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Beiträge von rockline

  • Monacor Mittelton-Hornvorsatz

    • rockline
    • 29. Juni 2008 um 12:27

    Bei den Mitten klappt das super, sofern man die Cutofffrequenz (oben) nicht zu hoch wählt. Zur Ergänzung bleibt zu sagen, dass die bei uns verwendeten (nicht optimalen HF Hörner) etwas phasen. Dennoch hängen beide direkt nebeneinander im Cradle - Winkel so wie bei einem 40° System.

    Bezuüglich des Abstrahlverhaltens und Klangbild von horngeladenen Mitten habe ich insgesamt 3 (horngeladene) Lautsprechertypen im Bestand:
    - da ist zum einen das das System aus älteren Tagen mit den besprochenen Monacorhörnern (bzw. DAC/AAC)
    - dann die GAE Direktortops mit dem sehr großen GFK Horn aus dem Hawkwind und zusätzlichen Phaseplugs
    - und noch weitere Tops des schweizer Herstellers Audio Performance vom Typ SLII!
    Die SLII sind baugleich mit Meyer MSL3, weisen aber abweichend zum MSL3 eine bessere Chassisbestückung auf.

    Vergleiche ich die Einsätze der 3 Modelle zueinander kann ich mit absoluter Überzeugung sagen, dass die SLII die wirklich allerbeste Wiedergabe überhaupt hat!
    Erst gestern hatte ich davon 2 pro Seite auf einem Schlosshof im Rahmen einer Folkrockveranstaltung hängen, und tonal hält da weder das Direktor noch die mit den Monacor GFK bestückte Box mit. Egal was man Controllertechnisch anstellt - nie ist das Ergebnis so gut wie bei der SLII!

    Ursächlich dafür scheint mir das beispielhafte Mitteltonhorndesign der SLII/MSL3 zu sein. Hier haben wir ein sehr tiefes Horn mit Phaseplug, dass von einem Ciare 12" geladen wird. In der SLII sind ebenfalls zwei dieser Einzelhörner übereinander montiert. Dieses Horn in Verbindung mit den Ciare Chassis klingt unfassbar sauber, hat eine sehr hohe Reichweite und zeigt kaum Phasing zur benachbarten Box im Nahbereich. Zwei nebeneinader geht ohne weiteres. Aber auch als Einzelstack funktioniert das noch zufriedenstellend, sofern man auf die Besucherfläche ausrichtet.

    Was ich nur sagen will ist, dass es noch eine Steigerung im GFK Hornbau gibt! Das Horn der SLII respektive Meyer MSL3 ist das Optimum!

    Das Monacorhorn kommt da schon sehr nah dran, ist allerdings auch kleiner. Ebenfalls eine vorbildliche Konstruktion ist das GFK aus dem GAE Direktor, welches durch seine immense Größe tiefe Cutoutfrequenzen ermöglicht.
    Meiner Erfahrung nach sind GFK Hörner umso lauter, desto tiefer/länger sie sind. Der Phaseplug erzwingt eine gewisse Erhöhung des Wirkungsgrades ab 500 - 600Hz, ab 1500Hz muss eh Schluss sein. Da das Monacorhorn im Vergleich zu Höhe x Breite recht tief ist, und einen sehr sauberen Exponentialverlauf hat, ist dessen Wirkungsgrad keineswegs zu unterschätzen! Wie sich das Horn durch Ergänzung eines einfachen Phaseplugs entwickelt sollte ich vielleicht mal ausprobieren. Die mit bekannten Phaseplugs aus dem Direktor und SLII/MSL3 sind einfache Plastikrohre (Abfluss!) mit runden Enden - mehr nicht. Speziell im Direktor ist das schon sehr nett gelöst

    Und weil heute Sonntag ist habe ich ein Foto der SLII/MSL3 hochgeladen, damit wir uns jenseits vom Monacorhorn ein sehr gelungenes Mittenhorn ansehen können.
    Die zwei Typen rechts neben den Kisten sind der Forumskollege Wora (im blauen Pulli) und ich.

    Zur Erinnerung: das sind NICHT die Monacorhörner!!

  • Monacor Mittelton-Hornvorsatz

    • rockline
    • 28. Juni 2008 um 09:46

    Die Kisten klingen auch gut - benötigen aber wegen des recht hohen Klirr vom L110 etwas mehr Filter! Mit den Lautsprechern haben wir auch Folkfestivals beschallt, eigentlich alles mögliche.
    Der Klang kann keineswegs an den Monacorhörnern festgemacht werden. Vielmehr ist das Konzept eher "Open Frame", und steht letztlich mit den Settings.
    Im Vergleich zu dem GAE Direktor kann man sagen das)
    a - das GAE weniger Klirr in den 12er hat
    b - der DE 900 aus dem GAE seine Leistungsentfaltung etwas mehr "nach oben" hat
    c - das die Selbstbaubox subjektiv lauter Alarm macht.

    Die Belastbarkeit der 12er RCF sowohl im Direktor (RCF L750, beide haben jeweils 16Ohm) und der L110 aus den besagten Tops haben schier unendliche Belastbarkeit - und damit einhergehenden Pegel! Die Verstärkerleistung und die Gainverhältnisse Mitten/HF sind ebenfalls genau zu beachten.

    Jedenfalls ist das Monacorhorn (um das es hier geht) mit eines der kompromisslosesten GFK Teile am Markt. Soweit ich weiß wird es aber nirgendwo mehr angeboten.
    Stefan

  • Monacor Mittelton-Hornvorsatz

    • rockline
    • 26. Juni 2008 um 22:01

    Tja, da muss ich im Moment passen. Ich glaub ein Beyma TD "irgendwas".
    Ist nicht optimal für den BMS, da der Hornhals nicht optimal ist. Da muss ich irgendwann noch mal ran, allerdings habe ich in den letzten Jahren keine Gedanken mehr damit verbracht über ein besseres HF Horn nachzudenken. Die Kisten nutzen wir nicht mehr so häufig - aber immer dann wenn es richtig krachen muss!

  • Wo ist denn eigentlich Manuela abgeblieben?

    • rockline
    • 26. Juni 2008 um 20:41

    Mir hat mal jemand erzählt das "Manuela" ein junger Mann namens Manuel....irgendwie (vergessen) sei. Das er unter dem Namen Manuela aufgetreten ist war schon verwirrend - und unnötig. Das es eine in seinem Namen existierende Firma geben soll, hatte ich von Anfang an bezweifelt, obwohl ich einmal mit einer pn mit der Frage als Techniker für ein geplantes Klassikevent kontaktiert wurde. Das sollte in Frankfurt stattfinden, somit passt die Marburger Ecke ja.....
    Schleierhaft war mir immer, wie jemand sooo viel Zeit mit dem Schreiben von Beiträgen verbringen kann. Keine Ahnung was der - durchaus mit freundlichem Schreibstil agierende - Manuel jetzt macht, vielleicht hat er einen neuen Nick!?

  • Monacor Mittelton-Hornvorsatz

    • rockline
    • 26. Juni 2008 um 20:28

    Ich versuche mal zu erklären wie das aufgebaut ist - ein Bild habe ich derzeit nicht zu Hand. Dazu müsste ich das Gitter abschrauben.

    Beide Mittenhörner sind direkt übereinander montiert. Darüber ist das HF Horn mit dem BMS4590 angeordnet. Die beiden Mittenhörner haben eine gemeinsame Kammer, die vollständig mit Noppenschaumstoff ausgekleidet ist. In der Kammer sind die beiden paralell geschalteten RCF L110 (je 8 Ohm). An den Hörnern sind die Montageflächen abgesägt, und die entsprechenden Stummel sind genau in die 16mm Schallwand eingeklebt. Die Hornöffnungen sind kreisrund, also kein Slot oder was ähnliches. Von den 12" sieht man allerdings nur einen Teil, da die Öffnungen höchstens 20cm Durchmesser aufweisen! Hinter den Hörnern sind die kompletten Hohlräume mit Glaswolle vollgepresst, wirklich gepresst! Beim klopfen auf die GFK Trichter macht es nur "tocktock".
    Die ganze Kiste wird über einen CaCom 8pol wie beim GAE Direktor angesteuert, also eine aktiv 2-Weg Kiste. Als unterste Trennfrequenz habe ich irgendwann mal 130Hz/24dB LR festgelegt, seit einigen Jahren fahre ich das unten mit 110Hz/56dB NTM Filtern an! Trennung zum BMS ist messtechnisch bereits ab 1kHz optimal - allerdings klingt es subjektiv besser wenn ich bei 1,5kHz trenne. Hier auch wieder 56dB/NTM Filter.
    Die Kisten haben wir irgendwann Mitte der 90er gebaut, und benutzen sie immer noch da wo es wirklich Kelle braucht! Die Lautsprecher sind tatsächlich die lautesten in unserem Bestand. Insgesamt haben wir noch 4 Stück davon, zu besten Zeiten gab es bei einem Kollegen weitere 4 Stück - dort allerdings mit anderen Mittenhörnern, die deutlich schlechter waren.

    Ich kenne nur eine Kiste, die noch lauter als unsere Monstertops war: Ohm HDH! Deren 10er in den Mittenraketen waren das absolute Oberbrett, dagegen hat selbst das Monacor Horn keine Chance.

    Mir fällt grad noch ein, dass das besagte Monacor Horn ca. 1990 auch von AAC (Musik Produktiv) als MH12 angeboten wurde. Der Hersteller des Monacor Horns hieß im übrigen später DAC oder so ähnlich, war ein deutscher Hersteller......

  • unbedingt EQ´s mitnehmen!!!

    • rockline
    • 21. Juni 2008 um 09:45

    Was erwartet ihr eigentlich von Entwicklungsländern?
    Und für was haben HC Bands denn solche Ansprüche?

    Um einen Haufen wildgewordener Besoffskis im Publikum mit Maximalkrach zu unterhalten? Wer Bock hat dafür zu arbeiten (oder sogar muss) ist es selber schuld. Der akustische Anspruch an die zu verrichtende Tätigkeit ist nebenbei bemerkt auch nicht sonderlich hoch.

    Die Beschaller aus den Ostländern interessiert nicht welches Material irgendwelche gebuchten HC-Bands fordern - die meisten haben es doch sowieso nicht. Und für die paar Ostmünzen die es dort als Entlohnung gibt, können sich die PA-Fritzen ohnehin nicht das leisten, was so alles gewünscht wird.
    Aber als gutgemeinter Rat ein paar billige Behringer EQs in ein Rack zu schrauben, ist der Thread ja ganz nützlich. Bleibt jetzt nur zu hoffen das die anzutreffenden Monitore überhaupt einen Hochtöner haben........

  • Cases abholen lassen...Spedition?

    • rockline
    • 19. Juni 2008 um 22:34

    Alles ist bereits eingestielt - die beiden Cases wiegen zusammen 60kg, und das kostet nun genau 60.-
    Das ist erst mal ok, und bedarf keiner weiteren Überlegung mehr. Im Moment weiß ich nicht mal genau mit wem der Jürgen Desch transportieren läßt, denke mal das UPS das bringt.

    Das ein Amptown Case eine andere Liga ist als ein 9mm Case von der Stange dürfen wir nicht übersehen. Bei Thomann hätte der Versand zweier 5HE Cases ohne Wheelboard 5.- aufgerufen - aber wer Amptown will, muss halt Amptown latzen!
    Stefan

  • Festivalpulte analog oder digital 2008

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 22:56

    Sehr gut tonzwerg - Du bringst das auf den Punkt!
    Stefan

  • Festivalpulte analog oder digital 2008

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 22:00

    BillBo, dass von Dir geschilderte Szenario kenne ich bestens. Diese Zeitgenossen, die sich bei der Anschaffung einer alten Analogkonsole der Oberklasse schwer überschätzen gibt es tatsächlich immer wieder.
    Wir sollten aber nicht vergessen, dass eine Bude (ich nenn das jetzt mal so) die ihren Technikbestand dermaßen unkontrolliert nach draußen vermietet, grundsätzlich nicht für wirklich wichtige Produktionen ernst genommen werden kann.
    Auch mein Beispiel mit der XL200 ist nur schemenhaft gemeint, genauso darf es auch ein altes Serie 5, oder DDA Q2 sein.
    Selber haben wir zb eine SC Europa, die vom ersten bis zum letzten Kanal Top ist - so wie das sein soll. Ganz ehrlich: was anderes kann man auch nicht vermieten.
    So wie wir von funktionierenden Digitalpulten reden, sollten wir auch von funktionierenden und gepflegten Analogpulten ausgehen. Leider ist die von Dir beschriebene Murksmentalität realistisch - nur sollten solche Typen besser den Beruf des Backwarenhändlers nachgehen. Denen verhilft auch ein neues Digitalpult kaum zum Erfolg!

  • Filterdesign nach Le Cleac´h

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 21:24

    Liest sich interessant, ist aber auf den ersten Blick nicht ganz verständlich. Soweit ich das verstanden habe geht das nur mit zweiweg-aktiv PA!?

    Die Frage bleibt, wie ist das horizontale Abstrahlverhalten einer ausgewachsenen PA nach solchen Maßnahmen?
    Sobald ich Zeit habe studiere ich das genauer....
    Stefan

  • Festivalpulte analog oder digital 2008

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 21:10
    Zitat von "Seven"

    Ich denke, dass beim Digitalpult ein ganzer Rattenschwanz an (finanziellem) Aufwand eben nicht dran hängt.

    - kostet weniger in der Anschaffung (Vgl.: 32 Kanal Analog FoH mit analogem Insert+EQ+FX mit LS-9/M7 o. ä.)
    - weniger Platz im Lager
    - weniger Platz im Truck/Sprinter (Ein M7-48 passt mit Case auch in einen E Klasse Benz Kombi rein; ein analog 48 Kanal FoH füllt dann schon fast wieder einen kleinen Sprinter) --> Es macht dann sehr wohl einen Unterschied ob ich ein Event mit meinem großen Sprinter gebacken bekomme oder ob ich wegen des FoH einen 7,5 t zu mieten muss.
    - weniger Manpower nötig zum Aufbau eines digitalen Frontplatzes
    - kürzere Zeit zum Verkabeln des FoH nötig

    Bis hierhin ist kein Ton gespielt und ich habe unter Umständen schon einige hundert Euronen eingespart (ohne Anschaffung!).

    Zu Sevens Statement folgendes:
    Alles richtig!

    Aber - viele Betriebe haben den 7,5T sowieso, dass Outboard Zeug steht herum (ist bezahlt und lässt sich nicht mehr gut verkaufen), Lagerplatz kann man kostentechnisch hochrechnen - praktisch berechnet das aber niemand (hat schon mal jemand überlegt wieviel Platz Alutruss benötigt?),
    und nach wie vor kann sich ein finanzierter und zusätzlich dabeigekaufter Digitalplatz nicht gegen das vorhandene und kostenlose Material rechnen.

    Zu 100% rechnen sich die billigen Digitalpulte wie mein Favorit 01V - mit dem Ding kann man überhaupt nicht verlieren. Wie ich schon mal sagte verdient man an diesen Budgetummern - die Materialschlachten bringen zwar große Zahlen - aber unterm Strich weniger (prozentual betrachtet) Gewinn. Für die amtliche Materialschlacht kann ich aber kein LS9 oder gar 01V anschleppen, damit werde ich zurecht ausgelacht.
    Stefan

  • Festivalpulte analog oder digital 2008

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 21:00
    Zitat von "klauston"


    Bei 100 Euronen Vermietpreis für ein M7 stellt sich dann doch die Investition in Frage :shock: :shock:

    Nach der ersten Euphorie ist das oft die Realität, schau doch mal wieviele ungenutzte M7 durch die Woche (und an Wochenenden) in den Betrieben im Lager stehen. Kommt dann der bekannte und gern gesehene Subrentalunternehmer ins Büro......man weiß doch wie das ist.
    Stellt sich ja auch noch die Frage, wer mietet überhaupt so ein Pult? Kaum jemand macht das ohne Not - also keine Alternative. Es rechnet sich einfach schlecht für eine anzumietendes Pult mit dem Sprinter loszujuckeln, dass Gerät laden, gut drauf aufpassen.....und in der Folgewoche wieder zurück bringen - allein die Zeit die dabei weg ist muß man bedenken. Aus dem Grund wird auch praktisch nicht allzu oft angefragt.
    Das einzige was sich lohnt ist Leasing mit Summe XY. Wer dann das Glück hat das Pult monatlich so oft draußen zu haben, dass nach Abzug der Leasingrate noch mindestens 30% im Sack sind - der kann das rechnen.
    Interessant ist aber, dass speziell hier im Forum kaum jemand schreibt, der wirklich diese positive Kosten/Gewinn Rechnung für sich behaupten kann. Die Unternehmer mit Kostencontrolling, die sich mit der Umsetzung großer Vermietungbestände rumschlagen nehmen hier nicht teil. Ich wage einmal zu behaupten, dass wir in diesem Thread zwar alle munter schreiben - aber sich die allerwenigsten mit der effektiven Finanzierung der angesprochenen Digitalplätze (der ernsthaften...nicht LS9 und sonstiger Spielkram) befassen müssen.
    Unter diesem Aspekt wäre der Thread kaum auf 6 Seiten angewachsen - da das Thema schnell an seine Machbarkeitsgrenze gelangt wäre!
    Stefan

  • Festivalpulte analog oder digital 2008

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 20:08

    Bei uns handhaben wir das so, dass wir wenn es irgendwie geht, ein kleines 01V96 mitnehmen. Für etwas besser dann das Mackie tt24.
    Investitionen in ein LS9 lohnen sich nicht, da wir mit so einem Gerät nichts verdienen können. Das Teil kann nichts, was die billigeren Dinger nicht auch können.
    Ganz mies sieht die Rechnung für ein M7CL aus, da ich bei angenommenen 20k Investition ca, 130 x rund 150.- dafür abrechnen müsste. Jobs dieser Größe, die zb. die Anzahl der 48 Kanäle einer M7 rechtfertigen, gibt es aber nur ungefähr 20 x im Jahr - macht also einen Nettoumsatz von 3000.-
    Reine Mietanfragen für so ein Pult gibt es wenig, und wenn ist meist 35 Kilometer weiter weg der nächste, der gleiches Pult für 130.- vermietet. Und für den guten Dauerkunden auch für 100.-

    PM5 - das würde mir gefallen, aber ich habe keine Lust Disponenten hinterherzurennen, um eine gekaufte PM5 ständig in der Vermietung zu haben. So ein Pult darf nicht eine Woche ungenutzt im Lager stehen, denn dann bringt man bereits Geld mit.

    Die analogen Plätze kosten - wie oTon schon richtig bemerkte - fast nichts mehr. Und darin liegt die eindeutige Stärke um Geld zu verdienen. Ich bin mir 100% sicher, dass das Umsatz/Gewinnverhältniss bei einem Rentalbetrieb wie unserem bedeutend besser aussieht, als bei manchem Unternehmen mit den dicken Digitalpulten.
    Über Leasing, Finanzierung usw. ist es kein Thema direkt nächste Woche ein PM5 für die laufende Saison zu ordern - doch ich stelle ernsthaft die Frage, ob das derzeit mein unternehmerisches Ziel ist?
    Letztlich möchte ich doch was an dem Laden verdienen, und da bin ich mit sehr gut ausgestatteten analogen Arbeitsplätzen unter den ersten 10!

    Für die Zukunft sieht das anders aus, die Zeit wird kommen in der wir sagen "weißte noch früher.....der 100kg Casedeckel?" In Zukunft kosten aber auch die derzeit viel zu hoch gehandelten M7 und PM5 nichts mehr (gebraucht), da es dann wieder was neues und besseres gibt.
    Fraglich bleibt auch, ob die heutigen Pulte überhaupt die Wertbeständigkeit aufweisen, die analoge Konsolen der Oberklasse haben? Noch häufen sich keine Prozessordefekte oder abgebrannte Mainboards - aber die Zeit kommt noch. Und damit einhergehend großes Jammern, da sich nach 10 Jahren so manche Instandsetzung (einer jetzt kaum bezahlbaren Konsole) nicht mehr lohnt.

    Sinken die Preise auf ein normales (dem tatsächlichen Gegenwert entsprechendes) Niveau, dürfte jegliche Diskussion für und wieder analog oder digital ein Ende haben.
    Digital gehört in jedem Fall die Zukunft, die technischen Vorteile liegen ganz deutlich auf der Hand. Derzeit verdient man aber mit den alten FoH Plätzen bei Festivals Geld - und Umsatz/Gewinn sollte oberstes Ziel eines Unternehmen sein. Sei es noch so klein oder groß!
    Stefan

  • Festivalpulte analog oder digital 2008

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 17:12

    Alle Argumente pro Digital sind richtig und zu 100% zutreffend. Es gibt kaum einen einzigen Grund digitale Pulte abzulehnen. Diesen Trend hatte ich bereits vor einigen Jahren beim Erwerb des ersten 01V96 bemerkt.

    Aber: ihr dürft nach wie vor eines nicht vergessen. Es gibt ungezählte, bezahlte, voll funktionstüchtige Analogarbeitsplätze, die den Inhabern der kleinen bis mittleren Vermieter nichts kosten. Wer beispielsweise eine XL200 mit passendem Outboard seit Jahren hat, wird aus wirtschaftlicher Betrachtung weitere Jahre diese Teile auf großen Veranstaltungen aufbauen. Das hat zwei Gründe: das Material steht rum und kann ohne Einschränkung benutzt werden, die Verwendung des eigenen und vorhandenen Materials kostet keine Miete - und bringt im Gegenzug den Gewinn, den man sich beim Erwerb vor vielen Jahren erfofft hat.

    Wer eine XL200 oder ähnlich ausgestattete FoH Plätze gegen etwas digitales ersetzen möchte wird mit einem LS9 nicht glücklicher werden. Ob ein M7 dieses Prestige ersetzt wage ich ebenfalls ganz schwer anzuzweifeln. Ein PM5 passt hier besser - aber aus welchem Grund soll der geneigte Inhaber einer kleinen Rentalfirma eine Menge Geld dabeitun, um sich ein PM5 oder ähnliches leisten zu können?
    Glaubt man euren Thesen ist der Analogmarkt tot. Demnach dürfte sich kein einziges Analogpult mehr verkaufen - weder neu noch gebraucht. Somit ist der erhoffte Erlös aus dem Gebrauchtverkauf analogen Hochpreisequipments auch hinfällig!

    Richtig ist, dass im professionellen Vermietgeschäft (Tour, Konzert usw. wirklich potenter Kunden) alle Wünsche der Kunden erfüllt werden.
    Hier sind einige Schreiber die es sich aufgrund ihrer Tätigkeit leisten können, heute nur noch mit digitalen FoH zu arbeiten. Aber ich lese auch eine Menge von der "ich wünsche und fordere" Fraktion, die sich um die Kostenseite null Gedanken machen müssen.

    Nochmal unterstreiche ich, dass nicht auf jedem Festival ausschließlich Digital anzufinden ist. Wer heute ein Problem hat mehr als 50 Taster und 28 Potis zu bedienen, hat wirklich ein Problem. Digital ist wesentlich einfacher zu bedienen, als ein analoger Foh mit zig Inserts und Vollparametrik. Das wirkliche Ende der Analogpulte kommt erst noch, nämlich dann, wenn die Preise für Kaliber eines PM5 unter 12k rutschen!
    Stefan

  • Cases abholen lassen...Spedition?

    • rockline
    • 17. Juni 2008 um 16:41

    Danke für die Informationen. Ich denke mal das die Cases durchaus auch mit DHL verschickt werden könnten. Kann zur Zeit niemanden beim Händler erreichen - ich kläre das dann mal so ab.
    Stefan

  • Cases abholen lassen...Spedition?

    • rockline
    • 16. Juni 2008 um 21:15

    Ich möchte ein paar Cases bei einem renomierten 2nd Hand Händler kaufen, doch leider sind die Frachtkosten im Verhältniss zum Kaufpreis völlig daneben. Letztens hatte eine Palette mit diversen Kisten über 100.- Fracht gekostet.
    Jetzt geht es konkret um zwei 5HE Cases mit Rollen, sowas kostet bei Thomann 5.- Versand.
    Gibt es eine Möglichkeit, dass ich einen Paketdienst wie zb. Hermes beauftrage die Kisten abzuholen? Soweit ich denke ist Hermes oder Ilox bedeutend preiswerter als die Standartfracht mit Spedition von dem Händler.
    Hat jemand eine gute Idee? Bezahlung wäre VK - das ist also außen vor. Mir geht es nur um eine günstigere Transportvariante.
    Stefan

  • Festivalpulte analog oder digital 2008

    • rockline
    • 15. Juni 2008 um 21:51

    Betriebswirtschaftlich führt kein Weg mehr an digitalen Mixern vorbei. Nach wie vor ist ein 01V96 das schweizer Messer zum Geld verdienen - mit diesem Gerät kann man alles (!) machen was keine expliziete Vorgabe seitens Anspruch an Rang und Namen hat.
    Eine Stufe höher ist das LS9, dass tt24, und Rolands 400er - solche Pulte sind deutlich üppiger, aber der Mehrpreis rechtfertigt nicht immer den Einsatz. Bei Pulten dieser Art muss man zweimal rechnen, ob sich die Lagerbevorratung wirklich lohnt.
    Nach wie vor haben analoge Pulte ihre volle Daseinsberechtigung im Festivalbereich der kleinen bis mittleren Größe. Aus unternehmerischer Sicht betrachtet ist es vermessen zu behaupten das analoge Pulte der hohen Klasse nicht mehr angebracht wären. Grade im unteren bis mittleren Festival und Stadtfestbereich ist ein Top ausgesrüsteter AnalogFoH immer noch eine gute Wahl. Ich kann aus Sicht eines kleineren Rentalbetriebs diese Rechnung ganz deutlich erkennen: mit einem 01V, tt24 oder LS9 kann ich die Art von Festivals die wir übers Jahr betreuen kaum durchziehen. Die nächste Stufe wäre ein M7 - aber das kann ich (mangels Tourvermietung) nie im Leben gewinnbringend unters Volk bringen. Folglich bauen wir FoH richtig dicke Buxe analog auf, und alle freuen sich! Die Teile sind doch ohnehin alle investiert und haben sich verdient. Auch Monitor mache ich lieber mit einer langgedienten und bezahlten GL4000 im 48er Rahmen, anstatt mich für ein M7 krumm zu legen. Mir ist auf den Veranstaltungen die wir im Jahr erfolgreich (und mit Geld im Sack) machen noch nie einer gekommen, der gesagt hat "nö...Jungs....damit kann man nicht arbeiten"!
    Ich betrachte das ganze rein aus Unternehmersicht mit Spaß an technischem Gerät: Digital sehr gerne (so lange ich das große Zeug nicht bezahlen muss), analog weil es alles vorhanden ist und im Gebrauchtmarkt kaum noch Geld bringt.
    Wir haben inzwischen nur noch zwei analoge Pulte; zum einen das A&H GL4000, und als zweites eine SC Europa mit gutem Outboardzeug - das reicht und kann alles.
    Für die ganzen kleinen Jobs haben wir zwei kleine 01V96 und neuerdings ein tt24 - diese Digitalpulte machen 80% der Jobs im Jahr, und damit wird Geld verdient.
    LS9, M7 oder gar PM5.....? LS9 fragt niemand nach, für M7 und PM5 fehlt eindeutig die Kundschaft, die das expliziet fordert.
    Stefan

  • Frage zu Mackie TT24

    • rockline
    • 13. Juni 2008 um 21:12

    Es gibt Neuigkeiten von Mackie:
    http://www.mackie.com/products/ttsystem32/

    Man hat nun eine Stagebox auf CAT5 Basis am Start, natürlich passend zum tt24.
    Außerdem ist die Software 1.7 zum Download bereit, die unter anderem für das Routing mit der neuen Stagebox zuständig ist.
    Weiterhin gibt es nun auch die angekündigte Karte mit dem Dolby Speakermanagement!

    Die Menschen bei Mackie haben das schöne tt24 trotz aller negativen Nachrede nicht aufgegeben. Bin gespannt wer als erster updatet......WW, morgen testen?
    Stefan

  • The End of "Toto"

    • rockline
    • 12. Juni 2008 um 20:32

    Schadeschade - aber mit "falling in between" bleibt uns ein sensationelles Livealbum erhalten. Wer gleichmamige DVD gesehen hat weiß was für eine großartige Band das auch in der letzten Besetzung war!
    Ich hatte 4x das Vergnügen die Combo in diversen Besetzungen zu sehen/hören.

  • Monacor Mittelton-Hornvorsatz

    • rockline
    • 11. Juni 2008 um 15:11

    Ich kann es Dir nicht erklären. Tatsache ist, dass wir Tops mit dieser Bestückung haben, die definitiv noch mehr Alarm im Tiefmittenbereich haben. Nicht besser - aber lauter. Die beiden paralellen RCF L110 12"er haben im Gegensatz zum L750 (16Ohm) im Direktor 8Ohm pro Stück, und scheinen insgesamt schärfer zu klingen. Das Monacor Horn bündelt zudem enger, so das der Gesamteindruck einer höheren Lautstärke entsteht. Mit 2kW/4Ohm angesteuert ist das extrem laut. Als Treiber für HF werkeln in den Tops BMS4590, díe wesentlich tiefer als der B&C DE900 aus dem Direktor übernehmen können. Insgesamt klingt die Box anstrengender, benötigt mehr Filter und hat definitiv auch mehr Klirr als ein Direktor Top. Die untere Grenzfrequenz ist tatsächlich höher als bei dem riesigen Direktorhorn (was ja eigentlich die Tüte aus dem Hawkwind mit nachgerüsteten Phaseplugs ist), funktioniert dennoch ab 130Hz ohne Probleme!
    Wie ich schon mal sagte Fabian; Du wohnst echt zu weit weg! Hier am Niederrhein ließe sich noch so manch interessante Messung machen... :wink:
    Gruß - Stefan

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