Wenn einem die Optik und die Erstverwendung nichts ausmacht, gibt es gebraucht auch oftmals sehr günstig Mercedes E-Klasse Kombis mit relativ wenig Kilometern, erhöhtem Dach, komplett ebenen langem Boden (> 2m) in dezent schwarzer Lackierung und oft sehr gepflegtem Allgemeinzustand.
(Aufbau z.B. von Miesen, Kuhlmann, bis 2008 auch von Pollmann)
Das Erscheinungsbild mit den großen seitlichen Fenstern ist aber sicher nicht jedermanns Sache.
Möglicherweise läßt sich hier aber mit einer positiv wirkenden Folierung noch etwas retten.
Wäre halt ein gemütlicher Benz mit viel passiver Sicherheit für wenig Geld.
Bei näherem Hinsehen gar keine gute Idee:
- der Aufbau ersetzt das Dach und die C- und D-Säule mit einer nicht tragenden Haube. Zum Ausgleich muss der Fahrzeugboden unter dem Sargraum massiv verstärkt werden. Die verbleibende Nutzlast ist oft erschreckend gering (< 300kg). Teilweise darf man nicht mal die Sargschienen entfernen um eine ebene Ladefläche zu erhalten weil die Teil der Karosserieversteifung sind. Und der Wiedereinbau der originalen Rücksitzbank ist völlig ausgeschlossen.
- Leichenwagen werden in der Regel ausgemustert wenn sich die Rostschäden am Übergang zwischen Rohkarosse und Aufbau nicht mehr kaschieren lassen. Die Aufbauhersteller kleistern da vor der Lackierung kiloweise Epoxy, Sikaflex und Spachtel drauf. Drunter sind später teilweise handtellergrosse Löcher im Blech. EM beim TÜV und richtig eklig zu reparieren.
- Durch die geringen Laufleistungen haben die Autos zum Schluss oft üble Standschäden. Alles was aus Gummi oder elastischem Kunststoff besteht muss dann neu - Bremsschläuche, Fahrwerks- und Auspuffgummis, Tür- und Fensterdichtungen...
Letztere sind hinten natürlich horrend teure Sonderbauteile. Von den Kosten für z.B. eine neue Heckklappe reden wir hier erst gar nicht.