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  2. rockline

Beiträge von rockline

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 21. Februar 2013 um 16:58

    Weiter geht's mit den Erkenntnissen.......

    ich habe den Monacor Test-Lautsprecher heute hinsichtlich seiner Membrannachgiebigkeit überprüft. Versuchsanordnung war die Kraftmessdose mit Stange am Konus befestigt.

    Versuchsablauf war so: erst habe ich die Membrane rausgezogen, und danach reingedrückt. Ziemlich eindeutig...das Feder/Reibung/Trägheitskonstrukt ist unsymmetrisch.
    Zum Diagramm ganz kurz die Erläuterung: der Laser in blau zielt auf die Membran, dass Grundabstandsmaß (hier Nulllage bei 41,25mm) ist willkürlich gewählt. Bei Y nach unten ist der Abstand kleiner, nach oben halt weiter weg. Zuerst ziehe ich, und benötige dafür eine Kraft (Grün dargestellt) von etwa 6N (ca. 600 Gramm). Dann wird gedrückt, und ich muss 12N aufbringen um den gleichen Hub zu erreichen!

    Dann noch die Reaktion des unbelasteten, freischwingenden Chassis:
    Zuerst einschalten mit etwa 1,5V (rot):

    Nicht schlecht, Membran kommt 2,63mm raus und benötigt dafür insgesamt 57 Millisekunden.

    Jetzt andersrum:

    Hui...schön zu sehen die EMK, und bis er wieder auf Nulllage ist vergehen 111 Millisekunden. So ganz korrekt hat die Rückstellfähigkeit des Lautsprechers nicht funktioniert, denn er ist diesmal 2,8mm weit zurückgegangen - also 1,7mm verhauen.

    Klar - ich hätte es auch kurzgeschlossen versuchen können. Nur denke ich das Prinzip wird deutlich.
    Sinn macht das ganze Thema jetzt bei anständigen PA Bässen. Und dann in einem Gehäuse.
    Doch ich bin mir sicher: es gibt zwei Volumen, dass eine ist der Raum in den die Membrane zeigt (Zimmer, Saal, OpenAir...), dass andere Volumen ist die kleine Rückkammer (das Gehäuse). Der Kolben (Membrane) sieht nun zwei unterschiedliche Gegendrücke (die unabhängig von seiner meachnischen Rückstellung sind), und sucht sich das leichter zu verdrängende aus. Die Pappe kommt nach vorne sobald die elektrische Leistung und Frequenz hoch genug ist.
    Ich werd's mit Box und 18" Chassis messen....

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 20. Februar 2013 um 19:10
    Zitat von "sabbelbacke"


    rockline
    Um noch mal ein bischen auffs Thema verstärker zurückzuschwenken: Interresant wäre auch zu messen, in wieweit das Netzteil und der Limiter auf hohe Belastung reagieren. beeinflusst die unsymmetrische Rückinduktion eines Chassis durch verschieben der Nullage im Betrieb evtl. beide?

    Wir dürfen nicht die Stromfähigkeit zum Lautsprecher einer dicken Endstufe unterschätzen. Meiner - wirklich nicht ganz unerheblichen - Erfahrung nach zeigt die Ausgangsspannung einer Endstufe weniger Beeinflussung als das, was nach "Speakonbuchse Verstärker - Lautsprecherkabel - Speakonbuchse Box - Klemmanschlüsse Lautsprecher" an der Schwingspule ankommt! Hier wäre noch eine Vergleichsmessung "Ausgang Endstufe - Klemmanschlüsse am Lautsprecher" aufschlussreich. Danach wird der ein oder andere User hier im Forum ein anderes Verhältnis zum Dämpfungsfaktor bekommen, ein eher nüchternes.......
    Was ich noch genauer untersuchen muss ist der Zusammenhang zwischen Eingangssignal, Ausgangssignal (Spannung) und Strom zum Lautsprecher. Das sind drei Kanäle, und ich kann mit dem Oszi 4 Kanäle zeitgleich messen - dann nehme ich am besten noch für ein paar Messungen auf Ch4 den Laser dazu, und alternativ statt Laser die beiden Netzteilrails an den Endtransistoren. Dann haben wir alles. Lala drauf und Messung starten :D
    Anschließend machen wir Vergleiche zwischen ohmschem Widerstand und Bassbox.

    Zitat von "sabbelbacke"


    Ich hab hier noch einen optoNCDT2000 Laser (triangular vom MicroEpsilon), die Steuereinheit ist mir aber zu teuer und fürs selber bauen fehlt mir die Zeit. Was hast Du denn für einen im Einsatz?


    Ich habe Baumer OADM Laser hier. Verschiedene Typen für Messbereiche bis 700mm. Für diese Messung verwende ich einen 20 - 120mm (also 100mm Messlänge) mit 0,002 ... 0,12 mm Auflösung (je nach Einstellung der maximalen Messlänge). Das Ding benötigt 20mm Mindestabstand zum Fokussieren. Am Ausgang kommen direkt 0 - 10V raus.

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 20. Februar 2013 um 18:50

    Erst mal Glückwunsch zum Bernd wegen Geburtstag. Hab auch wieder was im Geschenkekorb - vielleicht nicht ganz so spannend, aber immerhin.

    Ich habe vorhin noch kurz gebastelt. Ihr erinnert euch; ich wollte messen wieviel Kraft der kleine Monacor hat, und ob diese Kraft annähernd symmetrisch ist. Dazu habe ich meinen Versuchträger etwas modifizieren müssen, da der als Sinn des Experiments ziehende und schiebende Lautsprecher seinen Halterahmen verbiegen wollte:

    Was habe ich gebaut? Den Monacor kennen wir schon, doch anstelle mit dem Scanner abgetastet zu werden muss er nun eine 100N Kraftmessdose bewegen. Wobei "bewegen" übertrieben ist, er kommt ja nicht von der Stelle weil die Kraftmessdose ja schon ziemlich stabil ist. Man sieht die Konstruktion mit der Zugstange, und rechts im Bild die penibel justierte Kraftmessdose.
    Als Signal wähle ich 5Hz aus, und drehe die Lautsprecherklemmenspannung hoch:

    Die rote Kurve ist das Signal aus der Endstufe, und blau ist hier die Kraftmessung in Newton. Kurze Info an der Stelle: 10 Newton sind 1kg! Das die Kraft so zittert hat seinen Grund in der zwar stabil anmutenden Konstruktion am vertikal stehenden Item-Träger (der den U-Träger der Kraftmessdose einseitig hält) - aber dennoch im Nanometerbereich "wackelt". Zum ablesen der Kraft reicht es aber allemale - und ich stelle bei einer Eingangsspannung von rund 11Veff eine Maximalkraft von +-40N fest! Und das schön symmetrisch. Somit bedeutet das erst einmal, dass der kleine Lautsprecher (im Stillstand, er kann ja nicht weg) sowohl nach vorne als auch nach hinten gleich viel Kraft hat.
    Ich hatte es auch nicht anders erwartet.

    Beim basteln habe ich aber festgestellt das die Membran bei externer Bewegung (von Hand auf die Pappe drücken) in beide Bewegungsrichtungen unterschiedlich reagiert. Konkret kommt die Membrane nach dem reindrücken schneller wieder nach vorne, als andersherum nach Zug wieder rein! Die Federrückstellung des Lautsprechers ist unterschiedlich. Das so ein mechanischer Schwinger keine Präzisionswaage ist leuchtet jedem von uns ein.
    Morgen vormittag messe ich die Kraft zum reindrücken und rausziehen der Membrane, dass kann ich auch mit dem Laser parallel aufzeichnen, so das man beide Kraftgrößen vergleichen kann.
    Aus dieser Tatsache folgt nun meine Überlegung:

    Wir haben in der Mitte den Lautsprecher, der seine Mittenzentrierung aus einer Kombination zweier Rückstellfedern und zweier Trägheitsmomente bezieht. Beide Federkräfte werden genau so unterschiedlich sein wie die Dämpfungseigenschaften der Trägheitsmomente. Bei niedrigen Frequenzen und hohen Amplituden können die Rückstellfedern zusammen mit dem elektrischen Ansteuersignal die Dämpfungswirkung noch überwinden. Bei höheren Frequenzen kann das Konstrukt nicht mehr symmetrisch schwingen und sucht sich die "leichtere" Seite aus > die Membrane kommt nach vorne. Der Effekt hängt offensichtlich nur von der Kombination aus mangelnder Rückstellfähigkeit in Folge zu hoher Schwingungsnachlieferung zusammen. Da wo die leichtere Nachgiebigkeit vorliegt wandert die Pappe hin.

    Dann noch zu den vielen anderen Fragen bezüglich Kurven ohmsche Laste vs induktive Verbraucher: mache ich! Zum testen liegt immer genügend Zeux hier rum, so dass wir das in den nächsten Tagen systematisch per Messgrafik analysieren können.

  • Verstärker für Männer :-)

    • rockline
    • 20. Februar 2013 um 00:26
    Zitat von "madmax"

    So; und diesen Apparat packen wir dem Kollegen Rockline mal auf seinen Labortisch.... :D
    Scheiß' auf den in Bälde angesetzten Höllstein-Test....


    Au weia - was ist das denn?
    Das blaue Elmsfeuer.......hmmm......erinnert mich so an früher mit den ollen Farb TV's in der Fernsehwerkstatt: blaue Flamme im Horizontalkäfig in der PL504...da hatte ich immer Schiss das gleich was knallte.
    Aber die Endstufe messen - schleppt mal ran Männer :)

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 19. Februar 2013 um 23:56

    Ich habe noch einen Zoom von der 30Hz Messung gemacht.

    Ich denke der Strom folgt hier nur der Impedanz des Chassis. Die Spannung aus der Endstufe ist ja makellos. So eine Stromschwankung - bedingt durch die Endstufe - würde ja auch mit der Signalform (rot) im Zusammenhang stehen. Da halte ich jetzt den Einfluss der Impedanz des schwingenden Lautsprechers mit Wirkung auf den Spannungsabfall am Shunt für wahrscheinlicher. Aber das untersuche ich noch genauer.

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 19. Februar 2013 um 23:19

    Ja, prima Ansatz. Ich sehe schon - das wird hier noch eine Messorgie und bringt Leben in die Bude.

    Folgendes schlage ich vor: den kleinen Monacor scanne ich noch mal genauer in Bezug auf den krummen Strom. Allerdings darf man ja nicht vergessen, dass die Endstufe keine Konstantstromquelle ist. Die liefert ja nur eine Spannung (natürlich auch Strom als Folge der Spannung mit Last) - aber die Last entscheidet ja über den Strom und die entsprechnde Momentanstromaufnahme. Wenn der kleine Lautsprecher schwingt hat er ja keinen linearen Impedanzgang, wodurch der Strom je nach Frequenz des Signals und Lage der Spule im Magnetfeld unterschiedlich ist (während der Schwingung je nach Position mal mehr mal weniger). Der Strom wird geringer weil die Impedanz des Lautsprechers bei Bewegung nicht stabil ist. Daher wunderte ich mich nicht so sehr über die nicht lineare Stromkurve bei der eher tiefen Frequenz mit recht hoher Amplitude der Membrane.

    Habe noch was hier auffem Rechner. Auch der kleine Monacor aus dem Test von gestern. Hier bei 10Hz:

    Der wackelt dabei schon ordentlich, und durch die langsame Bewegung wird der Impedanzgang noch komischer. Er ist ja auch nur noch 10 Schwingungen von DC entfernt, und man erkennt auch schön das die (blaue) Bewegungsantwort nicht astrein ist.

    Die ganzen Parameter des Lautsprechers unter normalen Bedingungen müsste ich demnach noch einmal separat messen.

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 19. Februar 2013 um 19:11

    Der kleine Monacor SPH-200TC hat laut Datenblatt 28Hz Resonanz. Das ist ein 2 x 8 Ohm mit +-3,75mm Xmax.
    Schwingspule hat 15,5mm Wickelhöhe, Luftspalthöhe ist 8mm.

    Der fiel mir als erstes in die Hände weil er so klein ist. Ich überlege für weitere Versuche zur Grundlagenforschung noch kleinere Chassis zu verwenden. Spricht da was gegen? Das "Problem" ist doch immer das gleiche, aber ich kann dann halt bei kleineren Pegeln messen und experimentieren, oder?

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 19. Februar 2013 um 17:37

    Ich bleibe auf jeden Fall am Ball. Auch die Höllstern Messung steht ja noch aus!
    Ob ich diese Woche noch etwas Anschauungsmaterial für's DC-Displacement beisteuern kann weiß ich noch nicht - fest steht aber: die Messreihe wird ausgebaut.

    Der kleine Lautsprecher von Monacor lag zufällig im Labor herum, und musste als Komparse herhalten. Eigentlich machen wir mit dem ganz andere Geschichten - deshalb hat der auch so einen weißen Kunststoffeinsatz mit Gewindebolzen eingeklebt. Damit bewegt er wiederum andere Teile, die dadurch einem Langzeittest unterzogen werden. Der kleine Monacor hat im Labor auch noch ein paar 300mm Kumpels, die wesentlich besser ziehen und schieben können :P

    Auf der to do Liste steht folgendes:
    Kraftmessung des kleinen Monacor aus der Nulllage / rein und raus mit Burster Kraftmessdose. Auch umgekehrt, ich schaue wieviel Newton die Membran gegenhält.
    Messung der EMK Spannung und des maximal verfügbaren Stroms bei definierter Fremdanregung
    Messung des Magnetfeldverlaufs mit Bezug zum Schwingspulenaufbau.

    Was bis jetzt schon aufgefallen ist:
    Bei Frequenzen, sagen wir mal 2Hz bis 10Hz, kann man einen recht beachtlichen Xmax freeair erreichen. Das ist nichts neues, und wird in den Versuchsständen täglich so in Anspruch genommen.
    Bei den 60Hz aus dem Messbeispiel mit dem DC-offset war viel weniger Xmax möglich - wäre ja auch anders nicht denkbar. Vom möglichen Xmax bei 60Hz ausgehend brachten auch wesentlich höhere Eingangsspannungen als in meinen Grafiken gezeigt keine höheren Membranamplituden mehr. Statt dessen die Verschiebung nach vorne.

    Vielleicht noch ganz interessant für zwischendurch ist das Leistungsprodukt u x i, in der Grafik schwarz als Mathschannel eingefügt. Frequenz dabei ist 30Hz.

    Schon witzig nach welchen Energiegesetzen die Pappe dem Strom folgt :D

    Grundsätzlich sind uns als erstes zum Thema DC-Offset zwei Lösungen/Ideen eingefallen, bzw. in den Sinn gekommen:
    a) hinterm Korb baut sich eine Art "Überdruck" auf.
    b) die Spule baut zuviel Elektro(magnet)feld auf.....die Gegen-EMK wird größer, und "stützt sich gegen den niederohmigen Verstärkerausgang ab". Die Membran ist ja scheinbar nicht mehr in der Lage das "zuviel an Input" in adäquate vor/zurück Schwingung zu wandeln. Kann auch Blödsinn sein - ich weiß es noch nicht.
    Sobald ich Luft habe baue ich dem Chassis zu a) einen Trichter vorne drauf, um den Störenfried in Form von Blechkorb etc. zu kompensieren. Wenn ich viel Bock habe baue ich eine luftdichte Kiste mit zwei Kammern, und scanne neben der Membranbewegung auch noch die Drücke vorne und hinten. Ist kein Thema, aber ich muss nur Zeit haben. Druckmesssensoren usw. haben wir alles da.

    Zu b) überlege ich den Lautsprecher mit einem zweiten Chassis anzutreiben. Nicht als Compoundkonstrukt mit Membran/Luftfeder, sondern schön klassisch mit Schubstange und dazwischengebauter Kraftmessdose. Einer von den dicken 300er brabbelt den kleinen Monacor dann bei sagen wir mal 60Hz, und ich messe was der Knirps an der Schwingspule so kann?! Es wird sich dabei zeigen welche Rolle der Dämpfungsfaktor einer Endstufe spielt, denn ich kann den Knirps ja ebenfalls leicht ansteuern - oder einfach durch die Endstufe als solches (unangesteuert) ausbremsen lassen.
    Aber - lustiges Thema, dem ich noch nie Beachtung geschenkt habe. Weil ich's einfach nicht genau wußte! Den Verstärker schließe ich augenblicklich vollständig aus, da zum einen die benötigte Amplitude und Leistung im Verhältnis zur möglichen Verstärkerleistung im Zwergenbereich liegen, und das Problem ja nur der Lautsprecher hat. Ein versuchsweise ausprobierter ganz kleiner 13cm Autotieftöner zeigt auch dieses Verhalten - mit noch kleineren Spanungen. Große Chassis haben das dann bei entsprechend hohen Spannungen.
    TBC

    Zitat von "wora"


    wie sagt man in der e-technik doch so schön: "wer viel misst, misst..." ;)


    Völlig richtig, und mir unterlaufen auch heutzutage immer noch selbstgemachte Kuriositäten beim messen. Aber das wird schon, letztlich laufe ich fast den ganzen Tag mit Messstrippen duch die Gegend :wink:

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 18. Februar 2013 um 21:07

    Zu gütig die Herren........ - aber Dank für die nette Einschätzung :)
    Es liegt in der Natur meines Jobs Versuche und Tests anschaulich zu protokollieren, und darüber hinaus auch für industrielle Berichte etc. aufzubereiten. Aber das 'n anderes Thema.

    Vielleicht sollte ich noch zwei, drei Dinge zum Versuchsaufbau erklären. Der Laser scannt im Beispiel "rückwärts". Man sieht ja das die Phase von der Endstufenspannung nicht mit der Bewegung zusammenpasst. Das muss man sich jetzt quasi umdenken. Ich hätte es auch umpolen können - aber nach dem Zwischenausflug zum Kaffeautomaten hatte ich nicht mehr dran' gedacht. Wobei - die Phasenlage ändert sich auch in Abhängigkeit zur Frequenz. Das verschiebt sich.....Für jetzt erst mal egal, macht ja auch nix.
    Ebenso vergaß ich die Stromsonde in A zu skalieren bzw. umzustellen. Jetzt steht da halt blöderweise Millivolt an der Y-Achse. Tut aber jetzt nichts zur Sache.
    Ich hatte das Experiment heute früh kurz nebenher aufgebaut und schnell geschaut um was es überhaupt geht?!
    Aufgrund des aktuellen Interesses - wobei wir ja schon komplett OT im Thread sind - ist der Bericht auch dementsprechend aus der Hüfte geschossen.
    Das machen wir die Tage noch mal besser, und vor allem müssen wir den Grund der Verschiebung noch checken. Mein Laborkollege "Albert Einstein" schaute auch ein wenig verdutzt auf das was da auf dem Tisch passierte :shock:
    Wir forschen weiter....ist ja nicht ganz langweilig.

    Einen hab ich noch für heut:

    Blau ist die deplazierte Lage der Pappe bei hohem Pegel, schwarz die ursprüngliche Lage bei mäßigem Pegel. In der Mitte sieht man die Abweichung als Funktion/Mathschannel. Spannung und Strom sind von der Amplitude bei der die Verschiebung auftritt (gehört also zu "blau").

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 18. Februar 2013 um 18:53

    So - jetzt kurz zu dem was ich heute früh schnell zusammengebaut hatte:

    Ein Monacor SPH-200TC im Testgestell, man erkennt den Laser am Stativausleger, und den Stromshunt links im Bild. Endstufe, Messkiste etc. sind nicht zu sehen.


    In Ruhelage sieht das so aus:

    Rot wird das Ampsignal, Grün wird der Strom, und Blau ist der Laser. Grün ist nach oben geschoben - sonst würde man den im Moment ja nicht sehen.


    Machen wir mal 'n bissel was:

    Spannung ist da (rot), Strom eiert etwas schräg daneben (wir wissen ja - Phase bei Induktivitäten....), Laser zeigt ein Signal als Folge der Bewegung (60Hz).


    Jetzt drehen wir das mal weiter auf:

    Aha, Pappe läuft aus dem Ruder, nach vorne. Man sieht deutlich das der Lautsprecher immer noch korrekt schwingt - aber seine Position geändert hat.


    Endstufe abgeklemmt, und mit Labornetzteil die Membran ausgelenkt:

    Soso, ich benötige rund 1 Volt um die Pappe auf die schiefe Position zu bringen. Das Maßdelta ist in dem Fall 2,92mm.


    Leider hatte ich noch nicht mehr Zeit. Der Sache gehe ich aber auf den Grund, habe noch ein paar Messungen im Speicher, muss das aber noch etwas anders angehen.
    Da baut sich ein Feld aus der Bewegung der Membrane auf (Dynamo) das die Spule sättigt. Bei tieferen Frequenzen ist das nicht so, dass habe ich auch gemessen - aber keine Grafik im Moment zur Hand.
    TBC...

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 18. Februar 2013 um 12:53

    Mittlerweile Meilenweit OT -aber:
    DC-Displacement.

    Nachdem ich nach Begriffslesen verstanden habe das damit überhaupt kein "DC" (Gleichspannung) im elektrischen Sinne gemeint ist, habe ich heute früh im Labor einen Aufbau gemacht. Ich zeige heute Abend - wenn ich im Zuhause bin - die Ergebnisse.
    Ich hatte einen Monacor SPC... irgendwas mit 200mm Durchmesser als Testling im Prüfgestell montiert, und das ganze dann mal mit Spannung, Strom, Laser usw. protokolliert.
    Vorweg - die Membran kommt irgendwann nach vorne, soweit klar....aber mit dem Signal aus der Endstufe hat das erst mal überhaupt nichts zu tun.
    Die Endstufe ist auch recht groß (>1KW) und bedient den kleinen Bass freeair mit ein paar Volt. Es wird nicht lange dauern das Problem zu klären. Mir fehlt noch etwas Zeit.
    Bis später

  • I don't need that, 2.0

    • rockline
    • 17. Februar 2013 um 18:06
    Zitat von "klauston"

    Ganz ehrlich, wer gut kauft bekommt die Procell in AA für deutlichst unter 50 Cent das Stück .
    Warum sollte man da beim Lidl kaufen?

    Es geht um 9V Batterien!

    Bei Lidl kosten 8 Stück AA Batterien als Alkaline 1,50.-

  • I don't need that, 2.0

    • rockline
    • 17. Februar 2013 um 15:31

    Die Lidl "Aerocell" sind echt die besten die es gibt.
    Kosten zwei Stück im Bundle auch nur 1,70.-

    Duracell zu kaufen ist quatsch.

  • Amprack Stromversorgung

    • rockline
    • 17. Februar 2013 um 12:07

    3er Stecker an Schuko reicht.

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 17. Februar 2013 um 11:55

    Danke für die Einschätzung zum Umfang der Protokollierung derartiger Messungen etc.
    Wobei ich jetzt - für meinen Teil - erwähnen sollte, dass ich hier für solche Sachen bestens vorbereitet bin. Mir stehen sämtliche Kabel, Adapter, Messsonden, Analyzer, URI-Messgeräte etc. uneingeschränkt und rund um die Uhr zur Verfügung. Ich mache eigentlich auch nix anderes als Messtechnik und Versuchsmusterbau in den Bereichen professionelle Industrie- und Audiotechnik. Dazu noch den Bereich Veranstaltungstechnik, der dann den Brückenschlag zur Praxis bringt.

    Das Thema mit dem Verhalten zwischen Netzteilspannung, Ausgangsspannung zum Lautsprecher nebst dem dazugehörigen Strom interessiert mich aber selber auch - von daher ist das schon ok hier einmal genauer und fundiert hinzuschauen. Viele Messungen hier sind auch nicht neu, sondern aus Experimenten der Vergangenheit. Ich habe tausende davon... :wink:
    Wir gehen das Thema mal sachlich an, wird schon...

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 17. Februar 2013 um 10:40

    Bernd, ich kann das machen. Aber anstelle der Stromzange nehme ich dann einen Stromshunt, denn die Zange ist mir zu langsam (oder besser gesagt zu basslastig :wink: )
    Differentialfunktion zwischen Ein- und Ausgang als Mathschannel geht auch. Ich weiß nur noch nicht genau wann ich dazu komme. Denke so in ein paar Tagen.
    Ich mache dann eine Messung mit Darstellung der plus/minus Rails an den Endtransistoren, dem Strom zum Chassis, und dem Spannungsverlauf am Lautsprecherausgang und XLR Engang.
    Aber - welche Endstufe soll ich denn nehmen?

    Zitat von "bernd häusler"


    Was würde Dein Poweranalyser in einer Lautsprecherleitung anzeigen? ;)
    Viele Grüße, Bernd


    Du meinst den Hameg 8115? Den kann man auch zwischen Endstufe und Box schleifen. Da zeigt er genau das Verhältnis zwischen Wirkleistung und Scheinleistung an. Wie erwähnt geht das auch (bis 1KHz) bei Lautsprechern. Der Hameg funktioniert bei allen Lasten zwischen DC und maximal 1KHz AC!.


    DirkB, ich habe auch einen Laservibrometer hier. Damit ließe sich dann auch noch die Membranbewegung im Vergleich zur Klemmenspannung vergleichen. Das Differenzsignal wäre dann der Korrekturfaktor. Es gibt ja bereits Kombinationen aus Beschleunigungssensor und Feedbackregelkreis. Ich glaube Powersoft hat so ewas als Applikation vorgestellt.

    Ich müsste einfach mehr Zeit haben....... :(

  • Kurztest Pascal-Audio X-pro Serie Modul

    • rockline
    • 16. Februar 2013 um 11:52

    Da ich das Modul schon mal im Test hier hatte - noch ein paar Messungen von damals. Ich probiere gleichzeitig auch einen neuen Fotouploader aus, denn diese Werbung von directupload ist ja unsäglich....


    Störspannung ist -67dBu(A)


    Rot ist Eingangssignal, blau die Ausgangsspannung für saubere Vollaussteuerung: Gain 36dB


    Das Temperaturverhalten unter Last: grün der Kanal A, rot Kanal B


    Rechteck 1KHz an 8 Ohm - sieht gut aus! Grün ist Originalsignal, blau Ausgang der Endstufe.


    Auch bei 10KHz sehr gut.

    Die Bilder erscheinen mir noch "was" groß - muss noch mal andere Optionen ausprobieren.

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 16. Februar 2013 um 00:44

    Ich auch. Der Eigner meldet sich bei mir wenn die Stufe verfügbar ist, und dann messen wir den Kasten.
    Parallel zu diesem Thread habe ich eine ähnliche Sache hier eingestellt:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=26&t=87052&p=733240#p733240
    Ist eigentlich das gleiche Thema (PFC und so...), aber vielleicht auch thematisch wegen des Verstärkermoduls für andere, die nicht die Geschichte von der Sicherung lesen, ganz nützlich. Für die Selbstbauer...

  • Kurztest Pascal-Audio X-pro Serie Modul

    • rockline
    • 16. Februar 2013 um 00:29

    Anbetracht der Tatsache das ein paar Messdiagramme manchmal für den ein oder anderen doch recht abwechslungreiche Lesekost ist - hier ein paar Messungen zu einem 2-Kanal PWM Verstärker mit Schaltnetzteil.
    Vielleicht lohnt sich in dem Zusammenhang der Link zu dem Ram W12... Thread, in dem die Sicherung vom Schuppen des Besitzers beim Test der dicken Endstufe austriggert.

    Zuerst einmal - das Modul hat mir ein User aus dem Forum geschickt. Er wollte wissen was damit so los ist? Entgegen der Tests in der tools mache ich hier aber nur so einen Rundumcheck der eher auf das Thema Stromaufnahme bei Belastung zielt. Nebenbei bemerkt glaube ich das Teil zu kennen, da wir bereits in einem Test so eine Modul (als "Gorilla" gelabelt) hatten.
    Das Verstärkermodul sieht so aus:

    Was kann es?
    Kanal A soll 2000 Watt an 4 Ohm machen, Kanal B 700 Watt (4 Ohm) bringen. Netzspannung steht mit "85 - 268V dual channel auto selection" angegeben.
    Weiterhin gibt es noch die Angaben zur maximalen Ausgangsspanung "unloaded": Kanal A 160Vpeak, Kanal B 80Vpeak.
    Hmm...."unloaded".... mehr oder weniger nur informativ. Alle anderen Spec's sind so wie üblich.

    Technisch besteht das Modul aus einem Schaltnetzteil mit PWM Ausgangsstufen. Ohne das Modul vom Kühlwinkel zu schrauben betrachte ich den Aufbau: passives Eingangsfilter, Gleichrichter, Elkos, 2 MosFets, Trafo. Ansteuerung der Mosfets über L6599, der ein typischer Halbrückenwandler ist. Zum 6599 gehört eigentlich noch sein Kumpel 6563 mit einem weiteren dicken MosFet zwecks PFC! Beide sehe ich nicht. Statt dessen entdecke ich einen kleinen Atmel uC, der wohl ein wenig das allgemeine Management des Netzteils für LED's, Relais und ähnliches organisiert. Für die kleinen Spannung plus/minus 15V und 5V hat man noch einen Top 257 beschäftigt, der mit einem weiteren kleinen Trafo werkelt.
    Also - keine aktive PFC. Ob's stimmt? Wir werden sehen.

    Ausgangstufe ist typisch PWM. Es gibt eine "große" Stufe mit 4 Transistoren, und die kleinere Ausgangsstufe mit nur 2 Transistoren. Alles sehr ordentlich gebaut und gelötet - sieht propper aus!
    Typisch "PWM" bedeutet schon mal: HF am Ausgang! Schauen wir mal:

    Joa...der Peak steht für links und rechts nicht ganz gleich, da beide Modulatoren offensichtlich (vielleicht bewußt) leicht versetzt stehen. Im Mittel steht die Modulation bei 445KHz. Ich denke man möchte Intermodulation vermeiden, und hat die Frequenzen absichtlich nicht gleich gemacht. Möglich auch: einfach nur Drift der analogen Oszillatoren. Egal - macht ja nix.
    Da die Modulation bis zum Ausgang durchbimmelt benötigen wir ja auch ein Tiefpassfilter. Aber nicht nur um die Modulation weg zu machen, sondern auch um überhaupt die PWM Signale demodulieren zu können. Übrig bleibt an den Lautsprecherklemmen das hier:

    Ist jetzt nicht die Riesenmacht, aber immerhin 1,1V mit 450KHz :wink:

    Jetzt schauen wir uns die Sache mit der Leistung an. Wir schenken dem Modul 100Hz Burst mit 40mS Dauer an 4 Ohm ein:

    Rot ist die Netzspannung, grün der Strom vom Netz, gelb der Poweranalyser Monitor (Momentanleistung Netz), und blau ist die Ausgangsamplitude von Kanal A (der größere). Tja, was gibt's zu sagen? Ganz einfach; passive PFC, Spitzenstrompeaks +-37A / aber RMS auf ~18A innerhalb des Signalburst begrenzt.
    Passt ja, Sicherung hält, und auf dem Modul blinken bereits kleine LED's und signalisieren Ende der Lieferbereitschaft. Das blaue Ausgangssignal sieht auch schon bissel angeschlagen aus, aber ein Blick auf die RMS Analyse zeigt 82,29V > 1692 Watt an 4 Ohm. Nicht ganz das was im Manual steht, denn: wir haben leider nur 226 Volt auf der Steckdose. Gut das wir gemessen haben, denn immerhin kann das Modul ja auch 268V verpacken. Und dann könnte ja noch was kommen...

    Schauen wir mal was bei 1KHz so anbach ist:

    Leider sieht man nicht die Textauswertung des Analysers, aber ich notiere:
    Kanal A: 91,86 Volt > 2109 Watt / 4 Ohm
    Kanal B: 54,4 Volt > 739 Watt / 4 Ohm
    Das sind die Effektivwerte der Bursts innerhalb der 40mS.
    Super - stimmt also. Der Strom ist dabei effektiv innerhalb der vertikalen Messzone 16,35A bei 228V. Die sekundäre Netzteilspannung beträgt übrigens 2 x 90V. Demnach ist der Kanal B als normale PWM Endstufe ausgeführt, während der stärkere Kollege A eine Brücke ist! Sonst hätten wir never ever bei 2 x 90V Versorgung 2,1KW auf der Uhr abgelesen.
    Jetzt werden natürlich einige Fragen: wieso soll der Kanal A über 2KW in Brücke können, wenn Kanal B (der einstufige) nur 739 Watt schafft? Einfache Sache: Kanal B clippt nicht, während A schon Überstunden macht:

    Einigen fällt jetzt bestimmt auch auf das die Signalform "besser" aussieht. Kleiner Trick - ich habe dabei gefiltert. Denn sonst würden wir im Zoom immer noch die Modulation der PWM sehen.

    Fazit:
    Abermals eine typische Schaltnetzteil/PWM Applikation ohne die bei aktiver PFC erhoffte sinusförmige Stromaufnahme. Die Werte des Hameg 8115 sagen dazu übrigens (bei Sinus bis zur Begrenzung beider Kanäle): Wirkleistungsaufnahme 1100Watt, Blindleistung 920Var, und die Scheinleistung 1400VA. Spannung dabei 228 Volt bei 6,1 Ampere. Powerfaktor des Moduls ist dann 0,78!
    Die Betriebsspannung 2 x 90 Volt des Netzteils bleibt auch bei absinkender Netzspannung stabil - hierzu habe ich aber heute keine detaillierteren Untersuchungen angestellt. Keine Zeit...
    Soweit mal von hier.

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • rockline
    • 15. Februar 2013 um 19:53

    Bernd - die Ersatzlast bastel ich mal zusammen. Schauen wir dann was damit passiert!?

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