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Beiträge von niggles

  • Erfahrungen Meyer Sound Mina

    • niggles
    • 15. August 2012 um 23:54
    Zitat von "heinomato"

    Verglichen mit den Kivas, wo ich auf ner Tour 6-12 Tops pro Seite hatte wo auch teilweise recht Rock n'rollige Ansätze dabei waren funktioniert Mina nicht wirklich sagst du?


    Die Kiva kenne ich nicht wirklich, MINA ist für so was definitiv nicht ausgelegt. Das geht schon damit los das es keinen richtigen Systembass gibt.

    Zitat

    Kleinere Bands oder bissl Disko Kram mit 4 Tops pro Seite?


    Ich frag mich was die Leute bei so was immer mit einem LA wollen... Um bei Meyer zu bleiben: 2xUPJ pro Seite geflogen (Zeltklammern oder Fronttruss), evtl. noch jeweils ne weitere UPJ als Infill auf Stativ und dazu passende Bässe (500 HP/600 HP) gibt dir stressfrei alles was die gepflegte Coverband aufm Firmenfest braucht. Das ganze geht eine Nummer grösser genauso mit UPA und den 700er Bässen. Die kleinen Rumpelkisten R/L als Kickfill vor die Bühne, die grossen Kübel in Endfire unten drunter. Ordentlich trennen und delayen (dafür tuts ein beliebiger Controller oder notfalls die Ausgangsmatrix vom Pult, Galileo ist Luxus für solche Anwendungen) und Abfahrt. Ganz ohne MAPP und SIM...

  • Haftungsrechtliche Situation des Freelancers

    • niggles
    • 15. August 2012 um 23:18
    Zitat von "klauston"

    Großer Irrtum

    Die Technikfirma ist eben gar nicht raus, im Gegenteil, diese haftet gegenüber ihrem Auftraggeber. Ist einfach so, denn die haben ein Vertragsverhältnis miteinander.
    Ob die Technikfirma mit Angestellten oder Freelancern arbeitet kann dem Betreiber völlig Wurst sein.

    Und die Technikfirma kann sich in weiterer Folge die Kohle vom Subunterneer holen, oder dessen Versicherung.
    Wenn dem so wäre wie Du sagst, dann würde vermutlich ganz schnell
    Jeder Betreiber darauf bestehen, das keine Subunternehmer beschäftigt werden.


    ...oder halt drauf bestehen dass alle auf der Baustelle beschäftigten Personen ausreichend versichert sind. Natürlich kann man das zum Vertragsbestandteil zwischen GU und Betreiber machen und drauf vertrauen dass die Firma das entweder von allen ihren Freelancern einfordert oder anderweitig löst; ist gängige Praxis wenn man sich schon von vorhergegangen Aufträgen kennt.
    Andererseits habe ich irgendwo auch Verständnis dafür dass die Betreiber von Gebäuden in denen wirklich alles zusammenkommt (teure Inneneinrichtung, besch...e Ladewege, finanzkräftiges und dementsprechend klagefreudiges Publikum) der einen oder anderen Bastelbude da etwas genauer auf die Finger schauen wollen.

    Zitat

    Nach Deiner Auffassung wäre die Technikfirma, die Beide beschäftigt hat fein raus und der Betreiber muss schauen wie er den Schaden ersetzt bekommt?

    Das ist nicht nur meiner Auffassung nach so, sondern steht in den VStättVO der Bundesländer. Verantwortlich für die Sicherheit der Besucher ist immer der Betreiber. Damit soll verhindert werden dass etwa (konstruiertes Beispiel) die Eltern von 3 bei einem Groundsupport-Einsturz schwer verletzten Teenies bei einer russischen Tourcompany, womöglich an deren Gerichtssitz in Wladiwostok ihre Entschädigungen einklagen müssen.

  • Erfahrungen Meyer Sound Mina

    • niggles
    • 15. August 2012 um 22:06
    Zitat von "heinomato"

    Laut den Daten ist das Mina System ja unwesentlich leistungsschwächer als M'elodie bei geringerem Gewicht und Maßen obwohl Mina "tiefer" geht. Was sagt ihr dazu?


    Die ganze Ampleistung bringt nix wenn es dem System an Membranfläche fehlt um selbige auch sinnvoll umzusetzen. Das ist beim M'elodie teilweise schon grenzwertig (bei weniger als 6 Schnitzen pro Seite plärrt das erst mal ganz schön) aber durchaus beabsichtigt; wenn man mal 8er oder 12er Hangs mit Flugbässen hat stimmt das Klangbild auch ohne grosse EQ-Kneterei wieder.
    Mina hat eine andere Zielgruppe - reine Sprachbeschallungen, Festinstallationen, Downfill für grössere Systeme etc. Daher noch kleinere Membranen und eine völlig andere Abstimmung: erweiterter Frequenzbereich (Fullrangetauglich ohne Bässe auch in kleinen Setups) aber klare Abstriche bei Wurfweite und Pegel. Schickes System, aber im Gegensatz zum M'elodie nicht mehr wirklich Rock'n'Roll-tauglich.

  • Haftungsrechtliche Situation des Freelancers

    • niggles
    • 15. August 2012 um 18:56

    Das wird jetzt OT, daher nur ganz kurz: Die Verantwortung für die Sicherheit und die Einhaltung der Vorschriften auf einer Veranstaltung liegt in DE ganz klar beim Betreiber (§38 MVStättV). Diese Verantwortung kann nicht vollständig an Vertragspartner wie z.B. eine Technikfirma delegiert werden, der Betreiber hängt in jedem Fall erst mal mit drin wenn Dritte geschädigt werden (Hausrecht!). Das mag sich bei reinen Sachschäden noch irgendwie regeln lassen; bei Personenschäden wirds da ohne Versicherung grob unlustig weil das Gericht hier nach Feststellung der Schuldfrage ohne Wenn und Aber sicherstellen muss das der Geschädigte zu seinem Geld kommt. Die Technikfirma ist in der Regel als erste raus ("Der war Subunternehmer!"), danach kommt der Verursacher selbst und wenn da nix zu holen ist ist der Betreiber dran :shock:
    Das sich das in der Praxis eigentlich mit dem Datenschutz beisst weiss ich auch; andererseits gibts ja auch nicht wenige Freelancer die sich z.B. über crewcheck vermitteln lassen und da noch ganz andere Daten preisgeben müssen... :roll:

  • Haftungsrechtliche Situation des Freelancers

    • niggles
    • 14. August 2012 um 21:10
    Zitat von "klauston"

    Definitives NEIN

    Meine Haftpflicht bekommt gerne mein DIREKTER Auftraggeber, dem gegenüber hafte ich.
    Aber der hat es tunlichst zu unterlassen, das er meine Daten an 3. Personen oder Firmen, mit denen ich keinen Vertrag habe, weitergibt.

    Das wäre ein ganz schwerer Verstoß gegen das Datenschutzgesetz.

    Mein Auftraggeber haftet gegenüber seinem Kunden, aber nicht ich!!!!!!!!!


    Ich habe ganz offen gesagt keinen blassen Dunst von den Feinheiten des österreichischen Rechts; in DE ist es leider nach wie vor so dass Betriebshaftpflichtversicherungen Schäden an Dritten (z.B. verletzte Veranstaltungsgäste) nur dann abdecken wenn sie durch den Unternehmer selbst oder seine Betriebsangehörigen (=Angestellten) verursacht wurden. Subunternehmer fallen da nicht drunter und müssen daher einen eigenen Versicherungsschutz haben und ggf. auch nachweisen. Wieviel du dafür im Jahr bezahlst, was deine Privatadresse und Bankverbindung ist usw. geht den Betreiber natürlich nix an. Einen Nachweis darüber dass du (Vorname, Nachname, Firmenname) im geplanten Tätigkeitszeitraum bis zu einer Höhe von x Millionen Euro gegen Sach-, Personen- und Vermögensschäden haftpflichtversichert bist kann und darf er aber fordern. Ansonsten ist er nämlich spätestens bei Personenschäden der Gelackmeierte, weil ihn ein Auswahlverschulden trifft.

  • Haftungsrechtliche Situation des Freelancers

    • niggles
    • 14. August 2012 um 16:21
    Zitat von "marcoboy"

    Die Betriebshaftplichtversicherung muss mit.


    Nein, muss sie nicht. Die muss schon vor der Anreise zum Job im Büro des Auftraggebers vorliegen. Der reicht sie dann ggf. gesammelt in Kopie im Vorfeld beim Betreiber der VA-Stätte ein; bestimmte Hotels und Kongresszentren bestehen da drauf. Und genau da gibts auch Ärger mit den Spezialisten die einem erzählen "ja, die Police bring ich dir dann auf den Job mit; ist grade zu viel Stress das zu scannen..." und dann vor Ort feststellen den Zettel "zufällig" vergessen zu haben.
    Unbedingt vor Ort erforderlich, aber gern vergessen wird dafür ein wie auch immer gearteter Selbstständigkeitsnachweis. BfA-/DRV-Befreiung, Gewerbeschein, vielleicht auch mal eine Firmenvisitenkarte o.ä. ersparen einem bei einer Kontrolle durch den Zoll zeitraubende Diskussionen.

  • stapel- und verriegelbare 19" Racks

    • niggles
    • 13. August 2012 um 18:27
    Zitat von "stefankhh"

    Ich hab die Thoamnn Case ind Case Dinger, zum stapeln (mit Fenster, wobei ich nicht finde, dass das auf der falschen Seite ist) und als Multiflex Variante, bin ich sehr zufrieden und der Preis stimmt auch.


    Naja, das Fenster sitzt halt vorne/hinten. Vorne kann man bei den meisten Geräten eher schlecht grosse Aufkleber mit Strich/QR-Codes oder zumindest exakten Gerätebezeichnungen anbringen, hinten werden meiner Erfahrung nach ständig die Deckel (wenn vorhanden) zwischen gleich grossen Einsätzen durchgetauscht...

  • stapel- und verriegelbare 19" Racks

    • niggles
    • 13. August 2012 um 17:03

    +1 für stapelbare Case-in-Case-Racks. Alles andere ist entweder für Touring und Grossproduktionen untaugliches Spielzeug oder so sinnlos schwer dass man bei kleineren Produktionen mehr Holz und Beschlagmaterial als Elektronik transportiert.
    Meine Erfahrung mit ein paar verschiedenen Systemen.

    - Amptown FlexRacks: Das Original. Unzerstörbar, aber mMn deutlich zu schwer. Ausserdem passen die Einsätze durch ihre Breite nur in die originalen Amptown-Transen die es inzwischen von anderen Herstellern in deutlich schlauerer Ausführung gibt. Lohnt sich mEn nur wenn man viel mit Dryhire-Material von PRG oder anderen "Grossen" arbeitet und kompatibel sein muss.

    - Wickinger InCase: Sehr leicht, kompatibel zu den nach wie vor ungeschlagenen Variotrans-Packkisten mit Stahlschienen (nie mehr rausgedrückte Trennwände!), auch Versionen mit Flugösen (für Medienwandler, Stromverteilungen, Artnet-Wandler...) oder als L-Rack sind Stangenware. Leider nicht tief genug für MA-Dimmer oder grosse Endstufen. Die schick aussehende, rückenschonende Variante für Industrie, Kongress, Messe, Roadshows und kleinere Firmen mit vielen "Treppenjobs".

    - Thomann Multiflex: Fast 1:1 Kopie des Amptown-Systems mit allen Vor- und Nachteilen (Gewicht!). Dafür waren die als einzige so schlau und haben standardmässig ein Sichtfenster in die Aussenracks eingebaut; auch wenn das mMn an der falschen Stelle sitzt...

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • niggles
    • 10. August 2012 um 10:59
    Zitat von "skyper"


    - Bundeswehr Essbesteck - dann kann man notfalls auch mal was anderes essen als nur Kekse und Räucherwurst


    Nenn mich jetzt Weichei, aber ich dachte die Zeiten sind selbst im finstersten Osten inzwischen vorbei...? :wink:

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • niggles
    • 9. August 2012 um 20:35
    Zitat von "djobi"


    Dem stimme ich prinzipiell uneingeschränkt zu und habe daher meiste einen gut ausgestatteten Koffer im Auto, aber bei


    hört es mal irgendwann auf - sowas muss die ausführende Firma mitliefern


    Kommt immer drauf an was und für wen man den Job macht. Gerade im Kongressbereich muss leider immer wieder vor Ort gebastelt werden weil die Haustechnik zuviel versprochen hat oder zwischen Kunde, Agentur und Projektleiter bei der Planung der 22 Vortragssäle die Anbindung des Videokonferenzsystems hier und des Webstreams dort und der Kameraübertragung vor hier nach da drüben vergessen wurde. Dafür sind das in der Regel gut bezahlte, mehrtägige Anzugjobs mit Sternehotel, anständigem Catering und freiem Kaffee und WLAN überall... :D und ohne Transportprobleme. Koffer (ich hab aus dem Grund nur Flightcasekoffer) in den Trailer, ab in den Flieger oder Crewshuttle und los.

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • niggles
    • 9. August 2012 um 20:20

    Grundregel: Je grösser die Produktion desto weniger geht an eigenem Werkzeug mit. Wie schon erwähnt funktioniert da auch die Produktionsplanung und Gewerkeaufteilung zumeist erheblich besser als bei Fünfmannjobs ohne grossartige Spezialisierung und mit viel Improvisation vor Ort.

    Andererseits kennt man natürlich mit der Zeit seine Pappenheimer und bringt zu bestimmten Produktionen vorsichtshalber mal das eine oder andere Spezialgerät mit. Bei allem was nur entfernt nach Messe oder Deko riecht habe ich z.B. inzwischen meine Ixo dabei. Das Handgelenk dankt. Wenn ich Steiger fahre oder irgendetwas grösseres einleuchte geht grundsätzlich das Pärchen PMR-Funken mit; Auf vielen Produktionen gibts leider immer noch die entscheidenden paar Handquatschen zuwenig. Und wenn WM oder EM ist steckt standardmässig der DVB-T-Stick incl. Antenne mit im Laptopkoffer. Bei einer bestimmten Firma brauche ich fast immer meinen Nanopatch für die Regieabhöre weil die es auch 3 Jahre nach dem Komplettumstieg auf Meyer-Aktivboxen nicht auf die Kette bekommen haben so was mal in ihre Standard-Audiotoolschubladen zu legen. Dort gibts auch eine wunderschöne, sorgfältig verpackte elektronische Stabila-Wasserwaage im Case für die M'elodie-Bumper...ohne Magnet. Und diverse Laserentfernungmesser des gleichen Herstellers die nur bis 25m zuverlässig anzeigen... :roll: c'est la vie.
    Was ich dafür ausser den schon erwähnten Spezialschlüsseln nicht anschaffen und schon gar nicht mitschleifen mag ist wirklich schweres Werkzeug. Gerüstbauratsche hat doch heutzutage eh jeder zweite Stagehand, Lötkolben auf der Baustelle ist ausser auf Tour (und da gibts die Station im grossen Toolcase oder bei den Backlinern) und evtl. bei fiesem Messegebastel sowieso fragwürdig, Hammer gibts im Bolzenkoffer und Rohrzange, Ratschenkasten & Co. soll bitte der mit bringen der das Zeug im Zweifelsfall braucht. Ich muss keine Kaffeevollautomaten mehr anschliessen oder Autos reparieren...

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • niggles
    • 9. August 2012 um 17:32

    Es gibt Firmen bei denen das funktioniert. Die arbeiten in der Regel viel mit eigenem Material und schicken bei grösseren Dryhire-Jobs immer jemand mit der den entsprechenden Krempel dabei hat. Sehr schön zum Arbeiten, aber in der Liga nur noch so unterwegs zu sein muss man erst mal ankommen.

    Spätestens wenn mittelgrosse Eventbuden mal eine richtig grosse Nummer (>20t) abreissen klappt das meistens nicht mehr so richtig. Da wird dann 2/3 des benötigten Materials bei anderen Firmen zugemietet, die aber aus Kostengründen nicht alle einen extra Mann auf die Baustelle schicken können. Dann fragt halt der Projektleiter im Vorfeld "ach übrigens, Projektor X / LED-Wand Y/ Audionetzwerk Z kennst du eh, oder?" Das heisst im Klartext: "Wenn du den Job willst solltest du alles am Start haben um diesen Teil des Aufbaus völlig selbstständig und ohne lästige Anrufe beim Lieferanten durchzuziehen. Natürlich ist es deren Nachlässigkeit wenn irgendwelche Schlüssel fehlen oder Pultkarten und Stageboxen aufgrund unterschiedlicher Firmwareversionen nicht zusammenspielen. Aber auf der Baustelle ist keine Zeit für solche Diskussionen. Du kennst das Zeug - mach dass es läuft. Dafür wirst du (durchaus nicht schlecht) bezahlt und immer wieder gebucht."

    Und Kongresse sind noch mal eine ganz andere Baustelle... :roll:

  • Freelancer: welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt?

    • niggles
    • 9. August 2012 um 16:58

    Das unterscheidet sich sehr stark von Job zu Job und von Firma zu Firma...
    Standard-R'n'R-Jobs (Festzelt&Co) gehen bei dem meisten nach wie vor mit Kopfhörer, Edding und Beschriftungsband. Vielleicht noch ein eigenes Talkback und ein Abspielgerät (Ipod) + Kabel oder ein paar CD's. Was darüber hinaus nicht da ist gibts halt nicht. Die Pulte bei denen es Insertbrückenstecker im Dutzend braucht sterben zum Glück allmählich aus.

    Bandmischer wiederum haben gern noch nen ganzen Koffer mit Mikros und DI's dabei weil sie dem üblichen Sammelsurium vor Ort nicht trauen, die Band sich aber bisher nicht entschliessen konnte den Krempel selber anzuschaffen.

    Systemtechniker, egal ob Ton, Licht oder Video müssen heutzutage in vielen Fällen leider neben Notebook und evtl. Messsystem/DMX-Interface halbe Werkstätten mit sich rum schleppen. Das geht schon mit so simplen Dingen los wie den grossen Innensechskantschlüsseln zur Montage von LED-Wänden und -Vorhängen die vor allem Dryhire-Material gerne mal nicht bei liegen. Oder dem beliebten Entriegelungswerkzeug für Powerlocks. Schaltschrankschlüssel. Grosse Gabelschlüssel zum Einrichten von Projektoren (da ist die allgegenwärtige Gerüstbauratsche leider zwecklos). Messgeräte - wie viele Firmen haben nicht mal einen ordentlichen Duspol im Toolcase und drücken einem zum Prüfen eines 32er Anschlusses ein 10€-Baumarktmultimeter in die Hand? Wer ausser erfahrenen Freelancern nimmt wirklich mal eine sinnvolle Wasserwaage (mit Magnet *und* Laser) mit auf die Baustelle, wenn weder (zugemietetes) Linearray noch Projektoren ein Inklinometer haben? Wer ausser Projektleitern und Riggingcrew-Chefs hat einen anständigen Disto am Start um Bühnen-, Leinwand-, Projektor- und Kamerapositionen sauber festzulegen weil das im Vorfeld mal wieder verschlafen wurde? Oder weil sich erweist dass der Hallenplan für die Tonne ist, weil 5x in irgendeinem falschen Massstab kopiert und anschliessend als PDF verschickt?

    Ganz schlimm wirds im Bereich Messe und Kongress. Da reicht selbst bei renommierten Firmen oft schlicht der Bestand an Werkzeug und Adaptern nicht aus um weitläufige Areale sinnvoll abzudecken. Wenn da nicht jeder zweite Techniker selbst nen Koffer mit diversen Videoadaptern und -Konvertern, Trenntrafos 3,5mm Stereoklinke auf XLR, Kabeltester, RJ45-Patchkabeln, Linksys-Router, Kabeltester und DI-Boxen sowie diversen Stromadaptern und Ersatzbatterien für MicroCue und Logitech Presenter (PerfectCue zählt nicht, wer das benutzt ist eh selber schuld) dabei hätte würde so mancher Vortrag ausfallen.

    Von den Schränken die so mancher tourende Kollege durch die Lande schippern lässt fange ich jetzt erst gar nicht an...

    Das alles muss man jetzt nicht toll finden; angesichts der enormen Bewegung die derzeit in der Branche ist (Firmenübernahmen, ständig wechselnde Dryhire-Partner) wundert es mich aber überhaupt nicht. Sauer werde ich nur wenn Kollegen aus Faulheit an Material für das ich verantwortlich bin mit Leatherman oder anderem ungeeignetem Werkzeug herum murksen :twisted:

  • Ausbildungsvergütung und co.

    • niggles
    • 9. August 2012 um 15:34
    Zitat von "kevin segger"

    Ist dieser Satz okay, der im Ausbildungsvertrag steht?

    2. Vorzeitige Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses
    Bestehen Auszubildende vor Ablauf der unter Nr. 1 vereinbarten Ausbildungszeit die
    Abschlussprüfung, so endet das Berufsausbildungsverhältnis nicht mit Bekanntgabe des
    Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss, sondern zum geplanten Ende der Ausbildung.

    Nein. Bei Ausbildungsverträgen besteht nur eingeschränkte Vertragsfreiheit, das BBiG macht da ziemlich eindeutige Vorgaben. Der gerade erwähnte §21 macht solche Abreden null und nichtig. Es ist tatsächlich so dass der Arbeitgeber in dem Moment in dem der vorzeitig bestandene Azubi am "Tag danach" einfach so weiter für ihn tätig ist ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu branchenüblichen Konditionen eingeht - sofern nicht bereits ein anderweitiges Vertragsverhältnis besteht. Das muss kein Arbeitsvertrag sein, es reicht auch ein Subunternehmer-Auftrag nach Abklärung der Rahmenbedingungen (Gewerbeschein, Haftpflicht etc....) Aber bitte zumindest beim ersten Mal schriftlich...!
    Mal so am Rande bemerkt an den Threadstarter: Den Betrieb würde ich mir mal etwas genauer ansehen. Haben die überhaupt einen Ausbilder mit AdA-Schein?

  • Stromerzeuger BSKA5 mit 257 Volt Spannung

    • niggles
    • 17. Juli 2012 um 22:43
    Zitat von "Kracky"

    Hi, wir haben einen BSKA5, so gesehen ein schönes Gerät aber die gemessenen 257 Volt an der 230V Steckdose machen mir etwas Sorgen. Drehzahl des Stromerzeugers stimmt, das wurde gemessen.


    Wie denn? Die üblichen Schliesswinkeltester aus dem KFZ-Bereich sind bei weitem nicht genau genug für so was...
    Steck mal ein ordentliches Frequenzmessgerät (analoger Zappelmax oder True-RMS-Multimeter) an die Dose; Da steht mit ziemlicher Sicherheit was anderes als 50,00 Hz...
    Wo kommt das Mopped denn her? Wenn die Kiste irgendwo im Bereich Baumaschinenvermietung unterwegs war hat da wohl mal einer am Sollwert-Trimmer der Regelung geschraubt damit auch bei langen Leitungen nicht ständig die Unterspannungsabschaltung der Kreissäge kommt... :roll:

  • Brauchbare DMX-Splitter

    • niggles
    • 12. Juli 2012 um 16:35
    Zitat von "Oliver Derks"

    http://www.stageline.de/german/lichtte…boo/sp218u.html


    Für Festinstallation absolut top, aber: Zumindest die vor ein paar Jahren noch gebauten Geräte waren auf der Strasse sehr unzuverlässig; da haben sich ständig irgendwelche Pfostenstecker im Inneren gelöst, ICs fielen aus ihren Sockeln und die Ausgangstreiber brannten gerne ab. Vielleicht haben die das inzwischen besser im Griff. Die Betriebsmodi jedenfalls sind leider immer noch nicht auf dem Gerät aufgedruckt, obwohl das dringend nötig wäre.
    Ich persönlich würde für den angesprochenen Zweck keine reinen DMX-Geräte mehr kaufen. Der kleine 3er-ELC-Node reicht für die häufigste Anwendung (2-fach Split) völlig aus und hat noch den Vorteil dass er z.B. in Zusammenhang mit einem zweiten Gerät mehrere DMX-Universen über ein simples Netzwerkkabel, eine WLAN-Verbindung oder auch den IP-Tunnel eines digitalen Audiomulticores multiplexen kann. Umgedreht kann man den 6er Node auch als 1x5/2x2-DMX-Splitter einsetzen usw...

  • Sanyo XP-51 (vorher Sharp Notevision PG-C30XE)

    • niggles
    • 4. Juli 2012 um 23:26

    Aus aktuellem Anlass (ich hatte heute wieder mal ein Spielzeug aus dieser Serie am Hals...): diese Projektoren sind kompletter Quark für ernst gemeinte Vortragsveranstaltungen. Die Leistung kann sich jeder für etwa 2 Brutto-Techniker-Tagessätze im Blödmarkt kaufen...
    Wem das nicht reicht der landet recht schnell in der 4000er bis 5000er Klasse. Und da gibts genau 2 Gerätetypen: die XGA-LCD-Mühlen die nach dem Ende von Sanyo wohl unter anderen Markennamen verkauft werden; und die 1-Chip-HD-DLP-Kisten von diversen Herstellern die nach dem Mac 250-Prinzip ohne Rücksicht auf Farbtreue das letzte an (subjektiver) Lichtleistung aus den immer gleichen TI-Chips rausholen.
    Muss man nicht schön finden, aber der BenQ SP-840 beeindruckt mich diesbezüglich immer wieder...

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • niggles
    • 3. Juli 2012 um 18:44
    Zitat von "klauston"

    Evakuierungspläne überlegen, wohin mit den leuten, ab wann wird evakuiert ( damit es keine Unstimmigkeiten gibt ) eine person festlegen die an oberster Stelle Order erteilt, um die Kompetenzproblematik abzustellen

    Evakuierungsdurchsagen vorbereiten, ein Mikro bereithalten, was immer verfügbar ist für Durchsagen, eventuell auch überlegen, ab welcher Größenordnung man Notfallanlagen benötigt, die unabhängig sind .

    Freie Flächen vorbereiten bzw dafür sorgen, das man die erreichen kann


    Alles sinnvoll und sowieso notwendig; hilft aber nix gegen das Problem dass hoch aufragende Metallbauten wie Bühnen, FoH-Tower und grosse Zelte (die man in der Realität bei Gewitter schlicht und einfach nicht geräumt bekommt, solange sie noch halbwegs den Eindruck erwecken stehen zu bleiben...) ohne Blitzschutzanlage bei einem Einschlag die Energie unkontrolliert über alles elektrisch leitende in Richtung Erde abführen. Und da gibts dann eben je nach Erdungswiderstand richtig Rabatz in Form von kubikmeterweise durch die Gegend fliegendem Erdboden inkl. allem was drauf stand, spontanen Bränden und explodierenden Holzbalkenunterlagen...

  • richtiges Verhalten bei Gewitter

    • niggles
    • 2. Juli 2012 um 20:34
    Zitat von "bemi"

    Ich kann mich an einen Blitzeinschlag in ein Zelt erinnern. Gefühlt ging er am First entlang und dann am Giebel zu Boden


    Bei mir wars ein grosses (6500 Plätze) Zirkuszelt mit angebauter Blechhallen-Bühne in der schönen Stadt Neapel. Aufbautag, Traversen sind noch auf Arbeitshöhe aber schon bestückt. Draussen tobte seit ein paar Minuten ein heftiges Gewitter, drinnen war alles entspannt da die Zeltkonstruktion (ca. 1m dicke, in Betonsockeln verschraubte Stahlrohrmasten) davon ziemlich unbeeindruckt wirkte. Plötzlich ein heller Blitz, gleichzeitig ein ohrenbetäubender Knall und der Strom fällt aus. In der Dunkelheit sieht man noch einige Sekunden lang blaue Entladungen von den Torblenden der Scheinwerfer in den Boden spritzen :shock: Klarer Volltreffer. 15 Minuten vorher war ich noch im Dach...
    Das Thema wird meiner Erfahrung nach vor allem auf kleineren und mittleren Open Airs komplett vernachlässigt - und zwar sowohl von den Bühnenbauern als auch den Behörden. Standardprozedur ist der übliche 1m Staberder mit 16qmm gelb-grün und Bandschelle der zwecks Potentialausgleich ohnehin gesetzt wird. Bisweilen fordert man auch einen zweiten...
    Das kann je nach Bodenbeschaffenheit zwar das schlimmste verhindern, einem direkten Einschlag in eine Konstruktion auf trockenem Sand- oder Kiesboden setzt diese Lösung aber genau gar nichts entgegen.
    Bei richtig grossen Zelt- und Stahlbaukonstruktionen (Festzelte in der Wies'n-Liga, Achterbahnen, grosse Zirkuszelte) gibts inzwischen auch richtige Blitzschutzanlagen. Und zwar inklusive des aus Kostengründen im privaten Hausbau gerne weggelassenen inneren Blitzschutzes (Überspannungsableiter in den Elektroverteilungen).

  • Wie 6 Kanal Dimmer/Leitung mit Dauerstom Kanälen erweitern?

    • niggles
    • 1. Juli 2012 um 12:26

    6er Schukopeitschen (8er sind mir bis jetzt noch nicht untergekommen...) werden aber in der Regel komplett gesteckt bevor man das Laka aufstöpselt und bleiben das auch, wenn mal alles spielt. im Gegensatz dazu müssen bei der diskutierten Lösung mit 2 zusätzlich angebrachten Schukoanschlusskabeln hinten an jedem 6er-Dimmer selbige u.U. auch mal frei herumbaumeln; z.B. wenn zugemietete 6er Bars oder Plugboxen die berüchtigten Hilfserden auf 7/8 haben. Bei 3 Dimmern macht das dann immerhin 12 Möglichkeiten bei der Fehlersuche im Halbdunkel eine gelangt zu bekommen weil sich am anderen Ende wer verstöpselt hat...
    Wenn man schon unbedingt meint so etwas zu brauchen sollten die Einspeisekabel wenigstens berührungssicher abnehmbar sein; Powercon blau macht sich da ganz gut. Und bei einem 3er Dimmerschränkchen müssten die 2HE für eine Verteilung von CEE32 auf 6xPC grau (oder feste Schwänze mit PC blau) ja auch noch drin liegen.

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