Weiter geht's mit den Erkenntnissen.......
ich habe den Monacor Test-Lautsprecher heute hinsichtlich seiner Membrannachgiebigkeit überprüft. Versuchsanordnung war die Kraftmessdose mit Stange am Konus befestigt.
Versuchsablauf war so: erst habe ich die Membrane rausgezogen, und danach reingedrückt. Ziemlich eindeutig...das Feder/Reibung/Trägheitskonstrukt ist unsymmetrisch.
Zum Diagramm ganz kurz die Erläuterung: der Laser in blau zielt auf die Membran, dass Grundabstandsmaß (hier Nulllage bei 41,25mm) ist willkürlich gewählt. Bei Y nach unten ist der Abstand kleiner, nach oben halt weiter weg. Zuerst ziehe ich, und benötige dafür eine Kraft (Grün dargestellt) von etwa 6N (ca. 600 Gramm). Dann wird gedrückt, und ich muss 12N aufbringen um den gleichen Hub zu erreichen!
Dann noch die Reaktion des unbelasteten, freischwingenden Chassis:
Zuerst einschalten mit etwa 1,5V (rot):
Nicht schlecht, Membran kommt 2,63mm raus und benötigt dafür insgesamt 57 Millisekunden.
Jetzt andersrum:
Hui...schön zu sehen die EMK, und bis er wieder auf Nulllage ist vergehen 111 Millisekunden. So ganz korrekt hat die Rückstellfähigkeit des Lautsprechers nicht funktioniert, denn er ist diesmal 2,8mm weit zurückgegangen - also 1,7mm verhauen.
Klar - ich hätte es auch kurzgeschlossen versuchen können. Nur denke ich das Prinzip wird deutlich.
Sinn macht das ganze Thema jetzt bei anständigen PA Bässen. Und dann in einem Gehäuse.
Doch ich bin mir sicher: es gibt zwei Volumen, dass eine ist der Raum in den die Membrane zeigt (Zimmer, Saal, OpenAir...), dass andere Volumen ist die kleine Rückkammer (das Gehäuse). Der Kolben (Membrane) sieht nun zwei unterschiedliche Gegendrücke (die unabhängig von seiner meachnischen Rückstellung sind), und sucht sich das leichter zu verdrängende aus. Die Pappe kommt nach vorne sobald die elektrische Leistung und Frequenz hoch genug ist.
Ich werd's mit Box und 18" Chassis messen....