Richtig, Luftdämpfung kommt zur Bewertungskurve und der Schalldruckschwächen oberhalb 12kHz noch dazu.
Beiträge von Jens Droessler
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Nun, 120dB am FOH sehe ich als ziemliches Problem im Bereich über 12kHz. Nicht nur, dass kaum ein Kompressionstreiber mehr als 120dB 1m in diesem Bereich liefern kann, dazu kommt ja noch, dass je nach Gewichtung in diesem Frequenzbereich zum Wert X noch über 10dB draufgepackt werden müssen, damit bei der Messung Wert X steht.
Auch der Passus "ohne jede Verzerrung" ist doch sehr fragwürdig. Gerade im Bassbereich braucht man riesige Mengen an Material, um solche Schalldrücke auch nur mit unter 3% Verzerrungen zu produzieren, da finde ich "ohne jede Verzerrung" doch eine gewagte Forderung.
Gegen die 120dB am FOH als Spitzenwert habe ich keine Einwände. Natürlich werden die erreichten 100dB Leq auf einer PA, die zu 120dB am FOH fähig ist, mit entsprechend geringerem Klirr wiedergegeben, aber auch bei dem Spitzenwert noch völlige Verzerrungsfreiheit zu fordern ist realitätsfern.
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Was mir grad wieder ienfällt: Ist denn irgendwer per eigens eingerichtetem Shuttle zu Adam Hall gefahren, um sich das LA anzuhören?
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Ich meinte ja auch, dass man sie nicht grade stellen soll, wenn man nur zwei C4-Tops pro Seite hat, nur um mehr Pegel zu erhalten.
Und ja, auf Entfernung werden die destruktiven Interferenzen relativiert... allerdings, was vorne schon "geschluckt" wurde, kommt hinten nicht mehr an... Mit anderen Worten: Man kann und darf dann nicht mit 6dB pro Verdopplung der Boxenanzahl rechnen.
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Naja, C4-Tops gerade nebeneinander zu nutzen halte ich aber für wenig zielführend in Anbetracht des horizontalen Abstrahlwinkels von 35°.
Zum Linearray und den Interferenzen: Bei einem funktionierenden LA gibt es fast ausschließlich konstruktive Interferenzen. Das ist völlig problemlos und hat mit der Problemstellung hier wenig zu tun. Hier wird eine Maximierung von konstruktiven UND negativen Interferenzen betrieben, damit sie sich möglichst gleichmäßig die Waage halten. Je mehr Boxen daran teilnehmen, umso mehr gleicht es sich aus, aber auch um so tiefer reicht die Unpräzision im Hochtonbereich herunter. Für fiesen Rock ist das ok, für viele andere Anwendungen finde ich es sehr unschön.
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FW800 wird dadurch natürlich weder schneller noch kann es geringere Latenzen haben. Der langsamste Teil bestimmt wie immer die Systemgeschwindigkeit
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Da gehts schon los:
http://www.sonnettech.com/news/nab2011/Echo Express
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Klar geht das, warum auch nicht? Interferenzmaximierung. Je schmaler die Box in der horizontalen ist, umso besser geht das. Macht man das mit zwei Turbosound TSM4, wird es wohl nicht allzugut klappen, es sei denn, man hätte spiegelbildliche Paare, die man mit den HT-Hörnern aneinander stellt. Ich habe das auch schon gemacht mit älteren Horntops, keine 50cm breit, 80° horizontal, drei nebeneinander, hinten Holz dazwischen, damit es trotz Trapez die gleiche Ausrichtung gibt. Geht mächtig laut, phaset weniger als man denkt... trotzdem ist es nicht die feine Art. Im Superhochtonbereich merkt man das schon, nicht am Phasing/Combing, sondern an der Unpräzision, es klingt "weichgespült". Wenn es geht, dann doch lieber vertikal übereinander stellen. Dazu kommt in beiden Fällen, dass die Mitten und Tiefmitten koppeln, der Hochton aber nicht, somit ist es nötig, den Hochtonbereich anzuheben (was auch tatsächlich nötig ist).
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Seltsamerweise haben so einige Endstufen am Dummyload Probleme, die sie mit echten Lautsprechern dran nicht haben, selbst beim gleichen Testsignal. Die schalten am Dummyload schon bei relativ geringer Leistung auf Sparflamme, schalten ganz ab oder gehen sogar kaputt, während sie an Boxen bis zur Kotzgrenze problemlos laufen. Ein Kollege hat ein recht aggressives Testsignal, das hat bisher überhaupt nur eine Endstufenmarke am Dummyload mitgemacht, während es an Boxen kein Problem darstellt.
Allerdings sind die Signale aus den Ausgängen der Novas unsauber, "irgendwie komisch", was aber auch den synthetischen Testbedingungen geschuldet sein kann.
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Bei Tops musst du dir über die Belastung des Netzteils eines Vierkanalamps keine Gedanken machen. Die hohen Crestfaktoren sorgen dafür, dass das Netzteil nicht ins Schwitzen kommt. Wenn man im Controller RMS-Limiter hat, würde ich sogar noch größere Amps für die Tops empfehlen.
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Mal ab vom Gefragten: Ich gehe davon aus, dass auch MC² ihren Amps eine Begrenzung auf 16A auf der Netzseite eingebaut hat, damit sie auf gar keinen Fall einen 16A Leitungsschutzautomaten zum Auslösen bringen. Unter dieser Annahme würde ich keine Vierkanalendstufe auf allen Kanälen für Bass einsetzen (naja, 8 Ohm pro Kanal vielleicht schon, aber das wäre ja recht sinnlos, es sei denn es geht um Cardioid- oder andere Wellenfront-formende Anordnungen). Gleich viermal 2,66 Ohm im Bassbereich geht leistungsmäßig ganz sicher in die Hose. Bedenke, dass einem Vierkanalamp mit viermal dem gleichen Signal im idealsten aller Fälle gerade mal 800W Dauerleistung pro Kanal zur Verfügung stehen können, und selbst das können viele (auch teure) schon nicht.
Von daher ist dein Ansatz mit zwei Amps ganz sicher der bessere.
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Bei allem Respekt, wer Vorabtausch und gute Qualitätskontrollen erwartet, muss eben das Dreifache aufwärts für so einen Amp hinlegen. Wer sich nur diese Amps leisten kann, muss eben damit leben, dass sie tot ankommen oder innerhalb der ersten zwei Wochen hopps gehen und dann auf den Ersatz gewartet werden muss. Irgendeinen Gegenwert muss man ja haben, wenn man sein Geld bei Lab Gruppen, MC2, Camco etc. lässt... Zu dem Preis bestellt man halt zwei mehr als man braucht. Ich behaupte mal, WENN sie erstmal die ersten zwei Wochen hinter sich haben, halten sie auch eine Weile.
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Zur Behringer- und auch zur allgemeinen Controllerfrage: Soweit mir bekannt, wird das T24 allein schon mit 8 Filtern entzerrt, zumindest im Preset der Höllstern mit DSP. Der Behringer kann da schon in Schwierigkeiten geraten, denn der Bass wird auch nicht ganz ohne Entzerrung spielen und ein Infill wird vllt. auch noch nötig. Das gilt für alle Controller: Das Setup muss darauf auch spielen. Von daher halte ich den Behringer ab von seinen eigentlich sonst guten Qualitäten für das T24/B30-Gespann nur für eine Budgetlösung, wenn es gar nicht anders geht.
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Ein gutes Limiterkonzept klingt erst dann "schlecht", wenn die Signalquelle vor dem Controller schlecht klingt. Gerade dafür sorgen ja Programm/RMS-Limiter. Es werden nicht blos Peaks "gekürzt", sondern der Gesamtpegel zurückgefahren. Was anderes kann ein Techniker vor Ort auch nicht machen. Wenn der DJ das Pult überfährt, hilft alles nichts. Gerade die etwas bekannteren DJs lassen sich dann nicht mal reinreden...
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Tops vielleicht, Subs würde ich für Clubs/Diskos nicht aus MDF bauen. Da wär mir die Gefahr zu groß, dass sie "geflutet" werden mit Bier, Cola etc. und dann aufquellen. Mediapan ist glaube ich auch kein MDF, sondern eher ein feiner strukturiertes OSB (da kann ich mich aber auch irren).
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Hmm, Eisenach ist nicht weit von mir, die ruf ich mal an und informiere mich!
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Und diese Remote ist identisch mit der direkten Oberfläche von SAC? Also sind auch VST-Effekte steuerbar?
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Zitat von "JanGerhard"
Da ich meinen SAC Rechner allerdings auch mit redundanten Netzteilen ausrüsten wollte, rächt sich das nun bei der USV, weil ich die halt wegen doppelter Netzteile auch doppelt so groß dimensionieren muss. Oder halbe Laufzeit

Das ist ja nun Humbug. Nur weil zwei Netzteile drinstecken, verbraucht der PC nicht doppelt so viel. Wo sollte die zusätzliche Energie denn hingeliefert werden? -
Die ersten PCs mit Thunderbolt werden doch schon verkauft. Im Grunde ist es wirklich nichts anderes als PCIe, das für größere Entfernungen tauglich gemacht wurde. Interessant ist daran eigentlich nur, dass dann auch Notebooks "Quasi-PCIe"-Geräte extern andocken können. Es gibt ja nun schon seit Jahren die PCIexpress-Karten (als Nachfolger zu PCMCIA) zum Einschieben in Notebooks, aber kaum ein Hersteller nutzt diese Schnittstelle, und wenn doch, dann meist nur den ebenfalls an diesem Port anliegenden USB2.0-Anschluss. Ob da Thunderbolt eine große Verbesserung bringt? Höchstens wenn es generische Adapter-Kästchen gibt, wo vorne Thunderbolt dran ist und innendrin drei bis vier PCIe x1-Steckplätze drin sind, wo man dann normale PCIe-Audiointerfaces draufsteckt. Diese Kästchen werden dann aber weder kompakt (die Karten müssen ja reinpassen, ein Netzteil für die PC-üblichen Spannungen kommt auch noch dazu, wo dann auch wieder die Spannungsqualität stimmen muss) noch billig. Wir werden sehen, inwiefern sich das lohnt...
Ich gebe zu, ich habe mich mit SAC und Co. noch nicht groß beschäftigt, aber interessanter fände ich da einen Ansatz, wo Bedienoberfläche vom DSP-Kern getrennt wird und auf getrennten Maschinen laufen. Dann kann man einen 19"-Rack-PC mit den Interfaces vollstopfen, der bleibt an der Bühne und da läuft dann die DSP-Engine drauf, und dazu ein Notebook oder was auch immer mit der Kontrolloberfläche. Gibts da schon Ansätze? Läuft sogar schon was?
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In der Regel würde ich da heutzutage etwas wie ein A&H iDR16 einbauen, dazu ein PL-Modul und einen WLAN-Router. Die iDR wird einmal "eingenordet", dass die Mikros ordentlich klingen und mit dem PL-Modul kann nur noch Pegel geregelt werden. Für alles andere kommt dann ein WLAN-fähiges Gerät mit Steuersoftware zum Einsatz, also iPad oder Notebook. Bedienungssicherer (und dennoch hochflexibel) kann mans kaum gestalten... aber ich gehe fest davon aus, dass das außerhalb des Preisrahmens liegt.