Jens natürlich, sorry!
Viele Grüsse
Jürgen
Jens natürlich, sorry!
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Zusammen,
hier meldet sich mal wieder Jürgen Wilhelm von Yamaha Music Europe.
Ich wollte ein paar Anmerkungen und Informationen loswerden:
... wobei die Slotologie bei den neuen Pulten die gleiche bleibt.
Hallo guma,
ich würde nicht darauf wetten, dass diese gleich bleibt! Aber sie muss kompatibel zu den MY Karten bleiben, da wir dahingehend unseren Kunden verpflichtet sind, die bereits grosse Mengen an MY Karten besitzen. Wir sind weit davon entfernt, diesen Leuten sagen zu müssen: April, April, könnt Ihr alles wegwerfen!
Ich kann mir den Exkurs jetzt nicht verkneifen und spreche im weiteren Verlauf von Verleihfirmen, die kaufmännisch orientiert arbeiten müssen, nicht von Hobby- oder Freizeitverleihern.
Wir legen sehr grossen Wert darauf, Investoren ein grosses Maß an Sicherheit zu geben, was sich nicht immer ausschliesslich an technischen Werten orientiert. Die Investoren stellen sich vielmehr Fragen wie:
Ist das betreffende Produkt lange genug im Markt, ohne dass alle 2 Jahre eine neues, vergleichbares vorgestellt wird? Ist der Gebrauchtmarkt stabil, oder ändert der Hersteller ständig seine Preislisten oder zerstört er gar den Gebrauchtwert am Ende der Laufzeit durch einen Ausverkauf? Ist das Produkt zuverlässig? Betreibt der Hersteller eine gesunde Modellpflege etc.....
Alles Fragen, die sich Menschen stellen, die Geld in die Hand nehmen müssen, um eine Investition zu tätigen, die gerade in der heutigen Zeit betriebswirtschaftlich sinnvoll und nachhaltig sein muss.
Wenn ich mir die Lake-Preise ansehe, denke ich, dass kein Mensch so eine Karte in ein 01V96stecken wird. Sie wird wohl beinahe so teuer sein wie ein LS9-32.
Hallo Jörg,
nein, sorry, aber der Preis für die Karte wird nichts mit dem Preis eines LS9-32 zu tun haben. Ohne Gewähr und ohne Berücksichtigung eventueller Währungsschwankungen kann ich den Preis mit unter 3.000 Euro zzgl. MwSt. benennen.
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Sebastian,
hier einige Firmen, die Du kontaktieren könntest:
Gahrens + Battermann (Bergisch-Gladbach)
Padco (Hürth)
Showtec (Köln)
Babbel & Häger (Bergneustadt)
Es gibt natürlich noch weitere Firmen im Raum Köln/Bonn (..Google..)
Viele Grüsse
Jürgen
ZitatEinige Zeit darauf war ich bei dem superwichtigen Einführungsseminar des PM1D. Auf meine Frage nach einem "Redundanzsystem" wurde milde gelächelt und versprochen, dass man eine entsprechende Steuerung zur Verwaltung eines redundanten Systems dann zur Verfügung stellen würde, wenn die Anwender bereit wären, dafür das Pultsystem ein zweites mal zu kaufen. :roll:
![]()
Hallo guma,
vielleicht ist bei dem Einführungsseminar etwas unklar rübergekommen, oder Du hast evtl. etwas falsch verstanden. Wenn du erlaubst, würde ich das gerne aufklären, auch vor dem Hintergrund, dass noch etliche PM1D Systeme im Einsatz sind.
Das PM1D System besteht aus der CS1D (Bedienoberfläche), der DSP1D (DSP Engine) und einer beliebigen Anzahl von Ein- und Ausgangswandlern.
Um eine Redundanz zu erreichen, muss man lediglich eine zweite DSP1D erwerben,
was grob ca. 15% des Systempreises entspricht. Diese wird dann als sog. Mirror Engine verwendet.
Einsatzbeispiele:
Es wurden und werden etliche PM1D Systeme für Musicals auf Kreuzfahrtschiffen
installiert. Diese Systeme sind grösstenteils redundant ausgeführt.
Bei Einsätzen des PM1D für Mobile Senderegien, z.B. Fussball EM/WM oder Olympische Spiele, sind die Pulte teilweise bis zu 18 Stunden On Air. Auch hier kommen redundante Systeme zum Einsatz, was bei mehr als 20 Mio. TV Zuschauern auch Sinn macht.
Die sog. Execution Racks bei Clair und Audio-Rent Clair sind immer mit 2 DSP1D bestückt. Hintergrund ist hier die Tatsache, dass die Systeme sich hauptsächlich auf Welttourneen befinden, die auch in die entlegensten Winkeln der Welt führen.
Viele Tonings haben darüberhinaus einen Laptop mit dem PM1D Manager an der DSP1D laufen. Somit könnten sie im Falle einer CS1D Havarie die Show über den Computer steuern. Das hört sich zwar sehr tricky an, wurde mir aber von den entsprechenden Kollegen beantwortet mit: " Im Notfall ist alles besser als ein Ausfall!"
In den meisten Theatern, Schauspielhäusern und Opern laufen die PM1D Systeme jedoch ohne zweite DSP1D.
Mit dem nötigen Abstand seit Einführung des PM1D vor ca. 10 Jahren muss man sagen, dass das damals eine grosse Herausforderung war und die Zeit geprägt war von vielen Fragen auch bzgl. der Redundanz des Systems. Aber es hat auch grossen Spass gemacht, sich diesen Fragen der Tonkollegen zu stellen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen - insgesamt eine sehr spannende Zeit für alle.
Umso schöner ist es für mich zu sehen, dass es nach wie vor viele grosse Produktionen gibt (besonders die, die live On Air gehen), bei denen die PM1D's eingesetzt werden - die Investoren freut's ![]()
PS: Sollte mein Beitrag zu sehr vom eigentlichen Thema abweichen, sorry. dann weg damit.
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Ivo,
klar, weiss ich doch, dass man im Livetrieb den EQ eigentlich immer braucht. Was ich jedoch in letzter Zeit immer häufiger beobachte ist, dass einige Soundengineers der Ursache des Problems nicht auf den Grund gehen und dann gibt's Sh.. in Sh.. out.
Ich besorge Dir die Informationen zu EQ1 und EQ2, kann aber ein paar Tage dauern....
Viele Grüsse
Jürgen
Liebe Foristen,
ich habe bzgl. dieses Themas eine PM von einem Forummitglied bekommen, das mich gebeten hat zur Aufklärung beizutragen.
Das will ich gerne tun, muss dafür aber etwas weiter ausholen:
Der Typ 1 EQ wurde seinerzeit bereits im 02R verbaut, das ja eigentlich als Recording Console auf den Markt kam. Nun hat die Fa. Yamaha eine sehr lange und erfolgreiche
Beziehung zu den Emil-Berliner-Studios (weltweit besser bekannt als "Deutsche Grammphon". - http://www.klassikakzente.de/aktuell/artike…-nominierungen/)
Somit wurden während der Entwicklung des 02R und später auch für das DM-2000 und DM-1000 intensive Gespräche mit den Tonmeistern der EBS geführt und es stellte sich heraus, dass
dort ein sehr klares transparentes Klangbild gefordert wurde. Originalton eines Tonmeisters: Das Mischpult muss klanglich absolut neutral sein. Wenn ich einen anderen Sound möchte, nehme ich ein anderes Mikrofon! Damit war die Richtung klar. Die EBS arbeiten übrigens seit 2002 mit 16 DM-2000 und 12 DM-1000.
Als das 02R dann aber auch immer mehr als Livepult eingesetzt wurde, beschloss man für das DM-2000 einen zusätzlichen EQ-Algorithmus zur Auswahl anzubieten. Der EQ 2 geht ein wenig mehr in Richtung "Analog" und spielt seine Stärken besonders dann aus, wenn im Frequenzgang viel angehoben wird, während der Typ 1 eher der "Allrounder" ist.
Ich will nicht zu weit abschweifen, muss aber einfach sagen, dass ich bei meinen Besuchen in den EBS und bei den Gesprächen mit den Tonmeistern so viel gelernt habe, dass ich Euch von einigen Dingen
berichten möchte:
"We fix it in the Mix" - gibt's dort nicht! Wenn man sich in den Studios einzelne Spuren anhört, fällt man beim Thema Qualität fast vom Stuhl. Durch die Auswahl der richtigen Mikrofone mit der richtigen Charakteristik
und ohne einen EQ einzuschalten erzielen sie dort unglaubliche Ergebnisse. Weiterhin sind für die EBS die Inputdelays ein ganz grosses Thema.
Prof. Uli Vette, ehemaliger Tonmeister bei den EBS (Grammy Award Gewinner), jetzt Professor in Wien hat auf der AES 2007 eine Surroundmischung einer Jazzband vorgeführt. Einmal ohne Laufzeitkorrektur, einmal mit (bei ansonsten gleichen Einstellungen). Das Ergebnis war unglaublich. Ohne Laufzeitkorrektur irgendwie flach, mit Laufzeitkorrektur sprang der Mix einen quasi an.
Ich weiss, dass es zum Livebereich grosse Unterschiede aller Art gibt, aber ich habe von dort folgendes mitgenommen: Muss ich immer sofort an den EQ? Habe ich wirklich das richtige Mikrofon? Kann ich durch ändern der
Micposition ein besseres Ergebnis erzielen? Kann der Drummer das Fell umstimmen?.......
Ich habe eben mit Evert Menting von den EBS gesprochen und wir haben die Möglichkeit eines Seminars mit Hörbeispielen zu diesen Themen erörtert. Besteht Interesse von eurer Seite?
Hoffentlich bin ich nicht zu weit abgeschweift......:-)
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Kracky,
ich hatte mich im ESC Faden schon vorgestellt: Ich arbeite als Key Account Manager bei Yamaha Music Europe und kann Dir weiterhelfen.
Der Colour Code für das 01V96 lautet wie folgt:
5PB 2,5/2 Munsell Farbsystem
Info unter: http://www.xrite.com/top_munsell.aspx und http://de.wikipedia.org/wiki/Munsell-Farbsystem
Auf der Munsell Seite gibt es oben die Sparte "Verkaufsstellen", dort findest Du einen Betrieb in Deiner Nähe, der Dir den Ton mischen kann.
Auf jeden Fall vorher ein Muster anfordern!
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo und guten Tag an die Foristen,
mein Name ist Jürgen Wilhelm und ich arbeite als Key Account Manager für den Commercial Audio Bereich bei der Firma Yamaha Music Europe.
Ich habe hier im Forum schon ab und zu mal vorbeigeschaut und mich gefragt, ob eine Teilnahme von Herstellern an der Diskussion für Euch ok ist oder nicht. Darüber habe ich auch schon oft mit Markus Verza diskutiert, der mir dann sagte, dass er es begrüssen würde.
Nun habe ich mich entschlossen mich anzumelden, um Euch bei Diskussionen wie hier zum ESC, einige "Insiderinformationen" zu geben, damit Sachverhalte schneller und genauer aufgeklärt werden können.
Nicht teilnehmen möchte ich an Diskussionen die Eurer Meinungsbildung zu bestimmten Proukten dienen, weil ich glaube, dass Ihr das unter Euch machen solltet.
So, jetzt aber zum ESC: Der Ausfall einiger Kommentatoren auf dem Sender ist eigentlich in dem Link von Volker Holtmeyer abgehandelt.
Zum Thema "rosa Rauschen" von 4Art habe ich die Erklärung aus erster Hand, die ich jedoch etwas allgemeiner formulieren muss:
"In einer TV-Station in !?! (die für die Übertragung in Süddeutschland und in der Schweiz zuständig war), wählte ein Mitarbeiter das falsche Decoding aus, was dazu führte, dass rosa Rauschen anstelle des eigentlichen Materials gesendet wurde."
Der Rest Europas war jedoch mit dem "richtigen" Signal versorgt, was mir auch von meinen europäischen Kollegen bestätigt wurde.
Zum letzen Post von 4Art sei gesagt, dass vier identische Konsolen den Sendeton produzieren. In diesem Zusammenhang weiss ich jedoch nicht, ob von den jeweiligen Delegationsvertretern Einfluss genommen oder Wünsche zum Mix geäussert werden.
Ich hoffe, die Info's sind interessant für Euch...:-)
Bis Bald
Jürrgen