Hallo,
habe den Prototypen meines Schaltnetzteils fertig. Es ist ein Gegentaktwandler mit ETD59 N67 Kern. Es arbeitet mit 80kHz und ungeregelt mit knapp 95% Tastverhältnis. Habe es bisher nur an 35V Zwischenkreisspannung ausprobiert, denn es gibt ein Problem:
Wenn der eine Mosfet ausschaltet und der andere einschaltet schnellt die Spannung am Drain des ausgeschalteten Mosfets auf die doppelte Zwischenkreisspannung. Das ist ja klar und auch kein Problem, meine Mosfets vertragen 900V. Nur leider gibt es da noch eine Sinus-Schwingung mit ca. 800kHz, die etwa 100V Amplitude hat und exponentiell nach 3us abgeklungen ist. Durch probieren habe ich herausgefunden, dass ich mit einem 22nF Folienkondensator und einem 6,8Ohm—5W-Zement Widerstand welche ich parallel zu den Primärwicklungen lege das am besten bekämpfen kann. Die Amplitude der Schwingung sinkt auf unter 25V und die Frequenz sinkt auf unter 250kHz. Das ist OK. Nur leider wird eine (inakzeptable :shock: ) Menge Energie in den Widerständen verbraten, bei 35V Zwischenkreisspannung werden die schon ziemlich warm. An 230V hab ich’s noch nicht getestet, dass kommt erst, wenn bei 35V am Labornetzteil alles geht. Die Amplitude der Schwingung wächst nämlich mit der Zwischenkreisspannung und an 230V würde es meine Mosfets killen.
Was gibt es sonst noch für Möglichkeiten dass zu bekämpfen? Der Leistungsteil sieht dem pdf sehr ähnlich, dass hier mal der „stami“ am Anfang gepostet hat:
http://gb97816.bei.t-online.de/download/projekt_snt.pdf
Ich habe da die gleiche Schaltung aus 2 Dioden, Kondensator und einem dicken Widerstand um solche Überspannungen in den Zwischenkreis zurückzuführen. Einfach mal pdf angucken. Wirkt diese Schaltung erst bei größeren Spannungen?
Könnte es eventuell auch daran liegen, dass die Trafokerne etwa einen halben mm versetzt aufeinander sitzen? Verursacht das eine große Streuinduktivität oder ist das nicht so schlimm? Habe den Trafo nämlich erst mal provisorisch gewickelt.
Danke für alle Tips!