Beiträge von niggles
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Ich will ja eure Euphorie nicht dämpfen - aber auch meine Frisörin hat eingesehen, dass ich zwar endlich dringend einenTermin brauchte und sie dafür kurzfristig dank starkem Andrang Überstunden machen musste - aber abgeschnittene Haare sind ebenso wenig nachhaltig, wie Veranstaltungen...
Ich war da, ich komm dann maximal im vor-corona-Zyklus wieder!
Eher weniger, weil Kurzarbeit bei gleichzeitiger Nutzung der überraschenden Freizeit für (finanzintensive) überfällige (Renovierungs-)Projekte führt nicht zu nachhaltigem Geldausgeben für Veranstaltungen...
Die PostCoronaÄra wird nicht so rosig, wie man heute meint.
Das sehe ich ähnlich. Die von billbo erwartete und derzeit tatsächlich auch geplante Welle an Nachholtourneen (ich höre von unseren Ton-Freelancern ähnliches...) wird mEn innerhalb des Jahres 2021 in einer Flut von Absagen aufgrund mangelnder Vorverkäufe in sich zusammenbrechen bis wieder ein normales Mass erreicht ist.
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ich würde das einfach so machen:
die HF-sendeeinheit muss ja irgend eine möglichkeit bieten, den eingangspegel anzuzeigen. diesen eingangspegel hält man dann gemäss den vorgaben der internationalen fernmeldeunion ITU ein, einen entsprechenden link hatte djvomght im beitrag #3 gepostet.
Diese Anzeigen sind in der Regel extrem rudimentär bis gar nicht vorhanden. Mein Telefunken S3234, durchaus ein Gerät der Oberklasse hat zwar für alles Messstellen, gibt die Werte aber nur per 7-Segment LCD digital aus. Das reicht nur für Messungen mit statischen Werten. Diese Parameter werden in der Sendetechnik immer am tatsächlich generierten RF-Signal gemessen, mit einem Messempfänger der Hub und MPX-Leistung an schönen grossen analogen Zeigerinstrumenten ausgibt.
RF-Explorer oder eine SDR-Lösung sind aber ein durchaus brauchbarer Ersatz. Manche alten Tuner haben auch ein Zeigerinstrument das man von Signalstärke auf Hub umschalten kann, das gibt zumindest mal einen Anhaltswert.
Zitatkleines beispiel:
ich habe mir um das jahr 2005 herum den ersten iPod gekauft. dazu habe ich dann auch einen (zu der zeit in D noch nicht erlaubten) kleinen adapter gekauft, der die musik vom iPod per radiofrequenz in das autoradio vom bandbus übertragen konnte. das hat einwandfrei funktioniert, ganz ohne messungen

Die Dinger dürfen maximal 50 nanoWatt abstrahlen und sind damit keine Sendeanlage sondern im Prinzip zulassungsfreies Funkspielzeug, ähnlich wie ein Garagentoröffner. Da interessiert sich niemand für die Einhaltung von Messwerten.
Veranstaltungsrundfunk bzw. Autokino läuft in der Regel mit bis zu 50 milliWatt, in Einzelfällen bis zu einem Watt. Das ist um die Grössenordnung 1000 bis zu zwei millionenfach mehr Leistung. Da interessiert sich die BNetzA durchaus für Störungen; Bei FM bedeutet Übermodulation ja immer auch gleich dass der Nachbarkanal gestört wird.
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Ich hab die Sendeanlage zum Glück im Zugriff, und werde schon vor dem eigentlichen Probetag mal testen. Vorausgesetzt natürlich, die Sendeleistung lässt sich entsprechend weit reduzieren. Sonst hab ich noch so n Taschensenderdings mit dem ich mal was aufs Autoradio schicken kann.
Zu einem ordentlichen Sender gehört immer auch eine Kunstantenne (Dummy Load) in der man die gesamte Leistung abstrahlungsfrei versenken kann. Theoretisch. Praktisch reichen auf UKW die Streuverluste dann immer noch für einwandfreien Empfang im Umkreis von mindestens 10m. Ansonsten gibts meistens noch eine BNC-Buchse als Messausgang die man gefahrlos direkt mit der Antennenbuchse eines Tuners verbinden kann.
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Hallo,
als erstes was zum Lesen: ITU-R BS.450-4 (Sendestandard für UKW- Rundfunk).
Limiter empfielt sich auf alle Fälle, um den maximal erlaubten Frequenzhub von +/- 75kHz einzuhalten. Zwar sollte der UKW- Sender mit Signalen über 15kHZ klar kommen, und diese herausfiltern, ich würde die Bandbreite aber selbst auf 50Hz - 15kHz begrenzen. In der Norm steht weiterhin, daß M- bzw. S- Signal einzeln den Sender nicht mehr als 80% aussteuern dürfen. Um das für den S- Kanal im Auge zu behalten, kann man den Korrelationsgrad des Signal mit einem Vektorscope überwachen. Allzuviel komprimieren würde ich im Master ansonsten nicht. Falls du schon vorher an die Multitrackaufnahmen kommst, mach zu Hause eine Mischung und jage die über einen dieser kleinen 50nW- Ukw- Sender und hör es dir über dein Autoradio an, damit du weißt, was dich erwartet.
Gruß Jörg
Beim Radio (sagen wir mal jetzt nicht Fritz, FM4, Bayern3 &Co sondern freies Radio, halbwegs professionelle Veranstaltungsradios) wird diese Signalbearbeitung üblicherweise in zwei völlig unabhängige Teile geteilt:
- Sendeprocessing: Optimod/Omnia oder was auch immer sich der "Sender" als brauchbaren Ersatz leisten kann. Multibandkompressor der so eingestellt ist dass man eine normal produzierte Pop-CD oder eben Filmton mit Vollaussteuerung da rein jagen kann ohne dass die zulässigen Werte für Maximalhub und MPX-Leistung überschritten werden. Gleichzeitig findet da bereits eine Klangbearbeitung mit dem Ziel statt dass die Dynamik des Endsignals zu den Möglichkeiten des Empfangsgerätes (Autoradio mit entsprechendem Neben- und Störgeräuschpegel) passt. Anders als bei kommerziellen Radiosendern ("Gleichstromfunk"
muss hier nicht das letzte Quäntchen Lautheit raus gepresst werden, die Hörer wollen ja gezielt diesen Sender einschalten. Aber da kommt schon spürbar Kompression drauf, viel mehr als 25-30dB Nutzdynamik sind nicht realisierbar.Wichtig ist dass diese Geräte immer die UKW-Rauschunterdrückung (Pre-/Deemphasis) berücksichtigen müssen, ansonsten ist bei Musik mit höhenlastigen Signalen ("Ear Candy") sehr schnell die Modulationsgrenze erreicht.
- Produktionsprocessing: Jingles, DJ-Sets, Live-Sessions und ähnliches werden im Radio gezielt so produziert dass sie sich über das oben genannte Processing gut anhören. Da du das live machst hast du über das Off-Air-Monitoring ja eine direkte Rückmeldung wie gut das klappt. Im Studio hängen die sich da auch schon mal eine Pluginkette in den Abhörweg die genau das Processing des jeweiligen Senders nachbildet.
Falls die Sendeanlage gar kein Processing oder nur einen ganz stumpfen Peaklimiter hat würde ich da mit dem Waves Server mit einem Masteringprozessor selbst etwas bauen, sonst reisst du entweder alle naslang die Grenzwerte oder leise Stellen gehen im Hintergrundrauschen unter. Dann muss das aber vor Konzertbeginn mal mit Testtönen und Rauschen eingemessen werden, entweder mit richtigen Messgeräten (Modulationsgradmesser, MPX-Pegelmesser) oder zumindest mit einem RF-Explorer oder einer vergleichbaren Softwarelösung (SDR).
Ganz wichtig: Vor dem Processing rabiat alles unter 50Hz und über 15 kHz wegfiltern; kann eh nicht übertragen werden, haut dir aber die Dynamikbearbeitung durcheinander. Dann einen EQ mit 3db/Oktave Anhebung ab 3,18 kHz drauf, durch den Multiband-Komp. und dahinter den gleichen EQ wieder rückwärts.
Mach auf jeden Fall wenn es irgendwie geht schon den Soundcheck "auf dem Sender", das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig was da zurückkommt.
Du brauchst eigentlich 2 Paar Monitore: Als "Off Air Monitoring" zum Beurteilen des Gesamteindrucks ein Pärchen eher günstige HiFi-Boxen an einem Receiver, ein Satz Mittelklasse-Autolautsprecher an einem ordentlichen Autoradio oder ein klassischer, grosser Ghettoblaster. Als "Mischlupe" die erwähnten Genelecs direkt am Pultausgang oder einen richtig guten Kopfhörer - UKW frisst musikalische Details zum Frühstück...
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Hat die Sendeanlage Soundprocessing (Optimod, Combinator, Triple C, dbmax...) dabei? Ist bei professionellen Autokinos durchaus üblich.
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Wenn es bei Instagram sein soll ist das leider der einzige offiziell unterstützte Weg. Das ist natürlich keine Ausrede für schlechten Ton anstelle USB-Interface und passende Mikrofone.
Yellow Duck, Instafeed...?
Es gibt Mittel und Wege...
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Jetzt ma ganz ehrlich: Streaming mit dem Handy ist doch generell Mist. Ein Rechner mit OBS, ein USB-Audio-Interface (sofern nicht ohnehin im Pult eingebaut), eine kleine USB- oder TB- Capturekiste mit HDMI-Eingang und eine halbwegs moderne HD-Videokamera oder digitale SLR ist das Minimum für so was und kostet auch nicht die Welt.
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Und wie oft wäscht man Bühnen-Vorhänge?
Wenn sie noch aus normaler Textilfaser (Baumwolle/Mischgewebe) sind: Nie.
Wegen eines Wasserschadens (mit Schimmelbefall der Raumluft) sind die Vorhänge letztes Jahr abgenommen, gereinigt und neu imprägniert worden, daher sollte ist das aktuell sowieso kein Thema, aber sonst kann ich mich nicht erinnern, dass die Teile mal gewaschen worden wären.
Eine nachträgliche B1-Neuimprägnierung von Stoffen die gewaschen wurden genügt den Brandschutzvorschriften schon länger nicht mehr. Die Stoffe müssen maschinell imprägniert und die Brandeigenschaften durch regelmässige Brandschachttests von Proben überprüft werden.
Wer hat die Vorhänge gewaschen und in welcher Form haben die euch die Brandeigenschaften schriftlich bestätigt? Da passt was nicht.
Die Feuerwehren wissen das auch und bestehen in der Tat mancherorts bereits auf der Anschaffung von Materialien die ihre Schwerentflammbarkeit beim Reinigen nicht verlieren.
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Die "Kupplung" ist eine proprietäre Sennheiser-Lösung bei der zwei Gehäusehälften mit ein paar Kontaktstreifen versehen sind. Die Belegung davon zu wissen bringt dich aber auch nicht weiter weil bei der USB-Version in der geräteseitigen Gehäusehälfte die komplette AD/DA-Wandlerei sitzt. Die fehlt dir...
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...und deswegen schlecht im groben Gesamtüberblick erfassbar. Aber klar, besser als gar nichts (M7, LS9).
LS 9 war und ist dafür (und für den fehlenden HPF-Encoder) zu Recht verhasst. Für die M7 gab es immerhin eine schöne, übersichtliche Meterbridge auf der grobe Pegelausreisser auch ohne Kompressorhilfe schnell zu erfassen waren. Half aber nur was wenn viel mit Subgruppen und Kompression erst dort gearbeitet wurde.
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Hat man das nicht selbst schon zu Analogzeiten genau so gemacht (soweit da Kompressoren im Insert steckten)? Zumindest kenne ich das so: Blitzlinecheck (wenn überhaupt), Band fängt an - und ein einziger Blick auf das prominent aufgebaute Dynamics - Rack neben dem Midas XL oder Yammi PM offenbarte sämtliche wichtigen Gain- Problemkandidaten. Wenn nicht dem schwitzenden Tonler, dann zumindest dem verständnisvoll lächelnden Babysitter hinter ihm. Genau deshalb waren ja DBX 160X und BSS 402 so überaus beliebte Standardgeräte (und nicht etwa deshalb, weil wirklich jeder Tonler außer Threshold und Ratio auch die Sache mit den Regelzeiten so ganz genau verstanden hatte oder gar wusste, was es mit diesem geheimnisvollen 'Overeasy' auf sich hat... ).
Das Prinzip habe zumindest ich mir bis heute bewahrt. Und deshalb z. B. auch dort, wo Kanalkompressoren eigentlich einigermaßen bis komplett sinnlos sind (Toms, Cymbals, totverzerrte E- Gitarren, usw.) grundsätzlich die Kompressorfunktion aktiviert. Mit Threshold ein Stück oberhalb des beabsichtigten Arbeitsbereiches - wenn sich dort dann die Kanalanzeige (egal ob simple rote LED oder schickes Gainreduction- Meter) meldet heißt das automatisch "Upps! Gain wohl ein wenig zu ambitioniert!".
So wird da natürlich ein Schuh draus. Wie gut das funktioniert hängt bei Digitalpulten aber wesentlich von der Pultoberfläche ab. Bei PM5D, D-Live oder auch X32 gibt es ja fixe Dynamikanzeigen bei jedem Kanal. Auf einer M7 oder CL ist das eher mühsam...
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Irgendwie habe ich das Gefühl wir reden ein wenig aneinander vorbei und/oder Du hast nicht so richtig verstanden was ich machen will. (kann auch voll gut sein dass ich mein Vorhaben irgendwie mies erklärt habe
)Was Du damit meinst verstehe ich nicht. Ich passe keinen Arbeitsbereich des Kompressors an und mir geht es auch nicht darum, meine Gainstruktur flexibler zu halten. Ich nutze vielmehr die Anzeigemöglichkeiten des Kompressors als Kontrollmetering, um schneller zu eben jenen korrekt gesetzten Gains zu kommen von denen Du sprichst.
Das ist korrekt, aber beschreib mal wie Du zu den "korrekt gesetzten Gains" bei Fadern auf Unity Gain kommst. Natürlich funktioniert das mit entsprechender Erfahrung und ggf. Zeit zum Einrichten irgendwie ganz gut. So mache ich es ja im Moment auch und komme damit ganz gut klar. Der Weg über das GR Metering könnte aber vielleicht - so zumindest die Idee - den Workflow "wie komme ich zu korrekt gesetzten Gains" mit entsprechender Vorbereitung noch besser, schneller und zielgerichteter machen.
Metering im Eingangskanal gibts ja auch ohne Kompressor, je nach Pult mehr oder weniger übersichtlich als Meterbridge, Einzelkanalanzeige oder per Tablet. Wenn sich beim stummen Soundcheck Monitormann, Mikrofonierer und Backliner um die Quellenprobleme kümmern musst du als FoH-Mann eigentlich nur mitmachen und ggf. Signale anfordern die dir noch fehlen. Das geht bei einigermassen günstigen Voraussetzungen (organisierte Band, Bühnenmannschaft ist auf Zack, Pult mit übersichtlichem Metering) innerhalb von wenigen Minuten.
Deine Vorgehensweise ist mMn nicht schneller, birgt aber die Gefahr dass du schon zu Beginn auf jedem Kanal schon ein gewisses Mass an Kompression drauf hast. Das kann je nach Dynamik der Band ganz fies nach hinten los gehen. Zu dem Zeitpunkt im Set hast du aber keine Zeit die alle zu überwachen und ggf. zu korrigieren weil da ganz andere Sachen wichtig sind...
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Versteh ich nicht, kannst Du mir das genauer erklären? Ich mache doch eigentlich nichts anders als vorher, nur dass ich noch eine Art "Kontrollebene" dazwischen schalte...
Du versuchst die Gainstruktur flexibler zu halten indem du den Arbeitsbereich des Kompressors anpasst. Alle gängigen Analog- und Digitalpulte sind aber so konstruiert dass du eine korrekt gesetzte Gainstruktur brauchst um dem Kompressor zu ermöglichen die Dynamik gezielt zu reduzieren. Ist das nicht der Fall bist du relativ schnell aus dem optimalen Arbeitsbereich des Kompressors raus. Die Dinger arbeiten ja auch nicht linear.
Ich kenne diese Herangehensweise aus dem Rundfunkbereich; Da müssen immer mal wieder spontan Sachen funktionieren die so nie geprobt wurden, und zwar auf Anhieb. Aber das was da auf die Sendeleitung geht willst du dir auf einer PA als Konzertbesucher nicht anhören...
Zitat von pfeiffeAußerdem muss ich bei sagen wir mal 35 Kanälen in diesem Moment sehr genau wissen wo was peaken soll um flott alle Gains so anzupassen, dass mein Faderebene am Ende nicht aussieht wie eine Gebirgskette in den Alpen, die Lautstärkeverhältnisse stimmen und ich im Master noch ausreichend Headroom habe.
Bei einer eingespielten Band mit ordentlicher Backline, passender Mikrofonauswahl und korrekt aufgebauter Mikrofonierung solltest du mit allen Input-Fadern (ausser OH und gewisses Percussion-Sonderzeug) auf 0dB und korrekt gesetzten Gains und Lowcuts, ohne Kompressor und grobe EQ-Akrobatik automatisch bei einigermassen vernünftigen Pegelverhältnissen landen. Ansonsten stimmt zu 90% auf der Bühne etwas nicht.
Gängiger Korrekturweg ist dann der direkte Griff zum Gain; die Gebirgskette auf der Faderebene nimmt dir den Regelweg den du zum Mischen brauchst, das ist schon klar...
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Was du dafür erst mal bräuchtest wäre ein Mischpult mit A/D-Wandlern die so einen grossen Dynamikbereich haben dass sie ohne analoge Gainregler davor auskommen. Da wird auch schon dran gearbeitet, das ist aber noch nicht in der Fläche am Markt angekommen.
Mit den derzeit üblichen Mischgeräten liegst du da schnell mal um 20 dB daneben, in krassen Fällen (Ausgang der Festival-Funkstrecke auf Line statt Mic, Pad-Schalter an der DI versehentlich drin) bis zu 40dB. Den solchermassen verschlechterten Signal-Rausch-Abstand bzw. fehlenden Headroom bekommst du digital nicht mehr weg. Unter diesen Bedingungen bist du mit dem üblichen "Malen nach Zahlen" bzw. stillem Soundcheck an Monitor und FoH gleichzeitig in Verbindung mit dem teilweisen Übernehmen von funktionierenden Werten der vorhergehenden Band schneller bei einem Ergebnis das dich zumindest mal durch den ersten Song bringt.
Klar ist auch dass einem das Ergebnis hieraus irgendwann einfach nicht mehr gut genug ist. Dann muss aber erst mal der Erfolg der Band die finanziellen Mittel und die Verhandlungsmacht gegenüber Veranstaltern her geben das anders (eigene Pulte/Pultleute/Mikros, bei Flydates Rider durchdrücken...) zu lösen.
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Du beschreibst zwei komplett unterschiedliche Positionen in einer speziellen Situation (Festival mit vielen Bands und praktisch nicht vorhandener Umbau/Soundcheckzeit). Du suchst eine technische Lösung für etwas das dort in der Praxis manuell und organisatorisch gelöst wird:
1. Lokaler Ausstatter/FoH-Mischer für alle die keinen eigenen Mann dabei haben. Da lautet die wichtigste Regel: Zeit schaffen durch paralleles Arbeiten. Zwei Pulte parallel sowohl an Monitor als auch FoH. Ergibt sich oft auch ganz von selbst da ja doch ein erheblicher Teil der typischen Festivalbands heutzutage mit eigenem Digitalpult reist. Oder der Veranstalter denkt mit und arbeitet mit "Lückenfüllern". Stichwort Mambo Kurt.
Wo das alles nicht bezahlt wird haben Festivals dann eben den typischen Eigensound der entsteht wenn ein örtlicher FoH-Mischer das Nachmittagsprogramm mit seinem Mikrosatz und seinem Pult am Fliessband abreisst und dabei von Band zu Band erst mal nur die Sachen nachzieht die überhaupt nicht passen. Wenn der Kollege weiss was er tut (und Monitormann und Mikrofonierer das ihrige tun um ihm die Arbeit zu erleichtern) geht das aber immer noch besser und flexibler als eine wie auch immer geartete Automatik.
2. FoH-Mischer für eine grössere Band auf Festivaltour die´s aber noch nicht ganz bis zum Headliner gebracht hat: Eigene Pulte und Mikros (!), Linecheck/rudimentärer "stiller" Soundcheck mit den Backlinern.
Wenn die das nicht zahlen wollen helfen dir zwei Dinge: Minimalismus (jeder Kanal weniger der von der Bühne kommt spart Zeit) und genaues Arbeiten im Bereich Backline und Mikrofonierung. Dort steckt der Grossteil der technischen "Gremlins" die Bands in Festival- und Stadtfestsituationen den Sound kaputt machen können und da ist oft zeitraubende Beratungsarbeit nötig...
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Ich bin mir nicht so sicher ob ich ein Streamdeck XL mit einem Pult im Livebetrieb verbinden will... Die mechanische Verarbeitungsqualität von den Dingern ist unter aller Kanone, sie spinnen immer mal wieder wegen statischer Aufladung rum und Feuchtigkeit vertragen sie auch nicht sonderlich gut.
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Die Paar VA Firmen die bei den großen (DAX-) Konzeren die HVs veranstalten schütteln so eine Digitale/Stream HV aus dem Ärmel.
Die haben alle Event IT Abteilungen und jahrelange Erfahrungen mit Livestreams. Auch so Interaktiv Krams mit Fragen Offline/Online ist normales Tagesgeschäft für die Großen der Branche.
Bitte nenne konkrete Beispiele wer das wirklich komplett in-house löst. Ich kenne so was nur mit externen und teilweise hoch spezialisierten Dienstleistern aus der Konferenz- und Veranstaltungstechnik.
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Wenn du so was in funktionierend brauchst kauf Glasson DFS3000 . Die SGM-Teile hab ich als echte Kopfschmerzware in Erinnerung, mWn haben die die Hardware nur bei irgendeinem Chinesen zugekauft und das Qualitätsmanagement war eher so lala...