Kirchenbeschallung ist teuer! Vor allem, wenn's denn auch noch ein bisschen klingen sollte. Basta. Wir stellen aber fest, dass es immer mehr Pastoren und Verantwortliche gibt, die das auch einsehen.
Ich will jetzt mal behaupten: Moderne Mucke in einer Kirche funktioniert nur richtig mit einem schönen Fronttruss, an welchem Boxen auf 4 - 5 Meter Höhe hängen. Die Lautsprecher sollten eine möglichst genaue Directivity haben. Ausserdem ist ein fundiertes akkustisches Wissen nötig, damit die in jeder Kirche an einem anderen Frequenzpunkt befindlichen stehenden Wellen einigermassen kompensiert werden können. Kleine Line-Arrays könnten auch gute Lösungen bieten und werden im Amerikanistan immer häufiger eingesetzt. (Gibt übrigens mittlerweile anscheinend in Installationen auch Mischlösungen mit LA's als Centercluster und normale Hornsysteme für links und rechts) - vor allem in sehr breiten Auditorien.
Schlagzeuger und Bassisten sollten wenn möglich einzeln in schalldichte Käfige eingeschlossen werden, wenn Sie's mit der Lautstärke nicht im Griff haben. Bassisten kann man ab und zu von In-Ear-Monitoring überzeugen (welches in Kirchen das einzig Richtige ist). Schlagzeuger sind in Kirchen aber eigentlich immer zur laut... E-Drum ist oft die einzige Lösung.
Am aller- allerschlimmsten sind aber oft Perkussionisten mit Congas. Die Dinger müllen dann das, was an Direktschall von Vox und Akk-Gitarren noch vorhanden ist, garantiert zu.
Die ganze Thematik ist dermassen komplex, dass in Ami-Foren wie LAB eigene Unterforen mit dieser Thematik existieren...