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  2. AlphaC

Beiträge von AlphaC

  • Lautsprechermanagement mit wirklich gutem Limiter

    • AlphaC
    • 26. September 2006 um 13:37

    Was ist eigentlich so kompliziert daran, vom DJ-Pult einen sauberen, unverzerrten, verarbeitbaren Pegel zu bekommen? EINFACH DEN PIONEER-MIST RAUSFLACKEN und gegen einen professionellen Mixer eigner Wahl eintauschen. Punkt! Meine Favoriten hierbei (und in DER Reihenfolge): Denon, Ecler, Allen&Heath. Kannste direkt mit dem Mastersignal aufn Controller gehen. Passiert nix schlimmes mehr und klingt obendrein viel besser. Selbst wenn die Masterpegelanzeige am Pult schon dick "im roten" ist, haben die Pulte intern noch ausreichend Headroom.

    Achso: Der Controller sollte allerdings mindestens +20dBu Eingangspegel verarbeiten können. Das jedoch trifft u.a. auf Alto Maxidrive, Behringer Ultradrive, dbx Driverack PA und dbx Driverack260 zu, und stellt somit kein Problem mehr dar.

  • Erfahrungen mit Schallpegelbegrenzern?

    • AlphaC
    • 24. September 2006 um 21:30

    Für die Pegelberenzung von Beschallungsanlagen reicht zwar prinzipiell ein primitiver Compressor/Limiter - allerdings nimmt man dann klangliche Einbußen in Kauf. Besser sind hier sogenannte "Sound Level Limiter". Diese arbeiten nicht wie herkömmliche Compressoren/Limiter als "Dynamikreduzierer" (was ja der eigentliche Zweck von Compressoren ist) sondern messen in Echtzeit den tatsächlichen Schallpegel und regeln dann - einem "automatischen Lautstärkeregler" gleich - sanft herunter, falls voreingestellte Grenzen überschritten werden.

    Derartige Geräte gibt es von einer handvoll Hersteller. Mein persönlicher Favorit ist hierbei der Argos von Apex (http://www.apex-audio.be), den ich selbst in einer Reihe von Installationen hier in Dresden integrieren durfte. Hervorragend verarbeitet, klanglich absolut excellent und von der arbeitsweise sehr "intelligent" (erkennt und ignoriert kurzzeitige Spitzen wie Aufschreie des Publikums etc.). Außerdem amtlich versiegelbar und insgesammt IMHO die beste "Waffe" gegen zu laute DJs/Musiker/Whatever... da er einfach absolut unauffällig herunterregelt wenn der DJ aufdreht. Völlig von Geisterhand und ohne klangliche Nachteile (wie Verdichtung, Verzerrungen, Pumpen, etc...). Gut, billig ist er nicht - aber dennoch meiner Meinung nach jeden Cent wert. Jeder meiner Kunden ist bisher damit superzufrieden, da Probleme mit Nachbarn, verzerrten Anlagen und tinitusgeschädigten Gäste der Vergangenheit angehören. 8)

    Beste Grüße von 'nem "abgebrochenen" Medientechniker, der sich nach 4 Semestern umentschied, doch besser Elektroakustik zu studieren, und es bis heute nicht bereut hat.... ;)

    Alex

  • Limiter dbx260

    • AlphaC
    • 19. September 2006 um 19:10

    Na die Einstellung, welche am besten klingt... Und das hängt vom Einsatz(=Frequenz-)bereich und von persönlichen Vorlieben ab... ob man z.B. einen eher kompakten, direkten, derben Sound haben will (die grobe Kelle...) oder eher weniger maximalen Durchschnittspegel und dafür weniger hörbarer Beqrenzung....

    Das gilt im übrigen für alle dbx Kompressoren bzw. Kompressoren mit einstellbarem "Knie" (soft-knee / hard-knee).

  • Darauf hat die Welt gewartet!

    • AlphaC
    • 6. September 2006 um 18:06

    Herrjeh! Ist das Ding hässlich... !!!

    und überhaupt: Wer braucht so'n ding? Wenns laut sein muss hilft ohnehin nur ein massiver Monitor - und wenns nicht so laut aber dafür "unsichtbar" sein soll dann gibts ja In-Ear Stöpsel... Aber so eine hässliche "Bommel" ans Stativ dran hängen?!

    ...erinnert mich an eine passende Anekdote...:

    Hatte mal bei einer größeren Live-Produktion zu tun - Glashütte Classic Night in Dresden... vor ein paar Jahren. Große Konzertbühne für symphonisches Orchester plus Sänger (superhochkarätige Besetzung). Der MDR hat dabei eine Fernseh-Aufzeichnung mit diversen Kameras gemacht. Durchführende Company damals N&M. Monitoring für die Sänger eine ganze Menge CA106 glaub ich... oder irgendsowas kleines halt... vorn an der Bühnenkante. Da kam damals der Bildregiseur an und meinte: "Die schwarzen Kisten hier vorn... das geht nicht. Die müssen weg!" - "Wie 'weg'? Die brauchen die Künstler um sich selbst zu hören" - "Na... dann müssen Sie die eben weiß anstreichen. So machen die mir mein ganzes Bild kaputt" - "Klar, Sie kaufen uns die Kisten ab und ich stell' Ihnen 'nen Eimer Farbe hin. Macht dann bitte XYZ Euro....." :twisted:

  • Delayen von DJ-Monitoren

    • AlphaC
    • 3. September 2006 um 22:14

    An anderer Stelle in diesem Forum hatte ich mich schonmal als DJ geoutet... An die zwei Stacks E420HL/CO-3 welcher der MIKE mir in Dortmund hingestellt hat erinnere ich mich immer wieder gern... 8)

    Sicherlich habe ich durch meine berufliche Entwicklung einen gewissen Vorteil... Zum einen bin ich seit über 10 Jahren Musikproduzent (Studio) und DJ (u.a. Mayday) - und zum anderen Veranstaltungstechniker und studierter Elektroakustiker. Dadurch bin ich in der glücklichen Lage beide Seiten zu kennen und mich in die Probleme und Bedürfnisse beider Seiten hineinversetzen zu können, und die langjährigen Erfahrungen aus beiden Welten zu nutzen....

    Und wie bereits weiter oben im Thread richtig geschildert worden ist, sollte das Monitoring möglichst die "Realität" abbilden - und zwar in Quasi-Echtzeit! Die ganzen Kabelwege sind vernachlässigbar (Lichtgeschwindikeit) - was aber schon störend Einfluss nimmt ist die digitale Signalverarbeitung (die hier entstehende Verzögerung entsteht jedoch durch Prinzipbedingte "Zwischenspeicherung" der Signaldaten - nicht durch "lange Leitungen"). Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass Gesammtdelays (Processing+Luftübertragung) innerhalb von 6ms noch okay sind - ab 10ms hört man schon deutlich den "Doppelschlag" vom Kopfhörer und vom Monitor was einen sauberen Mix unmöglich macht. Normale Aktivsysteme mit analogem oder "quasi-analogem" IIR-Controlling sind i.d.R. akzeptabel, da die heutigen Controller mit gerade mal 1,5...3ms Gruppenlaufzeit auskommen. FIR-Controller mit komplett linearphasiger Entzerrung sind hingegen absolut untauglich. Jedes zusätzlich hinzugefügte Delay bringt für den Künstler nur nochmehr Schaden als Nutzen.

    Für alle Nicht-DJs, welche jedoch eventuell schonmal ein Instrument gespielt haben, vielleicht sogar Schlagzeug...: Stellt euch mal vor, Ihr sitzt am Schlagzeug, tretet die Bassdrum, und in Eurem Drumfill kommt das ganze mit 10...15...20ms verzögert raus. Wie wollt ihr da den Takt halten??? Für alle Nicht-Musiker: Schnappt euch mal ein X-beliebiges Effektgerät und stellt euch ein Delay ein mit 10ms Verzögerung, Mischung Original:Effekt 50:50. Den "Brei", den Ihr dann hört hat dann der Musiker bzw. DJ als "Arbeitsgrundlage".................

    Den Unfug einer falsch im Club installierten Anlage und der daraus (noch fälscheren) Installation des Monitors habe ich hier in Dresden in einer Disco mal selbst erleben müssen. In einem kleinen Floor war die Anlage genau vis a vis des DJ-Pultes am anderen Ende des Floors installiert. Der DJ spielte also im Prinzip "gegen die Anlage" als ob er am FOH stehen würde. Durch das digitale Processing der Anlage hatte die PA schon eine Verzögerung von 4,8ms. Durch die Entfernung zum DJ von etwa 6 Metern kam noch eine Verzögerung von etwa 17ms dazu... Der DJ-Monitor hing etwa 1m frontal überm DJ (macht 2ms Delay). Was dann beim DJ ankam war übelste Soundpampe, selbst wenn man den Monitor bis zum K**** aufgedreht hat war er unmöglich über die PA zu bringen. Und da ich meine Ohren noch lange Zeit brauche hab ich mir dort das Auflegen nur über Kopfhörer (mit gleichzeitigem Abhören beider Cues) beibringen müssen...

    ... übrigens eine Fähigkeit die sich später noch öfters bezahlt machen sollte. Leider ist es nämlich mancherorts immer noch üblich den DJs ("die machen ja eh nur alles kapputt) die letzten Brüllkisten, die man im Lager finden konnte, als Monitore hinzustellen... Und da ziehe ich es dann doch vor mit meinem Kopfhörer-On-Ear-Monitoring auszukommen..... Nachteil daran ist nur: Man kommt selbst zur eigenen Musik schlechter in Partylaune, was dann wiederum auch die Performance beeinträchtigen kann.

  • Vergleichsmessung von BMS und 18Sound Treibern

    • AlphaC
    • 1. September 2006 um 15:40

    Feine Arbeit! Sehr gut! ... und sehr interessant ;)

  • Der Begriff "Tiefenstaffelung" bei Verstärkern.

    • AlphaC
    • 28. August 2006 um 04:59

    Zu Rocklines Posting fallen mir auch eine Reihe von selbst erlebten Hörereignissen ein...

    doch zunächst aus der Tonstudio-Praxis...:

    Das Wort "Tiefenstaffelung" bedeutet tatsächlich die unterscheidbare Abbildung von Schallereignissen "weiter hinten" und "weiter vorn" im Mix. Unserem Gehör reicht für die Auflösung der Tiefenstaffelung auch bereits eine einzelne Box (also Mono), da es dafür den Klangcharakter des jeweiligen Signals sowie kurze Delays zwischen den Schallquellen nutzt. Ein Klangereigniss, das weiter "hinten" im Mix ist, ist logischerweise minimal "verspätet" im Gegensatz zu einem, das "vorn" ist. Der Frequenzgang wird mit zunehmender "Tiefe" immer "dumpfer" (weniger Höhen). Das "tiefe" Klangereignis enthält einen höheren Anteil Diffusschall (z.B. mittels künstlicher Reflexionen aus dem Hallgerät) als eines, das dem Hörer "näher" ist.

    Der Begriff "Stereoabbildung" ist logischer Weise nur mit mindestens zwei Quellen nachvollziehbar. Im Gegensatz zu landläufigen Meinung, das Stereo schon dadurch entstünde, dass ein Signal links lauter ist als rechts (was der gemeine Tontech ja mit dem "Pan"-Poti macht) ist "echtes Stereo" noch ein wenig komplexer. Schließlich ist zwischen unseren beiden Ohren noch ein kleiner, aber nicht ganz unwesentlicher Abstand - je nach Schädel so 10 - 20cm. Und da das rechte Ohr auch Signale hört, die von Links kommen - nur halt minimal verzögert und (durch die Abschattung durch den Schädel) im Frequenzgang "beeinträchtigt" - entsteht dann im Gehirn aus beiden empfangenen "Daten" das Stereobild, wo wir genau orten können woher das Ereignis kommt....

    So - nun back to topic: Warum man unterschiede in der Stereoabbildung bzw. Tiefenstaffelung auch bei (Lautsprechern und Microfonen theoretisch weit überlegenen) Elektronikgeräten wie Endstufen, Mischpulten, EQs, etc. hören kann? Und zwar deutlich?! Weil offensichtlich diese Teile auch Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun sollten, bzw. z.B. im Falle von EQs zwangsläufig tun:

    - Veränderung der Phase über die Frequenz - und damit "Verwaschung" der zeitlich relevanten Signalinformationen

    - schwache Kanaltrennung - gute Kanaltrennung ist übrigens IMMER von Vorteil!! Die Signale, die "links" drin sein sollen werden vom Mann am Mischer auch anteilig links reingemischt - da brauche ich keine Endstufe, die von rechts noch ein paar Anteile mehr "dazu mischt"...

    - kompromissbehaftetes oder gar schlechtes Schaltungsdesign - u.U. sogar mit unerwünschten Sättigungen bzw. nicht ausreichend unterdrückten Eigenschwingungen von Transistorschaltungen

    - schlecht aufllösende A/D- bzw. D/A-Wandler und allgemein Bauteile mit zu großen Toleranzen - die sich über die große Anzahl der Bauteile in solch einem komplexen Gerät logischerweise potenzieren...

    - Bauteile bzw. Schaltungen, die nicht in der Lage sind üblich hohe Pegel ohne Beeinträchtigung der Signalqualität zu verarbeiten...

    ...und vieles mehr... All das führt dazu, dass der Klang immer mehr "verwaschen" wird, an Brillianz und räumlicher Auflösung verliert bis soweit, dass es "matt", "stumpf", "mono" und "punchlos" klingt - und das kann man ganz nüchtern und ohne HiFi-Voodoo-Unfug physikalisch erklären!

    Dies ist übrigens auch der Grund, warum ich jeden parametrischen EQ einem Terzband-EQ vorziehe (viel weniger bzw. gemäßigtere Phasenverschiebungen bei breitbandigen Pegelkorrekturen oder bei schmalbandigen nur auf sehr kleine Frequenzbereiche beschränkt)........ und warum ich gerade bei tiefen Frequenzen allzusteile Crossover-Filter für völlig unsinnig halte (die "Zeitbuckel" die da entstehen sind im Impulsverhalten sehr deutlich und sehr nachteilig zu hören).

    Achso.. ja... wo ich das erst kürzlich wiedermal feststellen durfte: Eine alte ACR Endstufe (original Schweizer Handarbeit, müsste fast 20 Jahre auf dem Buckel haben) an einem nicht wesentlich jüngeren Craaft GS208 Topteil (das mit Sicherheit klanglich nicht mehr state-of-the-art ist) - probegehört gegen einen Omnitronic Amp - Zuspieler: Technics Hifi-CD. Ganz klar die alte ACR besser, feiner auflösend, spritzigere Toms, die Akustikgitarre konnte man buchstäblich "anfassen" - dagegen mit dem Omnitronik-Amp einfach nur flaches Klangbild - wie 'ne Wand. Hier wie gesagt nur MONO - nur eine Box getestet!

    Nächstes Beispiel: Tausch Pioneer DJM-500 gegen Denon DN-X1500. Beim Pio flaches, matschiges Klangbild selbst bei niedrigen Pegeln - nur bei extrem "breitem" Material ist stereo wahrnehmbar, die EQs greifen "pappig" und machen noch mehr Brei aus dem Signal. Der Denon hingegen glasklar, "crisp" und punchig sowie hervorragende räumliche Auflösung... Hier: Amps, Boxen, Processing unverändert - Zuspieler: Denon DN-D4500.

  • Betrieb von Bässen außerhalb des xmax

    • AlphaC
    • 22. August 2006 um 14:15

    @Inspiron: Korrekt! Crestfaktoren kleiner als 9dB sind bei MUSIK sehr selten und daher unwarscheinlich...

    ABER (und jetzt wirds spannend):

    Der Crestfaktor geht von Rosa Rauschen aus, welches eine gleichmäßige Energieverteilung über alle Frequenzen hat. Dies entspricht recht genau dem Charakter von MUSIKsignalen. Jede Frequenz tritt stochastisch nur alle X Sekunden auf und hat nur eine Dauer von Y Sekunden.... Kommt es allerdings zu einem Feedback, oder lässt der Gitarrist mal eine Saite seiner Bassgitarre "stehen", oder hat man es mit Synthesizerbässen zu tun... Dann hat man da plötzlich Sinussignale - mit Vollaussteuerung - mit 3dB Crestfaktor... Solche Sinussignale sollten sinnvollerweise nicht allzu lange auf die Speaker gebraten werden sondern mittels RMS-Limiter begrenzt werden! Die Temperatur in den Spulen schießt binnen Sekunden in abartige Höhen.

    JA, man kann PA-Speaker mit Amps anfahren, welche die doppelte Leistung der RMS-Belastbarkeit der Chassis abgeben - aber umso höher der Leistungsüberschuss der Endstufen ist, desto wichtiger ist eine präzise RMS-Begrenzung durch entsprechende Schutzmaßnahmen!

  • Verbaut jmd. von Euch Denon Mixer?

    • AlphaC
    • 18. August 2006 um 20:34

    Hab hier auch 2 DN-X1500 und einen DN-X500 verbaut. Kommen jetzt noch zwei X-1500er dazu... Wirklich seeeeehr gut die Teile! Bedingungsloses: "Kaufen"!

  • Betrieb von Bässen außerhalb des xmax

    • AlphaC
    • 18. August 2006 um 20:17

    Was WinISD angeht: Das Programm berücksichtigt bei der Simulation nicht die Powercompression und auch nicht die mit zunehmender Auslenkung zunehmende Spannkraft der heute üblichen Doppelzentrierung der Hochleistungschassis. Wenn da also bei einer Leistung X laut WinISD der lineare X-max erreicht wird, kann man i.d.R. davon ausgehen, dass man gut 3dB drauf legen kann (Leistung X*2) bis der lineare X-max knapp wird.

    Dass in Deinem Beispiel der Xmax schon bei geringer Leistung erreicht wird zeugt entweder von a) einem mittelmäßigen Treiber (unausgewogene Parameter) oder b) einer fehlabgestimmten Box!

  • Messung an Amps: Warum klingen manche so schlecht...

    • AlphaC
    • 15. August 2006 um 12:32

    SK & doc: Volle Zustimmung :!:

  • Messung an Amps: Warum klingen manche so schlecht...

    • AlphaC
    • 14. August 2006 um 15:17

    so als einwurf zwischendurch: ganz gleich ob man die verzerrungen hört oder ob sie vom speaker maskiert werden.... eine markenendstufe erreicht ihre nennleistung bei 0,1% THD und nicht bei 1,4% (das mehr-als-zehnfache....!). damit ist ein markenamp selbst bei volllast nicht "hörbar" - anders bei diesem china-dings - bei ungünstigen bedingungen kann man durchaus die endstufe verzerren hören - was bei einem nicht-röhrenamp eindeutig nicht sinn der sache ist....

  • ARLS Girffe ....und dann der Klang...

    • AlphaC
    • 11. August 2006 um 14:30

    dr.Hans: Ich könnte 'ne Kettensäge anbieten.....

  • Die "richtige" Trennfrequenz Bass -> Top

    • AlphaC
    • 10. August 2006 um 23:06

    PS: Eine andere Möglichkeit dem Problem beizukommen wäre eventuell mit einer asymetrischen Frequenzweiche... Tiefpass für die Subs so bei 60Hz mit BW12 und Hochpass für das Top bei 160Hz mit LR12 oder so.... dann müsste man sich aber auf jeden Fall den Phasengang sehr genau anschauen, möglicherweise einen Weg in der Phase verschieben oder gar drehen... und das bei jeder erdenklichen Arrayvariante neu (1Sub/1Top, 2Sub/1Top, etc...). Damit erhielte man im Idealfall zumindest einen flachen Übergang zum Top...

  • Die "richtige" Trennfrequenz Bass -> Top

    • AlphaC
    • 10. August 2006 um 22:10

    Hmm... alles sehr interessant... Ich bin eigentlich eher Freund einer tiefen Trennung zwischen Top und Sub - meist so um 90-100Hz. Folgerichtig brauch ich immer fullrangetaugliche Tops. Die meisten Bandsachen hier vor Ort hab ich bisher mit 2x12"/2" Tops gemacht (direktstrahlend). Ernsthafte Feedbackprobleme hatte ich damit noch kaum - außer in extremsituationen, wo die PA sehr dicht an der Bühne stand, und der Leadsänger einen in den Zuschauerraum hineinragenden Steg hatte. Dort hats mal über die PA gepfiffen - allerdings im bereich knapp unter 1kHz - wo also schon eine recht enge Richtwirkung selbst bei Direktstrahlern vorhanden ist.....

    Warum ich die tiefe Trennung mag? Der Sound ist einfach weniger "wummerig" und "dröhnig"...

    Ich hab mir damals viele Gedanken darüber gemacht, warum das so ist. Die Subs sind in dem Falle 15" BP-Hörner. Ein Nachteil dieser Subs mag sein, dass sie oberhalb von 100 Hz ein recht mieses Ausschwingverhalten haben könnten... Der zweite Gedanke - der mich in dem Fall eher überzeugte - hängt mit dem "Problem" zusammen, welches z.Z. schon in einem anderen Thread diskutiert wird: Unsere "Bassgewohnheiten am Anfang des 21.Jahrhunderts...!"

    Seit es Beschallungssysteme gibt, die zu enormen Basspegeln in der Lage sind (und auch seit dem Durchbruch der elektronischen Musikerzeugung Anfang der 90er Jahre...) wird einfach mehr Bass gefordert als noch vor einigen Jahren. Damit es für die Kunden (und auch für die Musiker!!!) vorn "fett" klingt wird heute ganz standartmäßig mit einer Bassüberhöhung von 6 bis 12 dB gearbeitet - ganz egal ob da nun 70er80er-Jahre-Musik, Punkrock, Metall oder House/Techno läuft. Kein Mensch stellt noch eine Anlage linear ein!!!

    In meinem o.g. Beispiel hab ich aus der Front pro Seite ein 2x12"/2" Top auf vier 1x15" BPH stehen. Im Controller gehen auf allen Wegen die Signale ohne Pegelveränderung durch - grob vereinfacht heißt das also: Steht am Mixer 0dB an, so liegt auch ein (gefiltertes) Signal mit knapp unter 0dB an den Endstufen an. Da die Subs natürlich zwei Ampkanäle haben ist schonmal die Leistung verdoppelt (+3dB). Durch die niedrigere Impedanz ist die nochmal die Leistung verdoppelt (+3dB). Durch das Groundstacking und damit den "Spiegeleffekt" des Bodens hab ich nochmal eine Verdoppelung des Luftschalldrucks (+6dB). Macht nach Adam Riese +12dB. Geht man davon aus, dass die Tops einen Wirkungsgrad von 101dB haben und die Subs (jeder für sich) von 98dB hab ich dann ein finales Verhältniss von 101dB zu 110dB. Messtechnisch konnte ich dies übrigens mit Smaart wunderbar nachvollziehen.

    So, und jetzt wirds kriminell: Die resultierenden Pegel bei RMS-Leistung 1m vorm Stack liegen bei 128dB im Mid-High und bei 137dB im Low-Bereich. Bei der aktuellen tiefen Trennung bei 100Hz mit LR24 ist das Ergebnis klanglich sehr angenehm - es "schiebt" sehr ordentlich ohne zu "dröhnen". Schon eine "energierichtige" Trennung mit BW24 klingt deutlich wummeriger und brutaler... Wenn ich jetzt noch die Trennfrequenz gen 200Hz hochschieben würde, dann hätte ich im "Dröhnbereich" zwischen 100 und 200Hz schlicht viel zu viel Energie! Das klingt absolut unmöglich! Die einzige Abhilfe wäre dann ein 12dB-Shelving EQ auf dem Subausgang, um die Subs mit den Tops wieder "auf Linie" zu bringen... mitsamt der dadurch herbei geholten Phasenverschiebung im Subweg...

    Fazit: Ist eine hohe Trennung wirklich praktisch? Hier würde ich gern auch mal die Meinung von Leuten hören, die viel mit kompakten Hornsystemen arbeiten - wie AD-Systems AD24, Audio Zenit Horntop, Seeburg TSE/K2, Limmer Horntop, etc...

  • numark, technics oder denon

    • AlphaC
    • 2. August 2006 um 14:00

    blade11: Warum die Pioneer trotz schwacher Soundqualität dennoch in jedem 2. Club stehen??? Weil die DJs gerne an den Effekten herumspielen und diese Teile in den letzten Jahren immer gefordert haben! Die Tontechs (also die "Fachleute") haben diese Geräte von Anfang an geschmäht! Der Unterschied zu guten Mixern ist auch auf jeder gescheiten PA-Anlage allzudeutlich zu hören.... Und das ist keine Kommerzhetze sondern leider traurige Realität! Die folgenden Pulte sind allesamt günstiger als das DJM-600 und dennoch deutlich besser...

    Zur Anfangsfrage: Ich empfehle auf jeden Fall den Denon X500. Hab ich hier in einer Installation stehen. Sehr solide Verarbeitung, erstklassiger Sound, gute EQs. Wenns mit Effekten sein soll dann den X1500 - damit hab ich bisher jeden Pioneerverwöhnten DJ überzeugt! Innerhalb von kurzer Zeit hat man die Bedienung raus, und die Effekte klingen sehr schön musikalisch und sind sehr intuitiv benutzbar. Alle Anzeigen sind sehr gut ablesbar, die Potis wunderbar griffig, alle Knöpfe da, wo man sie erwartet und die Input-Matrix ist sowieso der Clou schlechthin... Auch die Problematik mit dem Fader-Delay ist mit der aktuellen Softwareversion Geschichte.

    Alternativ und ebenfalls preislich interessant: Ecler Nuo-Serie. Gibts von 2 bis 5 Kanälen und mit Effekten. Sie sind ebenfalls sehr gut verarbeitet und klingen amtlich. Einzig von der Bedienung und vom Layout her - wenns einigermaßen "Pioneer-Kompatibel" sein soll - sind die Denons passender.

    Vorschläge in höhere Preisregionen - wie Allen&Heath, Rane, Rodec, Dateq etc. kann man sich sicherlich ansehen - sind meiner bescheidenen Meinung nach jedoch nicht unbedingt notwendig. Teilweise sind zwar zu den oben genannten Geräten noch Unterschiede (zum besseren) zu erkennen - jedoch preislich meiner Meinung nach nicht zu rechtfertigen.

  • PA fliegen - wie bekomm ich die Boxen sicher hoch?

    • AlphaC
    • 22. Juni 2006 um 18:11

    @all: Ist nicht meine Erfindung! Als ich das erstmals gesehen hab, dacht ich mir auch, dass das "Wahnsinn" ist. Geht aber überraschend gut....

  • K&F Line212-SP, Limiter bzw. Heisse Umgebung

    • AlphaC
    • 19. Juni 2006 um 22:36

    Hallo Thomas,

    hab mal mit einem Satz Line212SP + SW215SP eine Techno-House Veranstaltung beschallt. Über 8 Stunden "Volldampf". Ging absolut hervorragend! War zwar indoor, aber mit der "Heizleistung" des feiernden Publikums waren auch locker 30 Grad in der Hütte. Ich habs wärend der VA mehrfach überprüft (auch weil ich selbst bedenken hatte), aber die Kühlkörper hinten in den Boxen wurden gerade mal handwarm (auch bei den Subs). Die Limiter arbeiten absolut zuverlässig und buchstäblich unhörbar - wir hatten keinerlei Schäden (weder Chassis noch Ohren ;) ). Ein wirklich sehr gelungenes System. Kann eigentlich nix schief gehen und ist auch weitestgehend imun gegen Missbrauch bzw. Fehlgebrauch.

    Den UD würde ich allerdings nur als Signalverteiler (also für Delay, Pegelanpassung und Summen-EQ) verwenden und die Limiter am besten garnicht verwenden (oder halt den Threshold auf +20dB). Genauso sollte man besser die internen Frequenzweichen in den Line212 und SW215 nutzen, weil diese optimal aufeinander abgestimmt sind.

    Das selbe, was ich oben zur Line212 geschrieben hab, gilt übrigens auch für die anderen SP-Teile z.B. aus der CA Serie. Die DJs hatten zwei CA1515-SP als Monitore und haben sich damit teilweise echt heftig die Kante gegeben (so dass die Limiter sehr lebhaft bei der Arbeit waren!). Dennoch stehts 1A-Sound und keine Ausfälle und keine Wärmeprobleme (auf der Bühne wars eng und warm und die Ablüftung sehr ungünstig). Die Plattenkünstler waren voll des Lobes über die Teile.... :D

  • Zero88 Rack6 Dimmer

    • AlphaC
    • 15. Juni 2006 um 23:14

    Preise sind immer relativ... der Rack 6 ist ganz klar von Seiten Zero88 als "budgetorientiert" ausgelegt - gute Elektronik im billigen Blechkleid. In gewisser Weise das, was die R-Serie bei RAM-Audio ist.... Der Rack 6 macht sich ganz einwandfrei in Festinstallationen. Hier stellt die Light-Ausführung des Gehäuses kein Problem dar, und da man i.d.R. einen Technikraum hat, der geschlossen und getrennt belüftet ist, ist auch das Lüftergeräusch kein Thema. Rein von der elektrischen Seite ist das Ding wirklich Prima und hat nach meiner Erfahrung auch keinerlei Brummeinstreuungen in die PA. Ganz anders hier das Botex 620 (gibts identisch auch von Showtec, Eurolite, GLP, JB-Systems, etc...) - das deutlich einstreut, und dass wenn, dann nur weit weg vom Audioequipment untergebracht werden sollte....

    Selbstverständlich gibts von Zero88 auch voll touringtaugliche All-Inclusive-Dimmer... was dann z.B. der Spice 1210 wäre. Kostet natürlich ein bissl mehr - ist aber immernoch recht günstig, wenn man vergleichbare Markengeräte gegenüberstellt. Wie gesagt, Preise sind relativ. Für manche ist eine PA-Anlage für 5000 Euro schon "wahnsinnig teuer" - andere bezahlen soviel für nur ein Topteil... (aber sie wissen dann auch warum...)

  • imaproblem von LA-systemen

    • AlphaC
    • 15. Juni 2006 um 02:59

    LAs haben ihre Berechtigung. Aber der Anwendungsbereich ist IMHO zu eng, dass man von echter Flexibilität und Wirtschaftlichkeit für den deutschen Durchschnittsverleiher reden könnte. Sinnvoll erscheinen mir LAs nur im Bereich von 2000 - 10000 pax - darunter ists unwirtschaftlich (bzw. akustisch unsinnig, weil man zu kleine Arrays baut) - darüber braucht man ohnehin Delay. Generell muss die beschallte Fläche relativ breit sein - ein klassischer Konzertsaal oder ein Open-Air sind noch ganz ok, eine handelsübliche Industriehalle (50lang 20breit) macht sich mit LA schon ziemlich sch****, weil nach 15m der Direktschallanteil=Diffusschallanteil ist.

    Die oft angeführten Nachteile beim Point-Source Cluster (Phasing, Hole Punching) wirken sich nach meiner Erfahrung für den Otto-Normal-Eventbesucher weit weniger dramatisch aus, als zu kurze oder falsch gecurvte Bananen... Und selbst wenn mal ein PtSrc Cluster nicht so superhomogen abstahlt, so klingt es meist "fülliger", "wärmer" und "punchiger" als die meisten LAs - und ist somit einem natürlichen Schallereigniss viel näher als die "technische Präzision" des LA. Schon mal darüber nachgedacht, das bedingungslose Perfektion nicht unbedingt schön sein muss??? Makellose Schönheit ist kalt und langweilig - ein paar Narben und Kratzer sind viel natürlicher, interessanter und sympatischer.

    Außerdem: Die Einschätzung von vielen LA-Nutzern hinkt auch recht gewaltig, weil sie "moderne" LA's mit ihrem "alten" Point-Source-Fuhrpark vergleichen, anstelle mal "moderne" PtSrc gegenüber zu stellen. Ich geb ja zu, dass mein Erfahrungsschatz nicht gewaltig groß ist, aber in den 10 Jahren, die ich jetzt in der Branche hocke, hab ich im professionellen Bereich weit weniger "schlimm" klingende PtSrc Cluster gehört als "ärmliche" LAs...

    Mein Fazit: 95% der Verleiher brauchen kein LA. Und: Ja, auch meine Meinung ist verhärtet, aber das ist nicht aus Voreingenommenheit oder Verdruss - ich bin neuen Technologien gegenüber immer offen - sondern einfach über längere Zeit so gewachsen.

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