Hallo,
dir Diskussion hier ist zwar schon eine Weile her; ich bin gestern zufällig beim googeln drübergestolpert und dachte, ich schreibe mal etwas zum Thema, weil da seit 3 Jahren noch keiner was dazu geschrieben hat.
Ich hatte das Problem auch mal (habe das Pult vor ca. 10 Jahren gebraucht übernommen und da war das schon so). Das Verhalten war beim bertoffenen Kanal außerdem so, daß man, wenn man versucht hat, die fehlende Verstärkung mit dem Gain-Regler auszugleichen sehr schnell in die Übersteuerung (bei immer noch zu leisem Signal) gekommen ist. Die Differenz zu den anderen Kanälen war, meine ich, so zwischen 3 und 6 dB (weiß ich nicht mehr so genau, ist schon 2 oder 3 Jahre her, daß ich das repariert habe). Meßbar (mit üblichem Gerät) war aber kein Fehler, lediglich mit dem Oszi war der Pegelschwund zu sehen. Ich habe zunächst versucht, systematisch den Fehler zu finden. Abhilfe geschafft hat letztlich aber nur die Transisoren der Eingangsstufe zu wechseln, auch den OP (TL072) habe ich dann noch gewechselt, seither ist der Kanalzug wie alle anderen. Aber auch an den ausgelöteten Transistoren war statisch mit dem Multimeter kein Fehler nachweisbar.
Da es sich bei diesen Bauteilen aber wirklich um sehr billige Teile handelt, die auch heute noch leicht zu beschaffen sind, empfehle ich bei diesem Fehlerbild einfach mal auswechseln, bevor man ewig mißt und doch nichts Konkretes findet. Meine Vermutung ist, daß der Kanal irgendwann einmal massiv übersteuert wurde (vielleicht mit einem Verstärkerausgang), was die Transistoren geschädigt hat.
Thema Kontaktsprays:
Kontakt 60 ist super scharf und löst schön Oxide von Relaiskontakten, aber ggf. auch Lötsopplack und Potibahnen. Wenn Kontaktspray an die Fader und Potis würde ich nur Tuner 600 (gleiches Fabrikat) verwenden.