Zitat von "Beffel"Nur ob dann wirklich jeder in der Lage ist sich zu überwinden?
Nö.
Erwarte ich auch gar nicht. Es gibt auch wirklich Leute, bei denen ich eine entsprechende Unterweisung als vergebene Liebesmüh' ansehe - einfach, weil sie so strukturiert sind, dass sie sich in einem solchen Falle direkt daneben legen würden. Das nennen wir dann psychogene Synkope und haben zwei für die stabile Seitenlage...
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Um das OT mal zu einem sinnvollen Ende zu bringen: Auch wir sind nicht nur Tontechniker, sondern nach Dienstschluss auch noch dazu Menschen, und als solche sollte man sich zumindest mal gedanklich mit der Möglichkeit befassen, dass man irgendwann alleine auf weiter Flur steht und einem (vielleicht nahestehenden?) Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation helfen muss.
Zum Thema Epilepsie durch Stroboskopblitze: Ich hab's gerade nochmal im LPN-San (sehr empfehlenswert!) nachgelesen. Da steht auf Seite 328:
ZitatUrsache epileptischer Anfälle ist eine abnorme, synchrone elektrische Entladung von Nervenzellgruppen. Grundsätzlich kann jedes Gehirn mit epileptischen Anfällen reagieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (z.B. Schlafentzug, psychischer Stress, krampffördernde Medikamente). (...) Das Auftreten epileptischer Anfälle wird begünstigt durch Schlafentzug und Lichtblitze (z.B. Disco-Flackerlicht, Blaulicht, Fernsehen, Autofahrt durch eine Allee bei Sonnenschein).
(...)
Elementarmaßnahmen: Nach dem Anfall werden bewusstlose Patienten in stabiler Seitenlage gelagert, die Atemwege sind freizuhalten.
Standardmaßnahmen: Im Anfall ist das Vermeiden von Selbstverletzung durch Wegräumen von umstehenden Gegenständen und Möbeln wichtig. Wo dies nicht möglich ist, kann mit Jacken oder Decken entsprechend abgepolstert werden. Das Einlegen eines Beißschutzes zur Verhinderung eines Zungenbisses ist mit Verletzungsgefahr verbunden, in den meisten Fällen ohnehin nicht möglich und daher zu unterlassen. Ist ein Patient nach einem Anfall wieder voll bei Bewusstsein und über seine Krankheit informiert, erübrigt sich meistens eine spezifische zusätzliche Therapie. ...
Das ist das mindeste, was man tun kann und sollte - auch wegen dem hier.
Wer weiß, dass er zu epileptischen Anfällen neigt, weiß auch, dass er in einer Disco nix verloren hat. Der braucht kein Warnschild - oder würde auch das ignorieren.
Wer noch nichts von seiner Neigung weiß, dem hilft die Warnung auch nicht.
Warnt lieber vor Lärm, Drogen (auch Alkohol und Zigaretten übrigens...), Geschlechtskrankheiten und Dreckbären...
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Zw.