Tacho!
Irgendwie ist man da wirklich in der Zwickmühle.
Einerseits sollte der Veranstalter dafür sorge tragen, daß nichts passiert. Das heißt also Security vor Ort. Andererseits verschwindet die Security recht schnell wieder, alldieweil das ganze ja billig sein soll - wie schon erwähnt. Daher sollte man vertraglich als Verleiher dies schriftlich festhalten, daß die Security (muß ja nicht die ganze Mannschaft sein) solange da bleibt bis die letzte Schraube im LKW ist. Zudem ist je EIGENTLICH das Material soweit abgesichert, als daß der Veranstalter bzw. dessen Versicherung für evtl. Schäden durch Dritte aufkommt. Aber wir reden hier ja vom Kunde und vor allem dann wieder von Versicherungen.
Letztendlich artet es auf jeden Fall in Ärger und Streß aus, wenn sich solch eine Situation mit tätlichem Ausgang ergibt.
Die Sache mit der Notwehr... hm ja. Von meinem Bauchgefühl her würde ich sagen, daß das ein sehr zweischneidiges Schwert ist und im Zweifel man den Kürzern dabei zieht.
Wenn ich Leib und Leben verteidige - so habe ich zumindest den Eindruck bisher - komme ich mit Notwehr nur dann durch, wenn ich den Kopf nicht mehr auf den Schultern habe, sprich wenn ich eine signifikante und beinahe lebensbedrohliche Verletzung nachweisen kann. Alles andere würde ein Gericht wohl zu meinen ungunsten auslegen, vor allem wenn der Angreifer/Aggressor dabei verletzt wird.
Die Sprüche von wegen Pipe oder ne Maglite über die Rübe, mit 1m Truss oder LS-Stativ auf den Angreifer losgehen halte ich für riesigen Unfug. Dies würde ein Gericht wohl mit fahrlässiger oder sogar vorsätzlicher schwerer Körperverletzung quittieren. Damit ist dann mal überhaupt nix gewonnen.
Deeskalationstrategieen, wenn sie greifen soweit als möglich anwenden und im gleichen Augenblick den FC GrünWeiß informieren.
Ansonsten darauf hoffen, daß der Veranstalter bzw. dessen Versicherung für die angerichteten Schäden voll und ganz aufkommt.
Grüßle,
michael