Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Der Background ist doch klar erkennbar. Da wurde Material fremdfinanziert. Mit geschäftlicher oder professioneller Betätigung hat das doch gar nichts zu tun. Da hat sich jemand große Boxen, ein Mischpult und ein bisschen Kabel mit Mikrofonen von erspartem Kleingeld gekauft, weil er Spaß daran hat, sich mit solch technischem Zeug zu umgeben. Und jetzt fragt den jemand, ob er damit auch mal etwas Öffentliches beschallen kann / möchte. Über Aspekte wie Materialgegenfinanzierung, Instandhaltungskosten, Steuern, HK-Beitrag, langfristige Investitionspläne etc. denkt der doch gar nicht nach, da weiß der gar nichts drüber. Für den gilt - wie für einige hundert (oder tausend) andere in der Republik in dieser Zeit -: hey, ich kann irgendwo draußen mein Zeug aufbauen, irgendwas laut machen und hinter dem Mischpult stehen, und alle gucken auf mich, weil ich die vielen Knöpfe vor mir habe. Das ist doch schon derart cool, dass man eigentlich gar nicht mehr bräuchte. Nur - wie sähe das aus, wenn man die Wahrheit zugeben und sagen würde, dass man das auch machen würde, wenn man gar nichts oder bloß zwei Cola und ein Brühwürstchen dafür bekäme? Natürlich muss man Geld nehmen, und weil die anderen Effekte aber schon so entlohnend sind, reichen da ein paar Mark. Hey, da hat man in ein paar Stunden 50,- verdient, Tarif BAT (bar auf Tatze). Und man hatte zusätzlich Spaß, konnte sich inszenieren, als "Toningenieur" wichtig machen und sein geiles Zeug spazierenfahren. Ich kann die Jungs schon verstehen, gebe ich ehrlich zu. Daher begreife ich eure Verwunderung über dieses Gebahren nicht. Wie ich das finde, also subjektiv bewerte, ist doch eine ganz andere Frage. Sowas hat mit DUmpen nichts zu tun, das ist Liebhaberei von jungen Burschen mit Geltungsbedürfnis. Die wollen ja auch gebraucht und anerkannt werden. Und wenn dann noch ein bisschen Bewunderung dabei ist (uih, haben die aber große Boxen... bestimmt laut! Und so ein riesiges Mischpult mit sooo vielen Knöpfen)... naja, dann darf das auch gerne mal 50,- pro Nase einbringen. Von denen geht man hinterher zu McDonalds und kauft sich noch einen Kasten Bier und eine Tüte Pittjes. Und schon hat man einen ganzen Feierabend voll Spaß - selbst verdient mit ehrlicher Hände Arbeit!
Beiträge von Audiowerk
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Zitat von "test"
eine rolle ist immer deutlich teurer als ein 24er karton
Oh. Da stimmt dann aber wohl was nicht
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Das sind die neuen Azubis vom Guido von September. Die werden gerade angelernt, was unsere Gebräuche und unser Geschäftsgebahren hier angeht

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Nun, dann muss eben ein Austausch her, wenn es nicht mit Sicherheit repariert werden kann. Nachdem das nicht der billigste Kram ist, sollte Shure schon Interesse daran zeigen. Melde dich doch dort einmal und schildere das Problem...?
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Jeder blamiert sich eben so gut er kann. Solche Leute sind mit ihrer mangelhaften Bildung nicht für voll zu nehmen - umso schöner, dass sie sich dann öffentlich selbst outen. Dann weiß man, was man von ihnen zu halten hat. Das hat aber nichts mit Pisa zu tun, das gab es auch früher schon. Hieß dann 'dumm, aber lieb'. Auch damit kann man durchs Leben kommen.
Diese Umgangssprachenseuche ist in Texten der Schriftsprachdomäne wirklich unerträglich. Kann ich nur beipflichten.
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Da mag man geteilter Meinung sein - ich sehe es tatsächlich genau andersherum. Ich hielte es für grundverkehrt, jungen Burschen zu raten, Veranstaltungstechniker lernen zu wollen. Das ist ja auch eine Sache, die massiv in Mode gekommen ist, das kommt noch hinzu. Mein Gott, wie viele FKVT gibt es, die in einem sicheren Arbeitsverhältnis sind und ggf. eine Familie ernähren können?
Es gibt eben Sachen, von denen man abraten muss. Das ist auch keine Frage vom survival of the fittest. Ich bin ein bekennender Anhänger des Elite- und Leistungsprinzipes, und Leute, die nichts leisten, die verachte ich. Ich stimme dir durchaus zu, natürlich ist eine Ausbildung besser als gar keine, da hast du ja vollkommen recht. Aber eine Ausbildung, die so zielsicher wie derzeit in Arbeitsverhältnisse führt, die alles andere als sicher und regelmäßig sind, und von denen man als Branchenkenner weiß, dass sie von ungelernten Freelancern billiger und flexibler beackert werden (und wo diese Leute oftmals nicht aufgrund irgendwelcher Papiere, sondern wegen ihrer Reputation ein hohen Renommée genießen)... nun, da anzuraten, dieses Handwerk zu erlernen, könnte ich vor mir nicht verantworten. Ihr mögt das anders sehen, aber ich kenne die 18- und 19-Jährigen, die nach der Lehre jahrelang gar nichts hatten, dann selbst mit Gestrampel was eigenes aufziehen wollen und die vierunddreißigste Beschallerbude in der Region gründen.
Nein nein - ich weiß schon, warum auch ich das nicht hauptberuflich mache und finanziell da unabhängig bin. Die Achtziger sind vorbei, und draußen bläst heute ein ganz anderer Wind. Und der ist recht eisig.
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Ist ein Scheißgefühl, wenn man irgendwann feststellt, dass man von der Gesellschaft nicht gebraucht wird, weil man eine brotlose Kunst erlernt hat. Die Mittelstandsbuden können es sich doch durch die Bank gar nicht leisten in unserer Branche, eine FKVT mit Gesellenlohn zu bezahlen und fest anzustellen - mit allen sonstigen Konsequenzen natürlich. Der Markt wird von Freelancern bearbeitet. Die Handvoll Leute, die als Handwerksburschen mit der ihnen zustehenden Bezahlung irgendwo angestellt werden, steht doch in keinem Verhältnis zu der überschäumenden Menge junger Knaben, die gerne Ton und Licht machen wollen und sich beratungsresistent zur FKVT ausbilden lassen.
Wer immer mich drauf anspricht, dem rate ich ab von solchen Ideen. Denn nicht nur für die jungen Leute wird es dünner... auch für die eingesessenen Buden vor Ort sind längst andere Zeiten angebrochen, weil Kreti und Pleti große Boxen von den Chinesen kaufen kann für ganz wenig Geld. So gibt es annähernd etwa so viele "Beschaller" wie Veranstaltungsbesucher :?
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Das kann alles und nichts sein. Und die Suche ist häufig ewig andauernd und am Ende erfolglos.
Aber auch ein Gegenbeispiel: an einem anderen Veranstaltungsort am Niederrhein kannte ich ein ähnliches Problem. Man machte Soundcheck nachmittags, und wenn die Veranstaltung lief, brummte es plötzlich. Ich hatte schon Handys, Wasseradern, böses Karma und die Russen im Verdacht, aber es nie herausgefunden, was es wirklich war. Irgendwann kam man auf den Trichter, dass sich das offenbar nur auf die linke Bühnenseite bezog. Die bei einem Gig dort spielende Kombo rockte wunderbar beim Check, nur beim Gig abends brummte dann der Bass mit seinen großen Spulen wie bekloppt.
Konsequenz: man hielt diverse HF-empfindliche Teile von dort fern und umging das Problem so.
Vor ungefähr einem Jahr sprach ich mit einem befreundeten Tonmann, der dort auch regelmäßig Veranstaltungen betreut und wo erst kürzlich die Erleuchtung gekommen war. Die hatten mal wieder (zum x-ten Mal) die Erfahrung gemacht, dass alles gut lief. Der Soundcheck war aber spät, es war schon dunkel draußen, und so begann es plötzlich schon kurz vor Einlass zu brummen. Da musste doch irgendeiner irgendwas gemacht haben!
Die Kollegen ergriffen die Initiative und liefen geschwind zum Hausmeister, der erklärte, er habe soeben die Foyer- und Außenbeleuchtungen geschaltet. Nach einiger Suche an diversen Orten stellte sich wohl heraus, dass eine kleine Trafoanlage, die die Leuchtschrift an der Außenwand treibt, sich im linken unteren Bühnenraum befindet... alles klar!
Ob da jetzt schirmungs- oder installationstechnisch was dran gemacht worden ist, keine Ahnung. Aber solche teuflichen Detailfehler kommen oft nur durch pure Zufälle, in der Regel aber halt gar nicht ans Tageslicht - was für den engagierten Tonmann doch sehr ärgerlich ist.
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Jesses, es wird immer kruder. Was ist denn das jetzt wieder für ein Scherzbold??
Und da heißt es immer, keine Vorurteile gegenüber DJs haben und sie genau so für voll nehmen wie normale Menschen auch...

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...aber er schickt uns seine Quicktipps zum Anschluss von Laptops und Bauflutern. PA-Freunde: Einschalten nicht vergessen - und dann practise & enjoy!

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Er wird seine American DJ Dynasty Scans verkauft und sich mit der Kohle nach Dubai abgesetzt haben, wo er sich fortan die Eier kraulen lässt... im seligen Gedenken an die schönen Zeiten im Stift Melk.
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Der Einkauf der Prüfmuster dürfte längst gelaufen sein... Und ein Gutteil der Messungen auch.
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Benzin und Aceton wirken auch Wunder. Bei Aceton aber Vorsicht an bestimmten Kunststoffen.
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Die elektrische Energie pflanzt sich in einem Leitermedium wie Kupfer doch mit annähernd Lichtgeschwindigkeit fort, soweit mir bekannt ist. Ob man da den de fakto vorhandenen Laufzeitunterschied bei ein oder zwei Metern Differenzlänge noch in msec ausdrücken kann? Ich glaube, man bräuchte sehr viele Nullen dafür...
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Es scheint mir ein generelles Problem zu werden mit diesem Extrem-Monitoring. Ob das ein rein optisches Dicke-Eier-Ding ist, das versuche ich gerade herauszubekommen. Ich war vor ein paar Wochen, als es noch warm war, auf einem Festival als (hörender, nicht arbeitender) Tonler unterwegs - mit offenen Augen und Ohren. Bei normalem Rockkram (keine grobe Metal- oder Crossoverbrause) scheint es z. B. am Drumset nicht mehr auszureichen, mit 18"+2x12"/1" auszustatten. Nicht, dass das Doppelzwölfer-Top nicht opulent genug ausgesehen hätte oder sonst schmächtig gewirkt hätte, auch nicht vom Sound oder der Lautstärke her... nein, es war manchem Trommler gar noch nicht auf die Fresse genug, wie ich im Gespräch mit dem befreundeten Monitortech erfuhr. Der Trend geht zur beidseitigen Beschallung am Drumriser mit mindestens dem genannten Besteck, aber dann verdoppelt eben - oder es wird 2x18" mit doppelt mitteltönigem Top, aber dazu sattem Zweizöller gewünscht.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass gerade jahrzehntelang spielende Gitarreros oder ebenso lang an der Front stochende Vokalisten einen gesunden Pegel aus dem Wedge um die Nase haben wollen. Aber die bewegen sich noch und haben das Kabinett zu Füßen liegen. Die Drummer haben's auf Ohr- und Augenhöhe in konstanter Entfernung, und mitunter langt es noch nicht, wo ich schon längst mit nicht gequältem, sondern schmerzverzerrtem Gesicht abgewunken hätte.
Bei allem Respekt vor all den Jahren Rocken auf den Brettern - es will mir nicht in den Kopf. Ich bin sicher nicht zimperlich, was Lautstärke angeht, aber das ist echt bisweilen sowas von jenseits von Gut und Böse, das geht mal gar nicht mehr.
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Mit Jamo ist es irgendwie ein sehr merkwürdiges Kapitel. Ich habe mal gebraucht zwei Hifi-Boxen in neuwertigem Zustand gekauft - da brauchte jemand schnelles Geld, und die Boxen klangen sehr, sehr gut. Ich habe überall versucht, etwas über diese Dinger herauszubekommen - sie hießen 'Prestige P170'. Hohe Standboxen... aber Internet, Fachzeitschriften, Jamo selbst (die gar nicht antworteten); niemand scheint mir über diese Boxen etwas sagen zu können. Sehr schräg, das. :shock:
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Zitat von "niggles"
jeder kennt sie, viele mögen sie und sie werden immer häufiger
Zitat von "niggles"Wie jetzt? Keiner weiß was?...und Schub.
Scheinbar hast du dich bei der Bestandsaufnahme doch verschätzt
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Im Tausch gegen *was*? Nicht minder interessant...

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Das ist einfach nur hart geil. Er wird sich in zehn Jahren einmal so fürchterlich schämen dafür

Mit dem österreichischen Akzent ist das Kabarett pur - andere nehmen da Eintritt für :lol:
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Kacke, Doppelpost... ist spät, ich muss ins Bett *aaaargh*