PAF212 - Messungen an der Prototypenfrequenzweiche
(...das Ende ist in Sicht...)
...am heutigen Abend war es mir, bei diesem (sit venia verbo) beschissenen Wetter möglich, weitere Messungen an dem 2x12"/1,4"-Topteil vorzunehmen, nachdem ich die Simulation (siehe Vorseite) ja nun schon ausführlich gequält hatte.
Dafür habe ich die Kiste auf ein Stativ mit Drehtelleraufstatz gehoben; auf allzu weites Aufziehen habe ich verzichtet, da mir ob der kräftigen, seitlich Böen ohnehin schon ganz Angst und Bange war.
Womit auch gleich zwei Problempunkte angesprochen wären;
1.) haben Windgeräusche die ein oder andere Messung etwas verfälscht, was mir erst bei der Auswertung aufgefallen ist, und
2.) ist durch den geringen Bodenabstand keine weit hinabreichende Auswertung des Zerfallsspektrums möglich.
Mit Sicherheit werde ich die Messungen in Bälde wiederholen und, mit den heute gewonnen Daten, weiter an der Weiche feilen.
Die heute verwendeten Gerätschaften entsprechen natürlich den vormals beschriebenen Messaufbauten.
Nun zu den Messungen...
Vorabbemerkung: Die Pegel scheinen nicht zu stimmen - irgendwo habe ich wieder die Kalibrierung überlistet, denn bei durchschnittlichen 95dB/3m/2v (gilt für alle hier in der Folge gezeigten Messungen!) brauche ich wohl nicht von einem "plausiblen" Ergebnis auszugehen ;-).
Legende:
1.) Amplitudenfrequenzgang (ohne Glättung) und Phasengang (mit Bezug auf das akustische Zentrum), gefenstert bei ~6ms
2.) wie 1.), nur mit verpolt angeschloßenem Hochtöner
3.) Amplitudenfrequenzgänge einzeln und in Summe
4.) Sprungantwort
5.) Gruppenlaufzeit
6.) Burst Decay (periodenbasiertes Zerfallsspektrum)
7.) Abstrahlung horizontal als Sonogramm
8.) Abstrahlung horizontal mit "nebeneinandergelegten" Amplitudenverläufen
9.) elektrische Impedanz/ Phase
10.) animierter Ablauf der Klirrmessungen (10 Schritte); Messabstand 3m
11.) erste und letzte Stufe der Klirrmessungen; Messabstand 3m
...wie man dem Impedanzverlauf entnehmen kann, kommt die Frequenzweiche ohne größere Zaubereien aus und setzt sich daher aus einem "simplen" 24dB-Tiefpass mit Entzerrung der Impedanz sowie 18dB-Hochpass mit Spannungsteiler zusammen.
Sollte das gewünscht sein, so könnte man den Pegel oberhalb von 14kHz mit einem zusätzlichen, parallelen Bauteil etwas anheben, denn soweit ich das überblicke, liegt der Pegel in diesem Bereich, in Relation zum unbeschalteten Amplitudenverlauf, um ~2dB niedriger!
Anderfalls darf sich, wer große Lust auf Resonanzen eines 3"-Titandeckels verspürt, diesen Bereich per Highshelvingfilter anheben (mein Fall wäre das nicht!).
...so, genug für heute! Einige Punkte bedürfen noch weiterführender Erläuterung, aber dafür können wir ja die (nun hoffentlich stattfindende) Diskussion nutzen.
Schönen Abend noch,
Fabian
edit: Messabstand der Klirrmessungen nachgetragen