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  2. daniel hojka

Beiträge von daniel hojka

  • USB DI Box

    • daniel hojka
    • 3. Dezember 2013 um 20:56
    Zitat von "theHELL"

    Verstehe ich das richtig, dass die Boxen dank generischem USB Treiber mit jedem System laufen sollten?

    Die Boxen laufen mit jedem System, das USB Audio Class (UAC) Unterstützung hat. Es kommt also ein bisschen darauf an, was Du unter "jedem System" verstehst. Grundsätzlich würde ich sagen "jedes verbreitete System ab Generation Windows XP". Dazu gehört abseits von Windows und OS X natürlich auch das, was man in der Regel unter Linux versteht, bzw. auch die ganzen *BSDs.

    Zitat von "theHELL"

    Ich suche zur Zeit eine Lösung für ein Unix System, voraussichtlich FreeNAS.
    Hat schon jemand Experimente mit USB-DI Box in Verbindung mit einem Unix System gemacht?
    Wäre Klasse, wenn das jemand weiß. Wir haben ja anscheinend auch Entwickler unter uns.

    Ja, und wie es der Zufall will, sogar äusserst FreeBSD-affine 8) Ich hab daher gerade mein ml:1 Exemplar an eine FreeBSD 8.4 Box (amd64) hier gehängt:

    Code
    ugen4.3: <sonible ml1 1000006> at usbus4
    uhid0: <sonible ml1 1000006 sonible ml1, class 0/0, rev 1.10/1.00, addr 3> on usbus4
    uaudio0: <sonible ml1 1000006 sonible ml1, class 0/0, rev 1.10/1.00, addr 3> on usbus4
    uaudio0: Play: 48000 Hz, 2 ch, 16-bit S-LE PCM format, 2x8ms buffer.
    uaudio0: No recording.
    uaudio0: No MIDI sequencer.
    pcm0: <USB audio> on uaudio0
    pcm0: clone manager: deadline=750ms flags=0x8000001e
    sndbuf_resize(): b=0xffffff0044b4a800 0 -> 0xffffff0159c94000 [0 -> 4096 : 3072]
    sndbuf_remalloc(): b=0xffffff003e2ea600 0 -> 4096 [4096]
    pcm0: chn_resizebuf(): PCMDIR_PLAY (hardware) timeout=21 b[3072/1536/2] bs[4096/2048/2] limit=0
    Alles anzeigen

    Man braucht also uaudio und pcm im Kernel, dann spielt sie ohne weitere Konfiguration sofort einwandfrei. Soweit ich mich erinnern kann, ist es egal ob diese Module dynamisch nachgeladen werden, oder statisch einkompiliert sind. Ist also auch für FreeNAS durchaus geeignet, wenn man keinen eigenen Kernel/Welt selber bauen möchte.

    Generell muss man unter FreeBSD sehr aufpassen, sobald man versucht über 16Bit zu gehen, ist es egal ob UAC1 oder UAC2 - es wird nicht funktionieren. Die Doku beschränkt sich in dieser Tiefe recht schnell auf knackigen C Quellcode, ich hatte mir damals äusserst schwer getan das zu lesen. Meines Wissens nach gehen echte bitneutrale 24Bit derzeit nur mit Envy24(HT) und Konsorten, aber die will man aus anderen Gründen nicht.

    LG Daniel

  • USB DI Box

    • daniel hojka
    • 30. September 2013 um 17:10
    Zitat von &quot;nasi&quot;

    Jein. Es geht darum, dass Apple verdeutlichen möchte, dass man damit [..]

    Wie man das zu verstehen hat, wurde ja schon richtig beantwortet. Aus den frei verfügbaren Aussagen von Apple technisch belastbare Specs rauszulesen ist zugegeben nicht immer einfach und alles andere unterliegt einem strikten NDA (=non disclosure agreement) . Ganz generell kann man sagen, Apple hat den USB Port wirklich sehr stark eingeschränkt, das heisst man muss ganz genau wissen was man tut und das dann bereits bei der Enwicklung einer entsprechenden Hardware berücksichtigen, sonst wird das nichts.

    Zitat von &quot;nasi&quot;

    Wie sieht es eigtl. aus mit dem nicht mehr ganz so neuen Lightning Port? Funktioniert die ml:1 auch daran? (nicht, dass es mich betreffen würde - es interessiert mich bloß, da mMn Apple sich mit diesem Port selbst ein paar Fallen gelegt hat, siehe auch den misslungenen [..]

    Ja, der Lightning auf USB "Dongle" an einem iPad 4 angeschlossen funktioniert natürlich mit der ml:1. Mechanisch ist das sogar die schönere Variante (gegenüber dem alten iPad Camera Connection Kit für den 30pin Dock Connector), da das kurze Patchkabel zwischen Lightning Port und USB Host Port die Scherbelastung an der Lightning Buchse vom iPad gut reduziert.

    LG Daniel

  • USB DI Box

    • daniel hojka
    • 24. September 2013 um 16:45
    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;

    Wenn ich an das Beispiel von Oben mit dem Vortrag denke, dann muß das für mich egal sein, was da eingestellt ist. Da kann alles mögliche an Rechnern kommen und ich kann nicht in den Einstellungen rumfummeln.

    Absolut, v.a. wenn man alleine am Ton ist und keine Turnschuhe dabei hat. Man muss man einfach schnell handeln können und manchmal auch einen Kompromiß eingehen (können). Ich versuche halt immer so gut es geht vorbereitet zu sein, und mit diesem Ansatz bin ich noch nicht an die Grenzen gestoßen. Ich hatte einmal einen Fall, wo die IT Abteilung die Audiointerfaces die vom Cisco WebEx verwendet werden dürfen per Gruppenrichtlinien derart eingeschränkt hatte, dass nur noch die Miniklinke vom Laptop blieb. Also ich konnte über den USB Teil der ml:1 schon Musik usw. aus dem Rechner rausspielen, aber um die Gegenstelle der WebEx Konferenz auf die Anlage zu bekommen, blieb nur der 3.5mm Klinkenadapter und die analogen Inputs. Im Endeffekt ist das aber auch kein Problem, wenn die USB DI Box das unterstützt.

    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;

    Bei meinem Rechner spiel die externe Soundkarte (kein Plug-Play sondern Treiber nötig) - ich habe eine Presonus und eine Focusrite - in der Regel erst, wenn die Soundkarte beim Starten des Programmes (Mediaplayer, I-Tunes, Smaart...) schon gesteckt ist.

    Zusätzliche Treiber installieren zu müssen halte ich im Allgemeinen für unpraktikabel, es sei denn man hat genug Setupzeit und danach ändert sich nichts mehr. Das Verhalten, dass ich beschrieben hatte bezog sich in erster Linie auf die USB Audio Class kompatiblen Geräte.

    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;

    Ich suche eigentlich auch kein Gerät für meinen Rechner (könnte aber wegen AES/EBU interessant werden) sondern ehr für Anwendungen wie im obigen Beispiel. Liegt wohl an meiner Abneigung gegen interne Soundkarten (es gibt auch brauchbare), 3,5er Klinken, MP3s......

    Sagen wir mal so - die Abneigung gegen 3.5mm Klinken und damit verbundenen Signalquellen ist denke ich bei den meisten von uns mehr oder minder ausgeprägt 8) Aber man hat einfach nicht immer die Wahl, man kann nur schauen, dass man vorbereitet ist. Die ml:1 ist genau für diesen Zweck als flexibler und professioneller Übergabepunkt entwickelt worden, daher sind die meisten Fälle (soweit technisch möglich) auch abgefangen, man muss nicht mal groß was machen, einfach nur die Miniklinke anstecken und fertig. Eine reine USB DI Box nach dem ARX Vorbild ist da natürlich eingeschränkt, egal wer der Hersteller ist.

    LG Daniel

  • USB DI Box

    • daniel hojka
    • 24. September 2013 um 16:25
    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;


    Konkretes Beispiel: Würdest Du bei einer Vortragsreihe/Tagung, wo jeder Redner mit eigenem Rechner kommt und auch Filme mit Ton kommen sollen ein solches Gerät an Stelle des üblichen 3,5er Klinke auf 2 x Klinke und Stereo DI hinlegen?

    Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und natürlich den Erfahrungen, die man selber mit seinen Tools gemacht hat. Aber ich mache das genau so, das heisst mit der ml:1 geht im Endeffekt beides und das sogar parallel ohne Umstecken. Wenn (und davon kann man ausgehen) die ml:1 an dem Rechner erwartungsgemäß funktioniert, dann nehme ich einfach das AES/EBU Signal und schicke das so ins Pult. Parallel dazu habe ich ein 3.5mm Stereoklinken auf 2x 6.3mm Monoklinkenpatchkabel, das an den analogen Inputs der ml:1 hängt. Damit ist das Routing innerhalb der ml:1 so, dass das Signal über USB nur noch aus dem AES/EBU Output kommt und aus den analogen symmetrischen XLR Outputs das Signal, dass an der Miniklinke hängt. Am Pult selber patche ich dann entweder das digitale Signal auf meinen Zuspielerkanal, oder zwei analoge Micinputs, an denen die analogen Outputs der ml:1 hängen. Je nach Pult kann man dann Features wie Alternate Inputs verwenden (z.B. Digico), oder auch ganz herkömmlich zwei Stereokanäle vorbereiten.

    Das ist wie schon gesagt, ein Feature, das man erst in der Praxis so richtig zu schätzen lernt, bzw. wenn man einmal in der Situation war mit einem reinen USB Interface vor einem Gerät ohne USB zu stehen und dann doch nochmal umbauen muss. Wir hätten die ml:1 wesentlich kompakter bauen können, wenn dieser Fallback kein Designkriterium gewesen wäre. Aber live ist eben anders, da braucht man ein gewisses Mindestmaß an Flexibilität und wie gesagt, was macht man denn sonst außer wieder eine zusätzliche stereo DI zu verbauen, wenn wider Vereinbarungen doch auf einmal eine Miniklinke auf die Anlage geschickt werden muss?

    LG Daniel

  • USB DI Box

    • daniel hojka
    • 24. September 2013 um 15:53
    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;


    -Wie lange dauert es, bis die USB-Box erkannt wird (Plug-Play)

    Das hängt in erster Linie vom Betriebssystem ab. Unter OS X unter einer Sekunde. Also anstecken, "Alt"-Taste halten und linksklick auf das Lautsprechersymbol in der Menüleiste, Device auswählen fertig. Unter Windows hängt es sehr vom Rechner und, nennen wir es mal "Zustand des Systems" ab. Bei allen Testsystemen mit denen wir zu tun hatten zwischen 5 und 20s. Das neue Audiointerface unter Windows als Standard Ausgabegerät definieren ist leider ein bisschen aufwändiger, aber wenn es paar Mal gemacht wurde auch in ein paar Sekunden erledigt.

    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;


    -gab es da schon mal Probleme

    Bei unseren Tests gab es einen einzigen Laptop (der vermutlich einfach defekte USB Ports hatte), wo es nicht geklappt hat, ansonsten 100% Erfolgsquote. Die ml:1 bietet für diesen Fall (oder dass z.B. keine USB Ports mehr frei sind) noch die analogen unsymmetrischen Eingänge, so dass man im Notfall auch einfach schnell den alten 3.5mm auf 6.3mm Y-Klinkenadapter verwenden kann und nicht das gesamte Frontend tauschen muss, wie bei den anderen USB DI Boxen. Noch so ein kleines Detail aus der Praxis ... :)

    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;


    -Wird der Ausgang automatisch mit Sound "beliefert"? (wie beim stecken der -von mir verhaßten- kleinen Klinke)

    Das kommt darauf an: Wenn das USB Interface an diesem Rechner als Standard Ausgabegerät eingestellt war und man zieht es einfach ab, bzw. steckt es dann irgend wann wieder an den gleichen USB Port ohne das Standard Gerät neu festzusetzen, schaltet das Betreibssystem automatisch zurück auf die USB DI Box. Unter OS X eine Frage von deutlich unter 2s, unter Windows kann es leider mal wieder ein bisschen länger dauern, prinzipiell aber das gleiche Verhalten.

    Zitat von &quot;verstärkerberserker&quot;


    -Wie ist die Soundausgabe, wenn Anwendungen schon geöffnet sind (z.B. bei PPT Vortrag)? Meine externe Soundkarte (Treiber) wird erst bei erneutem Öffnen bedient

    Verwundert mich ein wenig, denn meistens ist das kein Problem (aber PP ist ja ganz gerne mal für den einen oder anderen Kopfkratzer zu haben). Das Betriebssystem kümmert sich um die notwendigen Verwaltungsarbeit, das heisst PP sieht wie jedes andere Programm nur den Standard Systemoutput und OS X/Windows wiederum sorgt dafür dass die Audiodaten dann auch an das richtige Gerät weitergeleitet werden. Ich habe das gerade unter OS X noch einmal ausprobiert. Also bei mir spielt ein schnell in eine Präsentation eingefügter Track weiter, wenn ich von der ml:1 auf z.B. eine RME Madi FX und was sonst noch so an dem Rechner hier steckt wechsle und wieder zurück - vollständig reproduzierbar. Ich denke das müsste man sich bei Dir genauer anschauen, was hast Du derzeit genau für ein Interface?

    LG Daniel

  • USB DI Box

    • daniel hojka
    • 22. September 2013 um 21:58
    Zitat von &quot;Kracky&quot;

    Deine Begeisterung für das eigene Produkt in allen Ehren [..]

    Ja, ich hatte ja extra vorgewarnt, dass ich ein bisschen befangen bin ;)

    Zitat von &quot;Kracky&quot;

    [..] aber je nach Anwendungszweck ist es einfach too much, nochmal über 100 Euro teurer wie ARX und was mir ganz wichtig war, das Stereopoti um im direkten Zugriff lauter und leiser zu machen.

    Ich denke man kann immer sagen dass es eine Frage des Anwendungszwecks ist. Uns hat das was es gab bei unserem Aufgabenbereich nicht mehr glücklich gemacht, so dass wir andere Wege gehen mussten. Über den Preis der ml:1 könnte man sich streiten, muss man aber nicht. Wenn man ein bisschen weiss wie die Box aufgebaut ist, dann relativiert sich der Preis sehr schnell.

    Mein Problem mit dem Lautstärkeregler der Audibox war eher, dass ich immer zwei ungepaddete (wegen der 1MOhm Eingangsimpedanz) BSS AR-133 dahinterstecken musste, um eine halbwegs klangunabhängige Lautstärkenreglung damit zu bauen. Das Potentiometer regelt bei den Audiboxen die Ausgangsimpedanz des Treibers und nicht dessen Hub, keine Ahnung wer sich sowas überlegt. In Kombination mit der Eingangimpedanz des Trafos gibt das dann einen komplexen Spannungsteiler und kann schon irgend wie funktionieren, nur eben nicht frequenzneutral.
    Ich kenne mindestens zwei mittelgroße Setups hier bei uns (einmal XTA DS800 als Frontends, beim anderen Midas DL431), wo das richtig Probleme machte. Die liegen bei der Eingangsimpedanz wie die meisten Mikrofoneingänge im Bereich um die 2kOhm, und dementsprechend klingt es einfach nur noch komisch was der Regler mit dem Signal macht, da man im Endeffekt einen komplexen Schwingkreis in sich verstimmt. Die Audiboxen dort sind inzwischen umgebaut worden, damit das Poti nicht mehr im Signalpfad ist, damit es sich eben nicht mehr verstellen kann.

    Zitat von &quot;Kracky&quot;

    99% der Anwendung für unsere ARX DI Vi ist der Kleinverleih. Bedeutet, der Kunde kommt, nimmt zwei aktive Lautsprecher mit und damit er anständig vom Notebook laufen lassen kann ohne lästiges Störgeräusch haben wir die Box. Für das, ist das ml:1 überqualifiziert und hat trotzdem den Nachteil den ich absolut nicht haben möchte, das ich am Notebook Lauter und leiser machen muss. Die anderen Funktionen der ml:1 wie AES z.B. sind dann doch schon wieder ein ganz anderes Einsatzgebiet, dort hat der geneigte Nutzer das Gerät selbst in der Nutzung, da finde ich das Produkt absolut ok [..]

    Im dem Zusammenhang stimme ich Dir absolut zu, das ist eine sehr überschaubare Signalkette die auch super zusammenpasst. Prinzipiell kann die ml:1 das auch, nur eben ist der analoge Lautstärkeregler in Software ausgeführt, was Du ja nicht möchtest. Er wird über einen standard USB Endpoint geregelt, das heisst man kann normaler Weise kann die Medientasten des Notebooks verwenden, wie das der unbedarfte Kunde vermutlich auch intuitiv tun würde. Die Box passt dann intern auf analoger Ebene den Pegel an, natürlich ohne die Ausgangsimpedanz zu ändern. Das heisst es wird einfach nur leiser oder lauter, der Klang bleibt aber gleich.

    Vielleicht könnte man das eher so sehen, dass sich die ml:1 auch noch zusätzlich in anspruchsvollereren Setups sehr gut integriert. Der AES/EBU Ausgang bietet Dir das beste Signal, das Du von so einem Audiointerface erwarten kannst und das kann ein entscheidender Punkt sein. Also beispielsweise egal wie gut Deine analogen Übertrager sind, im Subbassbereich ist einfach irgend wann Schluss. Die Entscheidung wann Schluss ist, würde ich wann immer möglich dem Herrn am Pult überlassen, der kann am ehesten beurteilen was das beste in der Situation ist.

    Zitat von &quot;Kracky&quot;

    [..] das fehlende Masterpoti würde mir trotzdem fehlen.

    Ok, da mache ich da einen gedanklichen Vermerk für die Zukunft. Technisch ist das trivial, aber als prinzipielle Designentscheidung nicht so ohne. Wir freuen uns generell über jede Form von Anregungen, weil egal wie viele Gedanken man sich macht und egal wie viel man ausprobiert, mehr Gedanken und Überlegungen sind immer besser!

    LG Daniel

  • USB DI Box

    • daniel hojka
    • 22. September 2013 um 17:20

    Hallo zusammen,

    kurz vorab, ich arbeite als Hardwareentwickler für sonible und habe einen Teil der ml:1 entwickelt. Kann also sein, dass mein Kommentar nicht ganz neutral ist :)

    Es gibt noch wenige Erfahrungsberichte zur ml:1 im Netz, da die Box erst seit Anfang diesen Monats offiziell verkauft wird. Wir haben uns sehr viel Zeit beim Testen und Optimieren gelassen (die Betaserie ist seit guten drei Monaten bei Kollegen und Verleihern im Einsatz), sonst gäbe es vermutlich schon mehr dazu.

    Zitat von &quot;bemi&quot;


    u.a. bin ich auf das neue ml:1 von sonible gestoßen, welches einen ordentlichen Eindruck macht. In Zukunft könnte man dann selbst fremde Rechner per USB abgreifen statt auf die lausigen internen Soundchips zu vertrauen (der Testtongenerator zum vorherigen Test wäre auch mal eine Idee für "normale" Aktiv-DIs ...).

    Danke für das "ordentlich" - genau das war die Idee.

    Wir haben früher auch immer mit den ARX Audiboxen gearbeitet, dann aber wegen der sich über die Zeit häufenden Ausfälle und etwas eigenen Audioqualität nach einer Alternative gesucht. ARX nehmen im Endeffekt eine einfache stereo DI Box und montieren mit einer Schraube und Heißkleber ein zugekauftes USB Interface in die Box. Die Lautstärkenregelung ist ein Stereopoti in Serie zum DAC Ausgang und den Trafos. Also immer auf 0dB lassen, sonst klingt es komisch :) Ich hab hier mal ein Foto der ARX von innen gemacht damit man sich selber ein Bild machen kann:

    http://bit.ly/16jiVfE

    Wobei an sich wollte ich ja nicht meckern, die Audibox hat mir lange gute Dienste geleistet, es gäbe es da allerdings einiges zu verbessern, bevor das Teil den FOH in Richtung Bühne verlässt.

    Im gleichen Featureset (USB rein, 2x analog XLR raus) war das Angebot am Markt letztes Jahr auch schon ganz gut, bzw. hatten sich Alternativen angekündigt. Nur arbeite z.B. ich seit Jahren fast nur noch auf Digitalpulten und eine USB DI Box mit entsprechenden Digitalausgängen gab es einfach nicht. Mir widerstrebt es ein bisschen zuerst hinter dem USB Port aufwändig analog zu wandeln, sich dann einen Brumm über die Videoleitung einfangen, um nach zig Metern XLR Kabel und der Eingangsstufe vom Pult doch wieder digital zu werden.

    Zusätzlich war uns die überall verbaute standard USB Buchse ein Dorn im Auge. So lange man immer selber auf die USB Verbindung aufpasst ist alles ok, aber irgend wann tritt jemand auf das angesteckte Kabel und dann geht es los mit den Ausfällen. Leider hatten auch alle mir bekannten USB DI Boxen die gleiche Buchse verbaut, nicht so toll.

    Als sich dann abgezeichnet hat, dass wir selber etwas machen müssen, war der analoge Testtongenerator sofort mit drin. Klar kann man auch schnell ein 58er anstecken und reinreden, aber einen Schalter umlegen und sofort gehörrichtige Pegel anliegen zu haben, ist einfach besser und hat sich in der Praxis bewährt.

    Zitat von &quot;bemi&quot;


    Ausserdem scheint das Teil geschickt, um dem iPad einen AES Out zu verpassen ;)

    Absolut! Mein Standardsetup für Zuspielungen ist seit Anfang diesen Jahres (erster Prototyp) ein iPad mit "Camera Connection Kit" -> ml:1 -> AES/EBU local input am Pult. Sehr kompakt und weit und breit keine 3.5mm Klinken mehr :)

    Wenn Dich die ml:1 genauer interessiert, meld Dich doch einfach per PN. Zurzeit sind soweit ich weiss alle Demoboxen bei externen Tests unterwegs, aber sobald eine zurückkommt könnte ich sie gleich weiterleiten. Bis dahin würde ich einfach auf die Webseite verweisen, da steht zwar nicht alles, aber es gibt schon mal einen guten Überblick:

    http://www.sonible.com/de/ml1

    LG aus Graz,

    Daniel

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