Du brauchst nicht wirklich dafür neue Lampen und Pulte.
Teilweise sind die aktuellen MovingLights schon auf RDM vorbereitet, alte lassen sich zumindest im Grundumfang mit einem Chip von z.B. Wybron nachrüsten. Hinsichtlich der Pulte sehe ich auch nicht wirklich die Probleme, da zum einen eine Verwaltung des RDM-Netzes über einen Laptop außerhalb des Pultes vorstellbar ist und die Pulte, die die RDM-Verwaltung selbst übernehmen wohl schon in der Größenordnung einer GrandMA, Maxxyz, Hog usw. sein zu müssen, um überhaupt die notwendige graphische Oberfläche zu bieten. Und in dem Moment reden wir eigentlich mehr über die Software, die geschrieben werden muss als komplett neue Hardware.
Letztendlich ist mit ACN auch ein entsprechendes Netzwerkprotokoll auf dem Weg in unsere Branche, allerdings wird dieser Umstieg weit komplexer und schwieriger - alleine weil es dann wohl kein einfaches Daisy-Chaining wie zu DMX-Zeiten geben wird (davon abgesehen, dass ich die roadtauglichen Netzwerkkabel, wie ich sie bisher für die Artnet-Verkabelung eingesetzt habe, ungern fürs Verkabeln im Rigg benutzen würde).
Beiträge von LightFaden
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Zitat von "Henne"
Ich denke, RDM wird sich daher nur anfangs bei Edelherstellern durchsetzen, wo es nicht auf ein paar Cent in der HW ankommt.
Die eigentlich auch die einzigen sind, die die Märkte bedienen, für die RDM von wirklichem Nutzen ist. -
Nein, die einzige Gemeinsamkeit ist die Bidirektionalität, aber das sagt alleine nichts für die Funktionalität aus. Bidirektionaler Datenverkehr ist auch im Lichtbereich nichts Neues: diverse Firmen (nicht nur Vari-Lite) haben eigenständische bidirektionale Protokolle entwickelt. So ist die Dimmerüberwachung über das Steuernetzwerk heute eine Standardapplikation in jedem größeren Theaterhaus.
Dass das Vari-Lite Protokoll im Gegensatz zu RDM überhaupt nichts magisches hat, zeigt alleine dieses Statement von Don Holder (König der Löwen):
"The moving lights were initially controlled via the Vari-Lite Artisan system. When we upgraded the moving light package, we also made the switch to the Vari-Lite Virtuoso console, which allowed us to control our moving light rig via DMX as opposed to VL protocol. This allowed us to liminate much of the out-of-date Vari-Lite data distribution network and reatly simplified installation and maintenance."Warum ist also RDM bis auf die Bidirektionalität nicht mit dem Vari-Lite-Protokoll vergleichbar:
RDM besitzt nicht nur die Möglichkeit zur Statusrückmeldung, sondern auch zu Lampenkonfiguration.
RDM kommt ohne spezifische Transmitterhardware aus: einfache Standard-DMX-Verkabelung. Lediglich die Splitter und Booster müssen die RDM-Norm erfüllen, damit sie die Daten mit modifiziertem Startcode durchlassen.
RDM ist nicht spezifisch, sondern "Allgemeingut" wie DMX, Artnet usw.
RDM ist DMX-kompatibel, so dass sowohl "intelligente" als auch "dumme, stumme" Geräte gemeinsam auf einer Linie betrieben werden können. Gleichzeitig können die "intelligenten" Geräte sowohl mit als auch ohne RDM betrieben werden.Dementsprechend würde ich mich soweit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass Welten zwischen dem Vari-Lite-Protokoll und dem heutigen RDM liegen. Und dass das jenes Protokoll alt, aber nicht wirklich gut war, beweist nicht nur das Statement, sondern auch die Tatsache, dass auch Vari-Lite sich sehr schnell DMX gebeugt hat.
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RDM geht weit über das Adresseinstellen hinaus. Zur Identifizierung bekommt jedes Gerät weltweit eine einmalige ID (zu dem Zweck bekommen die Hersteller eigene ID-Bereiche zugeteilt). Letztendlich sind in RDM fast alle Informationsrückmeldungen und Einstellungen möglich, die ich bisher am Display vornehmen muss.
Bei der kleinen Rock'n'Roll-Show mag der zwar der Aufwand der Einrichtung des RDM-Netzwerks den Nutzen übersteigen, aber bei jeder Dauerinstallation (und dazu zähle ich auch größere TV-Produktionen und Festivals, die sich über 7 und mehr Tage von Aufbau bis Showende ziehen.Was machst Du bisher, wenn ein MovingLight mit einer Fehlermeldung im Rigg blinkt? Sicher nicht mit dem Fernglas die Meldung am Display auslesen, sondern warten, bis Du einen Rigger hochschicken kannst. Vorher kannst Du aber keine Ersatzteile usw. organisieren. Was machst Du, wenn Du Dein Adressmanagement ändern musst, weil Du die Line-Zuordnung ändern willst oder musst? Warten bis Du einen Rigger hochschicken kannst.
Mit RDM kannst nach einmaliger Konfiguration jeder Zeit den Status und Fehler von MovingLights (oder anderem RDM-Kram) auslesen und fast sämtliche Einstellungen ändern - und das alles bequem vom RDM-Interface am FOH aus.Insgesamt halte ich schon die Durchsetzung von RDM als einen großen Schritt in unserem Bereich. Es sind zwar noch einige Fragen offen (wie sieht ein intuitives RDM-Interface aus?) und nicht jeder kann einen wirklichen Nutzen daraus siehen, aber es gibt sehr viele Bereich, wo RDM den Service und Unterhalt eines Systems entscheidend vereinfacht und beschleunigt. Und wer RDM nicht mag, kann es schlicht ignorieren, da es schlicht ins DMX integriert ist, also keine Entweder-Oder-Lösung ist.
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Für Rückmeldungen braucht es (leider) nicht mehr die Pins 4+5:
In der aktuellen Version von RDM werden die Pins 4+5 nicht für die Rückmeldung vorgesehen, da laut Komission zu viele Hersteller diese Pins für eigene Zwecke missbrauchen, sofern sie überhaupt vorhanden sind. Dafür erfolgt die Rückmeldung über die normalen Datenleitungen. Dabei werden die Daten durch einen alternierten Startcode markiert, so dass sie von nicht RDM-Geräten schlicht ignoriert werden. Dies lässt zwar einen wesentlich geringeren Durchsatz an Rückmeldedaten zu, aber scheinbar der beste Kompromiss.
Inwiefern RDMX aus der Anzeige mit RDM gleichzusetzen ist, weiß ich nicht, zumal ich keine Daten dazu auf der Seite gefunden habe. Letztendlich gehört die Adressierung zu einer der Standardfunktionen von RDM. Es mangelt nur noch (von Wybron abgesehen) an passenden Controllern und Interfaces, die eine intuitive Verwaltung eines RDM-Netzwerks zulassen (davon abgesehen, dass es auch noch nicht allzu viele wirklich RDM-taugliche Geräte gibt).
Dass sich über firmeneigene Sonderwege auch diese Funktionen abrufen lassen, hat ja Leopold mit dem Verweis auf die MP-2 von Martin, wo ein systemeigenes Signal dafür sorgt, dass auch nur die passenden Lampen in einer DMX-Leitung auf die Anweisungen reagieren, bereits geklärt.
Für RDM-Spezifisches müsste uns normal Denis Hessberger mehr erzählen können, da er meines Wissen ein wenig beim Wybron-System involviert war. -
Zitat von "Chriss"
Der P3 Wash dagegen hat ein Zoom.. hab ich des richtig gelesen ?
In der Dokumentation heißt es lediglich Zoom/Frost-Effekt 0-100%.
Nachdem es auch keine Angaben zu einem Zoombereich gibt, klingt das für mich eher nach einem variablen Frost als einer echten Zoom-Optik - denn für die könnte man auch einen wirklichen Zoombereich angeben. -
Zitat von "skyrace"
Frostfilter, der auch so genannt werden darf, [...]
Und ich dachte, jeder mattierte Filter (sei es regelmäßig, linear usw.) dürfte wie in jedem Farbfilter- und Farbglassortiment dürfte den Titel tragen... -
Die üblichste (und darauf basiert auch die Thoman-Lösung) Lösung sind Hängeregister mit passendem Case oder "Tasche". Einfach ein Index oben drauf und numerisch sortiert und man findet sofort jede Folie.
Für größere Filter (Horizontfluter, 2kW), die nicht mehr in das Hängeregister passen funktioniert auch ein normaler Ordner, da die notwenige Lochung der Filter normal außerhalb des aktiven Bereichs liegt. Auch hier einfach Trennblätter dazu und numerisch sortiert... -
Prinzipiell beziehen sich alle Angaben zu Abstrahlwinkeln immer auf voll geöffnete Iris, was auch der Standardwert für die Iris bei eigentlich allen Pulten sein sollte. Einen größeren Abstrahlwinkel kannst Du höchstens per Frostfilter oder Zoom erzielen, wobei erstere zulasten der Helligkeit geht. Über Zoom verfügen weder P2 noch P3, also bekommst Du nur einen weiteren Abstrahlwinkel (bei Verlust von Schärfe) unter Benutzung des Frost - oder des Prismas, was aber keinen gleichförmigen Beam zur Konsequenz hat.
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Zitat von "Sven H"
LHGL Wannen auf Opera Folie funktionieren auch gut. Es kommt immer drauf an welches Farbspektrum du wiedergeben möchtest. Für Pastellfarben solltest du eher auf Horizontfluter setzen.
Das kann ich so nicht unterschreiben: Die Standard Gruen- und Rot-Roehren sind ohne zusaetzliche Befilterung der Neonroehren als andere als gesaettigte Farbtoene - und selbst mit Rosco oder Lee nachbefiltert erreichen sie nie das satte Rot und Gelb eines Horizontfluters.
Daher habe ich aufgrund der positiven Erfahrungen fuer das naechste Projekt zusaetzlich zu den bereits gebuchten (befilterten) LHGLs noch Horizontfluter nachgeordert, da warmes Rot und Gelb einfach noch am Besten mit Halogenleuchtmitteln wirkt. Dafur punkten dann die LGHLs bei den Blau- und Gruentoenen. Das ganze sieht zwar nach einer Doppelloesung aus, aber so kann ich die Vorteile beider Systeme nutzen. -
Zitat von "SimonFB"
Alternativ auch mit Asynchronen Flutern, das erfordert deutlich weniger Projektionsdistanz, wird aber eine ziemliche Materialschlacht und braucht auch ein bisschen Strom.
Ich habe genau auf die Weise mit ADB 1kW Horizontflutern einen weissen Hintergrund (ca. 10m x 5m) fuer ein Tanz Theather beleuchtet. Mit je zwei dieser asymetrischen Flutern liess sich der Stoff kraeftig in Rot und Gelb tauchen, fuer ein sattes Blau waren 4 noetig. Selbst Mischfarben waren weitestgehend ohne Farbschatten moeglich - ein horizontaler Abstand von ca. 1m reicht fuer eine gleichmaessige Ausleuchtung.
Diese Loesung braucht zwar etwas mehr Strom als ELPs, dafuer sind viel schoenere und kraeftigere Orange- und Gelbtoene moeglich - und das Ganze kostet auch mit Dimmer nur einen Bruchteil von 10m ELPs.
LHGLs wuerden zwar auch gehen, aber mit ungefilterten, durchgefaerbten Roehren sind bis auf Blau nur Pastelfarben moeglich und aufgrund der symmetrischen Abstrahlung muesstest Du sowohl oben als auch unten LGHLs anbringen, um eine halbwegs gleichmaessige Ausleuchtung zu realisieren. Dafuer sind die Farbschatten weniger ausgepraegt als bei LED-Rampen. -
Danke für die Hilfe. Auftrag ist vergeben.
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In der Tat hat das ZDF auch eigenes Material inkl. Moving Lights, das sich aber v.a. auf das Kameralicht beschränkt. Das komplette Showlicht hingegen wird gemietet (in den Vorjahren war es meist Procon, aktuell ist es Winkler), da alles andere unwirtschaftlich wäre - und so jenseits der Realität leben unsere Fernsehanstalten auch nicht...
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Ein Stückchen näher noch als Montabaur wäre EBS-Lights in Limburg. Die haben zwar Mac 250 Entour und Wash nicht in ganz so großer Zahl wie AED, aber noch in weit ausreichender Zahl und immer in top Zustand.
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Wie im Titel genannt suche ich vom 6. bis 16. Juli noch eine Jem Glaciator (X-tream) im Rhein-Main-Gebiet. Je näher an der A3 bzw. Aschaffenburg, umso besser.
6.7. Abholung
7.7. - 9.7. Aufbau
10.7. - 14.7. Show
15.7. Abbau
16.7. Rücklieferung.
Angebote bitte per PN. Danke schonmal für die Unterstützung.Liebe Grüße
Mathias -
Nicht nur, dass er nicht gerade guenstig ist, ist er auch wegen der kompakten Antriebseinheit auch richtig laaaangsaaaam - etwas, was beim Einleuchten fuer TV oder auch ein motorisiertes Oberlicht im Theater nicht der grosse Faktor ist, aber wenn sich wirklich etwas 'bewegen' soll, dann doch nicht das Gelbe vom Ei ist.
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Auf dem Video handelt es sich ja auch um einen alten Mac250(+), der laenger auf dem Markt ist als die Mitglieder her. Daher ist es auch etwas muehsig ueber die Geschwindigkeit zu diskutieren. Ein Blick auf Mac 250 Krypton/Entour/Wash zeigt, dass auch bei Martin sich inzwischen die 250er schneller bewegen koennen.
Bei wem aber die MovingLights die ganze Zeit auf Maximalgeschwindigkeit laufen, hat ohnehin den Begriff 'MovingLight' falsch verstanden... -
Stichwort: Indirektes Licht. Letztendlich findest Du die passenden Scheinwerfer nur bedingt hier. Du solltest eher im Architekturlichtbereich schauen. Zu Deiner Anfrage würde zum Beispiel der Cyclo 02 von Martin Architectural passen.
Was Du suchst, sind eher intelligente (im Sinne von mehr als AN und AUS) Einbauscheinwerfer. -
Zitat von "Carlo Hohmann"
angeblich soll das eine der grössten, je in einem stadion gebauten bühnen weltweit gewesen sein.
Nur leider ist groß nicht gleich schön. Ich habe die Produktion im Olympiastadion in München gesehen.
Mein Fazit war, dass der Regiesseur, Bühnenbildner und Lichtdesigner nochmal von vorne anfangen sollten und das Orchester nochmal ein halbes Jahr proben sollte...
Aber zumindest die Techniker und Hads haben einen ordentlichen Job hingelegt. -
Zitat von "Steeven B"
mh´s gut eingesetzt sind ja aber dafür auch 100 mal geiler als gut eingesetztes 0815 material
Und ein durchdachtes dekoratives Setup aus klassischen Scheinwerfer ist 100 mal geiler als schlecht programmierte MovingLights. Du musstest doch selbst schon feststellen, dass das Publikum einfache Effekte besser findet als schlecht programmierte MovingLights... Und MovingLights sind inzwischen genauso 0815 wie konventionelle Scheinwerfer.Zitat von "Steeven B"nur weil ich ein leihe bin kann ich doch trotzdem schonmal gute ideen haben füe die lightshow und diese mit ein wenig arbeit auch umsetzen !
Die Zweifel liegen nicht an Deiner Person, sondern an dem Umstand, dass ich einen Teil meines Geldes mit Pultschulungen verdiene. Daher kann ich nur zu gut beurteilen, wie weit der Weg ist, ehe jemand die erste anständige Show auf einem Pult programmiert (die haben allerdings alle schon grundlegende Programmiererfahrung, also ist für Dich der Weg noch weiter).
chw hat schon auf das Problem mit der geringen Höhe hingewiesen: Das kriegst Du auch mit 60 MovingLights in den Griff. Steck lieber Deine Kreativität in ein Gesamtkonzept (chw hat da ja schon Anregungen gegeben), das wirkt am Ende einmaliger und imposanter als 5h MovingLight-Gezappel. Entwerfe eine schöne Deko, spiel mit viel indirektem Licht, verzichte eher auf das hässliche Truss-Carrée und setze eher aktzentuiert Dein Effektlicht ein - ein wirklich guter Designer wählt das Material nicht nach der Equipmentliste seiner Freunde und nach vermeintlichen Trends, sondern nach Brauchbarkeit für die Umsetzung seiner eigenen, einzigartigen Idee. Denk mal drüber nach...EDIT: chw hat mich überholt.