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Beiträge von AlphaC

  • Four Audio HD2 Controller

    • AlphaC
    • 2. September 2010 um 11:11

    Auch die VMB-Controller (Arkeops, ARK) sowie die DSP-Boards von VMB, welche u.a. in den S-Serie Endstufen von RAM-Audio drin sind haben seit vielen Jahren eine zweifache Limitersektion je Ausgang...

    Zum neuen Dynacord: Ich kann nur hoffen, dass sich diese Kiste besser bedienen lässt als der DC-One. Der ist nämlich eine Katastrophe! Noch schlimmer sind nur noch die Xilica's - den Versuch die schnell und intuitiv am Gerät bedienen zu wollen kann man sich da gleich gänzlich sparen...

  • Eine kleine "Holz"-Umfrage

    • AlphaC
    • 31. August 2010 um 11:13

    Es geht ja schon ganz munter los mit dem Voting... ;)

    Die Fragen sind scho ganz bewusst so gestellt, da Tendenzen sich herauskristallisieren sollen. Eine Mehrfachauswahl würde die Auswertung erschweren und das Ergebnis wäre diffuser. Dass Verleih-Betriebe hier und da auch Installationen machen ist jedem klar - jedoch eben nicht in der Hauptsache, so wie das klassische ELA-Installateure (Einkaufscenter, Fussballstadien, etc.) machen.

    marce: Mit Touring ist nicht Großbeschallung gemeint. Eine mittlere Stadtfestbühne kann man mit ein-zwei kräftigen Doppelzwölfer(n) recht gut machen...

    guma: In der Größenordnung, um die es hier geht, wird höchstens mal horizontal arrayed - alles größere wird mit Line-Arrays sinnvoller erledigt. Und hier geht es explizit nicht um Line-Arrays!

  • Eine kleine "Holz"-Umfrage

    • AlphaC
    • 30. August 2010 um 13:22

    Hallo Forum,

    meine letzte Umfrage ist ja nun schon wieder drei Jahre her... da dacht' ich mir, ein Update wäre mal ganz interessant...

    Dieses Mal geht's ums alltägliche "Holz"... unter http://www.alphalabs.de/poll findet Ihr den kleinen Online-Fragebogen - ich würde mich sehr über eine rege Teilnahme freuen und die zwei Minuten findet glaub ich jeder Forumsnutzer mal... :)

    Auswertung der Daten gibt es dann auch wieder hier sobald es eine repräsentative Anzahl von Stimmen gibt.

    Vielen Dank schon mal und fröhliches Abstimmen,
    Alex

  • Xone:PB Patchbay

    • AlphaC
    • 16. Juli 2010 um 13:00

    Okay. Dann nehme ich das zurück und bitte die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen... :wink:

    Gespannt bin ich auf die ersten "Fehlermeldungen" zum Xone:PB. Die Lösung von Magma war ja schon mal eine Katastrophe... und ein Indiz, dass auch ein Markenname nicht vor (Fertigungs-)Fehlern schützt. Bislang haben wir alle defekten Geräte (waren bisher gerade mal 4 Stück) unkompliziert 1:1 getauscht.

  • neue Tops PAF 212 oder Limmer P3

    • AlphaC
    • 14. Juli 2010 um 12:25

    Jens: Das Hornflare im Craaft CSD800 ist vom Ralf Limmer entworfen worden. Es ist das der "legendären 2x10" JBL Horn-PA" von ihm... Wo es diese "legendären Limmerbässe" (2x15") dazu gab!

    Ich hatte mich mal mit dem Ralf Limmer darüber unterhalten, warum er dieses Horn nicht mehr anbietet, darauf er wörtlich: "Sobald eines meiner Designs kopiert worden ist habe ich keine Lust mehr dieses weiter zu fertigen."

    Bereits Solton Craaft hatte das Horn vom Ralf kopiert!! Es gab nie eine Lizenzvereinbarung o.ä. darüber. Die Bestückung wurde leicht geändert, indem dort ein AA Craaft-10"er reinkam, der aber leider nicht sehr lange drin durchhielt. Der Hochtöner wurde weiterhin von JBL verwendet...

    Die Hornflares in den Coda Triax TT340 und Oberton T212 sind buchstäblich identische Kopien dieses Flares (nimm einfach mal 'nen Sperrholz-Federgelenk-Gliedermaßstab-mit-metrischer-Einteilung und miss das selbst nach. Dir wird schlecht...)

    Dass sowohl Coda als auch Oberton da 12"er verwendet und jeweils einen eigenen Phaseplug davorgeschnallt hat ändert nichts an der Tatsache, dass es das Limmerflare ist (mit all seinen Nachteilen, welche auch ein Grund dafür sind, warum Limmer das Flare verworfen hat). Ein vernünftiger Horn-12"er (z.B. 12PE32) funktioniert an diesem Flare genauso gut, das einzige was man anpassen muss ist die Fräsung in der Schallwand (wg. Membranauslenkung). Da modernere 2"er auch kompakter gebaut sind, als der damalige JBL-Treiber passt das alles da rein.


    (sorry 4 offtopic - wurde halt hier gefragt...)

  • Xone:PB Patchbay

    • AlphaC
    • 12. Juli 2010 um 18:10

    lovat: Auch sicher, dass die Masse zwischen allen Geräten verbunden war? Also zwischen Plattenspielern, Masterkey UND Mixer?

    Der einzige mögliche Grund dafür, wenns brummt ist nämlich, wenn eine dieser Masseverbindungen nicht hergestellt wurde. Erst neulich rief mich deshalb ein Kunde an, der hatte ebenfalls vergessen, die Masseverbindung zwischen Masterkey und Mixer herzustellen...

    RTFM! Da stehts nämlich explizit drin...!

  • L18S800 sterben hitzetot ?

    • AlphaC
    • 9. Juli 2010 um 10:37

    Ich vermute auch einen Fehler im zugeführten Signal. So schnell sterben nicht 4 hoch belastbare Lautsprecher quasi-gleichzeitig... Mir sind schon mal vier 12er Mittenchassis abgebrannt, als eine PSE-Endstufe durch einen (Alters-)Defekt die Versorgungsspannung (Gleichspannung 140V wenn ich mich richtig erinnere) direkt auf die Ausgänge legte... Von daher würde ich mir den Amp mal genauer anschauen, ob da nicht irgendwas im Argen liegt.

  • neue Tops PAF 212 oder Limmer P3

    • AlphaC
    • 9. Juli 2010 um 00:42

    ...und am Ende... ists Geschmackssache. Pegelmäßig dürften sich P3 und PAF212 nicht allzuviel nehmen. Die eine ist halt etwas komplizierter zu bauen, bietet dafür aber möglicherweise hübschere Mitten und eine vorhersehbarerere Arraybarkeit. Wer einfach nur stumpf "viel Pegel" will, der greift ohnehin besser zur Ohm HD-MH oder zur Craaft CSD800 (oder dessen Kopien Coda Triax TT340 bzw. Oberton T212)...

  • neue Tops PAF 212 oder Limmer P3

    • AlphaC
    • 5. Juli 2010 um 01:39

    Das, was die Kiste "schwer" macht, sind nicht die 1,5kg "Übergewicht" des Ciare - eher schon der "Mehrbedarf" an Hornflares und Holz... im Vergleich zur PAF212 jedenfalls.

  • neue Tops PAF 212 oder Limmer P3

    • AlphaC
    • 3. Juli 2010 um 14:44

    Blancblue: Öähm... jetzt wirds aber schon fast Formel-1-mäßig auf die Goldwaage gelegt: Der Ciare wiegt 2,8 kg. Zwei-Komma-Acht Kilogramm! Verglichen mit einem ND sind das höchstens 1,5 kg "zuviel". Ich glaube das kann jeder Veranstaltungstechniker- / Hand locker verschmerzen. Demgegenüber muss man eindeutig feststellen: Der Ciare ist ein echtes "Mords-Geschoss" - ein goldener Wurf von Ciare!

    Nach meinem Kenntnisstand (und ich kenne ne ganze Menge Chassis) kommt in der 6,5"-Liga am Horn kein anderes Chassis auch nur annähernd da ran!!! Weder pegelmäßig noch klirrmäßig. Von der "geringen" Belastbarkeit des Ciare sollte man sich nicht irritieren lassen. Der spielt klirrarm genauso laut, aber dafür deutlich schöner als z.B. ein 4590.

    Die selbe Meinung vertritt übrigens auch der Ralf Limmer - von daher wundert es mich schon sehr, dass er hierfür eine ND-Alternative empfohlen hätte. Hinzu kommt, dass der Phaseplug sehr dicht vor dem Treiber sitzt und exakt auf diesen Treiber zugeschnitten ist. Für einen anderen 6,5er müsste dieser unbedingt geändert werden.

  • Xone:PB Patchbay

    • AlphaC
    • 3. Juli 2010 um 14:19

    Das ist SO nicht korrekt!

    Bei der allerersten Serie gab es ein Problem mit dem Rane Serato Scratch SL1 Interface (und NUR mit diesem!). Die Ausgangsverstärkerstufe konnte nicht damit umgehen, wenn ein zweites Interface (egal ob Rane, Traktor oder wasauchimmer) mit angeschlossen wurde. Bei der ersten Version haben sich die Line-Ouputs beider Interfaces "angeguckt" - so wie bei einem gewöhnlichen Y-Adapter.

    Das Ergebnis war tatsächlich, dass dann das Line-Out Signal des Rane Interfaces pegelmäßig in sich zusammenbrach (und NUR beim Rane Interface - alle andere mir bekannten professionellen Soundkarten zeigten dieses Phänomen NICHT).

    Um dieses Problem zu beheben haben wir sofort - schon ab dem zweiten Produktionslos (!) - den Masterkey modifiziert und u.a. mit Mute-Schaltern für die Line-Inputs versehen, womit wirksam unterbunden wird, dass sich die Interfaces gegenseitig "sehen" können. Als positiver "Nebeneffekt" kam hinzu, dass nun der nachfolgende DJ sein Setup schon überprüfen kann - also nachsehen, ob er ein gültiges Vinyl-Signal bekommt etc., während der vorhergehende DJ sein Set noch beendet, da ja seine Ausspielwege gemutet sind. Ein Back-to-Back DJing von zwei DJs wurde dadurch ebenfalls erleichtert, da jeder DJ sich "seinen" Line-Output am Masterkey "frei"-schalten kann und so ein "Ping-Pong-Auflegen" von zwei DJs mit zwei Notebooks sehr einfach möglich ist.

    Inzwischen haben wir die Information erhalten, dass Rane dieses Problem erkannt hat (trat sicherlich auch bei Verwendung von Y-Adaptern auf) und bei ihrem neuen Interface "Rane SL3" die Ausgangsstufen massiv überarbeitet und wesentlich stabiler ausgelegt hat. Von daher erscheint es als wahrscheinlich, dass mit dem SL3 das Problem auch am "alten" Masterkey nicht mehr auftreten sollte.

    Native Instruments Traktor- und Stanton Final Scratch- Nutzer hatten bisher mit den Masterkeys (V1.0 und V2.0) keine uns bekannten Probleme, welche auf sich auf die Patchbay zurückführen ließen!

  • Kompressor zum hervorheben des Gesangs, möglich?!

    • AlphaC
    • 29. Juni 2010 um 02:48

    Mit Side-Chain-Kompression kann man durchaus für die Vocals mehr "Luft im Mix" schaffen - die Vocals "einbetten" anstatt sie nur "lauter drüberzuschieben". Allerdings ist es unnötig hierfür die ganze Summe zu komprimieren. Ich lege mir hier gerne die im mittleren Frequenzband lautstarken Instrumente (vorrangig Gitarre) auf eine Gruppe und setze hier einen Kompressor im Gruppen-Insert ein, welcher von den Lead-Vocals getriggert wird. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl merkt der Hörer kaum, dass in den Gesangspassagen die Guitars ein wenig "abducken". Die Regelzeiten sollten natürlich recht kurz sein, damit man kein "Pumpen" wahrnimmt.

  • AC DC auf X array

    • AlphaC
    • 21. Juni 2010 um 17:24

    Die Jungs haben tatsächlich auf EV X-Array gespielt... siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=crabyjZqlRg

    Ich war mangels Zeit leider selbst nicht vor Ort... Aber das Konzert konnte man in der ganzen Stadt recht gut hören....

    (Dresden hat immerhin 'ne halbe Mio. Einwohner...)

  • Xone:PB Patchbay

    • AlphaC
    • 8. Juni 2010 um 12:45

    Hallo Marcoboy,

    um ehrlich zu sein bin ich sogar regelrecht hocherfreut, dass jetzt endlich - nachdem unsere Patchbay (Alpha Labs Masterkey) seit 1,5 Jahren auf dem Markt ist und inzwischen schon in Version 2.0 vorliegt, auch einer der bekannteren Hersteller sich diesem DJ-Problem annimmt, da somit erfreulich Medienwirksam auf diese neue Produktgattung aufmerksam gemacht wird.... 8)

    Gleichermaßen freue ich mich mitteilen zu dürfen, dass unsere Patchbay ab sofort "unter der Flagge" des in der Disco-Szene wohlbekannten Herstellers RODEC als PATCH LIVE verfügbar ist... Ist natürlich ein Stück günstiger als das neue Wettbewerbermodell von A&H... ;)

    Der Ansatz von A&H ist zwar durchaus ordentlich, allerdings weist mein Design nachwievor einige Vorteile in der Flexibilität der Anwendung auf. Stichworte: Auftisch-Montage, versenkte Montage, 13"-Format (Pioneer) und 19"-Rackformat. Audioseitig gibts auch hier keine Beanstandungen. Lediglich ein RIAA-Entzerrer ist nicht an Bord - allerdings kenne ich kein Disco-Pult, welches nicht über Phono-Eingänge verfügt... Und ob man nun ein Line-Signal zur Ansteuerung der DVS nutzt oder ein Phono-Signal - das ist der Patch egal. Außerdem erscheint mir unser Layout und die Beschriftung logischer und somit verständlicher für den DJ zu sein (die meisten wissen ja nicht auf Anhieb, was sie jetzt mit dem "Ding" machen sollen)...

    beste Grüße,
    Alex

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 13. Mai 2010 um 03:39

    PS: Im übrigen gibt es ja auch viele moderne und durchaus interessante Lizenzkonzepte wie das CC (creative commons). Das sind sicher alles Modelle die man gut und gerne diskutieren kann. Sie erleichtern vor allem auch kleinen und wenig bis nicht bemittelten Lizenznehmern den Zugang zu guten Ideen. Allerdings darf davon ausgegangen werden, dass umso aufwändiger eine Erfindung ist, desto weniger wird sie für "lau" verfügbar sein. Schließlich steckt da jede Menge Arbeit dahinter, welche nicht ohne weiteres verschenkt wird. Oder würde jemand mal eben umsonst eine Autobahnbrücke bauen, weil er grad vor langeweile nix zu tun hat...? So für die Allgemeinheit? Wie er sein Frühstück verdient ist egal.

    Gerade in einer so hoch spezialisierten Welt kann man getrost davon ausgehen, dass die meisten Erfinder ihre eigenen Erfindungen nicht umsetzen (und dann davon leben) können, sondern dies (aus verschiedensten Gründen, sei es mangelndes Eigenkapital zur Umsetzung) an Firmen lizenzieren und sich damit ihre Brötchen verdienen. Bezogen auf die Musiker ist festzuhalten, dass dies ein Fulltime-Job ist - zumindest dann, wenn man es so gut machen will, dass es auch irgendjemanden interessiert (egal ob Kommerz oder Underground, ob Metall oder Schlager). Zeit für andere Erwerbstätigkeiten besteht da keine mehr.

    Komisch ist, dass gerne ignoriert wird, dass Denken auch eine ganz schön anstrengende Arbeit ist, die es Wert ist vergütet zu werden. Und wer nicht so "gut" denken kann, der kann sicher was anderes gut - z.B. etwas handwerkliches. Darin besteht ja der Sinn der Arbeitsteilung in der Gesellschaft, dass jeder das tut was er am besten zur Gesellschaft beitragen kann. Das bedeutet aber nicht dass der "Denkende" dem "Nichtdenkenden" sein "Erdachtes" schenkt. Der "Nichtdenkende" wird ja sicher seine Arbeit dem "Denkenden" auch nicht für umme geben...

    ("Denkend" und "Nichtdenkend" war jetzt zur Einordnung überzeichnend gewählt, nicht in diskriminierender oder beleidigender Form)

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 13. Mai 2010 um 03:16

    Blancblue: Ich hatte das offenbar noch nicht deutlich genug herausgearbeitet, dass ich zwar den Sinn und Zweck der GEMA (und übrigens auch der GEZ, aber das wäre dann wieder ein ganz anderen Thread wert) für richtig halte, aber die Art und Weise wie dieser "Verein" sich verhält - auch gerade in Bezug auf die Verteilungspolitik(!) - für völlig überholt und daneben halte! Die "wertlosesten" Empfänger bekommen die meiste Kohle. (Siehe E-Musik, wo die meisten Komponisten längst tot sind und nur noch die Erben oder die Verlage kassieren).

    Bzgl. der anderen Kommentare... ich muss hierbei nochmal einschieben: Es ist scheißegal, ob es sich um Musik oder sonstiges immaterielles Gut handelt (wie das Coca-Cola Rezept oder der Bauplan einer Box)! Es ist sachlich FALSCH Dinge der Art zu behaupten wie "was ich in der Hand halte ist Eigentum" und vice versa "wissen kann man nicht in der Hand halten, also gehört es jedem..." oder so... Da hat wohl jemand den Begriff des immateriellen Wertes nicht begriffen.

    Gemäß deutschem Urheberrecht sind immaterielle Werte (auch "Schöpfungen" bzw. "Werke" genannt) nicht übertragbar bzw. veräußerbar (= nicht zu verkaufen)!!! Ein Musiker oder Poet verkauft seine Musik / Dichtung / Werk daher (sachlich korrekt betrachtet) auch nicht! Das KANN der garnicht! Alles was dieser Mensch je erdacht hat wird immer sein geistiges (immaterielles) Eigentum bleiben - ob er will oder nicht! Daher muss eigentlich auch niemand in Deutschland ein Patent anmelden, weil alles was er erdacht hat schon mit der Entstehung der Idee seiner Urheberschaft unterliegt. Das Problem besteht lediglich in dem Nachweis der Urheberschaft und dass derjenige der erste war mit der Idee... Außerdem sind die gesetzlichen Regelungen diesbezüglich in anderen Ländern nicht so eindeutig geregelt.

    Also was machen nun Poeten, Erfinder und Musiker, wenn sie ihr Eigentum nicht verkaufen können? RICHTIG. Sie erteilen Nutzungserlaubnisse - sogenannte LIZENZEN. So erteilt z.B. ein Konstrukteur einem Hersteller das Recht, eine Waschmaschine entsprechend seiner Konstruktion zu fertigen und zu verkaufen. Oder er fertigt und verkauft die Maschine selbst. Je nachdem wie das vertraglich geregelt ist bekommt er dafür Lizenzanteile (Tantiemen). Bei festangestellten / festzugehörigen Technikern regelt meist der Arbeitsvertrag, dass Entwicklungen, welche im Betrieb erstellt wurden automatisch für diesen nutzbar werden.

    Was also "kauft" der Kunde? Richtig! Das Recht dieses Produkt zu NUTZEN. Er darf die CD/DVD wiedergeben. So oft er will. Der Tonträger gehört in der Tat ihm. Die Musik da drauf aber nicht! Er darf den Tonträger auch gern weiterverkaufen oder verschenken. Aber er darf die Musik nicht davon getrennt benutzen / weitergeben etc (z.B. als digitalisierten Rip) - weil - wie schon erwähnt - die gehört ihm nicht.

    Er darf eine Waschmaschine zum wäschewaschen benutzen. So oft er will. Auch mit der Maschine kann er machen was er will. Sie gehört körperlich ihm. Aber diese nachbauen (vervielfältigen, kopieren), das drarf er nicht. Das darf nur der Hersteller, welcher hierfür die Erlaubnis (Lizenz) des Erdenkers besitzt.

    Ist das so kompliziert zu verstehen?

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 11. Mai 2010 um 17:40

    ... und ob das am Ende Brote, Boxen, Musik oder Kinofilme sind... ist das nicht immer das gleiche? Es geht nicht darum wie schwierig es ist etwas zu kopieren, sondern ob es richtig und fair gegenüber den "Erfindern" bzw. "Erschaffern" ist. (Auch dass eine Box "nur ein bisschen Physik" ist, spielt keine Rolle! Wenn das "nur ein bisschen Physik" ist, dann kann man das ja auch bequem selbst machen, und "muss" nichts kopieren...)

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 11. Mai 2010 um 17:29

    zum Thema Unternehmenskommunikation der GEMA:

    Leider wissen und verstehen nur die wenigsten Menschen, was eigentlich der Sinn und Auftrag der GEMA ist... Weil dieser "Verein" sich öffentlich nur dann äußert, wenn es gilt Raubkopien zu verteufeln, oder wenn sie vor dem Dönerladen steht und die Abgabe von Gebühren fordert, weil dort Musik läuft... Der Otto-Normalverbraucher und auch die meisten Kollegen hier im Forum wissen aber nichts davon, was die GEMA mit dem Geld macht und warum und wieso und für wen... Ein Paradebeispiel für eine besch***ene Unternehmenskommunikation. Dadurch wird die GEMA in der Öffentlichkeit oft nur als "Abzockerverein" angesehen, der jemandem sein liebes Geld abnimmt, und sich damit schier unermesslich bereichert... und die natürlich lautstark herumjammert, wenn ihnen Kohle flöten geht, weil raubkopiert wird. Tja. Das aber alles ist falsch.

    Sinn der GEMA (und aller vergleichbarer Organisationen auf der ganzen Welt) ist, dass sie Bestandteil eines dualen Abrechnungs- und Kontrollsystems zur Wahrung der Rechte der Musiker und Komponisten ist. Die Kernaufgabe der GEMA ist es zu überwachen, wo, wieviel und in welchem Umfang die Leistung der Komponisten öffentlich genutzt wird (und folgerichtig mit der Nutzung von Musik Geld verdient wird, welches den Komponisten zusteht). Entsprechend hat sie angemessene Gebühren für die Nutzung dieser Leistung für die Komponisten einzufordern und an diese auch auszuschütten. Kaum ein Mensch in Deutschland weiß, das weit über 85% der Einnahmen der GEMA wieder an die Künstler ausgeschüttet werden!!! Gerademal knapp 15% geht für eigene Kosten drauf (und in dem Zusammenhang ist die GEMA zu loben, da es kaum eine andere Behörde in Deutschland gibt, die so gut wirtschaftet - siehe Jahresberichte der letzten Jahre). Im Jahre 2008 hat die GEMA 823 Mio Euro eingenommen, und davon 700,65 Mio wieder an Künstler und Komponisten (und Verlage) ausgeschüttet.

    Was bedeutet "duales System"? Die Primäre Einnahmequelle von Komponisten sind sicherlich die Tonträgerveröffentlichungen (gewesen). Da es aber auch Komponisten gibt, welche ihre Musik nicht selbst aufführen (können), und daher auch keine Gagen kassieren können, ist es notwendig für die vielfältigen anderen Nutzungsmöglichkeiten von Musik, diese auch zu überwachen und vergüten zu lassen. Dies ist am Ende auch nur fair, da z.B. ein Diskotheker ja davon lebt, das Komponisten dauernd neue Musik produzieren, damit seine Gäste was neues zum Tanzen bekommen... und er mit seiner Gastronomie Geld erwirtschaften kann. Außerdem vergütet die GEMA auch öffentliche Aufführungen im Rundfunk und Fernsehen - Dinge, die der Künstler unmöglich überwachen könnte. Außerdem wird über die GEMA-Gebühren für Tonträger eine Kontrollmöglichkeit geschaffen, bei der der Künstler prüfen kann, ob seine Plattenfirma ihn besch..trogen hat oder nicht. DAFÜR ist die GEMA da... (und noch einiges mehr)

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 11. Mai 2010 um 17:02

    Das Thema GEMA ist ein ganz eigenes. Dieser "Verein" hat in den letzten 20 Jahren unfassbar viele Fehler gemacht. Zum einen politisch und sachlich, zum anderen in der Unternehmenskommunikation (corporate communication).

    Zu den politischen und sachlichen: Die GEMA hat komplett die Entwicklung des technischen Fortschritts verschlafen. Als das MPEG-1 Audio Layer 3 Format (Kurz "MP3") längst etabliert und verbreitet war - der Standard wurde 1992 festgelegt - merkte man "plötzlich", dass es sich hervorragend zum Austausch über die immer schneller werdenden Internetverbindungen eignet. Das war 2005, als dies erstmals öffentlich von der GEMA "beklagt" wurde. Yeah! Zu der Zeit konnte man schon Musik digital (legal) kaufen!! Schnarchnasen!

    Anstelle die Raubkopiererei zu verteufeln (ist wie hier schon einhellig geäußert wurde zwecklos), hätte man frühzeitig zusammen mit der Industrie Lösungen erarbeiten können, anstelle sich völlig patzig und ungelenk mit albernen Gesetzesvorschlägen oder Zuschlägen für Discotheker (seit der Zeit müssen Discotheker einen Zuschlag bezahlen, wenn DJs digitale Musik wiedergeben) aufzuführen... Man merkt sehr schnell, dass die GEMA in ihrer Führung im wesentlichen aus steinalten, verkalkten und abgehalfterten "Autoren und Komponisten" besteht, die keinerlei Gespühr für aktuelle Entwicklungen haben.

    Dies spiegelte sich schon seit jeher darin wider, dass klassische oder auch sogenannte "E-Musik" (="ernste Musik") - obwohl die Musik teilweise vor hunderten von Jahren geschrieben worden ist, die Komponisten längst tot sind, und diese Musik im Alltag der Menschen eine verschwindend kleine Rolle spielt, diese weitaus höher vergütet wurde, als aktuelle Kompositionen der U-Musik (="Unterhaltungsmusik" - aber wer entscheidet in dem Verein darüber was ernst und was Unterhaltung ist??) bzw. deren öffentliche Wiedergabe (sei es Konzert oder Rundfunk).

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 11. Mai 2010 um 16:43

    Aalso. Lasst es uns mal sortieren. Dass die MusikINDUSTRIE viele Jahre über die eigenen Verhältnisse gelebt hat, dass dort jede Menge Chaoten und Abzocker drin saßen (und teils noch sitzen), dass sie sehr viele Fehler gemacht hat (und nachwievor macht)... Das steht außer Frage. Auch dass es jede Menge unfähige Künstler gibt, oder ganze Regale voll Schrott vermarktet wird - das ist ebenfalls nicht von belang. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass es durchaus einen großen Markt für "Schrott" gibt. Die Masse will halt diesen Müll haben und daher es ist nicht verwerflich oder verwunderlich, dass sowas verscherbelt wird. Aber auch das geht am Thema vorbei.

    Die Kaufpreise der Tonträger sind nur sehr eingeschränkt ein Argument. Was der Tonträger kostet, darauf hat der Künstler nur sehr geringen Einfluss und bekommt auch nur einen Bruchteil davon. Der Rest davon bleibt im Handel "hängen". Daher ist logischerweise der Vertrieb in digitaler Form für den Künstler wie auch für den Konsumenten wesentlich transparenter und günstiger. Dies hatte die Industrie damals jedoch noch verpennt. Das Argument mit der DVD ist Käse, weil der überwiegende Teil "kleiner" Künstler niemals die Mittel hat für eine DVD Produktion. Daher betrifft der Wechsel von CD auf DVD auch nur die "großen". Ebenfalls nur die "großen" sind in der Lage, als Ausgleich zu den Verlusten im Tonträgergeschäft, Eintrittskartenpreise bei Konzerten für heutzutage teilweise 90 Euro und mehr zu verlangen. Noch vor wenigen Jahren waren teure Konzerte im Pop und Rock um die 25 Euro angesiedelt. Solche Preise sind für kleine Acts fern der Realität - wenn man da schon 10 Euro an der Tür bekommt, darf man sich glücklich schätzen.

    Der Vergleich mit dem Brot hinkt NICHT. Weil: Es geht um die Sache ansich! Nur weil man Musik leicht kopieren kann ist der Musiker der Verarschte und der Bäcker hat Schwein gehabt weil sein Tagewerk nicht kopierbar ist? Das mit dem "Privatgebrauch" (faule Ausrede) und der Vergleich mit der Hausfrau, die selbst Brot bäckt.. DIESER Vergleich hinkt! Weil selbst Brot backen machen nur sehr wenige. Musik stehlen... fast jeder. Der Knackpunkt kam, als 2005 per Presse bekannt wurde, dass mehr CD-Rohlinge verkauft wurden, als Fertig-CDs. Da muss es wohl bedeuten, dass täglich einige Millionen Brote in Deutschland zu Hause gebacken werden müssten, um dem Bäcker gefährlich zu werden...

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