Zitat von "Jobsti84"Eingang per Powercon an nen 12V Netzteil
Das Netzteil ist eingebaut, oder? Du speist nicht etwa 12V via Powercon ein...?
Zitat von "Jobsti84"Eingang per Powercon an nen 12V Netzteil
Das Netzteil ist eingebaut, oder? Du speist nicht etwa 12V via Powercon ein...?
Stereoschiene beim Dirigenten hatte ich auch schon im Programm, empfand aber das primitive "vier Condenser in einer Linie nebeneinander closeup" als deutlich effizienter und entspannter. Man hat einfach mehr Nutzsignalpegel, und alleine darauf kommt es in dieser Aufgabe an. Stereoschiene vorne mache ich immer, wenn eine Aufzeichnung mitzuschneiden ist. Ich bevorzuge da XY.
NT5 ist hier übrigens auch das Mittel der Wahl, richtig toll ist auch AE3300. Wer es günstiger braucht, aber überhaupt keine klanglichen Einbußen haben möchte (zumindest keine live hörbaren), der kauft Monacors ECM270. Geht genau so prima wie NT5!
Ganz schön viel Kirmes für ganz wenige Männekes :lol:
Wolltest du nicht weg?
Das "Hohle", alles was tonnig, blechern, badewannig klingt in solchen Situationen, ist auf die Kammfiltereffekte zurückzuführen, wenn ein Signal laufzeitdifferent von verschiedenen Mikrofonen aufgenommen wird. So, wie deine Mikrofone positioniert gewesen zu sein scheinen, wird das an einigen Stellen eingetreten sein, gewiss auch durch die Mischung mit den abgehängten Mikros. Ich versuche immer, bei Chören mit möglichst wenig Mikrofonen auszukommen oder sie eben so zu plazieren, dass sie in einer Reihe stehen bzw. unter Ausnutzung ihrer Charakteristik positioniert sind, um nichts (wenig) aufzunehmen, was für andere Mikros gedacht ist. Und es gilt natürlich nach wie vor: Closeup-Miking. Ich sehe immer mal wieder die Versuche, dass Condenser oberhalb der ersten Reihe in fast drei Metern Höhe aufgebockt sind - maximaler Auszug des guten 210/2, und dann schräg nach unten. Was soll der Blödsinn? Die schlauen Herren am Pult faseln dann immer dummes Zeug von Atmosound und mischtsichbesser oder haben es bei SAE gelernt oder im Fernsehen gesehen, und dann muss es ja gut sein, bloß laut kriegen sie es nicht, und es erinnert auch mehr an Gesangsbrei, bei dem der Zuhörer allenfalls den Eindruck gewinnt, aha, die da vorne haben grad angefangen zu singen, könnte 'n Stück aus dem Zigeunerbaron sein oder ist es doch der Song vom lustigen Zigeunerleben? - Von vorne in die Fresse ist die Devise, die Leute singen nach vorne on axis, nicht schräg nach oben, die wollen ja nicht den Wettergott beschwören. Einsprechcharakteristik maximal ausnutzen, nur nicht zu nah rangehen, dass man einzelne Stimmen heraushört - dann ist auf einmal auch anständiges Nutzsignal da.
Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, dann weiß man in der Situation vor Ort recht bald, was sinnvoll ist, und dann geht mit ein oder zwei Filtern und hoch gestimmtem Lowcut in den Kanälen schon so einiges. Am Freitag war ich in einer beschallungsmäßig wirklich ekelhaften Umgebung, nämlich in einem Flugzeughangar mit 1400 sitzenden Gästen, die sich zudem auch noch angeregt unterhielten. Mit geflogener Beschallung konnte ich acht Laiensänger mit ihrem Korrepetitor am Klavier unter Nutzung zweier AE3300 plus einem weiteren für das Solomädchen so laut bringen, dass man jedes Wort des Backgroundgesanges verstehen konnte - überall.
Ich habe gar nicht so viele Mittel der Wahl als kleiner Tonunternehmer, und entscheide mich stets zwischen AE3300 und NT5, damit geht es eigentlich immer, was anderes habe ich nicht. Richtschnur: weniger ist mehr, keine Experimente, egal ob in dubiosen Umgebungen oder dem Konzertsaal; du schreibst es ja selbst, dass du den Eindruck hattest, früher ging es mit weniger Budenzauber besser. Seinerzeit dachte ich auch mal, mit ganz vielen Mikrofonen für alle Stimmlagen könnte man einen Mix zaubern, und ich kasperte mit EQs und Phasendrehschaltern am Pult herum, mit Gates wurde experimentiert, es war alles nicht der wahre Jakob. Mittlerweile empfinde ich den Job "mach den Chor laut" als eine wenig herausfordernde Aufgabe, wenn man lege artis arbeitet. Und man muss wissen, wo Schluss ist. Die ersten zwei Koppler werden in den Channelstrips weggefiltert, und wenn es dann noch hupt, ist das Ende der Lautstärkeskala erreicht. Alles, was man dann noch versucht, endet meiner Erfahrung nach in einem Risiko (es kann urplötzlich beleidigend laut lospfeifen) oder ist dem Sound nur noch abträglich. Da muss man sich disziplinieren und die Finger vom Pult nehmen.
Hmm... Rasen ist bei mir nur ein Thema auf der Autobahn ![]()
Just gestern Abend wurde ich auch so ein Opfer - angesagt war Kofferjob als Sub mit der Bitte, den Mix für den Abend zu erstellen. Angebot im Vorfeld abgegeben, alles okay, Soundcheck zwei Tage vorher, auch okay, ist 15km weg von hier und problemlos fahrbar. Besagter Soundcheck war dann gestern abend, ich hatte mich eingestellt auf 15 Minuten Mikrofonierung und eine Stunde Check für die beiden Bands, da Backline stehenblieb. Dachte, das sei ausreichend. Ergebnis waren mehr als drei Stunden Missbrauch der Szenenfläche als Probenraum ("wie? Wir dachten, das sei so 'ne Art Generalprobe und wir könnten auch alle Sounds einmal durchprobieren...") und meine Nerven wurden nach einem bereits vollständig absolvierten Arbeitstag dünner und dünner, da das Feierabendbier weiter und weiter weg rückte. Und das mitten in der Woche, wo man am nächsten Tag wieder um Fünf rausmuss, man hat ja schließlich auch noch eine anständige Arbeit . Ich hab' heute in freien Minuten immer mal wieder nachgedacht, was das beim nächsten Mal extra kosten wird - sowas möchte ich auch einfach nicht mehr mitmachen. Genügsam und kundenorientiert, wie ich so bin, war ich recht geduldig, die Situation rettete dann die mich beauftragende Bude in Gestalt ihres örtlichen Ausführenden, der irgendwann auch die Nase voll hatte und die Herrschaften radikal von der Bühne komplimentierte (und dann war Schluss). Amps aus, Licht aus bis Freitag. Gottlob
Na, wenn du das sagst...
liest :roll: :roll:
Und dass hier Leute mitlesen, die ernsthaft etwas zu sagen haben, glaube ich eher weniger... das wird immer mal gerne behauptet, aber da nehmen ein paar Leute das Forum wichtiger, als es ist.
Thomann hat selbstverständlich schon seit Ewigkeiten drei Jahre Garantie, die waren mit die ersten, die das anboten. Und dass die nicht kulant / bemüht bei Problemen wären, mag man nicht ernsthaft behaupten. Was die sich allein an freiwilligen Retouren aufhalsen durch deren selbstauferlegtes freizügiges Rückgaberecht... das möchte ich nicht bearbeiten müssen. Gerade diese Firma hat ja nun bekanntlich schon lange vor dem Erscheinen des Pultes zigtausende Einheiten im Vorfeld bereits abverkauft gehabt als Vorbestellungen - wenn da mit einem Gerät mal etwas nicht in Ordnung gewesen sein sollte, hätten die sich gewiss auch gekümmert.
Ich weiß zwar nicht, wie viele Einheiten X32 bis jetzt hergestellt und verkauft worden sind, aber es werden sehr, sehr viele sein. Und dass die kollektiv versagen, ist bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Du hast wohl eines mit Fertigungsfehlern oder -mängeln erwischt. Das sollte umgetauscht werden, so dass du ein neues erhältst.
Respekt, der Herr. Das gefällt - mit wenig Aufwand viel Ergebnis erzielt!
Verantwortlich ist der, der sie baut. Oder der Meister, der zuständig in der Gegend herumspringt. Es tut mir Leid, Jungs, aber ich bleibe dabei: der verurteilte "Kollege" ist an sich keiner, sondern ein Verbrecher. Da mögt ihr tausendmal versuchen, alles zu relativieren und zu entschuldigen. Derartiges Verhalten wirft btw auch kein sonderlich gutes Licht auf unsere Zunft - kein Wunder, dass man vom Image der unseriösen Kirmeskerle nicht wegkommt, wenn solcherlei Machenschaften gedeckt, beschönigt und vertuscht werden von Branchenkollegen. Ständig wird sich hier beschwert, dass Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden, jeder Suppenkasper Boxen fliegt und Trusskarrees in sechs Metern Höhe baut, die windschief auf halb neun hängen, und die Dumperei passt euch auch nicht und früher war alles besser. Wenn's aber drauf ankommt, hält die Burschenschaft zusammen wie Dreck... also sowas :shock:
Chateau Migraine?
Dann lieber ein (oder acht) eiskaltes Bier nach dem Job ![]()
Ich kann mich noch dunkel ans Bizarre bei uns am Niederrhein erinnern, da ging das ganz genau so. Drei- und Viersitzersofas waren da schon völlig normal und allerorten im Gebrauche. Völlig konsterniert war ich seinerzeit, als ich bei einer Truppe den schon erwähnten Durchlauferhitzer erspähte - verbunden mit einer Badewanne auf vier Füßen. Mal ehrlich, normal ist das doch nicht, oder?
Nicht viel, das stimmt. Aber genügen denn die Informationen nicht, damit man sich eine Meinung bilden kann? Ich kann nicht nachvollziehen, dass hier ein Kollege, der offenkundigen Mist baut, so in Schutz genommen wird. Soweit ich das mitverfolgt habe, können folgende Informationen doch als gesichert gelten:
1. Eine Bühne wurde beauftragt
2. Eine Bühne ohne Geländer oder Absturzsicherung wurde geliefert / aufgebaut
3. Eine Oma ist an der hinteren Szenenflächenkante abgestürzt und hat sich weh getan
4. Die Oma musste repariert werden und hat geklagt
5. Der für die Bühne Verantwortliche wurde zur Räson gebracht und musste Geld bezahlen
Warum soll der Schluss, dass da gepfuscht wurde, unzulässig sein? Welche Informationen bräuchtet ihr denn noch dafür? Ob Oma sich beim Sturz eingepinkelt hat, oder was?
Joo, das ist ja mal kompletter Schwachsinn. Auf was für eine Nutzung beziehen sich die zehn Jahre? Tanzkapelle Atlantics im Festzelt? Garagenverleiher? DJ Rider in der großen Halle mit Kuchenverkauf? Jedes Wochenende Stadtfestbühne? Rock'n'Roll-Business sieben Tage die Woche?
Was ist nach zehn Jahren? Werden die LEDs dann schlecht? Ist das ein Mindesthaltbarkeits- oder ein Verfalldatum?
Lächerlicher Quatsch... anständige Produkte kennen sowas nicht und werden genutzt, bis sie kaputt sind, und dann werden sie repariert oder gehen zum Alteisen.
Zitat von "Jens Droessler"Man will offenbar den Kleinkunden oder die Band mit Anspruch nicht mehr im Kundenkreis haben.
Kling & Freitag arbeiten seit Neuestem doch in die gleiche Richtung - nicht ohne entsprechend pressewirksame, dafür zumindest ehrliche Arroganz in den Werbeaussagen.Hier scheint sich tatsächlich ein neuer Trend zu entwickeln.
Ein gutes Pult - viel Erfolg beim Verkauf! :wink:
Ich habe das ungute Gefühl, dass ihr *wirklich* nicht wisst, wie AStA von innen aussieht. Aber das soll nicht zum Vorwurfe gereichen. Glaubt ihr nur weiter an das Gute im Menschen, ich bin raus aus dem Thema. Ist auch zu heiß dafür in diesen Tagen.
Und Schluss: die Dose spielt wieder, der neue Omega Pro 15A macht schon ordentlich was her. Man merkt allerdings, dass ein solches neues Chassis im Vergleich zum in dem anderen Sub noch arbeitenden EPS15500L mehr Lowmids anbietet und auch einen anderen Knack hat. In der Tat klingt der alte Recke im A/B-Vergleich, wie ich ihn heute nach dem Einbau gemacht habe, ein gutes Stück gemächlicher und, hmm, müder. Da werde ich beizeiten wohl auch das andere Chassis austauschen, wenn ich dann wieder zwanzig Jahre Ruhe habe, ist mir das Recht. Muss aber nicht sofort sein, 220€ sind nun doch nicht wenig Geld :cry:
Mal sehen, ob ich den anderen EPS15 noch irgendwo verkloppt kriege, wenn den einer reconen möchte...