"Zauberkiste" an Stelle der Weiche: Behringer DCX2496LE Ultradrive...
Wobei der auch nicht zaubern kann. Man muss schon wissen, was man da tut.
"Zauberkiste" an Stelle der Weiche: Behringer DCX2496LE Ultradrive...
Wobei der auch nicht zaubern kann. Man muss schon wissen, was man da tut.
Das geht natürlich auch... Ich bevorzuge beim Recording aber normalerweise das Signal so direkt hinter dem Wandler wir möglich.
Außerdem habe ich die Ausgänge der Processingebene lieber frei für "echte" prozessierte Outputs.
Aber: Bei dem ganzen verschiedenen Routingmöglichkeiten gibt's gefühlte 1000 Wege zum Ziel, und manche Ziele lassen sich auch nur auf einem bestimmten Weg oder mit einer Kombination mehrerer Wege erreichen. (Aux In Remap anyone?)
Führt mich zu meiner ursprünglichen Aussage zurück: Es gibt wahrhaftig intuitivere Patchsysteme als das der XM32-Serie. Beim gebotenen P/L-Verhältnis bin ich aber gerne bereit, darüber hinwegzusehen.
Nein - du aktivierst bei den Inputs für 1-32 die User Ins, siehe hier:
Das gleiche machst du auf dem Reiter "Card":
In den Kanälen stellst du jetzt wieder einen 1:1-Patch her:
Nun kannst du über die Definition der User-Ins frei 32 beliebige Hardware-Eingänge auf die 32 Inputs verteilen. Diese landen dann genau so auf den 32 Eingangskanälen des Pultes und auf den 32 Sends über USB zum Rechner:
Ich hab hier als Beispiel mal die Eingänge XLR 1-6 1:1 gepatcht, dann die 6 Aux Ins auf 7-12, danach die restlichen XLR und zum Schluss noch den Talkback In.
Ja, das ist eigentlich die zentrale Erkenntnis dabei.
Welche der Ebenen du wie nutzt, ist dabei ja völlig dir überlassen.
Und zur Frage, ob man die anderen Ebenen ("Patchlisten") bei Verwendung der User Ins überhaupt braucht:
Klares Jain!
So lange du mit 32 Inputs hinkommst, brauchst du sie nicht. Sie sind einfach da, weil sie schon vor den User Blöcken da waren und man wohl nicht mit der Kompatibilität brechen wollte.
Wenn du mehr als 32 Inputs ins Pult routen willst (also z. B. die Aux-Inputs auch mit Kanälen von der Bühne versorgen), kommst du mit den User Blöcken nicht hin, da es leider nur 4 davon gibt. Da du aber eh am Rack maximal 23 Signale reinbekommst (16x XLR In plus 6x Aux In plus Talkback In), gilt für dich: Klares Nein! Stell das alles auf 1:1 und vergiß, dass es da ist.
Denk beim X32 in zwei Ebenen:
Erste Ebene: Hardware-Inputs in 8er-Blöcken ins Pult reinholen. 4 Blöcke zu 8 Kanälen ergibt 32 Inputs. Du kannst dir lokalen XLRs reinholen, Blöcke von AES50 A oder B, Card Inputs.
Zweite Ebene: Freie Auswahl in allen Kanalzügen des Pultes aus diesen 32 Inputs plus Weiteres, was mehr oder weniger fix ist (Aux Inputs, Busse, USB-Playback, ...)
Card-Routing geht ebenfalls auf der ersten Ebene. Liegt sozusagen "neben" dem Routing der HW-Inputs ins Pult.
Deswegen reflektiert dein Output über USB nicht deine Einstellung in den Kanalzügen.
Auf Ebene eins gibt es jetzt seit Version 4 neu dir User Ins. Das sind ebenfalls Achterblöcke, dir du auf dieser Ebene genau wie die Blöcke von XLR in, AES50 etc. verwenden kannst.
Diesen User Input Blöcken kannst du nun - und das ist der Clou daran - Hardware-Inputs *einzeln* zuweisen.
Du kannst dir das wie eine zusätzliche Ebene 0 denken, die vor Ebene 1 eingezogen wurde.
Wenn du nun deine Inputs schon passend auf die User Blöcke routest, dann gibst du auf Ebene 1 einfach diese 4 Blöcke an dir Mischengine und gleichzeitig an die USB-Karte.
Auf Ebene 2 (die Kanäle) stellst du dann am besten alles auf 1:1, der Übersicht wegen.
Dann machst du deinen Patch nur noch auf Ebene 0 und hast auf den Pultkanälen 1-32 und den USB-Outs immer den gleichen Patch.
Jetzt klarer?
Das ist im Prinzip das, was ich ein paar Seiten vorher schon Mal geschrieben hatte. Wenn man das einfach nur so als Text erklärt, ist es etwas schwierig, da durchzusteigen. Patchen im X32 ist wie schon geschrieben meiner Meinung nach im Vergleich zu anderen Pulten unnötig kompliziert - das ist aber der Historie geschuldet.
Wenn man da aber Mal auf der Hardware mit rumgespielt hat, erschließt es sich eigentlich.
Will sagen: Wer den Patch des X32 nicht versteht, der benutzt auch bei anderen Digitalpulten sicher nur einen Bruchteil der Möglichkeiten.
Wenn du magst, hilft dir sicher gerne Mal jemand über Teamviewer oder so, das zu blicken.
Achso, es waren dir Kanal-Sends gemeint... ![]()
Und natürlich gibts Pre-Kompressor, wenn der Kompressor vorm EQ liegt. Das ist dann der Abgriff direkt am Input. Ist natürlich eigentlich dann "Pre-Alles", aber wenn der Kompressor ja ganz vorne liegt...
Du kannst im Routing für die Ausgänge folgende Abgriffspunkte wählen:
- Post LC
- Pre EQ
- Post EQ
- Pre Fader
- Post Fader
Für die ersten 4 gibts jeweils noch die Option, den Mute-Status des Kanals zu berücksichtigen. In X32 Edit wird das durch die verschiedenen Farben der Knotenpunkte im Output-Routing dargestellt. Leerer Kreis heißt ohne Mute, gefüllter Kreis heißt mit Mute.
In den Bussen liegt der EQ standardmäßig vorm Kompressor, also wäre der Abgriff Post EQ oder früher der richtige. Der Faderlevel wird dabei natürlich nicht berücksichtigt.
Du kannst bei Bedarf auch die Reihenfolge von Kompressor und EQ im Bus vertauschen (Config-Seite im Kanalview). Dann ist natürlich alles ab "Pre EQ" post Kompressor.
BTW: Die 32 Einzelwavs sind zusammen 14,9GB groß, die XLive Dateien (vor dem extrahieren und nach dem Merg) 19,9GB. Die Multiwav schluckt also einiges an zusätzlichem Speicherplatz.
Das ist seltsam. Wie lang ist denn die Aufnahme (Spielzeit)?
Es kann gut sein, dass die Dateigrößen dabei irgendwie etwas verloren gegangen sind und sich ein paar Null-Blöcke eingeschlichen haben.
Je nach Datenrettungstool wurden da vielleicht die Dateien ganz neu aus den zusammengeklaubten Daten erstellt. Da könnte dann tatsächlich je nachdem der Header etwas anders aufgebaut und deswegen größer sein.
Egal, das Problem wurde ja jetzt behoben. Und ich bin mir fast sicher, dass das nicht auftritt, wenn die Dateien wirklich unverändert (also auch nicht durch ein Datenrettungstool behandelt) sind.
Dagegen spricht, dass die Dateien vorher auf der SD-Karte waren und laut OP noch unverändert sind.
Ich halte das auch für einen Bug bei der Größenprüfung, dass Windows da um ein paar Bytes danebenliegt.
Mein erweiterter Lösungsansatz, falls es unter Windows gar nicht geht, wäre, es mal unter Linux zu probieren. Das ist dann allerdings schon ein bisschen auswendiger...
Ich hab leider keine X-Live-Karte, aber kannst du deinen Freund mal fragen, wie groß die Dateien genau sind (exakte Angabe in Bytes)?
"rumgespielt" finde ich da aber eine etwas harte wertung.
Ist nicht alles, was wir mit Pulten so machen, im Grunde "rumspielen"? Sonst würd's ja keinen Spaß machen...
Okay, wer quasi nur noch Konferenzjobs macht, hat das mit dem Spaß vielleicht auch schon vergessen... ![]()
Seltsam, dass die Ausgänge nicht richtig geroutet waren. Ggf. mal erst einen Pultreset auf Werkseinstellungen machen. Normalerweise sind die analogen Inputs auf die ersten Kanäle geroutet, und der Master Out auf die letzten beiden XLR-Outputs, und zwar Post Fade.
Was sein kann: Vielleicht hast du im Editor rumgespielt und das schon verstellt, und beim Verbinden vom PC aufs Pult synchronisiert statt umgekehrt.
Bei der X32Q-App ist leider keine automatische Suche nach dem Pult eingebaut, so dass man dort händisch die IP-Adresse eintragen muss. Dann geht das aber direkt.
Ja, die Oberflächen sind nicht Teil des Pultfiles. Diese Einstellungen gibts ja nur im Editor.
Wenn ich das richtig überblicke, befinden diese sich im Ordner %APPDATA%\X32-Edit. Wenn du dessen Inhalt an die gleiche Stelle auf dem zweiten Rechner kopierst, sollte dort X32-Edit genau so aussehen.
Ein App-Tipp noch, falls du es noch nicht kennst: X32Q (oder M32Q) ist die für Musiker gedachte Monitor-Mix-App. Man kann sich dort insgesamt 4 Gruppen von Kanälen zusammenstellen, die man dann mit 4 Fadern steuern kann. Einzelzugriff auf die Kanäle geht auch, um Feinheiten einzustellen. Für den technisch nicht vorbelasteten Musiker sicher übersichtlicher als Mixing Station.
ähem, jetzt verstehe ich nur noch bahnhof...
ich kann in der software "X32 Edit" in jedem eingang in "Config" auswählen, welchen eingang ich als source haben möchte. und hier kann ich neben den XLR eingängen (und bussen) auch eine der 6 Aux-buchsen auswählen. das genügt mir doch völlig.
ob das jetzt irgendwie remap, 8er- oder user-blöcke genannt wird, überfordert mich völlig
noch ne frage:
wie viele PCs können per X32 Edit auf das gerät zugreifen?
Du bewegst dich rein auf der Config-Ebene, die in der Mix-Engine die im Routing vorgewählten Eingänge frei auf die Mischkanäle verteilt.
Alles andere (8er-Blöcke, Remap, User-Blöcke) spielt sich auf den Inputseiten unter Routing ab. Das brauchst du aber nicht, außer du willst was über die USB-Karte oder AES50 zuspielen oder brauchst den Talkback-Eingang auf einem Kanal.
Wie viele Geräte du gleichzeitig per Netzwerk ans Pult hängen kannst, weiß ich nicht, aber es gibt viele Bands, die das X32 als Inear-Mischer nutzen. Da hängen dann auch immer 10 Devices mindestens dran. Ich hab noch nie gehört, dass da jemand an eine Grenze gestoßen wäre.
Stimmt, das könnte dann auch beim Rack interessant sein, wenn wirklich genau dieser eine Hardware-Input noch gebraucht wird. Das ist dann aber wirklich komplett auf Kante genäht.
Es gibt da glaub ich auch noch einen Routing-Trick, wie man noch den Monitor-Out fix mit Bus-Outs beschicken kann. Das geht auch ohne User Blocks. Wenn man das so macht und keine Busse für sonstwas braucht, kann man sogar 9x Stereo-IEM mit dem Rack direkt beschicken (4x Stereo-IEM über 8 Busse und XLR-Outs, 3x Stereo-IEM über 6 Busse und Aux Outs, 1 Stereo-IEM über 2 Busse und Monitor-Out mit besagtem Routing-Trick, und 1x Stereo-IEM über LR).
Das setzt dann natürlich voraus, dass alle IEM-Mixe mit Pre-Fade-Aux erzeugt werden.
Also in Maximalkonfiguration ohne zusätzliche Hardware geht dann tatsächlich 23 In auf 18 Out.
Genau so ist es, außer, dass die Mix Engine 48 Inputs hat, nämlich noch 6xAux, 2xUSB Return und 4 Stereo-FX-Returns. Davon kann man zwar nur die ersten 32 in besagten Achterblöcken beschicken, der Rest ist fix (Ausnahme: Aux In Remap - ein anderes Thema), aber alleine deswegen kann man sich z. B. auch die Aux-Inputs auf die Kanäle mit vollem Processing ziehen.
Die User Blöcke brauchst du in deinem Setup nicht wirklich. Das ist nur ein von Behringer relativ spät eingeführter Workaround, um die oben angesprochenen Achterblöcke aufzubrechen. Das kam nach dem mit V2(?) eingeführten ersten Workaround Aux In Remap, der allerdings nicht so flexibel ist wie die User Blöcke. Durch diese beiden Mechanismen wird das Routing der X/M32-Serie meines Erachtens sogar deutlich komplizierter, als es sein müsste. Nichts, was man nicht benutzen könnte. Es hilft aber, sich dann vorher zu entscheiden, auf welcher Ebene man routet.
Entweder, man routet in Achterblöchen in die Mix Engine, und dort dann diese 32 Kanäle frei auf die Mischkanäle. *Oder* man routet die 32 Eingänge der Mix-Engine stumpf 1:1 auf die Kanäle und nutzt obendrüber die Userblöcke, um die Eingänge der Mix-Engine frei mit Signalen von der Hardware zu beschicken.
Eine Kombination aus beidem geht natürlich auch (es hält dich nichts davon ab) - aber dann wirds irgendwann unübersichtlich, wenn schon im Pult das Signal auf mehreren Ebenen quer rumgeroutet wird.
Diese Userblöcke gibts übrigens auch bei den Outputs, da gibts nämlich ne ähnliche Beschränkung, auch wenns dort nur 4er-Blöcke sind.
Ist beim X32 Rack ohne Erweiterungen aber tatsächlich eher egal.
Es gibt kein altes User Mapping. Es gibt nur das User Mapping. Das ist aber "neu" in dem Sinne, dass es erst mit Firmware 4 kam.