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  2. Jeremy

Beiträge von Jeremy

  • Planung und Genehmigung nach Duisburg 2010

    • Jeremy
    • 4. August 2010 um 13:14
    Zitat von "Hamster"

    Frage ist nur noch: wer verhindert, dass Veranstalter unversichert veranstalten? Die Gefahr, dass darüber wieder Behörden Augen zu drücken, ist nicht gebannt?

    Das ist aber dann ein ziemlich großes Auge, das da zugedrückt werden muss. Das geht auch nicht mehr heimlich, still und leise. Insbesondere, wenn eine VA schon im Vorfeld umstritten ist, wird sich da mit Sicherheit jemand ganz laut bemerkbar machen, wenn's am Versicherungsnachweis fehlt.

    --
    Jeremy

  • Planung und Genehmigung nach Duisburg 2010

    • Jeremy
    • 3. August 2010 um 13:52
    Zitat von "Hamster"

    Vor der Vorstellung, etliche Mio je Todesopfer berappen zu müssen, sollte jede Versicherung Angst haben. Da wird es eher schwer, überhaupt noch Versicherungen zu finden, die VAen mit mehr als einem Besucher versichern wollen.

    Genau darum geht es mir ja. Der Veranstalter wird gezwungen, sein Sicherheitskonzept der Versicherung schmackhaft zu machen, nicht der Genehmigungsbehörde. Wenn die Versicherung bereit ist, das Risiko einzugehen, dann soll es der Behörde recht sein, wenn nicht, dann findet die VA nicht statt. Die Höhe der Prämie ist ein Gradmesser für die Qualität des Sicherheitskonzeptes.

    --
    Jeremy

  • Planung und Genehmigung nach Duisburg 2010

    • Jeremy
    • 3. August 2010 um 10:14

    Ein interessanter Ansatzpunkt, der sich mir im Zusammenhang mit jeder Art von Risikoabschätzung immer wieder aufdrängt, wäre die stärkere Einbindung der Versicherungen. Immerhin sitzen dort die Spezialisten, wenn es um die Bewertung von Schadensgrößen und -wahrscheinlichkeiten geht.

    Wäre nämlich der Veranstalter verpflichtet gewesen, für die LoPa nicht nur Versicherungsschutz in Höhe einer popeligen Privathaftpflicht, sondern angemessen an der erwarteten Teilnehmerzahl nachzuweisen (über den genauen Schlüssel müsste da noch zu reden sein), und wäre er verpflichtet gewesen, der Versicherung sein "Sicherheitskonzept" vorzulegen, dann wäre die Veranstaltung schon im Vorfeld an der aufgerufenen Versicherungsprämie gescheitert. Und solange der angemessene Versicherungsschein nicht vorgelegt wird, gibt's keine Unterschrift unter die Genehmigung. Ich könnte mir auch vorstellen, dass bei einer VA in dieser Größe ein Beauftragter der Versicherung mit im Stab sitzen könnte, um die Einhaltung der vereinbarten Sicherheitsregeln mit zu überwachen.

    Man kann auch davon ausgehen, dass die Versicherungen mit der Zeit ihre Pappenheimer kennen, so dass Veranstalter, die seriös und sorgfältig mit der Sicherheit ihrer Besucher umgehen, mit günstigeren Prämien belohnt werden, während andere, die ihre VAs eher dilettantisch aufziehen, stärker zur Kasse gebeten werden. Und sobald die Sicherheit der Teilnehmer unmittelbaren Druck auf die Geldbörse des Veranstalters auslöst, ist die Bereitschaft sicher größer, da was zu machen.

    Letztlich ist es ähnlich wie mit dem TÜV bei den Autos. Da überzeugen sich auch nicht die Beamten in der Zulassungsstelle persönlich davon, dass die Bremsen bei der Karre funktionieren. Die wollen nur den gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungsschutz sehen. Und den bekommt man nur, wenn das Sicherheitskonzept (dh. die aktuelle TÜV-Abnahme) positiv ausfällt. Auch hier kann der Autohalter nicht einfach sagen, dass er sich das Geld für die Bremsen sparen kann, weil er ja ohnehin bloß Vollgas fährt und nie bremst.

    --
    Jeremy

  • Tonabnehmer für einen Kontrabass

    • Jeremy
    • 14. Juli 2010 um 15:22

    Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe: Willst Du zwei getrennte Piezo-Systeme oder einen Tonabnehmer, der halt auf beiden Seiten des Stegs abnimmt? Falls letzteres (also die Lösung ala Underwood oder Shadow), dann brauchst Du Dir um die "Zusammenführung" keine Gedanken zu machen, aus dem ganzen Gebinde kommt genau ein Signal per Klinkenbuchse raus. Falls Du aber zwei getrennte Tonabnehmer und somit zwei getrennte Signale haben willst, dann passt das mit der Aussage, dass der Fishman zu teuer ist, nicht ganz zusammen. Doppelte Signalführung geht nämlich, wenn's vernünftig werden soll, auch ins Geld.

    Meine persönlichen Erfahrungen mit Kontrabass-PUs:

    1. Schaller Magnetic PU (das ist der, der ans Griffbrettende geschraubt wird): Der Klang ist irgendwie zu "magnetisch/elektrisch", da halt nur die Saitenvibration verstärkt wird und nicht (oder nur ganz unwesentlich) der Holzklang. Darüberhinaus rappeln sich die verstellbaren Polepieces auch gerne mal lose, und das kracht und scheppert dann ganz böse (na ja, zu Rockabilly passt ja vielleicht)

    2. Shadow SH950: Sowohl vom Klang als auch von der Handhabung her sehr robust und unproblematisch. Nicht unbedingt feinzeichnend und "schlank in den Fesseln", dafür aber ein recht guter Punch, der zu Rockabilly gut passen könnte.

    3. Fishman BP100: Hat bei mir gar nicht geklappt. Möglicherweise wäre der Tipp mit der Heißklebepistole sinnvoll gewesen, aber mit der Standardmethode (Metallklemmen am Steg) brachte ich einfach keinen Sound zustande, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Das war alles irgendwie zu dünn, harsch, piezomäßig.

    4. K&K Double Big Twin: Passt mir sehr gut. Der Klang ist nicht so dick wie beim Shadow, nicht so dünn wie beim Fishman, genau passend in der Mitte halt. Nach meinem Empfinden klingt das am ehesten nach Kontrabass.

    Wie gesagt, das sind nur meine eigenen Erfahrungen mit Tonabnehmern an einem alles andere als hochwertigen Kontrabass. Gerade bei akustischen Instrumenten kommt es ja noch auf eine ganze Reihe anderer Dinge an, angefangen beim Holz, über die Saiten, persönliche Spieltechnik etc. ..., also mach mich nicht verantwortlich, wenn's bei Dir nicht so klappt. :wink:

    Eine Zusatzoption, die einen Versuch wert ist, wäre ein Kontaktmikrofon (ich hab's versucht mit dem AKG C411) zwischen die Stegbeine geklebt. Das liefert einen Mörderpegel, allerdings keinen Mördersound. Die gesunde Mischung zwischen C411 für den Bauch und z.B. einem Fishman für die Kosmetik könnte ich mir gut vorstellen. Da bist Du halt immer auf zwei Kanäle, einer davon mit Phantomspeisung, angewiesen.

    Was Du bei Piezos generell immer verwenden solltest, ist ein geeigneter Preamp. Durch die Impedanzanpassung klingt der PU gleich um ein ganzes Stück erwachsener und teurer.

    --
    Jeremy

  • google docs / spreadsheets

    • Jeremy
    • 3. Juni 2010 um 19:46

    Prinzipiell eine gute Idee, ich hab das auch selber schon ausprobiert. Wenn Du allerdings in der Informationskette nur einen einzigen Googleverweigerer hast (und die gibt's halt mal zuhauf), dann bist Du genausoweit wie vorher. Das Ganze hat irgendwie eine Ähnlichkeit mit der guten alten Analog-vs-Digital-Diskussion. Viele wollen ihre Rider halt nach wie vor analog bearbeitet wissen, weil man das halt schon immer so gemacht hat.

    Ich will damit die Google-Sachen nicht schlechtreden. Ich nutze selber das gesamte Paket, von Gmail über Kalender, Kontakte, Docs, Googlemap, alles halt. Richtig gut wirds im Zusammenspiel mit einem Android-Handy. Diesen Schritt habe ich vor etwa einem halben Jahr auch noch gemacht. Es ist schon eine enorme Erleichterung, wenn man Kontakte, Kalender und Mails im PC und auf dem Handy immer völlig synchron hat.

    Natürlich kann man sich dem Ganz Großen Bruder mit dem Ganz Großen "G" auch verweigern. Andererseits ... die wissen von mir sowieso alles, was sie wissen wollen, und dann will ich wenigstens eine Gegenleistung dafür haben.

    --
    Jeremy

  • No Angels Tour

    • Jeremy
    • 15. Mai 2010 um 20:21
    Zitat von "simonstpauli"

    Unter dem Strich geht es mir mehr um Konsistenz als um das Quentchen, was ich noch rausholen könnte.

    Ein Satz, den man in dieser Diskussion viel zu selten hört. :!:

  • Soundcraft Vi6 Zuverlässigkeit

    • Jeremy
    • 7. April 2010 um 22:51
    Zitat von "voetter1"

    Nana, Derrisch heisst schwerhörig...

    Ich widerspreche: Taub ist "Doarrad" ... jedenfalls da, wo ich herkomme. Aber das ist ja kein Grund zum Streiten.

    --
    Jeremy

  • Soundcraft Vi6 Zuverlässigkeit

    • Jeremy
    • 7. April 2010 um 15:28
    Zitat von "wora"


    könntest du diesen begriff erklären? ich hab leider keine ahnung, was damit gemeint ist. bildung tut not! ;)

    Derrisch (adj.): grob, ungehobelt, laut, kräftig, ...

    Ein Mensch, der von seiner persönlichen Veranlagung her eher dem "derrischen" Lager zuzuordnen ist, sollte seine berufliche Verwirklichung eher im Schmiede- als im Uhrmacherhandwerk suchen.

    --
    Jeremy

  • Neues Digico Pult "Red Snapper"!?

    • Jeremy
    • 3. März 2010 um 16:58
    Zitat von "tim maier"

    für diejenigen die Italienisch können.....
    http://www.zioforum.it/viewtopic.php?f=2&t=1933&sid=f336e993e45594b3985bd0e615783097
    hab allerdings keine Ahnung was das heißen soll.... :D

    Ich versuch's mal:

    Zitat von "stefano"


    Mein Riecher hat mich nicht getäuscht.

    Diese alte Schauspielertruppe bei DiGiCo hatte mich schon fast überzeugt, dass sie kein neues Mischpult vorstellen wollten, aber ich habe dennoch drauf gewettet. Nachdem ich schon zwei Flaschen auf Ferrari verwettet hatte, kam es mir auf die dritte auch nicht mehr an.

    Nachdem ständig wiederholt worden war, dass es keinen neuen Mixer zu präsentieren gäbe (was so kurz nach SD7, SD8, 007 Expander ja logisch gewesen wäre), beginnen sie plötzlich von Fisch zu reden, der Designer ist ein Fischer, und zeigen den "Red Snapper", ein rotes Raubtier mit scharfen Zähnen, projezieren ein Bild von einer kleinen roten elektronischen Karte, und dazu einige andere "Familien-Komponenten", zeigen, dass diese Karte in einer Rackeinheit untergebracht werden kann, dann legen sie noch ein paar verschiedene Rackteile drauf, kichern aus dem Hintergrund, und kommen schließlich zu Bildern von etwas, das wie einer 32/16 Stagebox aussieht und kündigen schließlich an, dass diese kleine rote Teufelei eine neue Engine sei, nur eine, die *allein* leistungsfähiger sei als die gesamte Mediamatrix einer XL8. Ganz allein.

    Schließlich geben sie bekannt, dass ich meine Wette gewonnen habe, und ja, das ist ein neues Pult mit dem internen Namen "Red Snapper", das ist das SD9, aber wir müssten auf den nächste Tag warten, um es zu sehen.

    SD9.
    Eigentlich müsste man Adjektive wie "grandios" etc. verwenden, wenn ich mich nicht schon daran gewöhnt hätte und von DiGiCo durch nichts mehr überrascht würde. Ich habe es gesehen, darf aber nicht zuviel verraten. Es wird in Frankfurt vorgestellt werden, und wer hinfahren will um eine Demo zu sehen, dem empfehle ich eine Terminreservierung (lasst mich die Daten wissen) für eine Demovorführung, evtl. sogar in italienisch.

    Es positioniert sich in einer Preisklasse weit unter dem SD8.
    Man kann an einem CAT5-Kabel bis zu zwei 32/16-Verteiler anschließen und darüber hinaus an einer MADI-Schnittstelle noch weitere Racks oder Aufnahmegeräte oder Pulte ...
    Es ist so groß (bzw. klein) wie ein Avo Pearl Lichtpult und gebaut wie ein Panzer, ein DiGiCo halt.

    Über die Super-FPGA wurde gesagt, dass eine allein über mehr Rechenpower verfügt als die gesamte Mediamatrix (mit jeweils 6 Sharc) einer XL8. Außerdem stehen ein Pärchen Tiger Sharc zur Verfügung, die allein schon leistungsfähiger sind als die 39 Sharcs zusammen, die in einer SD8 arbeiten.

    DiGiCo hat uns ganze Produktgenerationen vorgesetzt, in denen die Anzahl von Ein- und Ausgängen, von verschiedenen Filtern und Prozessoren einzig und allein von Markt- und Marketinganforderungen bestimmt wird, und nicht von der verfügbaren Rechenleistung und noch viel weniger von der verwendeten Benutzerschnittstelle begrenzt wird.

    ...Diesen Satz (E non si tratta di audio girato da cpu, con cui è relativamente facile fare tanti processi ma da dispositivi che sono una specie di dsp hardware, ma molto più potenti ed adatte allo scopo dei dsp, le Super FPGA.) verstehe ich beim besten Willen nicht, sorry ...

    Der Rest ist nur noch im Rückspiegel. Wer das SD9 sieht, wird es sofort verstehen.

    Ich hab's gesehen.

    Stefano

    Alles anzeigen

    Ich bitte zu bedenken, dass mein Italienisch weiß Gott nicht auf technische Diskussionen spezialisiert ist. Einige der Dinge, die ich hier übersetzt habe, übersteigen daher meinen Horizont und sind von daher mit Vorsicht zu genießen. Das alles ist ohne jegliche Gewähr. Ich überlasse es jedem einzelnen, seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

    --
    Jeremy

  • Ein geschätzter Kollege muss als Beispiel herhalten ...

    • Jeremy
    • 15. Januar 2010 um 09:36

    Gerade im drweb.de-Blog gesehen:

    http://www.drweb.de/magazin/kurios…on-unternehmen/

    Das kommt uns doch bekannt vor, oder?

  • Lavalier anschminken und Headset fixieren

    • Jeremy
    • 14. Oktober 2009 um 10:33
    Zitat von "Finelight"

    Da erinnere ich mich immer an den Tipp aus dem Musik Produktiv Katalog (damals war ich noch jung!).
    Das Reservoir eines (TROCKENEN) Kondoms über die Kapsel zu ziehen. Klaut wohl ein paar Höhen, soll aber am EQ kein größeres Problem darstellen...
    Ich habe es nie testen müssen!

    ... und den "Rest-Verschnitt" kann man ja dann nach und nach aufbrauchen oder ans Publikum verteilen.

    --
    Jeremy

  • Lavalier anschminken und Headset fixieren

    • Jeremy
    • 14. Oktober 2009 um 07:35
    Zitat von "Nemesis"

    Meine Frage ist nun: wie schminke ich so ein Lavaliermikrofon an und damit zusammenhängend: welche Positionen sind vorteilhaft bzw. zu vermeiden? Als (akustisch) optimale Position wird oft mittig auf der Stirn genannt, allerdings hat man hier natürlich das Problem, dass das ganze nicht wirklich sehr dezent ist.
    Andere und von uns u.U. bevorzugte Möglichkeit wäre die "Befestigung" an der Wange.


    Das ist auch nicht "dezenter" als am Haaransatz. Es kommt halt drauf an, wo es am besten unterzubringen ist. Wenn eine Perücke im Spiel ist, würde ich schon zur Stirn raten. So kannst Du auf jeden Fall das Kabel am besten verstecken.

    Zitat

    Welches Klebeband wird hier benutzt? Imho gibt es ja spezielles Hautklebeband.
    (Ich meine mich da an ein Produkt eines Herstellers von Medizinprodukten zu erinnern, komme aber leider nicht genau auf den Namen...)


    Meinst Du Leukosilk oder Transpore? Beides geht, wobei beides natürlich nach relativ sorgfältigem Makeup von möglichst erfahrener Hand verlangt, bis es wirklich unauffällig ist.

    Zitat

    Welche Maßnahmen ergreift ihr zum Schutz der Kapsel vor Feuchtigkeit und Schminke?
    (MKE-Schminkschutz ist bekannt, es geht mehr um den Schutz während der Auftrittssituation)
    Liegt die Kapsel direkt auf der Haut auf, kommt ein Pfalster drunter?


    Das muss das Boot abkönnen ... so ganz wirst Du der Kapsel nämlich weder Schweiß noch Tränen ersparen können. Ein Pflaster drunter musst Du wieder überschminken, und der Schweiß rinnt sowieso hin, wo er will. Am besten gehst Du einfach mal in dein nächstgelegenes Theater und sprichst mit den Maskenbildnern. Man kann das am lebenden Objekt viel besser erklären als hier über das Forum.

    --
    Jeremy

  • Spezialeffekt für Theater - Peter Pan

    • Jeremy
    • 5. Oktober 2009 um 07:37

    Mein erster Gedanke wäre gewesen, das mit einem entsprechend angepasstem Mauszeiger auf einem völlig schwarzen Bildschirm zu machen, evtl. sogar mit Mauszeigerspur ... das ganze dann projeziert, und du hättest sogar die Möglichkeit, auf Positionsungenauigkeiten der Schauspieler zu reagieren. Könnte doch gut aussehen und ist relativ kostengünstig umzusetzen. Insbesondere braucht es keine bis ins kleinste durchgestylte Wacklerprogrammierung, sondern lediglich eine Maus ...

    --
    Jeremy

  • Lärmbeschränkungsauflagen einer Behörde...

    • Jeremy
    • 30. Juli 2009 um 20:56

    Ich hoffe, dass Du da versehentlich den falschen Link gepostet hast, ansonsten finde ich das makaber, geschmacklos und nicht wirklich lustig. Versetz Dich in die Lage der Angehörigen, und denk drüber nach, ob Du das so stehen lassen willst. Das ist doch sonst nicht Dein Niveau ...

    --
    Jeremy

  • Lärmbeschränkungsauflagen einer Behörde...

    • Jeremy
    • 30. Juli 2009 um 09:42
    Zitat von "simonstpauli"

    Jeremy, ich weiß nicht, ob das zielführend ist.

    Wenn man daraufhin nämlich erbsenzählerisch wird und einfach nur die TA Lärm ansetzt dann dürfte die Veranstaltung is Wasser fallen...

    Ich würde mich freuen, wenn eine Behörde sich mit dem Thema befasst und immerhin 90dB (Leq, A?) genehmigt.

    Ich wollte damit nur sagen: Auch in den Behörden sitzen nur Menschen, bloß sind die auf Grund ihrer Ausbildung nachgerade sklavisch darauf konditioniert, ja keinen Fehler zu machen, und vor allem, wenn dann doch mal einer passiert, ja nicht dafür verantwortlich zu sein. Wenn man also diesen Leuten goldene Brücken baut und sie darauf hinweist, dass ihr Bescheid den Kontakt mit einem einigermaßen ambitionierten Anwalt möglicherweise nicht unbeschadet übersteht (und das bedeutet: Antreten beim Chef und erklären, wer denn diesem Mist "verbeschieden" hat), dann kann man mit den Behörden durchaus vernünftig reden. Wie immer steht und fällt das ganze mit der Kommunikation im Vorfeld. Und die Anregung bei einer nicht näher spezifizierten Angabe von "90dB" einfach mal von 90dB LeqA auszugehen, würde so mancher Veranstaltung ja durchaus weiterhelfen.

    Du hast schon recht: Sich auf einen Erbsenzählerwettstreit mit einer Behörde einzulassen, ist für den Veranstalter immer ein Auswärtsspiel. Aber auch auswärts kann man gewinnen.

    --
    Jeremy

  • Lärmbeschränkungsauflagen einer Behörde...

    • Jeremy
    • 30. Juli 2009 um 09:17

    Den Verwaltungsleuten baucht man nicht mit der Realität zu kommen, die spielt im Behördendenken nur eine untergeordnete (und meist störende) Rolle. Was da viel eher hilft, ist der Gesetzestext. Und da steht z.B. im Verwaltungsverfahrensgesetz (zitiert ist hier die Version des Bundes, die jeweils relevanten Länderausgaben sind im wesentlichen identisch):

    Zitat

    § 44 Nichtigkeit des Verwaltungsaktes
    (1) Ein Verwaltungsakt ist nichtig, soweit er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände offensichtlich ist.
    (2) Ohne Rücksicht auf das Vorliegen der Voraussetzungen des Absatzes 1 ist ein Verwaltungsakt nichtig,

    1. der schriftlich oder elektronisch erlassen worden ist, die erlassende Behörde aber nicht erkennen lässt;
    2. der nach einer Rechtsvorschrift nur durch die Aushändigung einer Urkunde erlassen werden kann, aber dieser Form nicht genügt;
    3. den eine Behörde außerhalb ihrer durch § 3 Abs. 1 Nr. 1 begründeten Zuständigkeit erlassen hat, ohne dazu ermächtigt zu sein;
    4. den aus tatsächlichen Gründen niemand ausführen kann;
    5. der die Begehung einer rechtswidrigen Tat verlangt, die einen Straf- oder Bußgeldtatbestand verwirklicht;
    6. der gegen die guten Sitten verstößt.

    (3) Ein Verwaltungsakt ist nicht schon deshalb nichtig, weil

    1. Vorschriften über die örtliche Zuständigkeit nicht eingehalten worden sind, außer wenn ein Fall des Absatzes 2 Nr. 3 vorliegt;
    2. eine nach § 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 bis 6 ausgeschlossene Person mitgewirkt hat;
    3. ein durch Rechtsvorschrift zur Mitwirkung berufener Ausschuss den für den Erlass des Verwaltungsaktes vorgeschriebenen Beschluss nicht gefasst hat oder nicht beschlussfähig war;
    4. die nach einer Rechtsvorschrift erforderliche Mitwirkung einer anderen Behörde unterblieben ist.

    (4) Betrifft die Nichtigkeit nur einen Teil des Verwaltungsaktes, so ist er im Ganzen nichtig, wenn der nichtige Teil so wesentlich ist, dass die Behörde den Verwaltungsakt ohne den nichtigen Teil nicht erlassen hätte.
    (5) Die Behörde kann die Nichtigkeit jederzeit von Amts wegen feststellen; auf Antrag ist sie festzustellen, wenn der Antragsteller hieran ein berechtigtes Interesse hat.

    Alles anzeigen

    Man kann jetzt sicher trefflich darüber streiten, ob eine Lärmbegrenzung, die schon vom Publikum locker überschritten wird, einen schwerwiegenden, offensichtlichen Fehler im Verwaltungsakt begründet und diesen gem. Abs. 1 nichtig macht, oder ob es sich um einen Verwaltungsakt (bzw. einen Teil davon) handelt, den gem. Abs. 2 Nr. 4 "aus tatsächlichen Gründen niemand ausführen kann". Auf jeden Fall bringt man mit dieser Frage die Behörde in Erklärungsnöte, und das mögen die Damen und Herren gar nicht. Insbesondere der angedrohte Nachweis, dass da Unsinn geschrieben wurde, kann bei ansonsten einigermaßen diplomatischer Verhandlungsführung zu außerordentlich gesteigerter Kooperationsbereitschaft führen ...

    --
    Jeremy

  • Bildschirme in der Sonne

    • Jeremy
    • 27. Juli 2009 um 12:24

    Vorletztes Wochenende standen beim "Jazz an der Donau"-Festival in Straubing eine Vi6 und eine Midas Pro6 einträchtig nebeneinander am Frontplatz, das ganze unter einer weißen Festzeltdachhaut. Sobald da Sonne am Dach war, war es auf der Vi6 extrem schwierig, was zu erkennen, aber die Bildschirme vom Pro6 waren einwandfrei abzulesen (die stehen halt auch etwas steiler).

    --
    Jeremy

  • Tonstörungen durch Blackberrys?

    • Jeremy
    • 26. Mai 2009 um 14:30

    Dazu empfehle ich aus dem Soloprogramm "Herrenabend" von Horst Schroth die Passage "Das Handy in der Oper", wo er lang und breit schildert, wie ihm sein Handy bei "Nabucco" in der Kölner Oper durch ein Loch im Futter ins Sakko rutscht, worauf er es nicht ausbekommt, als es plötzlich zu klingeln beginnt.

    Das ganze endet mit dem bezeichnenden Satz: "... drum schalten Sie's aus, das blöde Ding. Wer immer und überall erreichbar sein muss, gehört zum Personal."

    Natürlich erzählt er das ganze immer zu Beginn des Programms, und im gesamten Zuschauerraum gehen verstohlene Griffe in die Taschen ...

    --
    Jeremy

  • Funkfrequenzen / Frequenzzuteilungen

    • Jeremy
    • 15. Mai 2009 um 09:25

    Gerade frisch bei Heise reingekommen, leider auch ohne großen neuen Nährwert ...

    http://www.heise.de/newsticker/Dis…/meldung/137879

    --
    Jeremy

  • WLan-Router mit Firewall und Virenscanner gesucht!

    • Jeremy
    • 24. April 2009 um 13:51
    Zitat von "4Art"

    Gute Möglichkeit - wenn's denn mittlerweile brauchbare Virenscanner für Linux gibt :!:

    ... die dann was genau finden sollen?

    --
    Jeremy

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