Hallo Leute!
Dann oute ich mich auch mal als User von JTS Mikrofonen(im Vertrieb von Monacor). Bin ich deshalb unprofessionell? Ich glaube nicht. Denn die Professionalität meiner Arbeit definiert sich nicht über die Größe des Mischpultes, die Länge des LA oder den Preis des Materials mit dem ich arbeite.
Sicher sind diese Mikrofone kaum Riderkonform. Da spielen aber ganz andere Mechanismen als die Qualität alleine eine Rolle.
Bei uns sind es konkret (um gumas Aufforderung nachzukommen) JTS CX-508 als Ersatz für die langsam in die Jahre kommenden AKG C-409 (beides Bläserclipmicos). Warum? Nun wir haben ja durchaus die Möglichkeit immer wieder und lange zu vergleichen und sind eben zu dem Schluß gekommen, daß die JTS den (alten) AKG in nichts nachstehen, aber zu einem Bruchteil des Preises. Da wir im Sommer viele Blasmusikveranstaltungen machen, wo keiner auf die Marke schaut(da misch ich mit meinem Equipment), ist das durchaus professionell dort ein gleichwertiges aber deutlich günstigeres Mikrofon einzusetzen.
Des weiteren in unseren Kisten (neben den gängigen Kandidaten)
MBHO MBC-201 KM Kondensator
Milab LSR 1000 GM Kondensator (u.A für Gesang) mag ich bald lieber als das Neumann, ist aber halt auch nicht Riderkonform...
Peavey PVM-520 TN dyn. Großmembran für fast alles (BD, Git, Bass, Bläser...)
Ich pack bei reinen Mischjobs nicht pauschal meine Mikros aus, außer es ist wirklich die letzte Grütze am Start. Ich hab meist nur ein paar Problemlöser dabei (also ein 1-2 SM 58 für alle Fälle, noch zwei Kleinmembran und gut ists). Ich versuch aus dem gegebenen Material das Bestmögliche zu machen. Dafür buchen mich die Kunden in dem Fall ja, nicht um zu zeigen "schaut mit amtlichen Material kann ich auch amtlich mischen". Ich finde es auch immer wieder interessant und lehrreich und lerne auch viele neue Mikros kennen, ohne extra einen Testtag im Lager/Studio einlegen zu müssen.
In diesem Sinne viele Grüße
David Kammerer