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  2. robert müller

Beiträge von robert müller

  • A&H GLD und Clock

    • robert müller
    • 30. Juli 2015 um 11:43
    Zitat von "marcoboy"

    Keine Ahnung warum man dafür einen extra Thread braucht inkl. persönlicher Note.

    Man braucht den Extra-Thread deswegen, weil das Thema - wie deine ausführliche Antwort zeigt - etwas komplexer ist, als dass es in einem iLive-Pro-Contra-Thread einfach mal so mit abgefrühtückt werden könnte.

    Ganz nebenbei: Deine erste Aussage dazu à la "Standardsetup der GLD ist falsch, weil das Pult auf Slave stehen muss" hat einige erst mal extrem verwirrt und wurde in dieser allgemeinen Form auch sehr schnell als falsch entlarvt. Du kamst dann mit der Info nach, dass du das auf Dante beziehst. Das musste ich zumindest erst mal so hinnehmen, weil ich Dante in iLive und GLD noch nie genutzt habe, aber irgendwie war mir die Erklärung zu dürftig. Das kam irgendwie besserwisserisch rüber, so nach dem Motto "Is halt so, weil ich, der Marcoboy, das Wissen gefressen habe und Euch das so sage!". Wenn dann manche Aussagen so definitiv nicht stimmen (oder unvollständig sind), klingt das schnell nach Dampfplauderer.
    Das einfach mal von mir dazu, wie ich einige deiner Posts wahrnehme. Ich kann nicht für die anderen Foristen sprechen, aber ich habe das Gefühl, das geht nicht nur mir so.

    Dazu aber auch danke für deine letzten Posts zu diesem Thema, die das Ganze denjenigen, die nicht jeden Tag Multimaster-Dante-Netzwerke bauen, verständlich macht. Deine Erklärung ist in sich schlüssig und leuchtet ein. Hätte das Ganze (vielleicht in etwas verkürzter Form) gleich beim ersten Post dabeigestanden, hätte es einige Missverständnisse und sarkastische Kommentare (wie auch von mir) gar nicht gegeben.

    Insofern - mehr Sachlichkeit und weniger markige Sprüche oder Allgemeinplätze, die so nicht stimmen, würde generell jedem im Forum ganz gut tun.

    Nix für ungut,
    Robert

  • iLive Verweigerer und iLive Liebhaber

    • robert müller
    • 29. Juli 2015 um 16:55
    Zitat von "guma"

    ... aber hier geht's ja um ilive ... :D


    Aber nur dem Threadtitel nach...

    Wenn ich mir den ganzen Thread so ansehe, kann ich für mich nur nochmal feststellen, dass jeder gerne anders arbeitet und daher auch das eine oder andere Mischgeräte bevorzugt oder nicht so mag. Ein befreundeter Tontechniker sagt z. B. über die PM5D, dass er damit einfach nicht umgehen kann. Trotzdem ein guter Mann.

    So gesehen ist es doch schön, dass es die ganzen verschiedenen Ansätze gibt - dann kann sich jeder das Pult raussuchen, das ihm am ehesten liegt. Wenn da nicht nur die böse Realität wäre, die einem dabei immer mal wieder einen Streich spielt und einem ein Pult beschert, mit dem man gerade diese Baustelle unter gerade diesen Umständen nicht abwickeln kann - und es dann doch irgendwie hinbekommt...

  • A&H GLD und Clock

    • robert müller
    • 29. Juli 2015 um 16:38
    Zitat von "oton"

    das Problem ist, das Marcoboy zwar gerne den Computerfachmann gibt, aber in der Realität noch nicht mal verstanden hat, wozu die Clockeinstellungen bei einem Digitalpult dienen respektive wann man was schalten sollte...

    Zur Ehrenrettung von Marcoboy: Ich hab schon so einige Tontechniker erlebt, denen das mit der Clock nicht so ganz einleuchtet. Ist ja auch erst ein Thema, seit wir digitale Interconnects haben und auch nutzen. Beim guten alten analogen XLR hatte man das Problem so nicht.

  • A&H GLD und Clock

    • robert müller
    • 29. Juli 2015 um 16:36
    Zitat von "marcoboy"

    Weil es sonst Dropouts gibt. Das ist zu mindestens bei Dante so. Ab Firmware x muss man den Clock auf Slave stellen. Wenn man darüber nachdenkt versteht man auch warum. Bei Dante kann auch jemand anders Master für den Clock sein. Das würde dann mit dem Clock vom Pult kollidieren.

    Puh, ich dachte schon, ich hab was an den Ohren. Ich hab beim GLD nämlich noch *nie* die Clock auch nur angefasst, und Dropouts hatte ich auch noch keine bemerkt. Mann, wär das peinlich geworden... :lol:

  • iLive Verweigerer und iLive Liebhaber

    • robert müller
    • 29. Juli 2015 um 09:41
    Zitat von "verstärkerberserker"

    GEFÄHRLICH: Der Meinung war ich vor langer Zeit auch mal und hatte dann 18ms Delay auf dem rechten Ohr des Bassisten :D
    Grund: Recal Save

    Abhilfe: schafft da nur der magische Griff beim Hochfahren oder das Laden einer komplett neuen Show


    Beim LS9 ist das Output-Delay IMHO doch sogar Teil der Konfiguration der Outputs, die beim Scene-Recall grundsätzlich nicht geladen wird.
    Default-Scene ist also definitiv nicht alles.

  • iLive Verweigerer und iLive Liebhaber

    • robert müller
    • 28. Juli 2015 um 21:23

    Hallo,

    das Pult wurde getauscht, weil die GLD-Stagebox leider unverhofft Füße bekommen hatte und ich dann noch die Option auf DM2000 mit Analogcore oder halt iLive hatte. Dann lieber das Pult mit dem dünnen Core...

    2h Zeit waren es leider nicht, die ich hatte. Das war der Plan, aber durch die Umdisponierung blieb mit mal grad noch ne knappe Stunde für Ankunft, Ausladen, Pultaufbau, Mikrofonierer in Patchplan einweisen, Core und Strom legen und Pult programmieren... Aber die Nummer ist soweiso eher familiär (auch von Publikum und Veranstalter her), da geht man mit Planänderungen und Verspätungen eher souverän um. Hauptsache abends stimmt der Sound, die Leute haben Spass, das Lagerfeuer brennt und das Freibier hat die richtige Temperatur.

    Und ja, vieles, was mir am Wochenende Stress bereitet hat, könnte man locker umschiffen, wenn man das Pult besser kennt. Ich bin - was digital angeht - mit dem ollen DDX3216 sozialisiert worden und hab die Yamaha-Philisophie aufgesogen. Von daher hab ich da vielleicht nen nicht ganz objektiven Blick, aber ich finde, gerade Yamaha baut Pulte, die schnell booten und sich schnell und intuitiv konfigurieren lassen (okay, letztens beim Erstkontakt mit der QL1 hab ich auch erst mal blöd geschaut, weil mir doch ein paar Knöpfe fehlten, die mittlerweile als Schaltflächen auf dem Touchscreen weiterleben). Beim unverhofften Start mit ner Digico hätte ich wahrscheinlich auch erst mal ein bisschen gebraucht.

    Letzten Endes halte ichs da eher wie billbo - mischen kann ich normalerweise irgendwie auf allem, was Fader hat. Es kann halt am Anfang ein wenig dauern, bis man drin ist, aber ich hatte es bisher noch nie, dass Pultbedienprobleme eine von mir gemischte Show nennenswert beeinträchtigt haben. Wenn die Show scheiße klang, dann entweder weil die Band nicht gut war oder ich nen schlechten Tag hatte. Oder die Akustik ließ nicht mehr zu. Und generell macht man solche Kamikaze-Aktionen sowieso nur auf den Ich-seh-die-Band-heute-zum-ersten-Mal-und-misch-sie-nur-weil-sonst-keiner-da-ist-Baustellen. Musical oder Gala würd ich so nicht machen wollen. Da kanns auch gerne ein mir weniger bekanntes Pult sein, aber eben das, für das die Show vorbereitet wurde.

  • iLive Verweigerer und iLive Liebhaber

    • robert müller
    • 28. Juli 2015 um 17:39

    Moin,
    ich hatte grad am Wochenende mal wieder unverhofft ne iLive T112 unter den Fingern (geplant und programmiert für ein kleines 4-Band-Festival mit mir als alleinigem Mischer war ne GLD80, die dann allerdings sehr kurzfristig gegen ne iLive getauscht werden musste).

    Da war also die Aufgabenstellung, möglichst schnell vor Ort auf der iLive die von mir benötigte Konfiguration herzustellen, den Soundcheck durchzuziehen und den Abend rumzubringen. Das lief dann ungefähr so:

    Pult auspacken, aufbauen, starten. Mist, ist noch das Setup vom Vorbenutzer drin. Wie resettet man so ne iLive nochmal schnell? (Ich steh zu selten dran...) Okay, erst mal Config basteln. Was brauch ich denn heute? 6FX, 8AUX, 2Stereo-Aux auf Verdacht, 2 Stereo-Gruppen, LR-Master, Stereo-Matrix. Apply. Warten... mehr warten... Verdammt gleich ist Soundcheck... Warten...
    Ah, Pult ist fertig. Kanäle resetten. Wie geht das nochmal? Ach ja, Default-Show laden. Warten... mehr warten... Aaaaargggghhh!
    Okay, Default-Show ist geladen. Mist, jetzt passt die Config nicht mehr. Also nochmal alles einstellen. Apply. Warten... mal wieder. (Okay, mein Fehler. Dass die Default-Show ne Config enthält, hätte man wissen können.)
    Okay, 15 Minuten meiner kostbaren (und wegen der Umdisponierung eh schon um 1h gekürzten) Zeit weg.

    Kanäle neu beschriften, Szenen vorbereiten. Recall-Scope festlegen. Hmm, sieht irgendwie anders aus als im GLD-Editor. Wie geht das nochmal? Aaaaah, okay, der Groschen fällt langsam.

    So, Soundcheck-Start. Mist, Monitor-Kanäle sind postfade. Schnell ändern. Erste Band fertig. Passt. Kurzumbau 2. Band. Szene speichern, nächste Band verarzten. Soundchecks laufen gut und flüssig. (Das einzige was nervt sind die Drummer, die ewig am gemeinsamen Drum rumbasteln... ;) )

    Also abgesehen davon, dass mich die ewige Warterei bei Konfigurationsänderungen nervt, kann man mit dem Pult schön flüssig arbeiten. Kleine Nickligkeiten:
    - Stereo-Kanäle definieren bedeutet Config-Änderung. Ob Ganging eine Alternative ist, weiß ich ehrlich nicht. Was ist mit Dynamics? Hab ich dann 2 Mono-Compressoren oder einen Stereo-Compressor?
    - Ja, die Latenz auf Faderbewegungen ist definitiv spürbar (nicht nur beim EQ). Manche merken das offenbar nicht, ich schon. Stört mich aber nicht sonderlich.
    - Grundsätzlich find ich die Busstrategie bei Yamaha schöner. Alles (außer Matrix) ist ein Bus, ich kann den hinrouten wo ich will, und wenn ich Stereo brauch, paire ich einfach zwei davon. Ob der Bus dann Gruppe, Monitor-Aux, FX oder sonstwas ist (wie gesagt außer Matrix) ist mir egal, und ich muss dafür nicht ewig warten. Beim iLive muss ich mir das vorher überlegen, und wenn ichs nicht weiß, ob heute Stereo- oder Mono-InEars kommen, die Busse evtl. doppelt vorhalten. Da ist meine schöne Flexibilität schon wieder dahin. (Den Fehler, einfach Stereo-Busse zu nehmen, hab ich einmal gemacht... war fummelig).

    Richtig genial find ich dagegen das Konzept mit den Mix-Tasten, die man auch auf den Inputs drücken kann. Okay, man muss das im Hinterkopf haben. und den Trick einfach mal irgendwo Mix zu drücken und wieder zu lösen, um wieder auf dem Master-Mix zu landen, hab ich mittlerweile intus. (Dem Vernehmen nach machen die Vi-Profis doch das gleiche mit den Gang-Tasten, oder? ;) )

    Ab T-112 sind alle wichtigen Parameter im Channel-Strip direkt im Zugriff, der kleine Encoder am Touch-Screen macht mir dennoch manchmal Sorgen. Was, wenn der mal wirklich defekt ist? An manches kommt man dann einfach nicht mehr ran.
    In der Menüstruktur such ich (mangels ausreichender Nutzungshäufigkeit) auch manchmal ein wenig rum, allerdings normalerweise nur in der Einrichtungsphase. Und soooo viel zu durchsuchen gibts ja jetzt auch nicht.
    Autotouch - was ja angemahnt wurde - mag ich persönlich nicht und deaktiviere es überall, wos mir über den Weg läuft. Ich kann aber verstehen, dass man das gerne als Option hätte. Wobei das meines Wissens bei den meisten anderen Pulten auch kein Auto-*TOUCH* ist, da die wenigsten berührungsempfindliche Fader haben. (LS9, M7CL, PM5D mal definitiv nicht, bei den neueren CL weiß ichs grad nicht. Soundcraft Vi hats auch nicht. DM2000 kanns, ist aber auch eher ein Studio-Pult.) Bei den meisten isses eher Auto-Select-on-Fader-Move. Könnte man der iLive per Software-Update sicher noch beibringen, aber ob AH das noch bringt?

    Mein Fazit nach diesem Wochenende:
    - Einen ungeplanten Pultwechsel 2h vor Soundcheck braucht kein Mensch.
    - Eine iLive aus dem Stand für nen Gig einzurichten geht (zumindest mir) nicht so schnell von der Hand, wie ichs bei Yammi hinbekomme.
    - iLive hat Latenz. So what. Deal with it! Wenn ich beim Mischen schnell was bedienen muss, ist es meistens der Fader vom Gitarrero, dessen Soloanfang ich grad verpennt habe. Da kommts auf ne Viertelsekunde mehr auch nicht mehr an... ;)
    - Ist das Pult mal konfiguriert, arbeitet es sich sehr flüssig darauf. Ich steh auf Custom-Layer und kann gar nicht genug davon bekommen. Die krieg ich in dieser Anzahl weder bei Yamaha noch bei Soundcraft.

    Alles in allem also ein letzten Endes schöner Abend, nur den Pultwechsel hätte ich auf Yamaha wohl entspannter durchgezogen.

  • Funkfrequenzen / Frequenzzuteilungen

    • robert müller
    • 22. Juni 2015 um 19:35

    Ich bin grad ein wenig überrascht nach dem Studium der neuesten VVnömL. 700MHz-Mittenlücke lizenzierbar für PMSE? Was funkt denn da sonst noch so? Ich dachte die sollte für BOS zugewiesen werden?

  • Stagebox oder ARTnet Node via Powerlan

    • robert müller
    • 28. April 2015 um 11:04

    Mit Audio würde das sowieso nur bei Ethernet-basierten Protokollen wie Dante oder Ethersound funktionieren. Ansonsten gilt: PLC-Adapter sprechen an ihrer RJ45-Buchse Ethernet, und nicht alles, was RJ45 benutzt, ist technisch gesehen Ethernet. AES50, MADI/TP, ACE, Rocknet z. B. sind KEIN Ethernet! (Auch wenn ACE Ethernet tunneln kann...) Ich würde mal behaupten: Wer sich Stageboxen mit Dante oder Ethersound leisten kann, der kann sich auch ein Hybridkabel leisten und fährt damit deutliche sicherer. Ob diese Protokolle mit den Latenzen des PLC klarkommen, wäre auch so ne Frage. Da gibts sicher auch ne obere Schranke, damit das Gesamtsystem nicht aus dem Takt gerät.

    Artnet kann ich mir da auch schon eher vorstellen. Aber je nach Störungssituation in der Umgebung kann es da sicher auch mal zu Verzögerungen oder Ausfällen kommen.

  • Evolution 300 vs QLX-D

    • robert müller
    • 2. Februar 2015 um 18:03
    Zitat von "simonstpauli"


    Die Latenz verhindert In-Ear-Anwendungen, aber irgendwas ist ja immer. (Das muß nicht für jede Anwendung so sein, aber ich hätte von vornherein ein eher schlechtes Gefühl dabei, 2,9 ms sind schon ein ziemliches Brett, dazu kommt in den meisten Fällen die Pultlatenz und dann sind wir sehr nahe an den magischen 5ms.)

    Das war für uns neben dem Anschaffungspreis mit ein Grund für analog. Bei Beyerdynamic wäre natürlich die Schaltbandbreite *DAS* Killerargument gewesen - aber war dann doch zu teuer und wie bereits gesagt latenzbehaftet.

    Aber ich glaub, wir sind von der Ursprungsfrage mittlerweile doch ein wenig abgekommen...

  • Evolution 300 vs QLX-D

    • robert müller
    • 2. Februar 2015 um 15:39
    Zitat von "simonstpauli"


    Es werden 2 Signale übertragen, im Sender gibt es 2x ADC und 2 Gains (ich meine, es waren 30dB Unterschied, bin aber nicht ganz sicher). Am Empfänger wird dann einer der beiden Datenströme (High Gain, Low Gain) benutzt und der entsprechende Pegel rausgeschickt. Rein technisch wird also nicht der Gain in feinen Abstufungen am Sender verstellt, wozu es ja einen Rückkanal bräuchte.

    Also letzten Endes wie bei Beyerdynamic auch, durch die beiden ADCs wird ja letzten Endes einfach der Dynamikumfang erhöht.

  • Evolution 300 vs QLX-D

    • robert müller
    • 2. Februar 2015 um 11:27
    Zitat von "pileo"

    Bei den Sennheiser lässt sich das Gain nur am Sender einstellen? Das ist ja mal komisch...
    Wenn Shure mir den gleichen Preis anbietet wie für das EW365, dann könnten wir Shure in Betracht ziehen... :D

    Gruss,
    Léo

    Na ja, grundsätzlich muss der Gain ja vor der Sendestufe eingestellt werden. Dahinter runterzuregeln hilft ja nicht mehr, wenn der Sendereingang schon übersteuert ist. Ich habe, bevor wir unser System gekauft haben (20-Kanal EW G3), den Markt ein wenig sondiert. Unter anderem habe ich dabei das TG1000 von beyerdynamic gesehen. Dort war eine Gaineinstellung am Sender auch nicht mehr notwendig. Beyerdynamic hat das so gelöst, dass zwei Wandler im Sender verbaut sind. Einer davon mit hohem, einer mit niedrigem Gain. Es wird jeweils das Signal desjenigen Wandlers übertragen, der gerade am besten ausgesteuert ist. Dazu eine kleine Steuerinformation, damit der Empfänger weiß, welcher Wandlergain gerade anliegt, damit er das Signal entsprechend im Gain korrigieren kann. Dadurch hat die Strecke selbst einen enormen Dynamikumfang und es reicht, am Empfänger die Ausgangsverstärkung nachzuregeln, wenn da große Lautstärkeschwankungen von der Bühne kommen.

    Bei den analogen Strecken à la EW G3 gibts dergleichen natürlich nicht. Die einzige mir bekannte Ausnahme ist Shure Axient, wo es einen WLAN-Steuerkanal gibt, mit dem man die Sender ferngesteuert umstellen kann (u. a. auch den Gain). Allerdings kenne ich das System bisher nur vom Papier, damit arbeiten durfte ich leider noch nicht.

    Mich würde allerdings mal interessieren, wie Shure das beim QLX-D gelöst hat - gibts hier auch ne Senderfernsteuerung, oder wird das auch einfach alles über den Dynamikumfang der Sendestrecke erschlagen? Die letzte Runde bei uns ging zwar an Sennheiser (QLX-D gabs noch nicht, ULX-D war uns zu teuer, und gegen EW G3 hat uns die alte ULX nicht gefallen), aber wer weiß, was die Zukunft bringt...

    Btw., was die komfortable Einrichtung des Sender-Gains beim Setup der Anlage angeht: Bei der EW kann man alle Senderparameter über die WSM im Empfänger einstellen (bzw. auch am Empfänger direkt) - diese werden dann beim IR-Sync natürlich auf den Sender übertragen. On-the-fly während der Show was ändern geht natürlich nicht. Meiner Erfahrung nach haben die Teile aber mittlerweile ebenfalls einen so guten Rauschabstand, dass man hier sehr gerne etwas konservativer pegeln kann. Ich komm damit klar, sowohl bei lauten Sängern als auch bei leisen Rednern. Alles direkt hintereinander auf der Bühne mit dem gleichen Mikro. Bevors da (für live) hörbar rauscht, kommt eher die Physik um die Ecke und meint, es wär jetzt mal gut von wegen GbF und so... ;)

  • Funkempfänger im Rack mit WLAN?

    • robert müller
    • 2. Februar 2015 um 11:03

    Moin,
    hier mal meine Erfahrungen mit Switch im Rack.

    Vorweg, wir betreiben für eine Showtruppe eine 20kanalige EW-G3-Anlage im C-Band. Diese ist (hauptsächlich aus Transportgründen) auf 2 Racks zu je 10 Kanälen aufgeteilt. Dort drin verbaut sind jeweils 10 Empfänger, 3 ASA1-Splitter und ein 16Port-Ethernet-Switch (Fast Ethernet in unserem Fall). Empfänger sind dabei frontseitig montiert, Splitter und Switch rückseitig. Auf der Rückseite sind auch die BNC-Anschlüsse für die Antennen auf einer Blende rausgeführt.

    Normaler Betriebsmodus der Racks ist mit abgesetzten Antennen (Rundstrahler-Paddel). Für Proben, Tests etc. stecken wir aber auch schonmal die Stummelantennen direkt hinten auf die Blende. Dabei kann ich folgendes beobachten:
    Auf ziemlich genau 750MHz erscheint ein relativ starker Träger - unabhängig davon, wo ich bin und was da so an Funk eingeschaltet ist. Das wollte ich natürlich prüfen und hab daher viel rumprobiert. Je mehr Empfänger im Rack eingeschaltet sind, desto stärker wird der Träger. Das hat mich richtig neugierig gemacht, und tatsächlich kann man das auch (allerdings in sehr viel geringerem Maße) mit einem einzelnen Empfänger außerhalb des Racks feststellen. Letzten Endes hat mir das keine Ruhe gelassen und ich hab einen Empfänger mal in einer EMV-Kammer vermessen. Ich konnte dabei einen ganz leichten Peak bei eben 750MHz feststellen (-120dBm gegenüber -130dBm Grundrauschen des Messempfängers).

    Nach Telefonaten mit der Sennheiser-Technik kam mir dann irgendwann die Erleuchtung: Bei 750MHz liegt eine Oberwelle der Fast-Ethernet-Übertragung (diese hat einen Grundtakt von 125MHz). Die Frequenz wird aber nutzbar (im Sinne von kein Träger zu sehen), sobald die Antennen ein paar Meter vom Funkrack weg abgesetzt stehen. In dieser Konfiguration spielt das auch stabil. Mit den Stummelantennen können wir in Ausnahmefällen auch arbeiten, müssen dann aber die 750MHz meiden.

    Insofern mein Rat:
    Racks komplett vorverkabeln (HF, NF, Ethernet), Switch im Rack verbauen. Das Ganze testen. Wenn Antenneneinbau direkt am Rack gewünscht bzw. erforderlich ist, Vielfache von 125MHz auf jeden Fall meiden. (Gilt meinen Tests nach auch dann, wenn kein Switch verbaut ist. Ausnahme: 100er-Serie, die keine Netzwerkinterfaces eingebaut hat.) Ansonsten funktioniert Rackeinbau der Antennen meiner Erfahrung nach gut, wenn man keine exorbitante Reichweite benötigt. Nonplusultra für große Räume sind aber einfach abgesetzte Paddel.

    Access Point auf jeden fall als separates Gerät, so dass man es ggf. absetzen kann. Rackeinbau des AP nur dann, wenn das Ganze nach Tests stabil läuft. Wenn, dann so weit wie möglich entfernt von den Funkempfängern einbauen. Falls das nicht funktioniert, hast du immer noch die Möglichkeit, den AP ebenfalls abzusetzen.

    Ein Tipp noch: Wenn möglich, kannst du die Sendeleistung der Mikrofone auf low stellen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit von Interferenzen durch Übersteuerungen im HF-Bereich. Falls große Reichweiten benötigt werden (einmal quer durch ein Kirchenschiff oder so) würde ich das allerdings vorher nochmal auf Reichweite testen wollen.

    Und noch was wegen der generellen Überlegungen zur Einstreuung durch andere Geräte (bzw. deren Bauteile wie Prozessoren etc):
    Die Hersteller von Funkmikrofonanlagen warnen grundsätzlich davor, dass spezielle digitales Equipment in Ihre Geräte einstreuen kann und empfehlen idR sowieso schon einen gewissen Abstand einzuhalten. Wenn ich deine Beiträge im Forum richtig deute, willst du ja ein Kombirack bauen mit Digitalpult, Empfängern und sonstiger Peripherie. Insofern gilt hier nochmal verstärkt: Testen, testen, testen. Und zwar dann, wenn alles eingebaut und in Betrieb ist.

  • DI Box für Laptop/iPod

    • robert müller
    • 14. Januar 2015 um 16:42
    Zitat von "pileo"

    Hallo zusammen,

    Brauche ich dann keine DI Box, um die Geräte direkt am Mixer (SI Expression) anzuschliessen? Wie schliesse ich sie am besten an? Und was bringt der Umweg über die DI Box?

    Danke und Gruss,
    Léo

    Wenn der Mixer Line-Inputs hat, brauchts die DI-Box nicht unbedingt. Kommt dann halt darauf an, was die SI Expression da zu bieten hat. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei vielen Laptops die Signalmasse sehr unsauber ist, wenn ein Netzteil angeschlossen wird. Da hilft dann wieder eine galvanische Trennung zwischen Pult und Laptop, so wie das eine passive DI-Box macht. Das ist auch der einzige - allerdings immer wiederkehrende - Fall, bei dem ich DI-Boxen am FOH verbaue bzw. benötige. Der Output der DI gehört dann korrekterweise auf Mikrofoneingänge - wobei viele Pulte mittlerweile auch im Line-In emfpindlich genug sind, wenn man den XLR-Out der DI wieder auf symmetrische (!) Klinke zurückadaptiert. Alternativ kann man auch 1:1-Übertrager am Line-In nutzen. Aber DI-Boxen sind halt üblicherweise im Ton-Rack mit dabei und daher gängiger (zumindest bei mir).

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • robert müller
    • 9. Januar 2015 um 15:08
    Zitat von "Wurst Werner"

    Klar geht dat.
    Jeder der Inputkanäle kann folgende Signale steuern:

    * Kanal 1-32
    * Aux in 1-6
    * USB ins
    * FX Return 1-4
    * Mix Bus 1-16

    LG
    WW

    Alles anzeigen

    Na ja, was ich gemeint hatte, war eigentlich sowas die der User Defined Layer beim LS9 oder die freie Oberflächengestaltung bei iLive und GLD. Ich pack mir da gerne alle (wichtigen) Inputs auf die linken Fader und alle (wichtigen) Outputs auf die rechten. Beim 32er LS9 bekommt man da bequem 16-24 Inputs, die wichtigsten FX-Sends und vielleicht 1-2 Gruppen oder gar wichtige Monitor-Sends auf einer Ebene unter. Ich richte mir Pulte immer gerne so ein, dass ich während der Show möglichst nicht oder wenig den Layer wechseln muss. Das war bisher mein größtes Contra gegen ein X32. Wenn man da die 24 Fader auf der Oberfläche frei belegen könnte, wäre das eine absolut tolle Sache.

    Wenn ich das richtig sehe, könnte man immerhin sich die FX-Returns auf Inputs patchen. Schneidet dann allerdings zwangläufig immer den Effekt ab, wenn man die runterzieht. Nicht so schön, gerade, wenn man Delays im Song auf einzelne Worte setzen will - der Gesang geht ja weiter, aber das Delay soll ja noch nachklingen. Könnte man aber wohl auch per DCA oder Mutegruppe auf Softkey lösen.

    Vielleicht kommt da irgendwann von Behringer ja mal ein Software-Update, das eine solche Möglichkeit nachreicht - allerdings wird man den fehlenden Hardware-Taster für diese Layer kaum auf diesem Wege nachreichen können. Evtl. auch per Softkey?

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • robert müller
    • 9. Januar 2015 um 09:25
    Zitat von "wora"

    wenn das mit dem DCA nicht geht, dann leg doch einfach den FX send auf nen fader der oberfläche. das führt zum gleichen ergebnis, so mach ich das an meinem pult immer.

    Das geht beim X32? Hab mich ehrlich gesagt noch nicht tiefer mit dem Pult beschäftigt - was mich bisher abgeschreckt hat, waren die fehlenden User defined layer, die ich mittlerweile bei solchen Pultformaten sehr zu schätzen gelernt habe. Oder hab ich da was übersehen? Wenn das ginge, wäre die Kiste gleich nochmal viel interessanter für mich.

  • 3 kanal IEM - Gibt es das? Macht das Sinn?

    • robert müller
    • 30. November 2014 um 19:03

    Spontane andere Idee:
    Ich gehe mal davon aus, dass die gute alte Analog-Pilotton-Stereovariante aus funktechnischer Sicht (Latenz!) erst mal das Optimum für In-Ear darstellt.

    Also muss das Signal irgendwie vorher auf Stereo zusammengemischt werden. Da wäre es doch eine Marktlücke, wenn ein Hersteller ein System anbieten würde mit mehreren Inputs am Sender, die dort zusammengemischt werden *und* - und das wäre der Trick daran - diese Mischung vom Beltpack aus kontrollierbar macht. Quasi ein Rückkanal zur Steuerung vom In-Ear-Empfänger zum Sender. So ähnlich, wie Shure das bei seinen Axient Systemen macht, um die Sender vom Empfängerrack aus fernzusteuern.

    Konkret würde das so aussehen: Beltpack mit 4 Potis: Stereomix 1 (Main), Stereomix 2 (Aux, z. B. für Ambience), ME, Master. Das dürfte von jedem zu bedienen sein, und man hats immer "am Mann".

    Alternative Idee (macht aber nur bei Sängern mit Funkstrecke Sinn): Beltpack hat zwei Empfänger. Einen, der das Signal In-Ear-Senders empfängt, und einer, der das eigene Funkmikro empfängt. Da müßte man allerdings wohl bei einem Hersteller für beides bleiben wegen Compander, Hub etc.

    Und auf der Funkseite braucht man auch nur einen Träger. Den Rückkanal könnte man ja z. B. per WLAN realisieren. Der bräuchte auch kaum Bandbreite, und ein paar ms Latenz wären da auch eher unkritisch.

  • Behringer X und XR Mischgeräte

    • robert müller
    • 7. November 2014 um 15:36
    Zitat von "wora"

    ich schätze er meint die band "Disaster Area" aus dem buch "per Anhalter durch die Galaxis"
    stimmts? :D

    Bist du dir da auch wirklich absolut sicher? :?: :wink:

  • Y-Kabel, billiger Splitter oder hochwertigen Split mieten?

    • robert müller
    • 12. August 2014 um 16:34
    Zitat von "guma"


    Mein Gott was bin ich froh, diese oben angestrebte Art Aufnahmen zu machen, komplett übersprungen zu haben:
    Pult -> Schnittstelle -> reale oder virtuelle Soundkarte -> Rechner -> feddisch. :wink:

    Definitiv die schönere Art, das heute abzuhandeln. Aber wenn man so gar nicht weiß, welches Pult stehen wird... Ich muß da als Digitalsplitfreund leider den Analogsplitfreunden recht geben: Es handelt sich dabei immer noch um die kompatibelste Art, Audiosignale an mehrere Empfänger zu verteilen.

  • Y-Kabel, billiger Splitter oder hochwertigen Split mieten?

    • robert müller
    • 12. August 2014 um 16:23
    Zitat von "julian knödler"

    Der Fostex D2424LV hat z.B. integrierte Preamps. ist zwar schon etwas älter aber das stört mich dann überhaupt nicht.

    Bevor du dich jetzt darauf verläßt: Ich hab das Ding mal interessehalber gegoogelt, weil ich das anders in Erinnerung hatte. Laut Fostex-Datenblatt hat sowohl dei D2424LV als auch der Nachfolger (D2424LV MK2) lediglich analoge Line-Ins. Das sind keine Preamps, die Mikrofonsignale verarbeiten könnten. Phantomspeisung gibts natürlich auch nicht.

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

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