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  2. Tobias Zw.

Beiträge von Tobias Zw.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • Tobias Zw.
    • 26. März 2020 um 08:32
    Zitat von marcoboy

    Du musst den Ausfall belegen und beweisen das er dich in eine Schieflage bringt. Dann ist die ILB mit der Soforthilfe bereit dir für 3 Monate die Ausfälle bis zum zur maximalen Betrag auszugleichen. Die Hilfe darf nicht höher sein als der Verlust.

    Hä? Ja natürlich darf die Hilfe nicht höher sein als der Verlust, und natürlich sollen die Unternehmen zuerst ihre Rücklagen aufzehren, bevor sie die Allgemeinheit belasten.

    Das ist eine Nothilfe, kein Selbstbedienungs-Süßigkeitenladen. Zu aller erst ist der Verlust durch Pandemie nämlich unternehmerisches Risiko, die Nothilfen sind gut und richtig aber keine Selbstverständlichkeit und vor allem kein allgemeines Menschenrecht.

    MfG Tobias Zw.

  • COVID-19, Aspekte ausserhalb der Veranstaltungswirtschaft

    • Tobias Zw.
    • 25. März 2020 um 19:19

    Dazu folgende Ergänzung:


    Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall- und der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie

    Da sind die Triage-Kriterien.

  • COVID-19, Aspekte ausserhalb der Veranstaltungswirtschaft

    • Tobias Zw.
    • 25. März 2020 um 17:51

    Ja nun, wir tragen jetzt halt einen Zustand, den wir sonst nur in der präklinischen Notfallmediziner bei Großschadenslagen haben - nämlich den absoluten Mangel an Personal, Material und Informationen, einsatztaktisch auch als „Chaosphase“ bezeichnet - weiter bis in die gesamte Versorgungskette hinein.

    Bei Großschadenslagen, wenn die Individual- zu Gunsten der Katastrophenmedizin aufgegeben wird, ist die Triage bzw. Sichtung schon heute Stand der Technik und Aufgabe der Notärzte „an der Front“. Für die gibt es dann auch entsprechende Sichtungsalgorithmen wie z. B. PRIOR. Ich beneide die Notärzte bzw. die nichtärztlichen Kollegen im Rettungsdienst, die das dann machen müssen nicht. Für die Abgebrühteren hätte ich da einen aufrüttelnden Bericht der beiden Notfallsanitäter, die in ihrer Freizeit den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt erleben mussten und genau diese Entscheidungen dann trafen.


    Sonst war aber immer klar: Ist der Patient erst mal transportfähig und auf dem Weg in‘s Krankenhaus, wird er oder sie ab da individuell und möglichst maximal versorgt.


    Jetzt kommt aber die Schadenslage, die nicht den Rettungsdienst, sondern das gesamte Gesundheitswesen so überfordern wird - in Italien und Spanien können wir es schon jetzt beobachten. Und so sehr ich guma hinsichtlich seiner Sicht auf den aktuellen Zustand deutscher Krankenhäuser beipflichte, ich behaupte mal, dass das größer wird als alles, worauf wir jemals vorbereitet waren, außer eventuell auf dem Höhepunkt des kalten Krieges.


    Viele haben, glaube ich, noch nicht verstanden, dass die Leistungsfähigkeit jedes Systemes endlich ist, und wir diesen Punkt hinsichtlich der Patientenversorgung wohl demnächst erreichen werden. Es geht m. E. schon nicht mehr darum, zu gewinnen, sondern nur noch das Verlieren möglichst erträglich zu machen. Vielleicht führt das dann aber im Nachgang zu einem grundlegenden Umdenken hinsichtlich Resilienzsteigerung bei ALLEN - Politikern wie Bevölkerung.


    Mit nachdenklichen Grüßen Tobias Zw.

  • I don't need that, 2.0

    • Tobias Zw.
    • 21. März 2020 um 21:15
    Zitat von Karel Noon

    vor allem unter Technikern habe ich das Gefühl es gibt erstaunlich viele Anhänger alternativer Theorien, dabei haben wir doch oft eigentlich sogar mehr Einblick in diverse Themen und sollten dadurch sehen wie die Welt sich dreht.

    Nee Du, sehen wir‘s doch mal realistisch.


    Das durchschnittliche Bildungsniveau bei Veranstaltungstechnikern ist erschreckend niedrig. Humanistisches Bildungsideal? Wissenschaftliche Methodik? Kritisches Denken? Ideal der Aufklärung? Breite Allgemeinbildung? Teilnahme am „normalen Leben“ der „normalen“ Bevölkerung? Doch nur bei einem hauchfeinen Bruchteil der Kollegen.


    Dafür arbeiten wir aber in einer Branche, in der Esoterik (...lest Euch mal die Werbetexte mancher Beschallungsprodukte durch...), Ablehnung logisch-rationalen Denkens (...Kunst halt), oppositionelle Persönlichkeitsstörung als positives Rollenbild und selbstverschuldete Unmündigkeit die Regel sind. Veranstaltungstechnik ist derzeit kein Beruf für kritisch denkende Intellektuelle. Dafür haben wir halt sehr viele Kollegen, die auf dem Dunning-Kruger-Graph noch ziemlich weit links stehen.


    Die nehmen dann halt wie ein Schwamm jede abseitige Meinung für faktisch bare Münze, weil ihnen die Kompetenz zur Bewertung und die Methoden zum Wissenserwerb fehlen, aber die Behauptungen ihr Weltbild festigen und sie sich in der Rolle des unkonventionellen, freien Denkers gefallen.


    „Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.“


    Mit kulturpessimistisch-arroganten Grüßen Tobias Zw.

  • Aktuelle Mikros für Percussion

    • Tobias Zw.
    • 21. März 2020 um 18:49

    Im Laufe meines (schon lange abgeschlossenen) Lebens als Tonmann hatte ich das zwei oder dreimal: das klingt dann gar nicht mehr, aus dem Mikro kommt halt gar nüscht mehr raus...


    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

  • Aktuelle Mikros für Percussion

    • Tobias Zw.
    • 20. März 2020 um 13:45
    Zitat von floger

    Aber wie kriegt man das denn kaputt?

    Einfaches fallen lassen. Da isses deutlich sensibler als manches Kleinmembran-Kondensator - die Schwingspule keilt/ klemmt bei Aufprall im Spalt und wird dadurch beschädigt.

    Das passiert aber jedem nur exakt einmal, und dann hat man gelernt, besser auf seine Mikros aufzupassen... ;(

    MfG Tobias Zw,

  • Mikrofonhygiene bei Veranstaltungen nach COVID-19?

    • Tobias Zw.
    • 20. März 2020 um 11:58
    Zitat von e-on

    https://www.proaudio-technik.de/Micker_UVS_Sterilizer.html

    Das halte ich für irreführende Werbung, Bauernfängerei und in der aktuellen Lage für gefährlich. UV-Licht wirkt nur oberflächlich und beseitigt keine Anhaftungen (Schmier, Dreck, Krusten...), in denen Erreger wunderbar auch 5 Minuten UV-Bestrahlung überdauern können.

    Es gibt keinen sterilen Dreck.

    Noch dazu "desinfiziert" das Teil nur den Korb (der ja nun mal nicht UV-transparent ist), das Griffstück müsste man also immer noch wischdesinfizieren...

    Im Interesse der eigenen Sicherheit, der Sicherheit unserer Künstler und vor allem der Absicherung gegen mögliche Schadenersatzforderungen sollte man als Vermieter / Anbieter darauf achten, nachweislich den anerkannten Regeln der Technik und Wissenschaft zu folgen. Gegenstände reinigen und desinfizieren ist ausreichend erforscht und dokumentiert, was hindert uns denn daran, diesen anerkannten Regeln zu folgen?

    • Erprobte Prozeduren der Instrumentenaufbereitung anwenden
    • Erprobte und zugelassene, viruzide Mittel verwenden
    • Nicht nachweislich zu reinigende Teile nur einmal verwenden (Poppschutz-Schaumstoff) oder mit verwerfbaren Mitteln abdecken (Plastiktüten, Plastikfolie).

    Ich empfehle übrigens folgendes Produkt (und möchte damit ausdrücklich keine Werbung machen, ich kaufe nur selber bei dem Laden ein): Latex-Fingerlinge.

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

  • Aktuelle Mikros für Percussion

    • Tobias Zw.
    • 20. März 2020 um 11:01
    Zitat von wora

    das SM57 ist für mich an Congas seit zwei jahrzehnten keine option mehr, seit ich an der stelle mal M201 eingesetzt hatte... ;)

    M 201 ist bestes dynamisches Perkussionsmikro ever, aber es darf halt nicht runterfallen... :(

    Da ich so n büschn aus dem Thema rausbin: Gibt's da auch funktionierende Mikros für diese Anwendungen mit integriertem Schwanenhals? Gab's da nicht mal was von Heil?

    MfG Tobias Zw.

    - nur noch home recorder -

  • Ferienjob

    • Tobias Zw.
    • 20. März 2020 um 00:25

    Examinierte Pflegefachkräfte, Rettungsdienstpersonal, qualifiziertes Wachpersonal, Gabelstaplerfahrer und Regaleinräumer, Reinigungskräfte, ... ;)

  • Forentreffen bei Audio Pro

    • Tobias Zw.
    • 19. März 2020 um 23:26

    Da sind keine neuen Gesetze erlassen worden, und auch das Grundgesetz wurde nicht geändert. Nichts ist anders als vor drei Monaten. Das Infektionsschutzgesetz und das allgemeine Ordnungsrecht werden nur so angewandt, wie vom Gesetzgeber gedacht und aus wissenschaftlicher Sicht notwendig - eher zu langsam und zu vorsichtig.


    Von daher kein Grund für Verschwörungstheorien, es gibt nichts Neues. Kein Recht wurde weiter als vorher beschnitten.


    Mal davon ab bin ich gestern Abend erst von einer mehrtägigen Veranstaltung in Berlin Mitte zurückgekehrt und konnte bei unseren edlen und ach so hippen Hauptstädtlern beobachten, wie gut das funktioniert, wann man an Eigenverantwortung und Vernunft appelliert: Nämlich gar nicht.


    Wir brauchen einen Lockdown zur Verlangsamung der Ansteckung, weil die Dummheit, Arroganz und Egozentrik der Menschen das solidarische Verhalten der wenigen bei weitem überwiegt. The needs of the many outweigh the needs of the few, sagte ein großer Philosoph kurz vor seinem Tod.


    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

  • Forentreffen bei Audio Pro

    • Tobias Zw.
    • 19. März 2020 um 23:12

    Bitte keinen Wodarg oder sonstige Trolle und Fake News-Verbreiter hier anführen. Das Thema ist zu ernst. Bitte nur seriöse Quellen, die wissenschaftlichen Prinzipien genügen weiter verbreiten.


    Dazu: Faktencheck des MDR zu Wodargs Behauptungen.


    Man muss keine „Meinungen gelten lassen“. Hier geht es nicht um Meinung, sondern Fakten.


    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

  • Mikrofonhygiene bei Veranstaltungen nach COVID-19?

    • Tobias Zw.
    • 19. März 2020 um 14:08

    Fragen wir doch mal die, die Ahnung haben.

    Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass jeder Virusausscheider sein kann, und unser Ziel ist, Tröpfchen- und Schmierinfektionen zu verhindern.

    Da unsere Mikros in Kontakt mit intakter Haut und ggfs. Schleimhäuten kommen, können wir sie ähnlich wie medizinische Geräte betrachten. Für die gibt es Leitfäden für die sogenannte "Instrumentenaufbereitung", wie diesen hier: Hygienische Aufbereitung von Medizinprodukten in der Arztpraxis und im MVZ der KV Bayern.

    Zusammenfassend würde ich - für eine ernsthafte Minimierung der Ansteckungsgefahr - empfehlen:

    1. Zerlegen des Mikrofons (Korb abschrauben)
    2. Vorreinigung mit Bürste und geeignetem Reinigungsmittel
    3. Wischdesinfektion mit einem viruziden Reinigungsmittel nach Herstellervorgaben (z. B. Bacillol Wischtücher)
    4. Eintauchen von porösen / saugfähigen Elementen wie z. B. Poppschutz-Schaumstoff in viruzide Reinigungslösung, vorher Verträglichkeit prüfen; ggfs. Poppschutz verwerfen / ersetzen
    5. Sattes Einsprühen rauher oder strukturierter Oberflächen, die nicht per Wischdesinfektion vollständig benetzt werden können.
    6. An der Luft trocknen lassen, danach bis zur Nutzung verpacken.

    Alles andere schafft falsche Sicherheit.

    Und immer an die Worte der Sterilschwester denken, die mich damals drillte:

    "Es gibt keinen sterilen Dreck."

    Mit keimfreien Grüßen

    Tobias Zw,

  • Umfrage: Aktion "jetzt...sonst" der Veranstaltungstechnikfirmen wegen CoVid-19-Lage 2020

    • Tobias Zw.
    • 15. März 2020 um 10:50

    Ein Verbund großer und kleiner Veranstaltungstechnikfirmen hat eine groß angelegte Öffentlichkeitsaktion zur Unterstreichung ihrer Forderungen an die Bundespolitik zum Erhalt weitreichender Förderungsmaßnahmen zur Unterstützung wegen des Auftragsrückganges, bedingt durch die SARS-2-CoV-Krise in Februar und März 2020 gestartet.

    Im Rahmen dieser Aktion werden die Forderungen auf der Website jetzt...sonst dediziert und sehr persönlich an die Kanzlerin und Bundeswirtschaftsminister Altmaier gestellt und ihre jeweiligen "Besonderheiten" (Merkels Raute-Geste, Altmeiers Mundpartie) mit der Forderung "Jetzt! Sofort! Hilfe! Sonst wird's dunkel, Frau Merkel!" verknüpft.

    0?e=1586995200&v=beta&t=piU1XmEFROs9pY1Jn36Gw5jtnnYJr95Q3UfyG-ebAeA

    Dazu von mir diese Umfrage, weil ich meinen subjektiven Eindruck von Inhalt und Ton der Forderungen gegenprüfen will.

  • Corona-Virus und seine Auswirkung auf unsere Branche

    • Tobias Zw.
    • 11. März 2020 um 22:01
    Zitat von wora

    kein scherz, das kann durchaus passieren!

    Siehste mal. Ich hab‘ damals noch selber die KatS-Pläne für die Nutzung meines Hauses als BHP 50 oder BtP 500 geschrieben... ich wusste ja schon, wo alles ist! ;)

  • Corona-Virus und seine Auswirkung auf unsere Branche

    • Tobias Zw.
    • 11. März 2020 um 13:12
    Zitat von niko remy

    Es wird auch in der jetzigen Zeit diverse Chancen geben um weiter zu machen, es ist nur ein anderes "Out of the Box" Denken gefragt.

    Genau das. Mir brechen ja auch die ganzen Veranstaltungen gerade weg, dafür ist technische Unterstützung bei der Krisenbekämpfung und organisatorische Hilfe im Bereich Störfallmanagement / Business Continuity Management stark gefragt...

    Irgendwo anders hat schon einer geunkt, dass der Betreiber einer Versammlungsstätte vielleicht demnächst eine Behelfshospital stattdessen betreibt. Ja, so sei es denn halt! Ob der Veranstalter oder die Behörde bezahlt, ist dann doch wumpe. Aus eigenem Erleben in der Flüchtlingslage 2015 in Sachsen kann ich sagen: Auch eine Krise kann für flexible Dienstleister eine Chance sein.

    Oder, um es mit der großen Philosophin Gloria Gaynor zu sagen: I will survive.

    Beste Grüße vom ernsten, aber optimistischen Tobias Zw.

  • Corona-Virus und seine Auswirkung auf unsere Branche

    • Tobias Zw.
    • 11. März 2020 um 07:13
    Zitat von marcoboy

    Noch lacht ihr... Die Politik arbeitet gerade daran nicht nur eure geschäftliche Grundlage zu zerstören. (...)

    Auf Hilfen braucht hier keiner zu hoffen, die Wandern in andere Taschen nur nicht in eure. (...k

    Meldet doch einfach mal eine Demo an 8|... Mal schauen ob es die Politik wagt dieses Grundrecht auch zu verbieten. Dann wisst ihr das die AFD nicht das gefährlichste in diesen Land ist. (...)

    Wir haben ein Grundgesetz, dessen jeden die Persönliche Entfaltung zusichert. Völlig Grundlos Bürger ohne jegliche Symptome in eine Art Sippenhaft zu nehmen ist jenseits jeglicher Freiheitlicher Demokratischer Grundordnung. (...)


    Man redet die Krise regelrecht herbei, um z.Bsp vom Thema Flüchtlinge gezielt abzulenken.

    Lieber marcoboy , ich habe lange überlegt, ob ich darauf überhaupt antworte, aber leider ist die Zeit vorbei, dass man solche Einlassungen lächelnd ignorieren konnte.


    Du bedienst Dich in Deinem Rant mehrerer Narrative der extrem Rechten, die mit implizit geraunten Verschwörungstheorie („Die Politik arbeitet daran, Eure geschäftliche Grundlage zu zerstören!“) im Endeffekt alles derzeitige schlecht machen (die derzeitige Regierung, die „Altparteien“, das „System“ mit den „Regierungsmedien“...), um dann sich selbst auf Basis des „gesunden deutschen Volkswillens“ als Lösung anzubieten und gleichzeitig selber in eine Opferrolle zu setzen („...Dann wisst ihr das die AFD nicht das gefährlichste in diesen Land ist.“) Dann noch eine mutmaßliche Verschwörung zu Gunsten der Flüchtlinge in den brodelnden Populistentopf geworfen, und fertig ist die dampfende braune Suppe.


    Dazu mein Statement:


    1.) Durch den Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus werden zwar Grundrechte der Bürger eingeschränkt, aber vor allem auch Grundrechte geschützt, denn jeder Bürger hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Wenn Du mal ein Seminar bei mir besucht hättest, hättest Du ganz am Anfang gelernt, dass Grundrechte manchmal in Wettbewerb zueinander stehen, und es Aufgabe der Exekutive ist, die Abwägung, welche Grundrechte eingeschränkt werden müssen, auf Grundlage geltender Gesetze zu treffen. Ich denke, noch herrscht Konsens darüber, dass Leben und körperliche Unversehrtheit Vieler wichtiger sind als die individuelle persönliche Entfaltung. Die stehen übrigens beide im selben GG-Artikel.


    2.) Ich finde es unglaublich unintelligent, dass Du in dieser Situation tatsächlich zu einer Demo aufrufen willst, weil Du glaubst, Du wärst ein Opfer „der Politik“, und im selben Satz die klassische neufaschistische Opferrolle bedienst („Mal schauen, ob die Politik wagt auch dieses Grundrecht zu verbieten“). Grundrechte können nicht verboten werden, das Grundrecht der Versammlungsfreiheit, das traditionell sehr hoch gewertet wird, allerdings zum Schutz anderer Rechtsgüter eingeschränkt werden. Das macht Dich und die braune Bande dann aber nicht zum Opfer „der Politik“. Diese Denke ist sachlich völlig haltlos und menschlich widerwärtig.


    3.) Wir haben die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht zur Verteidigung unseres jeweils individuellen Spaßes, sondern um die Gemeinschaft und den einzelnen Menschen vor den Übergriffen des Staates, der Mächtigen und der Übergriffigkeit anderer Menschen zu schützen. Wir können uns darüber streiten, wie gut das funktioniert, aber die FDGO, die Du da bemühst, hat die Aufgabe, eine Seuche einzudämmen - nicht, Dein Unterhaltungsprogramm zu gewährleisten. Im übrigen gibt es Schadenersatzansprüche bei behördlichen Anordnungen, und nach meinem letzten Kenntnisstand werden ja auch gerade Konjunkturprogramme zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen der Krise aufgelegt.


    4.) Die Flüchtlingsthematik in dieser Form als Argument einzuführen, zeigte dann, woher bei Dir der Wind weht.

    Die Flüchtlinge sind kein Problem.

    Die Flüchtlinge haben ein Problem.

    Wenn Du mal schaust, steht in dem von Dir zitierten Grundgesetz auch was über Recht auf Asyl. Das gehört auch zu unserer FDGO, und im Moment bekleckern sich die europäischen Staaten echt nicht mit Ruhm im Umgang mit dieser humanitären Krise.

    Aber, und das ist jetzt entscheidende: Diese humanitäre Krise hat nichts mit der Seuchenbekämpfung zu tun, wir hätten die Pandemie, egal, ob Tausende an unseren Außengrenzen um‘s Überleben kämpfen würden oder keiner. Dass Du sie als Argument bringst, um sie als Strohmann und Mitschuldige für die derzeitigen Maßnahmen und Einschränkungen aufzubauen, zeigt, dass Du rechtsradikale und neofaschistische Propaganda bewusst oder unbewusst verbreitest und dann noch, dass Du eine kleine, kalte Seele hast.


    Ich wünsche mir, in diesem Forum nie wieder diese neurechte, menschenverachtende Grütze und dieses Opferrollenverschwörungstheoriegeschwurbel lesen zu müssen. Das ist off topic, brandgefährlich, menschenverachtend und widerwärtig. Das hat nichts mit Zensur zu tun - bevor Du anfängst mit erneutem Opferrollennarrativ der Neofaschisten -, sondern mit dem Umstand, dass dies hier nicht der Ort ist, wo wir diese gequirlte Rechtspropaganda gegen unser Gemeinwesen und gegen unsere Grundwerte lesen wollen. Du darfst gerne Deine Meinung äußern. Du musst dann aber auch damit leben, das andere die dämlich finden.


    Ich fände es schön, wenn die Moderatoren meinen Post löschen würden. Zusammen mit dem von Marcoboy, denn das ist dieses Forums unwürdig, verstößt vermutlich gegen die Forenregeln und hat in einem Forum, in dem Menschen allen Alters, Herkunft, Geschlecht und Kultur schreiben meines Erachtens keinen Platz.


    Tobias Zw.

  • Leere Regale

    • Tobias Zw.
    • 10. März 2020 um 11:02
    Zitat von HenrySalayne

    Was wäre denn überhaupt ein Szenario, bei dem man unerwartet 14 Tage ohne Wasser, Strom, Gas und Lebensmittel-Versorgung auskommen muss? Ein Nuklearunfall?

    CBRNE-Störfall (Dein "Nuklearunfall").

    Blackout.

    Hackerangriff auf IT-Infrastruktur in DE.

    Unwetter (Orkan) mit Auswirkungen auf die Infrastruktur.

    Epidemie.

    Überschwemmung.

    Ausfall oder Konatmination der Trinkwasserversorgung.

    Es geht nicht darum, dass DU für DICH ALLEIN klarkommst. Es geht darum, dass möglichst wenige Personen der öffentlichen Gefahrenabwehr zur Last fallen, falls was ist.

    Beim Lesen hier stört mich bei manchem doch sehr die Egozentrik.

    Es geht nicht um Euch. Es geht um das Gemeinwesen. Je mehr Menschen vorbereitet und autark sind, um so resilienter ist die Gesellschaft als Ganze, da wertvolle Hilferessourcen für die wirklich Bedürftigen frei sind. 10 bis 14 Tage Überlebensfähigkeit braucht's, bis realistischerweise Hilfe von außen kommt.

    Es geht nicht um Euch. Es geht um das Gemeinwesen. Klar, bei gesunden Menschen unter 60 verläuft CoViD-19 relativ unspekatkulär, aber trotzdem werden durch die Vielzahl der Fälle die medizinischen Versorgungseinrichtungen überlastet. Ich empfehle das Interview mit dem italienischen Arzt in Bergamo: Coronavirus – Zustände wie im Krieg. Ärzte müssten entscheiden, wen behandeln und wen nicht.

    Vertraut doch einfach mal denen, die Katastrophen und ihre Bewältigung erforscht haben. Die persönliche Vorbereitung des Einzelnen entlastet unsere Gesellschaft im Krisenfall.

    Persönliche Vorbereitung für 14 Tage ist für jeden Haushalt plausibel und leistbar. "Ich-kann-nicht wohnt in der Ich-will-nicht-Straße."

    Seid vorbereitet.

    Bleibt zu Hause, wann immer es geht.

    Vermeidet Veranstaltungen und Menschenansammlungen.

    Wascht Euch die Hände, übt Hustenetikette.

    MfG Tobias Zw.

    Postscriptum:

    Zitat von HenrySalayne

    Da sollte man in den betroffenen Gebieten vielleicht nicht daheim sitzen und auf bessere Zeiten warten.

    Ich wünsche gute Fahrt in ein Gebiet ohne Infektionsgefahr. Antarktika wäre derzeit noch frei.

  • Leere Regale

    • Tobias Zw.
    • 8. März 2020 um 16:54

    Die Vorratskäufe - wenn auch jetzt sehr kurzfristig - zielen ja auch nicht darauf, dass es morgen oder übermorgen nix mehr gibt. Da mache nicht mal ich als alter Katastrophenerwarter Sorgen. Spannend wird es halt, wenn entweder der krankheitsbedingte Ausfall von Arbeitskräften (LKW-Fahrer? Triebfahrzeugführer?) oder die Einschränkungen des Gemeinwesens durch Seuchenbekämpfungsmaßnahmen (wie die cordon sanitaires in Italien) die Versorgung der Bevölkerung einschränken.

    Auch wenn das hier viele lächerlich machen, aber das hier ist wirklich das absolute Minimum, das man immer - auch wenn gerade mal keine Sau durch's Dorf getrieben wird - vorbereiten sollte. Allein schon, um nicht in Zeiten knapper Ressourcen auf Grund mangelhafter Vorbereitung wertvolle Kräfte zu binden, die für andere Aufgaben dringender gebraucht werden.

    MfG Tobias Zw.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • Tobias Zw.
    • 6. März 2020 um 14:08
    Zitat von treibsand

    Doch!

    Es ist eine "stinknormale" Virusinfektion. Mag sein, daß da ein paar mehr mehr Menschen früher aus dem Leben scheiden, als sonst zu erwarten wäre, aber daSwARS dann auch schon. (Deine Prozentrechnung irrt übrigens auch: 850.000 zu 1.700.000 ist eine Steigerung um 100%!!!)

    1.700.000 verteilt auf 1.000 Tage machen bei 850.000 jährlich Verstorbenen doch ca. 50% Steigerung... ;) ...gerundet.

    "Ich dachte mal, ich hätte einen Fehler gemacht, aber da hatte ich mich geirrt." - Zugeschrieben einem anonymen, selbstgerechten Bühnenmeister, frühes 21. Jahrhrundert

    Mit freundlichen Grüßen aus dem ICE Tobias Zw.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • Tobias Zw.
    • 6. März 2020 um 07:56
    Zitat von rubicon

    Meine Meinung:

    ...

    Meinung ist schön... lasst uns aber bitte weiter an wissenschaftliche Erkenntnisse und erprobten Methoden der Seuchenbekämpfung festhalten.

    • Das Virus infiziert definitiv über Tröpfchen und Schmier, die Verbreitung über Aerosol ist noch fraglich (das wird vermutet, ist aber noch nicht bestätigt). Das wäre dann schlimmer als SARS oder Influenza.
    • Infizierte Personen können auch Ausscheider sein, wenn sie keine Symptome haben und deswegen noch nicht getestet werden. Das beschleunigt die Durchseuchung und ist anders (also schlimmer) als bei SARS oder Influenza.
    • Die derzeit vorherrschende Vermutung ist, dass das Virus auf Gegenständen ca. 5 bis 8 Tage infektiös bleibt.
    • Daraus folgert: Wir haben bei jeder Gelegenheit, bei der Menschen auf Distanzen von mindestens 2m oder näher zusammenkommen eine Infektionsgefahr. Wer sich in Bereiche begibt, in denen es Publikumsverkehr gibt, ist infektionsgefährdet, auch wenn dort derzeit keine hustenden Mitmenschen sind.
    • Führende deutsche Epidemiologen halten unbestrittenerweise eine Infektion von 60% bis 70% der Bevölkerung für unausweichlich; das deckt sich mit den einschlägigen hypothetischen Modellen auf Grundlage epidemiologischer Daten vergangener Seuchen. (Seriöse Quellen gerne auf Anfrage.)
    • Die WHO (!), die in letzter Zeit wahrhaftig nicht als übermäßig transparent und unvorsichtig bezeichnet werden kann, rechnet inzwischen mit einer case fatality rate von 3,5%, was ein Vielfaches der case fatality rate der Influenza ist. (PK von Dr. Tedros vorgestern). Je nach Kohorte muss man mit 10% bis 20% severe cases, also krankenhauspflichtigen Patienten rechnen.
    • Im Gegensatz zu anderen betroffenen Industrienationen (Südkorea, Italien), ergreifen die zuständigen Stellen derzeit In Deutschland keine proaktiven Maßnahmen für containment oder delay, sondern reagieren immer nur auf Einzelfallmeldungen.
    • Die sind aber derzeit sehr rar, weil wir in Deutschland vollkommen unzureichend testen. Die Katastrophenschützer der Republik sind gestern beinahe am eigenen Kaffee erstickt, als der Chef des Robert-Koch-Institutes (!) in der Pressekonferenz sagte, dass wir in Deutschland zu viel testen würden und weniger testen sollten. Klare Logik: Wenn wir nicht testen, haben wir keine Patienten - haben wir keine Patienten, dann haben wir keine Pandemie... nichtsdestoweniger sind die Fallzahlen in Deutschland im Verlauf der letzten 5 Tage erwartungsgemäß exponentiell gestiegen.
    • Das deutsche Krankenhaussystem ist auf Grund der „Kostensenkungen“ und des Personalabbaus zu Gunsten der Aktionäre in den letzten Jahren schon an normalen Tagen ausgelastet, während der Influenzasaison überlastet. Frag bitte nicht, unter welchen Arbeitsbedingungen das ärztliche und nichtärztliche Personal arbeitet, das würde keiner von uns hier mitmachen. Quelle: habe Innensicht. Die Hausarztpraxen stehen übrigens genau so dumm da, vor allem im ländlichen Raum.
    • Der medizinische Katastrophenschutz in Deutschland ist ein Witz, was Personalzahlen, Ausbildung und Ausstattung angeht. Quelle: Innensicht. Mit diesen KatS-Komponenten halten wir nichts auf und retten nur wenig.
    • Die überwiegende Mehrzahl deutsche Betriebe und Unternehmen hat keine Pandemieplanung, auch wenn unser BMG Spahn behauptet, jede Firma habe einen Pamdemieplan. Quelle: Innensicht, ich erstelle solche Pläne für Firmen gegen Geld. Die allermeisten Firmen schwanken derzeit zwischen kopflos panischem Handeln und Finger-in-die-Ohren-und-Lalala-singen.
    • Es gibt - im Gegensatz zur saisonalen Influenza - keine Impfung und wird es aller Voraussicht nach auch vor Beginn 2021 nicht geben.

    Was bedeutet das nun für unsere Gesellschaft? Lasst uns die Gesamtgesellschaft betrachten, nicht nur unseren kleinen Anteil; alles hat mit allem zu tun.

    • Bei konservativer Auslegung der verfügbaren Zahlen werden wir in Deutschland im Verlauf der nächsten 600 bis 1.000 Tage 49,8 Millionen Infizierte in drei Wellen haben, von denen rund fünf bis 10 Millionen Menschen (!) krankenhauspflichtig werden. Von den Infizierten werden 1.743.000 Personen sterben. Dadurch steig die Gesamtzahl Verstorbener in Deutschland pro Jahr (sonst zwischen 850.000 und 900.000 Personen) überschlägig um 50%. Auf Vermutungsgrundlage vergangener Pandemien wird die zweite Welle deutlich schlimmer als die erste sein.
    • Die Krankenhäuser werden die Anzahl der Patienten nicht behandeln können. Da medizinisches Personal einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt ist, wird es gleichzeitig in stärkerem Umfang ausfallen als die Allgemeinbevölkerung. Beispiel: Laut Schreiben des Landrates des Kreises Heinsberg an die Kassenärztliche Vereinigung NRW ist die medizinische Regelversorgung im Kreis bei nur 30 (!) hospitalisierten Patienten effektiv zum Erliegen gekommen.
    • Eine Vielzahl von Personen wird also langfristig sowohl als Arbeitskräfte als auch als Komsumenten für Luxusgüter ausfallen. Dies wird erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Durch den Ausfall von Arbeitskräften werden Lieferketten beeinträchtigt oder unterbrochen. Für unsere Just-in-time-Infrastruktur ist das der Supergau bzw. der perfekte Sturm.
    • Daraus resultierend werden zuerst alle nicht überlebensnotwendigen Funktionen eingestellt werden, und das sind nun einmal Messen, Incentives, Kunst und Kultur.
    • Irgendwann werden die Behörden nicht um Einschränkungen des öffentlichen Lebens herumkommen; nicht mehr für containment oder delay der Durchseuchung, dieser Zug ist abgefahren (und, meiner persönlichen Meinung nach: das haben wir in Deutschland grandios vergeigt), sondern zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

    Unsere Branche wird also die schwersten Treffer hinnehmen müssen, ganz einfach deshalb, weil wir nichts Sinnvolles (harhar) produzieren.

    Ich wünsche mir ja auch, dass ich mich irre, aber auf Grundlage unbestrittener Fakten, anerkannter Methoden und fundierter Erfahrungswerte steuern wir derzeit auf eine massive Krise unseres Gemeinwesens zu, und derzeit zeichnen sich speziell deutsche Politiker und Behörden durch massive Defizite im Bereich proaktiven und zielgerichteten Handelns aus. Ich hoffe, dass das noch kommt.

    Ich glaube nach derzeitiger Datenlage nicht, dass irgendeine Messe im Herbst wiederholt werden wird. Proof me wrong and I‘d be happy.

    • Macht Eure Kähne sturmfest, alle Schotten dicht und holt die Segel ein.
    • Wascht Euch die Hände.
    • Meidet Personenansammlungen, wo es geht.
    • NEIN, ES IST NICHT NUR WIE DIE GRIPPE!

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

    - irrt sich manchmal ganz gerne -

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