Hallo ,ich hab ein Mail vom Techniker bekommen mit seiner bitte das hier zu Posten weil er noch nicht angemeldet ist.
Daher sind die nächsten Zeilen direkt von dem Mann der die Beschallung eingerichtet hat :
Post:
Hallo,
ich möchte mich als ausführender Techniker von der besagten VA auch mal zu Wort melden.
Vorab erstmal, NEIN es war nicht eine Firma aus Neuenahr dessen Namen mit Licht zu tun hat. Aber das nur am Rande.
Da ich leider im Forum noch nicht angemeldet bin und die anmeldung etwas zeit in anspruch nimmt, erstmal auf diesem Wege.
Gefordert war vom Veranstalter ein System welches im kompletten Zelt(20*50m) ein homogenes Klangbild erzeugt. Das heißt nicht vorne „Laut“ und inten „Leise“ oder mit irgendwelchen Auslöschungen.
Aufgrund unsere Erfahrung und der Simulation der VA Begebenheiten (sprich mitten im Wohngebiet) haben wir uns für ein LA System entschieden.
Das System wurde im abstand von 10,50m von einander aufgestellt. Es bestand aus 4 Top´s (120*7°) und drei direkten Subwoofern pro Seite. Es wurde gestackt.
Dazu lag unter der Bühne ein Monosubcluster aus 8 *18“ Hörnen . Das Nearfill wurde durch zwei 12“/2“ Tops bewerkstelligt.
Nach 40 m wurde noch ein Delay bestehend aus einer 12“/2 Kombi geflogen.
Das komplette System wurde einen Tag vor der VA komplett eingestellt und eingemessen.
Jedes einzelnde Modul wurde separat entzerrt und die Laufzeit wurde eingestellt.
Zu steuern war das ganze über das Master Pult. (LR -> LR LA / Mono -> Monosubcluster / Matrix 1 ->Nearfill /Matrix 2 ->Delay).
Das heist im Klartext, wenn der Nearfill dem besagten Techniker zu leise gewesen wäre, hätte er es sofort ohne Umstände über das Masterpult anheben können.
Allen anderen Tontechnikern, sprich in den 4 Tagen sind ingesammt 7 Gruppen mit eigenem Tontechniker aufgetretten, war das Nearfill nicht zu leise und alle kamen mit dem Presetup wunderbar klar.
Darüber hinaus wurde jedes LA Top Modul über einen seperaten Endstufenkanal betrieben und Lautstärketechisch angepasst.
Im ganzen Zelt durfte auf Grund der Anwohnerschaft nur ein Pegel von max 94db(A) gefahren werden. Dieser Pegel konnte aber so gerichtet im Zelt gefahren werden, das außerhalb des Zeltes in 20m entfernung nur noch ein Pegelvon
Von 63db(A) zu verzeichen war.
Messungen haben ergeben(welche auch wärhend allen VA-Tagen dauerhaft durchgeführt worden sind), das vom ersten Besucherplatz bis zur letzten Reihe im Zelt es nur einen Laustärkeabfall von 0,98db(A) zu verzeichnen gab.
So wurde während allen Veranstaltungstagen gewährleistet, das den Besuchern (an zwei Tagen meist älteres Publikum) nicht vorne die Ohren „wegfliegen“ und hinten nichts mehr verstanden wird.
Zum Thema Reflexionen an den Zeltwänden, die hat man in den meisten Fällen auch mit konventionellen Systemen(außer mit sehr engabstrahlenden, aber damit fehlt mir die „Ausleuchtung“auf der kompletten Breite) , aber die Deckenereflexioenen kann man mit einem LA System im Gegensatz zu konventionellen fast ausschalten.
Das nur mal kurz zum Thema „man nimmt ein LA“ weils im Lager rumsteht“
Mit freundlichen Grüßen
Marc Librecht
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