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Beiträge von niggles

  • Wie 6 Kanal Dimmer/Leitung mit Dauerstom Kanälen erweitern?

    • niggles
    • 30. Juni 2012 um 09:42
    Zitat von "djobi"

    Was heisst denn hier "anders belegter Standart"?
    Wenn du schon mit Vorschriften anfängst: es gibt für Lastmulticores eine DIN-Norm, nachzulesen z.B. bei Soundlight.de (DIN 15565 Multicoresysteme für Film- und Fernsehproduktionsstätten" Teil 8)
    Darin ist ein Belegung 1-9 ff. definiert.
    In sofern sehe ich kein Problem pro Dimmer 2 Schukokabel zur "Fremdspeisung" einzuführen und auf 8/15 bzw 9/16 zu legen + Erdungsanschluss.
    Ggf. einen Kleinverteiler von den freien 32A auf 6x Schuko mit in das Case und gut ist (einzeln abgesichert, falls nur 1,5qmm LaKa Querschnitt mit 10A Sicherung).

    Ich habe die Frage von 2 Seiten aus betrachtet. Einerseits die Vorschriftenlage - das haben wir jetzt ja durch, die sagt ganz klar dass nach 6 Kanälen Schluss ist.
    Zum andereren ist da die Praxis. Da zirkulieren hinter dem immer gleichen HAN16-Stecksystem auch bei grossen Firmen und Produktionen diverse Varianten (abweichende Dimmer/Feststrombelegung, Motoren, Tageslichter...). Also muss zumindest ausgeschlossen werden dass ein so alltäglicher Fehler wie "Laka Nr. x.y steckt falsch" zur Gefährdung von Personen führt.

  • Wie 6 Kanal Dimmer/Leitung mit Dauerstom Kanälen erweitern?

    • niggles
    • 27. Juni 2012 um 23:21
    Zitat von "_Nicolai"

    Variante A: Blende mit Harting Buchsen und hinten auf Harting und Schuko / CEE16 raus


    Ganz schlechte Idee!
    Wie stellst du in diesem System sicher dass nicht durch versehentlichen Anschluss einer anders belegten Plugbox (S&F-Standard, Motorensplit...) plötzlich an einem der beiden Schuko- oder CEE-Stecker ein berührbarer Pin Strom führt weil er vom Dimmer quasi rückwärts gespeist wird?
    Aus genau diesem Grund müssen bei Hotpatchsystemen auch die Männchen berührungsgeschützt sein...

  • Wie 6 Kanal Dimmer/Leitung mit Dauerstom Kanälen erweitern?

    • niggles
    • 27. Juni 2012 um 23:02

    Haben deine Lakas überhaupt 16 aktive Adern+PE? Sonst wird das nix.
    Sauber und vorschriftengerecht geht so was per Hotpatch; der kostet in ordentlicher Ausführung mehr als deine Dimmer zusammen...
    Abgesehen davon werden solche Sonderlösungen in der aktuellen Auflage der DIN 15568 gar nicht mehr beschrieben und sind damit mEn ohnehin unzulässig.

  • Spinnen die bei EAW???

    • niggles
    • 27. Juni 2012 um 16:29
    Zitat von "verstärkerberserker"

    Da muß ich jetzt doch mal kurz recht heftig wiedersprechen: 2,5qmm kenne ich nur noch von "Altlasten/Restbeständen".
    Bei allen Firmen, bei denen ich arbeite ist 4 qmm der Standart. Bei NL4 sowieso und auch bei Multicores.

    Schön wär's...
    Klar, die fetten DO-Würste von L'Acoustics z.B. sind inzwischen alle 4 qmm. Allein die Steckverbinder kosten aber auch ein kleines Vermögen, vom Konfektionierungsaufwand mal ganz zu schweigen. Und der verlinkte Blogeintrag zeigt ja dass selbst das bei den heute üblichen Leistungen zu klanglichen Einbussen führt.
    Eine Liga drunter werden z.b. bei d&b-Anlagen, aber auch bei Systemracks von K&F und Nexo für die Bananen noch immer gerne die 2,5er Standardmucos mit HAN oder NL8 eingesetzt. Auch da sind die Wattzahlen inzwischen deutlich vierstellig. 4qmm gibts in dem Fall nur als NL4 für die Bässe; was regelmässig zu defekten Steckern führt weil Speakon schlicht mechanisch nicht für solche Kabelgewichte ausgelegt ist :roll:

  • Spinnen die bei EAW???

    • niggles
    • 26. Juni 2012 um 19:51

    Ziemlich Interessant zum Thema "Ampracks vs. Aktivlautsprecher" fand ich diesen Erfahrungsbericht: http://daverat.blogspot.de/search?updated-max=2012-03-11T19:37:00-07:00&max-results=7&start=6&by-date=false
    Illustriert mMn sehr schön das Dilemma in dem derzeit alle Hersteller von Grossbeschallungsanlagen stecken: Aus dem gleichen Truckspace muss ohne merkbare Klangeinbussen möglichst viel Leistung kommen. Da sich die physikalischen Gesetze hinter "Pappe bewegt Luft" nicht so einfach ändern lassen funktioniert das nur indem man ohne Rücksicht auf den Wirkungsgrad möglichst viel Leistung in vergleichsweise ineffizienten Direktstrahlern und Waveguides verbrät. Sowohl die Chassishersteller als auch die Endstufenentwickler trimmen ihre Produkte seit Jahren brav in diese Richtung; blöderweise spielt ein Faktor da nicht mit, und das ist die Logistik. 2,5 qmm Lautsprecherkabel ist nach wie vor Standard weil grössere Querschnitte schlicht nicht als Multicores mit sinnvollen und bezahlbaren Steckverbindern erhältlich sind. Was da mit dem Dämpfungsfaktor bei 70 m Leitung und vierstelligen Wattzahlen pro Kanal an 2,6 Ohm passiert kann sich jeder leicht selber ausrechnen.
    Geflogene Ampracks sind nur eine Krücke für dieses Problem; Wer schon mal während des laufenden Gigs klettern gegangen ist um Sicherungen wieder rein zu drücken damit die ausgefallene PA-Seite wieder spielt weiss warum. Die einzige echte Lösung (und da geh ich mit billbo chloroform) ist "weg mit den Lautsprecherkabeln". Dann interessiert sich auch keiner mehr für die Preise von Systemracks...

  • RCD für CEE32

    • niggles
    • 26. Juni 2012 um 18:06
    Zitat von "buzz"


    Dem Eigentümer des Verteilers mag's lang wie breit sein, was der Nutzer damit anstellt, aber bei mir gibt's für Laien keine Verteiler ohne 0,03A-Fehlerstromschutzschalter an den 32A-CEEs bzw. über alle Abgänge.
    Klar gibt's auch Verteiler mit einem durchgeschleiften 32A-Abgang ohne jeglichen Fehlerstromschutz, aber sowas ist imho eine absolute Sonderlocke für engst umrissene Einsatzfälle.


    Gegenmeinung von jemand der keine Stromverteiler (und schon gar nicht an Laien) vermietet: 32er oder noch grössere Abgänge mit 0.03 RCD sind im Zeitalter von mengenweise LED-Gezuppel, vollgestopften Medienserverracks am FoH-Strom und generellem Rechner- und Kleinelektronikwahnsinn auf der Baustelle grosser Mist. Auch wenn das in immer mehr Häusern so installiert wird :cry: . Stichwort Summierung von Ableitströmen, Stichwort Selektivität. In der VT wird doch in 90% der Fälle weiter hinten in irgend einer Form auf 16A runter verteilt - und genau auf diese Ebene gehört auch der Personenschutz-RCD hin. Weiter oben darfs gern die Brandschutzvariante mit 100 oder 300mA Auslösestrom sein.
    Sollen höher abgesicherte Endstromkreise versorgt werden (Projektoren, Strobos, Bodennebelmaschine, grosse HMIs, Skytracker...) muss man sich eben einen entsprechend abgesicherten Extraverteiler dafür hinlegen. Genauso wenn Gastro, Zeltvermieter etc. ihre Geräte mit 32ern oder grösseren Anschlüssen (Combi-Dämpfer, Heizlüfter...) unbedingt bei der VT mit anstöpseln wollen. Und in Motorsteuerungen und grosse Ampracks (die immer wieder als Begründung für "0.03 RCD für alles" herhalten müssen) gehört mMn heutzutage ein eigener RCD rein; auch wenn sich das leider überhaupt noch nicht durchgesetzt hat...

  • Grundstromverteilung auf Bühne - Harting oder CEE

    • niggles
    • 20. Juni 2012 um 12:31

    Bei grösseren Produktionen und vor allem auf der Messe kommt man schon aus logistischen Gründen nicht mehr um Feststrom-Lakas herum, das ist klar...
    Auf kleineren und mittleren Standardjobs im Gala- und Industriebereich, aber auch bei Stadtfesten, Coverrock und ähnlichem überwiegen aber die Nachteile:

    - Laka ist deutlich schwerer bei gleicher Belastbarkeit.
    - 6x10 A auf einem Fleck ist meist schon zuviel. Also wird entweder durchgeschliffen (Fehlerquelle, unübersichtlich weil immer 2 relativ weit auseinander liegende Punkte auf dem gleichen Kreis liegen) oder man veranstaltet wieder die Schukoschlacht auf dem Rig oder Bühnenboden die man eigentlich mit diesem System eindämmen wollte. 2x CEE16 auf 6er Knochen ist da einfach praktischer; die Einspeisung ist in der Regel ohnehin bei beiden Lösungen ein 32er mit entsprechender UV.
    - Bei CEE 16 können auch Geräte mit höherem Strombedarf (Projektoren, Strobos) einfach mitversorgt werden ohne eine extra Strippe ziehen zu müssen.

  • Fiktive Offerte

    • niggles
    • 9. Juni 2012 um 19:31

    Nicht bös gemeint, aber allein schon bei dieser "Visualisierung" vergeht 90% der mir bekannten Industrieleute die Lust sich näher damit zu beschäftigen. Sichtlinien, Rigging, Scheinwerfer-Auswahl... alles genau die Art von völlig verkorkstem Konzept mit der Nachwuchs"agenturen" die über Vitamin B ausnahmsweise mal einen grösseren Kunden aufgerissen haben gerne Technikfirmen quälen.
    Vielleicht magst du ihm erst mal helfen ein halbwegs tragfähiges Design zu erstellen? Die Materialauswahl ist dann eigentlich das kleinere Problem...
    Ansonsten würde ich dem Kollegen dringend ans Herz legen zumindest mal ein mehrmonatiges Praktikum bei einem grösseren Technikdienstleister oder Planungsbüro zu machen um sich die Grundlagen drauf zu schaffen...

  • Nivtec Podien - Beinaufnahmen

    • niggles
    • 8. Juni 2012 um 12:18

    Auch meiner Erfahrung nach sind Nivtecs leider bei weitem nicht so "idiotensicher" wie Bütecs und andere klassische Podestsysteme. Sie vertragen es nicht auf Dauer wenn

    - "alte" Füsse ohne Lastring unter dynamisch belasteten Bühnen eingesetzt werden, vor allem wenn man Beine länger als 80cm nicht diagonal verstrebt.
    - Die Klemmhebel gewaltsam angedonnert werden.
    - bei grösseren Flächen die hoch belasteten einzelnen Füsse an den inneren Knotenpunkten durch Bodenunebenheiten leicht verkantet stehen. Auch wenn aussen feste Füsse verbaut sind gehören hier Nivellierfüsse hin. Und die Wasserwaage darf auch mal zum Einsatz kommen...

    All das muss man Helfern tatsächlich immer wieder erklären; woher sollen sie es denn auch wissen wenn es teilweise nicht mal in den Ausbildungsbetrieben richtig gelehrt wird?

  • Anhörtipp

    • niggles
    • 1. Juni 2012 um 22:03
    Zitat von "guma"


    Ich verstehe ja alle Haustechniker von etablierten 'Clubs' die mit zunehmendem Alter immer weniger Verständnis für Soundchecks größer/gleich 10 Minuten und sämmtliche weiteren "unnötigen" Geräuschquellen haben ( was eigentlich überhaupt nicht Thema dieses Threads werden sollte ) vor allem dann nicht, wenn sie gerade präsent sein müssen. Allerdings sollte man da schon auch mal in sich gehen und überlegen, ob da 'Kollege Krause' nicht schon längst näher liegt, als man sich das vor 30 Jahren hätte vorstellen können.


    Deswegen gleich zu Anfang mal "Entre dos Tierras" oder "Tanz auf dem Vulkan" (Nena). Die ersten 30 Sekunden reichen in der Regel aus um festzustellen ob da irgendwo ganz grob was schief läuft. Wenn klar hörbar einzelne MT/HT-Treiber tot, einzelne Wege phasengedreht sind (dann trägts den Tomlauf der Nena-Nummer so richtig schön aus der Kurve) oder einfach ein Preset mit komplett verbogenem Main-EQ im Controller läuft ist *jetzt* der Zeitpunkt den Stopknopf am Player zu drücken und den Hauskollegen zu fragen ob er das ernst meint. Dass die Bereitschaft sich so eine Blösse zu geben nach halbstündigem Hören von "9 million Bicycles" rapide sinkt ist ja auch nur menschlich...


    Zitat von "mellotron"

    1. Songs zum "Einhören" von PA's dürfen nicht übertrieben gut produziert sein (wie es eben I.G.Y. ist).


    "Fifteen Years" (The Levellers), "Sunflowerland" von einer mir leider entfallenen Schweizer Gitarrenrockband aus den 90ern und ziemlich vieles von der "Beiss mich"-LP der Blutjungs. Letztere Platte tut bei Gelegenheit auch mal was für die Stimmung unter den Kollegen... :D

    Zitat

    2. Die Songs dürfen die Kollegen und die Mitarbeiter im Venue nicht zu sehr nerven, deshalb darf auch mal eine bekannte Melodei dabei sein.


    Einmal "Non C'è" (Laura Pausini) in ein italienisches Theater gebrettert (dezent anfangen und bei der Bridge richtig Gas geben, dann weiss man auch recht gut wo die Limiter greifen) und das ganze Hauspersonal hat plötzlich gute Laune :P. Und weil die Nummer so richtig schön altmodisch fett arrangiert und produziert ist passt das erwartete Klangbild ziemlich gut mit dem zusammen was man bei Preisverleihungen und ähnlichen grösseren Industriesachen unter gutem Sound versteht.

    Zitat

    5. Ein bißchen eigener Geschmack darf ruhig dabei sein, Hotel California Liveversion ist ein bißchen unkreativ, finde ich.


    Der Song wird sowieso überbewertet. Ich hab auf meiner Soundcheck-CD noch irgendeine ziemlich gut gemachte, sehr dicht gemischte Liveaufnahme von "She works hard for the money" (Donna Summer). So richtig mit Backgroundmädels und geschätzten 10 Musikern auf der Bühne. Da muss die PA mal zeigen was sie wirklich noch auflösen kann.

  • Desmag Artikel "Selbstständige sollen mehr zahlen!"

    • niggles
    • 23. Mai 2012 um 21:47
    Zitat von "buzz"


    So eine Solidargemeinschaft funtkioniert natürlich nur dann, wenn mindestens genausoviel einbezahlt wird, als ausgegeben wird.
    Meines Erachtens sollte man dringend mehr an der Ausgabenseite verändern, als an der Einnahmenseite - alleine schon auf Grund des (nicht wegdiskutierbaren) demoraphischen Wandels!
    Wer von Euch, die noch unter 50 sind, denkt denn tatsächlich, dass er mit der staatlichen Rentenversorgung ein anständiges Leben im Rentenalter führen kann? Die unter 35 jährigen mag ich gar nicht fragen...
    In der Tat ist es doch so, dass die Rentenkassen nahezu leer sind und die vorgesehene Abgabe einzig dem Zweck dienen soll, die Zahlungen für derzeitigen Bezieher irgendwie querzufinanzieren.
    Glaubt einer von Euch wirklich, dass er von dem Geld, was er jetzt einzahlen soll, im Alter noch irgendetwas empfangen wird?
    Je mehr Einzahler (=Bezugsberechtigte) wir jetzt schaffen, desto größer werden die Probleme dann, wenn's an's auszahlen geht.
    In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Anspruchsberechtigten dermaßen aufgebläht worden, dass das große Problem in der Zukunft erst noch kommen wird - daran ändert auch eine Vergrößerung der Anzahl der derzeitigen Beitragszahler (=zukünftig Anspruchsberechtigten) nichts!
    Ich bezeichne die Idee der Pflichtversicherung gerne als Strohfeuer. Wie wenn man das letzte Stroh, auf dem man sich bettet, anzündet um den Raum kurz aufzuheizen. Erst später wird man merken, dass man nichts mehr hat, worauf man sich betten kann, und zwar für immer.
    Auf kurze Sicht wird Geld in die Kasse gespült, auf lange Sicht sind die Folgen jedoch äußerst unbequem.
    Derzeit sieht's doch so aus, dass man die Bürger einfach im Glauben lässt, dass alles gut werden wird, hauptsache man holt alle in's Boot, ohne dabei zu beachten, wie tragfähig dieses Boot überhaupt ist. Gleichzeitig werden die Ersparnisse derer, die auf eigene Verantwortung vorsorgen, einfach mal eben weginflationiert.
    Egal, ob man direkt in's staatliche Rentensystem einzahlt, oder bei irgendwelchen privaten Anbietern einzahlt - der Wert des eingzahlten Geldes wird drastisch sinken und es wird ein großes Wehklagen geben, wenn bekannt wird, wem das angesparte Geld später einmal noch zum Leben reichen wird.
    Ich persönlich sorge für meinen Lebensabend vor und zwar außerhalb des staatlichen Geld- und Rentensystems - ob's der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Allerdings bin ich sicher, dass es auf mittelfristige Sicht einen radikalen Umbau des Sozialsystems geben werden muss - das wird äußerst schmerzhaft werden. Demnach denke ich, dass jeder zusätzlich eingezahlte Betrag, dieses unweigerliche Fiasko zwar verzögern, aber nicht aufhalten kann.

    Alles anzeigen


    *grosse Weltuntergangsstimmung aus*

    So, und jetzt möchte ich bitte mal ein tatsächlich (d.h. langfristig) funktionierendes Beispiel für ein rein privatwirtschaftlich organisiertes Sozialsystem sehen....
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    Mir persönlich als studiertem Historiker mit Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert fällt da genau gar nix ein. Bereits die mittelalterlichen Zünfte haben aus gutem Grund die Anspruchsberechtigung zur Witwen-, Waisen- und Hinterbliebenenversorgung mit kostenpflichtiger Zwangsmitgliedschaft verbunden.
    Der Grund dafür ist auch ganz einfach: Man nehme einen idealtypischen "freien Handwerker" der sich mit 25 nach Berufsausbildung und Meisterschule selbstständig macht. Geschäft und Natur meinen es gut mit ihm, aber mit 65 macht der Körper endgültig nicht mehr mit und er geht in Rente. Bis zum prognostizierten Ende mit 85 möchte er aber zu Recht noch ein wenig Spass mit seinen Enkeln haben und braucht so in etwa seine 2000 € pro Monat. Die Frau die ihm die letzten 40 Jahre neben Haushalt und Kindern die Buchhaltung und das Büro erledigt hat will schliesslich auch von was leben.
    Wenn man jetzt davon ausgeht das ein seriöser privater Rentenversicherer wie eine Bank arbeitet, von Zinsen und Gebühren lebt und im Gegenzug realen Inflationsausgleich betreibt muss man also voraussetzen dass der in jedem Monat seiner aktiven Erwerbstätigkeit rund 1000€ dorthin überwiesen hat :shock:
    Dass das nicht funktionieren kann liegt auf der Hand. Genau da greift der Staat bzw. dessen Rentenversicherung in DE an. Der hat nämlich in Form von Gewerbe-, Kapitalertrags-, Erbschafts- und diversen anderen indirekten Steuern einen Anteil an den leistungslosen Einkünften die aus der Wertschöpfung der Produktion "gehebelt" werden und deckt damit die Verluste der Versorgungswerke. Und genau diese Umverteilung ist auch Bestandteil des Generationenvertrages.

    Die klassische Alternative dazu ist das angelsächsische/südeuropäische Modell bei dem in letzter Instanz die Familie für alles gerade stehen muss. Da ist dann aber auch Schluss
    mit unserer hochgelobten Mobilität...

    Der einzige Grund warum in den letzten 20 Jahren Politiker und Verbandsvertreter quer durch den Gemüsegarten die private Vorsorge als das Mass aller Dinge propagiert haben ist die völlig irrsinnige Renditespirale die sich aus der Globalisierung und der damit verbundenen rücksichtslosen Aufblähung der Papiergeldwerte entwickelt hat. Im Schatten dessen liessen sich bis vor 3 Jahren problemlos riesige, scheinbar aus dem Nichts finanzierte Versorgungsmodelle aufbauen. Und nun?

  • Meyersound JM-1P

    • niggles
    • 23. Mai 2012 um 14:41
    Zitat von "zegi"


    Orakelei:
    Das hohe Gewicht kommt wohl vor allem durch das grosse Horn zu stande, was wiederum ein grosses Gehäuse benötigt. Die Meyer ist 71cm tief, was ich schon recht wuchtig finde. Bei einer Holzdicke von 18-21mm (Schätzung) schlägt das ganz schön zu Buche (bzw. zu Birke :D )


    Praxis:
    Was die Meyer-Lautsprecher so schwer macht ist die exzessive Verwendung von teilweise überdimensioniertem Vollmaterial, vor allem Alu und Stahl. Eine bestehende Fertigung dahin gehend zu optimieren ist aber leider auch sehr teuer. Offenbar zu teuer für einen im weltweiten Vergleich kleinen Hersteller ohne multinationalen Konzern im Rücken und ohne renditebringendes Massengeschäft.

    Im praktischen Einsatz begegnet sind mir die JMs bis jetzt nur als (Fullrange-)Centercluster. Da spielt das Konzept auch seine Vorteile so richtig aus: 6 15"er und die dazugehörigen HT-Systeme in einem relativ kompakten 120°-System auf nur 1,25m Unterkante unter der Decke. Da muss man mit anderen Systemen (LA) ganz schön basteln.

    Ein (geflogenes) horizontales Array mit den maximal möglichen 4 Kisten pro Seite, aber schon 60°x80° Abstrahlwinkel ist eher was für Spezialfälle; z.B. wenn wirklich alles in die Luft muss. Das geht in Standardsituationen mit einem kleinen LA (Mica, M'elodie) und passenden Bässen am Boden effizienter und flexibler.

    Zitat von "Skyworker"

    Die Alternative hätte L-Acoustics schon Jahre vorher eröffnet - das ist "ARCS made in Berkley", zielt auf den selben Einsatzzweck ab und basiert auf den selben Überlegungen - 15er koppeln durch die dichte Packung, das Horn strahlt asymmetrisch ab und funktioniert als Tight Packed Array mit multiplen Winkeln.


    mWn ist genau das beim JM nicht der Fall; die Abstrahlung ist symmetrisch und es gibt auch keinen Waveguide. Das ist wirklich eine klassische Punktschallquellen-Baugruppe mit eng abstrahlendem Horn.

  • Besondere Art einen D8 Motor zu sichern erlaubt?

    • niggles
    • 23. Mai 2012 um 14:07
    Zitat von "david anhäuser"

    E
    es gibt Verkürzungsösen diese müssen für die Kettennorm ( Lastkette des Mot. ) ausgelegt sein. diese kannst du Oberhalb des Motors in die Kette einsetzen und daran ein Safty montieren via Shäkel den du dann zum sichern der Last nimmst.

    nennt sich "britisch safen" und wird zumindest im Geltungsbereich der deutschen UVVen immer seltener akzeptiert. Die Motorketten sind aufgrund ihrer Härtungsart empfindlich gegen Kerbwirkung. Im Motor selbst liegt die Kette daher immer in mehreren Taschen des Treibrades das noch dazu aus weicherem Material gefertigt ist. Den gleichen Zweck erfüllt das kettenumschliessende Gewicht am Hakenende. Wenn ich jetzt eine ungefähr passende (ganz genau passend geht eh nicht wg. Fertigungstoleranzen und Abnutzung) geschmiedete Klaue an die Kette ansetze schaffe ich genau diese extreme punktuelle Lastkonzentration die der Hersteller nach Möglichkeit zu vermeiden sucht. Das zweite Problem ist dass in 90% der Fälle keiner dran denkt die Klaue gegen Abspringen bei Entlastung zu sichern. Ganz kriminell wirds bei der Variante "simple Anschlagkette mit 2 Haken" die dann mit den in den Haken vorhandenen Sicherungsstiften oder -klinken begründet wird :shock:

  • Was man auch für Redner verwenden kann

    • niggles
    • 20. Mai 2012 um 15:00

    kategorie "schwanenhals-mikro" :
    - Sennheiser ME36 auf MZH rockt am meisten, verursacht aber leider so ein unangenehmes Ziehen im Geldbeutel...
    - audio-technica U857 mit Nierenkapsel und verschieden langen Schwanenhälsen (lang für Rednerpult, kurz für Vorstandstisch): unproblematisches, zu Recht weit verbreitetes Standardmikrofon.
    - Shure MX 412 mag ich gar nicht. Im direkten Vergleich fängt es viel mehr Hintergrundgeräusche als andere Schwanenhälse auf, ist sehr ploppempfindlich und klingt im Doppelbetrieb undifferenziert und mumpflig wenn man wie üblich das zweite Mikro nicht ganz zu macht sondern nur etwa 20dB absenkt. Da sind andere Mikrofone viel toleranter

    kategorie "tischstativ-mikro" : für mich eine eher seltene Anwendung, meistens gibts da inzwischen kurze Schwanenhälse damit die Fotografen und Kameraleute nicht so moppern...

    - Sennheiser MKH (wenns denn wer zahlt....)
    - Beyerdynamic MCE86


    kategorie "handmikro"

    Für Moderatoren am liebsten den Klassiker SM58 oder Beta58, in der Regel auf R-Serie. Für Publikumsfragen Beta 87A; da ist mit Brutalo-EQing noch am meisten GbF raus zu holen. In der Praxis gibts leider oft für beides 87er...


    kategorie "lavaliermikro"

    - Sennheiser ME 102/103/104
    - "Hummel" (Sennheiser MKE40). Leider optisch ein ziemlicher Klotz, das wird immer häufiger abgelehnt...
    - DPA 4061 Instrument Kit. Grosses Plus: geht dank XLR-Adapter auch problemlos und auf die Schnelle ohne Funk.

    - shure WL184 mag ich eigentlich gar nicht. Schlechte Kopie der Sennheiser-Hummel mit sehr viel höherer Feedbackempfindlichkeit und Alterungsproblemen. Nach ein paar Jahren klingt da jeder Anstecker anders.

    kategorie "headset"
    - DPA 4066. Kennt jeder, klingt immer und überall gleich, schnell und sicher anzupassen, sehr gutmütig zu EQen.
    - Shure WCM16: Für die ganz Harten unter den Künstlern. Klanglich nach wie vor ungeschlagen.
    - Countryman Earset: Für Bühnenprofis die heikel sind was die Optik angeht. Einsatzvoraussetzung: Maskenbildner(in) vor Ort und genug Zeit das Teil wirklich sauber anzupassen und zu tapen.

  • Desmag Artikel "Selbstständige sollen mehr zahlen!"

    • niggles
    • 16. Mai 2012 um 13:53
    Zitat von "nojunk"

    denn möchte ich mal kennenlernen - 30 Tage pro Monat!!! :lol: :lol: :lol:


    Muss ich nicht unbedingt - ich hab selber nach dem einen oder anderen solchen Monat mal in den Spiegel geschaut und festgestellt dass es das auf Dauer nicht sein kann.

    Ansonsten eine kleine Frage an Gert:

    Zitat von "gert"

    Bis 400 Euro find ich schon ok. Das sind netto 4 Tagessätze


    "Netto" hat ja diverse Berechnungsgrundlagen... Was wäre das denn etwa für ein Brutto-Tagessatz? Und reden wir hier von Einzeleinsätzen (Event, Industrie) oder Tourbetreuung?

  • Inkompatibilität von Yamaha M7CL -> M7CL ES?

    • niggles
    • 13. Mai 2012 um 20:08
    Zitat von "wora"


    sodann mussten wir nur noch die inputs entsprechend den kanälen anpassen und die gains neu einstellen.


    Was wohl der eigentliche Grund für die auch mir bekannte Aversion vieler Kollegen gegen die ES/non-ES-Konvertiererei ist. Das ist einfach eine (mMn unnötige) Fehlerquelle mit der ein hektischer, unerfahrener FoH-Betreuer dem Bandmischer vor allem bei Schnellstartgigs ohne Soundcheck ein richtig böses Ei legen kann.

  • iLive-Tipp: Intercom selber bauen

    • niggles
    • 6. Mai 2012 um 19:02

    So, jetzt hat das lang ersehnte VoIP-Beltpack wohl tatsächlich mal wer gebaut: http://www.greengocom.com/

    Muss mal schauen wie es da mit der Kompatibilität mit anderen Systemen, Umsetzern auf 2/4-Draht usw. aussieht; noch eine Insellösung bringt uns hier ja nicht weiter...

  • Gefährdungsbeurteilung Aufhängungen G-Lec Phantom Frames

    • niggles
    • 5. Mai 2012 um 11:14

    Werte Kollegen,

    hat schon mal jemand von Euch eine Gefährdungsbeurteilung für die Aufhängungen (50er Reutlinger mit Ringöse an Stahlseil) an G-Lec Phantom Frames erstellt? Vielleicht sogar beim szenisch verfahrenen Betrieb unter einer C1-Truss oder einem Bühnenzug?

    Hintergrund des ganzen ist dieses Dokument: http://www.reutlinger.de/snr/pdf/anleitungen/ba_typ50_II.pdf , vor allem der Zertifikatstext. Den haben die Entwickler des Systems wohl damals nicht so genau gelesen... :cry:

    Übersichern kommt aus optischen Gründen nicht in Frage, zudem hat der Hersteller auch gar keine Safety-Ösen vorgesehen und einfach um den "Elektronikbalken" rum darf man die Teile aus statischen Gründen nicht sichern; feste Seillängen zu verwenden ist keine Lösung weil man ja erst durch die Verstellbarkeit der Aufhängungen die Frames sauber waagerecht und parallel bekommt und sie sich ansonsten nicht miteinander verbinden lassen. Und Keilklemme statt Reutlinger kanns im mobilen Einsatz auch nicht sein.
    Ablastung auf 50% wäre theoretisch möglich, dann muss eben bei grossen Flächen jede Spalte zwingend an 2 Seilen hängen und die praktischen Doppelkupplungsplatten für oben sind nicht mehr zulässig. Bringt mir aber auch nix, denn die Reutlinger haben ja eine C1-Zulassung; der Betrieb mit dynamischen Lasten verstösst unabhängig vom Gewicht das dran hängt gegen die Betriebsanweisung...
    Irgendwelche Ideen hier? Oder ist die ganze Nummer inzwischen schlicht illegal?

  • Video/Live Video per Telefonleitung übertragen

    • niggles
    • 2. Mai 2012 um 22:11

    Zuverlässigste, aber noch bezahlbare Lösung (auch wenn das aufgrund der Netzpolitik der T-Systems immer teurer und schwieriger wird): Point-to-Point-Verbindung mit H.263-Videokonferenzsystem über 3 ISDN-Leitungen.

    Schicke, aber leider nicht 100% zuverlässige Lösung: IP-Streaming über SDSL. Können alle halbwegs aktuellen Videoconferencing-Systeme (Tandberg, Polycom, Sony, LifeSize). Ohne Backup-System (Analog/ISDN-Leitung für den Ton, zweite SDSL-Leitung / UMTS je nach Budget für Video) kann das leider derbe in die Hose gehen weil QoS von Endstelle zu Endstelle heute ausserhalb von Satellit, IDSN und VBN (was es praktisch nicht mehr gibt) keiner mehr zu bezahlbaren Tarifen bereitstellen will.

    Innerstädtisch gibt es gerade zwischen hohen Gebäuden dann noch die Möglichkeit per Richtfunk entweder direkt Video+Ton zu übertragen oder eine WLAN-Richtfunkstrecke aufzubauen die 2 IP-Videokonferenzendstellen verbindet. Setzt natürlich direkte Sichtverbindung voraus...

  • I don't need that, 2.0

    • niggles
    • 26. April 2012 um 00:20
    Zitat von "andy006"

    Frage Weiterverarbeitung der NL4. Schraubt Ihr oder lötet Ihr? Denn ich kanns nicht gebrauchen wenn bei der 1. Ader die Schraube beim Komplettnachziehen durchs Gewinde schießt ... :evil::evil: (Aber da gibts ja noch NL8 :shock: :shock: )

    Grüße der Andy

    Alles grösser 4x2,5 qmm wird gelötet; die Schraubanschlüsse sind realistisch betrachtet auch nicht für solche Querschnitte ausgelegt.
    Bei 4x4 qmm würd ich mir aber ernsthaft überlegen gleich auf NLT4FX umzusteigen. Die normalen Plastikstecker machen bei den Kräften die so eine schwere Leitung beim herunterhängen ausübt nämlich relativ bald die Grätsche. Spätestens dann wenn einer in 2,50 m Höhe 10m Kabel am Top einsteckt und das freie Ende einfach Richtung Bass/Amprack runterwirft :cry:

Anstehende Termine

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