@ wora: Die Unterschiede zwischen iLive und iLive-T sind mir ja bewusst. Trotzdem werden viele, die sich vor dem T schon für iLive interessiert haben, eher dann das T gekauft haben, weil sie die Modularität bzw. mehr Fader nicht brauchten. Denn der Rest ist ja quasi identisch. Die Oberfläche bietet die gleichen Funktionen und die Software ist sogar die selbe. Das ist eine der Stärken des iLive, aber genauso ist es auch eine Schwäche.
Und genauso wird nun die Verleihbude an der Ecke eher zum GLD80 greifen als zum T80 mit iDR32. Ich bin auch am hin und herüberlegen. Flexibler wäre es mit mehr iDR und mehr iLive-Surfaces, viel billiger aber mit GLD80. Thomann listet das Ding für 5500 Euro, dazu noch die Stageboxen, die große für ca. 1500, die kleine für 700. Das ist zusammen weniger als das T80-Surface kostet, und das kann ohne iDR weniger als ein Brot.
Wenn man es natürlich so betrachtet, wie du sagst, dass nämlich der "iLive-Markt" gesättigt ist, wäre die Funktion zur kompletten Ansteuerung der iDRs kaum schadhaft. Die T80 könnte dann aus dem Programm genommen werden, und wer "nur" ein GLD80 möchte, der kauft sich eh kein iDR dazu, sondern die viel billigeren GLD-Stageboxen. Ich kann mir dazu vorstellen, dass sich A&H die Möglichkeit für später offen lässt. Wenn man sieht, dass die T80-Verkäufe nun völlig einbrechen und die User dafür verstärkt nach "GLD mit iDR" fragen, und evtl. sogar die Käufe davon abhängig gemacht werden... dann wirds mit dem Neinsagen schwierig...
Ansonsten denke ich, dass die etablierten Pulthersteller sich nicht auf PC-typische Produktzyklen einlassen werden. Es ist ein erhöhter Entwicklungsaufwand. Mal abgesehen vom Urprodukt, welches komplett durchentwickelt werden musste, greift jede neue Generation auf die vorhandene Technik zurück, aber wenn jedes Jahr die komplette Line erneuert wird, muss jedesmal was entwickelt werden, die Produktion umgestellt werden etc. Und da hat wora Recht, dafür sind die Stückzahlen einfach zu gering. Wenn man liest, dass das iLive "soooo erfolgreich" ist mit gerademal 600 T-einheiten in Deutschland...
Nun werden das auch die Vermietcompanies das nicht wollen, das ständige hin und her, das ständige Umlernen, immer wieder auch das ganze Drumherum anschaffen, Cases etc., und höhere Vermietpreise zu etablieren... Ich würde sagen, es ist einfacher, zum Mond zu fliegen. Die ganz großen Pulte sind immer so ca. 3 Jahre gefragt für Touren etc., dann haben sie ihren Hype-Faktor verloren und die nächste Generation (nicht unbedingt aus dem selben Haus) rückt nach. Bemerkenswert gut hält sich da z.B. die Vi-Serie von Soundcraft, da wird allerdings wohl auch ab und zu schon herstellerseitig gerammscht, was die Preise betrifft. Bei den kleineren Pulten gilt das mit den drei Jahren eher nicht. Die werden eh nicht für Touren spezifiziert, wo der Toner explizit spezifizieren darf (Rammstein z.B. wird wohl nicht mit einem M7CL unterwegs sein). So hat alles irgendwie seine Ordnung, nur Behringer rüttelt halt irgendwie daran... Was aber den Markt für Vi6 etc. wohl kaum berühren dürfte.