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  2. rockline

Beiträge von rockline

  • Zwei verschiedene Amps im Bassbereich.

    • rockline
    • 21. März 2013 um 00:04
    Zitat von "madmax"


    Die ganze Problematik wäre vielleicht auch was für Rockline's Messtisch... :D

    Der Rockline kennt die Phasenverschiebungen von Endstufen recht gut. Den Hauptanteil (wenn nicht sogar den Anteil) haben die fest verbauten Hochpassfilter, und weiterhin die benötigten Tiefpässe zwecks "Slewrateausbremsung". Letztere sind oftmals als lokale Gegenkopplungen in der Treiberstufe ausgeführt, um fiese TIM Verzerrungen zu verhindern. All diese Hilfsschaltungen verschieben die Phase. Ich bin zZ nicht in der Werkstatt, sonst könnte ich das auch noch mit einem Messdiagramm weiter ausführen.
    Die meisten Verstärker schieben so zwischen 5° bis 20°, und das fast immer weit unterhalb von 25..15Hz. Manche mehr, manche weniger.
    Messtechnisch wäre hier noch zu zeigen, wie weit die Phasenverschiebung die tatsächliche Pappenschwingung verschiebt? Also erforderlicher Messaufbau - Generator > Verstärker > Lautsprecher > Laserabtastung der Membran im Vergleich zur Eingangsschwingung (unter Betrachtung der Phasenverschiebung).
    Kann ich die Tage mal machen.

  • Zwei verschiedene Amps im Bassbereich.

    • rockline
    • 18. März 2013 um 22:49

    Das ist doch nur eine analoge Modulation. Geht latenzfrei..

  • Lautsprechertests im Lager - Erfahrungswerte/ Tools ?

    • rockline
    • 16. März 2013 um 11:59

    Da stept man so durch, und die Impedanz wird aktuell zur Frequenz angezeigt.

  • Lautsprechertests im Lager - Erfahrungswerte/ Tools ?

    • rockline
    • 12. März 2013 um 17:14

    Ah ja Wora, grad erst deinen Link gesehen.
    Ich hatte das schon mal ausprobiert. Funktioniert prima! Preis ist so um die 400.- gewesen. Ein einfach zu bedienendes Werkzeug. Ich habe aber selber keins hier, sonst hätte ich dem Markus das schon gezeigt.

  • Lautsprechertests im Lager - Erfahrungswerte/ Tools ?

    • rockline
    • 12. März 2013 um 09:04

    http://www.optogate.com/html/de_audiolabe.html

  • Reparatur einer CROWN K1

    • rockline
    • 5. März 2013 um 20:10

    Wobei, es ist ja oft so das der Kumpel von Kumpel das Ding "ersteigert" hat. Zur Zeit läuft da wieder so ein komisches Dingen auffem ebay, wo in mehreren Angeboten immer derselbe Typ (der mit den 47 Bewertungen) mitbietet und die Teile abschließt.

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 5. März 2013 um 19:59

    Ich komme derzeit nicht zum weitermessen. Ist aber nicht vom Tisch!

    Kurz ein paar Anmerkungen zu den Messgerätegedanken:
    Oszilloskop: so ein Picotech ist nicht ganz billig, und für gelegentliche Messungen ohne kommerzielle Absicht kaum wirtschaftlich zu gebrauchen. Ich würde grundsätzlich zu einem gebrauchten Hameg 205-3 raten. Der hat einen einfachen Speicher damit des bei tiefen Frequenzen nicht flimmert, und kann bis 25V/Div ohne Tastteiler messen. Der 205-3 geht bei ebay immer wieder mal für unter 120.- über die Bühne. Ich nutze den auch im Service, und finde die Hamegs grundsolide. Kein Firlefanz dran! Solche Scope sind aber nicht erdfrei - ein einfacher 50VA 1:1 Trenntrafo ist nicht teuer, und schon kann man GND floaten.
    Trotzdem: Kanal 1 und 2 sind massetechnisch ein und dasselbe. Da muss man bei Brückenendstufen, oder Strommessungen via Shunt genau wissen was man tut, bzw. verbindet. Sonst...rumms...
    Differenzvorsatz: klasse Sache so etwas. Ich habe mir vor Jahren einen Philips PM8940 gekauft. Der wird einfach vor den Oszi geschaltet, kann dann irgendwas bis 200V/Division, und ist natürlich erdfrei! Nutze ich bis heute zusammen mit dem Hameg wenn ich in Schaltnetzteilen primär messe. Einfach wie zwei Messspitzen! Gibt es auch bei Reichelt und Conrad, und kostet meist so um die 250.- (den Philips gibt's aber nicht mehr).
    Grundsätzlich ist ein Differenzoszilloskop die erste Wahl für professionelle Messtechnik. Auf jeden Fall ein heißer Tipp sind dabei die Lecroy und Agilent Geräte - leider für noncommercial fast nicht bezahlbar.
    Hameg Poweranalyzer 8115-2: ja, feines Gerät. Aber auch hier gilt: nutzt man privat eher selten, und so stehen die rund 550.- mehr als Blickfang im Regal. Die Messung mit Stromzange gibt zwar nur die Scheinleistung her - aber um auf dem Oszi den Impuls zu erkennen reicht eine 25.- Peaktech Zange vom Reichelt schon hin. Ich finde die 200A Version sogar überraschend gut hinsichtlich der Kurvenform. Die teure Ballantine aus USA sieht wegen ihrer eingebauten Diodenbegrenzerschaltung diesbezüglich schlecht aus!
    Laser: diese Baumer Messköpfe gibt es in verschiedenen Messlängen. Je kleiner die maximal mögliche Distanz, umso besser die Auflösung. Ausgangsseitig kommen da entweder 4 - 20mA oder 0 - 10V raus. Externe Spannungsversorgung ist 15 - 30VDC. Die Teile kann man programmieren, zb. volle Amplitude 0 - 10V bei nur 5mm Hub. Wie man's braucht oder haben will. Speed geht so bis 1kHz, da wird es dann aber auch schon treppenförmig. Die gleichen Laser werden auch von Welotec angeboten. Funktion ist generell supereinfach: eine reflektierende Fläche reicht aus - fertig. Diese Laser haben leider einen Knackpunkt beim Preis. Ist aber relativ...muss man abwägen.
    Widerstände: hier gehts ja von der Parallelschaltung vieler Einzelwiderstände bis hin zum dicken Heizberger quer durch die Bank. Eiegntlich ist es egal - Hauptsache die Impedanz stimmt, und das Konstrukt hält was aus. Nichts ist blöder als ein 4 Ohm Widerstand aus 80 Zementwiderständen, von denen nur noch 58 Durchgang haben. Merkt man nie, weil man ja davon ausgeht das der Dummy immer fit ist. Ich bin ein Freund von dicken Bremswiderständen aus Frequenzumrichtern. Gibt's ab und an auch schon mal beim Singer in Aachen.

    Kommende Tage messe ich weiter. Die Sonne kommt langsam raus, und die Bässe warten schon!

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 4. März 2013 um 09:02

    Ich nutze einen Picoscope 3425 4-Kanal Differenzoszilloskop als USB Gerät am PC. Der kann bis 400V Eingangsspannung verarbeiten.
    Die Laser sind von Baumer (OADM) aus der Schweiz. Ich habe drei Modelle zwischen 40mm und 300mm Messbereich hier. Ausgang ist jeweils 0 – 10V und 4 – 20mA.

    Bernd, ich hätte noch einen 4-Kanal Analogoszi mit Differenzeingängen übrig. Nicht mehr der beste und leider kein Speicher. Haben wollen?

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 3. März 2013 um 19:53

    Bernd - danke für den Hinweis zu dem Shunt. Ich habe mir den heute Mittag als Vierleiteranschluss umgebaut. Die Übergangswiderstände machen in der Signalruhe des Messausgangs je nach Steckverbindungsqualität einen Unterschied! Jetzt ist der Messabgriff direkt am Shunt abgegriffen - besser so.
    Meine Stromzange ist eine Peaktech 4200 mit 1mV/A. Weiterhin habe ich noch ein UNI-T Zangenamperemeter hier liegen, sowie eine Ballantine Currentprobe. Miteinander verglichen ergibt das verlässliche Werte, paar mA sind aber immer dabei :wink:

    Jobsti, prima Sache mit dem Bilderhosting. Ich werde mich die Tage damit noch befassen. Wobei ich mit Photobucket nicht unzufrieden bin. Macht ja auch was es soll, oder?

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 28. Februar 2013 um 16:23

    Hallo Bernd,

    bin grad auffem Sprung in die WE-Arbeit.
    Aber kurz zu dem Messdiagramm auf Seite 14 ganz unten: die Leistungskurve ist ja die schwarze (mathematische) Kurve, quasi U*I mit Berücksichtigung des Phasenwinkels.
    Ich stelle zum Nachdenken eine neue Kurve hier rein. Im Prinzip das gleiche, aber höhere Frequenz und mit meiner Phasenverschiebungssimulation gemessen:

    Mir ist dabei aufgefallen das jede zweite Leistung kleiner ist!
    Jetzt schaut aber alle mal genau hin: der grüne Strom ist in den negativen Halbwellen geringer, und genau da fehlt natürlich auch ein Teil der Leistung! Ich habe extra das Hilfslinienauswertungsfenster mit eingeblendet, da sieht man die Spitze-Spitze Werte noch einmal im Detail. Nicht von den 7,76V und -7,84V beirren lassen, dass ist schon gleich, habe nur die Lineale nicht exakt geschoben. Beim Strom (grün) sieht man aber ja auch so das der krumm läuft!
    Strom messe ich über einen 0,04 Ohm Shunt für total 60A. Dabei gibt der nur ein paar Millivolt ab, die ich über einen Differenzeingang am Oszi messe, und mit Hilfe des Achsenkanals in Ampere skaliere. Das funktioniert gut, habe ich mehrfach mit einem Wechselstrom RMS Meter verglichen.
    Die Last ist eine 18dB Passivweiche mit 8 Ohm Widerstand als "Hochtöner", und 2,8 Ohm als "Tieftöner". Das Konstrukt verschiebt die Phase wie ein typisch induktiver Verbraucher - sieht man ja auch.
    Die rote Spannungskurve kommt aus einer Endstufe, die Frequenz im Beispiel ist wahllos 285Hz.
    Mir ist nicht klar warum die negative Stromkurve kleiner ist?! Das ist bei einem Lautsprecher übrigens (vgl. Seite 14) auch so. Wer misst misst Mist, kenne ich....aber welchen Trick soll oder könnte ich mir das gebaut haben? Sonntag verifiziere ich mit einem ohmschen Widerstand.
    Angenommen das ist so - dann haben wir keine konstante Leistung! Jede zweite Halbwelle knickt das ein. Jetzt folgere man weiter....eine Halbwelle hat weniger Antriebskraft.....
    Mag sein das ich im Moment betriebsblind bin, ich kann es mir nicht genau erklären. Mir fehlte auch die Zeit zum ohmschen Quercheck.
    Aber ihr dürft philosophieren, bin die Tage wieder online!

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 27. Februar 2013 um 22:42

    Hehe....nee, glaub ich net :wink:
    Aber es gibt tatsächlich wenig bis kaum interne (unterm Deckel) Informationen über die Geräte. Das die Endstufen gut laufen steht außer Frage, wäre eben nur interessant zu sehen welche Vorteile gegenüber anderen Endstufen vorhanden sind?
    Freut mich das Maverick2580 mit dem Gerät hier aufschlägt. Sonst hätten wir als Alternative Sabbelbackes Stufe untersuchen können.

    Zum Thema DC-Displace.: jetzt habe ich mir auch mal die alten Berichte von Bernd durchgelesen. Ich sehe inzwischen auch die Belastungsgrenze eines Tieftöners in einer Box an dem Punkt, wo sich die Membrane über Gebühr verschiebt. Sobald das Wetter draußen angenehmer wird schraube ich das Gitter von einem BR118 runter und messe die Auslenkungen mit Musik. Das ist einfach und schnell gemacht. Dazu den Vergleich mit Signalspannung, und dann überdenke ich noch mal gründlich die Controllereinstellungen. Der P300 ist der Sache tatsächlich nicht gewachsen, der versuchsweise angeschaffte Satz Celestions mit dem Doppelspider macht bis jetzt (halbes Jahr in Gebrauch) einen guten Eindruck. Wenngleich mir aus glaubhafter Quelle vermittelt wurde das der "keinen Pegel" könne. Kann ich so nicht nachvollziehen, da ich bislang mangels Wetter, Zeit und Bock keine Messung gemacht habe. Ich stelle nur fest: der rockt! Billig ist der leider nicht wirklich.

    Heute habe ich nix getan in der Messbude. Morgen kläre ich ein mir bis jetzt nicht ganz verständliches Thema in Bezug auf die Wechselstromleistung. Ein paar Seiten vorher hatte ich dazu etwas gezeigt, ist euch iwie nicht aufgefallen .... 8)

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 27. Februar 2013 um 12:53

    Bernd, Belastungsgrenzen kenne ich jetzt nicht. Das würde ich dann ermitteln wollen. Der von Dir vorgeschlagene Test mit Musik ist fest in Planung. Hab bis jetzt schon sehr viele neue Eindrücke zum Thema.
    Den Celestion einwobbeln wäre eine Maßnahme, dann noch mal schauen. Auch prima Idee.

    Jobst, super Sache. Schaue ich später an. PN auch.

    Sabbelbacke, unbedingt - es sei denn Maverick kommt auf sein Angebot zurück. Vielleicht wurde er extern ausgebremst? Da war doch mal so eine ähnliche Interaktion im Zusammenhang mit Höllstern Endstufen.

    Bis später und Grüße in die Runde

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 26. Februar 2013 um 23:42
    Zitat von "billbo"

    Hmm ja, die kenn’ ich ein bisschen. Also, ich hab’ die sozusagen mitentwickelt/ -gebaut. :oops:
    Und vor allen Dingen 20 Jahre lang quer durch Europa transportiert; hin und wieder betreib’ ich die heute noch. Brauchst Du welche? :roll:

    Sorry, etwas sehr OT jetzt vielleicht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Ach komm, wenn schon OT - dann richtig OT! Here it is....

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 26. Februar 2013 um 20:42
    Zitat von "billbo"

    ich betreibe seit fast 3 Jahrzehnten in einer Festlocation 6 MTL4; in einem der Konstruktion angemessenem Leistungs – und Frequenzbereich.

    Ralf - Du müsstest doch auch noch die EV MT Stacks von Audax kennen, mit Chevin Endstufen und der speziellen Kombi aus Hochtonamp und Analogweiche! Soweit ich mich erinnere waren zu Lebzeiten der MT 4er Bassboxen immer wieder die 18er ein (teures) Thema. Oder bei MS in Willich und deren Crest Antrieb. Ich hatte selber nie MT4 gehabt, wußte aber das die oft recht hohen Instandhaltungskosten nix für wenig betuchte Verleiher waren.
    Wobei ich ganz klar auch weiß, dass bei Betrieb innerhalb der Belastungsgrenzen jeder ! Basslautsprecher ewig halten kann.
    Wir haben einen Installationskunden mit über 10 Jahre alten Eminence Sigma 18" Bässen unter den Sitzbänken, die via ordentlicher Begrenzung hinsichtlich der Parameter jedes WE von 22h bis 5h spielen. Keine Klagen bis jetzt.

    Edit: Gleichspannungsauslenkung Messung am Celestion gemacht! Gefällt mir, außerdem habe ich davon schon welche in BR218 als Ersatz eingebaut. Der verpackt was...
    Hier die 10V Membranauslenkung, tiptop symmetrisch!

    Habe den Strom in der Messung ausgeschaltet, und beide Bewegungen in einer Grafik dargestellt.

    DC-Displacement bei Frequenzen und Pegel ist übrigens wenig zu sehen im Moment (ohne Grafiken). Bin ja hier nicht auffe Kirmes, und die Nachbarn pennen schon...scheint aber ziemlich stabil zu sein.
    Feierabend für heut

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 26. Februar 2013 um 20:15

    Rege Diskussion hier, und ich freue mich zumindest schon mal am Interesse zu den vielen Diagrammen etc.
    Bin mir nicht ganz sicher ob es irgendwann langweilt - aber so ganz ist das Thema DC-Displacement noch nicht aus meinem Kopf.

    Bernd - ich kann manchmal nicht ganz folgen, und muss zu vielen Begriffen aus der Lautsprechetechnik erst mal nachlesen was damit gemeint ist. Im großen und ganzen weiß ich natürlich recht gut Bescheid wie so ein Lautsprecher funktioniert und kann auch etliches messen. Bei den Begrifflichkeiten zu den ganzen mechanischen Parametern bin ich aber nicht ganz so auf Zack. Vielleicht ist das auch nicht so nachteilig, denn ich gehe die mechanischen Strukturen momentan sehr grundlegend an. So vergleiche ich den Lautsprecher mit einem Kolben der auf zwei Zylindervolumen arbeitet. Das eine Volumen ist "unfassbar" groß (der Raum, draußen etc.), während die andere Kolbenseite entweder nicht belüftet, oder lediglich über eine Drossel (Bassreflexloch) belüftet ist. Mehr ist das nicht. Die Rückstellkräfte betrachte ich im Modell als Federn, und die benötigte Antriebskraft entsteht aus Federdifferenzkraft und Reibung. Klingt jetzt erst einmal befremdlich - aber was anderes ist es im Grunde nicht. Ich forsche hier mehr als ich nach außen kommunizieren kann, und stelle (für mich) verblüffende Tatsachen fest. Freut mich wenn Du damit was anfangen kannst, und die Messungen in den Überlegungen helfen können!

    sabbelbacke - der RCF auf dem Laborwagen liegt auf einer Gittermatte. Hinten aus dem Magnet kann Luft raus. Der liegt, dank seiner 10kg, auch satt am Platz und vibriert nicht. Krumm ist er (Sicke) ein wenig. Und die Spule schabt auch ein wenig - eigentlich ist das Ding Müll, aber der lag mir quasi zwecks Messung im Weg. Sobald ich wieder Zeit (und Außentemperatur) finde nehme ich so einen BR118 auseinander und messe im Betriebszustand mit Laser etc.

    Mechwerkandi - ich kenne die Diskussionen um DC-Displacement auch seit Jahren. Bisher konnte ich mich nicht beteiligen, weil ich schlichtweg nicht genau wußte welche Probleme die Jungs hinterm Gitter der Box vermuteten? Ich bin eher der Pragmatiker, gebe gerne Flamme bis die Kappelle auf der Bühne so spielt, wie ich meine das es schön tut! Inzwischen merke ich wohl, dass unsere beachtliche Flotte RCF P300 Bässe immer mit dem selben (Scheiß)-Sickenfehler den Geist aufgeben. Irgendwas stimmt da also nicht, und ich schaue einfach mal back to basic. Ich will wissen was da passiert, habe eine Menge Messzeug, und gucke mal ob ich zum Thema LS noch was lernen kann? Ich kann leider nicht beurteilen wo bei dem einen oder anderen Kollegen mehr oder weniger (Glaubens)Überzeugung zum Thema vorliegt - ich betrachte das alles eher sachlich und konstruktiv. Und lerne trotz meiner langen Berufspraxis immer noch gerne und ständig dazu!

    @all - zur Zeit läuft die ursprüngliche Thematik volll aus dem Ruder. Aber über 5000 Zugriffe zeugen von einer Menge Interesse an Threads wie diesem. Das Thema mit dem Strom und der Sicherung, sowie PFC hin und her haben wir durch. Die Höllstern kommt noch (hoffe ich :wink: ), so dass wir das Gerät hier auch noch abhandeln.
    Sofern solche Diagramme ernsthaft auf Interesse bzw. Unterhaltung stoßen biete ich gerne weitere Ergebnisse, auch zum aktuellen Thema DC-Dplace, an. Falls der kpl. Dialog eher "to much" ist würde ich das Thema in die eher ruhige Kategorie "Selbstbau" verschieben. Expertenrunde.

    So, ich gehe wieder messen. Habe gestern einen nagelneuen Celestion FTR18-4080HDX in der Ecke rumliegen sehen, und muss gleich mal schauen was der so klippelt!? Außerdem gilt es noch was zu klären:

    Rot ist die Spannung, Grün der Strom, und Schwarz die Leistung. Ich habe eine horizontale Hilfslinie bei den Leistungsmaximen gezogen. Man beachte die Leistung bei den negativen Spannungs- und Stromwerten....
    Warum das so ist steht außer Frage. Aber - im Beispiel 80Hz haben wir bei jedem zweiten Leistungsprodukt eine geringere Leistung :!:
    Was macht denn nun der Lautsprecher daraus :wink:

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 25. Februar 2013 um 21:45

    Hab mir einen angeschossenen RCF P300 18" in die Messbude geholt, und den Lautsprecher mit dem Laser untersucht.

    Das ist ein gebrauchtes Chassis auf Bassreflexbetrieb. Der ist nicht mehr ganz ok, macht Geräusche bei hohen Pegeln. Das als Info vorweg.

    Erster Test ist zu schauen inwieweit die Pappe bei 10VDC rauskommt:

    Rot ist die Spannung, grün der Strom, und blau der Laser = 12,15mm Bewegung aus der Mittelposition.


    Zweiter Test mit umgepoltem Lautsprecher, Membrane rein:

    Hmmm....... :roll: ........nur 7,96mm :?:
    Außerdem hat der untersuchte RCF scheinbar Probleme die Nulllage korrekt wieder herzustellen. Der Test scheint zu hinken, da der Lautsprecher nicht topfit ist. Aber ich breche noch nicht ab, weil ich noch was probieren möchte:

    Ich will wissen was der Lautsprecher freeair bei 80Hz macht? Bitte sehr...:

    Der geht nach hinten :shock: . Jetzt verstehe ich die Systematik nicht mehr. Die Membrane kommt bei 10VDC rund 4mm weiter nach vorne, als umgekehrt aus der Nulllage nach hinten. Ergo - nach vorne geht's leichter.
    Bei hoher Signalspannung und 80Hz verschiebt sich die Membrane aber nach hinten - zu der Seite, die offensichtlich "schwerer geht"! Womit das Thema "Korb stört" wohl auch zu den Akten gelegt werden kann.

  • Lautsprechertests im Lager - Erfahrungswerte/ Tools ?

    • rockline
    • 24. Februar 2013 um 22:43
    Zitat von "hermste"


    Es gibt ein extrem feines System von Neutrik um Chassis nach ihren Toleranzen zu messen. Irgendjemand hier wird wissen, wie es heißt, ich weiß es nicht.

    Ist von NTi, der FX100 kann das:
    http://www.nti-audio.com/de/anwendungen…utsprecher.aspx

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 24. Februar 2013 um 20:03

    Kurzer Nachtrag zu den Messdiagrammen: die Stromanzeigenwerte (grün) bei Lautsprecherstrom werden bei Y falsch angezeigt (zu wenig!).
    Bei den Netzströmen (Stromzange) ist alles ok.
    Das hatte ich heute Mittag - Kopf zu wegen Erkältung - nicht so ganz beachtet: Spitzenwert VS Effektivwert! Bei Gleichstrom hat man ja immer Spitzenwert, und bei Wechselstrom arbeitet das Scope mit Effektivwerten. Ich habe den Shunt, den ich in der Lautsprecherminusleistung verwende, jetzt mal in der Messbude am Scope kalibriert:

    Jetzt passt es: 55,45 Volt macht an einem 4 Ohm Dummy genau 13,86 Ampere. Das Scope zeigt 13,57Ampere (paar mA daneben) an und errechnet die Effektivleistung zu 752 Watt. Passt jetzt, leider etwas zu spät wegen der Messschriebe.
    Normalerweise messe ich nie den Strom zum Lautsprecher bei Endstufenmessungen. Daher wenig "Training" mit Shuntwiderständen.....ich gelobe Besserung :wink:
    Ich nutze eigentlich immer nur genau gemessene Lastwiderstände und berechne dann die Leistung in Excel.

    Einen noch mit meinem vor langer Zeit gebasteltem induktiven Lastsimulator: (eine passive Frequenzweiche 18dB/okt mit 2,8Ohm Dummy:

    Schön zu sehen: der Strom (rot) folgt der Spannung blau (Nulldurchgänge beachten). Schwarz ist die berechnete Gleichstromleistung.
    Also, Phase schieben geht auch unter Simbedingungen. Lautsprecher machen - bis auf etwas EMK - auch nichts anderes.

    In einem der nächsten Beiträge messe ich den 18P300 in der Box in Bezug auf DC-Displacement mit dem Laserscanner, und wir messen nur den P300 an einer soliden Endstufe. Das Thema "PFC" und die Sicherung scheint ja eh hinreichend geklärt zu sein. Da das eine RCF Chassis platt ist (krackt bei hohen Pegeln wegen offensichtlich mal wieder gerissener Sicke) ist das ein 1A Studienobjekt :lol:

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 24. Februar 2013 um 18:07

    Sonntag ist immer ganz gut für sowas. Konnte das mit den Boxen ja schlecht hier zuhause im Labor machen........ die Nachbarn - ihr wisst schon.
    Das macht trotz extra Phasendreher an einer der beiden Kisten schon eine Menge ungemütlichen Lärm. Bei der Gelegenheit habe ich denn auch bemerkt das der rechts stehende Tieftöner im Ars....ist :twisted:
    Family chillt ab. Flocki ist inzwischen schon fast hundert Jahre alt und verpennt den Tag, die Präsidentin schaut TV, und der Junior probt mit der Kappelle. Schnee? Nebensache...lass ich liegen. Eingeschränkter Winterdienst :D

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 24. Februar 2013 um 17:12
    Zitat von "Jens Droessler"

    @ DirkB: Darüber denke ich schon lange nach. Zumindest bei Class D sollte das wirklich kein Problem sein. Aber scheinbar gibts Gründe dagegen, sonst hätte das doch schon längst ein Hersteller gebaut. Naja, immerhin gibts da was mit Spartrafo, was "Eisenschwein-Dauerleistung" bei reduziertem Gewicht bringt, und ja, die Eingänge sind dabei galvanisch getrennt.


    Verstärker mit eingebautem Spartrafo gibt es: "Studio R" aus Brasilien. Am Lautsprecher Minuspol hat das Gerät permanent 115V~ gegen Schutzleiter anstehen. Signaleingang ist trafogekoppelt. Muss halt jeder für sich entscheiden ob 115V an der LS-Klemme vertretbar sind.


    Zurück zum Thema und meinen angekündigten Messungen an realen Lautsprechern. Ich war im Lager und habe ein wenig Messmaterial mitgenommen:

    Einen kleinen Dummyload mit 2 x 1,5kW und jeweils 5 Ohm, dann die Stromzange mit einem speziellen (Netz)Prüfkabel, weiterhin einen 60A Shunt in der Lautsprecherleitung, sowie einen 4-Kanal Differenzoszi. Testkarnickel waren zwei GAE BR118 mit eingebauten RCF P300/8Ohm, und die beiden Testendstufen Yorkville AP6020 und DAP TAS2400. Die Yorkville ist klassisch ClassH (als Brückenendstufe je Kanal) mit Ringkerntrafo, viele Elkos und kann 2kW an 2Ohm. Die DAP hat Schaltnetzteil, ebenfalls Class H aber normale Ausgangsstufe (keine Brücke).

    Als Testsignal hatte ich einen Sinus-Burst 80Hz dabei, 100mS/400mS bei 1:0 Impuls/Pausenverhältnis. Dazu dann noch einen Testdurchlauf mit Lala.
    Es wurden immer beide Kanäle des Verstärkers belastet! An einem habe ich gemessen.

    :!: Eine Anmerkung noch: der Shunt ist ein 60A DC-Messwiderstand! Die Messsonde im Oszi ist auf Gleichstrom kalibriert, und ich habe noch nicht untersucht ob die angezeigten Werte bei Wechselstrom 100% korrekt sind :!:

    Fangen wir an, Legende ist: blau = Eingangssignal, rot = Ausgangssignal zur Last, grün = Strom zur Last, und gelb = Strom aus dem Netz.
    Test 1 ist die Yorkville AP6020 an einem 5 Ohm ohmschen Ersatzwiderstand

    Ausgangsspannung beträgt 75V innerhalb der vertikal gemarkerten Zone, der Strom zum Lautsprecher erreicht keine 12A in der Spitze. Die Stromspitze aus dem Netz liegt bei etwa 24A mit zwei Spitzen bei 32A.


    Jetzt das ganze an einem P300 Lautsprecher:

    Ausgangsspannung ist jetzt 79V, und der Strom in der vertikal markierten Zone kommt in der Spitze gerade mal auf 7A. Die Netzspannung hat zwei Peaks bei 24A, auf den Gesamtstrom berechnet genehmigt sich die Endstufe dabei nur 9,3A aus dem Netz!
    Nicht beirren lassen: die Y-Skala für Kanal A (Eingangsspannung) steht hier auf 5V. In den anderen Diagrammen habe ich das auf 50V stehen


    Nun zu der Schaltnetzteilendstufe aus China:

    Vorweg - das Gerät steht nur auf 29dB Gain. Daher ist Y (blau) der Eingangspannung anders.
    So - am Dummy liegen 67V an, der Strom zum Dummy macht 10,3A in der Spitze aus. Der Netzstrom macht drei Peaks bei 33A.


    Jetzt die DAP am P300:

    Die Ausgangsspannung liegt jetzt bei 75V bei einem Strom zum 18er mit etwa 8,2A in der Spitze. Ich lasse die Software kurz den Effektivstrom ausrechnen: 5,5A in der vertikal markierten Burstzone. Aus der Steckdose genehmigt sich der Kasten 24A Peaks, und die Software rechnet dazu effektive 9,5A aus.


    Geht ja alles prima.
    Wenn wir die Unterschiede zwischen Dummy (ohmscher) Ersatzlast und dem RCF P300 genauer betrachten bemerken wir den Phasenversatz zwischen der Spannung und dem nacheilenden Strom. Aber noch was ist interessant, und vielleicht einigen von euch aufgefallen:
    Schauen wir mal das Ende so einer Messung im Zoom an: man beachte das Ende des Burst.


    Jetzt der Lautsprecher:

    Ah ja.....der 18er erzeugt noch EMK. Ein paar Milliampere nur, genau gesagt 838mA für 26mS. Auch schön zu sehen ist bei beiden Messungen wie die Endstufen das Ende der Burstphasen scheinbar verpassen. Hier muss ich aber eine Lanze für die beiden Testenstufen brechen: ich habe mir die Signale auf CD gebrannt um nicht sämtlichen Messkrempel ins Lager schleppen zu müssen. Das Eingangssignal zur Endstufe bringt den Fehler bereits mit! Nach entsprechender Verstärkung sieht's dann halt so aus. Ob es am Verhalten der CD liegt, oder an der Kombi CD-Player - Mixer (analog) kann ich jetzt nicht klären.
    Wir wollten ja auch nur die EMK sehen.....


    Abschließend mache ich Musik an. Irgendeine Lala die im Lager lag, houseorientiertes Zeug - egal.
    Wir nehmen die DAP und zuerst am P300:


    Jetzt am Dummyload:

    Da passiert jetzt - vom Phasenwinkel einmal abgesehen - nichts aufregendes. Der Strom durch den Lautsprecher folgt aber weniger Details und wirkt wie ein integrierendes Filter. Der Vergleich zwischen Ein- und Ausgangsspannung ist ein 100% Abbild wie eine B-A Berechnung zeigt.

    Noch alle da? Soweit erst einmal das Wort zum Sonntag.

    PS: DC-Displacement - morgen messe ich einen kleinen 2,5" im Labor, säge dem anschließend den Magnet ab und teste das mit einem Ersatzmagnetfeld. Die Theorie mit dem Überdruck zwischen Pappen und Korb hatte ich ja auch schon vor ein paar Seiten. Ich vergaß zu erwähnen das ich zwischenzeitlich ohne Erfolg einen zweiten Korb vor die Membrane gehalten hatte: bringt nix, Pappe kommt trotzdem nach vorne! Ich bin davon überzeugt das die mechanischen Rückstellkräfte eines Lautsprechers ab einer gewissen, zugeführten Eingangsspannung nicht mehr in der Lage sind die Membran in die Nominalposition zu bringen.

Anstehende Termine

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