18 Uhr Do. Abend, Anruf beim Veranstalter das wir am Sa. so gegen 14 Uhr dann bei ihm sein werden, der Manager der Band meinte sie seine dann um 17.30 uhr oben. Einlass 19 Uhr Veranstaltungsbegin 20 Uhr.
Der Veranstalter etwas kleinlaut, du ich muß dir sagen wir haben eine andere Location, die Halle wo wir hin wollten hat man von offizieller Seite dicht gemacht, obwohl die Genehmigung für das Konzert von dieser offiziellen Seite erst eine Woche vorher gegeben wurde. Anstatt in der kleine Halle, 200m² sind wir nun in der Eissporthalle, reicht dort deine Anlage auch noch? Die Eissporthalle hat ja nur lächerliche 1000m² mehr. Also auf gehts, irgendwas organisieren und ich hatte Glück, der Kollege hat sein LA noch im Lager stehen dieses Wochenende. 2Stunden telefonieren später also wieder alles im Griff, das Ding steigt ohne Problem im Eissportstadion, bei natürlich etwas mehr kosten für den VA dafür weniger Reihngewinn für micht, toll.
Sa. Morgen, treffen mit dem Kollegen, der netterweise schon geladen hatte was uns schonmal 30min. Zeit einbrachte, dann noch ganz gut zu fahren und wir waren schon um kurz nach 13 Uhr da, sehr schön!
Location kurz begutachtet und im reinlaufen schon bemerkt, ein akustisches Desaster, Hall und Reflektion wie in einer geplättelten Kirche, der Aufbau der Bühne auf wunsch des Vermieters absolut anderst als abgesprochen, also auf gehts zur fröhlichen Neuberechnung des LA´s.
Aufbau eigentlich ganz locker und gut, nur etwas trockene Baustelle mit einer 1,5l Flasche Cola mit Bechern für 5 Mann, aber egal.
Anlagencheck entsprechend der Erwartungen, also ersteinmal die Bässe zügeln, -9db und lowcut bei 35 Hz machten das ganze schon sehr erträglicher. Front und Monitorig auspfeifen und was sehe ich ein lustiges Feedback durch Raumreflektion genau im Sprachbereich, na wie toll, der Raum ist also mehr wie unfreudlich für Sprachverständlichkeit da er sich hier sofort aufschauckelt, geil!
17.30 Uhr, ein Anruf des Bandmanagers, sie stehen im Stau und werden gegen 19 Uhr da sein. Ok, Soundcheck direkt in schnittig, dann erst Einlasse. Tja, war wohl nichts, 19.20 Uhr, Einlaß der schon nicht ganz glücklichen Fans. Die Anlage dudelt auf Wunsch des Veranstalters von CD. 19.40 Uhr, die Band ist da, Juhu! Hektischer Aufbau auf der Bühne, Soundcheck unter 300 Mann gröhlendem Publikum, wahnsinnsproblem beim Monitoring sowohl durch die Hallenakustik als auch durch einen gewaltigen Bühnensound, also mehrmaliges bitten sich auf der Bühne in diese Location einfach ganz stark zurück zu halten, bis es dann irgendwie unter Rotblinkenden Monitoramps möglich war den Gesang aus den Monitoren des Sängers zu hören, neben Gitarre und E-Bass. Diese hingegen hörten sich nicht, auf ihren eingen Combos die nun wirklich nur 1m wegstanden, beim Gitarristen sogar mit Case auf Ohrhöhe. Der Gitarist hörte nur den verzerrten Sound, darum soll ich doch bitte die Gitarre auf seinem Monitor lauter machen damit er auch den cleanen Sound hört, hä? der Bassist seht neben seiner Combo und möchte seinen Bass doch bitte noch lauter auf dem Monitor, aha! Der Sänger kann den E-Bass und das Schalgzeug auf seinen Monitor nicht hören, die Gitarre sei ihm zu leise drauf und sich selber kann er garnicht hören, wenn wunderts. Dem Schlagzeuger ist alles einfach nur zu laut, ich denk dem hätte ich das Drumfill ausmachen können. Begeisterung auf allen Seiten! Mit viel Kompromiss dann endlich der Konzertbeginn, der Frontsound ist soweit wirklich ok, aber wie vermutet macht die Sprachverständlichkeit schon Probleme, läßt sich aber ertragen wenn man die Anlage in ruhigen Bahnen fährt, was manchmal garnicht so einfach war weil auch die mitgröhlenden Fans und die Akustik der Halle es sehr schwer machten leise zu bleiben. Also bis zu 105 dB am FOH und das mit LA.
Naja, das Konzert war ok, der Veranstalter hatte eigentlich zu wenig Besucher und ich war dann doch froh als es ans abbauen ging.
Das ich hier dann auch noch an einem mir nicht bekannten Pultplatz mit mir nicht bekanntem Siderack mit einer mir absolut nicht bekannten Band arbeitete, habe ich einfach mal verdrängt!
Solch einen Job, nie wieder und wenn dann mit reichlich Schwerzensgeld, aber das hätte sich der Veranstalter wohl nicht leisten können.