Hallo, Ihr Adepten der Showbeleuchtung,
tatsächlich ist die PAR-Kanne eigentlich das klassische Frontlicht für Rock'n'Roll. Die Brennerbestückung ist dabei abhängig von der Entfernung zum Künstler und der zu beleuchtenden Fläche. Wie Ihr schon richtig erkannt habt, sind die Lampen in der Front im Regelfall mit CP62 bestückt; wenn das Bar allerdings auf 11 m Höhe in der Fronttruss hängt und ich wirklich nur eine Position beleuchten will, wäre auch CP61 oder CP60 Mittel der Wahl. Wie immer gilt hier: Das richtige Werkzeug für die richtige Anwendung. Je nach Bestückung und Entfernung (ggf. auch je nach Frostfilter...) kann ich einzelne Musikerpositionen punktuell beleuchten, oder mit zwei Lampen links und rechts eine ganze Bühne farbig fluten.
Die handelsüblichen Mehrkammerfluter sehe ich nicht gerade als ideales Frontlicht. Sie lassen sich nur zu ungenau ausrichten und das abgestrahlte Licht läßt sich nicht abschatten, um Bereiche im Dunklen zu lassen.
Bei der Farbauswahl gilt wie immer, daß erlaubt ist, was gefällt und der Musik bzw. dem Design dient. Ich neige dazu, alles in drei Farben anleuchten zu können, und zwar jeweils in einem straw-Ton (ganz helles, weiches, angenehmes gelb), einem hellen blau und einem hellen rot. Da kann man bei Rock'n'Roll schon einiges machen, vor allem, wenn man die Musikerpositionen bzw. Bühnenbereiche getrennt eingeleuchtet hat und einzeln ansteuern kann (Leadsänger straw, Bass und Gitarre links und rechts blau, Drummer rot oder so...).
Noch lieber habe ich natürlich 1kW-Stufen als Frontlicht, aber da sehen wir dann natürlich preislich ganz anders aus - und auch die Standzeit dunkler Farben ist eine deutlich kürzere, selbst wenn man die Gels mit Mauli-Klammern an die Barndoors klemmt.
In der Hoffnung, Euch weitergeholfen zu haben...
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Zw.