in diesem Moment sorgt die Gegeninduktion für

    einen massiven Anstieg des Stromes bzw. Abfall der Impedanz ,

    Das ist schlicht "gegensinnig" falsch.

    Angenommen der Verstärker liefert eine Rechteckspannung (also nix Weiche), hängt direkt am Speaker, so ist die Spule im Anstieg hochimpedant. Der Strom steigt ab dem Spannungsanstieg in einer "Ladekurve" an, bis der ohmsche Widerstand dem Grenzen setzt. Stromkurve Spule sieht aus wie die Spannungsladekurve eines Kondensators (am einfachen Tiefpass).

    Die Gegeninduktion bewirkt ja grad das Hemmen eines Stromanstiegs!

    Wie soll in einem Mehrwegesystem, ohne Übersteuerung Endstufen oder Ausgang Controller, Rechteck an die Chassis gelangen? Das geht nicht.

    Hörbare Verzerrungen im Bass sind entweder: Clippende Endstufe und/ oder in die Hubbegrenzung gefahrene Chassis. Wenn das im "normalen Betrieb" vorkommt, ist das System nicht sauber durchgetrimmt.

  • Sub Array beim letzten Event abgeraucht &alle Treiber kaputt. | Wo könnte der fehler sein und macht dieser Aufbau sinn?

    • mattias bost
    • 30. Mai 2024 um 08:59
    Zitat

    ... man mit 20v aus dem amp ... pappe bewegt sich nach vorne, steht ...

    Genau die Situation wird sich mit Rechteck aus Pult (oder wo immer her) eben nicht an einem Sub bei nicht clippender Endstufe (und das war in zuvor zitierten Beispiel so dargestellt ) einstellen. Der Sub wird über Weiche angesteuert und hat dazu sogar noch einen eigenen Phasengang. Ein eventueller Low-Cut macht nochmal Phasengang. Beim Beispiel von 40Hz Rechteck machen schon 30° Phasendrehung bei 40Hz eine so komplett andere Kurvenform in der Signalsumme, dass hier keiner mehr als Ursprungssignal Rechteckt vermuten würde.

    Ich setz sogar noch einen oben drauf, selbst bei clippender Endstufe, wird sich kein "Stehenbleiben" einstellen. Wg des Phasenverhaltens des Subs, BR hier noch deutlicher als CB, wird sich zwischen Grundfrequenz und den weiteren Harmonischen aufgrund der Phasenverschiebung keine deckende Summierung dieser einstellen. Es kann auch anders ausgedrückt werden, die Sprungantwort mit ihren Überschwingern hat schon jeder gesehen, der selber entwirft, dies aber unter Endstufe im geregelten Bereich, also mit voller Dämpfung. Eine clippende Endstufe verliert ihre Dämpfung massiv, was insbesondere BR-Systeme dann mächtig nach-/überschwingen läßt.

    Von daher sollte klar sein, dass eine Endstufe nie und never clippen sollte. Maximale Leistungsanforderung thermisch gepaart mit eigentlich mechanischer Überforderung. Clippender Ausgang einer Vorstufe sollte möglichst auch nicht sein, gut eingepegelter Controller mit Limiter und passender Releasezeiten machts möglich.

    Grüße

    Mattias

  • Sub Array beim letzten Event abgeraucht &alle Treiber kaputt. | Wo könnte der fehler sein und macht dieser Aufbau sinn?

    • mattias bost
    • 29. Mai 2024 um 19:01

    Beide Amps an der Kabeltrommel? Wenn ihr richtig Leistung gefahren hättet, wäre die Kabeltrommel ordentlich warm geworden. Aufgerollte Kabeltrommel, die kocht nach längerer Zeit selbst wenn nur 1kW im Schnitt gezogen wird. War das nicht der Fall, tät ich eher auf mechanischen Schaden und in Folge dessen thermischer Überlastung tippen. Da läge dann z.B. zu niedrige Frequenzen mit zu viel Pegel nah.

    Ansonsten: Eine nicht vollständig abgerollte Kabeltrommel kann durchaus in Brand geraten, gepaart mit Kurzschlussrisiko gegen Schutzleiter. Je nachdem wie die "durchgeht" kann dabei sogar Spannung auf der Masse deiner Geräte liegen.

    In beiden Fällen bekommst du gewaltig Ärger bei Schäden an (Fremd-) Material und erst recht bei Personenschäden. Sowas fällt kaum noch unter grob fahrlässig.

    Zitat

    des weiteren kann man mit 20v aus dem amp und einem haufen rechteck, nehezu jeden speaker binnen 10 minuten töten. die pappe bewegt sich nach vorne, steht, solange die ebene ist, dann zurück und steht wieder. die zeit des stehens wird alle leistung in wärmen der schwingspule gepumppt.

    Rechteck ist im Rahmen normaler Signalpegel (kein Clipping) beim Sub eigentlich so nicht erreichbar. Nehmen wir mal Rechteck mit 40Hz Grundfrequenz an, dann sind da als nächste Spektrallinien 120Hz, 200Hz usw drin. Damit bekommt ein Sub, bei 150Hz getrennt, nur die 40Hz und die 120Hz (mit einem Drittel der Amplitude der 40Hz) zu sehen. Da bleibts nix "stehen". Nicht dass Einsteiger hier im Forum was aufschnappen, was falsch gedacht ist.

    Grüße

    Mattias

  • Sub Array beim letzten Event abgeraucht &alle Treiber kaputt. | Wo könnte der fehler sein und macht dieser Aufbau sinn?

    • mattias bost
    • 28. Mai 2024 um 19:24
    Zitat

    wenn du übrigens ein echtes array gebaut hast, sieht aber nicht danach aus, dann kann es auch sein das die pappen sich gegenseitig so beeinflußt haben, das die auf dauer dem druck nicht standgehalten haben.

    Moin,

    zuviel Druck auf Pappen, weil sich ein paar Systeme akustisch gegenseitig gleichphasig sehen? Wohl nicht, da würde ja schon jede Box drastisch betriebsunsicher, die mehr als ein Chassis drin hat. Schon mal gesehen, dass Hersteller für zwei oder vier Chassis in einer Box weniger(!) als das entsprechende Mehrfache der Einzelbelastung eines Chassis angeben?

    Wenn, dann sind Chassis nur bei verkehrter Polung von Boxen umzubringen, weil die keinen "Gegendruck", sondern das Gegenteil sehen, was zu merklich mehr Hub, also mechanischer Zerstörung führt.

    Wie sind beim t-amp e-1500 die Eingangsportis im Zusammenspiel mit dem Controller eingestellt? Voll auf, also Rechtsanschlag und dann Limiter auf die entsprechenden maximale Eingangsempfindlichkeit bezogen justiert? In Sachen Störabstand wäre das ungünstig, in Sachen Betriebssicherheit aber der richtige Weg.

    Wurde das wg schlechten Rauschabstandes anders gemacht, also Eingangspotis eher mit ca 15dB Dämpfung, wenn dann einer die Potis aufdrecht, dann greift der Limiter massiv zu spät.

    Wo lief die letzte Party, open air, Strom über Stromaggregat, oder nach ewig langer "Hausleitung", oder jede Menge Verlängerungsleitung? Hatte mal massive Spannungseinbrüche an 230V Hausnetz (Schuko), weil dort eine ewig lange Leitung von Verteilerkasten bis zur Dose vorlag. Das kann beim Verstärker auch üblen Zauber machen.

    Grüße

    Mattias

  • Suche robuste Alternative zu Eighteen Sound 15LW1500 für mein Betthorn

    • mattias bost
    • 16. Mai 2024 um 12:15

    In Einzelaufstellung, ja vermutlich im Freien (Stromaggregat), findet doch bei 40Hz keine nennenswerte Ladung des Horn mehr statt. Für volle Ladung brauchts bei 40Hz Vollraum freistehend 6qm, Halbraum liegend 3qm. Obwohls Betthorn schon ein ordentlicher Brummer ist, drei unmittelbar nebeneinander für "nur" 40Hz müssten schon sein. Bei 40Hz in Alleinaufstellung wird doch eher die hintere Kammer den Hub einfangen.

  • Suche robuste Alternative zu Eighteen Sound 15LW1500 für mein Betthorn

    • mattias bost
    • 15. Mai 2024 um 12:21

    Hmm,

    dass die Spule von der Membran abreißt, weil diese sich zu wenig bewegen kann, ich weiß nicht. Der Membranhub geht ja selbst bei offener Bauweise zu höheren Frequenzen deutlich zurück, da reißt auch nix ab, wenn bei 300Hz weit unter 1mm Hub stattfindet. DIe erzeugte Kraft wird ja wegen der höheren Frequenz nicht weniger, ob die Massenträgheit der Spule selbst die an die Pappe abgegebene Kraft da schon soweit reduziert, dass es aus sich selbst heraus heil bleibt? Bauchgefühl sagt eher nein.

    Allerdings könnte bei dem Konstrukt und der hohen Leistungsanforderung "Herr Klippel" zuschlagen, soll heißen, DC-Kollaps mit deren manigfachen Folgebildern.

    Weiter hätte ich eine Übersteuerung der Endstufe im Auge. Tritt die auf, bricht die Dämpfung in dem Moment weg, mit ebenso unüberschaubaren Schadensbildern. Ferner mag auch sein, dass die verwendete Endstufe mit dem Spannungsverhalten des o.g. Stromaggregats bösen Zauber macht.

    Mein Ansatz wäre die Sicherstellung, ein Clippen der Endstufe unter allen Umständen zu vermeiden.

    Grüße

    Mattias

  • Bittner XR4000 im vergleich?

    • mattias bost
    • 7. Mai 2024 um 12:17

    Die Endstufen kommen ja wohl in einen anderen Raum, oder? Aufgrund des wohl AB-Designs, den Wärmeabgaben zu entnehmen, machen die ordentlich Verlustleitung und entsprechend sehr viel Lüftergeräusch.

    Dämpfungsfaktor 1200, schöner Wert, ohne Belang. Das entspricht einem (differentielen) Ausgangswiderstand von 4mOhm, mit jeder Art von Verkabelung bist du da weit drüber. Dämpfungsfaktoren >100 sind in Anwendungen bis zum Lautsprecher nicht erreichbar.

    15" Chassis und ab 15Hz, sorry, das ist albern. Mit gigantischen Horn, s.o., ginge das, aber nicht mit üblichen Boxenprinzipien und üblichen 15"ern. Die bringen, nunmal verschiebevolumenbegrenzt, nicht ansatzweise so tief unten einen Pegel, der über die Hörschwelle geht, geschweige denn aus Verdeckungseffekten bei Vorhandensein von Musik im restlichen Frequenzbereich herausragen kann.

    (Lautstärkekuven aus Gehörrichte Lautstärke, Wikipedia)

    Hab mit vier 21"ern je Seite auf "nur" 19Hz ausgelegt. Und bei 16Hz wirds schon merklich weniger Pegel.

    15"er realistisch, mit wenig Pegel, mit Wohlwollen ab 25Hz aufwärts. Alles andere bedeutet Wärme und Oberwellen.

    Grüße

    Mattias

  • Wie war eigentlich damals die Electro Voice MTL4?

    • mattias bost
    • 24. Januar 2024 um 12:06

    Interessant ist die recht große "Powercompression" der MTL4, welche den Messungen aus dem Datenblatt zu entnehmen ist (und schön den Unterschied zu den gerechnetern Pegeln zeigt). Bei Nennbelastung fehlen ganze 6dB gegenüber 1/10 Aussteurung, da müssten es die Spulen schon bei um 250°C mit der Angst zu tun gehabt haben. Beim genauen Blick ist dazu eine gewisse Veränderung im F-Gang unten zu erkennen, der sich mit änderndem Spulenwiderstand aus der sich ändernden Güte ergibt. Grad im Bereich Selbstbau eines System wird das bei der Auslegung oft nicht berücksichtigt, obwohl grad bei Volldampf ein damit geändertes Auslenkungsverhalten ein Chassis überfordern könnte.

    Mit modernen Chassis und den merklich größeren Spulen wäre also bei gleicher Leistung schon einges mehr zu holen. Sofern einen die Gewichts-/Größenprobleme nicht stören und unten rum nicht viel Pegel kommen soll. Pro Chassis stehen schließlich grad mal um 140l zur Verfügung und davon gehen noch mindestens ca 30l für den Anteil an der "Vorkammer" ab.

    Schwammig fand ich die damals nicht, eher unten rum etwas mager.

    Grüße

    Mattias

  • Wie war eigentlich damals die Electro Voice MTL4?

    • mattias bost
    • 23. Januar 2024 um 15:30

    Moin,

    Karl geht es ja um einen "Nachbau", also hätte er gewisse Freiheiten hinsichtlich der Gehäusedimensionen, s.h. Platz für ein Quartett modernerer tiefbauenderer Chassis wäre kein Problem.

    Für Festinstall (Wohnraum) hatte ich das für vier 21" gemacht, andere Zielsetzung.
    SubRechtsChassis_frontal_klein.jpg

    SubRechtsChassis_frontal_klein.jpgDie sollten möglichst tief runter, dafür mussten die Membranen zusätzliches Luftvolumen als "moving mass" bekommen. Ferner sollte vermieden werden, dass eine Ausrichtung von 4 Speakern auf den Hörplatz die nie ganz vermeidebaren Humm/Noise-Reste hörbar macht. Diese Anordnung hat schließlich keine on-axis Bündelungseffekte.

    Optisch macht ne MTL4 natürlich Eindruck (in den 90er bei einer Demo bei Musikproduktiv in Ibbenbüren gehört) und da kam auch was, ist aber in Sachen PA, sprich Transport/Aufbau eigentlich zu anspruchvoll. Und mit langhubigeren 18ern dürften die BR-Ports evtl zu klein werden.

    Grundlegend kann das als BR berechnet werden, die Vorkammer schnürrt aber nach oben hin zu, das wurde schon erwähnt. Den genauen Innenaufbau der MTL4 kenne ich nicht, würde aber davon ausgehen, dass die BR-Kammern (hoffentlich) voneinander getrennte in sich abgeschlossene Einheiten darstellten. Geht ein Chassis hop, arbeiten die anderen nicht mit einen Mal in ein größeres Volumen hinein. Wenn es da tatsächlich Kompletttote gab wegen eines/zwei ausgefallenen Chassis, würd ich hierin den Grund sehen.

    Grüße

    Mattias

  • Limitereinstellung bei passiven Lautsprechern

    • mattias bost
    • 16. Januar 2024 um 16:40

    Ansonten gibts von Monacor das Lautsprecher Schutzmodul DSP-1. Ist ne Relaiskiste, die spannungsabhängig den Ausgang vom Eingang trennt. Hatte ich zum Schutz meiner alten Vitavox S3 Treiber dran, damit die nicht durchgehen, falls mal irgendwas im System total spinnt.

    Spricht im Gegensatz zum PTC schnell an (und gibt relativ schnell wieder frei). Dazu fällt das Eingreifen auch sofort deutlich auf. Sollte sich nachträglich in die Box noch einbauen lassen.

  • Limitereinstellung bei passiven Lautsprechern

    • mattias bost
    • 16. Januar 2024 um 11:38

    Arena 12 soll doch PTC-Schutz für den HT haben.

    Sidechain ist zwar ein grundsätlich gangbarer Weg, z.B. kleiner DSP mit EQ, hat aber für mich einen großen Nachteil, wenn der DSP ausfällt/ausgeht. Dann gibts gar keine Limiting mehr.

  • Amp Gain richtig ermitteln

    • mattias bost
    • 29. Dezember 2023 um 13:34

    Moin,

    (sorry, ist inhaltlich doppelt, hat sich mit dem vorlaufenden Beitrag zeitlich überschnitten)

    irritierend die Aussagen dazu Messungen unbelastet, belastet mit 2/4/8 Ohm etc. machen zu müssen.

    Nahezu sämtliche Verstärker arbeiten mit Gegenkopplung, s.h. Ausgangsspannung wird mit Eingangsspannung via Regelkreis "verglichen" und so eine feste Spannungsverstärkung erzeugt. Je nachdem wie stark diese Gegenkopplung ausgeführt ist, hat der Verstärker einen mehr oder minder kleinen differentiellen Innenwiderstand, der sich umgekehrt im Dämpfungsfaktor niederschlägt.

    Einfach gerechnet würde bei einem Verstärker mit Dämpfungsfaktor 10 (bezogen auf 4Ohm Last) die Ausgangsspannung zwischen lastlos und mit 4Ohm-Last um 10% einbrechen. Bei Dämpfungsfaktor 100 um 1%. Die meisten Verstärker haben Dämpfungsfaktoren >50 bzw. deutlich größer.

    Halbwegs hohe Dämpfungsfaktoren sollen zum einen sicherstellen, dass die Ausgangsspannung unabhängig vom Impedanzgang bleibt und zum anderen grad bei Boxen mit niedrigem Q mehr Kontrolle/Wirkungsgrad verbleibt.

    Ferner müssen Multimeter, wenn es um die Messung der Verstärkungen/Gains geht, nicht unbedingt hoch frequenganggenau sein.

    Solang jeder Ampszug nur in sich hinsichtlich Gain gemessen werden soll, ist es egal, ob hier Frequenzgangabweichungen vorliegen. Es wird ja auf ein und derselben Frequenz mit gleichen Messgerätegainfehler gemessen (solang die Spannungsbereiche nicht selber unterschiedliche Fehler aufweisen). Fehlen z.B. 10dB bei 5kHz wird sowohl der Eingangspegel die dortigen Pegel 10dB zu niedrig wiedergeben, die gemessenen Ausgangspegel aber ebenso. Für den Gain hebt sich das in der Berechnung dann raus.

    Natürlich geht es in die Hose, wenn mit so einem schlechten Messgerät die einzelnen Ampwege (Mehrkanalaktivssystem) zueinander eingepegelt werden sollen.

    "Vernünftiges" Equipment ist somit immer von Vorteil. Wenn man aber weiß was man tut (z.B. mit einer definierten Quelle seine Messgeräte kalibriert hat) kann man auch mit einfacherem Equipment sauber arbeiten.

    Kurz noch nen Tipp zum Messen mit dem Skop an "unbekannter" Endstufe, Jürgen hat schon auf das Risiko bei Brückenendstufen hingewiesen. Die Skopmasse ist immer mit Schutzleiter verbunden, sobald eines der anderen Geräte Schutzleiterbezug hat (das ist im PA Bereich nahezu immer der Fall), kann es schnell knallen, sobald Masse am Ausgangsbereich zum Zuge kommt / kommen soll.

    Gainmessung mit z.B. Zweikanalskop:

    Dessen Massebezug ausschließlich eingangsseitig setzen. Ausgangsseitig nur mit Tastkopfspitze ohne Masseklemme Messung vornehmen. +Ausgang sollte in Phase mit Eingangssignal liegen, -Ausgang gegenphasig. Ist am -Ausgang kein Signal, so liegt kein Brückenamp/-betrieb vor.

    Gain im Brückenbetrieb ist dann die so gemessene Ausgangsspannung (am +Ausgang) zur so gemessenen Eingangsspannung (am +Eingang). Vorausgesetzt der Eingang wird symmetrisch angesteuert.

    Arbeitet die Endstufe nicht im Brückenbetrieb ist der Gainfaktor um Faktor 2 geringer, vorausgesetzt der Eingang wird symmetrisch angesteuert.

    Wie das bei nichtsymmetrischer Ansteuerung des Amp aussieht, darf vlt mal selber als kleiner Denksport nachvollzogen werden.

    Grüße

    Mattias

  • Wenig Pegel an Behringer DCX 2496

    • mattias bost
    • 17. August 2023 um 20:28

    Moin,

    sicher, dass im DCX vor dem AD-Wandler eine in der Verstärkung steuerbare Stufe sitzt? Mein Eindruck ist der, dass der Gain sowohl eingangs- wie ausgangsseitig nur rein auf digitaler Ebene geändert wird. Also ohne eigene einstellbare Analogverstärkerstufen. Das Rauschverhalten legt diesen Schluss sehr nahe, mehr Gain (also vermeintlich geringerer maximaler Eingangspegel) => mehr Rauschen.

    Im Gegensatz dazu:

    Beim DEQ2496 sind wirklich veränderbare (in zwei Stufen) Ein- und ich glaube auch Ausgangsstufen vorhanden. Das wirkt sich bei geringen Eingangspegeln in Sachen Rauschen im Gegensatz zum DCX deutlich positiv aus. Faktisch wird hier von +22dBu auf +10dBu max. Eingangspegel umgeschaltet, was eine Verstärkung von 10dB in der Eingangsstufe bedeutet. Dabei rauscht es aber im Gegensatz zum DCX nicht mehr.

    Über mehr Gain im DCX ist der AD-Wandler somit nicht höher aussteuerbar, der arbeitet weiterhin schön auf +22dBu bezogen.

    Grüße

    Mattias

  • Das Thema "Wir brauchen Bass!"

    • mattias bost
    • 17. September 2022 um 10:59

    Einen Aspekt hinsichtlich (der persönlichen) Präferenz mehr Bass versus besserer Mitten/Höhenwiedergabe hatte ich vergessen, der hier eine Rolle spielen könnte.

    Es gibt verschiedene physiologisch begründete Hörtypen, sogenannte Grundtonhörer und Obertonhörer.

    Hier ein link dazu:

    Test: Bist Du Oberton- oder Grundtonhörer? – Ich liebe Obertongesang - Wolfgang Saus
    Mach den Heidelberger Hörtest und finde heraus, ob Du Klang mehr mit der rechten oder der linken Gehirnhälfte verarbeitest.
    www.oberton.org

    und vlt zur eigenen Einordnung etwas schneller nachvollziehbar, da über musikalische Präferenzen recht gut passend. Für mich als reinem Zuhörer und nicht Musiker überwiegend zutreffend, was meinen Musikgeschmack betrifft.

    Klangwahrnehmungstest, Aufbau

    Grüße

    Mattias

  • Das Thema "Wir brauchen Bass!"

    • mattias bost
    • 16. September 2022 um 18:59
    Zitat von Fux

    Was für mich nach den ersten HiFi Schritten im jugendlichen Alter sehr schnell klar war:

    Wenn der Marshallstack, oder die Snare von der Aufnahme nicht in der originalen Lautstärke wiedergegeben werden kann, dann ist das auch nicht authentisch und damit kein "High-Fidelity".

    Ja, eine beliebt Diskussion mit "Hifi-Jüngern", deren Systeme Live-acts nicht mit angemessenen Pegel wiedergeben konnten.

    Wobei bei Live-acts (bzw. auch unplugged in kleinen Locations) Base-Drum und E-Bass Pegel bringen, die unten rum schon ein wenig Pappe erfordern.

  • Das Thema "Wir brauchen Bass!"

    • mattias bost
    • 18. August 2022 um 15:15

    Moin in die Runde,

    da hat sich der Fux doch eigentlich die Antwort auf seine Frage gleich mitgeliefert, oder?

    Der Selbstbau eines halbwegs anspruchsvollen "Topteiles" (damit ist vermutlich der Bereich so oberhalb 80-100Hz gemeint) ist wesentlich aufwendiger und anspruchsvoller als ein paar möglichst große Schachteln mit viel Bumms zu bauen. Und im Selbstbau, ich würde wagen zu behaupten, sogar teuerer bis ein entsprechendes Ergebnis zum fertig designten Produkt vorliegt. Basskisten sind per Simulation halbwegs im (Pegelverlauf) berechenbar und auf Standfestigkeit trimmbar.

    "Tops", allein schon mit dem Thema Abstrahlcharakteristik ist der Anfänger überfordert. Da gibts ja nicht die richtige, sondern die für den jeweiligen Anwendungszweck passende (z.B. auch gewünschte einschnürende Höhen). Damit soll sich ein Anfänger auseinandersetzen und darüber nicht den Spass verlieren? Ne ne, ein halbwegs sicheres Erfolgserlebnis ist über ordentlich Bumms erreichbar, das bekommt jeder mit, danach gehts dann vlt in anderen Bereichen weiter.

    Deshalb mache ich einen große Schritt nach hinten und betreibe etwas Nabelschau:

    Was fehlte vor fast eine halben Jahrhundert an Papas Hifboxen gegenüber Konzerten? Unten alles, oben war nicht dolle, Auslegung gern auf hohe Sprachverständlichkeit. In den Hifi-Läden gabs jede Menge aus der Klasse, nur ganz wenige sehr teure (unbezahlbare) Systeme waren halbwegs mit Pegel in den technisch kritischen Bereichen gesegnet.

    Rock/Pop/Disco-Mucke brachte/bringts NUR mit entsprechenden Pegeln.

    Also war im Selbstbau (damals eher kostengünstiger denn Fertigware) das erste Augenmerk auf BASS, dann auf pegelfeste Höhen, damits bei Spasslautstärke möglichst keine Leichen gab (was im ersten Ansatz nicht so sicher war). Seinerzeit beganns grad erst mit brauchbarer Theorie im Basssysstembau. Wirkungsgrad bei den damaligen Watt/DM Endstufenpreisen, bei Taschengeld fürs Hobby, sehr relevant.

    Erst mit längerem Hören auf den eigenen Systemen (meist daheim), da merkte man, hmm, irgendwie dürfts was besser werden. Oft mangelte es zunächst an sehr tiefgehender Wiedergabe bzw. Pegeln dort, also wurden aus 10er oder 12er Pappen (mit eher kleinen Auslenkungen) tiefresonante 18er, damit ging leider die Knackigkeit etwas flöten. Und so langsam merkte man, in den Mitten, da ist Luft nach oben, in der Ankopplung 18er dahin, das geht so ohne weiteren Weg auch eher nicht (richtig).

    Soweit die Rückschau.

    Heute findet sich im bezahlbaren Boxenregal für daheim vergleichsweise potentes Material (gegenüber o.g. Anfängen). Also muss, um da nachzulegen, gleich von Anfang ne große Schippe drauf. Wenn die "fette Anlage" ein klanglich besseres System im Pegel (jeweils ohne allzuviel Klirr) an die Wand spielt, wird jeder die "fette Anlage" loben.

    Boxenbastler gibts inzwischen kaum noch. Zu meinen Studienzeiten war jeder zweite Student der Elektrotechnik ein solcher, meist den ersten Schritt mit fetten Bässen grad hinter sich liegen lassend. Heute habe ich ganz selten noch mal einen Studenten mit der Vorgeschichte.

    Generell torpediert die preiswerte, halbwegs brauchbare Fertigware jedes Bastelvergnügen. Früher hat man viel selbst "gebastelt", weil fertige Gerätschaften aller Art (mit Anspruch) teurer waren als "Nachbauorgien".

    Grüße aus aktueller C-Quarantäne

    Mattias

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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

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