Mein Name ist Svetly Alexandrov. Ich bin Geschäftsführer der BMS Elektronik GmbH.
Gestern rief mich ein Kollege an, um mich auf einen Beitrag im pa-forum aufmerksam zu machen, der von Herrn Dirk Hahn verfasst wurde. Da ich Dirk seit langem kenne, bin ich sehr erstaunt über seine Äußerungen. Die unbegründete und unsachliche Kritik an unseren Produkten hat mich dazu bewogen, eine Gegendarstellung zu formulieren, die wissenschaftlich fundiert ist.
Um diesbezüglich den Rahmen überschaubar zu halten, möchte ich mich im Folgenden auf drei mathematisch nachvollziehbare und messtechnisch beweisbare Fakten beschränken.
1. Höhere Sensitivität: Die BMS Treiber haben je nach Modell einen Wirkungsgrad von 35% - 40%, was dem theoretischen Maximum sehr nahe kommt. (Der maximale theoretische Wirkungsgrad von 50% berücksichtigt manche Verluste nicht und ist praktisch nicht erreichbar). Konventionelle Treiber haben dagegen einen Wirkungsgrad von ca. 15%. Deshalb haben BMS Treiber im Vergleich zu gelungenen konventionellen Treibern eine höhere Sensitivität von ca. 3-5 dB.
2. Höhere Maximalpegel: BMS Treiber haben deutliche Vorteile im unteren Frequenz Spektrum. Das liegt unter anderem auch an der größeren Membranfläche. Es ist ein Irrtum zu behaupten, dass Ringmembranen eine geringere Membranfläche haben als Kalotten. Eine Ringmembran befindet sich innerhalb und außerhalb der Spule, wobei der größte Teil außerhalb liegt. Somit hat eine Ringmembran einen deutlich größeren Durchmesser.
Bsp.: Ein Kalotten Treiber mit einer 44mm VC hat eine Membranfläche von 1520 mm², die Ringmembran in einem BMS Treiber mit der gleichen 44mm Spule hat dagegen einen Aussendurchmesser von 56 mm und eine Membranfläche von 1660 mm² .
Durch den höheren Wirkungsgrad und die größere Membranfläche ergeben sich Vorteile in Punkto Betriebssicherheit, maximaler Schalldruck und power compression.
3. Erweitertes Frequenzspektrum und linearer Phasenverlauf: Trotz größerer Membranfläche sind die Membranschenkel mit ca. 6mm deutlich kleiner als die mechanische Wellenlänge, sodass die Membran phasengleich schwingt und keine Partialschwingungen im Arbeitsbereich auftreten. Das Verhalten spiegelt sich im Phasenverlauf und Wasserfalldiagram wider, wo unsere Treiber messbare Vorteile aufweisen. Eine Kalotte, die vielfach größer ist als die mechanische Wellenlänge, kann physikalisch gesehen niemals phasengleich schwingen, was besonderes bei höheren Frequenzen deutlich erkennbar ist.
Die oben beschriebenen Punkte sind objektiv messbar, mathematisch nachvollziehbar und physikalisch erklärbar. Sie wurden in Patenten und zahlreichen Vorträgen ausführlich beschrieben und erörtert.
BMS ist ein modernes Hightech Industrie Unternehmen, das in elf Jahren auf 180 Mitarbeiter angewachsen ist. Die BMS-Gruppe ist eine der größten und erfolgreichsten Pro audio Firmen in Europa. Weltweit ist BMS der größte Hersteller von Kompressionstreibern im gehobenen Preissegment. Allein diese Tatsache sollte zeigen, dass unsere Produkte nicht so schlecht sein können.
Wir haben höchste Ansprüche an Klangqualität. Wer sich persönlich davon überzeugen möchte, ist nächste Woche herzlich eingeladen, uns auf der AES in New York, im Demoraum 2D05 zu besuchen.
Eigentlich hatte ich nicht vor, einen Beitrag im Sinne einer Rechtfertigung abzugeben. Aber meine tiefe persönliche Enttäuschung, über die Art und Weise der Kritik eines Kollegen, macht mich sehr traurig und verlangt eine auf Fakten beruhende, wissenschaftlich korrekte Gegendarstellung, die ich hoffentlich für alle aufzeigen konnte.
Mit Vorfreude und Vertrauen auf Ehrlichkeit und Schönheit auf dieser Welt fahre ich aber nun nach Hause und freue mich auf die Augen meiner kleinen Tochter Amelie.
Wie bezaubernd die Welt von Schönheit und Ehrlichkeit sein kann.
Ich wünsche allen eine schöne Woche.
Svetly